Cutie Honey


Cutie Honey (Japan, 2004)
- Kyuti Hani -

DVD - Regionalcode 2, I-On New Media
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: ca. 94 Minuten

Extras:
- Behind the Scenes (19:30 Min.)
- Jill Tower TV (11:27 Min.)
- Musikvideos
- Trailer
- Werbespots und TV-Spots
- Storyboard

Regie:
Hideaki Anno

Hauptdarsteller:
Eriko Sato (Honey Kisaragi alias Cutie Honey)
Mikako Ichikawa (Natsuko Aki)
Jun Murakami (Seiji Hayami)
Eisuke Sakai (Sister Jill)




Story

Honey Kisaragi ist eine schüchterne Büroangestellte, die meist zu spät zur Arbeit kommt und kaum Kontakt mit ihren Kollegen hat. Das ist aber nur eine Seite der jungen Frau. In Wahrheit ist Honey vor etwa einem Jahr bei einem Autounfall gestorben - ihr jetziger Körper ist eine Art Android, den ihr Vater für sie hergestellt hat. Dieser Körper ist mit Nanotechnologie aufgerüstet. Wenn Honey das so genannte I-System (in Form eines rosa Herzens an einem Halsband) berührt, verwandelt sie sich in eine unbesiegbare Superkämpferin, die in verschiedenen Identitäten auftreten kann. Dabei hat sie jedoch immer einen enormen Energieverbrauch. Mit anderen Worten: Um sich in "Cutie Honey" verwandeln zu können, muss sie massenweise Reisbällchen verputzen. Honey ist zwar eine Kämpferin für die Liebe, dürstet aber nach Rache für den Tod ihres Vaters, der von der Panther Claw - Bande getötet worden ist. Als auch noch ihr Onkel, ein berühmter Wissenschaftler, von "Gold Claw" entführt wird, geht Honey zum Angriff über.



Cutie Honey

(Cutie Honey)

Allerdings hat sie zwei Probleme. Zunächst einmal kennt sie das Versteck von Panther Claw nicht. Außerdem hängt die Polizistin Natsuko Aki, die mit dem Entführungsfall betraut war, jedoch wegen Unfähigkeit suspendiert wurde, wie eine Klette an ihr. Honey rettet Natsuko mehrmals das Leben, schließlich freunden die beiden sich an. Dritter im Bunde ist der Reporter Seiji Hayami, der in Wahrheit ein Geheimagent ist, Honeys Superkräfte erforschen soll und mehr über das I-System zu wissen scheint als Honey selbst. Sister Jill, das Oberhaupt von Panther Claw, hat ein besonderes Interesse am I-System. Mit den Nanomaschinen könnte Sister Jill sich ewige Schönheit sichern. Derzeit muss sie zu diesem Zweck Hunderten von jungen Frauen die Lebensenergie aussaugen. Honey wird deshalb in den Jill Tower gelockt, wo sie diverse Schergen Sister Jills besiegen muss.



Cutie Honey

(Natsuko Aki)

Durch die Kämpfe verliert Honey viel Energie. Außerdem wird Natsuko gefangen genommen. Immerhin wird Honeys Onkel dafür freigelassen. Honey erklärt sich bereit, mit Sister Jill zu verschmelzen, damit Natsuko verschont wird. Im letzten Moment gelingt es ihr mit Natsukos Hilfe doch noch, das I-System zu aktivieren. Als sie dann in einer Vision ihrem toten Vater begegnet, ist Sister Jill so beeindruckt von dem Gefühl der Liebe, das sich auf sie überträgt, dass sie aufgibt und sich praktisch auflöst. Somit sind Honey, Natsuko, Japan und die Welt gerettet. Natsuko und Seiji beschließen, eine Privatdetektei zu gründen. Natürlich darf auch Honey mitspielen.



Cutie Honey

(Sister Jill)

Kringels Meinung

Wenn dieser Film eine Torte wäre, so würde man schon nach dem ersten Bissen einen Zuckerschock erleiden! Man könnte sich fragen, auf welchem Trip der Regisseur, der Drehbuchautor und die Schauspieler bei der Produktion dieses Films wohl gewesen sein mögen ... Diese knallbunte Girlie-Action muss man einfach mal gesehen haben, man würde sonst gar nicht für möglich halten, dass es sowas überhaupt geben kann. Das Verrückte ist: So abgedreht, übertrieben, schrill, hektisch und idiotisch das Ganze sein mag - es funktioniert trotzdem! Oder vielleicht passt ja gerade deshalb alles so gut zusammen, weil es eben nichts Normales in Honeys Welt gibt und weil man die Selbstironie angesichts der totalen Übertreibung nicht übersehen kann. Wenn Honey ihr I-System aktiviert, indem sie "Honey Flash" schreit und daraufhin einem Schurken Saures gibt, der ihr zuvor in einer musical-artigen Gesangseinlage (begleitet von einem Streichquartett) versichert hat, er werde sie zu Hackfleisch verarbeiten, dann bleibt kein Auge trocken. Da wird die Welt nicht nur mit Martial Arts - Kampfeinlagen gerettet, dass die Bösewichter nur so durch die Lüfte wirbeln und an die Wände klatschen, nein! Letztlich siegt Honey mit Liebe und geballter Niedlichkeit. Zwischendurch setzt es ein paar Seitenhiebe auf die eigenartigen Hierarchiestrukturen in japanischen Großraumbüros, dann besäuft sich das Helden-Trio mit Sake und gibt eine köstliche Karaoke-Nummer zum Besten.

Wen stört da schon das unsägliche Over-Acting praktisch aller Schauspieler (allen voran die Darsteller von Natsuko und Seiji)? Wen interessiert überhaupt die abstruse Story? Wen kümmert es, dass manche Spezialeffekte offensichtlich mit einfachsten Mitteln zusammengeschustert worden sind? "Cutie Honey" ist die Realverfilmung gleichnamiger Manga- und Anime-Serien, und als solche ist sie praktisch perfekt. Die Spezialeffekte mögen wie gesagt manchmal etwas trashig aussehen (meist gibt es aber nichts daran auszusetzen, im Gegenteil), sie passen jedoch einfach hervorragend ins Gesamtbild. Die unglaublich bizarren Kostüme und Superkräfte der "Claws" tun ein Übriges. Ab und zu wird auch mal eine Zeichentrick-Szene eingeblendet, Realfilmsequenzen gehen in stilisierte Anime-Frames über und dergleichen mehr. Man kann diesen völlig überdrehten, wahnwitzigen, herrlich albernen Gute-Laune-Film einfach nicht ernst nehmen. Sehenswert ist er auf jeden Fall, und das nicht zuletzt wegen der beiden extrem schnuckeligen Hauptdarstellerinnen, die tatsächlich aussehen wie ihre Vorbilder in den Comics.

Man nehme also ein Bierchen zur Hand, drücke ganz fest auf den Ausschaltknopf des eigenen Hirns und genieße 90 Minuten spaßiger, kurzweiliger Action aus Fernost, die Appetit auf mehr macht.

Bonusmaterial

Alle Extras liegen in japanischer Sprache mit deutschen Untertiteln vor. Das Material ist zwar nicht sehr umfangreich, aber doch sehenswert.

Die "Behind the Scenes" Featurette enthält hauptsächlich Interview-Schnipsel, aufgenommen vermutlich bei einer Pressekonferenz oder vielleicht auch bei der Filmpremiere. Es werden aber auch einige Einblicke in die Dreharbeiten gewährt. Man sieht, dass am Set wohl ziemlich viel herumgealbert wurde. Eriko Sato ist im echten Leben womöglich noch niedlicher als in ihrer Filmrolle! "Jill Tower TV" ist eine Zusammenstellung nicht verwendeter (aber fertig produzierter) oder schiefgegangener Szenen - recht witzig und gar nicht mal so uninteressant. Die beiden Musikvideos sind im Grunde nur Szenen aus dem Film, Nr. 2 ist identisch mit dem Abspann.

Weitere Screenshots


Cutie Honey

Honey Kisaragi stärkt sich für den nächsten Superheldinneneinsatz


Cutie Honey

Mr. Supercool - Seiji Hayami


Cutie Honey

Gold Claw


Cutie Honey

Cobalt Claw


Cutie Honey

Scarlet Claw


Cutie Honey

Black Claw (mit Schergen-Streichquartett im Hintergrund)


J. Kreis, 02.04.2007




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