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Der Wixxer Der Wixxer (D, 2004)
DVD - Regionalcode 2, Universum Film
FSK: 12
Laufzeit: ca. 83 Minuten

Extras
Musikvideo "The Wizard" von Right Said Fred feat. Doris Dubinsky, Trailer

Regie:
Tobi Baumann

Hauptdarsteller:
Oliver Kalkofe (Chief Inspector Even Longer)
Bastian Pastewka (Inspector Very Long)
Tanja Wenzel (Miss Pennymarket)
Thomas Fritsch (Earl of Cockwood)
Thomas Heinze (Inspector Rather Short / Der Wixxer)
Christoph Maria Herbst (Herr Alfons Hatler)
Wolfgang Völz (Sir John)
Lars Rudolph (Harry Smeerlap)
Eva Ebner (Miss Drycunt)




Inhalt:

London zittert im Würgegriff des Wixxers. Dieser maskierte Superverbrecher hat es sich zum Ziel gesetzt, die gesamte Unterwelt zu beherrschen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen erstmal alle anderen Oberschurken aus dem Weg geräumt werden. Und so bringt der Wixxer einen nach dem anderen um, zuletzt den "Mönch mit der Peitsche" - doch dabei wird er von den Dubinskys aus Bitterfeld beobachtet. Während Doris Dubinsky nach Blackwhite Castle verschleppt wird, setzt ihr Mann Dieter Scotland Yard von der Tat in Kenntnis. Chief Inspector Even Longer wird auf den Fall angesetzt, obwohl er noch um seinen Partner Rather Short trauert, der bei einer früheren Auseinandersetzung mit dem Wixxer getötet worden ist. Even Longer gibt sich die Schuld am Tod von Rather Short und mit seinem neuen Partner, Inspector Very Long, wird er nicht so richtig warm. Die ersten Ermittlungen führen zum Earl of Cockwood, der sich den Adelstitel nur durch Heirat erschlichen hat. Der Graf betreibt einen Mädchenhandel - er schmuggelt selbst gecastete Girlgroups ins Ausland.

Even Longer verliebt sich in die schöne Miss Pennymarket, die ihren Namen nach dem Laden erhalten hat, vor dem sie einst gefunden wurde. In Wirklichkeit ist sie die Tochter der Haushälterin des Earl of Cockwood. Die hatte ein Verhältnis mit dem früheren Earl, der vom jetzigen Inhaber dieses Titels umgebracht worden ist. Der wiederum würde Miss Pennymarket, die (würde die Wahrheit je publik werden) Erbin des gräflichen Vermögens wäre, gern heiraten - aber der Wixxer hegt die gleiche Absicht! Nachdem er noch schnell den Dicken Hai und den Frosch mit der Maske zur Strecke gebracht hat (letzteren sogar vor laufender Kamera in einer Show von Günter Jauch), entführt er Miss Pennymarket. Even Longer, der gerade seinen neuen Partner und Herrn Dubinsky aus den schwarzweißen Verliesen von Blackwhite Castle befreit hat, setzt sich auf seine Fersen. Zu guter Letzt bezwingt er den Finsterling, doch - oh Graus! - hinter der Totenkopfmaske des Wixxers verbirgt sich der tot geglaubte Rather Short! Jener hatte den echten Wixxer damals erschossen und war in seine Rolle geschlüpft, um ein aufregendes Leben führen zu können. Even Longer schießt den Schurken nieder, der Wixxer versinkt in der Themse.

Leider wird Even Longers Liebe zu Miss Pennymarket nicht erwidert: Die Dame liebt nämlich Herrn Hatler, den Butler des Earls of Cockwood. Immerhin muß Even Longer sich jetzt nicht mehr die Schuld am Tod seines früheren Partners geben. Auch nicht die Schuld am Tod des Wixxers. Denn der taucht quicklebendig wieder aus den Fluten auf...

Der Film:

Ich hatte ja erwartet, daß dieser Film ziemlich flach sein würde - aber mit einer derartigen Zweidimensionalität hatte ich nicht gerechnet. Okay - es gibt unzählige Anspielungen auf die alten Edgar-Wallace-Verfilmungen und auf eine ganze Menge anderer Filme. Viele Szenen strotzen nur so vor Details, die man gar nicht alle auf einen Blick wahrnehmen kann. Auch muß ich zugeben, daß der eine oder andere Gag durchaus nicht schlecht ist. Aber das reicht a) nicht für einen unterhaltsamen Film und b) schon gar nicht für eine gute Komödie. Zunächst einmal ist schon sehr bald klar, wer der Wixxer wirklich ist. Die ganze um diese Frage herumgekleisterte Handlung ist sowieso nur Nebensache, sie dient nur als völlig vernachlässigbare Plattform für Zoten, die sich teilweise sehr deutlich unterhalb der Gürtellinie bewegen und für müde Kalauer, die man so oder ähnlich schon tausendmal gesehen und gehört hat. So kann auch sonst keine Spannung aufkommen; man nimmt einfach keinen Anteil an dem, was sich da in Blackwhite Castle oder sonstwo abspielt. Der Film wirkt wie eine Aneinanderreihung von Sketchen für die diversen TV-Comedysendungen, mit denen man heutzutage tagein, tagaus gelangweilt wird. Für eine Persiflage ist das einfach zu wenig, eine Hommage sieht sowieso anders aus. Leider wird der ganze Mischmasch auch nicht etwa durch schauspielerische Leistungen aufgewertet. Kalkofe, Pastewka, Dittrich und so weiter sind nun mal keine Schauspieler - und das merkt man in jeder einzelnen Szene, wenn auch alle Beteiligten offensichtlich mit viel Hingabe bei der Sache sind. Immerhin: Es ist schön, mal wieder Wolfgang Völz in einer Kinorolle zu sehen. Und den indischen Rosenverkäufer...

Insgesamt also eine ziemlich müde Klamotte ohne Biß, der es übrigens gut getan hätte, wenn man für die Filmmusik nicht ausgerechnet ein solch seelenloses Synthesizer-Gedudel verwendet hätte. Schade eigentlich, denn ich mag sowohl Kalkofe (bzw. seine "Mattscheibe") als auch Bastian Pastewka und finde beide sonst recht witzig. "Der Wixxer" zündet aber nicht. Man guckt sich das Filmchen an und fragt sich hinterher, ob's das schon gewesen sein soll. Mit einem Wort: Zeitverschwendung.

Übrigens: Wie der Wixxer zu seinem bescheuerten Namen gekommen ist, bleibt ungeklärt. Sollte wohl so ähnlich klingen wie "Der Hexer" - eine Figur von Edgar Wallace.

Die DVD:

Vergessen wir die Extras - diese DVD-Version gibt es ja auch für wenig Geld, da darf man nichts erwarten. Es gibt auch Deluxe-Doppel-DVD-Version mit mehr Extras. Übrigens: Auf der DVD-Hülle steht, bei den Extras sei ein "Gag-Reel" vorhanden. Ich stelle mir unter so etwas eine Ansammlung schiefgegangener Szenen vor. Etwas derartiges findet man bei den DVD-Extras allerdings nicht, lediglich zwei Szenen aus "Kalkofes Mattscheibe". Zugegeben: Die sind witziger als der ganze Film "Der Wixxer"...

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