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Kampfstern Galactica Kampfstern Galactica - Teil 2 (USA, 1978/1979)
- Battlestar Galactica -

DVD - Regionalcode 2, Koch Media
FSK: 12
Laufzeiten: Einzelfolgen je ca. 46 Minuten

Extras:
Dokumentation "Erinnerungen an Kampfstern Galactica", Geschnittene Szenen, Trailer, Bildergalerie

Regie:
Vince Edwards, Christian I. Nyby II, Daniel Haller, Rod Holcomb, Ahmer Lateaf, Winrich Kolbe, Donald Bellisario

Hauptdarsteller:
Lorne Greene (Commander Adama)
Richard Hatch (Captain Apollo)
Dirk Benedict (Lt. Starbuck)
Herb Jefferson jr. (Lt. Boomer)
Terry Carter (Colonel Tigh)
Noah Hathaway (Boxey)
Laurette Spang (Cassiopeia)
John Colicos (Baltar)
Anne Lockhart (Lt. Sheba)
Lloyd Bridges (Commander Cain)
George Murdock (Dr. Salik)
Maren Jensen (Athena)




Inhalt:

Diese Box enthält die letzten 13 Episoden der Fernsehserie Kampfstern Galactica auf fünf DVDs.

Zur Vorgeschichte siehe meine Review der ersten Hälfte der Serie.

12 - 13: Zu Lebzeiten Legende
- The living Legend -

Die GALACTICA und die Zivilflotte, die immer noch von drei Zylonen-Basisschiffen verfolgt werden, müssen stoppen, denn die Treibstoffvorräte sind fast aufgebraucht. Außerdem sind Apollo und Starbuck nicht von ihrem letzten Patrouillenflug zurückgekehrt. Die beiden haben eine unglaubliche Begegnung: Sie werden von fremden Viper-Jägern abgefangen und zum Kampfstern PEGASUS geleitet! Das Schiff wird von Commander Cain befehligt, einem legendären Kriegshelden, der von seiner Mannschaft geradezu vergöttert wird. Die PEGASUS ist der Vernichtung der Kolonien durch ein geschicktes Manöver Cains entgangen und kämpft seitdem gegen Zylonen, die sich auf dem Planeten Gamoray festgesetzt haben. Wer Gamoray in der Hand hat, kontrolliert weite Teile des Universums, außerdem sind dort mehr als genug Waffen und Treibstofflager vorhanden - Cain hat sich in den letzten zwei Jahren bemüht, die Zylonen beschäftigt zu halten und ihre Vorräte zu plündern. Die Freude über die Vereinigung der PEGASUS mit der GALACTICA und der Zivilflotte wird getrübt, als Cain seine Absichten verkündet: Mit zwei Kampfsternen, so glaubt er, könnte Gamoray erobert werden, was die Zylonen entscheidend schwächen würde. Adama ist dagegen, denn er kann die Zivilflotte nicht ungeschützt zurücklassen. Er will nur etwas Treibstoff erbeuten, um den Raumsektor verlassen zu können. Auch Starbuck ist nicht erfreut, denn Cassiopeia war einst Cains Geliebte...

Cain übernimmt persönlich den Befehl über einige Jäger, die zylonische Tanker abfangen sollen. Er zerstört die Schiffe, um Adama auf diese Weise zu zwingen, dem Angriff auf Gamoray zuzustimmen. Adama jedoch hat eine andere Idee: Die PEGASUS hat mehr als genug Treibstoff, der unter der Zivilflotte aufgeteilt werden kann. Als Cain den entsprechenden Befehl verweigert, enthebt Adama ihn seines Amtes und setzt Tigh an seine Stelle. Cains Leute (allen voran seine Tochter Sheba, Führerin der Silver-Spar-Sqadron) glauben, man habe ihr Idol gedemütigt und wollen meutern. Ein Alarm macht der Sache ein Ende: Baltars Basisschiffe haben die Flotte entdeckt und greifen an. Baltar träumt bereits davon, sich nach der Vernichtung der GALACTICA auf Gamoray ein eigenes Imperium aufzubauen und besteigt einen Jäger, um persönlich am finalen Sieg über die Menschen teilnehmen zu können. Er ist mehr als überrascht, als plötzlich die PEGASUS auftaucht, kommandiert vom wieder in Amt und Würden eingesetzten Cain. Um die Zylonen rechtzeitig abfangen zu können, muss Cain fast den gesamten Treibstoff der PEGASUS verbrauchen. Die GALACTICA steckt derweil schwere Treffer ein.

Nachdem die Zylonen sich zurückgezogen haben, planen Cain und Adama den Angriff auf die Zylonenbasis, an dem nun kein Weg mehr vorbeiführt. Bevor die Kampfsterne sich Gamoray nähern können, müssen erst die planetaren Geschütze ausgeschaltet werden. Apollo und Sheba führen ein kleines Einsatzteam mitten ins Herz der zylonischen Macht, um diesen Auftrag auszuführen. Alles läuft wie geplant und die Menschen haben mehr Erfolg als gedacht, denn Baltar kann nicht frei handeln: Das Oberhaupt des zylonischen Imperiums befindet sich auf Gamoray und muss um jeden Preis beschützt werden. Dennoch erleiden die Menschen in der entbrennenden Raumschlacht große Verluste. Sheba und Cassiopeia vermuten, dass Cain ein tollkühnes Manöver wagen will. Der Umstand, dass alle Verletzten (zu ihnen gehört auch Sheba) und das gesamte technische Personal der PEGASUS zur GALACTICA gebracht werden, gibt ihnen Recht. Während die Menschen sich in aller Eile auf Gamoray mit den benötigten Vorräten versorgen, greift die PEGASUS ganz allein die drei Basisschiffe an, die den Planeten beschützen und gleichzeitig die Zivilflotte vernichten sollen. Mit Apollos und Starbucks Hilfe, die die Raketenwerfer der Basischiffe mit ihren Viper-Jägern vernichten, kann die PEGASUS zwei Basisschiffe vernichten, danach ist von dem Kampfstern nichts mehr zu sehen. Das dritte Basisschiff (mit Baltar an Bord) zieht sich zurück, während alle Zylonenjäger die PEGASUS verfolgen.

An Bord der GALACTICA versucht man, Sheba Hoffnung zu machen: Vermutlich war es Cains Plan, die Zylonen von der Zivilflotte wegzulocken, deshalb hat er sich womöglich in den tiefen Raum abgesetzt und bewahrt jetzt Funkstille. Sheba teilt allerdings nicht Apollos Optimismus, der glaubt, man werde irgendwann wieder von Cain hören...

14: Galactica unter Feuer
- Fire in Space -

Nach einem Großangriff der Zylonen, der mit Mühe abgewehrt werden kann, bricht Feuer in mehreren Sektionen der GALACTICA aus. Die Brände geraten außer Kontrolle und nähern sich den Soloniumtanks - würden die explodieren, so wäre das das Ende des Schiffes. Auch die Brücke wird schwer beschädigt, Adama wird verwundet. Er muss operiert werden, da ein Splitter im Herzen steckt. Der Eingriff ist riskant, zumal die Stromversorgung infolge der Brände immer wieder ausfällt. Boomer, Boxey, Athena und einige andere Leute sitzen in einer abgeriegelten Sektion fest, die sich langsam mit Rauch füllt. Es gibt nur noch einen Weg, die GALACTICA zu retten: Ein Loch muss in die Außenhülle gesprengt werden, damit das Feuer vom Vakuum des Alls gelöscht werden kann. Apollo und Starbuck übernehmen diese Aufgabe und verzichten auf Sicherungsleinen, um sich schneller bewegen zu können. Als Apollo den Halt verliert, rettet Starbuck ihm das Leben. In letzter Minute transportiert Muffit Atemmasken durch die Lüftungskanäle zu Boomer und den anderen Eingeschlossenen, auch ihre Sektion ist nach der Sprengung in Sekundenschnelle luftleer. Endlich kann das Inferno besiegt werden. Adamas Operation verläuft erfolgreich. Muffit scheint verloren gegangen zu sein, doch er taucht wieder auf (wenn auch ziemlich angesengt): Er hat einen Feuerwehrmann aus den Flammen gerettet.

15 - 16: Teuflische Versuchung
- War of the Gods -

Eine Patrouille verschwindet spurlos, nachdem die Piloten unglaublich schnellen, leuchtenden Raumschiffen und einer Art fliegenden Stadt begegnet sind. Apollo, Starbuck und Sheba entdecken auf der Suche nach ihren Kameraden einen Planeten, auf dem ein abgestürztes Schiff einen riesigen Krater hinterlassen hat. Sie begegnen einem Mann, der sich als Graf Iblis vorstellt. Er behauptet, er habe den Absturz des Schiffes überlebt und lässt sich mit zur GALACTICA nehmen. Auch der Kampfstern wird jetzt von den leuchtenden Schiffen verfolgt, aber nicht angegriffen. Allerdings verschwinden weitere Viper-Jäger, als sie die Schiffe abfangen wollen. Iblis gibt sich geheimnisvoll, verrät praktisch nichts über sich (abgesehen davon, dass die leuchtenden Schiffe seine Feinde seien) und kann nicht näher untersucht werden - alle Scanner versagen in seiner Nähe. Iblis behauptet, er könne die Menschen sicher zur Erde führen, doch alle hätten sich seinem Befehl zu beugen. Er führt seine übermenschlichen Kräfte vor, indem er die Menschen in der Flotte mit Nahrung versorgt. Viele Menschen - vor allem Sheba - geraten ganz unter seinen Bann. Seine Beliebtheit steigt sprunghaft an, als er Baltar mit seinen telepathischen Kräften dazu bringt, allein zur GALACTICA zu kommen. Der Rat der Zwölf verurteilt Baltar zu ewiger Gefangenschaft und ist bereit, Iblis zum neuen Ratsoberhaupt zu machen.

Auf allen Schiffen wird gefeiert. Als Folge davon sind die Piloten nicht einsatzbereit, als die leuchtenden Schiffe wieder einmal erscheinen. Dies nutzt Iblis als Vorwand, um Adama abzusetzen. Der erinnert sich an ein Projekt des kolonialen Militärinstituts, an dem er vor Apollos Geburt beteiligt war und durch das er - wie Iblis - telekinetische Kräfte (wenn auch viel schwächere) erlangt hat. Möglicherweise, so denkt er, ist Iblis nicht der Gott, für den alle ihn halten, sondern nur ein Angehöriger eines alten und langlebigen Volkes, zu dem auch die leuchtenden Schiffe gehören könnten. Apollo und Starbuck kehren zu dem Planeten zurück, auf dem sie Iblis gefunden haben, um das Wrack zu untersuchen. Als Iblis Wind davon bekommt, schickt er ihnen Sheba nach. Sie finden Schreckliches in den Überresten des Schiffes. Iblis erscheint und will Sheba töten, bevor auch sie in das Wrack blickt, aber Apollo opfert sich für sie. Jetzt endlich ist Sheba von Iblis' Bann befreit. Gleichzeitig erscheinen erneut die leuchtenden Schiffe. Daraufhin verschwindet Iblis spurlos. Als Starbuck und Sheba Apollos Leiche zur GALACTICA zurückbringen wollen, werden auch sie in die fliegende Stadt der leuchtenden Schiffe geholt. Dort stehen sie geheimnisvollen Wesen gegenüber, die Apollo wieder ins Leben zurückholen, da Iblis (der zu ihrem Volk gehört, aber seine Kräfte missbraucht, um andere Wesen zu verführen) kein Recht hatte, ihn zu töten. Die drei Freunde und die früher verschwundenen Viper-Piloten kehren wohlbehalten zur GALACTICA zurück. Sie können sich an nichts mehr erinnern - außer an die exakten Koordinaten der Erde...

17: Der Mann mit den neun Leben
- The Man with Nine Lives -

Starbuck lernt auf der RISING STAR einen Mann namens Chameleon kennen, der möglicherweise sein Vater ist. Starbuck nimmt ihn mit auf die GALACTICA, weil die erforderlichen Untersuchungen nur dort durchgeführt werden können. Apollo und Boomer vermuten, dass Chameleon ihren Freund nur benutzt. Tatsächlich ist Chameleon auf der Flucht vor den Borellianern, einem eigenbrötlerischen Kriegervolk mit einem strengen Ehrenkodex. Chameleon ist ein Betrüger und hat die Borellianer hereingelegt. Diese wollen ihn nun töten. Chameleon hat zufällig erfahren, dass Starbuck bei einem Zylonenangriff auf Caprica zur Waise geworden ist. Er nutzt dieses Wissen, um sich als sein Vater auszugeben und ihm auf die GALACTICA zu folgen, wo er sich in Sicherheit wähnt. Die Borellianer folgen ihm jedoch, indem sie sich für das Militär rekrutieren lassen. Apollo und Boomer veranlassen eine Sicherheitsprüfung. Als Starbuck davon erfährt, kündigt er ihnen die Freundschaft. Die Überprüfung beweist jedoch, dass es niemanden namens Chameleon in der Flotte gibt. Als die Borellianer Starbuck angreifen, rettet Chameleon ihm das Leben. Nun erfährt auch Starbuck die Wahrheit über Chameleon. Wenig später präsentiert Cassiopeia dem vermeintlichen Betrüger die Untersuchungsergebnisse: Er ist wirklich Starbucks Vater! Er bittet sie jedoch, dies geheim zu halten, denn Starbuck war bereit, die GALACTICA und seine Freunde für ihn zu verlassen. Er meint, sein Sohn sei auf der GALACTICA glücklicher. Die beiden bleiben aber gute Freunde.

18: Unter Mordverdacht
- Murder on the Rising Star -

Als Sergeant Ortega auf der RISING STAR tot aufgefunden wird, gerät Starbuck unter Mordverdacht. Jemand hat gesehen, wie Starbuck vom Tatort weggelaufen ist, außerdem wurde aus seiner Waffe genau die Energiemenge abgefeuert, durch die Ortega getötet wurde. Starbuck hatte auch ein Motiv. Erst kurz zuvor hatte er eine böse Auseinandersetzung mit Ortega wegen eines Triad-Spiels. Starbuck wird verhaftet, die Gerichtsverhandlung muss den kolonialen Gesetzen zufolge in Kürze beginnen. Apollo, der als Verteidiger auftreten will, hat nicht viel Zeit, um Beweise für Starbucks Unschuld zu finden. Der macht die Sache noch schlimmer, indem er einen Fluchtversuch unternimmt. Apollo bringt ihn zurück. Er findet außerdem heraus, dass mehrere Zivilisten von Ortegas Tod profitieren, denn sie haben ihn beim Angriff der Zylonen bestochen, um sich Plätze in den Evakuierungsschiffen zu sichern. Damit hat Ortega sie erpresst. Die Spur führt zu einem Unbekannten namens Karibdis. Adama weiß, dass dieser Mann Baltars Pilot war und damals die Verteidigungssysteme des Planeten Caprica sabotiert hat. Niemand kennt seine wahre Identität - mit einer Ausnahme: Baltar. Apollo benutzt den einen Verräter, um den anderen aus seiner Deckung zu locken. Der Plan geht auf. Karibdis verrät sich selbst, als er versucht, Baltar und Apollo zu töten. Das Geschehen wird per Funk direkt in den Gerichtssaal übertragen. So kann Starbuck völlig rehabilitiert werden.

19 - 20: Kontakte zur Erde
- Greetings from Earth -

Ein kleines Schiff mit sechs im Hibernationsschlaf liegenden Menschen an Bord (ein Mann, eine Frau und vier Kinder) wird entdeckt und in die GALACTICA transportiert. Als das in der Flotte bekannt wird, ist die Aufregung groß, denn möglicherweise handelt es sich um Menschen von der Erde, die den Weg dorthin kennen. Wissenschaftler untersuchen das Schiff, beschädigen dabei aber unabsichtlich die Energieversorgung. In dem Schiff finden sich Hinweise auf einen Planeten namens "Terra" - Adama kennt dieses Wort, es bedeutet soviel wie "Erde". Der Rat der Zwölf fordert die Erweckung der Fremden. Apollo und auch Dr. Salik befürchten jedoch, dass das den Schläfern schweren Schaden zufügen könnte. Apollo hält es außerdem für Unrecht, dass das Schiff von seinem Kurs abgebracht wurde. Bevor die Lage eskaliert, erwachen die beiden Erwachsenen (Michael und Sarah) von selbst. Michael ist desorientiert und hält die Menschen der GALACTICA für Feinde von der "Östlichen Allianz", vor der er, Sarah und die Kinder geflohen sind. Es gelingt Apollo, ihn von seinen freundlichen Absichten zu überzeugen. Mit Adamas Billigung wird das fremde Schiff wieder auf Kurs gebracht. Apollo und Starbuck eskortieren es zu seinem ursprünglichen Ziel, dem Planeten Paradeen. Cassiopeia fliegt ebenfalls mit. Apollo hofft, Michael werde ihm die Koordinaten Terras überlassen, aber dazu ist Michael nicht bereit. Er hält die Gefahr durch die Östliche Allianz für zu groß. Diese Macht führt seit langer Zeit Krieg gegen sein Volk und zerstört systematisch alle Kolonialwelten. Tatsächlich ist ein Zerstörer der Östlichen Allianz bereits auf dem Weg nach Paradeen.

Michael und Sarah wollen sich mit ihren Kindern auf Paradeen ein neues Leben aufbauen. Die Androiden Vector und Hector erwarten sie schon in einer Unterkunft, die sie im Auftrag von Sarahs verstorbenem Vater für die Flüchtlinge vorbereitet haben. Sarah (die nicht etwa Michaels Partnerin ist, sondern ihn verachtet und fürchtet) möchte Apollo an sich binden und sabotiert die Viper-Jäger. Somit ist nicht einmal mehr Funkverbindung zur Flotte möglich, Apollo und Starbuck sind auf Paradeen gestrandet. Auf dem Planeten gibt es seit einem Angriff der Östlichen Allianz nur noch wenige andere Menschen. In einer entvölkerten Stadt befindet sich ein Archiv, das möglicherweise Daten über Terra enthält. Während Apollo, Starbuck, Michael und die Androiden es untersuchen, landet der Zerstörer der Östlichen Allianz. Der Befehlshaber, Kommandant Leiter, setzt Sarah unter Druck. Er hat die Viper-Jäger geortet und will unbedingt wissen, woher diese Produkte einer weit entwickelten Technologie kommen. Das erfährt er noch früh genug: Die kolonialen Krieger überwältigen die Allianz-Soldaten, verabschieden sich von Sarah und Michael (die sich inzwischen näher gekommen sind) und fliegen mit dem Zerstörer zurück zur GALACTICA. Als Leiter den riesigen Kampfstern zu Gesicht bekommt, nimmt sein Glaube an die Unbesiegbarkeit der Östlichen Allianz drastisch ab...

21: Fluchtgefahr
- Baltar's Escape -

Der Rat der Zwölf möchte Adama für seine bisherigen Leistungen mit dem "Stern von Kobol" ehren. Adama lehnt ab, denn ihm ist klar, welche Absicht dahintersteckt: Er soll abgesetzt werden. Tatsächlich erklärt der Rat das Kriegsrecht, das seit der Vernichtung der Kolonien gilt, für aufgehoben. Siress Tinia soll künftig alle Aktivitäten des Militärs überwachen. Sie weicht deshalb auf der Brücke nicht mehr von Adamas Seite und stellt so manche seiner Entscheidungen in Frage. Sie befiehlt die Verlegung der Soldaten der Östlichen Allianz vom Gefangenenschiff in die GALACTICA, denn der Rat strebt einen friedlichen Kontakt mit dieser Macht an. Baltar nutzt diese Gelegenheit zum Ausbruch. Die ebenfalls inhaftierten Borellianer unterstützen ihn. Sie kapern das Shuttle, das sie zur GALACTICA gebracht hat, und nehmen die auf dem Landedeck zum Empfang bereitstehenden Ratsmitglieder als Geiseln. Apollo und Starbuck können gerade noch verhindern, dass Baltar und die Borellianer die Brücke der GALACTICA erobern. Baltar fordert freien Abzug mit seinem Zylonenjäger. Die Robot-Piloten wurden jedoch bereits zerlegt und reagieren nach dem hastigen Zusammenbau fehlerhaft. Apollo und Starbuck nutzen diesen Umstand, um Baltar zu überwältigen, so dass er das Shuttle mit den Geiseln nicht wie angedroht sprengen kann. Der Zerstörer der Östlichen Allianz ist bereits gestartet. Adama lässt Leiter ziehen, denn er hofft, dass er die GALACTICA direkt zu seiner Basis führen wird.

22: Kriegsgefahr
- Experiment in Terra -

Apollo führt eine Viper-Staffel an, die den Zerstörer der Östlichen Allianz verfolgt. Da erscheinen die Lichtwesen und holen Apollo in ihre Weltraumstadt. Das Lichtwesen John versetzt Apollo nach Terra, damit er den dort bevorstehenden Atomkrieg zwischen den Freien Nationalisten und der Östlichen Allianz verhindern kann. Den Lichtwesen ist ein direktes Eingreifen nicht erlaubt, außerdem sind sie immateriell und für alle außer Apollo unsichtbar. John verleiht Apollo die Erscheinung eines Soldaten namens Charlie Watts. In dieser Gestalt begegnet Apollo auf Terra Brenda, Charlies Freundin. Da er sich seltsam verhält, liefert sie ihn den Sicherheitskräften aus. Allerdings werden auch Brenda und ihr Vater, General Maxwell, wenig später inhaftiert. Um einen Friedensvertrag aushandeln zu können, hat der Präsident der Nationalisten seinem Volk verschwiegen, dass die Allianz alle Kolonien zerstört hat. Charlie und Maxwell könnten diesen Betrug aufdecken. Derweil landet auch Starbuck, der Apollo gefolgt ist, auf Terra. Er befreit Apollo und nimmt Kontakt zur GALACTICA auf, die sich Terra inzwischen ebenfalls genähert hat. Die Allianz nutzt die Untätigkeit der Nationalisten, um ihre Atomraketen zu starten. Das Arsenal der Nationalisten führt automatisch einen Gegenschlag. Die globale Vernichtung steht bevor. Die GALACTICA erzeugt jedoch einen Laserschild, in dem alle Raketen explodieren. Die Befehlshaber der Allianz sind so schockiert, dass sie jetzt wirklich zu Friedensverhandlungen bereit sind. Bevor Apollo zur GALACTICA zurückkehrt, erfährt er von John, dass Terra nicht identisch mit der Erde ist.

23: Die Meuterei
- Take the Celestra -

Commander Kronus, ein sehr auf Disziplin bedachter ehemaliger Kampfstern-Kommandant, wird für seine langjährigen Dienste ausgezeichnet und erhält den Oberbefehl über drei Zivilschiffe. Als Starbuck während der Zeremonie die Shuttlepilotin des Commanders sieht, traut er seinen Augen nicht. Es ist Aurora, eine Frau, mit der er auf Caprica zusammen war und die er für tot gehalten hat. Zusammen mit Apollo fliegt er zur von Kronus kommandierten CELESTRA, um sich mit Aurora auszusprechen. Die beiden geraten mitten in ein Feuergefecht, denn auf der CELESTRA ist wegen der unmenschlichen Bedingungen, unter denen die gesamte Besatzung zu leiden hat, eine Meuterei ausgebrochen. Auch Aurora gehört zu den Meuterern. Diese werden festgenommen, aber sie haben bereits den Antrieb des Schiffes sabotiert, so dass es von der Flotte abgehängt wurde. Apollo und Starbuck sollen die Meuterer mit einem Shuttle zur GALACTICA bringen. Damit ihnen der Prozess gemacht werden kann, muss Kronus sie begleiten. Unterwegs erfährt Starbuck, was auf der CELESTRA wirklich vorgeht. Niemand in der Flotte wusste davon, und selbst Kronus war angeblich nicht darüber informiert. Tatsächlich zieht Charka, erster Offizier der CELESTRA, im Hintergrund die Fäden. Er wollte die Meuterei nutzen, um Kronus loszuwerden, das Kommando an sich zu reißen und sich mit der CELESTRA abzusetzen. Die Krieger und die Meuterer müssen zusammenarbeiten, um zur CELESTRA zurückkehren zu können. Dort überwältigen sie Charka und dessen Rädelsführer. Bei der Schießerei wird Kronus getötet. Starbuck klärt seine Beziehung zu Aurora, die ohnehin schon mit einem der Meuterer zusammen ist.

24: Die große Schlacht
- The Hand of God -

Auf der GALACTICA wird zufällig ein schwaches Funksignal mit verrauschtem Bild empfangen, und zwar auf einer Frequenz, die in den Kolonien schon seit Jahrhunderten nicht mehr benutzt wurde. Es ist etwas zu erkennen, das den Raumschiffen aus der Anfangszeit der kolonialen Raumfahrt ähnelt. Möglicherweise kommt dieses Signal also von der Erde. Als Apollo, Starbuck und Sheba den Ursprung des Signals suchen, entdecken sie in einem nahegelegenen Sonnensystem ein Zylonen-Basisschiff, das dort auf die GALACTICA lauert, jedoch nichts von den Jägern bemerkt. Adama, der es satt hat, immer vor den schon abgehängt geglaubten Zylonen zu fliehen, will die Gunst der Stunde nutzen und einen Überraschungsangriff wagen. Die Viper-Schwadronen sollen die Zylonen binden, Apollo und Starbuck sollen sich mit Baltars Jäger ins Basisschiff schleichen und die dortige Ortungszentrale ausschalten. Da niemand außer Baltar weiß, wo diese Zentrale zu finden ist, verspricht Adama dem Verräter, ihn im Falle eines Erfolges freizulassen. Baltar willigt ein, und so können Apollo und Starbuck ihre Mission erfüllen und zu Cassiopeias und Shebas großer Erleichterung wohlbehalten zurückkehren, obwohl sie den Transponder verloren haben, der ihren Zylonenjäger als freundliche Einheit kennzeichnet (Sheba hat sich in Apollo verliebt, der immer noch Serina nachtrauert). Die GALACTICA steuert direkt auf das nun blinde Basisschiff zu und vernichtet es. Adama hält das vermeintliche Signal von der Erde für eine Täuschung der Zylonen. Apollo glaubt das nicht, aber leider ist niemand da, als die GALACTICA ein zweites, deutlicheres Signal auffängt. Diesmal ist zu sehen, wie die "Eagle", die Landefähre der irdischen Apollo-11-Mission, auf dem Mond landet...

Die Serie:

Mit diesem Cliffhanger endet die Fernsehserie "Kampfstern Galactica". Man weiß nicht so recht, woher das Signal wirklich kommt. Aus dem Sonnensystem, in dem das Basisschiff sich versteckt gehalten hat? Wohl eher nicht. Wahrscheinlicher ist (wie Boomer annimmt), dass es aus einer anderen Galaxie stammt, und somit vermutlich Jahrtausende, wenn nicht sogar Jahrmillionen alt ist. Das sind schlechte Aussichten für die GALACTICA, die Erde jemals zu erreichen und dort dann noch Menschen anzutreffen... Allerdings ist das nicht das Ende der Geschichte. Es gibt eine Fortsetzung, bei der es sich aber nicht um eine zweite Staffel dieser Serie handelt, sondern im Grunde um eine ganz neue Serie. Sie lief unter dem Titel "Galactica 1980" und ist ebenfalls auf DVD erhältlich. Von der alten Besetzung sind nur noch Adama und Boomer vertreten - genau genommen auch Boxey, denn die Serie spielt ca. 30 Jahre nach der Vernichtung der Kolonien, und da ist Boxey natürlich erwachsen. Er ist mit Captain Troy identisch, einer der Hauptfiguren von "Galactica 1980". Diese neue Serie sollte sich an ein jugendliches Publikum richten, kann mit der Originalserie nicht mithalten und wurde schon nach zehn Episoden eingestellt. Die ersten beiden Episoden, in denen die GALACTICA tatsächlich die Erde entdeckt (dort schreibt man das Jahr 1980), wurden zu einem Kinofilm verarbeitet ("Das Ende einer Odyssee"), den ich damals, Anfang der Achtziger, im Kino gesehen habe. Er ist eigentlich nicht schlecht, aber in den folgenden Episoden wird diese Qualität nicht beibehalten.

Aber darum geht's ja jetzt nicht, sondern um "Kampfstern Galactica", eine Serie, die eine echte Fortsetzung wirklich verdient hätte. Am Ende der Serie hat man den Eindruck, dass es jetzt erst so richtig losgeht - und da ist dann auch schon alles vorbei. Lest meinen Kommentar zur ersten Hälfte, wenn ihr wissen möchtet, was ich von der Serie halte. Auch in der zweiten Hälfte findet sich alles wieder, was die erste Hälfte so sehenswert macht: Spannende Abenteuer, auch aus heutiger Sicht noch akzeptable Spezialeffekte (OK, in Ep. 14 sieht man beim "Weltraumspaziergang" deutlich, dass die Schauspieler an Drahtseilen hängen), eine aufwändige Ausstattung, meist gute Storys und vor allem ein Ensemble erstklassiger Schauspieler, die sympathische Figuren verkörpern, mit denen man mitfiebern kann. Jeder einzelne von ihnen, vor allem aber Hatch (Apollo) und Greene (Adama), verleiht der jeweiligen Rolle eine solche Glaubwürdigkeit, dass man so manchen etwas klischeehaften oder pathetischen Dialog gar nicht als störend empfindet. Starbucks Charakter bekommt ein bisschen mehr Tiefe, in Ep. 17 erfährt man mehr über seine Vergangenheit. In Ep. 15/16 erkennt Baltar die Stimme von Iblis - sie ist identisch mit der Stimme des Operhaupts aller Zylonen. Iblis erklärt, die Zylonen seien einst Lebewesen gewesen; ihre eigenen Maschinen hätten sie vor tausend Jahren überwältigt. Vielleicht hatte Iblis ja auch dabei seine Hände im Spiel? Die genannte Doppelfolge enthält noch weitere interessante Elemente, z.B. das "Triad"-Spiel, das in einer späteren Folge noch einmal aufgegriffen wird, oder die Lichtwesen mit ihrem weißen Schiff. Die Idee, die Atmosphäre eines fremden Planeten durch optische Verfremdung (es wurde in Infrarot gefilmt) darzustellen, ist auch nicht schlecht: Alles auf diesem Planeten hat einen Rotstich.

Das Stammensemble wird übrigens durch einige Gaststars ergänzt. Besonders erwähnenswert sind:

Patrick Macnee (Iblis, Ep. 15/16), den man vor allem als John Steed aus der TV-Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" kennt,
Fred Astaire (Chameleon, Ep. 17) - den kennt wohl jeder, er tanzt hier zum womöglich letzten Mal in einen Film,
Ray Bolger (Vector, Ep. 19/20), die Vogelscheuche in Der Zauberer von Oz,
Ep. 22 wartet gleich mit drei bekannten Gesichtern auf: John de Lancie (Mini-Rolle als Offizier), bekannt geworden als "Q" in "Star Trek - The Next Generation", Melody Anderson (Brenda), hat Dale Arden in Flash Gordon gespielt, und Edward Mulhare (John), der allen Fans der Serie "Knight Rider" bestens bekannt sein dürfte,
Paul Fix (Kronus, Ep. 23): Spielte den Schiffsarzt der ENTERPRISE im "eigentlichen" Pilotfilm der Serie Star Trek, der Episode "Spitze des Eisbergs"

Lloyd Bridges als Commander Cain bezeichne ich mal nicht als Gaststar. Irgendwie gehört er für mich zum festen Inventar der Serie, seine Tochter Sheba ist ja auch ins Stammensemble übernommen worden. Bridges stellt diesen sturen alten Kommisskopf einfach perfekt dar. Lobenswert ist auch, dass in der Serie nicht nur unzusammenhängende Einzelabenteuer erzählt werden, sondern eine fortlaufende Geschichte. Das gilt besonders für die Episoden 15/16, 19/20, 21 und 22. Die sind untrennbar miteinander verbunden und man fragt sich, warum "Terra" nicht die Erde ist. Wäre dem so gewesen, dann hätte die Serie einen guten Abschluss finden können. Aber wahrscheinlich war man seinerzeit noch davon ausgegangen, dass es mindestens eine weitere Staffel geben würde.

Was mir noch aufgefallen ist: In verschiedenen Episoden bekommt man sorgfältig choreografierte "futuristische" Tänze zu sehen. Anscheinend hat sich da wirklich jemand Gedanken darüber gemacht, wie in der Zukunft oder in einer anderen Welt getanzt werden könnte! Ähnlich viel Mühe hat man sich mit der Sportart "Triad" gemacht. Da mussten die Schauspieler sich richtig sportlich betätigen! Ihre lustigen Kostüme mit den knappen Höschen (man sieht ihre Kronjuwelen z.T. sehr deutlich) sind der Brüller. In Ep. 22 wird Apollo die Gestalt eines Menschen namens Charlie Watts verliehen. Ist damit etwa der Drummer der Rolling Stones gemeint? Dieselbe Episode enthält eine fragwürdige Aussage: Apollo meint, Frieden sei nur durch (militärische) Stärke erreichbar. Na gut, er ist Soldat, aber trotzdem...

Die DVD:

Genau wie im Falle der Eröffnungs-Doppelfolge dieser Fernsehserie wurde auch die Doppelfolge, mit der die zweite Hälfte beginnt, als Kinofilm verwertet. Den ersten gibt es auf DVD, den zweiten ("Mission Galactica - Angriff der Zylonen") meines Wissens nicht. Lange Jahre mussten wir Fans uns mit diesen Filmen (und dem o.g. dritten Film) zufrieden geben, bis dann irgendwann die gesamte Serie ins Fernsehen kam. Allerdings sind die Episoden für die deutsche TV-Ausstrahlung gekürzt worden. Jetzt endlich kann man alle Folgen in voller Länge genießen, aber dabei gibt es ein Problem, das mir beim Anschauen der ersten DVD-Box gar nicht aufgefallen ist, weil ich englischsprachige Filme grundsätzlich nur mit dem Originalton anschaue: Die für das DVD-Release wieder eingefügten Szenen sind nicht nachsynchronisiert worden, so dass der Ton immer wieder zwischen deutscher Synchro und englischem Original mit Untertiteln wechselt. Besonders schlimm ist das in den Episoden 12 bis 14. Dem englischen Originalton ist also unbedingt der Vorzug zu geben, auch deshalb, weil die Dialoge in der deutschen Synchro im Verhältnis zum übrigen Ton viel zu laut sind. Am Bild gibt es dagegen nichts auszusetzen. Die Schärfe ist sehr gut, die Farben sind kräftig und brillant, Beschädigungen und Artefakte sind mir nicht aufgefallen.

Die DVD-Box ist genauso schön gestaltet und ausgestattet wie die der ersten Hälfte: In der Metallschachtel befinden sich stabile DVD-Halterungen mit Motiven aus der Serie sowie ein umfangreiches Booklet. Audiokommentare sind diesmal zwar nicht vorhanden, dafür aber sehr viele nicht verwendete Szenen zu fast allen Episoden. Dabei handelt es sich nicht nur um erweiterte oder ganz neue Szenen, sondern auch um Probeaufnahmen und schiefgegangene Szenen. Auf diese Weise wird also fast so etwas wie ein "Making of" geboten.

"Erinnerungen an Kampfstern Galactica" ist keine Filmdokumentation, sondern eine ca. 45 Minuten lange Zusammenstellung relativ aktueller Interviews (sie sind wohl alle 2003 entstanden). Hinzu kommen Ausschnitte aus der Serie, Aufnahmen von den Dreharbeiten und schiefgegangene Szenen - einzelne hat man schon in den o.g. Outtaktes gesehen. Die Schauspieler und verschiedene Mitarbeiter des Produktionsteams erzählen recht ausführlich, wenn auch mit nicht übersehbarer nostalgischer Verklärung, von den Dreharbeiten usw. - man sieht, wieviel Spaß sie trotz aller Schwierigkeiten bei der Arbeit hatten und wie wichtig ihnen die Serie war (bzw. ist). Ihrer einstimmigen Meinung, dass der Serie ein längeres Leben zu wünschen gewesen wäre, kann ich mich nur anschließen.

J. Kreis, 27.10.2009
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