Men in Black Trilogie

Men in Black Trilogie Alien Pack

Men in Black


Men in Black (USA, 1997)
Collector's Edition / MiB-Trilogie - Alien Pack Limited Edition

MiB-Trilogie Limited Edition: Blu-ray, Sony Pictures Home Entertainment
Collector's Edition: DVD Regionalcode 2, Columbia Tristar Home Video
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 94 Min.

Extras beide Editionen
- Bild- und Audiokommentar von Barry Sonnenfeld und Tommy Lee Jones
- Erweiterte und geänderte Szenen
- Die Metamorphose der MiB (23:12 Min.)
- Originaldokumentation (6:38 Min.)
- Visual Effects im Aufbau mit Einführung und optionalem Kommentar des Regisseurs
- Studie der Animation im Aufbau
- Storyboard-Vergleiche
- Bildergalerien
- Musikvideo
- Trailer

Zusätzliche Extras Limited Edition (Blu-ray)
- Aliens: Vom Konzept zur Realisation
- Workshop für Szenenschnitt mit Einleitung des Regisseurs
- Intergalaktisch: Men in Black - Rekrutierungsprogramm
- Frag Frank den Mops!
- BD Live

Zusätzliche Extras Collector's Edition (DVD)
- Künstlerprofile (Text und Bilder)
- DVD-ROM-Inhalt (Weblinks)

Regie:
Barry Sonnenfeld

Hauptdarsteller:
Will Smith (James Darrell Edwards III / Agent J)
Tommy Lee Jones (Agent K)
Linda Fiorentino (Dr. Laurel Weaver / Agent L)
Vincent D'Onofrio (Edgar)
Rip Torn (Agent Zed)




Inhalt

Es gibt keine Außerirdischen - jedenfalls sollen die Menschen das glauben. In Wahrheit tummeln sich schon seit Jahrzehnten alle möglichen Fremdwesen aus der ganzen Galaxis auf der Erde. Manche sind Touristen, die meisten betrachten den Planeten aber als Asyl, denn er gilt als neutrales Gebiet. Die meisten Außerirdischen tarnen sich als normale Menschen und integrieren sich so gut wie möglich in die Gesellschaft. Es gibt aber immer wieder welche, die Ärger machen. Eine geheime Organisation, die "Men in Black", überwacht die Zuwanderung sowie die Aktivitäten der Außerirdischen auf der Erde und ist zuständig für die Abschiebung bzw. Eliminierung von illegal eingewanderten oder straffällig gewordenen Aliens. Die MiB nutzen hoch entwickelte außerirdische Technologie und haben völlig freie Hand. Sie stehen praktisch über dem Gesetz. Da ihre Aktionen oft in aller Öffentlichkeit über die Bühne gehen müssen und somit von zahlreichen Menschen gesehen werden, setzen sie sehr oft den "Neuralisator" ein. Die Erinnerung eines jeden Menschen, der in das vom Neuralisator abgegebene Blitzlicht blickt, wird gelöscht. Man kann ihm dann beliebige posthypnotische Befehle geben.

Eines Tages braucht MiB-Agent "K" einen neuen Partner, denn sein bisheriger Kollege hat genug vom anstrengenden MiB-Job und lässt sich in den Ruhestand versetzen. In James Edwards, einem New Yorker Polizisten, findet K einen geeigneten Anwärter. Edwards besteht alle Tests und wird rekrutiert. Seine alte Identität wird gelöscht - er ist jetzt Agent "J". Noch während J von K in die Geheimnisse der MiB eingeführt wird, erleben die MiB ihre schlimmste Krise. Ein extrem bösartiger Außerirdischer (eine Riesenschabe) schlüpft buchstäblich in die Haut des Farmers Edgar und sucht nach der "Galaxie", einer von den Arquillianern auf der Erde versteckten mächtigen Energiequelle, um sie zur Vernichtung dieses Volkes zu missbrauchen. Die Schabe tötet einen Arquillianer, der in der Tarnexistenz eines gewissen Mr. Rosenberg auf der Erde lebt, findet die Galaxie aber nicht. Die MiB untersuchen den Fall und lernen Dr. Laurel Weaver kennen, die die Obduktion des Ermordeten durchführt. Wenig später erscheint ein arquillianisches Schlachtschiff und stellt ein Ultimatum. Die Galaxie muss schnellstens wiederbeschafft werden, andernfalls wird die Erde vernichtet. Eine Massenflucht der Außerirdischen setzt ein.

J und K stoßen bei der Untersuchung von Rosenbergs Juwelierladen erstmals mit der Schabe zusammen. Der Außerirdische kann fliehen, aber sein Raumschiff fällt den MiB in die Hände. Von Frank dem Mops erhalten die MiB wichtige Informationen. Es stellt sich heraus, dass die Galaxie in einem kleinen Schmuckstück untergebracht ist, das am Halsband von Rosenbergs Katze Orion hängt. Das ist inzwischen auch der Schabe klar geworden. Er entführt Laurel und bringt die Galaxie in seinen Besitz. Die MiB kommen zwar zu spät, aber sie kennen das nächste Ziel der Schabe, denn es gibt nur noch zwei Raumschiffe auf der Erde. Sie wurden als Aussichtstürme des New York State Pavillon im Flushing-Meadows-Park getarnt. Die Schabe startet mit einem der beiden Schiffe. J und K schießen es ab. Die Schabe entledigt sich der menschlichen Haut und verschluckt die Energiewaffen der MiB. K lässt sich ebenfalls verschlingen. J hält das Monstrum davon ab, in das zweite Raumschiff zu steigen, indem er einige Kakerlaken zertritt. Erzürnt über den Tod seiner "Verwandten" greift die Schabe J an. K findet seine Waffe im Magen der Schabe und schießt die Kreatur entzwei. Laurel schnappt sich Js Waffe und vernichtet die Schabe endgültig.

Damit hat sich Laurel für die Aufnahme in die Reihen der MiB qualifiziert. Sie soll Js neue Partnerin werden, denn in Wahrheit wollte K keinen Partner, sondern einen Nachfolger ausbilden. Er will den Dienst quittieren und zu der Frau zurückkehren, die er liebt. K wird zu diesem Zweck neuralisiert, so dass er sich nicht mehr an seine 35 Dienstjahre erinnern kann. Wenig später lesen J und Laurel (Agentin "L") in der Zeitung die Nachricht vom Erwachen eines Mannes aus 35-jährigem Koma...

Kommentar

Damit ist der Film noch nicht ganz zu Ende. Die Kamera fährt zurück, verlässt das Sonnensystem, dann die Milchstraße, dann das ganze Universum. Man sieht, dass das Universum die Form einer Kugel hat. Es ist nur eines von vielen ebenfalls kugelförmigen Universen, die von einem unfassbar gewaltigen Wesen fürs Murmelspiel genutzt werden.

"Men in Black" war damals, Ende der Neunziger, eine echte Überraschung für mich. Die Mischung aus Humor, Action und Coolness, garniert mit erstklassigen Spezialeffekten und einem unverwechselbaren visuellen Stil war erfrischend neu, und sie funktioniert fünfzehn Jahre später immer noch fast genauso gut. Schon allein die Grundidee ist genial: Die Außerirdischen leben schon seit den Sechzigerjahren mitten unter uns - besonders gern in New York, wo sie unter der eigenwilligen menschlichen Bevölkerung kaum auffallen - aber sie kommen nicht als fiese Eroberer, sondern als Flüchtlinge oder Touristen. Die Men in Black passen auf, dass sich die Besucher anständig benehmen und nutzen dabei konfiszierte Alien-Technik. Die Men in Black stecken hinter allen möglichen Verschwörungstheorien. UFO-Absturz in Roswell? Außerirdische Artefakte in Area 51? Elvis lebt noch, er ist nur nach Hause zurückgekehrt? Jede noch so verrückte Theorie ist in "Men in Black" Realität. Stellvertretend für den Zuschauer wird James Edwards in diese bizarre Welt eingeführt. Er kommt gar nicht mehr aus dem Staunen heraus, und dem Zuschauer geht's genauso, denn der Film sprüht nur so vor skurrilen Ideen, Anspielungen und Querverweisen. Die bereits erwähnten Verschwörungstheorien werden genauso auf die Schippe genommen wie diverse "ernsthafte" Science-Fiction-Filme. Und dabei wird gleichzeitig eine spannende, rasant inszenierte Detektivgeschichte erzählt, bei der einiges an solider Ermittlungsarbeit geleistet werden muss.

Die Men in Black im Allgemeinen sowie die Agenten J und K im Besonderen sind neben der Story das zweite Highlight des Films. Die Men in Black sind mit ihren schwarzen Anzügen, den Sonnenbrillen und der chromglänzenden Ausrüstung mit einem Design, das ultramodern und retro zugleich wirkt, einfach nur cool. Der Neuralisator ist eine jener Erfindungen, die man im Alltag nur zu gut selbst gebrauchen könnte! Das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller ist grandios. Knittergesicht Tommy Lee Jones (K: Stets stoisch und nur bedingt freundlich) und Sprücheklopfer Will Smith (J: Muss sich so einiges gefallen lassen, hat aber immer eine lässige Replik auf den Lippen) können sich wunderbar aneinander reiben, so dass zur Situationskomik noch so mancher geschliffene Dialog hinzukommt. J und K sind zwar grundverschieden, ergänzen sich aber prächtig und sind meiner bescheidenen Meinung nach eines der besten "Odd Couples" der Filmgeschichte. Aber was wären die beiden ohne einen würdigen Gegenspieler? Vincent D'Onofrio liefert eine Glanzleistung ab, so dass man problemlos glauben kann, er sei ein insektoides außerirdisches Wesen, dessen wahrer Körper nicht so ganz in die Haut des Farmers Edgar hineinpasst. Hinzu kommt ein ganzes Ensemble schräger Nebenfiguren, zu denen man natürlich auch den Mops und die Wormguys zählen muss.

Überhaupt: Das Alien-Design. Rick Baker hat hier wieder einmal Meisterleistungen vollbracht und 1998 zu Recht den Oscar für bestes Make-up erhalten! Masken, Ganzkörperanzüge, ferngesteuerte Puppen und CGI-Kreaturen haben so viele Details, dass man immer wieder die Pausetaste drücken müsste, um alles richtig würdigen zu können. Besonders gut gefällt mir die Schabe, sowohl in ihrer allmählich verrottenden Menschentarnung, als auch in ihrer wahren Gestalt. Die unzähligen Außerirdischen im MiB-Hauptquartier und in den Straßen von New York sind aber ebenfalls wunderbar gelungen. Dann noch Danny Elfmans eingängige Filmmusik - was soll ich sagen? Bei diesem Film stimmt einfach alles.

Blu-ray-Features

Den Film besitze ich in zwei Versionen: Einmal auf DVD in der Collector's Edition, einmal auf Blu-ray in der Alien Pack Limited Edition. In der DVD-Hülle befindet sich ein Booklet. Die Limited Edition enthält alle drei "Men in Black" - Filme und eine schön gemachte Wormguy-Figur mit massivem, schwerem Sockel sowie einige Postkarten mit Filmmotiven. Leider wurde als Umverpackung eine billige Pappschachtel verwendet, die sich im Regal nicht so gut macht und die keinen Blick auf die Plastikfigur gewährt.

Das Bonusmaterial auf den Discs ist bis auf einzelne Ausnahmen identisch, aber leider nicht sehr umfangreich. Die fünf erweiterten Szenen sind völlig uninteressant. "Die Metamorphose der MiB" und die "Originaldokumentation" sind Werbe-Featurettes, die man nicht wirklich als Dokumentationen bezeichnen kann. Immerhin erfährt man, dass die Story stark abgewandelt wurde. Ursprünglich sollte die Erde zwischen die Fronten eines interstellaren, von den Schaben angeheizten Krieges zwischen den Arquillianern und den Baltianern geraten. Diese Idee wurde verworfen, die Baltianer sind komplett aus der Handlung verschwunden. Aus diesem Grund wurden verschiedene Dialoge geändert. Die ursprünglichen Dialoge sind im Bonusmaterial zu sehen. Mr. Rosenberg und sein riesenwüchsiger Besucher (in der ursprünglichen Handlung ein Abgesandter der Baltianer) sowie Frank der Mops haben völlig anderen Text. Der Rest der Extras verteilt sich auf diverse Menüpunkte, die im Grunde dasselbe bieten. So können einzelne Filmszenen in unterschiedlichen Stadien der Fertigstellung bewundert werden. Das "Men in Black - Rekrutierungsprogramm" ist ein Frage-und-Antwort-Spiel. Schaltet man den Audiokommentar ein, werden zwei Silhouetten eingeblendet. Das sieht dann so aus, als würden Barry Sonnenfeld und Tommy Lee Jones vor euch im Kino sitzen und den Film kommentieren.


J. Kreis, 10.12.2012




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