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Ju-On The Grudge 2 Ju-On - The Grudge 2 (Japan, 2003)

DVD - Regionalcode 2, e-m-s
FSK: 16
Laufzeit: ca. 89 Minuten

Extras
Trailer

Regie:
Takashi Shimizu

Hauptdarsteller:
Noriko Sakai (Kyoko Harase)
Takako Fuji (Kayako Saeki)
Shingo Katsurayama (Keisuke)
Yuya Ozeki (Toshio Saeki)




Inhalt:

Wenn jemand im Zustand extremen Grolls stirbt, dann kann es geschehen, dass dieses Gefühl sich auf den Ort seines Todes überträgt. Jeder, der diesen Ort danach betritt und jeder, der mit diesen Menschen zu tun hat, ist verflucht und wird von diesem Fluch solange verfolgt, bis er selbst stirbt. So ergeht es auch einem Filmteam, das mit Dreharbeiten in einem Haus beschäftigt ist, in dem vor einigen Jahren ein grausamer Mord geschehen ist: Ein Mann hatte seine Frau (Kayako) brutal getötet, der kleine Sohn (Toshio) der Familie gilt seitdem als vermisst. Da alle Nachmieter gestorben oder verschwunden sind, gilt es als Spukhaus. Das Filmteam will mit der populären Schauspielerin Kyoko Harase, die schon in zahlreichen Horrorfilmen mitgewirkt hat, eine Reportage über dieses Haus drehen.

Schon nach dem ersten Drehtag verschwinden die ersten Mitglieder des Filmteams oder sterben auf bizarre Weise: Sie wurden von Kayakos Geist getötet. Auch Kyoko fällt dem Fluch zum Opfer, sie erleidet einen Autounfall. Sie überlebt zwar, doch sie verliert ihr ungeborenes Kind. Wenig später wird jedoch festgestellt, dass sie immer noch (oder wieder) schwanger ist, und zwar bereits im 4. Monat - was unmöglich ist, denn Kyokos Verlobter ist bei dem Autounfall schwer verletzt worden und liegt seitdem im Koma. Keisuke, der Regisseur des Dokumentarfilms, erzählt Kyoko vom rätselhaften Verschwinden seiner Mitarbeiter. Die beiden vereinbaren, das Geisterhaus noch einmal aufzusuchen, um den Ereignissen auf den Grund zu gehen. Erneut werden sie von Kayako attackiert - und bei Kyoko setzen die Wehen ein.

Kyoko wird ins Krankenhaus gebracht, wo sie ihr Kind zur Welt bringt - es ist eine Inkarnation Kayakos, die Keisuke und das Ärzteteam tötet. Kyoko ist an die wiedergeborene Kayako gebunden und wird später von ihr umgebracht. Das Kind ist nun frei, um in der Welt der Lebenden zu wandeln...

Der Film:

Wie schon in meiner kleinen Review des ersten Teils habe ich nur die Rahmenhandlung wiedergegeben und im Grunde kann ich wiederholen, was ich seinerzeit geschrieben habe. "The Grudge 2" ist ebenfalls das Remake eines Films aus dem Jahre 2000 vom selben Regisseur. Der Film besteht aus vielen Einzelepisoden, die zudem noch in unterschiedlichen Zeitebenen spielen, d.h. der Film verläuft nicht linear. Der Sinn der meisten Szenen wird erst durch spätere Ereignisse erklärlich, teilweise wirken sogar zukünftige Ereignisse in die Handlungsgegenwart zurück. Es wird auch viel mit Rückblicken, Einschüben und Querverweisen gearbeitet. Es gibt, wenn ich es richtig verstanden habe, sogar eine Bezugnahme auf Teil 1 (die Sache mit der Schülerin, die als Statistin arbeitet). All das muss man erst einmal durchschauen, und das stört den Handlungsfluss. Es fehlt wieder eine zentrale Identifikationsfigur - auch Kyoko, die immerhin mehr im Mittelpunkt steht als die schnell vergessenen Opfer aus Teil 1, reicht dazu nicht aus. Aus all diesen Gründen entsteht keine richtige, anhaltende Spannung und keine Atmosphäre einer ständig wachsenden Bedrohung. Eigentlich hat der Film noch nicht mal eine Handlung...

Natürlich verfehlen die Schock-Momente mit den an den unmöglichsten Orten und auf die verschiedensten Arten auftauchenden furchteinflößenden Geistern und den seltsamen Geräuschen, die sie von sich geben, ihre Wirkung nicht. Außerdem gibt es auch diesmal wieder eigentlich keine echten Gewaltszenen und Kunstblut kommt nur sparsam zum Einsatz - das muss man dem Film schon positiv anrechnen. Aber genau wie in Teil 1 steht ja von Anfang an fest, dass niemand dem Fluch entkommen kann. Und es gibt auch Szenen, die einfach nur lächerlich sind, zum Beispiel eine mit einer kriechenden Perücke. Außerdem scheint es ein Naturgesetz zu geben, dem zufolge die Leute in Gruselfilmen immer dorthin gehen müssen, wo es offensichtlich am gefährlichsten ist (und zwar nur allein), und dass sie dort niemals das Licht anmachen dürfen. So benehmen sich nämlich alle Protagonisten in diesem Film.

Insgesamt wirkt der Film wie ein Aufguss des ersten Teils, ist allerdings noch müder als dieser - schon deshalb, weil man ja inzwischen alles zur Genüge kennt. Wenn man sich gruselt, dann allenfalls wegen der unterdurchschnittlichen deutschen Synchronisation.

Die DVD:

Keine Extras - nur einige Trailer. Und eine ziemlich erbärmliche Bildqualität, was besonders in dunklen Szenen unangenehm auffällt.

J. Kreis, 03.05.2007
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