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zardoz Zardoz (USA 1974)
DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
FSK: 16
Laufzeit: ca. 102 Minuten

Extras:
Audiokommentar des Regisseurs, Kinotrailer, Radiospots, Bildergalerie

Regie:
John Boorman

Hauptdarsteller:
Sean Connery (Zed)
Charlotte Rampling (Consuella)
Sara Kestelman (May)
John Alderton (Friend)
Niall Buggy (Arthur Frayn/Zardoz)




Inhalt:

Im Jahr 2292 ist die Zivilisation, wie wir sie kennen, nur noch in isolierten und durch Energieschirme vom Rest der Welt abgeschotteten Oasen vorhanden. Während der größte Teil der Menschheit unter barbarischen Verhältnissen in den öden Ruinen vergangener Zeitalter dahinvegetiert und von den sogenannten Exterminatoren entweder abgeschlachtet oder zu Sklavenarbeit gezwungen wird, haben sich die Schönen, die Reichen und die Wissenschaftler kurz vor der Katastrophe, in der die alte Welt untergegangen ist, eine für alle anderen unerreichbare Zone des Wohlstands geschaffen, die sie Vortex nennen. Sie sind praktisch unsterblich, denn ihr Bewußtsein wird mit allen Erinnerungen permanent im Vortex gespeichert und aktualisiert. Wenn ihr Körper getötet wird (niemand altert - es sei denn, er wird damit für ein Vergehen bestraft), wird er umgehend neu erschaffen und mit dem gespeicherten Bewußtsein ausgestattet. Im Lauf der Zeit haben die Menschen im Vortex enorme geistige Fähigkeiten entwickelt, die sie aber nur zu ihrem Vergnügen nutzen. Der ursprüngliche Gedanke, der hinter der Erschaffung des Vortex und der Unsterblichkeit gestanden hatte, war die Vorstellung, daß man sich jahrhundertelang der Forschung hingeben und ganz andere Ergebnisse erzielen könne als während einer normalen Lebensspanne. Der Preis für die Unsterblichkeit und für den Müßiggang in der perfekten, sorgenfreien Welt des Vortex ist Sterilität, Impotenz der Männer, Verlust echter Gefühle und Langeweile. Einer der Unsterblichen, Arthur Frayn, kümmert sich um die Aufsicht über die Außenländer. Er gibt sich selbst als Gott Zardoz aus und tritt nie persönlich in Erscheinung, sondern spricht zu den Primitiven aus dem Inneren eines gigantischen, fliegenden Steinkopfs heraus. Frayn treibt ein teuflisches Spiel mit den Primitiven. Den Exterminatoren gibt er Feuerwaffen und hetzt sie auf die weniger begünstigten "Brutals", teilweise zwingt er die Menschen auch dazu, Nahrungsmittel für die Leute im Vortex zu produzieren - als Opfer für Zardoz.

Zed, ein besonders privilegierter Exterminator, erkennt schließlich das Geheimnis hinter dem Gott Zardoz. Frayn hat ihn leichtsinnigerweise Lesen gelehrt und zufällig hat Zed das Buch in die Hände bekommen, dem Frayn den Namen des Gottes entlehnt hat, in dessen Rolle er auftritt: The Wizard of Oz - Zardoz. Da Zed jetzt weiß, daß sein Gott nur eine Täuschung ist, will er herausfinden, was hinter dem Ganzen steckt. Mit Hife seiner Exterminatoren-Freunde versteckt sich Zed in dem fliegenden Kopf, erschießt Frayn und gelangt auf diese Weise in den Vortex. In dieser matriarchalisch geführten, gefühlsarmen und dekadenten Welt ist der Naturbursche Zed eine Sensation. Er wird zwar kaum besser als ein interessantes Zirkustier behandelt, übt aber auf zwei Frauen eine besondere Faszination aus. Während die eine (Consuella) in ihm eine Bedrohung sieht, will May ihn genauer "erforschen". Sie findet heraus, daß Zed ein Mutant ist und in Wahrheit über Fähigkeiten verfügt, die ihre eigenen und die ihrer Leute weit übertreffen. Zed hält sich zunächst noch zurück, denn er sucht nach einem Weg, um seinen Freunden Zugang zum Vortex zu verschaffen. Er begegnet den Renegaten - Menschen, die zwar unsterblich sind, aber immer weiter altern, ohne Frieden im Tod finden zu können. Sie verabscheuen den Vortex, können ihn aber nicht zerstören, weil sie sich damals, nachdem sie ihn erschaffen hatten, selbst die Erinnerung daran genommen haben, wo sich seine Zentrale befindet.

Auch ohne sein eigenes Zutun sorgt Zed für Chaos, denn er setzt in den Vortex-Bewohnern unerwartete Gefühle frei. Er wird gejagt, findet auf der Flucht das "Herz" des Vortex, und zerstört es. Damit vernichtet er gleichzeitig den Energieschirm und wenig später stürmt eine Horde von Exterminatoren auf die nun nicht mehr Unsterblichen ein, die sich nach dem Tod sehnen und sich reihenweise niedermähen lassen. Eine kleine Gruppe unter May kann fliehen, Zed selbst versteckt sich mit Consuella in einer Höhle, wo sie einen Sohn bekommen und bis zu ihrem Ende vereint bleiben.

Der Film:

Bei manchen Szenen drängt sich meiner Phantasie immer wieder das Bild des Regisseurs auf, der im Hintergrund hin und herspringt, wild mit den Armen fuchtelt und "Kunst! Kunst!" brüllt. Sie scheinen mir nämlich wenig Sinn zu haben und allenfalls dazu gedacht zu sein, den Zuschauer mit der Nase auf bestimmte Dinge zu stoßen, z.B. die Dekadenz und Lebensunfähigkeit der Vortex-Leute. Andere Sequenzen sollen wohl einfach nur seltsam aussehen, damit der Zuschauer sich fragen muß, was das Ganze soll, ohne jemals eine schlüssige Antwort zu finden. Sean Connery wirkt in all dem Durcheinander ziemlich deplaziert, da er für einen Wilden zu zivilisiert und für einen Mutanten-Übermenschen zu "normal" ist. Trotzdem oder gerade deshalb ist es ganz amüsant, Connery mal in einer ganz anderen Rolle zu sehen.

Die DVD:

Der Audiokommentar ist ordentlich, ansonsten ist die Ausstattung sehr mager. Überhaupt sollte man sich hüten, mehr als etwa neun Euro für die DVD auszugeben, denn der Film wird mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder mal im Fernsehen gezeigt...

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