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Robin of Sherwood Season 3 Robin Hood - Die 3. Staffel (GB )
- Robin of Sherwood -

DVD - Regionalcode 2, Koch Media
FSK: 12
Laufzeit: ca. 50 Minuten pro Episode, insg. ca. 650 Minuten

Extras:
The Making of Robin Hood (3 + 4), Outtakes, Interview mit Clannad, US-Titelvorspann, "Robin Hood 1-2-3: Eine Anleitung zum Schwertkampf", "It's Showtime: Location Report", Beitrag aus dem Frühstücksfernsehen, Audiokommentare zu 9 Episoden, 4 Music-Only-Tracks, Bildergalerien

Regie:
Robert Young, Gerry Mill, Ben Bolt, Christopher King, Dennis Abey, James Allen, Sid Robertson

Hauptdarsteller:
Jason Connery (Robert of Huntingdon)
Judi Trott (Lady Marion of Leaford)
Nickolas Grace (Robert de Rainault, Sheriff von Nottingham)
Ray Winstone (Will Scarlet, vormals Will Scathlock)
Clive Mantle (John Little, genannt "Little John")
John Abineri (Herne, der Jäger)
Robert Addie (Sir Guy of Gisburne)
Phil Rose (Bruder Tuck)
Peter Llewellyn-Williams (Much)
Mark Ryan (Nasir)
Jeremy Bulloch (Edward of Wickham)
Richard O'Brien (Gulnar)




Inhalt:

Die Box umfaßt die komplette dritte Staffel der Robin-Hood - Fernsehserie. Die Episoden im Einzelnen:

1 / 2: Das Vermächtnis / Der Nachfolger (Herne's Son Part I / Part II)

Nach Robins Tod haben sich die einstigen Gefährten zerstritten, ihre Gemeinschaft wurde aufgelöst. Little John und Much betätigen sich als Schäfer, Will Scarlet widmet sich der Vernichtung von Ale, Nasir ist in eigenen Geschäften unterwegs. Marion wurde von König John begnadigt, sie ist zu ihrem Vater zurückgekehrt. Nur Tuck lebt noch in Sherwood Forest. Robert, Sohn des mächtigen Earl of Huntingdon, ist Hernes neuer Auserwählter. Er hat zwar in Hernes Auftrag die Gefährten vor dem Sheriff gerettet, wollte sich dann aber der Verantwortung eines Anführers der Geächteten nicht stellen. Eines Tages begegnet er Marion, die mit ihrem Vater ein Fest im Schloss des Earl of Huntingdon besucht. Dort wird sie von Fürst Owen of Clun belästigt, einem grobschlächtigen Edelmann, den Roberts Vater für die Dienste des Königs gewinnen soll. Robert tritt Owen entgegen und weigert sich später, sich bei ihm zu entschuldigen. Am nächsten Tag entführt Owen Marion in seine Burg. Da vom Earl of Huntingdon keine Hilfe zu erwarten ist, mietet Marions Vater Soldaten beim Sheriff von Nottingham, wird jedoch betrogen. Die Männer fliehen, als Owens Leute angreifen. Nur durch die Hilfe Nasirs, der die Sache beobachtet, kann Marions Vater entkommen. Nasir fällt Owen in die Hände und wird von ihm als Arenakämpfer verpflichtet.

Robert will Marion befreien, aber dazu braucht er Hilfe. Deshalb nimmt er seine Rolle als Hernes "Sohn" an und führt Robins alte Truppe wieder zusammen. Während bei Tuck, Little John und Much noch Worte ausreichen, muss Will Scarlet mit schlagkräftigeren Argumenten überzeugt werden. Nur allmählich wird Robert, der ja als Adliger eigentlich zu den alten Feinden der Gruppe gehört, von den Männern als Anführer akzeptiert. Gulnar, Owens Schamane, hat Marion inzwischen mit einem magischen Trank gefügig gemacht, die Hochzeitsfeier ist in vollem Gange. Robert und seine Gefährten schleichen sich in Owens Festung ein. Robert stellt sich Owens maskiertem Arenakämpfer in einem Kampf um Marion. Er bemerkt zu spät, dass er gegen Nasir antreten muss. Als Nasir Will und John sieht, begreift er, was die Stunde geschlagen hat. Gemeinsam befreien sie Marion, die sich wenig später von der Wirkung des Trankes erholt. Sie nehmen Owen als Geisel und fliehen aus der Festung. Dabei wird Owen von einem herabrasselnden Fallgitter erschlagen.

Nun leben wieder Geächtete in Sherwood Forest, denn Robert beabsichtigt nicht, zu seinem alten Leben zurückzukehren. Marion kehrt jedoch zu ihrem Vater zurück.

3: Marion (The Power of Albion)

Robert of Huntingdon hat die Rolle Robin Hoods übernommen. Wie sein Vorgänger helfen er und seine Männer überall dort, wo die Landbevölkerung von den Adligen unterdrückt wird. Marion hat sich der Gruppe um ihres Vaters Willen noch nicht angeschlossen. Als Robert bei einem Überfall auf einen Folterknecht schwer verwundet wird, rufen Roberts Freunde Marion zu Hilfe. Auf ihrem Weg nach Wickham, wo Robert im Fieber liegt, wird sie von einem Spion des Sheriffs beobachtet. Der Sheriff würde nur zu gern beweisen, dass der Sohn des mächtigen Earl of Huntingdon ein Gesetzloser ist, und dass Marion zu ihm gehört. Der Spion stürzt jedoch unglücklich und bricht sich das Genick. Die abergläubischen Bewohner Wickhams wollen den Toten nur bei Tageslicht verscharren. Prompt werden sie dabei vom Sheriff erwischt, der gerade auf der Falkenjagd ist. Einige Bewohner Wickhams werden verhaftet, auch Marion wird nach Nottingham gebracht. So fällt das von Marion gehütete Schwert Albion dem Sheriff in die Hände. Robert wird von Herne geheilt und begibt sich in seiner Rolle als Fürstensohn nach Nottingham. Er gibt vor, von Robin Hood überfallen worden zu sein und den Räuber fangen zu wollen. Er bringt den Sheriff dazu, seine Gefangenen als Köder für Robin Hood in den Wald zu bringen, lässt sich dort aber selbst "gefangen nehmen". Im Austausch für ihn muss der Sheriff Marion und die anderen Gefangenen freilassen. Doch letzten Endes fliegt Roberts Tarnung doch auf, denn der Folterknecht hat überlebt und kann ihn identifizieren. Robert entkommt nur, weil Gisburne ihn mit Albion angreift - und dieses Schwert kann Hernes Sohn nicht töten. Nun ist Roberts altes Leben endgültig vorbei, von nun an trägt er wirklich den Namen Robin Hood. Jetzt bleibt auch Marion in Sherwood Forest.

4: Der Schatz (The Inheritance)

In der Burg Carleon, früher besser bekannt unter dem Namen Camelot, wird der runde Tisch des Königs Artus seit 700 Jahren von den Nachkommen Sir Agrivaines gehütet. Der letzte Lord Agrivaine ist alt und hat keinen Nachfolger, denn seine Frau ist nach der Geburt seines einzigen Kindes - seiner Tochter Isadora - gestorben. Mortimer, ein ehemaliger Bediensteter Agrivaines, stiftet die Banditen des einstigen Kreuzfahrers Raven dazu an, die Burg zu überfallen. Mortimer weiß nur, dass sich in der Burg etwas ungemein wertvolles befinden soll, doch dass dieser Schatz nicht aus Gold besteht, sondern aus einem schlichten Holztisch, ahnt er nicht. Agrivaine schickt Isadora zu Robin Hood, denn er möchte ihn zu seinem Nachfolger machen. Robin begibt sich nach Carleon und steht Isadora gegen die Banditen bei. Die nehmen jedoch Marion als Geisel und dringen in die Burg ein. Den ersehnten Schatz finden sie allerdings nicht - dabei steht der runde Tisch direkt vor ihrer Nase. Robin wendet eine List an, um Marion, Agrivaine und Isadora zu befreien. Die Banditen werden besiegt. König Artus erscheint persönlich und bietet Robin an, ihn in seine Dienste zu nehmen. Robin entscheidet sich jedoch für Herne und schlägt vor, Isadora solle Agrivaines Nachfolge antreten. Damit ist auch Artus einverstanden.

5: Der neue Sheriff (The Sheriff of Nottingham)

Der Sheriff von Nottingham fällt wegen seiner anhaltenden Erfolglosigkeit bei der Jagd nach Robin Hood bei König John in Ungnade und wird abgesetzt. Neuer Sheriff wird Philip Mark, ein grausamer Mann, der stets von einem maskierten Leibwächter und Folterknecht begleitet wird. Nasir kennt diesen Mann, es ist Sarak, der einst Nasirs Lehrmeister war, dann aber Verrat an den Assassinen begangen hat. Der neue Sheriff macht gleich Nägel mit Köpfen. Er lässt einige Leute aus Wickham gefangen nehmen, die hingerichtet werden sollen, falls Robin Hood nicht ausgeliefert werden sollte. Sarak macht sich auf den Weg, um Nasir zu töten. Den abgesetzten Sheriff jagt Mark in den Wald. Dort wird de Rainault von Robin aufgegriffen. Um sein Leben zu retten, führt der abgesetzte Sheriff Robins Leute zu einem Geheimgang, der ins Schloß führt. Beim Versuch, die Gefangenen zu befreien, wird Robin selbst verhaftet. Er soll gegen den zurückgekehrten Sarak antreten - aber Sarak ist tot, Nasir ist in seiner Maske Saraks ins Schloß eingedrungen. Beim entstehenden Handgemenge wird Mark getötet, de Rainault kann sich wieder auf seinen Thron setzen.

6: Die Aussätzigen (The Cross of Saint Ciricus)

Much und Will stoßen in Sherwood Forest auf Aussätzige. Will ist von nun an fest davon überzeugt, ebenfalls leprakrank zu sein. Allerdings gibt es in der Abtei von Croxden eine Reliquie, der man Heilkräfte nachsagt: Das Kreuz des St. Ciricus. Auf dem Weg dorthin retten Robins Leute eine schwer kranke Frau vor Wegelagerern. Vor Schmerzen geplagt legt sie vor Tuck ihre Beichte ab. Sie gesteht, sie sei Lady Margaret Gisburne, die Mutter von Sir Guy. Guy sei ein uneheliches Kind, sein wahrer Vater sei der Earl of Huntingdon. Noch ahnt Robin nicht, dass Guy, sein Erzfeind, auch sein Halbbruder ist. Will glaubt sich dem Tode nahe, doch er quält sich umsonst, denn die angeblichen Aussätzigen sind tatsächlich kerngesund: Es sind Guy und zwei seiner Männer. Sie nutzen ihre sehr effektive Maskierung, um nach Croxden zu gelangen und dort das heilige Kreuz zu stehlen. Damit wollen sie erreichen, dass der Abt seinen Einfluss bei der einfachen Bevölkerung verliert. Robin verfolgt Guy, erfährt vorher aber, dass er mit ihm verwandt ist. Nun muss er seinem Halbbruder nicht nur die Reliquie abjagen, sondern auch Will zügeln, der Guy verständlicherweise am liebsten massakrieren möchte.

7: Das verzauberte Dorf (Cromm Cruac)

Gulnar, der ehemalige Magier des Lords Owen of Clun, sinnt auf Rache an Robin Hood. Er lockt Robin und dessen Gefährten in eine Falle, indem er Much in eine Fallgrube treibt. Muchs Gefährten finden den schwer Verletzten, und da Wickham zu weit entfernt ist, folgen sie einem seltsamen Mann, der sie in ein Dorf bringt, von dem sie noch nie etwas gehört haben: Cromm Cruac. Nur Tuck weigert sich, mit dorthin zu gehen. Er und Marion suchen in der Bibliothek eines Klosters, in dem Tuck 11 Jahre lang gelebt hat, nach Hinweisen auf das unbekannte Dorf. Währenddessen stellen Robin und Little John fest, dass mit Cromm Cruac etwas nicht stimmt, obwohl sie sehr freundlich aufgenommen werden. Alles scheint zu perfekt zu sein. Much wird auf wundersame Weise geheilt, dann begegnet Will auch noch seiner seit Jahren toten Frau. Beide fallen unter einen Bann, auch Nasir scheint nicht mehr er selbst zu sein. All das ist Gulnar zu verdanken. Er will einen Dämon beschwören, mit dem die Bewohner Cromm Cruacs vor 100 Jahren einen Pakt geschlossen haben. Der Dämon hatte den Menschen versprochen, er werde sie von allen Sorgen erlösen - dafür hatte man ihm alle Kinder geopfert. Das Dorf war dann aber komplett niedergebrannt, niemand hatte überlebt. Dies soll sich nun wiederholen, dabei soll Robin Hood sterben. Robin tritt Gulnar entgegen, aber es scheint schon zu spät zu sein: Der Dämon erhebt sich aus einem verzauberten Teich. Doch da erscheint Marion mit Weihwasser aus dem Kloster, welches sie in den Teich gießt. Der Dämon verbrennt - ebenso das Dorf, der Bann ist gebrochen. Auch Gulnar findet scheinbar sein Ende in den Flammen.

8: Der König kommt (The Betrayal)

König John hat Geldsorgen wegen des Kriegs in der Normandie. Er ist deshalb gar nicht erbaut, als die Steuereinnahmen aus Nottingham nicht in London ankommen, weil Robin Hood sie abgefangen hat. Die neueste Lieferung lagert noch in Nottingham Castle. Der König beschließt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, und reist persönlich nach Nottingham. Sein Scherge Roger de Carnac beginnt damit, Robin bei der Landbevölkerung zu diskreditieren, indem er und einige seiner Soldaten in der Verkleidung von Robin Hoods Leuten ein Massaker in einem Dorf anrichten. Robin weiß sehr genau, dass er ohne die Unterstützung des Volkes Probleme bekommen würde, und schreitet sofort ein. Er stellt de Carnac und tötet ihn. Marion sucht den König auf und behauptet, sie könne seine Soldaten zu Robins Lager führen. Dort findet Gisburne aber nur de Carnacs gefesselte Leute vor. Marion wird derweil vom lüsternen König bedrängt. Robin maskiert sich als de Carnac und befreit sie. Bei dieser Gelegenheit lässt er auch gleich die Steuergelder mitgehen.

9: Freund oder Feind? (Adam Bell)

Much fällt dem Sheriff von Nottingham in die Hände und soll gehängt werden. Martin, der Neffe des Sheriffs, wird von Adam Bell entführt. Bell war vor vielen Jahren das, was Robin Hood heute ist, jetzt aber ist er nur noch der Chef einer Bande von Räubern und versteckt sich in Sherwood Forest. Der Sheriff ist gezwungen, auf Bells Lösegeldforderung einzugehen, denn nur wenn Martin lebt, kann der Sheriff sich die Ländereien seines verstorbenen Bruders unter den Nagel reißen. Da er jemanden braucht, der Sherwood Forest mindestens genauso gut kennt wie Bell, tritt der Sheriff an Robin Hood heran. Der Handel ist einfach: Much wird freigelassen, wenn Robin Hood Martin befreit. Bei ihrer ersten Begegnung bietet Bell Robin an, sich mit ihm zu verbünden. Doch dazu ist Robin nicht bereit, denn Bells Leute interessieren sich nicht für die Not der Armen. Robin ist gezwungen, Martin mit Gewalt zu befreien. Bei der Übergabe zeigt sich, dass der Sheriff wieder einmal ein falsches Spiel spielt: Soldaten greifen Robin an. Doch Bell, der eingesehen hat, dass er seiner eigenen Legende untreu geworden ist, stellt sich den Schergen entgegen und opfert sich, um Robins Flucht zu decken.

10: Der Thronerbe (The Pretender)

König John lässt sich von seiner Frau Hadwisa scheiden, um sich mit Isabella von Angouleme vermählen zu können. Die Königin sinnt auf Rache. Sie schleust einen Mann in Robin Hoods Gemeinschaft ein, der behauptet, Arthur of Brittany zu sein, ein Abkömmling von Richard Löwenherz und somit Anwärter auf den Thron, da John keinen Erben hat. Er soll Isabella (die gerade auf einer Wallfahrt ist) ermorden und es so aussehen lassen, als sei Robin Hood verantwortlich dafür. Der Sheriff durchschaut diese Pläne. Ihm ist klar, dass Köpfe rollen werden, wenn Hadwisa ihr Ziel erreichen sollte. Deshalb informiert er Robin. Als Isabella am Ziel ihrer Wallfahrt ankommt, wird sie dort schon von Gisburne und maskierten Soldaten erwartet. Robins Leute verkleiden sich als Krüppel und mischen sich unter die Wallfahrer. Es kommt zu einem Handgemenge. Arthur treibt Isabella in die Enge, aber Robin greift noch rechtzeitig ein und rettet sie. Zum Dank lässt sie ihn laufen. Die Königin wird derweil verhaftet.

11: Von Schweinen und Hexen (Rutterkin)

König John weilt wieder einmal in Nottingham. Er wird von heftigem Leibgrimmen geplagt. Dies kommt Edgar, dem intriganten Bruder des Earl of Huntingdon (Robins Vater) gerade recht. Er behauptet, der König sei verhext worden und hat auch gleich eine Schuldige zu präsentieren: Eine verrückte alte Frau, deren wahren Namen niemand kennt und die nur "Mad Mab" genannt wird. Edgar legt einige "Beweismittel" für Hexerei vor, darunter auch Mabs Lieblingsschwein Rutterkin. Angeblich soll der Earl of Huntingdon die "Hexe" angestiftet haben, den König zu töten. Robins Leute greifen die verwirrte Alte auf. Sie wollen ihr helfen, werden aber von Edgar in eine Falle gelockt. Als Robin begreift, dass sein Onkel ihn betrogen hat, ist es zu spät: Die Gefährten werden überfallen, nur Robin und Nasir können entkommen. Robins Vater soll als Hochverräter hingerichtet werden. Mit Hernes Hilfe erkennt Robin, was hinter den Plänen steckt, und klärt die Verschwörung auf. Die Gefangenen werden freigelassen, Edgar muss fliehen. Mab, die tatsächlich über magische Kräfte verfügt, verflucht Edgar, so dass er stirbt. Der Earl versöhnt sich mit Robin, auch wenn er dessen Entscheidung, als Gesetzloser zu leben, noch immer missbilligt.

12 / 13: Die Zeit des Wolfes 1 und 2 (The Time of the Wolf Part I / Part II)

König John braucht Getreide, um seine Soldaten bei einem bevorstehenden Feldzug mit Proviant versorgen zu können. Der Sheriff von Nottingham muss deshalb die gesamten Getreidevorräte mehrerer Dörfer beschlagnahmen. Unter anderem ist Wickham betroffen - die Dorfbewohner wissen nicht, wie sie jetzt den Winter überstehen sollen. Robin ist bereit, den Dörflern zu helfen. Allerdings ist die Aufgabe, das Getreide zurückzuholen, von Robins Leuten allein nicht zu bewältigen. So kommt es zu einer kleinen Revolte der Leute aus Wickham, bei der das Getreide zurückgeholt wird. Die Säcke werden in Sherwood Forest versteckt. Als der Beauftragte des Königs erscheint, der das Getreide abholen soll, wälzt der Sheriff die ganze Schuld auf Gisburne ab. Der flieht in eine Abtei, um bei den Mönchen Zuflucht zu suchen. Dummerweise ist diese Abtei von Barbaren erobert worden, die den Wolfsgott Fenris verehren und von Gulnar angeführt werden, der offenbar nicht totzukriegen ist. Gisburne wird gezwungen, sich dieser eigenartigen Sekte anzuschließen. Die Wolfsmänner verbrennen das Getreide und entführen die Frauen und Kinder aus Wickham, um Robin zur Abtei zu locken. Robin riskiert einen Angriff (eine geplante Hochzeit mit Marion fällt somit ins Wasser), wird aber mit all seinen Gefährten gefangen genommen. Nur Marion kommt davon, denn aufgrund einer im Kampf gegen Gulnars Männer erlittenen Verwundung musste sie in einem Kloster behandelt werden.

Gulnar will Hernes Macht brechen und das gesamte Land unterjochen. Zu diesem Zweck erschafft er einen Golem aus Ton - in der Gestalt Robin Hoods. Dieses Wesen soll an Robins Stelle Sherwood Forest durchstreifen, Angst und Schrecken verbreiten und auf diese Weise Robins Legende zerstören. Außerdem soll der Doppelgänger Herne töten. Derweil fällt auch der Sheriff in Gulnars Hände. Gisburne soll ihm die Kehle durchschneiden, bringt das aber nicht über sich. Gleichzeitig kann Robin sich und seine Gefährten befreien. Es kommt zum Kampf. Gulnars Leute werden besiegt, er selbst entkommt. Allerdings fällt er wenig später im Wald seiner eigenen Kreatur zum Opfer. Gisburne bringt den Sheriff in Sicherheit. Robin stellt seinen Doppelgänger in einem uralten Steinkreis und besiegt ihn. Die Leiche lässt er dummerweise liegen - als Marion den Toten findet, hält sie ihn für das Original. Ihre Trauer ist so groß, dass sie beschließt, als Nonne im Kloster zu bleiben. Dieser Entscheidung bleibt sie auch dann noch treu, als der echte Robin kommt, um sie abzuholen. Auch Gisburne und der Sheriff finden den vermeintlich toten Robin und nehmen ihn mit, um ihn zum König zu bringen, bei dem sie sich auf diese Weise rehabilitieren wollen. Allerdings verwandelt der Golem sich unterwegs wieder in Ton...

Die Episoden:

Im Grunde kann ich zur dritten Staffel dieser Serie das wiederholen, was ich schon zur ersten Staffel geschrieben habe. Solltet ihr das schon gelesen haben, dann überspringt einfach die folgenden Absätze und lest nach der blauen Linie weiter.

Robin of Sherwood gehört zu den besten TV-Serien, die ich kenne - und das gilt auch jetzt noch, fast 25 Jahre nach ihrer Erstausstrahlung. Die Serie war seinerzeit eine der ersten "ernsthaften" Neuinterpretationen des Robin Hood - Mythos; ansonsten ist mir nur noch Robin and Marian mit Sean Connery aus dem Jahr 1976 bekannt. In älteren Verfilmungen waren Robin und seine "Merry Men" (sic!) nicht mehr als eher lächerliche Helden in Strumpfhosen, die ihre Zeit hauptsächlich mit Gesängen oder Liebesaffären verbrachten. In Robin of Sherwood stehen die Gegensätze zwischen den korrupten adligen Machthabern und den unterdrückten Leibeigenen sowie der Konflikt zwischen Angelsachsen und Normannen im Mittelpunkt. Erst 1991 gab es mit Robin Hood - König der Diebe (mit Kevin Costner) einen ähnlichen Ansatz. Interessanterweise tritt in diesem Film auch wieder ein Sarazene als Freund Robins auf. Vielleicht wurde diese Figur ja von Nasir, dem wortkargen Schwertkämpfer aus dem Heiligen Land, inspiriert (einer meiner Lieblingshelden übrigens)?

Sehr ungewöhnlich und damals völlig neu für eine Robin Hood - Verfilmung waren die mystischen Elemente. Herne der Jäger, die Schwerter von Wayland, aus dem Morgenland mitgebrachte okkulte Praktiken und Andeutungen, die an das heidnische Erbe der Kelten erinnern, verleihen der Serie einen ganz besonderen Charakter. Diese Atmosphäre wird noch durch den wunderbaren Soundtrack der Gruppe Clannad verstärkt (erhältlich auf CD, Titel Legend). Hinzu kommt, dass man sich offensichtlich um Realismus und historische Authentizität bemüht hat. Die Schauspieler agieren nicht vor billigen Studiokulissen, sondern in echten Burgen und im echten Wald. Das sorgt allerdings auch für die eine oder andere etwas eigenartige Szene, in der man das Gefühl hat, Robin Hood habe sich irgendwie in den Stadtpark verirrt. Das mittelalterliche Leben wird jedenfalls durchaus glaubwürdig dargestellt. Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob die verwendeten Requisiten, Kostüme usw. für das 12. Jahrhundert korrekt sind, aber es wirkt alles sehr überzeugend. Übrigens wurde auch weitgehend auf Make-up verzichtet. Robins Leute laufen auch mal dreckig und mit in Unordnung geratener Frisur herum...

Auch die Themen der einzelnen Episoden sind anders, als man es aus früheren Robin Hood - Verfilmungen kennt. Da geht es nicht nur um Robins Rebellion, sondern auch um Korruption (komplett mit Vernunftehen, raffgierigen Kirchenfürsten usw.), religiösen Fanatismus, die Ausbeutung der Leibeigenen und so weiter. Die Helden sind nicht alle strahlende Gutmenschen, sondern teils recht ambivalente Gestalten. Will Scarlet zum Beispiel ist eigentlich ein eher unangehehmer Zeitgenosse. Die Helden sind übrigens alle sehr jung, auch das war in früheren Verfilmungen stets anders. Dann die Bösewichte, allen voran der Sheriff! Seine cholerische und manchmal richtig durchgeknallte Art ist einfach köstlich, König John setzt dann sogar noch eins drauf. All das war seinerzeit für eine Robin Hood - Verfilmung mehr als ungewöhnlich. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass mich das damals ordentlich beeindruckt hat.

Natürlich hat die Serie auch ihre schwachen Seiten. Vergleicht man etwa die Actionszenen mit modernen Produktionen, dann kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Die Action wirkt aufgrund der langen Einstellungen fast behäbig, der videoclipartig schnelle, manchmal viel zu hektische Schnitt heutiger Filme war damals noch weitgehend unbekannt. Die Kämpfe wirken manchmal etwas unbeholfen; man meint zu erkennen, dass die Schauspieler krampfhaft bemüht sind, sich nicht gegenseitig zu verletzen. Aber diese Schwächen fallen schon aufgrund des Nostalgiefaktors nicht ins Gewicht. Für Kinder der Achtziger ist diese DVD-Box sowieso ein "Must-have".


Trennlinie


Dritte Staffel - neuer Robin. Ich persönlich war damals der Meinung, die Serie sei besser nach dem Tod des "echten", von Michael Praed dargestellten Robin eingestellt worden - und dieser Meinung bin ich auch heute noch, obwohl die dritte Staffel natürlich nicht schlechter ist als die ersten beiden. Mit Robins Tod hätte die Serie aber wenigstens ein echtes Ende gehabt, was man von der dritten Staffel nicht behaupten kann. Da eine vierte Staffel ursprünglich wohl vorgesehen war, dann aber (vermutlich aufgrund einer kurzfristig getroffenen Entscheidung heraus) doch nicht realisiert worden ist, hängen nach dem Ende der dritten Staffel viele Handlungsebenen sozusagen unvollendet in der Luft. Auch wäre es der "Legende" Robin Hoods zuträglicher gewesen, hätte man die Serie mit seinem Tod enden lassen. Die Entscheidung, einen "neuen" Robin, dargestellt von Jason Connery, auftreten zu lassen, ist aber durchaus nachvollziehbar, es steht auch nicht im Widerspruch zur bisherigen Serie. Denn "Robin Hood" ist ja ohnehin eine Kunstfigur, d.h. Robin ist ein Symbol für den Widerstand gegen die Normannen. Wen Herne hierfür auserwählt, ist im Grunde egal. Und auch in der "realen Welt" wird Robin Hood uneinheitlich beschrieben. Man könnte also annehmen, es hätte sich - falls Robin Hood denn tatsächlich eine historische Figur wäre - um verschiedene Personen gehandelt.

Andere Neuerungen finde ich weniger gut. So konzentriert die dritte Staffel sich meiner Meinung nach zu sehr auf Action - es vergeht praktisch keine Episode ohne mindestens einen Schwertkampf - außerdem enthält die Staffel für meinen Geschmack zu viele Fantasy-Elemente. In den ersten beiden Staffeln gab es zwar auch "mystische" Momente, aber "echte" Magie kam doch eher nicht vor. Zumindest konnte man sich die meisten Vorkommnisse mehr oder weniger plausibel erklären und Herne war eher ein Schamane als ein "echter" Magier. Okay, einmal wurde Satan persönlich beschworen... Jetzt aber tritt mit Gulnar jemand als zentraler Handlungsbestandteil auf, der eindeutig übernatürliche Fähigkeiten hat. Er beschwört Dämonen, stellt einen Golem her und so weiter, König Artus persönlich tritt auf, ein verzaubertes Dorf aus der Vergangenheit erscheint, eine Hexe öffnet eine Kerkertür mit telekinetischen Kräften. Das ist mir zuviel, es verfälscht den ursprünglich so realistischen Ansatz der Serie. Von der völlig überzogenen Art, wie der aus The Rocky Horror Picture Show bekannte Richard O'Brien den Gulnar spielt, will ich erst gar nicht reden. Obwohl... im Grunde ist Gulnars totaler Wahnsinn irgendwie auch wieder genial.

Insgesamt ist es also zwar schade, dass es keine vierte Staffel dieser tollen Serie gegeben hat, weil man jetzt nie erfahren wird, ob Robin und Marion sich letztlich doch "gekriegt" hätten, oder was aus Gisburne und dem Sheriff geworden wäre und so weiter - andererseits ist es aber auch vielleicht gut so, denn wären Action und Fantasy-Elemente noch mehr in den Vordergrund gestellt worden, dann wäre das nicht mehr "meine" Serie gewesen.

Die DVD:

Die Aufmachung der DVD-Box zur dritten Staffel folgt der lobenswerten Tradition von Koch Media und ist wieder genauso schön gestaltet wie bisher. Die aufklappbare Box ist mit Motiven aus dem Film bedruckt und steckt in einem Teilschuber. Sie enthält erneut ein umfangreiches Booklet, in dem die einzelnen Figuren, ihre Darsteller und die Synchronsprecher ausführlich vorgestellt werden. Außerdem sind ein informativer Text über die Serie selbst, ein Interview mit Mark Ryan sowie ein Episodenführer enthalten.

Die Serie ist in Deutschland nur gekürzt ausgestrahlt worden. Zum Beispiel sind Gulnars seltsame Rituale in "Cromm Cruac" seinerzeit komplett der Schere zum Opfer gefallen. Auf DVD liegen alle Episoden in der ursprünglichen, ungekürzten Version vor. Die "neuen" Szenen sind nicht nachsynchronisiert worden, der englische Ton ist deutsch untertitelt (Untertitel sind abschaltbar). Darüber hinaus gibt es informative und lustige Audiokommentare zu 9 Episoden, die ebenso deutsch untertitelt sind wie das gesamte restliche Bonusmaterial - dass es diese Untertitel gibt, ist keine Selbstverständlichkeit, deshalb sehe ich über die eine oder andere Übersetzungsschwäche gern hinweg. Im englischen Original wirkt die Serie übrigens doppelt so gut, denn die Sprache spielt ebenfalls eine große Rolle. Auf der einen Seite die Adligen, die sich gewählt ausdrücken und reines Oxford-Englisch sprechen, auf der anderen Seite die einfachen Leute mit ihren verschiedenen (teilweise fast unverständlichen) Akzenten.

Weiteres Bonusmaterial:

Making of (2 x ca. 40 Minuten): Diesmal sind die Teile 3 und 4 einer ausführlichen Dokumentation aus dem Jahre 2002 beim Bonusmaterial, die ersten beiden Teile gehören zum Bonusmaterial der beiden anderen Staffeln. Diesmal behandeln die Interviews hauptsächlich den "neuen", anderen Robin Hood, d.h. die Auswahl Jason Connerys als neuen Darsteller, sein Hineinwachsen in die Rolle und die Reaktion der anderen Schauspieler auf ihn. Aber auch die anderen Darsteller erzählen, wie sie zur Schauspielerei und später zur Robin Hood-Serie gekommen sind und welche Erinnerungen sie an die Dreharbeiten haben. Offensichtlich hatten alle Beteiligten damals viel Spaß bei der Arbeit. Ein zweites großes Thema ist die nie realisierte 4. Staffel. Man erfährt, dass Gisburnes Rolle als Robins Halbbruder in der 4. Staffel viel weiter hätte ausgebaut werden sollen. Auch die Gründe für das vorzeitige Ende der Serie werden erwähnt: Es fehlte einfach das Geld, d.h. hätte sich rechtzeitig ein anderer Geldgeber gefunden, wäre die Serie vielleicht noch jahrelang weitergelaufen.

Robin Hood 1-2-3 ist eigentlich der Name einer der Standard-Schwertkampftechniken, die vom Stunt-Team entwickelt worden sind. Im gleichnamigen Beitrag, der wohl auch aus 2002 stammt, stellt Mark Ryan die Waffen vor, die damals für ihn hergestellt wurden, und wie man damit umgeht. Zusammen mit einem anderen Fechter stellt er unter Beweis, dass er's auch heute noch kann - was angesichts seiner deutlich zurückgegangenen Haarpracht und des quasi im Ausgleich dazu etwas angewachsenen Leibesumfangs recht witzig aussieht.

Die Outtakes sind leider nur 13 Minuten lang - von mir aus könnte ich mir diese schiefgegangenen Szenen stundenlang ansehen, vor allem dann, wenn die Schauspieler wieder mal aus heiterem Himmel einfach eine Szene völlig anders spielen oder vor der Kamera herumalbern. Es ist auch hoch interessant, wie oft die Pferde bei den Dreharbeiten dazwischenfurz... äh... funken!

It's Showtime (ca. 5 Minuten) und Beitrag aus dem Frühstücksfernsehen (ca. 4 Minuten) sind zeitgenössische Beiträge aus den Achtzigern, in denen Werbung für die 3. Staffel gemacht wurde. Sie enthalten auch einige kurze Szenen von den Dreharbeiten und Interviews.

Das Interview mit Clannad ist eigentlich eine Mogelpackung, denn die einzige Musikerin der Gruppe Clannad, die in diesem ca. 12 Minuten langen Beitrag interviewt wird, ist Maire Brennan. Ansonsten kommen Mark Ryan und Paul Knight zu Wort, und die gehören ja nunmal nicht zu der Gruppe. Es geht um den typischen Clannad-Sound, darum, wie die Band zur Robin Hood - Serie gekommen ist und wie sie die Filmmusik gemacht hat, die völlig zu Recht mit einem BAFTA-Award ausgezeichnet worden ist. 4 Episoden kann man sich mit dem Soundtrack ohne Dialoge anschauen, so dass man nur die wundervolle Musik hört.

Hunderte von Bildern runden das Bonusmaterial ab. Es sind hauptsächlich Szenen- und Pressefotos, aber es gibt auch einige mit Kommentaren versehende Bilder, die offensichtlich dem Privatarchiv der Producerin Esta Charkham entstammen und die einige der Schauspieler in gänzlich ungewohnten Situationen zeigen.

J. Kreis, 24.04.2007
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