Star Wars Episode 1


Star Wars Episode I - Die dunkle Bedrohung (USA, 1999)
- Star Wars Episode I: The Phantom Menace -

DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
Altersfreigabe: FSK 6
Laufzeit: ca. 130 Minuten

Extras
- Audiokommentare
- Exklusiv-Dokumentation zu sieben unveröffentlichten Szenen
- Dokumentation "The Beginning"
- Multi-angle-Darstellung einzelner Szenen
- 5 Featurettes
- 12 Internet-Clips
- Featurette "Star Wars Starfighter - ein Spiel entsteht"
- Musikvideo "Duel of the Fates" von John Williams
- Foto- und Bildergalerien
- Teaser, Trailer und TV-Spots
- DVD-ROM-Internetlink

Regie:
George Lucas

Hauptdarsteller:
Liam Neeson (Qui-Gon Jinn)
Ewan McGregor (Obi-Wan Kenobi)
Natalie Portman (Padmé / Königin Amidala)
Jake Lloyd (Anakin Skywalker)
Ian McDiarmid (Senator Palpatine / Darth Sidious)
Ray Park / Peter Serafinowicz (Darth Maul / Darth Mauls Stimme)




Inhalt:

In einer weit, weit entfernten Galaxie leben viele humanoide und nichtmenschliche Völker gemeinsam in Frieden. Sie haben sich zu einer Republik zusammengeschlossen, in der die unabhängige Organisation der Jedi-Ritter für Sicherheit sorgt. Hauptwelt der Republik und Sitz des Jedi-Ordens ist der Planet Coruscant. Überlichtschnelle Reisen zwischen den Planeten sind eine Alltäglichkeit, dennoch ist die Galaxie in einen prosperierenden Innenbereich und einen äußeren Ring unterteilt, in dem die Gesetze der Republik wenig gelten. Die Jedi werden überall respektiert, aber auch gefürchtet, denn sie besitzen paranormale Kräfte und sind Meister im Umgang mit dem Lichtschwert, einer Energiewaffe, die jegliche Materie durchdringen und Laserschüsse abwehren kann. Ihre besonderen Fähigkeiten gewinnen die Jedi durch die Nutzung der "Macht". Ein Jedi kann dieses allgegenwärtige Energiefeld nach langem Training für die unterschiedlichsten Zwecke einsetzen. Hierzu ist eiserne Selbstdisziplin erforderlich, denn die Macht hat eine dunkle Seite, die zum Bösen führt. Die dunkle Seite wird von den Sith genutzt, den Erzfeinden der Jedi. Einer uralten Prophezeiung zufolge soll dereinst ein Auserwählter erscheinen, der die Macht ins Gleichgewicht bringen kann.

Eines Tages kommt es zu Unruhen, als die Handelsrouten zu den weiter entfernten Sonnensystemen besteuert werden. Die galaxisweit operierende Handelsföderation geht dagegen vor, indem sie den friedlichen Planeten Naboo mit einem großen Flottenaufgebot einkesselt. Da sich der Senat als handlungsunfähig erweist, entsendet Kanzler Valorum den Jedi Qui-Gon Jinn und dessen Padawan-Schüler Obi-Wan Kenobi als Vermittler. Sie sollen mit Vizekönig Nute Gunray aus dem Volk der Neimoidianer sprechen, dem Oberhaupt der Föderation. Die Jedi vermuten, dass noch andere Mächte am Werk sind. Es kommt jedoch gar nicht erst zu Verhandlungen. Gunray hat sich mit einem geheimnisvollen Mann namens Darth Sidious verbündet. Als dieser erfährt, dass es sich bei den Unterhändlern um Jedi handelt, befiehlt er deren Eliminierung. Gleichzeitig beginnt die Invasion Naboos. Eine riesige Droiden-Armee, die von im Orbit befindlichen Kontrollschiffen gelenkt wird, landet auf dem Planeten und besetzt die Hauptstadt Theed. Königin Amidala, die erst vor kurzem gewählte junge Herrscherin Naboos, verzichtet auf jegliche Gegenwehr, um ein Blutbad zu vermeiden. Sie soll zur Unterzeichnung eines Vertrages gezwungen werden, der die Blockade nachträglich legalisiert. Da der Senat von alldem nichts erfahren darf, werden alle Kommunikationsverbindungen blockiert.

Mit ihren überlegenen Fähigkeiten können sich die Jedi erfolgreich wehren. Sie verstecken sich in einem Landungsschiff und gelangen so auf den Planeten. Dort stolpern sie buchstäblich über den Gungan Jar Jar Binks, der wegen diverser Missetaten aus der Unterwasserstadt Otoh Gunga verbannt wurde. Qui-Gon rettet dem Eingeborenen das Leben. Jar Jar führt die Jedi nach Otoh Gunga, wo sie Boss Nass begegnen, dem Oberhaupt der Gungans. Qui-Gon setzt seine Jedi-Kräfte ein, um Boss Nass dazu zu bewegen, ihm und Obi-Wan ein Transportmittel für die Weiterreise nach Theed zur Verfügung zu stellen. Jar Jar wird als Führer mitgenommen. Die Jedi kommen zwar zu spät, um das Volk von Naboo zu warnen, aber sie befreien Amidala, deren Zofen und einige Gardisten. Alle zusammen fliehen mit dem königlichen Raumschiff von Naboo. Amidala will die Föderation vor dem Senat anklagen. Sie lässt sich durch eine - nach Meinung Qui-Gons gefälschte - Holo-Botschaft unter Druck setzen, der zufolge es auf Naboo bereits zu hohen Verlusten unter der Zivilbevölkerung gekommen ist. Die Blockade kann zwar durchbrochen werden, dabei wird das Schiff jedoch beschädigt. Coruscant ist zunächst unerreichbar. Man landet auf dem abgelegenen Wüstenplaneten Tatooine im äußeren Ring. Als Darth Sidious vom Verschwinden Amidalas erfährt, beauftragt er seinen Schüler Darth Maul mit der Suche nach ihr.

Qui-Gon, Jar Jar, der Astromech-Droide R2-D2 und Amidalas Zofe Padmé begeben sich auf der Suche nach Ersatzteilen in die Stadt Mos Espa. Beim Schrotthändler Watto werden sie fündig, allerdings wird ihr Geld nicht akzeptiert und wertvolle Tauschwaren besitzen sie nicht. Sie begegnen Anakin Skywalker, einem Sklaven in Wattos Besitz. Der neunjährige Junge ist ein begnadeter Techniker und ein hervorragender Pilot. Er nimmt die Gruppe mit nach Hause, als ein Sandsturm aufzieht. Anakin lebt zusammen mit seiner Mutter Shmi und dem von ihm selbst gebauten Protokolldroiden C-3PO. Er hat schon immer von Reisen zu den Sternen geträumt und ist begeistert, als er erfährt, dass Qui-Gon ein Jedi ist. Anakin bietet sich an, für seine neuen Freunde an einem Podrennen teilzunehmen. Mit dem Preisgeld könnten die benötigten Ersatzteile beschafft werden. Da Shmi keine Einwände hat, wird dieser Plan in die Tat umgesetzt. Qui-Gon bemerkt, dass Anakin etwas ganz Besonderes ist. Shmi behauptet, der Junge habe keinen Vater. Qui-Gon stellt fest, dass in Anakins Körper eine unglaublich große Anzahl von Midichlorianern existiert - diese mikroskopisch kleinen Wesen sind Symbionten alles Lebenden und machen die Nutzung der Macht erst möglich. Anakin könnte somit zum mächtigsten Jedi werden, der je existiert hat. Qui-Gon kommt zu der Überzeugung, Anakin sei der prophezeite Auserwählte.

Qui-Gon wettet gegen Watto auf den Sieg des Jungen, um diesen aus der Sklaverei zu befreien. Er will ihn zum Rat der Jedi bringen, um ihn testen zu lassen. Anakin gewinnt das Rennen und darf mit Qui-Gon zu den Sternen fliegen, muss seine Mutter aber auf Tatooine zurücklassen. Die Gefährten werden von Darth Maul aufgespürt. Es kommt zu einem kurzen Lichtschwertduell zwischen ihm und Qui-Gon, dem sich der Jedi entzieht, indem er in das startende Raumschiff springt. Qui-Gon weiß nun, dass er es mit einem Sith zu tun hat. Unterwegs nach Coruscant freundet sich Anakin mit Padmé an. Amidala wird auf Coruscant von Palpatine empfangen, dem Senator von Naboo. Er bringt die Königin dazu, einen Misstrauensantrag gegen Valorum zu stellen, als sich zeigt, dass der Kanzler nicht zum sofortigen Einschreiten gegen die Föderation bereit ist. Da Valorums Position wegen interner Unstimmigkeiten ohnehin geschwächt ist, werden sofort Neuwahlen angesetzt. Palpatine ist einer der Nominierten. In der Zwischenzeit stellt Qui-Gon Anakin den Mitgliedern des Jedi-Rates vor. Diese anerkennen zwar Anakins Fähigkeiten, lehnen aber seine Ausbildung ab. Anakin ist zu alt, außerdem hält Jedi-Meister Yoda den Jungen für potentiell gefährlich. Seine Angst könnte zur dunklen Seite der Macht führen. Qui-Gon widersetzt sich der Entscheidung nicht offen, behält Anakin aber trotzdem bei sich.

Angesichts der Streitereien im Senat bezweifelt Amidala, dass schnelle Hilfe zu erwarten ist, und kehrt mit den beiden Jedi nach Naboo zurück. Sie überwindet die alten Konflikte, die zwischen den Menschen und den Gungans bestehen, und schließt ein Bündnis mit Boss Nass. Dabei offenbart sie ihre wahre Identität: Die vermeintliche Zofe Padé ist Königin Amidala - aus Sicherheitsgründen ist stets eine ihrer Leibwächterinnen in ihrer Rolle aufgetreten. Der Gegenschlag wird geplant. Die Gungan-Armee soll einen Scheinangriff führen und für Ablenkung sorgen, damit Amidala und die Jedi unbemerkt in den Palast eindringen können. Sie wollen Nute Gunray gefangen nehmen und gleichzeitig einen Angriff auf das letzte im Orbit verbliebene Droiden-Kontrollschiff starten. Der Plan verläuft zwar nicht reibungslos, führt aber letztlich zum Erfolg. Anakin ist es zu verdanken, dass das Kontrollschiff vernichtet werden kann, so dass alle Kampfmaschinen auf Naboo plötzlich tatenlos stehen bleiben. Damit ist die Föderation geschlagen. Qui-Gon und Obi-Wan müssen sich Darth Maul stellen. Der Sith tötet Qui-Gon, wird aber von Obi-Wan besiegt. Es ist bekannt, dass es immer nur zwei Sith gibt; einen Meister und einen Schüler. Welcher von beiden getötet wurde, bleibt den Jedi unbekannt.

Obi-Wan, nun selbst ein Jedi-Meister, wendet sich erneut an Yoda. Er will Qui-Gons letzten Wunsch erfüllen und Anakin ausbilden. Yoda willigt widerstrebend ein. Während der gemeinsamen Siegesfeier von Menschen und Gungans auf Naboo erscheint Palpatine - er wurde zum Kanzler gewählt. Zusammen mit Amidala, so verkündet er, will er der Galaxis Frieden und Wohlstand bringen...

Fortsetzung folgt!

Der Film:

Sechzehn lange Jahre mussten wir Fans nach Die Rückkehr der Jedi-Ritter auf einen neuen Star Wars - Film warten. Damals, in den Achtzigern, war schon bekannt, dass die damaligen drei Filme nur der Mittelteil einer neunteiligen Serie sein sollten. Aber abgesehen von der Information, dass die vor diesem Mittelteil spielenden Filme irgendwas mit den "Klonkriegen" zu tun haben sollten, wusste man so gut wie nichts über die weiteren Pläne von George Lucas. Dann tauchten die ersten Gerüchte zu "Episode I" auf, Bilder wurden in den einschlägigen Magazinen veröffentlicht - ich weiß noch, dass das allererste Bild, das ich damals gesehen habe, das eines Panzers der Droidenarmee war. Die Erwartungen waren hoch und wurden durch die laufende Berichterstattung immer weiter angeheizt. Ich freute mich wie verrückt auf die Fortsetzung jener Filme, die für mich zu den unvergesslichsten Kino-Erlebnissen aller Zeiten gehören und die mich (zusammen mit Raumschiff Enterprise und Mondbasis Alpha 1) überhaupt erst zum Science-Fiction-Fan gemacht haben.

Aber dann kamen mir irgendwann Bedenken von jener Art, wie sie auch die Protagonisten in Fanboys haben. In diesem Film geht es um ein paar Nerds, die es ihrem todkranken Freund ermöglichen, "Episode I" vor dem offiziellen Kinostart zu sehen, weil er den nicht mehr erleben wird. Als sie dann selbst am Premierentag im Kino sitzen, fragt einer: "What if the Movie sucks?" Eine ähnliche Frage habe ich mir auch gestellt. Ich hatte die Befürchtung, der Film könne Schrott sein oder zumindest meine Erwartungen nicht erfüllen. Tja, was soll ich sagen? Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Was natürlich zum Teil daran liegt, dass meine Erwartungen einfach zu hoch waren, vor allem aber, dass ich beim Kinostart von "Episode I" nicht mehr 16 war, sondern 32. Denn "Episode I" richtet sich eindeutig an eine sehr jugendliche Zielgruppe. Ich war damals zutiefst enttäuscht von "Episode I", und daran hat sich auch nach 13 Jahren nicht viel geändert. Dabei wird ja gar nicht alles falsch gemacht. Betrachtet man "Episode I" im Kontext der beiden folgenden (viel gelungeneren) Filme, dann kann man die Story durchaus würdigen. Sie funktioniert erheblich besser, wenn man weiß, wer Palpatine wirklich ist, welches Doppelspiel er spielt und wie geschickt er an Amidalas Fäden zieht, um die ahnungslose Königin für seine Pläne zu instrumentalisieren.

Außerdem bietet der Film im Grunde alle Schauwerte, die uns Kids schon damals in den Achtzigern zum Staunen gebracht haben: Exotische Schauplätze, abgedrehte Kreaturen, ein aberwitziges Podracer-Rennen, Dogfights im Weltraum und epische Lichtschwertkämpfe, die packender und dynamischer choreografiert sind als das doch eher behäbige Aufeinander-Einprügeln zwischen Darth Vader und Obi-Wan Kenobi in Krieg der Sterne. Die Spezialeffekte, Modelle, Kostüme usw. sind erstklassig. Es gibt prächtige Paläste und lichtdurchflutete Unterwasserstädte auf Naboo, der Wüstenplanet Tatooine ist pure Nostalgie, die gewaltige planetenumspannende Stadt auf Coruscant beeindruckt mit gewaltigen Gebäudekomplexen - das sind tolle Schauplätze für abwechslungsreiche Abenteuer und handwerklich perfekt gemachte Action wie etwa das Podrennen. Man muss aber sagen, dass die computergenerierten Kreaturen aus heutiger Sicht nicht mehr überzeugen können. Genauer gesagt: Sie sind inakzeptabel. Ihre offensichtliche Künstlichkeit ist ein nicht zu unterschätzender Störfaktor! An den Schauspielern dagegen gibt es nichts auszusetzen. Sie alle liefern solide Leistungen ab und eignen sich gut als Identifikationsfiguren - damals, als "Episode I" erstmals ins Kino kam, habe ich Liam Neeson allerdings für ein Weichei gehalten. Das hat sich seit 96 Hours entscheidend geändert, und deshalb kann ich ihn jetzt in der Rolle des Jedi-Ritters mit anderen Augen sehen.

Das Hauptproblem besteht darin, dass George Lucas sein Publikum nicht ernst nimmt. Zugegeben: leicht infantile Elemente gibt es in allen Episoden der Saga, aber hier dominieren sie den Film derart, dass es manchmal schon weh tut. Das liegt zum größten Teil an der unglaublich bescheuerten Witzfigur Jar Jar Binks, die wohl als "Comic Relief" dienen soll, als humorvoller Charakter zur Entschärfung der Action. Diese übertrieben tollpatschige Quasselstrippe (allein die beknackte Sprechweise!) ist nichts anderes als eine unerträgliche Nervensäge, die man von der ersten Minute an gern erwürgen würde, damit endlich Ruhe ist. Es gibt noch andere Beispiele für den völlig missglückten Humor dieses Films: Den sabbernden Fettsack Boss Nass, erschrocken "Oh-Oh" sagende Roboter und diverse andere vermenschlichte Droiden... Hinzu kommen einige sehr zweifelhafte Erfindungen wie die Midichlorianer, durch die die "Macht" entmystifiziert wird, oder Anakins Jungferngeburt. Über so viel Unsinn kann man nur den Kopf schütteln. Warum hat sich Lucas nicht mehr auf das vorhandene düstere Potential in Person von Darth Maul konzentriert? Vielleicht hätte das den Film gerettet. In der jetzigen Form ist er mit Abstand der schlechteste Film der Reihe.

DVD-Features:

Angaben zum Bonusmaterial folgen demnächst.

J. Kreis, 18.06.2009
Update: 15.02.2012 (Inhaltsangabe und Kommentar)




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