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Eine total, total verrückte Welt Eine total, total verrrückte Welt (USA, 1963)
- It's a Mad Mad Mad Mad World -

DVD - Regionalcode 2, United Artists
FSK: 12
Laufzeit: ca. 154 Minuten

Extras
Trailer

Regie:
Stanley Kramer

Hauptdarsteller:
Spencer Tracy (Captain C. G. Culpepper)
Milton Berle (J. Russell Finch)
Sid Caesar (Melville Crump)
Edie Adams (Monica Crump)
Ethel Merman (Mrs. Marcus)
Mickey Rooney ("Dingy" Ding Bell)
Buddy Hackett (Benjy Benjamin)
Jonathan Winters (Lennie Pike)





Inhalt:

Seit 15 Jahren jagt C. G. Culpepper, Captain der Polizei von Santa Rosita, den Räuber "Smiler" Grogan und dessen Beute. Er sieht seine Chance gekommen, als Grogan einen spektakulären Autounfall hat, bei dem er tödlich verletzt wird. Bevor er stirbt, verrät Grogan einigen Leuten, die den Unfall beobachtet haben und ihm helfen wollen, dass 350.000 Dollar in einem Park in Santa Rosita versteckt sind. Angeblich sind sie unter einem "Großen W" vergraben. Alle Diskussionen über eine mögliche Aufteilung dieses Vermögens führen zu nichts, und so entbrennt bald ein verrücktes Rennen quer durchs Land, denn jeder will der erste beim "Großen W" sein. Die Kontrahenten sind J. Russell Finch, der mit Frau und Schwiegermutter unterwegs ist, Lastwagenfahrer Lennie Pike, "Dingy" Ding Bell und Partner Benjy, sowie der Zahnarzt Melville Crump und dessen Frau. Unterwegs versuchen alle sich gegenseitig auszustechen, werden getrennt, kommen wieder zusammen, schließen Allianzen, zerstreiten sich und geraten in die unglaublichsten Situationen. Dabei bemerken sie nicht, dass sie immer von Culpeppers Leuten beobachtet werden. Die Polizisten warten nur darauf, zu der Beute geführt zu werden, deren Versteck sie nicht kennen.

Die Crumps chartern einen schrottreifen Doppeldecker und kommen zuerst in der Stadt an, werden aber im Keller eines Werkzeugladens eingeschlossen und müssen das halbe Haus sprengen, um sich befreien zu können. Auch Dingy und Benjy gehen in die Luft, aber ihr Pilot verliert nach einigen Cocktails das Bewusstsein, so dass sie den Flieger selbst lenken müssen und nur mit knapper Not wieder festen Boden unter die Füße kriegen. Lennie lässt sich von einem gewissen Otto Meyer austricksen, der sich bald allein auf den Weg macht, um sich das Geld unter den Nagel zu reißen. Die Finchs müssen ebenfalls einen Fremden ins Vertrauen ziehen, weil sie eine Mitfahrgelegenheit brauchen: Den britischen Offizier Hawthorne. Irgendwann kommt Finchs Schwager Sylvester dazu, der seiner Mutter zu Hilfe eilen wollte. Zu allem Überfluss bekommen auch noch zwei Taxifahrer Wind von der Sache, so dass schließlich ein gutes Dutzend Schatzgräber beim "Großen W" ankommen - es handelt sich um vier Palmen, die so gewachsen sind, dass sie diesen Buchstaben bilden.

Inzwischen ist aber auch Culpepper nicht mehr aus dienstlichen Gründen hinter dem Geld her. Er hat davon geträumt, nach der Lösung des Grogan-Falls endlich in den Ruhestand gehen und einen schönen Urlaub auf Hawaii verbringen zu können. Doch dann wird sein Ersuchen um eine Rentenerhöhung abgelehnt. Deshalb mischt er sich selbst unter die Schatzsucher, instruiert vorher aber seine Leute, auf keinen Fall ohne sein Signal einzugreifen. Als der Geldkoffer gefunden ist, gibt er sich der Meute als Polizist zu erkennen. Er nimmt die Beute an sich und lässt die Leute unter der Voraussetzung ziehen, dass sie sich selbst anzeigen sollen. Dann setzt er sich Richtung Mexiko ab. Doch seine Konkurrenten begreifen schnell, was die Stunde geschlagen hat, und jagen ihm nach. Culpepper muss zu Fuß weiterfliehen, aber auf der Feuerleiter eines alten Gebäudes wird er überwältigt. Die anderen haben nichts von ihrem Erfolg, denn der Koffer öffnet sich und die Scheine regnen auf die Straßen hinab. Am Ende landen alle im Krankenhaus, denn die Feuerleiter bricht zusammen. Zu guter Letzt hat Culpepper doch noch etwas zu lachen, als die lautstark lamentierende Mrs. Marcus auf einer Bananenschale ausrutscht.

Der Film:

Freut euch: Das wird ein kurzer Kommentar. Eigentlich muss man kaum mehr sagen, als dass der Film zweieinhalb Stunden (incl. Pause, in der nur Musik zu hören ist!) Slapstick enthält, außerdem aber auch so bizarre Situationen, klamaukige Dialoge und chaotische Verfolgungsjagden, dass man ihn x-mal ansehen kann, ohne sich je zu langweilen. Natürlich könnte ich seitenlang über besagte Situationen schwadronieren oder warum der Film für mich Kult ist. Es ist wohl die Mischung plattester Komik, absurder Figuren und abstruser Zwischenfälle, die ihn so sehenswert macht. Man muss dieses Rudel gieriger Irrer einfach gesehen haben! Meine Lieblingsfiguren sind die schrille Schwiegermutter und ihr sehr merkwürdiger Sohn (sein erster Auftritt mit der wortkargen, halbnackten Tänzerin - genial), der betrunkene Pilot, der britische Offizier und natürlich Culpepper. Ich finde, man sieht Spencer Tracy zwar deutlich an, dass er schon sehr krank war (er war Alkoholiker und hatte Diabetes), aber es ist unmöglich, ihn in dieser Rolle nicht zu mögen.

Andererseits ist aber auch das Bild der USA interessant, das hier noch vermittelt wird. Alles ist ein gutes Stück kleiner, einfacher, naiver und liebenswerter als heute. Und nicht zuletzt bekommt man eine ganze Reihe wunderbarer Oldtimer zu sehen. Außerdem erwähnenswert: Die unzähligen Cameo-Auftritte bekannter Schauspieler und Komiker. Peter Falk, Jerry Lewis, Buster Keaton und die drei Stooges sind auch mit dabei. Alles in allem: Ein Klassiker, den man einfach mal gesehen haben muss.

Die DVD:

Keine Extras - Bild und Ton okay - mehr gibt's nicht zu sagen. Außer vielleicht, dass man sich den Film im englischen Original gönnen sollte.

J. Kreis, 14.09.2008


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