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Battlestar Galactica Season 2.2 Battlestar Galactica Season 2.2 (USA, 2005)

DVD - Regionalcode 2, Universal
FSK: 16
Laufzeit: ca. 42 Minuten pro Episode (Ep. 20: ca. 65 Minuten), insg. ca. 445 Minuten

Extras:
Deleted Scenes, Videoblogs, Audiokommentare

Regie:
Michael Rymer, Rod Hardy, James Head, Michael Nankin, Rey Villalobos, Sergio Mimica-Gezzan, Jeff Woolnough

Hauptdarsteller:
Edward James Olmos (Commander William Adama - "Husker")
Jamie Bamber (Captain Lee Adama - "Apollo")
Katee Sackoff (Lt. Kara Thrace - "Starbuck")
Mary McDonnell (Präsidentin Laura Roslin)
James Callis (Dr. Gaius Baltar)
Tricia Helfer (Nummer 6)
Michael Hogan (Colonel Saul Tigh)
Grace Park (Lt. Sharon Valerii - "Boomer")
Tahmoh Penikett (Lt. Karl C. Agathon - "Helo")
Michelle Forbes (Admiral Helena Cain)




Inhalt:

Die Box umfaßt die zweite Hälfte der zweiten Staffel der Battlestar Galactica - Fernsehserie. Ich liste hier die Episodentitel der DVD auf, sie entsprechen den englischen Originaltiteln. Nur für die beiden Doppelfolgen und Episode 17 sind auf der DVD deutsche Titel angegeben (die Originaltitel schreibe ich in Klammern dazu). Bei der TV-Ausstrahlung gab es für alle Episoden deutsche Titel, diese stelle ich kursiv in Klammern.

Die Episoden im Einzelnen:

2.11 / 2.12: Die Auferstehung, Teil I / II (Resurrection Ship, Part I / II)

Starbuck kehrt von einer eigenmächtigen Aufklärungsmission zurück. Ihr plötzliches Erscheinen (man hält die Blackbird zunächst für einen Zylonenjäger) verhindert, dass die GALACTICA und die PEGASUS sich gegenseitig vernichten. Starbuck bringt Informationen von der zylonischen Flotte. Sie hat Aufnahmen des unbekannten Schiffs gemacht, das von der gefangenen Nummer 6 (genannt "Gina") als "Auferstehungsschiff" identifiziert wird. Wegen der großen Entfernung zur zylonischen Hauptwelt nimmt es die Bewusstseine aller getöteten Zylonen auf und lädt diese in neue Körper. Könnte dieses Schiff vernichtet werden, dann wäre jeder besiegte Zylon "endgültig" tot. Admiral Cain befiehlt deshalb einen Großangriff auf die Zylonenflotte, der von Starbuck (die zum Captain befördert wird) geleitet werden soll. Helos und Tyrols Hinrichtung wird zunächst aufgeschoben. Während der Vorbereitungen erfährt Adama, dass die PEGASUS ursprünglich eine zivile Begleitflotte hatte. Cain hatte jedoch befohlen, die Schiffe auszuschlachten und jeden zu erschießen, der diesem Plan im Wege stand. Adama nimmt deshalb Roslins Warnung vor der Admiralin ernst und plant, Cain durch Starbuck ermorden zu lassen. Allerdings schmiedet Cain ähnliche Pläne.

Der Angriff verläuft erfolgreich. Das Auferstehungsschiff und die zwei Basissschiffe der Zylonenflotte werden zerstört. Lee Adama gerät jedoch in Raumnot: Er muss den Schleudersitz betätigen und treibt mit leckem Schutzanzug hilflos im All. Er antwortet nicht auf die Rufe von der GALACTICA, denn er hat von den Mordplänen seines Vaters und der Präsidentin erfahren. Er begreift, dass seine Freunde von der GALACTICA dabei sind, ihre Menschlichkeit zu verlieren - genau so, wie es Teilen der Besatzung der PEGASUS unter dem Druck der letzten Monate bereits ergangen ist. Er wird aber im letzten Moment von einem Raptor gerettet. Seine Sorgen sind jedoch unbegründet. Weder Commander Adama noch Admiral Cain geben die Codeworte durch, nach deren Bekanntgabe die Morde stattfinden sollten. Zumindest Adama hat eingesehen, dass ein solches Vorgehen falsch wäre, und dass Menschen, die so handeln, möglicherweise nicht verdienen, zu überleben. Baltar befreit derweil Gina. Sie versorgt sich mit einer Waffe, dringt in Cains Quartier ein und erschießt die Admiralin, um sich für alle Qualen zu rächen, die sie ertragen musste. Roslin befördert Adama, der nun zwei Kampfsterne befehligt, zum Admiral.

2.13: Epiphanies (dt.: Sabotage)

Die Umtriebe einer angeblichen Friedensbewegung, die für Verhandlungen mit den Zylonen eintritt, sorgen für Unruhe in der Flotte. Durch ein Selbstmordattentat wird ein Tylium-Raffinerieschiff schwer beschädigt. Admiral Adama lässt einen Anführer der Bewegung festnehmen. Niemand außer Dr. Baltar ahnt, dass hinter alldem "Gina" steckt, also eine zylonische Agentin. In diesen Tagen verschlechtert sich Roslins Gesundheitszustand drastisch - sie liegt im Sterben. Bevor sie das Bewusstsein verliert und zu delirieren beginnt, warnt sie Adama vor Sharon Valerii, oder vielmehr vor dem ungeborenen Kind der Zylonin. Im Blut dieses Hybridwesens sind Anomalien festgestellt worden, die Roslin für gefährlich hält. Im Delirium erinnert Roslin sich an die Zeit vor der Vernichtung der Kolonien. Damals hatte sie Dr. Baltar zusammen mit einer Frau gesehen, die inzwischen als zylonische Agentin identifiziert wurde...

Baltar freut sich schon darauf, bald das Präsidentenamt übernehmen zu dürfen. Doch als er zufällig feststellt, dass Krebszellen durch das Blut von Sharons Kind abgetötet werden, zögert er nicht, die Präsidentin mit einer Bluttransfusion zu retten. So erreicht er auch, dass auf die Abtreibung verzichtet wird. Roslin gesundet vollständig, es sind bald keine Krebszellen mehr festzustellen. Ihre erste Aktion besteht darin, der "Friedensbewegung" Gespräche anzubieten. Im Gegenzug soll auf weitere Anschläge verzichtet werden. Ob "Gina" dazu bereit sein wird, ist fraglich, denn Baltar hat ihr einen Atomsprengkopf zugespielt...

2.14: Black Market (dt.: Schwarzmarkt)

Rohstoffe sind knapp in der Flüchtlingsflotte. Deshalb ist es kein Wunder, dass sich ein florierender Schwarzmarkt entwickelt hat. Es gibt praktisch niemanden in der Zivilflotte und auf den Kampfsternen, der sich nicht daran beteiligt. Allerdings hat eine kriminelle Organisation die Kontrolle über den Schwarzmarkt übernommen, die nicht nur lebenswichtige Medikamente zurückhält, sondern auch verbrecherische Geschäfte betreibt. Das ganze Ausmaß der Verstrickungen wird erst deutlich, als Commander Fisk, der neue Kommandant der PEGASUS, ermordet wird. Auch er war in die Machenschaften verwickelt, was ihm zum Verhängnis geworden ist. Lee Adama erhält den Auftrag, den Mord zu untersuchen. Er wird persönlich von Phelan, dem Boss des Syndikats, bedroht, außerdem entführt dieser die Prostituierte Shevon, mit der Lee ein Verhältnis hat.

Von Zarek erfährt Lee sowohl Phelans Namen als auch den Namen des Schiffes, welches dem Syndikat als Zentrale dient: Es ist der Frachter PROMETHEUS. Lee begibt sich dorthin und stellt fest, dass Phelan nicht einmal davor zurückschreckt, Kinder (unter anderem Paya, Shevons kleine Tochter) an zahlungskräftige Kunden zu verkaufen. Er stellt Phelan zur Rede, und als dieser sich weigert, seine Machenschaften zu beenden, erschießt er ihn. Die anderen Händler lässt er unbehelligt, denn ihm ist klar, dass der Schwarzmarkt ein notwendiges Übel ist, das man innerhalb gewisser Grenzen tolerieren kann, solange man die Verantwortlichen im Auge behält...

2.15: Scar (dt.: Der beste Jäger der Zylonen)

Während die Zivilflotte unter dem Schutz der PEGASUS weitergeflogen ist, sind die GALACTICA und ein Förderschiff in einem Asteroidenfeld zurückgeblieben, wo reiche Erzvorkommen gefunden worden sind. Das Erz wird dringend gebraucht, unter anderem für den Neubau von Jägern. Deshalb nehmen die Menschen in Kauf, von den Zylonen angegriffen zu werden. Allerdings wagen die Zylonen seit der Vernichtung ihres Auferstehungsschiffes keine Massenangriffe mehr, sondern beschränken sich auf schnelle, aus dem Hinterhalt geführte Schläge. Die vielen unterschiedlich großen Asteroiden stören die Ortungseinrichtungen der GALACTICA. Viper-Patrouillen müssen deshalb die immer wieder auftauchenden Zylonenjäger abfangen. Einer dieser Jäger, den die Viper-Piloten wegen seines zernarbten Aussehens "Scar" nennen, hat schon mehrere Abschüsse erzielt. Die Jagd auf ihn entwickelt sich zu einem Konkurrenzkampf zwischen Starbuck und Kat. Starbuck leidet darunter, Anders auf Caprica zurückgelassen zu haben, und verliert allmählich die Kontrolle über sich. Ihre Leistungsfähigkeit lässt nach, sie trifft fatale Fehlentscheidungen. Als sie während einer Patrouille auf Scar trifft, muss sie sich dazu durchringen, sich von Kat helfen zu lassen. Diese schießt den Zylonen ab und wird damit anstelle von Starbuck zum neuen "Top Gun" der GALACTICA.

2.16: Sacrifice (dt.: Das Opfer)

In der Zivilflotte wird die Information verbreitet, dass sich ein zylonischer Agent auf der GALACTICA befindet. Tatsächlich zieht Admiral Adama die inzwischen hochschwangere Sharon Valerii immer wieder zu Rate, um zylonischen Angriffen zu entgehen, obwohl er noch immer nicht ganz davon überzeugt ist, dass man ihr trauen kann. Eine Gruppe von Terroristen besetzt die Bar der CLOUD 9 und nimmt Geiseln, um die Herausgabe der Zylonin zu erzwingen. Anführerin der Gruppe ist Sesha Abinell, deren Mann bei einem Zylonenangriff getötet worden ist und die von Rachegelüsten getrieben wird. Auch Lee Adama, Ellen Tigh, Anastasia Dualla und Billy Keikeya gehören zu den Geiseln. Es gelingt Starbuck, sich in die Bar zu schmuggeln, aber ihre Tarnung fliegt auf. Es kommt zu einem Feuergefecht, bei dem Lee schwer verwundet wird - Starbuck hat ihn versehentlich angeschossen. Als die Terroristen drohen, Ellen Tigh zu erschießen, geht Adama auf ihre Forderung ein. Allerdings übergibt er ihnen die schon seit Wochen tote Sharon-Valerii-Kopie. Einer der Terroristen bemerkt den Schwindel, gleichzeitig wird die Bar gestürmt. Billy greift ein und wird dabei erschossen. Das gleiche Schicksal erleiden alle Terroristen, aber Lee kann gerettet werden.

2.17: Mensch und Maschine (The Captain's Hand)

Während eines Trainingsfluges gehen zwei Raptoren verloren, die einem Notruf aus unbekannter Quelle gefolgt sind. Commander Garner, der das Kommando über die PEGASUS erhalten hat, springt gegen Adamas ausdrücklichen Befehl mit dem Kampfstern zu dem Gebiet, in dem die beiden Schiffe zuletzt geortet wurden. Er geht damit ebenso wie sie den Zylonen in die Falle: Drei Basisschiffe erscheinen und beschießen die PEGASUS. Der FTL-Antrieb wird beschädigt. Garner, der wegen seiner Herkunft (er war Techniker) mehr von Maschinen als von Menschen versteht, geht selbst in den Maschinenraum. Er repariert den Antrieb, kommt dabei aber ums Leben. Lee Adama, der gerade erst zum Stellvertreter Garners ernannt worden war, bringt die PEGASUS in Sicherheit. Daraufhin wird er von seinem Vater zum Commander befördert und zum neuen Kommandanten der PEGASUS ernannt.

Währenddessen muss Präsidentin Roslin feststellen, dass eine religiös begründete Führung ein zweischneidiges Schwert ist. Um bei der anstehenden Wahl keine Stimmen zu verlieren, ist sie gegen ihre Überzeugung gezwungen, Abtreibungen unter Strafe zu stellen - die fundamentalistischen Siedler von Geminon haben dies gefordert, weil ein schwangeres Mädchen auf der GALACTICA um Asyl gebeten hat, um einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Roslin glaubt, dieser Forderung auch deshalb nachgeben zu müssen, weil Dr. Baltar behauptet, die Menschheit werde ansonsten innerhalb von 18 Jahren aussterben. Als sie ihre Entscheidung vor der Presse verkündet, fällt Baltar ihr jedoch in den Rücken. Er ist von Zarek auf die Idee gebracht worden, selbst für das Präsidentenamt zu kandidieren. Er verkündet, Roslins Entscheidung sei gleichbedeutend mit einem Nachgeben gegenüber dem von den Zylonen ausgeübten Druck. Er will sich diesem Druck angeblich nicht beugen und stellt sich gegen Roslin.

2.18: Downloaded (dt.: Download)

Sharon Valeriis Kind wird per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Adama und Roslin sind sich einig, dass die Geburt des Zylonen-Hybriden kein Geheimnis bleiben kann, und dass die zylonischen Agenten in der Flotte alles daransetzen werden, das Kind in die Hände zu bekommen. Deshalb muss es offiziell "sterben". Allerdings wird es nicht getötet, sondern durch ein totes Baby ersetzt. Man überlässt es einer anderen Frau. Sharon, die davon natürlich nichts ahnt, ist außer sich. Auch Dr. Baltars innere Nummer 6 ist alles andere als erfreut.

Währenddessen kommt es bei den Zylonen auf Caprica zu einer entscheidenden Wendung. Die Nummer 6, die seinerzeit den Angriff auf die Kolonien ermöglicht hatte, und die Sharon, die Adama niedergeschossen hatte, sind zwar getötet worden, aber bekanntlich werden Zylonen wiedergeboren. So ergeht es auch diesen beiden Modellen, allerdings haben sie sich grundlegend gewandelt, im Grunde sind sie keine "echten" Zylonen mehr. Durch ihre Liebe zu den Menschen haben sie erkannt, dass der Krieg ein Fehler war und gegen Gottes Gebote ist. Da sie beide als Kriegsheldinnen gelten und bei ihresgleichen ein enormes Ansehen genießen, versucht eine Version von Nummer 3, sie zu beseitigen. Jedenfalls behauptet das eine "innere Stimme", die sich bei Nummer 6 meldet - es ist der von ihr geliebte Gajus Baltar. Während eines von Anders und den anderen Widerstandskämpfern ausgeführten Anschlags töten Sharon und Nummer 6 ihre Widersacherin. Jetzt haben sie 36 Stunden Zeit bis zu deren Wiedergeburt. Diese Zeit wollen sie nutzen, um ihr neues Gedankengut unter den Zylonen zu verbreiten.

2.19 / 2.20: Das neue Caprica, Teil I / II (Lay down your Burdens, Part I / II)

Starbuck führt eine Raptoren-Staffel nach Caprica, um Anders und die übrigen Überlebenden zu retten. Beim ersten Sprung geht ein Raptor wegen falscher Koordinaten "verloren" und entdeckt durch puren Zufall einen bewohnbaren Planeten, der inmitten einer Interferenzzone liegt, durch die er vor Ortung geschützt ist. Zarek und Baltar, die sich bei den demnächst anstehenden Präsidentschaftswahlen geringe Chancen ausrechnen, machen diese Entdeckung zum Gegenstand ihres Wahlkampfs. Sie präsentieren ihn den Menschen als idealen Zufluchtsort vor den Zylonen. Da die Menschen genug von der endlosen Flucht haben und endlich wieder festen Boden unter den Füßen spüren wollen, kommt der Plan einer dauerhaften Besiedlung der Welt, die den Namen "Neu-Caprica" erhält, sehr gut an. Roslins Stern sinkt rapide, denn niemand will die bitteren Wahrheiten hören, die sie zu verkünden hat: Der Planet ist kalt und unwirtlich, eine Besiedlung würde den Menschen einen harten Überlebenskampf abfordern. Außerdem wären sie dort eine leichte Beute für die Zylonen.

Auf Caprica gabeln Starbucks Leute Anders und die letzten Überlebenden (das Lager wurde vernichtet) in einem Waldgebiet auf. Prompt geraten die Menschen unter heftigen Beschuss, doch der wird plötzlich eingestellt. Die Zylonen sind verschwunden - sie haben Caprica komplett geräumt. Zurück auf der GALACTICA stellt sich heraus, dass einer der Überlebenden von Caprica ein zylonischer Agent ist. Er überbringt die Nachricht, dass bei den Zylonen ein Umdenken eingesetzt hat. Die Kriegsheldinnen haben ihrem Volk klar gemacht, dass die Vernichtung der menschlichen Kolonien ein Fehler war, ebenso wie der Versuch der Zylonen, menschenählicher zu werden. Angeblich haben die Zylonen sich vollständig aus allen Kolonien zurückgezogen und verfolgen jetzt andere Ziele, auch die Verfolgung der menschlichen Flotte wurde eingestellt. Diese Informationen sind Wasser auf die Mühlen Baltars, bei der Wahl zeichnet sich sein Sieg ab. Da Roslin weiß, dass Baltar mit den Zylonen im Bunde ist, kann sie nicht zulassen, dass er Präsident wird. Sie billigt deshalb eine Manipulation der Wahl. Mit Hilfe Tighs werden Tausende von Wahlscheinen gefälscht, so dass Roslin die Mehrheit der Stimmen erhält. Die Fälschung fliegt durch einen dummen Zufall auf. Adama, der über diese Machenschaften nicht informiert war, stellt Roslin zur Rede. Sie gibt klein bei, warnt ihn aber vor Baltar. Der Wahlbetrug wird in der offiziellen Version als Rechenfehler dargestellt. Damit wird Baltar doch noch neuer Präsident.

Als erste Amtshandlung befiehlt Baltar die Kolonisierung Neu-Capricas. Wenig später vernichtet "Gina" die CLOUD 9 mit der Atombombe, die Baltar ihr seinerzeit überlassen hatte. Dabei werden noch weitere Zivilschiffe zerstört. Ein Jahr später haben sich zwar fast alle Zivilisten und der größte Teil der Besatzungen von GALACTICA und PEGASUS auf Neu-Caprica angesiedelt, aber die Lebensverhältnisse sind erbärmlich und es mangelt praktisch an allem. Baltar kümmert sich zudem mehr um sein eigenes Vergnügen als um die Belange der Siedler, in deren Reihen sich der Widerstand gegen ihn regt. Roslin betätigt sich wieder als Lehrerin, auch Starbuck hat sich zur Ruhe gesetzt. Da orten die Kampfsterne, die im Orbit patrouillieren, eine riesige Zylonenflotte. GALACTICA und PEGASUS sind nicht kampfbereit, sie müssen mit dem Rest der Zivilflotte fliehen. Neu-Caprica wird von den Zylonen besetzt. Sie verkünden, sie würden den Menschen nichts zuleide tun, solange diese keinen Widerstand leisten. Baltar erklärt daraufhin die Kapitulation.

Die Episoden:

Was ich grundsätzlich zum Remake der klassischen Kampfstern Galactica - Serie zu sagen habe, könnt ihr hier und in meiner Review zu Season 1 nachlesen.

In der zweiten Hälfte der zweiten Staffel werden vor allem Action und Spezialeffekte deutlich gesteigert. Gleich die ersten beiden Episoden enthalten eine geniale Raumschlacht. Man ist plötzlich mittendrin, der Anfang wird gar nicht gezeigt. Ähnlich klasse ist der Kampf in "Mensch und Maschine", und auch die Dogfights in "Scar" können sich mehr als sehen lassen. Diese Szenen sind direkt kinoreif! Auch die Handlung legt einen Zahn zu. Wir erfahren mehr darüber, wie die Zylonen "funktionieren", es geschehen endlich ein paar entscheidende Dinge (Geburt des Hybridkindes, Umschwung bei den Zylonen), und es gibt den einen oder anderen Rückblick auf die Vergangenheit. So erfährt man unter anderem, dass Roslin ein Verhältnis mit Präsident Adar hatte. Rückblicke sind in dieser Hälfte der zweiten Staffel überhaupt ein interessantes Stilmittel: Die Episoden fangen oft mit einer kurzen Szene an, im Rest der Episode wird dann gezeigt, wie es dazu kam. Erneut kommen Hauptpersonen in Gefahr, wieder werden brisante gesellschaftliche Fragen thematisiert (Abtreibung, Umgang religiöser Fundamentalisten mit Abweichlern usw.), auch werden die persönlichen Beziehungen der Hauptfiguren weiter ausgearbeitet. Sehr viel davon habe ich in obigen Kurzzusammenfassungen gar nicht erwähnt, obwohl es in manchen Episoden breiten Raum einnimmt (z.B. Tyrols Ausraster in Ep. 19/20 und dessen Folgen). All das - dazu gehören auch die tollen schauspielerischen Leistungen - lässt die Serie kontinuierlich besser werden. Das Ende dieser Staffel ist mutig und enthält natürlich wieder einen Deluxe-Cliffhanger. Die Szenen auf dem kargen Planeten mit der gelandeten COLONIAL ONE, der Barackensiedlung und diversen Hauptpersonen in ungewohnten Situationen bieten einige ganz neue Eindrücke.

Aber es gibt natürlich auch Kritikpunkte, und das nicht zu knapp. Zum Beispiel ist nach wie vor nicht einzusehen, warum so viel in den Kolonien absolut identisch mit der (realen) Erde ist. Das gilt selbst für kleinste Details. In Episode 18 sieht man gar einige Oldtimer, z.B. einen Citroen DS. Diese Parallelen sind durch nichts zu erklären - außer natürlich durch das begrenzte Budget, das es nicht erlaubt, völlig neue Requisiten zu entwickeln. Darüber hinaus fallen immer wieder Logikfehler und nicht beantwortete Fragen auf. Wieso können Verbrecher wie "Gina" oder die Schwarzmarkt-Typen sich völlig frei auf den Kampfschiffen bewegen und dort nach Belieben Leute umbringen? Warum erschießen die Kompagnons des Schwarzmarkt-Chefs Lee Adama nicht einfach? Warum bauen die Zylonen Caprica wieder auf? Wie kann die wiedergeborene Nummer 6 einen "inneren Baltar" haben? Außerdem muss man sagen: Starbucks Probleme sind zwar durchaus nachvollziehbar, aber sie ist immer noch die Nervensäge, die sie schon von Anfang an war.

Vor allem aber wirft die Hundertachtzig-Grad-Wendung der Zylonen einige Fragen auf. Wie konnten die beiden Kriegsheldinnen ihre gesamten "Artgenossen" in so kurzer Zeit von diesem Kurswechsel überzeugen? Wird man jetzt nie erfahren, was die Zylonen eigentlich mit den überlebenden Menschen vor hatten, d.h. ist das ganze bisherige Gefasel von Gottes geheimnisvollen Plänen usw. jetzt obsolet? Und wenn die Zylonen angeblich eigene Wege gehen und den Menschen nicht mehr in die Quere kommen wollen: Warum tauchen sie am Ende doch wieder auf und besetzen Neu-Caprica? Das passt alles irgendwie noch nicht so richtig zusammen. Man darf gespannt sein, wie diese verworrenen Fäden aufgedröselt werden. Außerdem würde mich mal interessieren, was wohl aus Baltar wird. Seine Verstrickungen mit den Zylonen dürften jetzt wohl nicht mehr lange geheim bleiben...

Die DVD:

Die Entscheidung, die zweite Staffel in zwei DVD-Boxen auf den Markt zu bringen, berücksichtigt höchstwahrscheinlich die Verrücktheit von Leuten wie mir, die es nicht abwarten können, bis alle Episoden komplett vorliegen, und die deshalb gern bereit sind, mehr Geld für zwei Boxen auszugeben. Ich bin schon deshalb sehr dankbar für die relativ schnelle DVD-Veröffentlichung, weil ich mir die Serie ansonsten nur in der TV-Ausstrahlung auf RTL2 ansehen könnte - und die lässt ja einerseits noch auf sich warten, außerdem ist sie wegen der ständigen Werbeunterbrechungen kaum zu ertragen.

Das Bonusmaterial besteht hauptsächlich aus entfallenen Szenen zu den meisten Episoden, die wie immer sehr interessant sind. Außerdem sind Audiokommentare vorhanden. Weitere Extras: 7 zwischen drei und fünf Minuten lange Videoclips, in denen David Eick (Executive Producer) uns Blicke hinter die Kulissen gewährt. Diese "Videoblogs" sind vermutlich fürs Internet produziert worden. Eick stellt einige Personen aus dem Produktionsteam vor, führt uns durch die Sets der PEGASUS, des Hangardecks der GALACTICA und der Viper-Jäger, außerdem werden Dialogproben und Besprechungen gezeigt, bei denen die Schauspieler Einwände oder Wünsche zu Ihren Rollen vorbringen. Natürlich wird dabei auch ziemlich viel herumgealbert. Nett gemacht also, insgesamt aber viel zu kurz.

J. Kreis, 09.08.2007
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