Battlestar Galactica Season 4.1


Battlestar Galactica Season 4.1 (USA, 2008/2009)

DVD - Regionalcode 2, Universal
FSK: 16
Laufzeit: ca. 42 Minuten pro Episode, insg. ca. 420 Minuten

Extras:
- Audiokommentare
- Entfallene Szenen
- The Music of Battlestar Galactica (22:17 Min.)
- David Eick's Video Blogs (insg. ca. 40 Min.)
- Cylons: The Twelve (15:54)
- The Journey (20:52)
- My favorite Episode so far (10:00)
- The Look of Battlestar Galactica (7:37)
- BSG 4.2 - The untold Story - Untold (1:19)

Regie:
Michael Rymer, Anthony Hemingway, Michael Nankin, Edward James Olmos, Wayne Rose, Rod Hardy, Paul Edwards

Hauptdarsteller:
Edward James Olmos (Admiral William Adama - "Husker")
Jamie Bamber (Commander Lee Adama - "Apollo")
Katee Sackoff (Captain Kara Thrace - "Starbuck")
Mary McDonnell (Laura Roslin)
James Callis (Dr. Gaius Baltar)
Tricia Helfer (Natalie / Nummer 6)
Michael Hogan (Colonel Saul Tigh)
Grace Park (Lt. Sharon Agathon - "Athena" / Nummer 8)
Tahmoh Penikett (Lt. Karl C. Agathon - "Helo")
Rekha Sharma (Tory Foster)
Michael Trucco (Samuel Anders)
Aaron Douglas (Chief Galen Tyrol)
Dean Stockwell (Cavil / Nummer 1)
Nicki Clyne (Cally Tyrol)
Alessandro Juliani (Lt. Felix Gaeta)
Callum Keith Rennie (Leoben Conoy / Nummer 2)
Mark Sheppard (Romo Lampkin)
Richard Hatch (Tom Zarek)
Lucy Lawless (D'Anna Biers / Nummer 3)
Tiffany Lyndall-Knight (Hybrid)
Alisen Down (Jean Barolay)




Inhalt:

Die Box enthält die ersten 10 Episoden der vierten Staffel der Battlestar Galactica - Fernsehserie:

4.01: Auferstehung (He That Believeth In Me)

Um der Flotte Zeit bis zum Hochfahren der FTL-Antriebe zu geben, kämpfen die Viperpiloten gegen die Übermacht der Zylonen, aber ihre Verteidigungslinie wird durchbrochen. Die Zylonen vernichten die PYXIS und beschädigen die ZEPHYR schwer. Als sich Samuel Anders, der ebenfalls eine Viper steuert, quasi Auge in Auge mit einem Zylonenjäger konfrontiert sieht, scheint es einen besonderen Kontakt zwischen beiden zu geben. Außerdem ist Anders nicht fähig, auf den Gegner zu schießen. Plötzlich ziehen sich alle Zylonenschiffe zurück, obwohl sie die Flotte hätten vernichten können. Gaius Baltar wird von seinen Anhängern in Sicherheit gebracht. Als er für einen todkranken kleinen Jungen betet, der daraufhin gesund wird, und als er die Attacke eines Mannes überlebt, der eine alte Rechnung mit ihm offen hat, hält man ihn endgültig für einen Heiligen und Verkünder des Einen Gottes. Starbuck landet in der GALACTICA, doch sie erntet mit ihrer Behauptung, auf der Erde gewesen zu sein und die Flotte dort hinführen zu können, nur Unglauben. Man hält sie für eine Zylonen-Kopie, zumal ihre Viper nagelneu ist und keine Navigationsdaten enthält. Präsidentin Roslin ist besonders misstrauisch. Als sie Caprica-6 befragt, behauptet diese, sie könne die letzten Fünf in der Nähe spüren. Während sich die Flotte vom Ionischen Nebel entfernt, wird Starbuck immer verzweifelter, da sie ihr Gespür für den richtigen Kurs zur Erde allmählich verliert. Deshalb schlägt sie die Wachen sowie Anders nieder und macht sich mit einer Waffe auf den Weg in Roslins Quartier.

4.02: Die letzten Fünf (Six of One)

Starbuck will Roslin mit der Waffe in der Hand davon überzeugen, dass sie den Weg zur Erde erspüren kann, und dass dieses Gespür beim nächsten FTL-Sprung der Flotte verloren gehen wird. Um Roslins Vertrauen zurückzugewinnen, gibt sie ihr die Pistole. Die Präsidentin schießt, verfehlt Starbuck jedoch. Die Pilotin wird eingesperrt, doch Admiral Adama vermutet, dass sie die Wahrheit sagt. Er überlässt ihr deshalb das Abwasser-Recyclingschiff DEMETRIUS und eine kleine Crew. Unter dem Vorwand der Nahrungsbeschaffung darf Starbuck mit diesem Schiff die Flotte verlassen und nach der Erde suchen. Saul Tigh, Galen Tyrol, Anders und Tory Foster wollen herausfinden, wer der fünfte humanoide Zylon ist. Da sie annehmen, dass Baltar seinerzeit etwas darüber von den Zylonen erfahren haben könnte, macht Foster sich an ihn heran. Baltar, der inzwischen Visionen von sich selbst hat und den Glauben an den Einen Gott nicht mehr nur vortäuscht, schläft mit ihr. Lee Adama verlässt die GALACTICA endgültig, denn Tom Zarek will ihm einen Sitz im Rat der Zwölf verschaffen.

Derweil kommt es bei den Zylonen zu einer Art Bürgerkrieg. Da die Jäger seit der Entdeckung der letzten Fünf den Kampf gegen die Menschen verweigern, wollen die Cavil-Modelle sie "rekonfigurieren". Ihre Eigenständigkeit soll ihnen genommen werden. Die Modellreihen vier und fünf stimmen diesem Plan zu, die Modelle zwei, sechs und acht sind dagegen - eine Pattsituation. Doch eine einzige Stimme entscheidet: Die wiedergeborene Sharon Valerii wendet sich gegen ihre gesamte Baureihe und unterstützt Cavil. Der Umbau der Jäger beginnt; er kommt einer Lobotomie der biomechanischen Wesen gleich. Die Opposition entfernt daraufhin die teleenzephalischen Inhibitoren, mit denen die höheren geistigen Funktionen der Zenturios beschränkt werden. Die auf diese Weise befreiten Zenturios sind nicht erfreut über die grausame Behandlung der Jäger und ihre eigene Unterdrückung. Sie töten die humanoiden Zylonen, die die Lobotomie der Jäger befohlen haben.

4.03: Die Verblendeten (The Ties That Bind)

Cally Tyrol glaubt, dass ihr Mann sie mit Foster betrügt und spioniert ihm nach. So erfährt sie, dass er ein humanoider Zylon ist. Sie betritt eine Luftschleuse, um Selbstmord zu begehen (ihren kleinen Sohn nimmt sie mit), doch Foster kommt dazu und versucht sie zu beruhigen. Es geht ihr aber nur darum, das Kind zu retten. Sobald sie es an sich genommen hat, schlägt Foster Cally nieder und öffnet die Schleuse. Cally stirbt im Vakuum des Alls. Lee Adama nimmt seinen Platz als Vertreter Capricas im Rat der Zwölf ein. Zarek ist der Meinung, dass Roslin und Admiral Adama mehr und mehr wie Diktatoren handeln, ohne den Rat in ihre Entscheidungen einzuweihen. Er gibt Lee geheime Unterlagen, aus denen hervorgeht, dass Roslin ohne Wissen des Rates ein Rechtssystem etablieren will, das von der Präsidentin kontrolliert werden könnte. Als Lee dies während einer Ratssitzung bekannt macht, wiegelt Roslin ab: Die Sache sei noch im Planungsstadium und der Rat wäre ohnehin in der nächsten Sitzung informiert worden. Drei Wochen nach dem Start der DEMETRIUS hat Starbuck noch immer nicht den Weg zur Erde gefunden. Sie ist frustriert und zweifelt an sich selbst. Ihre Crew, zu der auch Anders gehört, reagiert zunehmend ungehalten.

Bei den Zylonen eskaliert der Konflikt. Die Opposition strebt die Wiedervereinigung aller zwölf Zylonenmodelle an - eine Idee, die Cavil für unmöglich hält, denn die Programmierung der Zylonen sollte es ihnen eigentlich verbieten, auch nur an die letzten Fünf zu denken. Er gibt vor, die Forderungen seiner Widersacher nach einem Ende der Jäger-Lobotomie und einer Reaktivierung der Dreier-Baureihe erfüllen zu wollen. Tatsächlich will er sie nur in eine Falle locken. Die Basisschiffe der Modellreihen zwei, sechs und acht werden eingekesselt, sobald sie sich vom Auferstehungsschiff der Zylonenflotte entfernt haben. Die anderen Basisschiffe eröffnen das Feuer - Zylonen führen Krieg gegen Zylonen.

4.04: Perfekter Schmerz (Escape Velocity)

Während Foster sehr gut mit der Vorstellung zurechtkommt, ein humanoider Zylon zu sein, werden Tigh und Tyrol geradezu psychotisch. Der Colonel besucht jeden Tag die gefangene Caprica-6, in der er seine tote Frau Ellen zu sehen beginnt. Der Chief macht Fehler bei der Arbeit, die zum Absturz eines Raptors führen, und führt sich derart unmöglich auf, dass Admiral Adama ihn von seinem Posten entfernt. Tigh hofft von Caprica-6 zu erfahren, wie er seine Existenz ertragen soll. Sie meint, körperliche Schmerzen seien eine gute Möglichkeit, um innere Klarheit zu gewinnen. Tigh lässt sich von ihr verprügeln, bis sie erkennt, dass er etwas anderes braucht, woraufhin sie ihn küsst. Derweil kommt es in der GALACTICA zu ersten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Baltars Anhängern und religiösen Fundamentalisten. Die "Söhne von Ares" überfallen Baltars Leute, verwüsten ihr Quartier und schlagen sie zusammen. Getrieben von seiner "inneren Nummer 6" verkündet Baltar, dass es Zeit ist, sich zu wehren. Er unterbricht eine Zeremonie in einem Tempel, richtet dort einige Schäden an und wird wieder einmal verhaftet. Roslin ist es leid, ihm alles durchgehen zu lassen. Angesichts ihres nahenden Krebstodes ist sie geneigt, den Weg der Legalität zu verlassen. Sie muss Baltar zwar freilassen, verabschiedet jedoch eigenmächtig ein Versammlungsverbot. Auf Initiative Lee Adamas wird es wieder gekippt. Roslin erinnert Lee und die anderen Ratsmitglieder daran, welchen Schaden Baltar in Ausübung seiner politischen Macht angerichtet hat. Wozu wäre er wohl erst mit einer Anhängerschaft aus Religionsfanatikern in der Lage?

4.05: Meuterei im All (The Road Less Traveled)

Baltar verbreitet seine Heilslehre über einen Piratensender in der GALACTICA und zieht damit nach Foster auch den inzwischen akut selbstmordgefährdeten Tyrol auf seine Seite. Derweil ist die DEMETRIUS immer noch auf der Suche nach der Erde. Fast zwei Monate sind vergangen, aber Starbuck konnte noch keine Ergebnisse vorweisen und ist nur noch damit beschäftigt, die Wände ihrer Kabine zu bemalen. Die Crew verliert allmählich das Vertrauen in sie. Endlich beteiligt sie sich wieder an einem Patrouillenflug und stößt dabei auf ein schwer beschädigtes zylonisches Schiff, das von einem einzigen Leoben Conoy-Modell gesteuert wird. Starbuck lässt zu, dass der Jäger an der DEMETRIUS andockt, denn Conoy hat interessante Neuigkeiten über den Krieg der Zylonen. Er kommt von einem Basisschiff, das der Vernichtung entkommen konnte. Die Zylonen-Rebellen sind vom Auferstehungsschiff abgeschnitten, ihr Tod wäre somit endgültig. Conoy schlägt den Menschen ein Bündnis gegen die von Cavil angeführte Fraktion vor. Starbuck ist selbst dann noch bereit, ihm zu vertrauen, als das Zylonenschiff explodiert und ein Besatzungsmitglied der DEMETRIUS in den Tod reißt, denn Conoy scheint zu wissen, was Starbuck tun muss. Er meint, die Erde sei dem Hybriden seines Basisschiffes bekannt und Starbuck müsse ihn aufsuchen. Als Starbuck den Sprung dorthin befiehlt, meutert die Mannschaft, denn wenn die DEMETRIUS nicht zum festgesetzten Termin zur Flotte zurückkehrt, droht die Gefahr, dass man sie zurücklässt. Helo erklärt Starbuck für abgesetzt.

4.06: Ans andere Ufer (Faith)

Als Felix Gaeta den Rücksprung der DEMETRIUS zur Flotte einleiten will, schießt Anders ihn nieder. Endlich kommt Starbuck zur Besinnung. Sie nimmt einen Raptor, um zum Basisschiff zu fliegen. Conoy, Anders, Athena und Jean Barolay (einstiges Mitglied des Widerstands auf Caprica und Neu Caprica sowie des "Kreises") begleiten sie. Sie haben nur ca. 15 Stunden Zeit für ihre Expedition - dann muss die DEMETRIUS zur Flotte zurückkehren. Der Raptor materialisiert in einem Trümmerfeld. Conoys Geschichte vom Bürgerkrieg der Zylonen ist wahr. Nur ein Basisschiff ist noch zum Teil intakt, aber sein FTL-Antrieb ist inaktiv. Starbuck erkennt das Sonnensystem, in dem sich das Trümmerfeld befindet. Sie hat es in ihren Visionen gesehen. Die Besatzung des Basisschiffes ist mit Conoys Vorgehensweise nicht einverstanden. Eine Nummer 6 erschießt Barolay, denn ihre vorherige Inkarnation wurde von dieser Frau auf Neu-Caprica umgebracht. Eine andere Nummer 6 mit dem Eigennamen Natalie entschärft die Situation, indem sie die Mörderin tötet, denn die Zylonen müssen mit den Menschen zusammenarbeiten, um sich vor ihren Verfolgern in Sicherheit bringen zu können. Athena koppelt die FTL-Steuerung an den Raptor, aber dazu muss der Hybrid ausgeschaltet werden. Ein Zenturio will das verhindern und erschießt eine Nummer 8, wird dann aber vernichtet. Als sich das Blut des humanoiden Zylonen in den Tank des Hybriden ergießt, wird dessen kryptisches Gestammel deutlicher. Daraus kann entnommen werden, dass die letzten Fünf den Weg zur Erde kennen, und dass man die letzten Fünf mit Hilfe von Nummer 3 finden kann. Nach der Deaktivierung des Hybriden kann das Basisschiff gerade noch rechtzeitig zur DEMETRIUS springen.

Auf der GALACTICA muss Roslin wegen der Krebstherapie auf der Krankenstation bleiben. Dort spricht sie mit einer im Sterben liegenden Frau, die ihr von einem realistischen Traum erzählt, in dem sie die Präsenz einer gütigen Entität gespürt hat, bei der es sich vielleicht um den Gott aus Baltars Predigten handelt. Denselben Traum hat wenig später Roslin: Sie sieht ihre Familie am anderen Ufer eines Flusses. Sie ist zwar noch nicht bereit, dieses Ufer zu betreten, aber dieses Erlebnis und die Erinnerung an den Tod ihrer Mutter wecken in Roslin ein neues Verständnis für Baltars Worte.

4.07: Rat mal, was zum Essen kommt (Guess What's Coming to Dinner?)

Das Basisschiff springt mitten in die Flotte hinein. Aufgrund eines Systemfehlers folgt die DEMETRIUS nicht sofort und es kommt keine Funkverbindung zustande. Tigh verhindert in letzter Sekunde, dass die GALACTICA das Feuer eröffnet. Die Lage entspannt sich, als die DEMETRIUS erscheint. Das Basisschiff wird besetzt, die nächsten Schritte werden geplant. Die Zylonen wissen, dass sich die letzten Fünf in der Flotte befinden müssen. Da nur die Nummer 3 weiß, wer die letzten Fünf sind, muss diese Modellreihe reaktiviert werden. Natalie gibt den Menschen eine möglicherweise kriegsentscheidende Information, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Sie verrät ihnen die Koordinaten des Auferstehungszentrums. Diese gigantische Raumstation kontrolliert alle Auferstehungsschiffe. Ihre Vernichtung wäre gleichbedeutend mit dem Ende der relativen Unsterblichkeit der Zylonen. Natalie verlangt, dass die letzten Fünf an die Zylonen überstellt werden, sobald sie identifiziert sind (was Tigh gar nicht gern hört). Nachdem die Existenz des Auferstehungszentrums durch einen Aufklärungsflug bestätigt wurde, wird der Angriff vorbereitet. Die Hälfte des Viper-Geschwaders wird auf das Basisschiff verlegt, das schon dabei ist, sich selbst zu heilen. Dieses trojanische Pferd soll sich dem Auferstehungszentrum nähern. Allerdings vertrauen Menschen und Zylonen einander noch immer nicht. Die Menschen planen insgeheim, die letzten Fünf erst nach dem Auffinden der Erde ziehen zu lassen. Die Zylonen wiederum wollen die auf dem Basisschiff eingesetzten Menschen als Geiseln nehmen, sobald eine Nummer 3 befreit wurde.

Roslin ist unter Druck geraten, weil Baltar in einer seiner Sendungen behauptet hat, sie habe dieselben Visionen wie die Zylonen. Der Rat der Zwölf ist außerdem empört, weil Roslin das Bündnis mit den Zylonen ohne Rücksprache mit den Abgeordneten geschlossen hat. Lee Adama muss der Präsidentin klar machen, dass sie die Ratsmitglieder und deren Angst nicht ignorieren darf, wenn sie kein Misstrauensvotum riskieren will. Daraufhin lässt Roslin Natalie vor dem Rat sprechen. Obwohl Natalie erkennt, dass die Menschen den Zylonen nicht vertrauen, kommen ihr Zweifel an ihrem Plan. Sie will sich mit Admiral Adama treffen. Unterwegs begegnet sie der kleinen Hera, Athenas Kind. Athena fürchtet aufgrund ihrer Visionen, dass die Zylonen ihr das Kind wegnehmen wollen, und erschießt Natalie. Als Roslin von Starbuck erfährt, dass der Hybrid Dinge gesagt hat, die ihren Visionen entsprechen, will sie sich mit diesem Wesen treffen. Sie lässt sich von Helo auf das Basisschiff bringen, wobei sie Baltar mitnimmt, da auch er in ihren Visionen vorkommt. Der Hybrid wird wieder mit den Schiffssystemen verbunden. Prompt leitet er einen FTL-Sprung ein.

4.08: Sine Qua Non (Sine Qua Non)

Da Präsidentin Roslin verschwunden ist, will Vizepräsident Zarek die Macht bis zur nächsten Wahl übernehmen. Admiral Adama erkennt ihn jedoch nicht an und weigert sich, mit ihm zu sprechen. Deshalb suchen Lee Adama und Romo Lampkin nach einem anderen Kandidaten für das Amt des Interims-Präsidenten. Als der Admiral erfährt, dass Tigh Caprica-6 geschwängert hat, fallen die beiden übereinander her, versöhnen sich nach der Prügelei aber wieder. Der Raptor, mit dem die Präsidentin zum Basisschiff fliegen wollte, wird zerstört im All treibend aufgefunden. Nur der tote Pilot befindet sich noch darin. Admiral Adama führt eine aufwändige Suche nach dem verschwundenen Basisschiff durch. Der Zielort seines FTL-Sprungs wird gefunden. Dort befinden sich nur Trümmer zylonischer Schiffe und des Auferstehungszentrums sowie einige zerstörte Viper-Jäger. Unruhe greift um sich, denn die um die Hälfte reduzierte Viper-Flottille kann den Schutz der Flotte nicht mehr sicherstellen, und Adama beginnt Zivilschiffe zu requirieren. Der Admiral will nicht glauben, dass Roslin tot ist, denn er liebt sie und kann ohne sie nicht leben. Er erkennt, dass er sein objektives Urteilsvermögen verloren hat, legt sein Amt nieder und macht Tigh zu seinem Nachfolger. Lampkin kommt zu dem Schluss, dass Lee Adama alle Eigenschaften besitzt, nach denen er gesucht hat. Somit wird Lee zum Präsidenten ernannt. Zarek bleibt Vizepräsident. Die Flotte springt weiter; sie hat sich schon zu lange an einem Ort aufgehalten. Nur ein Raptor bleibt zurück. Ein einsamer Mann sitzt darin: William Adama will an Ort und Stelle auf Roslins Rückkehr warten.

4.09: Wir alle sind sterblich (The Hub)

Als der Hybrid mit den Systemen des Rebellen-Basisschiffes verbunden wird, beginnt er einen FTL-Sprung nach dem anderen durchzuführen. Auf diese Weise folgt das Schiff dem ebenfalls von Ort zu Ort springenden Auferstehungszentrum. Während der Sprünge hat Roslin Visionen von sich selbst auf dem Sterbebett. Der Angriffsplan wird ausgearbeitet. Die Viperpiloten sollen ihre Maschinen deaktiviert lassen und sich von Zylonen-Jägern ins Zielgebiet schleppen lassen, damit sie nicht geortet werden können. Roslin schärft Helo ein, die Nummer 3 sofort nach der Befreiung zu ihr zu bringen. Helo ist nicht erfreut, als er erkennt, dass die Präsidentin den Zylonen alle Informationen über die Erde verweigern will. Der Hybrid verkündet, D'Anna sei wieder online. Tatsächlich hat Cavil im Auferstehungszentrum eine Nummer 3 erweckt, damit sie den Bürgerkrieg beendet. Als das Rebellen-Basisschiff auftaucht, tötet D'Anna Cavil. Helo und eine Nummer 8 holen sie aus dem Auferstehungszentrum heraus, das anschließend vernichtet wird. Somit kann kein Zylon mehr wiedergeboren werden, alle sind endgültig sterblich. Das Basisschiff wird ebenfalls getroffen. Dabei erleidet Baltar eine schwere Bauchverletzung. Roslin versorgt ihn, und als er zu delirieren beginnt, erfährt sie, dass er derjenige war, der den Zylonen die Vernichtung der Kolonien ermöglicht hat. Daraufhin will sie ihn verbluten lassen, überlegt es sich aber doch noch anders. Nummer 8, die geglaubt hat, dass Menschen und Zylonen einander jetzt endlich vertrauen können, wird enttäuscht, denn Helo führt seine Befehle aus und bringt D'Anna direkt zur Präsidentin. D'Anna hält sich jedoch bedeckt, denn ihr ist klar, dass das Wissen über die letzten Fünf ihre Lebensversicherung ist. Das Basisschiff springt zur letzten Position der Flotte zurück. Dort wartet Admiral Adama immer noch in seinem Raptor. Als er im Basisschiff landet, wird er von Roslin empfangen, die ihm endlich ihre Liebe gesteht.

4.10: Zur Erde! (Revelations)

Das Basisschiff kehrt zur Flotte zurück, aber D'Anna nimmt die Menschen als Geiseln. Sie selbst fliegt mit Admiral Adama zur GALACTICA, um ihre Forderungen zu stellen. Roslin fordert Adama zuvor heimlich auf, lieber das Basisschiff zu zerstören, als zuzulassen, dass die letzten Fünf - und somit Informationen über die Erde - in die Hände der Zylonen fallen. D'Anna verkündet, nur vier der letzten Fünf seien in der Flotte. D'Anna verlangt, dass diesen vier Personen ermöglicht wird, in das Basisschiff überzuwechseln. Foster ist die erste, aber sie verrät ihre Identität nicht, sondern behauptet, sie müsse Roslin die benötigten Medikamente bringen. Nachdem D'Anna mit ihr abgeflogen ist, arbeiten Adama und Starbuck einen Plan zur Befreiung der Gefangenen aus. Da Tigh, Tyrol und Anders keine Anstalten machen, zu den Zylonen überzulaufen, beginnt D'Anna mit der Hinrichtung von Geiseln. Die letzten Vier "hören" plötzlich wieder die seltsame Musik. Diesmal scheint das Signal von der Viper auszugehen, mit der Starbuck von den Toten zurückgekehrt ist. Tigh verhindert den Start der Rettungsmission in letzter Sekunde, indem er Adama gesteht, einer der letzten Fünf zu sein. Adama soll ihn selbst als Druckmittel gegen D'Anna einsetzen. Als die reagiert, indem sie die Atomwaffen des Basisschiffes auf die Zivilflotte ausrichtet, verrät Tigh, wer die anderen verborgenen Zylonen sind. Tyrol und Anders werden verhaftet, weisen Starbuck zuvor aber noch auf die Viper hin.

Admiral Adama bricht unter der Vorstellung zusammen, dass sein ältester Freund ein Zylon ist, den er nun womöglich töten muss. Deshalb nimmt Interims-Präsident Lee Adama die Dinge in die Hand. D'Anna bleibt jedoch hart und lässt sich auch von Baltar nicht umstimmen. Daher befiehlt Lee, die letzten Drei aus einer Luftschleuse zu werfen. Starbuck verhindert das im letzten Moment, denn sie ist auf ein koloniales Notsignal gestoßen, das nur von den Instrumenten ihrer Viper empfangen werden kann. Sie glaubt, das Signal komme von der Erde. Sie überzeugt Lee davon, dass eine höhere Macht daran interessiert sei, Menschen und Zylonen gemeinsam zur Erde zu führen. Lee ist bereit, die neuen Informationen mit den Zylonen zu teilen und erlässt eine Amnestie. Die letzten Vier dürfen selbst entscheiden, was sie nun tun wollen. Die Zylonen lassen daraufhin die Geiseln frei. Admiral Adama und Roslin geben den Befehl, direkt zum Zielort zu springen. Die GALACTICA, das Basisschiff und die Zivilflotte materialisieren im Orbit der Erde. Der Jubel ist groß, doch die Ernüchterung folgt, als die ersten Erkundungsteams auf der Erde landen. Sie finden eine völlig zerstörte Stadt vor. Der Erdboden ist radioaktiv verseucht.

Die Episoden:

In meinem Archiv findet ihr folgende Episodenführer und Rezensionen:

Klassische Fernsehserie Teil 1 und Teil 2
Remake-Miniserie
Erste Staffel der Remake-Fernsehserie
Zweite Staffel der Remake-Fernsehserie Teil 1 und Teil 2
Dritte Staffel der Remake-Fernsehserie Teil 1 und Teil 2
Langfilm "Razor"

In diesen Reviews bin ich schon ausführlich genug auf die Serie eingegangen, das möchte ich nicht alles wiederholen.

Die letzte Staffel beginnt nach der eher schwachen zweiten Hälfte der dritten Staffel ziemlich stark: Eine fulminante Raumschlacht wird geboten und die inneren Konflikte der letzten Fünf (bzw. Vier) werden gut ausgearbeitet. Übrigens: Endlich ergibt das Pingpong-Auge der Zylonen einen Sinn. Offensichtlich scannen sie damit ständig ihre Umgebung und können an den Augen ihrer Gegner erkennen, ob es sich um humanoide Zylonen handelt oder nicht. Mit dieser Freund-Feind-Kennung identifiziert einer von ihnen Anders als Angehörigen der letzten Fünf. Nicht schlecht! Ich habe mich schon immer gefragt, warum den Zylonen dauernd dieses rote Licht über der nicht vorhandenen Nase herumtanzt.

Dummerweise geht es nach der guten ersten Episode erst einmal steil bergab und schnell zeigt sich ein Grundproblem dieser Phase der letzten Staffel: Es gibt praktisch keine einzige positive Figur mehr. Alle drehen durch, intrigieren oder verhalten sich sonstwie seltsam - auch Lee Adama, der in seiner unglaublich naiven Ehrenhaftigkeit deutlich übers Ziel hinausschießt. Am schlimmsten führt sich Starbuck auf. Diese Figur hat mich schon immer genervt, aber ab Episode 2 wird es lächerlich. Ihre Hysterie ist schwer zu ertragen; ich an Adamas Stelle hätte sie schleunigst aus der nächsten Luftschleuse geworfen. Jedenfalls wäre ich nicht auf die Idee gekommen, sie wie Conoy als "Engel" zu bezeichnen. Deshalb kann ich es auch nicht als bedauerlich bezeichnen, dass Starbuck mehr oder weniger in der Versenkung verschwindet, sobald das Rebellen-Basisschiff erst einmal gefunden ist. Sie tritt ab Episode 8 nur noch ganz kurz auf und agiert endlich völlig normal als Kommandantin der Viper-Piloten. Tory Foster ist allerdings ein würdiger Nachfolger als Ober-Nervensäge. Es ist ja schön für die Schauspielerin, dass diese Nebenfigur plötzlich im Zentrum der Handlung steht, aber sie nervt auf ihre Weise nicht weniger als Starbuck.

Was beinahe noch schwerer zu ertragen ist, das ist das Religionsgeschwurbel. Das Geschwafel von Gott, bisher nur aus dem Munde der Zylonen, wird jetzt auf eine ganz neue, noch viel üblere Stufe gehoben. Baltars Erlöser-/Propheten-Attitüde kann einen wirklich auf die Palme bringen, und das gilt genauso für seinen Harem (!), der ihn hingebungsvoll anhimmelt, sowie für die religiösen Fundamentalisten, die noch dem kolonialen Polytheismus anhängen. Das alles ist viel zu dick aufgetragen. Roslin lässt sich anscheinend durch einen Traum missionieren - siehe Episode 6. Der Traum hat aber nichts zu bedeuten. Roslin wurde von der Erzählung der anderen Krebspatientin beeindruckt (Gaststar: Nana Visitor aus Star Trek - Deep Space Nine) und träumt deshalb etwas ähnliches - ein ganz alltäglicher Vorgang. Außerdem verstehe ich nach wie vor nicht, welchen Sinn das Thema "Religion" für die Serie haben soll. Wurde es nur als Kommentar zu aktuellen realweltlichen Problemen eingebaut? Darauf hätte man lieber verzichten und sich auf bodenständigere Probleme konzentrieren sollen. Zum Beispiel gerät die Zivilflotte fast ganz in Vergessenheit. In Episode 7 werden die Ängste des Zwölferrats und die Probleme thematisiert, die die Räte mit der ziemlich diktatorisch und geheimniskrämerisch auftretenden Präsidentin haben, aber das war's auch schon. Die Handlung findet fast ausschließlich in der GALACTICA und im Zylonen-Basisschiff statt. Was sich in den anderen Schiffen der Flotte abspielt, erfahren wir nicht.

Tja, und dann die Sache mit den letzten Fünf. Da wurde endlos drauf herumgeritten, wie wichtig die Fünf angeblich für die Suche nach der Erde sind. Ein großes Geheimnis wurde um ihre Identität gemacht - und dann werden sie nur gebraucht, um Starbuck darauf hinzuweisen, dass ihr "neuer" Viper irgendwie komisch ist, woraufhin sich die Dame die Instrumente nochmal genauer anschaut und somit selbst auf das von der Erde stammende Signal stößt. Also wirklich. Das hätte sie oder irgendwer sonst auch allein herausfinden können. Diese "Auflösung" eines zentralen Handlungsbestandteils ist absolut unbefriedigend, der gesamte Handlungsstrang erweist sich als überflüssig. Immerhin wissen wir jetzt, dass "normale" Zylonenmodelle und die letzten Fünf gemeinsamen Nachwuchs haben können...

Das war jetzt ziemlich viel Kritik. Dabei kann die letzte Staffel - wie alle anderen - immer noch mit den Stärken punkten, durch die die Serie von Anfang an geprägt wird. Dazu gehören die tollen schauspielerischen Leistungen, der Realismus, die "erwachsene" Behandlung ernster Thematiken und der Verzicht auf abgedroschene SF-Klischees und Schwarzweißmalerei. Es gibt immer wieder solide, dynamische Action und erstklassige Spezialeffekte zu sehen: Die Flotte im Orbit der Erde, mehrere brachiale Raumschlachten, riesige Trümmerfelder nach denselben, die Ruinen auf der Erde... Mit der Zylonen-Lobotomie, Baltars klaffender Bauchwunde usw. wird sogar ein bisschen Splatter geboten. Der Hybrid hat wie immer einzelne starke Szenen, und selbst Baltars missionarischer Eifer ist für einen lustigen Moment gut, als er versucht, einem Zylonen-Zenturio den Glauben an Gott und die Freiheit des Individuums näher zu bringen. Tyrol weiß nicht mehr, wer oder was er ist. Was von seinen Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen ist echt - und was wurde ihm einfach nur einprogrammiert? Klingt ein bisschen nach Do Androids dream of Electric Sheep von Philip K. Dick, nicht wahr?

Insgesamt hinterlässt die erste Hälfte der letzten Staffel gemischte Gefühle, bei denen ein gewisses Unbehagen überwiegt, wenn ich an das nahende Finale denke. Ich kann nur hoffen, dass dann überzeugendere Antworten auf die vielen noch offenen Fragen gegeben werden als bisher.

DVD-Features:

Zum Bonusmaterial gehören Audiokommentare und entfallene Szenen zu jeder Episode. Erstere habe ich mir noch nicht zu Gemüte geführt, letztere sind bis auf einzelne Ausnahmen eher uninteressant. In einer nicht verwendeten Szene zu Episode 5 verabschiedet sich Baltars innere Nummer 6 und verschwindet - tatsächlich taucht sie in den folgenden Episoden nicht mehr auf. Eine nicht verwendete Szene zu Episode 10 macht Tory Foster noch unsympathischer: Sie ist diejenige, die die Ermordung der Geiseln vorschlägt.

Die Featurette "The Music of Battlestar Galactica" beschäftigt sich nicht, wie man annehmen könnte, mit der Filmmusik. Stattdessen tun alle Schauspieler und Mitarbeiter des Produktionsteams in kurzen Interviews so, als würden sie den Komponisten Bear McCreary nicht kennen. Einige gehen so weit zu behaupten, dass es in der Serie überhaupt keine Musik gibt. Und natürlich ist McCreary nicht zur Abschlussparty eingeladen worden... Als McCreary James Callis (Baltar) besucht, betätigt der sich selbst als Komponist - mit grausigem Ergebnis. Köstlich!

Die insgesamt zehn Video-Blogs haben leider keine "Alles abspielen"-Funktion. Sie sind alle drei bis fünf Minuten lang und beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Themen. Zum Beispiel wurden zwei Frischvermählte, die sich online kennen gelernt haben, zu den Dreharbeiten eingeladen, ebenso verschiedene Vertreter der Internet-Presse und Prominente wie der Sänger Brad Paisley. Dann wiederum schildern die Schauspieler, welche Szene für sie am "schockierendsten" war, wie einige von ihnen reagiert haben, als sie erfahren mussten, dass sie Zylonen sind, was sie über das Ende der Serie denken und so weiter. Natürlich kommt auch der Humor nicht zu kurz, zum Beispiel wegen des Weggangs David Eicks zu Gunsten der Serie "Bionic Woman". Lucy Lawless stellt ihr komödiantisches Talent unter Beweis, indem sie (nur gekleidet in einen weißen Bademantel) einen Nervenzusammenbruch und diverse zickige Verhaltensweisen bei den Dreharbeiten spielt.

Hinzu kommen vier Featurettes, die aus Interviews, Filmszenen und Hinter-den-Szenen-Material bestehen. Manches davon ist bereits in den Video-Blogs enthalten. In "Cylons: The Twelve" werden die verschiedenen Zylonenmodelle vorgestellt, das letzte unbekannte Modell bleibt aber noch geheim. Schauspieler und Produktionsteam erzählen in "The Journey" und "My favorite Episode so far", was sie über ihre Rollen denken, welches ihre Lieblingsfiguren/Lieblingsepisoden sind und welche Bedeutung das Ende der Serie für sie persönlich hat. Der Autorenstreik, der der Serie beinahe den Todesstoß versetzt hat, ist ebenfalls ein Thema. "The Look of Battlestar Galactica" enthält einige tolle Filmausschnitte und viel Lob für den "realistischen" Look der Serie. Den finde ich natürlich auch toll, aber ich habe mich schon immer gefragt, warum ein Volk, dessen Technik so weit entwickelt ist, dass überlichtschnelle Raumflüge mit gigantischen Schiffen möglich sind, diverse altertümliche Geräte wie z.B. klobige Feldfernsprecher und dergleichen verwendet...

"BSG 4.2 - The untold Story - Untold" ist nur ein kurzer, nichtssagender Teaser zur zweiten Hälfte der letzten Staffel.

J. Kreis, 15.09.2010


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