Zurück zu den Filmen

x2 X-Men 2 Special Edition (USA 2003)
- X2 -

DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
FSK: 12
Laufzeit: ca. 128 Minuten

Extras:
Audiokommentare, 2 Featurettes "History of the X-Men", 2 Pre-Production Featurettes, 6 Produktions-Dokumentationen, 2 Post-Production-Featurettes, 11 unveröffentlichte Szenen, Bildergalerie mit 750 Bildern, Trailer

Regie:
Bryan Singer

Hauptdarsteller:
Patrick Stewart (Prof. Charles Xavier)
Ian McKellen (Eric Lensherr/Magneto)
Hugh Jackman (Logan/Wolverine)
Halle Berry (Storm)
Famke Janssen (Dr. Jean Grey)
James Marsden (Scott Summers/Cyclops)
Anna Paquin (Rogue)
Rebecca Romijn-Stamos (Mystique)
Brian Cox (William Stryker)
Alan Cumming (Kurt Wagner/Nightcrawler)
Kelly Hu (Yuriko Oyama/Deathstrike)





Inhalt:

Eine Touristenführung im Weißen Haus. Eine Person mit Mantel und Hut setzt sich von der Gruppe ab und verschwindet plötzlich, um weitab der für Touristen zugänglichen Bereiche wieder aus dem Nichts zu erscheinen. Sicherheitsbeamten wollen den Unbekannten festnehmen, doch er verschwindet immer wieder, als hätte der Erdboden ihn verschluckt, taucht unvermittelt im Rücken der Beamten oder in der Luft über ihnen wieder auf und knockt einen nach dem anderen aus. Nichts und niemand kann ihn aufhalten, und dann ist er im Oval Office, wo er im letzten Moment angeschossen wird, bevor er den Präsidenten der Vereinigten Staaten mit einem Messer erdolchen kann, auf dem "Mutant Freedom Now" geschrieben steht. Erneut löst er sich scheinbar in Luft auf. Wir erlebten den Auftritt von Kurt Wagner, besser bekannt als Nightcrawler! Der junge Mann deutscher Herkunft sieht wie ein blauhäutiger Teufel aus, ist aber ein herzensguter Kerl. Er war jahrelang als Kuriosität und Artist in einem Zirkus, seine besondere Fähigkeit ist das teleportieren. Zu dem Anschlag auf den Präsidenten wurde er durch eine Psychodroge gezwungen, die ein gewisser Colonel William Stryker aus der Gehirnflüssigkeit seines eigenen Sohnes gewinnt, der ebenfalls ein Mutant ist.

Stryker ist ein aggressiver Führer der Anti-Mutanten-Bewegung, der nur noch einen Vorwand gesucht hat, um gnadenlos gegen Xaviers Mutantenschule losschlagen zu können. Den Anschlag auf den Präsidenten hat er nur zu diesem Zweck inszeniert. Sein Plan geht auf und er bekommt freie Hand, einen nächtlichen Militäreinsatz gegen die Schule zu führen. Zuvor begibt Prof. Xavier sich zu seinem alten Feind Magneto, wobei er von Cyclops begleitet wird. Dort geht er Stryker in die Falle und wird von diesem zu einer geheimen Militärbasis entführt. Storm und Jean Grey fliegen währenddessen los, um Kurt Wagner zu finden, was ihnen auch gelingt. Somit ist nur noch Wolverine da, um die jungen Mutanten zu schützen, als Strykers Kommandotruppen die Schule angreifen. Die nötigen Informationen hat Stryker von Magneto erhalten, den er ebenfalls mit seiner teuflischen Droge gefügig gemacht hat. Einige junge Mutanten werden gefangengenommen, Wolverine kann mit Rogue, Pyro und Iceman entkommen. Strykers eigentliches Ziel sind aber nicht die paar Kinder in Xaviers Schule, in Wirklichkeit hat er es auf die Cerebro-Maschine abgesehen. Sein Plan ist teuflisch: Strykers hypnosuggestiv begabter Sohn soll den willenlosen Xavier dazu bringen, mit Cerebro weltweit alle Mutanten zu finden und zu töten. Er ist übrigens auch derjenige, der Wolverine erschaffen hat. Es gibt sogar einen zweiten Mutanten, der die gleichen Fähigkeiten (und eine ähnliche Ausstattung) wie Wolverine hat: Deathstrike ist Strykers persönliche Assistentin, die er durch regelmäßige Drogengaben gefügig macht.

Jetzt müssen alle Mutanten zusammenarbeiten, um im Kampf gegen Stryker eine Chance zu haben. Nach einer kurzen, ziemlich unerfreulichen Episode bei Icemans Eltern (sein Bruder verpfeift ihn bei der Polizei) treffen Wolverine und seine jungen Begleiter mit Jean Grey, Storm und Nightcrawler zusammen - und verbünden sich mit Magneto und Mystique. Magneto konnte sich selbst befreien, weil Mystique es geschafft hat, das Blut eines Wachmanns so sehr mit Eisen zu sättigen, daß Magneto das Metall herausziehen und als Waffe benutzen konnte. Zwischendurch kommen auch die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zu kurz: Rogue und Iceman sind ein Paar, das aus verständlichen Gründen sehr vorsichtig miteinander umgehen muß, Jean Grey und Wolverine kommen sich nicht so recht näher, denn Dr. Grey bleibt letztlich doch Cyclops treu. Mit vereinten Kräften gelingt es, Strykers Basis (wo Wolverine seinerzeit mit Adamantium-Metall verstärkt worden ist) zu infiltrieren. Jean Grey muß sich um den noch unter Drogeneinfluß stehenden Cyclops kümmern, Wolverine stellt sich seinem weiblichen Gegenstück. Natürlich siegen dabei stets die "Guten". Allerdings läuft unseren Helden die Zeit davon, denn Xavier hat schon damit begonnen, alle Mutanten zu lokalisieren. In letzter Minute schafft Magneto es, ihn zu stoppen. Er befreit ihn aber keineswegs aus der Scheinwelt, in der Strykers Sohn (ein Ex-Schüler Xaviers) den Telepathen gefangen hält. Vielmehr dreht Magneto den Spieß um und bringt Xavier dazu, jetzt alle Menschen geistig zu erfassen und zu töten!

Storm und Nightcrawler gelingt es, Prof. Xavier wieder zur Realität zurückfinden zu lassen. Diese Gefahr ist also abgewendet. Beim Kampf zwischen Dr. Grey und Cyclops ist der Staudamm, in dessen Inneren die Basis sich befindet, aber so schwer beschädigt worden, daß das Wasser eindringt. Wolverine zeigt seinen Freunden zwar einen Weg ins Freie, doch der X-Jet hat Funktionsstörungen und will nicht starten. Magneto und Mystique haben sich übrigens schon längst mit einem Helikopter aus dem Staub gemacht, den rebellischen Pyro haben sie den X-Men abgeworben. Als der Staudamm bricht und gigantische Wassermassen auf den X-Jet zustürzen, opfert Jean Grey sich für ihre Freunde. Sie hat schon seit geraumer Zeit bemerkt, daß irgend etwas nicht mit ihr stimmt. Ihre telekinetischen Kräfte wachsen zwar immer weiter, aber wenn sie sie einsetzt, spürt sie seltsame Nebeneffekte. Als sie jetzt aussteigt und alle Kräfte mobilisiert, um gleichzeitig das Wasser zurückzuhalten und den Jet in die Höhe zu heben, beginnt sie sich zu verändern - dann schlagen die reißenden Wellen über ihr zusammen. Mit belastendem Material über Stryker und seine Machenschaften geben Xavier und seine Leute dem Präsidenten einen Denkanstoß. Vielleicht kann er den immer noch schwelenden Konflikt zwischen Menschen und Mutanten zumindest eine Zeitlang besänftigen...

Fortsetzung folgt!

Der Film:

Man könnte viel über die soziale Botschaft des Films schwadronieren von wegen Ausgrenzung und Diskriminierung von Randgruppen und es mag sein, daß eine solche Botschaft sogar beabsichtigt ist. In meiner kleinen Review zu Teil 1 habe ich dazu schon was geschrieben (siehe hier). Aber seien wir mal ehrlich: Ein guter Actionfilm wie X-Men 2 würde auch ohne Botschaft funktionieren ;-)

Interessante Kamerapositionen, rasante Schnitte, artistische Kampfszenen, beeindruckende Stunts, prächtige Spezialeffekte und hervorragende Schauspieler wie McKellen und Stewart machen den Film allemal sehenswert. Außerdem hat er eine gute Story mit einigen überraschenden Wendungen zu bieten und Wolverine ist erneut die meiste Zeit so richtig schön sauer. Nightcrawlers fulminanter Alleingang im Weißen Haus beweist, daß es durchaus möglich ist, einen Teleporter glaubhaft im Film darzustellen, der Schauspieler spricht übrigens in der englischen Version viele Textpassagen in fast akzentfreiem Deutsch! Auch die anderen Mutanten (einige neue haben kurze Auftritte) werden gut in Szene gesetzt. Auch beim zweiten Ansehen ist X-Men 2 spannend, genauer gesagt: Je öfter ich ihn sehe, desto besser finde ich ihn. Beste Unterhaltung also! Und wer die X-Men-Comics kennt, der weiß, was er von Jean Greys "Ende" wirklich zu halten hat...

Die DVD:

Die DVD gibt es in verschiedenen Versionen mit unterschiedlichem Zusatzmaterial. Der Film ist natürlich immer der gleiche. Die Extras der Special Edition, die auf einen zweiten Silberling gebannt wurden, können sich durchaus sehen lassen:

Bei den nicht verwendeten Szenen kann man erkennen, daß vor allem Wolverines Kampfeinlagen ursprünglich viel brutaler konzipiert waren, als sie im Film zu sehen sind. Die hat man vermutlich im Hinblick auf die FSK-Freigabe nicht in den Film übernommen. Die anderen geschnittenen Szenen sind dagegen kaum von Interesse und im Film hätten sie wohl eher gestört. Die Featurettes beleuchten verschiedene Aspekte der Entstehung des Films, sie sind nicht die sonst allzu gern für DVDs verwendeten verkappten Werbefilmchen ohne großen Informationsgehalt, sondern richtige Dokumentationen. Es dürfen auch mal Leute wie Setdesigner usw. etwas von ihrer Arbeit erzählen. Wie es sich gehört, ist auch ein Interview mit Stan Lee dabei, dem Mann, der die X-Men-Comics erschaffen hat. Unangenehm aufgefallen ist mir bei der DVD nur eins: Legt man den Silberling mit dem Film ein, so erscheint nicht etwa gleich das Menü - da werden erst einmal einige Werbetrailer zu anderen aktuellen Filmen gezeigt! Daß man jetzt auch schon bei Kauf-DVDs gleich zu Anfang mit Werbung zugemüllt wird, ohne diese gezielt z.B. in einem Menü ausgewählt zu haben, das hat mich doch etwas irritiert.

Seitenanfang