Das fünfte Element

Das fünfte Element


Das fünfte Element (F, 1997)
- The fifth Element -

Blu-ray / DVD - Regionalcode 2, Universum Film / BMG Video
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 126 Min. (Blu-ray) bzw. 121 Minuten (DVD)

Extras DVD
- The Making of (23:03 Min.)
- The Elements (24:48 Min.)
- Interviews (14:31 Min.)
- Trailer
- Cast/Crew (Text)
- Musik (Text)

Extras Blu-ray
- Audiokommentar Special Effects Crew
- The Making of (23:03 Min.)
- Searchig for "The fifth Element" (22:16 Min.)
- The Elements (24:48 Min.)
- Elementares (5:13 Min.)
- Diva Plavalaguna (5:12 Min.)
- Design & Look (5:31 Min.)
- Stilelemente (5:12 Min.)
- Die Dreharbeiten (1:00 Min.)
- Die Kostüme (0:46 Min.)
- Weltpremiere (Featurette, Tage vorher: Die Baustelle, Nachmittags: Die Pressekonferenz, Abends: Der rote Teppich, Nachts: Die Party - insg. 55:57 Min.)
- Discovering the fifth Element (48:29 Min.)
- Interviews (14:31 Min.)
- Teaser, Trailer, TV-Spots
- Dynamic HD Live

Regie:
Luc Besson

Hauptdarsteller:
Bruce Willis (Korben Dallas)
Milla Jovovich (Leeloo Minai Lekatariba-Lamina-Tchai Ekbat De Sebat)
Gary Oldman (Jean-Baptiste Emanuel Zorg)
Ian Holm (Vito Cornelius)
Chris Tucker (Ruby Rhod)
Thomas Lister jr. (Präsident Lindberg)
Maiwenn Le Besco (Plavalaguna)




Story

Alle 5000 Jahre erscheint das "Unfassbar Böse" im Universum. Es kann nur durch eine besondere Waffe aufgehalten werden. Sie besteht aus den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde. Ein künstlich erschaffenes perfektes menschliches Wesen, der perfekte Krieger, ist das fünfte Element. Zusammen mit den anderen Elementen kann dieses Wesen ein göttliches Licht aussenden. So lautet die in Hieroglyphen abgefasste Inschrift im Inneren eines ägyptischen Heiligtums, das von Archäologen untersucht wird. Ein Priester beobachtet die Fortschritte der Forscher argwöhnisch. Er gehört zu einem Wächterorden, der in das Geheimnis eingeweiht ist. Eines Tages im Jahre 1914 landet ein Raumschiff der Mondoshawan direkt vor dem Tempel. Die nichtmenschlichen Wesen nehmen den Sarkophag mit dem fünften Element sowie die vier Glyphensteine mit, die die anderen Elemente repräsentieren. Die Mondoshawan glauben, dass das Böse in dreihundert Jahren wiederkehren wird, und dass die Waffe auf der Erde nicht mehr sicher ist. Der Priester erhält einen Schlüssel für die innerste Kammer des Tempels, in der die Waffe aufgestellt werden muss, um eingesetzt werden zu können. Sollte stattdessen das Böse diesen Ort erreichen, dann könnte es alles Leben im Universum auslöschen. Die Mondoshawan versprechen zurückzukehren, sobald sich das Böse manifestiert.

Im Jahre 2263 nähert sich eine mehrere tausend Kilometer durchmessende Kugel aus Schwärze und Feuer unaufhaltsam dem Machtbereich der von den Menschen beherrschten Föderation. Es wird mit den schwersten vorhandenen Waffen beschossen, doch dadurch wird das Objekt nur noch gestärkt. Da genau das von Vater Vito Cornelius, einem Angehörigen des Wächterordens, vorhergesagt wurde, ist Präsident Lindberg bereit, die Geschichte von der Element-Waffe zu glauben. Tatsächlich sind die Mondoshawan wie versprochen bereits auf dem Weg zur Erde. Ihr Schiff wird jedoch von den Mangalores abgeschossen, gestaltwandlerischen Wesen, die vor einiger Zeit in einem Krieg gegen die Menschen den Kürzeren gezogen haben und auf Rache sinnen. Sie arbeiten für den Waffenhändler Zorg, der wiederum im Dienst des Bösen steht und sich vom zu erwartenden Chaos gute Geschäfte erhofft. Der Angriff der Mangalores hat nicht den erwünschten Erfolg, denn die vier Steine können nicht erbeutet werden und das fünfte Element wurde nicht vollständig vernichtet. Eine Hand ist übrig geblieben, und das ist mehr als genug für die irdischen Wissenschaftler, um den ursprünglichen Körper in einer Regenerationskammer wiederherzustellen. Es stellt sich heraus, dass der ultimative Krieger eine junge Frau ist. Sie ist eingesperrt, fühlt sich bedroht und flieht. Verfolgt von der Polizei landet sie im Schwebetaxi des ehemaligen Elitesoldaten Korben Dallas.

Dallas hilft der schönen Unbekannten. Er versteht ihre Sprache nicht, begreift aber, dass sie zu Vater Cornelius gebracht werden will. Ihren allzu langen Namen kürzt er zu "Leeloo" ab. Cornelius erkennt schnell, wen er vor sich hat, und wirft Dallas raus. Während sich Leeloo in kürzester Zeit massenhaft Daten über die Geschichte der letzten 5000 Jahre einprägt, machen sich Zorg und die jetzt mit ihm verfeindeten Mangalores unabhängig voneinander auf die Suche nach den Steinen. Sie befinden sich im Besitz der Diva Plavalaguna. Die berühmte Opernsängerin wird demnächst im Luxusraumschiff Fhloston Paradise auftreten. Präsident Lindberg wünscht eine minimalinvasive Vorgehensweise. Deshalb wird Ex-Major Dallas rekrutiert. Er soll als angeblicher Gewinner eines Preisausschreibens mit seiner "Ehefrau" (einer Agentin) zur Fhloston Paradise geschickt werden. Dallas spielt mit, aber nur zu seinen Regeln und mit Leeloo als Begleiterin. Cornelius geht als blinder Passagier an Bord. Zorg folgt der Fhloston Paradise mit seinem eigenen Schiff.

Ein Kampftrupp der Mangalores kapert den Luxusliner. Plavalaguna wird während ihres Auftritts niedergeschossen, Leeloo wird schwer verwundet. Dallas erhält die im Körper der Diva versteckten Steine und kämpft die Mangalores nieder, wobei ihm stets der exzentrische Showmaster Ruby Rhod am Rockzipfel hängt. Zorg legt eine Bombe. Alarm wird ausgelöst, die Fhloston Paradise muss evakuiert werden. Zorg bemerkt zu spät, dass er wieder einmal leer ausgegangen ist. Er kehrt um und deaktiviert die Bombe kurz vor Ende des Countdowns. Die Mangalores haben allerdings ebenfalls eine Bombe vorbereitet, die nun explodiert. Bei der Vernichtung der Fhloston Paradise findet Zorg sein Ende. Dallas, Leeloo, Cornelius und Rhod entkommen mit Zorgs Schiff. Sie fliegen direkt zum Tempel, wo es ihnen gelingt, die Steine zu aktivieren. Das Böse hat die Erde jedoch ebenfalls erreicht und Leeloo hat inzwischen so viel Schlimmes über die kriegerische Geschichte gelernt, dass sie sich fragt, warum die Menschheit überhaupt gerettet werden sollte. Da gesteht Dallas, dass er sie liebt, und küsst sie. Das göttliche Licht wird freigesetzt. Das davon getroffene Böse verwandelt sich in einen harmlosen Gesteinsbrocken. Somit hat die Erde nun einen zweiten Mond. Präsident Lindberg möchte sich vor laufender Kamera bei Dallas und Leeloo bedanken, doch die befinden sich in der Regenerationskammer und sind sehr mit sich selbst beschäftigt...

Kringels Meinung

Muss ich "Das fünfte Element" überhaupt noch kommentieren? Ende der Neunziger war dieser Film so verblüffend anders als alles, was ich bis dahin gesehen hatte, dass sich viele Szenen unauslöschlich eingeprägt haben. Mit einem Abstand von über 15 Jahren muss ich zugeben, dass so mancher digitale Effekt inzwischen doch schon reichlich angestaubt wirkt, aber vieles - vor allem die phantastischen vom Modemacher Jean-Paul Gaultier kreierten Kostüme, die prächtigen Kulissen und die maskenbildnerischen Effekte - hat dem Zahn der Zeit erstaunlich gut widerstanden und wirkt selbst aus heutiger Sicht noch absolut glaubwürdig. Der Film steckt so voller Details, dass ich auch beim wiederholten Anschauen immer wieder Neues entdecke. Tatsächlich habe ich den Film schon x-mal gesehen, und ich könnte ihn mir sofort noch einmal reinziehen; dieses überdrehte, bunte und bis zum Bersten mit verrückten (aber nicht zu unrealistischen) Ideen vollgestopfte Spektakel wird einfach nie langweilig! An der Story liegt das nicht, die reißt mich noch heute nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen hin, jedenfalls verstehe ich nach wie vor nicht, warum Zorg es für eine gute Idee hält, eine unberechenbare Entität zu unterstützen, die alles Leben vernichten will (wem will er denn dann noch Waffen verkaufen und was will er mit dem Erlös anfangen?), warum es eine solche Entität überhaupt gibt und wie die ganze Chose mit den fünf Elementen funktioniert.

Aber das ist alles nicht so wichtig, wenn man so gute Schauspieler hat wie hier. Das komplette Ensemble ist ein riesiger Pluspunkt; die Spielfreude ist unübersehbar. Bruce Willis gibt den üblichen abgebrühten Burschen mit einer guten Portion Selbstironie, Gary Oldman chargiert als nicht ganz zurechnungsfähiger Fiesling, Ian Holm verliert bei aller Schusseligkeit nie seine Würde, Milla Jovovich sammelt schon in ihrer ersten großen Rolle massenweise Sympathiepunkte. Aber Chris Tucker stiehlt natürlich allen die Show. Er feuert ein unglaubliches Mimik-Gestik-Sprüche-Feuerwerk ab, für das der Begriff "Over-acting" noch stark untertrieben wäre! Nach Tuckers eigenen Angaben ist Ruby Rhod eine Mischung aus Prince und Michael Jackson. Das kann man so sagen, allerdings muss man sich das Ganze noch auf Drogen und im Schnellvorlauf vorstellen! Der Mann schießt wirklich den Vogel ab. Doch nicht nur die Hauptdarsteller sind klasse. Der Film ist bis in kleinste Nebenrollen hinein genial besetzt. Sei es Musiker Tricky als einer von Zorgs Schergen, Bion James als General Munro, Komiker Lee Evans als überforderter Steward in der Fhloston Paradise, Mathieu Kassovitz als Dieb, der bei Corben Dallas abblitzt, der schreckhafte Gehilfe von Vater Cornelius, Ruby Rhods Entourage und so weiter und so fort - sie alle sind mit Feuereifer bei der Sache und verleihen dem Film eine ganz eigenartige Note internationaler Skurrilität. Dazu dann noch Eric Serras kongenialer Soundtrack...

Ihr merkt schon, dass "Das fünfte Element" zu Kringels Lieblingsfilmen gehört. Ich finde ihn einfach großartig - ganz großes Kino mit viel Humor, herrlichen Schauwerten und wunderbaren Schauspielern.

Blu-ray/DVD-Features

Allein von der Laufzeit her sieht es so aus, als wäre sehr viel Bonusmaterial vorhanden. Da dieselben Interviews, dasselbe Hinter-den-Szenen-Material und dieselben Filmausschnitte aber immer und immer wieder zu sehen sind, relativiert sich das ganz schnell. Es wäre schön gewesen, wenn sich jemand die Mühe gemacht hätte, die vielen zum Teil sehr kurzen, nicht zusammenhängenden Featurettes sinnvoll zu einer einzigen, einheitlichen Dokumentation einzudampfen und vielleicht noch mit einem Voice-Over-Kommentar zu versehen. Dann hätte ein zwar nicht so langer, dafür aber sehenswerter und nicht x-fach redundanter Beitrag herauskommen können. Stattdessen habe ich immer wieder zur Fernbedienung gegriffen, um Bestandteile zu überspringen, die ich schon kannte.

Immerhin erhält man durchaus einige interessante Einblicke in den Entstehungsprozess und man kann sehen, wie sorgfältig die von den Comiczeichnern Moebius und Mezieres angefertigten Konzeptzeichnungen realisiert worden sind. Der Film sieht für mich wie ein zum Leben erwachter Moebius-Comic aus! Leider äußert sich Moebius in keiner der vielen Featurettes, Mezieres dagegen schon. Auch Gaultier kommt zu Wort. Besonders interessant fand ich die fünf Featurettes, die sich mit der Weltpremiere bei den 50. Filmfestspielen in Cannes beschäftigen. Mindestens eine davon wurde vom Musiksender MTV produziert, sie wird von Carolyn Lilipaly und Toby Amies moderiert. Namen aus einer längst vergangenen Zeit! "Das fünfte Element" war damals der Eröffnungsfilm in Cannes, und aus diesem Anlass wurde eine riesige, einem Raumschiff nachempfundene Halle errichtet. Dort durfte sich dann die Prominenz tummeln, zuvor gab's viel Geschrei von den Paparazzi, die um die Aufmerksamkeit der Stars buhlten. Vor der großen Feier gab es eine Pressekonferenz. Im Grunde wurde dabei gar nichts gesagt - ich weiß nicht, wie oft ich mir angehört habe, wie toll die Schauspieler die gegenseitige Zusammenarbeit fanden! Bruce Willis merkt an, dass britische Scones es nicht mit amerikanischen Donuts aufnehmen können...

J. Kreis, 20.06.2014




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