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Kampfstern Galactica Kampfstern Galactica - Teil 1 (USA, 1978)
- Battlestar Galactica -

DVD - Regionalcode 2, Koch Media
FSK: 12
Laufzeiten: Einzelfolgen je ca. 46 Minuten

Extras:
Audiokommentar von Richard Hatch, Dirk Benedict und Herbert Jefferson jr. zu den Episoden 1 bis 3, Featurettes: "Glen A. Larson über die Entstehung von Kampfstern Galactica", "Stu Phillips und die Filmmusik", "Die Zylonen", "Daggit", Geschnittene Szenen, Super-8-Fassung, Bildergalerie

Regie:
Richard A. Colla, Christian I. Nyby II, Rod Holcomb, Alan J. Levi, Donald Bellisario

Hauptdarsteller:
Lorne Greene (Commander Adama)
Richard Hatch (Captain Apollo)
Dirk Benedict (Lt. Starbuck)
Herb Jefferson jr. (Lt. Boomer)
Maren Jensen (Athena)
Terry Carter (Colonel Tigh)
Noah Hathaway (Boxey)
Laurette Spang (Cassiopeia)
John Colicos (Baltar)
Jane Seymour (Serina)
Felix Silla/Jonathan Harris (Lucifer/Stimme von Lucifer)




Inhalt:

Diese Box enthält die ersten 11 Episoden der Fernsehserie Kampfstern Galactica auf vier DVDs.

Hintergrund

Vor Tausenden von Jahren haben die Menschen 12 Planeten besiedelt. Jeder dieser Kolonien stehen sogenannte "Kampfsterne" zur Verfügung, gigantische und schwer bewaffnete Trägerraumschiffe, die über Flottillen aus Dutzenden von Viper-Kampfjägern verfügen. Diese Militärmacht wird benötigt, um die Kolonien gegen die Angriffe des Roboterimperiums der Zylonen zu schützen, dessen Ziel in der Auslöschung der Menschheit besteht. Nach einem fast tausendjährigen Krieg gegen die Zylonen scheint der Frieden in greifbare Nähe zu rücken, als Baltar, ein Mitglied des Rats der 12 Kolonien, Verhandlungen mit den Robotern herbeiführen kann. In Wahrheit ist Baltar ein Verräter. Von den Zylonen, die ihre Vernichtungspläne keineswegs aufgegeben haben, erhofft der listenreiche Graf sich einen Separatfrieden und die Herrschaft über alle Kolonien.

1 bis 3: Kampfstern Galactica
- Saga of a Star World -

Commander Adama, Befehlshaber des Kampfsterns GALACTICA von Caprica, hat Zweifel an Baltars Aufrichtigkeit und am Friedenswillen der Zylonen. Tatsächlich überrumpeln und vernichten die Roboter mit Baltars Hilfe fast die gesamte Kampfstern-Flotte, die für die Friedensverhandlungen zusammengezogen worden ist. Die schutzlosen Kolonien werden in Schutt und Asche gelegt, Milliarden Menschen sterben. Somit wird auch Baltar betrogen, denn er war davon ausgegangen, dass die Menschen nur versklavt, nicht aber völlig ausgerottet werden sollten. Nur die GALACTICA entkommt der Vernichtung. Adama, dessen Frau auf Caprica ums Leben gekommen ist und dessen jüngerer Sohn Zac bei einem Patrouillenflug getötet wurde, lässt einen Funkspruch absetzen, mit dem die Überlebenden des Genozids aufgerufen werden, sich mit allen noch flugfähigen Raumschiffen der GALACTICA anzuschließen. Der Kampfstern und ca. 220 uralte Frachter, Privatyachten und sonstige zivile Raumfahrzeuge fliehen in die Tiefen des Alls. Dort soll sich den Legenden zufolge eine verschollene dreizehnte Kolonie befinden: Ein Planet, genannt "Erde". Dieser Planet soll zur Zuflucht der Überlebenden werden. Adama steht an der Spitze des Flüchtlingstrecks, obwohl er an seinen Führungsqualitäten zweifelt. Gleichzeitig wird ein neuer kolonialer Zwölferrat eingerichtet.

Die Lebensmittel werden knapp und es gibt viele Verletzte und Kranke, die versorgt werden müssen. Die Stimmung ist gespannt, Konflikte zwischen den Flüchtlingen entstehen. Captain Apollo, Adamas älterer Sohn, sorgt für die gerechte Verteilung der Vorräte. Er verliebt sich in Serina, eine der Überlebenden von Caprica. Für Boxey, Serinas Sohn, der seinen Hund verloren hat, wird die Roboterdrohne "Muffit II" konstruiert. Zwischen Athena, Adamas Tochter, und dem draufgängerischen Viper-Piloten Starbuck entstehen zarte Bande, doch der Pilot fühlt sich auch zu der Soziolatrice Cassiopeia hingezogen. Apollo, Starbuck und Lt. Boomer führen die GALACTICA durch ein Minenfeld zum Planeten Carillon, wo noch Menschen in einer Art Urlaubsparadies mit Spielcasino leben. Dort scheint es Vorräte in Hülle und Fülle zu geben, außerdem können sich die erschöpften Kämpfer der GALACTICA hier etwas Ruhe gönnen. In Wirklichkeit ist der Planet eine Falle: In unterirdischen Kavernen leben die Ovions, ein Insektenvolk, das mit den Zylonen paktiert. Die Roboter gewinnen hier Tylium-Erz und haben eine Garnison eingerichtet. Die Ovions wollen die Krieger den Zylonen ausliefern, den Rest der Flüchtlinge wollen sie als lebende Brutkästen für ihre Larven nutzen.

Der Rat fordert die Entwaffnung aller Schiffe. Man hofft, Frieden mit den Zylonen schließen und auf Carillon bleiben zu können. Diese Forderung soll bei einer Zeremonie zu Ehren der Kampfjägerpiloten auf Carillon öffentlich gemacht werden. Das, so argwöhnt Adama, wäre der perfekte Zeitpunkt für einen Angriff der Zylonen. Er greift zu einer List: Alle möglichen Techniker und sonstigen Leute werden in Krieger-Uniformen gesteckt und zur Zeremonie geschickt. Die echten Piloten halten sich mit ihren Maschinen in Bereitschaft. Apollo und sein Freund Starbuck verlassen die Zeremonie, entdecken das Geheimnis Carillons und schießen das Tylium in Brand. Sie werden von einigen Zylonen verfolgt, die mitten in die Zeremonie hineinplatzen und für Chaos sorgen. Gleichzeitig nähert sich ein Zylonen-Basisschiff, um die vermeintlich wehrlose GALACTICA zu vernichten. Der Anführer der Zylonen ist mit an Bord. Die Viper-Jäger starten und heizen den überraschten Zylonen ein. Apollo und Starbuck locken das Basischiff näher an den Planeten heran, indem sie den Zylonen weismachen, weitere Viper-Geschwader (die es gar nicht gibt) seien unterwegs. Das Basisschiff kommt dem Planeten zu nahe und wird durch dessen Explosion mit in den Untergang gerissen. Die GALACTICA und die Flüchtlingsflotte können sich endgültig auf den Weg zur Erde machen.

Der neue Zylonen-Anführer gibt sich toleranter als sein Vorgänger. Baltar, der wegen des Entkommens der GALACTICA schon in Gefahr war, seinen Kopf zu verlieren, soll den Menschen mit einem Basisschiff folgen und ihnen ein Verhandlungsangebot unterbreiten. Ihm wird ein Zylone der IL-Serie mit Namen Lucifer zur Seite gestellt. Baltar verfolgt aber eigene Ziele...

4 - 5: Der verlorene Planet der Götter
- Lost Planet of the Gods -

Apollo und Serina geben ihre Hochzeitspläne bekannt. Während einer Patrouille entdecken Apollo und Starbuck eine schwarze Leere im All, in der Navigation unmöglich ist. Zur gleichen Zeit stößt eine zweite Patrouille auf eine Zylonenbasis auf einem Asteroiden. Dort infizieren Boomer und Sgt. Jolly sich unbemerkt mit einem Virus, der sich nach ihrer Rückkehr zur GALACTICA unter allen Jägerpiloten ausbreitet - um rechtzeitig bei Apollos Junggesellenparty erscheinen zu können, hat Boomer die Dekontamination ausfallen lassen. Der Zustand der Piloten verschlechtert sich dramatisch. Sie müssen in Quarantäne bleiben und werden schließlich in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Damit die Flotte nicht wehrlos ist, werden unter Hochdruck neue Piloten ausgebildet. Es sind hauptsächlich Frauen, und auch Serina ist zu Apollos Missvergnügen dabei. Die neuen Kämpfer werden von Apollo und Starbuck zur Zylonenbasis geführt, wo sie ihre ersten Gefechte bestehen müssen. Die Basis wird zerstört. Der Schiffsarzt der GALACTICA kann die Infektionsquelle erforschen und ein Gegenmittel entwickeln. Die Zylonen haben jedoch Alarm gegeben. Adama lenkt die Flotte deshalb in die Leere, in der er nach dem Studium religiöser Schriften den Standort des Planeten Kobol vermutet. Kobol ist die legendäre Ursprungswelt der Menschheit, von hier aus haben die 13 Stämme einst das All besiedelt. Baltar folgt der Flotte mit einem Zylonen-Basisschiff, das immer knapp außerhalb der Reichweite der Sensoren der GALACTICA bleiben soll.

Colonel Tigh wird wegen merkwürdiger Orterdaten misstrauisch. Eine Patrouille soll die Sache klären. Dabei fällt Starbuck den Zylonen in die Hände. Sie lassen ihn am Leben, denn Baltar will ihn nach Adamas Zielen befragen. Unter dem Eindruck dieses Ereignisses wird Apollos und Serinas Hochzeit vorverlegt. Während der Zeremonie erscheint ein Stern in der Leere, der von einem Planeten umkreist wird. Dort finden die Menschen Ruinen uralter Städte vor. Es handelt sich tatsächlich um den Planeten Kobol. Mit Hilfe eines Medaillons können Adama, Apollo und Serina in einen Tempel eindringen, in dem sich Aufzeichnungen über die Erde befinden. Auch Baltar besitzt als ehemaliges Ratsmitglied ein Medaillon und kann Adama folgen. Er behauptet, eine Möglichkeit zur Vernichtung des Zylonenimperiums zu kennen, doch Adama traut dem Verräter auch dann nicht, als er Starbuck zum Zeichen seiner guten Absichten freilässt. Lucifer, der Baltars Plan für gescheitert hält, befiehlt eigenmächtig den Angriff. Dabei werden die Aufzeichnungen zerstört, bevor Adama sie lesen kann. Adama, Apollo und Serina können sich befreien, doch Baltar ist teilweise unter Trümmern begraben und muss zurückgelassen werden. Inzwischen sind die erkrankten Piloten wieder einsatzfähig und schlagen die Angreifer zusammen mit den von Kobol startenden Pilotinnen zurück. Auf dem Planeten wird Serina von einem Zylonen niedergeschossen. Sie stirbt wenig später an ihren Verletzungen.

6: Der verschwundene Krieger
- The lost Warrior -

Apollo lockt zylonische Jäger von der GALACTICA weg, verbraucht dabei aber fast den gesamten Treibstoff seiner Viper und muss auf dem Planeten Equellus notlanden. Dort leben menschliche Siedler unter vergleichsweise primitiven Bedingungen. Fast alle sind Bauern, und sie werden von einem Mann namens Lacerta zu "Tributzahlungen" gezwungen, seit es diesem vor ca. 10 Jahren gelungen ist, einen auf Equellus abgestürzten Zylonen-Zenturier unter seine Kontrolle zu bringen. Apollo findet bei Vella Unterschlupf, einer verwitweten Frau, die mit ihrem Sohn Puppis auf der Farm ihres Bruders Bootes lebt. Er freundet sich mit ihnen an. Erst später erfährt er, dass Vellas Mann ebenfalls ein Krieger der Kolonien war, der auf Equellus notlanden musste. Apollo versucht zwar den Siedlern gegen Lacerta und den Zylonen beizustehen, schreckt aber vor Gewaltanwendung zurück, zumal der Zylone möglicherweise seine einzige Möglichkeit darstellt, Equellus wieder zu verlassen. Als Bootes auf Lacertas Befehl getötet wird, kommt es doch zum Duell zwischen Apollo und dem Zenturier. Apollo zieht schneller, und durch das Ende des Zylonen wird Lacerta entmachtet. Vella führt Apollo nun zum Wrack des Schiffes ihres Mannes. Die Maschine enthält noch genug Treibstoff, den Apollo für sein eigenes Schiff nutzen kann. Starbuck und Boomer, die die Suche nach ihm gerade abbrechen wollten, geleiten ihn zurück zur GALACTICA.

7: Die lange Patrouille
- The long Patrol -

Starbuck patrouilliert mit einer zu Erkundungszwecken umgebauten Viper ein neues Sternensystem, dem die Flüchtlingsflotte sich nähert. Er begegnet einem Schmuggler, der den Jäger kapert. Als Starbuck versucht, ihm mit dem alten Schmugglerschiff zu folgen, wird er von einem ebenfalls völlig veralteten Jäger abgefangen und zur Landung auf dem in Vergessenheit geratenen Strafplaneten Proteus gezwungen, wo einst Munition und Ambrosia produziert worden sind. Die Nachkommen der Gefangenen leben freiwillig in den Gefängniszellen, weil sie dies für die natürliche Ordnung der Dinge halten. Rohstoffe für die Herstellung von Munition gibt es schon lange nicht mehr, aber Ambrosia wird noch immer erzeugt. Als Starbuck den Gefängnisinsassen klar macht, dass der Alkohol seit Jahrhunderten von den Wächtern gehortet wird, kommt es zu einer Revolte. Derweil hat der Schmuggler versucht, die Funkanlage der Viper zu benutzen, um Kontakt mit den Kolonien aufzunehmen. Das Signal lockt aber nur Zylonen an. Apollo und Boomer suchen die Viper, um sie notfalls zu zerstören, können die Sache aber mit dem Schmuggler klären. Dieser führt sie nach Proteus, wo Starbuck befreit wird. Nachdem die Zylonen vernichtet sind (wobei leider die wertvollen Ambrosia-Vorräte komplett zerstört werden), können alle zur GALACTICA zurückkehren.

8 - 9: Das Geschütz auf dem Eisplaneten Null
- The Gun on Ice Planet Zero -

Durch fortgesetzte Angriffe der Zylonen wird die Flüchtlingsflotte in eine bestimmte Richtung gedrängt. Als zu Erkundungszwecken ausgesandte Jäger einen Eisplaneten auf dem einzigen möglichen Fluchtkurs entdecken, wird klar, was Baltar beabsichtigt: Auf dem Planeten befindet sich eine Pulsarkanone, die selbst die GALACTICA mit einem einzigen Schuss vernichten könnte. Zwei Jäger werden vernichtet, einer muss notlanden. Der Pilot wird von den Zylonen gefangen genommen. Da ein direkter Angriff auf die Kanone unmöglich ist, muss ein von Apollo und Starbuck angeführtes Spezialistenteam mit einem Shuttle in einiger Entfernung landen, sich durch die Eiswüste bis zur Zylonenbasis durchschlagen und das Geschütz sprengen. Sie haben nur wenig Zeit, denn Baltar setzt die Flotte weiter unter Druck, so dass die Schiffe gezwungen sind, sich allmählich in die Reichweite der Kanone zu begeben. Die Zusammensetzung der Gruppe ist problematisch, denn bei der Suche nach Spezialisten für Sprengkommandos und Eisplaneten hat der Computer einige Kriminelle aus der Flotte ausgewählt, und die warten nur auf eine Gelegenheit, sich abzusetzen. Außerdem haben sich Boxey und Muffit an Bord des Shuttles geschlichen. Die Landung gerät zum Desaster. Die Menschen überleben nur, weil Muffit ein Lager findet, in dem sich Klone verstecken. Von ihnen ist zu erfahren, dass sowohl die Pulsarkanone als auch die Klone von Dr. Ravashol erschaffen wurden, einem menschlichen Wissenschaftler, der sich mit den Zylonen arrangiert hat, um seinen Forschungen nachgehen zu können. Die Zylonen betrachten die Klone als minderwertige Lebensformen und missbrauchen sie als Sklaven.

Die freien Klone führen die Menschen in ihre Stadt, die sich in der Nähe der Zylonenbasis befindet. Apollo kann Dr. Ravashol zur Mithilfe bewegen, indem er ihm klar macht, dass die Zylonen die eigentlich zur friedlichen Nutzung vorgesehene Kanone als Angriffswaffe verwenden, und dass die Klone echte Menschen sind, die von den Zylonen gequält werden. Ravashol gibt Apollo die Informationen, die er benötigt, um die Kanone zerstören zu können. Während Starbuck den gefangenen Viper-Piloten befreit und mit Hilfe der Klone die Garnison der Zylonen vernichtet, nähert Apollo sich der Kanone. Wie schon zuvor gibt es Ärger mit den Kriminellen, doch einer von ihnen namens Croft hat die Wichtigkeit der Mission eingesehen und hilft Apollo. Buchstäblich in letzter Sekunde kann die Kanone, die bereits auf die Flotte feuert, vernichtet werden. Die Klone befürchten, dass die Zylonen zurückkehren werden, um sich zu rächen, doch Ravashol verspricht, sie zu beschützen. Angeblich besitzt er noch mehr Erfindungen, die er vor den Zylonen geheim gehalten hat.

10: Riskanter Handel
- The Magnificent Warriors -

Bei einem Angriff der Zylonen werden zwei der drei Agrarschiffe der Flüchtlingsflotte zerstört. Das dritte wird so schwer beschädigt, dass die gesamte Ernte verloren geht. Da kein Saatgut für den Wiederaufbau vorhanden ist, droht eine Hungersnot. Zum Glück durchquert die Flotte gerade einen Raumsektor, in dem es kleine menschliche Siedlungen gibt. Adama beabsichtigt, dort ein Energieaggregat gegen Saatgut einzutauschen. Es muss aber ein Aggregat sein, dessen Herkunft nicht bestimmbar ist, und leider gibt es in der ganzen Flotte nur eine Person, die solch ein Gerät besitzt: Siress Belloby, eine alte Bekannte Adamas. Sie will das Ding nur hergeben, wenn Adama sie heiratet. Notgedrungen willigt Adama ein und nimmt sie mit zum Planeten Sectar, wo der Tauschhandel stattfinden soll. Die dortigen Siedler sind aber mehr an den Kämpfern interessiert, denn sie werden immer wieder von den Borays überfallen und brauchen einen Constable, der sie verteidigt. Diesen Job drehen die Siedler Starbuck an, der damit unwissentlich eine lebenslange Verpflichtung eingeht. Gleichzeitig stehlen die Sieder das Energieaggregat. Bei einem Boray-Überfall wird Belloby entführt. Adama und seine Begleiter folgen den Borays und verhandeln mit deren Häuptling Nogow. Starbuck nutzt dessen Faulheit für einen genialen Deal: Nogow wird neuer Constable, im Austausch überlassen die Siedler den Borays Nahrungsmittel. So können die Borays sich die Angriffe sparen und Starbuck ist frei. Jetzt rücken die Siedler auch das benötigte Saatgut heraus, und zu Adamas Erleichterung verliert Belloby das Interesse an ihm - er ist ihr zu langweilig.

11: Der Gegenangriff
- The Young Lords -

Starbuck und Boomer werden während eines Patrouillenfluges von Zylonen angegriffen. Starbucks Viper wird beschädigt, so dass er auf dem Planeten Attila notlanden muss, während Boomer zur GALACTICA zurückkehrt. Umgehend wird eine Rettungsaktion gestartet. Die Zeit drängt, denn die Flotte kann nicht anhalten. Starbuck baut eine Bruchlandung und wird von Zylonen gefangen genommen. Die Maschinen haben den Planeten bereits vor längerer Zeit angegriffen und fast die gesamte menschliche Bevölkerung ausgerottet. Nur der Burgherr Megan und seine fünf Kinder haben überlebt. Megan wird in seiner von Zylonen besetzten Burg gefangen gehalten. Seine Kinder werden von Megans ältestem Sohn Kyle angeführt und verüben immer wieder erfolgreiche Anschläge auf die relativ dummen Blechdosen. So befreien sie auch Starbuck. Kyle möchte ihn gegen Megan austauschen, aber Starbuck kann ihn davon überzeugen, dass den Zylonen nicht zu trauen ist. Stattdessen wird ein gut geplanter Angriff auf die Burg durchgeführt, der nicht zuletzt deshalb zum Erfolg führt, weil die Zylonen es satt haben, auf dem ziemlich feuchten Sumpfplaneten Rost anzusetzen, und sich von Baltar die Erlaubnis holen, die Welt zu räumen.

Die Serie:

Macht euch bewusst, mit welch schmaler Kost die SF-Fans meiner Generation sich in den Siebziger- und Achtzigerjahren zufrieden geben mussten. Dann werdet ihr verstehen, warum "Kampfstern Galactica" für mich in derselben Liga rangierte wie Krieg der Sterne, und warum die Filme für mich auch heute noch absoluten Kultstatus besitzen - nicht zuletzt wegen der unvergesslichen Titelmelodie. Der phänomenale Erfolg von "Krieg der Sterne" (aus dem Jahre 1977) hat damals eine ganze Lawine teils ziemlich kruder Plagiate losgetreten, und dazu gehört wohl auch "Kampfstern Galactica" - jedenfalls hat es wegen genau dieses Vorwurfs Rechtsstreitigkeiten zwischen den jeweiligen Filmgesellschaften gegeben. Mir war (und ist) das völlig egal, denn selbst wenn geklaut wurde, dann wurde jedenfalls sehr gut geklaut! "Kampfstern Galactica" ist nicht einfach nur ein schnell hingerotzter Abklatsch von "Krieg der Sterne", sondern wurde aufwändig produziert. Die Spezialeffekte, vor allem die fein und detailreich ausgearbeiteten Raumschiffsmodelle, können sich immer noch sehen lassen. Auch die eigenartigen, "doppelgesichtigen" Sängerinnen auf Carillon sind auch heute noch ein Hingucker. Die chromglänzenden, etwas tolpatschigen Zylonen mit dem charakteristischen roten Ping-Pong-Licht anstelle der Augen sind natürlich einfach nur kultig. Leider wurden manche Effektszenen immer wieder verwendet (vor allem die Turbostarts und Raumkämpfe), was doch ziemlich stark auffällt. Natürlich sieht man der Serie ihr Alter an, aber sie wirkt nicht "alt".

Aber damit nicht genug. Für "Kampfstern Galactica" wurde eine interessante Geschichte ausgearbeitet, der zufolge die Erde nur eine von vielen Kolonien ist, die vor langer Zeit von den Menschen gegründet worden sind. Man beachte die "ägyptisch" anmutenden Helme der Kampfflieger, die aus der Mythologie verschiedener Völker entnommenen Namen und andere Parallelen. Besonders in "Der verlorene Planet der Götter" werden die geschichtlichen Hintergründe schön ausgearbeitet. Da die Flüchtlingsflotte nie anhalten darf, sondern ständig in Bewegung bleiben muss, kommt eine ganz eigene Dynamik in die Serie. So können immer wieder Situationen geschildert werden, in denen jemand in die Gefahr gerät, zurückgelassen zu werden.

Eine Fernsehserie steht und fällt immer auch mit ihren Hauptfiguren. Und diesbezüglich macht "Kampfstern Galactica" alles richtig. Es gibt ein ziemlich großes Ensemble sehr unterschiedlicher Figuren, die zwar relativ simpel gestrickt sind, meist aber doch Ecken und Kanten oder wenigstens ungewöhnliche Charakterzüge haben. Starbuck ist natürlich das Klischee des jugendlichen Draufgängers, dessen Kameraden sich immer wieder fragen, wie er die Mädels so leicht rumkriegt. Aber weder Adama noch Apollo sind die ansonsten üblichen glorreichen Helden. Adama ist ein alter Mann, der an sich selbst zweifelt und von Sorge um seine Schutzbefohlenen erfüllt ist. Apollo ist jemand, der denkt, bevor er schießt. In Episode 6 möchte er sogar lieber ganz auf Gewalt verzichten. Alle Figuren sind sympathisch - mit Ausnahme Baltars natürlich, der einen wundervoll sinistren, durchtriebenen Bösewicht abgibt - und immer wieder gibt es berührende Szenen wie z.B. die mit Serinas Tod.

Zugegeben: Manche Episoden wirken ein bisschen lächerlich. Ep. 6 und 10 haben Wildwest-Szenarios, komplett mit Revolverhelden-Shootout am Ende der einen und angriffslustigen "Indianern" in der anderen. Roboter und Computer werden vermenschlicht, für die ganz Kleinen gibt es Boxey sowie den kaum zu ertragenden Muffit, und schließlich bekommt man sogar leicht geschürzte Amazonen und Typen mit Flügelhelmen zu sehen, die um eine Ritterburg kämpfen... na ja. Aber für Ideen wie die Knackis in Ep. 7, die in x-ter Generation Schnaps herstellen und fröhlich selbst konsumieren, oder eine dutzendfach geklonte Britt Ekland (Ep. 8/9, ein Traum für Starbuck!) muss man die Serie einfach lieben. Wen stört es da schon, dass man im Vakuum des Alls Triebwerksgeräusche und Schüsse hören kann? Oder dass die Viper-Jäger so fliegen, als ob sie sich durch eine Planetenatmosphäre bewegen würden? Oder dass offenbar alle Schiffe im Normalraum mit Überlichtgeschwindigkeit fliegen können? Oder dass die Zylonen keineswegs mit maschinenhafter Präzision kämpfen, sondern jedes Mal reihenweise abgeschossen werden? Spaß macht sie trotz leichter Schwächen immer noch.

Die DVD:

In Deutschland waren von "Kampfstern Galactica" viele Jahre lang nur drei Kinofilme zu sehen (den ersten habe ich auch auf DVD, zu den Unterschieden siehe dort), bei denen es sich um Zusammenschnitte mehrerer Episoden aus der Fernsehserie handelt. Dann wurde die gesamte Serie im Privatfernsehen gezeigt, und seit einiger Zeit ist sie endlich auch auf DVD erhältlich. Dabei wurde die erste Staffel auf zwei Boxen aufgeteilt. Die zweite Staffel, die eigentlich eine ganz eigene Serie ist und meiner Meinung nach nicht direkt als Fortsetzung der ersten Staffel betrachtet werden kann, ist in einer dritten Box erhältlich. Wie man es von Koch Media inzwischen gewohnt ist, wurde die Box sehr schön gestaltet und ausgestattet: In der Metallschachtel befinden sich stabile DVD-Halterungen mit Motiven aus der Serie sowie ein umfangreiches Booklet, unter anderem mit Informationen zur Serie sowie zu den Hauptfiguren und deren Darstellern, einem Episoden-Kurzführer und einem Interview mit Stu Phillips.

Auch das Bonusmaterial auf den Silberlingen kann sich wirklich sehen lassen. So gibt es zu den ersten drei Episoden einen Audiokommentar und zu allen Episoden (außer Ep. 10) viele nicht verwendete oder schiefgegangene Szenen. Erstere sind teilweise hochinteressant. So erfährt man mehr über Baltar und sieht einen singenden Commander Adama, auch werden seine Selbstzweifel stärker herausgestellt (er will sogar zurücktreten). Es wird deutlich, dass Serina nach der ursprünglichen Idee viel früher hätte sterben sollen: Sie hätte demnach eine Vergiftung durch eine Waffe der Zylonen erlitten. In den nicht verwendeten Szenen zu den Episoden 8/9 sieht man eine dritte Gruppe von Klonen. Das sind vermutlich die "Planer", von denen Dr. Ravashol spricht. Einen davon sieht man auch in der endgültigen Version der Episode ganz am Schluss, aber man weiß gar nicht, wer das sein soll. Durch die zusätzlichen Szenen wird das klar.

Weiterhin sind vier jeweils ca. 5 Minuten lange Featurettes vorhanden. In "Glen A. Larson über die Entstehung von Kampfstern Galactica" berichtet der Autor und Produzent, der die Serie erschaffen hat, über seine Inspirationsquellen. Dazu gehören auch Werke Erich von Dänikens sowie Larsons mormonischer Glaube. "Stu Phillips und die Filmmusik" ist zwar nicht besonders aufregend (es geht hauptsächlich um die Leitmotive einzelner Personen), aber nach ca. 3 minuten sieht man nur noch einen schwarzen Bildschirm. Ton ist aber noch zu hören. Die Featurettes "Die Zylonen" und "Daggit" enthalten u.a. lustige Interviews und Behind-the-Scenes-Material zu den Problemen, die die Stuntmen mit den Zylonen-Anzügen hatten: Sie konnten nur durch einen winzigen Sehschlitz schauen, was erklärt, warum sie immer so unbeholfen umherwanken. Auch wird berichtet, dass unter der Muffit-Maske eine Schimpansin gesteckt hat - und die hatte ihren eigenen Kopf...

Dann ist da noch die so genannte "Super-8-Fassung". Das ist ein Zusammenschnitt aller Episoden (incl. der oben erwähnten zweiten Staffel), der vermutlich zu Werbezwecken erstellt wurde. Die Bildqualität ist natürlich grauenhaft, aber der Film bietet einen guten Überblick über die gesamte Handlung. Die Laufzeit dieses Films ist auf dem Pappschuber, in dem die Metallox steckt, mit 32 Minuten angegeben. Das stimmt jedoch nicht: Er ist ca. 95 Minuten lang!

J. Kreis, 10.08.2009
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