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Ju-On The Grudge Ju-On - The Grudge (Japan, 2003)

DVD - Regionalcode 2, Highlight DVD
FSK: 16
Laufzeit: ca. 89 Minuten

Extras
Keine

Regie:
Takashi Shimizu

Hauptdarsteller:
Megumi Okina (Rika Nishina)
Takako Fuji (Kayako Saeki / Geist)




Inhalt:

Hier ausnahmsweise nur das grobe Handlungsgerüst, weil der Film jeglichen Reiz verliert, wenn man alles schon weiß:

Die junge Sozialarbeiterin Rika erhält den Auftrag, sich um eine alte Frau zu kümmern. Von dem Moment an, in dem sie das verwahrloste Haus betritt, ist sie verflucht. In dem Haus ist vor Jahren ein Mord geschehen: Ein eifersüchtiger Mann hat seine Frau und seinen kleinen Sohn grausam ermordet. Seitdem lastet ein Fluch auf dem Haus, dem jeder zum Opfer fällt, der irgendwie damit in Berührung kommt. Doch davon ahnt Rika zunächst nichts. Die alte Frau ist kaum ansprechbar und scheint völlig verängstigt zu sein. Irgend etwas Unheimliches geht in dem Haus vor. Rika hört eigenartige Geräusche und findet einen kleinen Jungen, der in einem Schrank eingesperrt ist. Als Rika sieht, wie sich ein bedrohlicher Schatten über die alte Frau beugt und sie zu ersticken scheint, verliert sie das Bewusstsein.

Als Rika wieder zu sich kommt, wird sie zunächst ins Krankenhaus gebracht. Da die alte Frau gestorben ist, beginnt die Polizei zu ermitteln. Auf dem Dachboden werden die Leichen der Angehörigen der alten Frau entdeckt. Die Nachforschungen ergeben, dass bisher jeder, der in dem Haus gewohnt hat, entweder gestorben oder spurlos verschwunden ist. Rika hat weiterhin beunruhigende Visionen wird auch zu Hause von den Geistern der Ermordeten verfolgt. Als sie in das Haus zurückkehrt, weil eine Freundin sich dort aufhält, erfährt sie, was seinerzeit wirklich geschehen ist. Dann erleidet sie das gleiche Schicksal, das schon mehrere Menschen vor ihr ereilt hat...

Der Film:

Ich hatte angenommen, dieses japanische Original des mit Sarah Michelle Gellar neu verfilmten "Ju-On" müsse noch weit gruseliger sein als das Remake, aber da habe ich mich leider geirrt. Ausnahmsweise ist das Remake besser als das Original - bei dem es sich übrigens auch schon um das Remake eines Films aus dem Jahre 2000 handelt. Es gibt zwar einige sehr gruselige Szenen, etwa die Sache mit dem Geist unter der Bettdecke oder all jene Momente, in denen der durchaus sehr körperliche Geist mit abgehackten Bewegungen und diesem ekligen Knarrgeräusch auf seine völlig verängstigten Opfer zukriecht. Aber diese Szenen sind bei weitem nicht so wirkungsvoll, wie ich es vom Remake her in Erinnerung habe. Die von verstörenden Geräuschen und kurzen Schreckmomenten gestützte unheilvolle Atmosphäre wirkt bei der x-ten Wiederholung nicht mehr ganz so gut und man fragt sich, warum die Opfer des Fluchs eigentlich derart vor Furcht und Schrecken gelähmt sind, dass sie nicht einmal den Versuch machen, sich zu wehren oder zu fliehen.

Da der Film in mehreren (zu vielen) unzusammenhängenden Einzelepisoden erzählt wird, die in unterschiedlichen Zeitebenen spielen, kommt keine richtige Spannung auf (obige Zusammenfassung gibt nur die Rahmenhandlung wieder). Es fehlt einfach das Gefühl einer ständig wachsenden Bedrohung und es gibt auch keine zentrale Figur, mit der man sich als Zuschauer identifizieren kann. Da ohnehin (Achtung: Spoiler) wirklich jeder stirbt oder verschwindet, der mit dem verfluchten Haus in Berührung kommt, kann man auch nicht richtig mitfiebern - das Schicksal der Protagonisten steht von dem Moment an fest, in dem sie die Türschwelle überschreiten. Dadurch soll wahrscheinlich die Unausweichlichkeit des Fluchs verdeutlicht werden, aber genau das nimmt dem Film die Spannung. Leider wird auch zu viel nur angedeutet und nicht richtig ausgearbeitet. Der Mord, der zu dem Fluch geführt hat, steht zum Beispiel zu sehr im Hintergrund. Man muss dem Film aber zugute halten, dass die furchteinflößenden Momente nicht durch Blut und Gewaltdarstellung erreicht werden, sondern durch die schon weiter oben erwähnte Atmosphäre.

Die DVD:

Keine Extras - nur einige Trailer.

J. Kreis, 31.12.2006
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