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Battlestar Galactica Season 2.1 Battlestar Galactica Season 2.1 (USA, 2005)

DVD - Regionalcode 2, Universal
FSK: 16
Laufzeit: ca. 42 Minuten pro Episode, insg. ca. 420 Minuten

Extras:
Deleted Scenes, Audiokommentare, Langfassung von Ep. 2.10

Regie:
Michael Rymer, Sergio Mimica-Gezzan, Allan Kroeker, Rod Hardy, Robert Young, Jeff Woolnough, Michael Nankin

Hauptdarsteller:
Edward James Olmos (Commander William Adama - "Husker")
Jamie Bamber (Captain Lee Adama - "Apollo")
Katee Sackoff (Lt. Kara Thrace - "Starbuck")
Mary McDonnell (Präsidentin Laura Roslin)
James Callis (Dr. Gaius Baltar)
Tricia Helfer (Nummer 6)
Michael Hogan (Colonel Saul Tigh)
Grace Park (Lt. Sharon Valerii - "Boomer")
Tahmoh Penikett (Lt. Karl C. Agathon - "Helo")




Inhalt:

Die Box umfaßt die erste Hälfte der zweiten Staffel der Battlestar Galactica - Fernsehserie. Die Episoden im Einzelnen:

2.01: Die verlorene Flotte (Scattered)

Noch während die Sanitäter um Commander Adamas Leben kämpfen, taucht ein Basisschiff der Zylonen auf. Die Flotte muss fliehen, aber dabei wird die GALACTICA von den Zivilschiffen getrennt. Colonel Tigh übernimmt das Kommando. Die Flotte muss schnellstens wiedergefunden werden, denn auf der GALACTICA befindet sich kein erfahrener Arzt, und eine Operation Adamas muss schnellstens erfolgen. Tigh stimmt deshalb einem Plan Gaetas zu, der vorschlägt, man solle zur Ausgangsposition zurückspringen, denn nur von dort aus könne er den Kurs der Flotte rekonstruieren. Zu diesem Zweck muss er außerdem die Bordcomputer miteinander vernetzen, was ein riskantes Vorhaben wäre, weil Computernetzwerke anfällig für das Zylonenvirus sind. Da es keine andere Möglichkeit gibt, den Commander zu retten, ist Tigh einverstanden, obwohl der Plan Adamas Befehlen widerspricht. Der Sprung wird durchgeführt. Eine von Gaeta entwickelte Firewall hält das Virus lange genug auf, die Vipers wehren derweil die zylonischen Jäger ab. Da er jeden Piloten braucht, stimmt Tigh einer Haftentlassung Lee Adamas zu, Roslin bleibt ebenso wie Sharon Valerii in Haft. Ein zylonischer Angreifer vollführt eine Bruchlandung auf der GALACTICA, und er hat einige Zenturios an Bord. Als die Berechnungen abgeschlossen sind, springt die GALACTICA erneut - die Flotte ist gefunden.

Auch die auf Kobol abgestürzte Gruppe muss vor zylonischen Angreifern fliehen. Dabei wird einer der Soldaten erschossen. Dr. Baltars "innere Nummer 6" behauptet, sie werde ein Kind von ihm zur Welt bringen. Auf Caprica kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen Helo und Starbuck: Kara traut der Sharon-Valerii-Kopie nicht und will sie töten. Sharon flieht mit Starbucks zylonischen Jäger.

2.02: Im Tal der Finsternis (Valley of Darkness)

Zylonen sind in die GALACTICA eingedrungen. Sie richten ein Gemetzel unter den Soldaten an, die sich ihnen entgegenstellen. Gleichzeitig bricht die Energieversorgung zusammen, denn es ist dem zylonischen Virus teilweise gelungen, sich an Gaetas Firewall vorbeizuschmuggeln. Die Zenturios wollen die gesamte Besatzung ausschalten, um die Zivilflotte danach mit den Geschützen des Kampfsterns vernichten zu können. Nur eine kleine Gruppe, die von Lee Adama angeführt wird, kann sich ihnen entgegenstellen. Eine zweite Gruppe, zu der auch Roslin gehört, gerät zwischen die Fronten. Roslins Bewacher hatten sie freigelassen, da sie sonst in ihrer Zelle von den Zylonen getötet worden wäre. Im letzten Moment sorgt Roslins Gruppe für Ablenkung, so dass Lees Soldaten die Zenturios zerstören können - die GALACTICA ist gerettet.

Helo und Starbuck machen auf der Suche nach einem Raumschiff, mit dem sie Caprica wieder verlassen können, Zwischenstation in Starbucks alter Wohnung. Auf Kobol stehen die Dinge schlecht: Ein zweiter Soldat ist so schwer verwundet, dass Chief Tyrol ihn von seinem Leiden erlösen muss, indem er ihm eine Überdosis Morphium gibt.

2.03: Die Gesetze des Krieges (Fragged)

Dr. Cottle kommt auf der GALACTICA an und operiert Adama. Danach ist der Zustand des Commanders stabil, aber er liegt immer noch im Koma. Roslin leidet unter Chamalla-Entzug und beginnt zu phantasieren. Als der Zwölferrat verlangt, zu ihr vorgelassen zu werden, stimmt Colonel Tigh zu. Er kennt Roslins Zustand genau und hofft, sie werde sich durch ihre wirren Reden selbst diskreditieren. Allerdings haben inzwischen zwei Vertraute der Ex-Präsidentin Chamalla beschafft, so dass sie wieder bei Sinnen ist. Sie verurteilt die Vorgehensweise der Militärs und verkündet vor dem Zwölferrat, sie sei die prophezeite "sterbende Führerin". Zum Beweis gesteht sie auch, dass sie unheilbaren Brustkrebs hat. Zu Tighs Überraschung erkennen die Mitglieder des Rats Roslins Führungsanspruch an. Darauf erklärt Tigh den Rat für aufgelöst und verhängt das Kriegsrecht.

Auf Kobol stoßen die Schiffbrüchigen auf eine zylonische Abschußbasis für Boden-Luft-Rakten. Damit wollen die Zylonen die erwartete Rettungsmannschaft der GALACTICA abfangen. Crashdown, der schon mehrere Fehlentscheidungen getroffen hat, befiehlt den Angriff auf die Basis. Als Cally sich weigert, bei diesem selbstmörderischen Plan mitzumachen, droht Crash sie zu erschießen. Baltar tötet ihn, angestachelt von seiner "inneren Nummer 6". Die Zylonen haben den Schuß gehört und greifen an. Tyrol beschädigt die Abschußanlage, so dass die Raptoren landen und die Zylonen im letzten Moment vernichten können. Baltar und Tyrol behalten die Umstände von Crashdowns Tod für sich...

2.04: Leben und Sterben (Resistance)

Unter dem Einfluss seiner Frau trifft Colonel Tigh eine Fehlentscheidung nach der anderen. Als die ersten Schiffe sich nach der Verhängung des Kriegsrechts weigern, die GALACTICA weiter mit Rohstoffen zu versorgen, greift er mit Gewalt durch und entsendet Soldaten. Prompt kommt es zu einer Schießerei - Zivilisten sterben, eine Revolte droht. Roslin glaubt, gegen diese Vorgänge einschreiten zu müssen, und plant ihre Flucht. Lee Adama und einige Offiziere, die mit Tighs Maßnahmen nicht einverstanden sind, unterstützen sie. Im letzten Moment verzichtet Tigh darauf, den Raptor abschießen zu lassen, mit dem die Ex-Präsidentin flieht. Lee bringt Roslin zur CLOUD NINE. Sie müssen ausgerechnet Tom Zareks Hilfe in Anspruch nehmen, um untertauchen zu können. Wenig später erwacht Commander Adama endlich aus dem künstlichen Koma. Währenddessen soll die als Zylon enttarnte Sharon Valerii in eine andere Zelle verlegt werden, doch unterwegs wird sie von Cally erschossen. Zuvor hat Baltar aus ihr herausbekommen, dass es noch acht weitere Infiltratoren in der Flotte gibt.

Auf Caprica haben Helo und Starbuck eine überraschende Begegnung: Ca. 50 Menschen haben die Vernichtung der Kolonie überlebt. Sie verstecken sich in den Ruinen und führen eine Art Guerillakrieg gegen die Zylonen. Helo und Starbuck schließen sich dieser Gruppe an.

2.05: Die Farm (The Farm)

Commanda Adama übernimmt wieder den Befehl in der GALACTICA. Er intensiviert die Suche nach Roslin und seinem Sohn. Die Ex-Präsidentin richtet eine Ansprache an die Flotte und fordert die Schiffe auf, ihr nach Kobol zu folgen, wo sie die "Pläne der Götter" erfüllen will. Adama hält das zwar für religiösen Unsinn, aber die Zivilisten scheinen das anders zu sehen: Als Roslins Schiff springt, folgt ihr ein Drittel der Flotte.

Beim Versuch, einen Jäger der Zylonen zu stehlen, wird Starbuck angeschossen und verliert das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kommt, liegt sie in einem behelfsmäßigen Krankenhaus. Sie bemerkt schnell, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und erkennt, dass sie es mit humanoiden Zylonen zu tun hat. Die Zylonen experimentieren mit menschlichen Frauen, um einen Weg zu finden, sich auf organischem Wege fortpflanzen zu können. Starbuck findet einen Raum mit menschlichen "Gebärmaschinen" und zerstört ihn. Sie kann fliehen und wird von den Guerillas vor ihren Verfolgern gerettet. Dies gelingt nur mit Hilfe der Sharon-Valerii-Kopie, die Helos Kind trägt und sich den Guerillas angeschlossen hat. Sie kapert einen schweren Zylonenjäger, mit dem sie selbst, Helo und Starbuck von Caprica entkommen können. Die Guerillas bleiben zurück - auch Anders, ihr Anführer, in den Starbuck sich verliebt hat.

2.06 / 2.07: Heimat, Teil I / II (Home, Part I / II)

Die Spaltung der Flotte trifft die Menschen tief, doch Commander Adama bleibt hart: Für ihn ist Roslin eine Verräterin, und diejenigen, die ihr gefolgt sind, hat er praktisch schon als Verluste abgeschrieben. Zu guter Letzt begreift er jedoch, dass sein Handeln nur auf gekränkten Stolz zurückzuführen ist und beschließt, die Flotte wieder zusammenzuführen. Da er meint, nur er persönlich könne die Versöhnung mit Roslin herbeiführen, folgt er ihr mit einem kleinen Einsatztrupp nach Kobol - dorthin ist sie nämlich nach Starbucks Rückkehr gemeinsam mit Lee Adama, Zarek und einigen anderen Begleitern aufgebrochen, um das Grab der Athene zu suchen, wo Hinweise auf die Position der Erde zu finden sein sollen.

Viele Menschen haben Roslin als religiöse Führerin akzeptiert, Zarek braucht sie aber nur, um die Splitterflotte zusammenzuhalten. Meier, sein Freund und Stellvertreter, warnt ihn vor Lee Adama. Dieser könnte eine Bedrohung für Zarek sein und soll deshalb beim Einsatz auf Kobol ermordet werden. Lee hat zunächst andere Sorgen, denn Starbuck und Helo haben die Sharon-Kopie von Caprica mitgebracht. Für ihn ist sie nur eine feindliche Maschine. Roslin wollte sie töten lassen, doch sie hat behauptet, den Weg zum Grab der Athene zu kennen und ist auf den Einsatz nach Kobol mitgenommen worden. Als die Gruppe dort von Zylonen angegriffen wird, steht Sharon den Menschen im Kampf bei.

Meier versucht jedoch, sie mit der Information über den Mord an ihrem "Ebenbild" gegen die anderen aufzuhetzen. Er will ihre Angst ausnutzen, um Lee Adama loszuwerden. Daraus wird zunächst nichts, denn Commander Adamas Team trifft mit Roslins Leuten zusammen. Auch der Commander hat natürlich Schwierigkeiten damit, Sharons Anwesenheit zu akzeptieren, muss sich aber auf den Friedensschluss mit Roslin konzentrieren. Als die Menschen das Grab der Athene erreichen, greift Sharon zum Schein Commander Adama an - damit will sie jedoch nur erreichen, dass Meier sich verrät. Der Plan geht auf: Sharon erschießt Meier und ergibt sich dem Commander, der akzeptieren muss, dass Sharon nicht ferngesteuert wird, sondern durchaus imstande ist, eigene Entscheidungen zu treffen.

Die Menschen entdecken in Athenes Grab ein Hologramm, das Sternbilder zeigt - und zwar so, wie man sie von der Erde aus sehen würde. Lee erkennt in einem der Sternbilder den Lagunennebel. Somit hat die Flotte endlich ein echtes Ziel. Zurück auf der GALACTICA wird eine große Versammlung abgehalten. Commander Adama verkündet die Wiedervereinigung der Flotte und die Wiedereinsetzung Roslins ins Amt der Präsidentin.

2.08: Die Reporterin (Final Cut)

Eine Reportage der Journalistin D'anna Biers über die Vorfälle auf der GIDEON (Ep. 2.04), die von ihr als "Massaker" kolportiert werden, sorgt für Unruhe in der Flotte. Um zu verhindern, dass weiter Meinungsmache gegen das Militär betrieben wird, gewähren Roslin und Adama der Reporterin freien Zugang auf der GALACTICA. Sie soll eine Dokumentation drehen, die die Soldaten so zeigt, wie sie wirklich sind. Das von Biers zusammengestellte Material ist nicht ohne Brisanz, denn man sieht, dass die Menschen auf der GALACTICA ununterbrochenem Druck ausgesetzt sind, und dass einige diesem Druck nicht gewachsen sind: Streitereien sind an der Tagesordnung, Tigh gibt sich immer wieder dem Alkohol hin, eine Pilotin bricht nach der Einnahme von Aufputschmitteln zusammen. Trotzdem "funktioniert" die Mannschaft, wie Biers erkennt, als zwei angreifende zylonische Jäger abgewehrt werden. Commander Adama ist mit der Sendung einverstanden. Nur eine Szene muss herausgeschnitten werden, denn darin ist die Sharon-Valerii-Kopie zu sehen. Biers gibt ihrer Dokumentation ein positives Ende, indem sie herausstellt, dass die Soldaten trotz aller Schwierigkeiten nicht aufgeben, sondern täglich für die Sicherheit der Flotte kämpfen, ohne je auf Ablösung oder so etwas wie Urlaub hoffen zu dürfen.

Niemand ahnt, dass Biers in Wahrheit ein Zylonen-Infiltrator ist, und dass ihr Ziel darin bestanden hat, das Filmmaterial zu ihresgleichen zu schmuggeln. Jetzt wissen die Zylonen, dass Sharon schwanger ist...

2.09: Die Hoffnung lebt (Flight of the Phoenix)

Die gesamte Crew der GALACTICA leidet immer stärker unter dem permanenten Leistungsdruck, der schlechten Versorgung und dem knapper werdenden Nachschub. Eine mehr als nur gereizte Stimmung herrscht, die Ermüdungserscheinungen nehmen bedrohliche Ausmaße an. Zu allem Überfluss kommt es zu stärker werdenden technischen Störungen. Es zeigt sich, dass ein zylonisches Schadprogramm sich in den Computersystemen der GALACTICA eingenistet hat (Ep. 2.01) und jetzt aktiv wird, um die Schiffssysteme gegen die Besatzung zu wenden. In dieser Situation nimmt Chief Tyrol ein aussichtslos erscheinendes Projekt in Angriff: Er will mit den Mitteln, die er zur Verfügung hat, einen neuen Jäger konstruieren. Nach und nach beteiligen sich immer mehr Besatzungsmitglieder in ihrer Freizeit an diesem Projekt, denn es gibt ihnen neue Hoffnung.

Alle Computer der GALACTICA müssen neu gestartet werden, damit das zylonische Virus eliminiert werden kann. Während dieser Zeit wäre das Schiff wehrlos - und eine gewaltige zylonische Flotte ist bereits auf Angriffskurs. Da bietet Sharon ihre Hilfe ein. Sie verbindet sich selbst mit den Computersystemen und schickt das Virus zurück an die angreifende Flotte, die dadurch außer Gefecht gesetzt wird. Die Viper-Piloten können den Frust der letzten Wochen abreagieren, indem sie ein Tontaubenschießen mit wehrlosen zylonischen Jägern veranstalten. Zu guter Letzt wird Tyrols neues Schiff fertig gestellt. Es erhält die Typenbezeichnung "Blackbird", hat Stealth-Eigenschaften und ist extrem schnell. All diese Ereignisse geben der GALACTICA-Crew neue Hoffnung.

2.10: Pegasus (Pegasus)

Ein großes, nicht identifiziertes Objekt nähert sich der Flotte. Man befürchtet schon den Angriff eines zylonischen Basisschiffs - aber es ist der Kampfstern PEGASUS! Die PEGASUS ist ein moderner Kampfstern, sie ist der GALACTICA hinsichtlich Größe und Ausstattung weit überlegen. Kommandantin ist Admiral Helena Cain. Das Schiff hat die Vernichtung der Kolonien nur durch einen Zufall überstanden und führt seitdem eine Art Guerillakrieg gegen die Zylonen. Die Freude darüber, dass es weitere Überlebende gibt, ist natürlich groß, aber es gibt auch Schattenseiten. Cain ist eine rücksichtslose Hardlinerin, die auch vor extremer Gewalt nicht zurückschreckt, um ihre Ziele durchzusetzen. Als ranghöherer Offizier übernimmt sie das Kommando über die gesamte Flotte. Sie berichtet, die PEGASUS sei einer großen zylonischen Flotte gefolgt, zu der auch ein gewaltiger, bisher unbekannter Schiffstyp gehört. Offensichtlich sei diese Flotte von Anfang an auf der Spur der GALACTICA gewesen, nur so habe die PEGASUS Adamas Kampfstern überhaupt finden können. Cain plant einen gemeinsamen Angriff auf die Zylonen, um mehr über das unbekannte Schiff zu erfahren bzw. es zu vernichten. Da sie über die aus ihrer Sicht zu laxe Moral auf der GALACTICA nicht erfreut ist, nimmt sie einen Austausch von Besatzungsmitgliedern vor. Unter anderem werden Lee Adama und Starbuck auf die PEGASUS transferiert, wo sie sich dem Jägerkommandanten unterordnen müssen.

Auch der Crew der PEGASUS ist es gelungen, einen humanoiden Zylonen gefangen zu nehmen: Es ist eine Version von Nummer 6. Sie wurde gefoltert und ist in einem Zustand der Katatonie. Dr. Baltar erwirkt Hafterleichterungen für sie, indem er behauptet, persönlichen Zugang zu ihr erhalten zu müssen, um Informationen aus ihr herauszuholen. Als Helo und Chief Tyrol erfahren, dass Lt. Thorne, ein Offizier von der PEGASUS, den Auftrag hat, Sharon zu foltern, greifen sie ein. Tyrol ist außer sich, als er sieht, dass Thorne dabei ist, Sharon zu vergewaltigen. Es entsteht ein Handgemenge, in dem Thorne unglücklich stürzt und getötet wird. Helo und Tyrol werden des Verrats angeklagt und zur PEGASUS gebracht, wo Cain ihre Hinrichtung anordnet, ohne sich die Mühe zu machen, wenigstens ein Kriegsgericht einzuberufen. Adama ist nicht bereit, dies hinzunehmen. Er schickt einen Raptor und eine Viper-Staffel aus, um die Gefangenen zurückzuholen. Cain antwortet mit gleichen Mitteln, startet ihre eigenen Jäger und richtet die Bordwaffen der PEGASUS auf die GALACTICA aus...

Die Episoden:

Was ich grundsätzlich zum Remake der klassischen Kampfstern Galactica - Serie zu sagen habe, könnt ihr hier und in meiner Review zur ersten Staffel nachlesen. Das will ich hier nicht alles wiederholen, denn es gilt genauso für die zweite Staffel - und viel mehr muss ich dazu eigentlich nicht sagen, denn die Serie hält ihr hohes Niveau auch in dieser Staffel. Die Handlung wird sinnvoll fortgesetzt, d.h. "Lückenfüller"-Episoden gibt es nicht. Die Serie bleibt spannend, die Beziehungen zwischen den einzelnen Hauptfiguren, die Rivalitäten und gegensätzlichen Interessen werden weiter ausgearbeitet, und selbst Nebenfiguren haben einige starke Szenen. Die gegenseitigen Verdächtigungen (jeder könnte ein Zylonen-Infiltrator sein) erinnern wahrscheinlich nicht zufällig an die Kommunisten-Hexenjagden in den USA der McCarthy-Ära.

Mit der neuen Zylonin ("Xena"-Darstellerin Lucy Lawless) und mit Admiral Cain (Michelle Forbes) betreten zwei starke neue Charaktere die Bühne. Nicht zu vergessen natürlich: Die beeindruckende PEGASUS. Dieser Kampfstern ist auch schon in der klassischen Serie enthalten gewesen und war von genau solchen Militaristen bemannt wie in der neuen Serie. An diesem Beispiel sieht man wieder einmal, dass die "Guten" nicht immer nur "gut" sein müssen. Cain verharrt immer noch in den überholten (militärischen) Strukturen, während Adama längst erkannt hat, dass diese Strukturen gar nicht mehr existieren, und dass es nur noch darum geht, den Zylonen zu entkommen, am Leben zu bleiben und irgend eine Art von Ordnung in der Flüchtlingsflotte aufrecht zu erhalten.

Auch in der ersten Hälfte der zweiten Staffel bleiben viele Fragen offen. Man weiß immer noch nicht, was die Zylonen eigentlich wollen. Je länger dieser Zustand anhält, desto mehr nervt das kryptische Geschwafel von Baltars "innerer Nummer 6" - einer Figur, die mir einfach gegen den Strich geht. Die Zylonen kennen die Schriften der Pythia nach eigener Aussage besser als die Menschen. Sie hätten sich jederzeit den Pfeil des Apollo beschaffen und das Grab der Athene aufsuchen können. Außerdem scheinen sie ganz genau zu wissen, wo die Flüchtlingsflotte ist, greifen aber aus irgend einem Grund nie ernsthaft an. Die Zylonen könnten also jederzeit sowohl die Flüchtlingsflotte als auch die Erde vernichten. Warum tun sie es nicht? Geht es ihnen nur um Sharons Kind, von dessen Existenz sie ja offensichtlich erst seit Ep. 2.08 wissen? Irgendwie passt das alles noch nicht zusammen und es wäre an der Zeit, dass da ein paar Antworten kommen.

Die DVD:

Die Entscheidung, die zweite Staffel in zwei DVD-Boxen auf den Markt zu bringen, berücksichtigt höchstwahrscheinlich die Verrücktheit von Leuten wie mir, die es nicht abwarten können, bis alle Episoden komplett vorliegen, und die deshalb gern bereit sind, mehr Geld für zwei Boxen auszugeben. Ich bin schon deshalb sehr dankbar für die relativ schnelle DVD-Veröffentlichung, weil ich mir die Serie ansonsten nur in der TV-Ausstrahlung auf RTL2 ansehen könnte - und die lässt ja einerseits noch auf sich warten, außerdem ist sie wegen der ständigen Werbeunterbrechungen kaum zu ertragen.

Das Bonusmaterial besteht hauptsächlich aus entfallenen Szenen zu allen Episoden, zu einigen Episoden sind außerdem Audiokommentare vorhanden. Die entfallenen Szenen enthalten auch einige wichtige Handlungselemente, die für das Verständnis der Serie hilfreich gewesen wären. Vor allem zu den ersten beiden Episoden gibt es eine ganze Reihe von Rückblicken, in denen es um Adamas und Tighs Vergangenheit geht. Als weiteres Bonusmaterial liegt eine auf ca. 50 Minuten verlängerte Version von Episode 2.10 vor, allerdings ist die nicht synchronisiert. Deutsche Untertitel sind aber vorhanden. Die längere Version enthält nicht nur zahlreiche Details, die für das Verständnis der Charaktere usw. gar nicht so unwichtig sind, sondern auch eine nicht unproblematische Szene, in der Sharon tatsächlich vergewaltigt wird. In der kürzeren Version sieht es so aus, als sei es nicht wirklich dazu gekommen.

J. Kreis, 14.06.2007
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