The Walking Dead


The Walking Dead - Siebte Staffel (USA, 2016/2017)

Blu-ray, E-one Entertainment
Altersfreigabe: FSK 18
Laufzeiten: Siehe Einzelepisoden

Extras:
- Audiokommentare
- Innerhalb von The Walking Dead (58:23 Min.)
- The Walking Dead - Das Making of (49:29 Min.)
- Eine größere Welt (10:14 Min.)
- Brechen & neu aufbauen (5:07 Min.)
- Ein neues Kapitel der Angst (5:04 Min.)
- Die Autoren (4:01 Min.)
- Die wichtigsten Streuner (8:29 Min.)
- In Memoriam (7:19 Min.)
- Krieger-Frauen (7:36 Min.)
- Deleted Scenes (15:47 Min.)

Regie:
Siehe Einzelepisoden

Hauptdarsteller:
Andrew Lincoln (Rick Grimes)
Jeffrey Dean Morgan (Negan)
Norman Reedus (Daryl Dixon)
Lauren Cohan (Maggie Rhee)
Danai Gurira (Michonne)
Melissa McBride (Carol Peletier)
Lennie James (Morgan Jones)
Chandler Riggs (Carl Grimes)
Alanna Masterson (Tara Chambler)
Sonequa Martin-Green (Sasha)
Christian Serratos (Rosita Espinosa)
Josh McDermitt (Eugene Porter)
Tom Payne (Paul Rovia, genannt "Jesus")
Khary Payton ("König" Ezekiel)
Austin Amelio (Dwight)
Pollyanna McIntosh (Jadis)
Xander Berkeley (Gregory)




Inhalt:

Die Box enthält die komplette siebte Staffel der Fernsehserie The Walking Dead.

Zur Vorgeschichte: Siehe sechste Staffel.

Vorsicht! Es folgen massive Spoiler.

6.1: Der Tag wird kommen (The Day Will Come When You Won't Be) Regie: Greg Nicotero (46:06 Min.)

Negan prügelt Abraham brutal zu Tode. Daryl attackiert Negan. Zur Strafe wird auch noch Glenn erschlagen. Da Rick immer noch Widerstandswillen zeigt, nimmt Negan ihn zu einem Ausflug mit dem Wohnmobil mit. Er steuert das Fahrzeug in eine Beißerherde hinein, wirft Ricks Axt aufs Dach und stößt Rick nach draußen. Negan sagt, die Axt gehöre ihm - ebenso wie Rick, dessen Freunde und all ihre Besitztümer. Rick soll Negan die Axt zurückbringen. Rick erledigt den Auftrag, doch Negan meint, er habe sich noch nicht vollständig unterworfen. Deshalb soll er Carls Arm mit der Axt abhacken. Da Rick befürchten muss, dass Negan ansonsten Carl und alle anderen sowie die Bewohner Alexandrias umbringen wird, hebt er die Axt zum Schlag. Jetzt ist Negan zufrieden; er hält Rick auf. Die Saviors ziehen ab und nehmen Daryl als Geisel mit. Rick und seine Leute sollen ab sofort Vorräte für die Saviors beschaffen oder produzieren. In einer Woche ist die erste Tributlieferung fällig. Maggie gibt sich die Schuld für diese Katastrophe. Sie will allein weiter nach Hilltop gehen. Rick soll Alexandria für den Kampf gegen Negan vorbereiten, doch er ist ein gebrochener Mann. Sasha bringt Maggie nach Hilltop.

6.2: Der Brunnen (The Well) Regie: Greg Nicotero (46:09 Min.)

Morgan und Carol werden in eine große befestigte Siedlung gebracht, die von ihren zahlreichen Bewohnern als "Königreich" bezeichnet wird. Oberhaupt dieser Gemeinschaft ist ein Mann, der sich mit "König Ezekiel" anreden lässt und einen riesigen Tiger (Shiva) als Haustier hält. Morgan macht sich um die Gemeinschaft verdient, indem er einen jungen Mann namens Benjamin vor einem Beißer rettet und ihn im Stockkampf unterrichtet. Ezekiel weiht Morgan deshalb in das Geheimnis ein, dass das Königreich den Saviors tributpflichtig ist. Ezekiel glaubt nicht, dass das Königreich stark genug wäre, es mit den Saviors aufzunehmen. Deshalb hat er sich auf einen Handel mit Negan eingelassen. Nur Ezekiels engste Gefolgsleute wissen Bescheid. Nicht alle sind mit dem Arrangement einverstanden. Die anderen Bewohner wähnen sich in völliger Sicherheit. Bei ihrem nächsten Besuch erhalten die Saviors frisch geschlachtete Schweine als Tribut. Sie ahnen nicht, dass Ezekiels Leute die Tiere mit Zombiefleisch gemästet haben.

Sobald sich Carol einigermaßen erholt hat, wird sie Ezekiel vorgeführt. Sie hält sein übertieben königliches Gebaren für einen schlechten Witz, will nicht bleiben und bereitet alles für eine heimliche Flucht vor. Ezekiel lässt sich nicht von Carols demonstrativer Harmlosigkeit täuschen und sagt ihr auf den Kopf zu, dass er ihre Absichten durchschaut. Er würde sie gehen lassen, bittet sie jedoch zu bleiben. Ezekiel verrät Carol unter vier Augen, dass er früher Zoowärter und Laienschauspieler war. Er hat die Rolle des Königs angenommen, weil die Menschen eine überlebensgroße Führerfigur gebraucht haben. Irgendwann sind Mensch und Rolle mehr oder weniger miteinander verschmolzen. Shiva war eines der seinerzeit von Ezekiel betreuten Zootiere. Die Tigerin hatte sich eines Tages verletzt und er hatte ihr das Leben gerettet. Seitdem verhält sich das Raubtier ihm gegenüber völlig zahm. Carol verlässt das Königreich, bleibt aber in der Nähe. Sie richtet sich in einem Haus ein. In der nächsten Zeit erhält sie gelegentlich Besuch von Leuten aus dem Königreich.

6.3: Die Zelle (The Cell) Regie: Alrick Riley (42:41 Min.)

Negan findet Daryls Mut beeindruckend und möchte ihn zu einem seiner Leutnants machen. Daryl soll deshalb durch Folter und Psychoterror gebrochen werden. Man hält ihn in einer winzigen dunklen Zelle gefangen, gibt ihm Hundefutter zu essen und lässt permanent dasselbe Lied auf hoher Lautstärke laufen. Doch so schnell lässt sich Daryl nicht unterkriegen. Sein Kerkermeister Dwight wird ihm als leuchtendes Beispiel vorgeführt. Dwight musste nach der gescheiterten Flucht bei Negan zu Kreuze kriechen, ihm seine Ehefrau Sherry überlassen und dabei zusehen, wie Negan sich mit ihr vergnügt; dennoch ist er vollkommen loyal. Daryl unternimmt einen Fluchtversuch, wird jedoch eingefangen und verprügelt. Trotz allem weigert er sich, auf die Frage "Wer bist du?" mit "Negan" zu antworten.

6.4: Fron (Service) Regie: David Boyd (59:25 Min.)

Negan erscheint persönlich mit einigen seiner Kämpfer in Alexandria, um die erste Tributlieferung abzuholen. Die Saviors bedienen sich nach Belieben. Diesmal werden noch keine Nahrungsvorräte mitgenommen, aber unter anderem große Mengen von Medikamenten, viele Möbelstücke, fast alle Matratzen und sämtliche Schusswaffen. Rick geht ohne Widerspruch auf alle Forderungen Negans ein und lässt sich von ihm demütigen, denn aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit der Saviors hält er Widerstand für sinnlos. Nicht alle Bewohner Alexandrias teilen diese Ansicht, unter anderem Spencer Monroe, der zwei Pistolen in seinem Haus versteckt hält. Das Fehlen der Pistolen fällt auf. Negan droht mit der Ermordung der Lagerverwalterin Olivia. Rick findet die Waffen noch rechtzeitig. Er liefert sogar ein nicht auf der Liste stehendes Gewehr, das Michonne für Schießübungen mit nach draußen genommen hatte, an Negan aus. Negan interessiert sich für Maggie, kann jedoch davon überzeugt werden, dass sie gestorben ist. Nachdem die Saviors abgezogen sind, besitzen die Alexandrier nur noch eine einzige Pistole; Rosita hat sie einem Beißer abgenommen. Ihr fehlt allerdings Munition. Michonne findet die von den Saviors mitgenommenen Matratzen am Straßenrand - sie wurden verbrannt.

6.5: Draufgänger (Go Getters) Regie: Darnell Martin (44:07 Min.)

Enid macht sich Sorgen um Maggie und geht allein nach Hilltop. Carl folgt ihr, allerdings nicht, um sie zu beschützen, sondern um sich an Negan zu rächen. Es geht Maggie schon besser. Das Ungeborene wurde nicht geschädigt. Dr. Carson meint, es wäre besser, wenn sie bis zur Geburt in Hilltop bliebe. Dagegen hat Gregory etwas einzuwenden. Er fürchtet die Rache der Saviors, sollten diese herausfinden, dass Hilltop etwas mit dem Angriff auf den Außenposten zu tun hat. Jesus kann ihn zumindest dazu bewegen, den beiden Frauen Zuflucht bis zum nächsten Morgen zu gewähren. In der Nacht knacken die Saviors die Tore Hilltops und locken Beißer mit lauter Musik an. Es ist nicht zuletzt Maggie und Sasha zu verdanken, dass die Untoten abgewehrt werden können. Als die Saviors eintreffen, verstecken sich Maggie und Sasha. Gregory kriecht buchstäblich vor den Saviors und würde ihnen die beiden Frauen ausliefern, doch Jesus hat sie gut versteckt. Für ihn ist nun das Maß voll. Er macht Gregory klar, dass es mit dessen Führerschaft vorbei ist. Sasha bittet Jesus, Negans Basis auszukundschaften, aber sonst niemandem etwas davon zu erzählen. Jesus klettert unbemerkt in einen Truck, mit dem die Saviors den von Hilltop entrichteten Tribut abtransportieren. Carl versteckt sich im selben Wagen.

6.6: Der Schwur (Swear) Regie: Michael E. Satrazemis (49:46 Min.)

Heath und Tara wissen noch nichts von den Geschehnissen im Anschluss an den Überfall auf den Außenposten der Saviors. Zwei Wochen lang sind sie in Richtung Küste unterwegs und suchen nach Vorräten, finden aber kaum etwas. Bei einem Beißerangriff werden sie getrennt. Tara stürzt in einen Fluss. Sie wird bewusstlos unweit der kleinen Siedlung Oceanside an Land gespült. Dort leben nur Frauen und Kinder. Sie sind die einzigen Überlebenden einer Gruppe, die vor einiger Zeit in Konflikt mit den Saviors geraten ist. Die Saviors haben alle Männer und über zehn Jahre alten Jungen ermordet. Die Frauen konnten entkommen und halten sich nun versteckt. Wer ihrer Siedlung zu nahe kommt, wird sofort erschossen. Eine junge Frau namens Cyndie rettet Tara am Ufer das Leben und hindert ihre Gefährtinnen daran, sie zu töten. Tara behauptet, sie sei allein unterwegs gewesen. Die Anführerin Natania bietet Tara ein neues Leben in der Siedlung an, denn man kann sie nicht gehen lassen. Als Tara endlich mit der Wahrheit herausrückt, gibt Natania vor, sie wolle Kontakt mit Alexandria herstellen. Tara soll von zwei Frauen dorthin eskortiert werden. Sie erkennt, dass die beiden sie umbringen wollen und flieht mit Cyndies Hilfe. Tara muss schwören, die Existenz der Siedlung geheim zu halten. Zurück in Alexandria erfährt Tara, dass die Saviors Denise ermordet haben.

6.7: Sing mir ein Lied (Sing Me a Song) Regie: Rosemary Rodriguez (62:43 Min.)

Jesus springt aus dem Truck, bevor dieser die Basis der Saviors erreicht. Carl bleibt sitzen, denn er will Negan töten. Er schafft es jedoch nur, zwei Saviors zu erschießen, bevor er überwältigt wird. Negan findet Carls Unerschrockenheit putzig und lässt ihn am Leben. Sobald Negan genug davon hat, den Jungen einzuschüchtern, zu demütigen und ihm zu zeigen, was mit Leuten geschieht, die sich nicht an "die Regeln" halten (Negan drückt ein glühendes Bügeleisen auf das Gesicht eines Mannes, der es gewagt hat, sich mit einer Frau aus Negans Harem zu treffen), bringt er Carl zurück nach Alexandria. Dort warten Negan und seine Leute auf Rick, der mit Aaron unterwegs ist, um nützliche Gegenstände zu suchen, die als Tribut verwendet werden können. Die beiden stoßen auf ein verlassenes Hausboot, das von zahlreichen Beißern umlagert ist. Rosita bringt Eugene dazu, eine Patrone für sie herzustellen. Jemand schiebt einen Zettel und einen Motorradschlüssel unter Daryls Zellentür durch.

6.8: Unsere Herzen schlagen noch (Hearts Still Beating) Regie: Michael E. Satrazemis (60:02 Min.)

Richard, einer der Vertrauten von König Ezekiel, spricht mit Carol und Morgan über seine Pläne. Für Richard steht fest, dass den Saviors nicht zu trauen ist und dass sie vernichtet werden müssen, bevor sie das Königreich zerstören. Carol und Morgan sollen ihn unterstützen, wenn er versucht, Ezekiel zum Erstschlag zu überreden. Beide wollen mit der Sache nichts zu tun haben. Carol will ganz alleingelassen werden.

Nachdem Rick und Aaron die Beißer überwunden haben, können sie einiges aus dem Hausboot mitnehmen. Dabei werden sie von jemandem beobachtet. Daryl flieht aus der Zelle, tötet einen Savior und begegnet Jesus. Die beiden verschwinden unbemerkt und gelangen nach Hilltop. Dort ist Maggies und Sashas Beliebtheit seit der Abwehr des nächtlichen Beißerangriffs enorm gestiegen. Maggie hätte sogar Chancen, zur neuen Anführerin Hilltops zu werden. Michonne errichtet einen Straßensperre aus Beißern, überrumpelt eine von Negans Anhängerinnen und lässt sich von ihr zur Basis der Saviors fahren. Erstmals wird ihr klar, wie groß diese Gemeinschaft wirklich ist. Selbst mit vereinten Kräften wären Alexandria und Hilltop nicht stark genug für einen Angriff. Michonne tötet die Frau und kehrt nach Hause zurück. In Alexandria händigen Rick und Aaron die Vorräte an die Saviors aus. Der ehemalige Besitzer hat eine obszöne Zeichnung in den Kisten hinterlassen. Die Saviors fühlen sich beleidigt und schlagen Aaron brutal zusammen.

Währenddessen versucht Spencer sich bei Negan anzubiedern. Spencer behauptet, Rick sei gefährlich und werde sich irgendwann gegen Negan wenden. Er selbst könne ein nützlicherer Verbündeter sein. Negan sieht das anders. Er glaubt, er habe Rick endgültig gebrochen. Spencer dagegen hat bewiesen, dass er nicht vertrauenswürdig ist. Negan tötet ihn vor den Augen der Bewohner Hilltops. Rosita zieht die Waffe und feuert die einzige Kugel ab, trifft aber nur Negans Baseballschläger "Lucille". Negan will wissen, wer die Patrone hergestellt hat. Da Rosita lügt, muss jemand sterben. Arat, eine von Negans Vertrauten, erschießt Olivia. Eugene meldet sich und wird von Negan mitgenommen.

Aufgrund der jüngsten Ereignisse kommt Rick zu der Einsicht, dass es falsch war, sich Negan zu beugen. Michonne muss kaum Überzeugungsarbeit leisten, um ihn dazu zu bringen, sich für den Kampf zu entscheiden. Sie gehen nach Hilltop, um Verbündete zu gewinnen.

6.9: Der Stein in der Straße (Rock in the Road) Regie: Greg Nicotero (51:45 Min.)

Gregory weist Rick ab, doch die Entscheidung liegt nicht mehr in seinen Händen. Die Bewohner Hilltops sind bereit, an der Seite Alexandrias gegen Negan zu kämpfen. Als nächstes wird König Ezekiel aufgesucht. Jesus kennt ihn. Er weiß auch über den Deal zwischen Negan und dem Königreich Bescheid. Ezekiel will an diesem Deal festhalten, obwohl ihm klar ist, dass dieser auf sehr wackligen Beinen steht. Morgan unterstützt diese Entscheidung. Er behauptet, Carol sei mit unbekanntem Ziel verschwunden. Daryl bleibt vorerst im Königreich. Dort ist er vor der Verfolgung durch die Saviors sicher, denn die betreten Ezekiels Domäne nicht. Rick und seine Gefährten kundschaften die Umgebung von Negans Basis aus. Sie finden eine von den Saviors zur Abwehr einer in der Nähe herumstreunenden Beißerherde angelegte Straßensperre, die mit Dynamit und anderen Explosivstoffen bestückt ist. Sie nehmen so viel wie möglich von dem Zeug mit. Die Herde rückt an und löst die restlichen Sprengfallen aus.

Kaum ist Ricks Gruppe zurück in Alexandria, da tauchen die Saviors auf. Sie wollen diesmal keinen Tribut, sondern Daryl. Rick kann guten Gewissens zulassen, dass sämtliche Häuser genauestens durchsucht werden. Dabei stellt sich allerdings heraus, dass das Vorratslager fast völlig leer ist. Gabriel hat massenweise Nahrungsmittel sowie Werkzeuge in ein Auto gepackt und ist verschwunden. Er hat Hinweise zurückgelassen, denen zufolge er zum Hausboot fahren wollte. Rick und seine Gefährten fahren dorthin und folgen seinen Spuren. Sie werden von Dutzenden schwer bewaffneten Kämpferinnen und Kämpfern umzingelt.

6.10: Neue beste Freunde (New Best Friends) Regie: Jeffrey January (46:04 Min.)

Richard versucht Daryl für einen Plan zu gewinnen, der zum offenen Kampf zwischen dem Königreich und den Saviors führen soll. Er will einen Konvoi der Feinde überfallen und eine Spur legen, die andere Saviors zu Carols Hütte führt. Carols Tod, so glaubt Richard, wird Ezekiel dazu bewegen, den Waffenstillstand zu brechen. Daryl lässt das natürlich nicht zu. Er besucht Carol, verrät ihr aber nicht, was Negan ihren Freunden angetan hat, denn ihm ist klar, warum sie sich von allen Menschen abgesondert hat. Daryl bittet Morgan vergeblich, in Ricks Sinn auf Ezekiel einzuwirken. Daraufhin geht Daryl allein nach Hilltop zurück.

Rick und seine Begleiter werden zur Zufluchtsstätte einer bislang unbekannten Gruppe von Überlebenden geführt. Diese Menschen leben inmitten einer riesigen, labyrinthisch angelegten Müllhalde. Ihre Anführerin Jadis erklärt, man habe seit Beginn der Katastrope alles mögliche gesammelt. Da nützliche Dinge immer schwerer zu finden sind, ist eine von ihnen in Alexandria eingedrungen. Sie wollte plündern und wurde von Gabriel gestört. Sie hat ihn gezwungen, ihr beim Abtransport der Vorräte zu helfen. Jadis ist nur an weiteren Waffen interessiert. Rick, der sich zunächst im Kampf gegen einen bizarr aufgerüsteten Beißer als würdiger Verbündeter beweisen muss, soll ihr bringen, was sie will (außerdem will sie die Hälfte der gestohlenen Vorräte behalten), dann wird sie für ihn gegen Negan kämpfen.

6.11: Wir sind Negan (Hostiles and Calamities) Regie: Kari Skogland (48:56 Min.)

Eugene erhält bei den Saviors ein nett eingerichtetes Zimmer, Zugang zur Bibliothek und alles, was er sich sonst noch wünscht. Negan schickt sogar drei seiner Frauen, mit denen sich Eugene die Zeit vertreiben darf. Aufgrund seines umfassenden Wissens ist Eugene für Negan unverzichtbar - zumindest glaubt Negan das, nachdem Eugene ihm diverse Lügen aufgetischt hat. Dwight wird bestraft, weil er bei Daryls Bewachung versagt hat. Außerdem ist Sherry verschwunden. Dwight findet den in ihrer Handschrift geschriebenen Zettel, der unter Daryls Zellentür durchgeschoben wurde, verschweigt das jedoch. Er erhält den Auftrag, Sherry zurückzuholen. Dwight geht zu Recht davon aus, dass Sherry in ihr altes Zuhause zurückgekehrt ist. Dort findet er allerdings nur einen Abschiedsbrief, in dem Sherry sich selbst die Schuld dafür gibt, dass Dwight zu einem loyalen Gefolgsmann Negans und zum Mörder geworden ist. Währenddessen wird Eugene von seinen neuen Freundinnen gebeten, eine Giftpille für eine andere Haremsdame anzufertigen, die der Situation angeblich durch Selbstmord entrinnen will. Eugene stellt eine Selbstmordpille her. Ihm wird klar, dass die Frauen Negan vergiften wollen, und verweigert ihnen das Mittel. Er fühlt sich recht wohl in seiner privilegierten Position. Dwight behauptet, er habe Sherry gefunden. Sie sei von Untoten zerrissen worden. Er benutzt einen Teil von Sherrys Liebesbrief, um Dr. Carson, den für die Saviors arbeitenden Bruder des in Hilltop tätigen Arztes, zu belasten. Negan vertraut Dwight und tötet den Mann.

6.12: Sag Ja (Say Yes) Regie: Greg Nicotero (42:54 Min.)

Bei der Suche nach Waffen für ihre potentiellen Verbündeten vom Schrottplatz haben Rick und Michonne mehr Glück als Verstand. Auf dem Gelände eines Rummelplatzes torkeln zahlreiche untote Soldaten herum, die noch ihre Waffen tragen. Dort gibt es auch ein Haus voller Armeerationen. Jadis ist auch hiermit nicht zufrieden, denn noch hat nicht jeder ihrer Gefolgsleute eine Schusswaffe. Rick darf einige behalten und muss weitersuchen. Tara weiß, wo man fündig werden könnte ... Rosita verliert die Geduld. Sie hat auf eigene Faust nach Waffen gesucht und nichts gefunden. Außerdem glaubt sie, dass die anderen gar nicht kämpfen wollen, sondern nur nach Ausreden suchen, um die Entscheidung hinauszuzögern. Sie schafft ein Scharfschützengewehr beiseite und bringt es nach Hilltop zu Sasha.

6.13: Begrabt mich hier (Bury Me Here) Regie: Alrick Riley (47:06 Min.)

Um König Ezekiel zum Krieg gegen die Saviors zu zwingen, führt Richard einen Zwischenfall bei einer Tributübergabe herbei. Diese Treffen waren in letzter Zeit ohnehin schon von Gewaltausbrüchen überschattet und immer war einer der Saviors kurz davor, Richard zu töten. Um genau das zu provozieren, lässt Richard in einem unbeobachteten Moment eine der zwölf als Tribut zu übergebenden Melonen verschwinden. Wie erwartet reagieren die Saviors, indem sie Ezekiels Leuten eine "Lektion" erteilen. Doch nicht Richard wird niedergeschossen, sondern Benjamin. Der junge Mann verblutet auf dem Weg zurück ins Königreich in Carols Hütte. Morgan durchschaut Richards Tat und konfrontiert ihn unter vier Augen mit seinem Wissen. Richard leugnet nicht, will die sich bietende Gelegenheit jedoch nicht ungenutzt lassen. Die Saviors sollen glauben, ihre Einschüchterungstaktik sei aufgegangen. Erst danach will Richard Ezekiel über alles in Kenntnis setzen, dann soll das Königreich einen Überraschungsschlag führen. Bei der Übergabe der fehlenden Melone erwürgt Morgan Richard und enthüllt die Wahrheit. Er versichert den Saviors, man habe die Botschaft verstanden. Somit ist Richards Ziel erreicht. Die Saviors wiegen sich in Sicherheit. Carol ahnt, dass Daryl ihr nicht alles gesagt hat. Morgan wollte ihr bisher nichts verraten, berichtet nun aber doch von Negans Taten und von Ricks Plänen. Daraufhin sucht Carol Ezekiel auf, um ihm zu sagen, dass er kämpfen muss. Er stimmt zu.

6.14: Auf die andere Seite (The Other Side) Regie: Michael E. Satrazemis (46:54 Min.)

Die Hilltop-Leute trainieren für den bevorstehenden Krieg. Sasha und Rosita beabsichtigen Negan im Alleingang zu töten. Sie brechen durch einen Geheimtunnel auf, als die Saviors der Siedlung einen unerwarteten Besuch abstatten. Während sich Maggie und Daryl in einem Keller versteckt halten, deutet Gregory gegenüber dem Anführer der Saviors an, dass nicht alle Tributpflichtigen so fügsam sind wie von Negan angenommen. Die Saviors ziehen ab, nicht ohne Carsons Bruder mitzunehmen, denn in Negans Basis wird ein neuer Arzt gebraucht.

Sasha nimmt Negan von einem Gebäude in der Nähe der Umzäunung aus ins Visier, hat aber kein freies Schussfeld. Deshalb durchbrechen die Frauen in der Nacht den Zaun. Sie versuchen Eugene zu befreien, doch er will bei den Saviors bleiben; dort fühlt er sich sicher. Sasha fädelt es so ein, dass nur sie in die Basis gelangt. Sie meint, dass Rosita aufgrund ihrer vielfältigen Fähigkeiten noch gebraucht wird. Die Schießerei beginnt. Saviors tauchen am Zaun auf. Rosita muss fliehen. Dabei begegnet sie jemandem.

6.15: Was wir brauchen (Something They Need) Regie: Michael Slovis (43:02 Min.)

Obwohl er Maggie sein Leben verdankt, ist Gregory bereit, sie an die Saviors zu verraten. Er bereitet sich auf ein konspiratives Treffen vor.

Sasha ist in der Basis der Saviors nicht weit gekommen. Sie landet in einer Zelle und entgeht nur knapp einer Vergewaltigung. Negan tötet den Lüstling persönlich, denn Vergewaltigung ist gegen seine Regeln. Negan lässt die Leiche und ein Messer in Sashas Zelle zurück. Sie könnte sich selbst töten, entscheidet sich aber dafür, den reanimierten Leichnam zu vernichten. Negan möchte Sasha auf seine Seite ziehen. Sie soll eine wichtige Rolle bei einer erneuten Maßregelung Ricks spielen. Sie geht zum Schein darauf ein. In Wahrheit ist ihr bewusst, dass Negan sie benutzen wird, um ihren Freunden zu schaden, und dass ihr Tod der einzige Ausweg ist. Sie fleht Eugene an, ihr das zu ermöglichen. Er bringt ihr die Selbstmordpille.

Tara bricht ihr Versprechen und führt Ricks Leute zur Oceanside-Siedlung. Vergeblich versucht sie Natania dazu zu bringen, mit Rick zu sprechen. Die Alexandrier sind gezwungen, die Oceanside-Frauen mit Sprengladungen und gezielten Schüssen in Panik zu versetzen. Es gelingt ihnen, niemanden zu verletzen. Die Frauen wären sogar bereit, sich mit den Alexandriern zu verbünden, doch Natania ist dagegen. Sie nimmt Tara als Geisel. Cyndie schlägt Natania nieder, als diese durch den Angriff einer Beißerhorde abgelenkt ist. Unter Ricks Führung kämpfen Alexandrier und Ocenaside-Frauen Seite an Seite gegen die Untoten und erleiden keine Verluste. Anschließend ziehen Ricks Leute ab. Sie nehmen alle Schusswaffen mit. Nach wie vor verweigert Natania ein Bündnis, aber einige Frauen würden am liebsten sofort mit den Alexandriern gehen. Zurück in Alexandria werden Ricks Leute von Rosita erwartet. Sie hat Dwight mitgebracht. Er behauptet, er wolle ihnen helfen.

6.16: Heute beginnt der Rest des Lebens (The First Day of the Rest of Your Life) Regie: Greg Nicotero (60:08 Min.)

Dwight informiert die Alexandrier über eine unmittelbar bevorstehende Attacke der Saviors und teilt ihnen mit, dass Sasha noch lebt. Damit die Alexandrier Zeit haben, die Verteidigung zu organisieren, will Dwight einige Bäume fällen und als Straßensperre einsetzen. Sobald Negans Trupp ausgeschaltet ist, will Dwight die Tore der als Sanctuary bezeichneten Basis der Saviors für einen Gegenangriff der Alexandrier öffnen und die von den Saviors unterdrückten Arbeiter zu einem Aufstand anstacheln. Tatsächlich sind die Saviors bereits unterwegs. Sasha wurde in einen Sarg gelegt und soll zu gegebener Zeit als Druckmittel präsentiert werden. Die Saviors werden durch die Sperre aufgehalten. Stunden vergehen, in denen die von Sasha geschluckte Selbstmordpille ihre Wirkung entfaltet. Die Alexandrier bereiten eine Sprengfalle am Haupttor vor. Jadis und ihre Kämpfer werden herbeigerufen. Sie postieren sich zusammen mit den Alexandriern überall entlang der Mauer. Die Saviors treffen ein. Eugene wird als Unterhändler vorgeschickt, doch Rick lässt sich auf nichts ein. Auf sein Signal hin betätigt Rosita den Auslöser für die Sprengfalle, doch die Explosion bleibt aus. Die Falle wurde von Jadis' Leuten sabotiert. Diese wenden sich nun gegen die Alexandrier - Jadis hat einen Deal mit Negan ausgehandelt.

Negan öffnet den Sarg, doch Sasha hat sich bereits in einen Zombie verwandelt und fällt über einen Savior her. Der Kampf bricht aus. Die Alexandrier drohen zu unterliegen. Negan beabsichtigt Carl vor Ricks Augen zu erschlagen. Durch das überraschende Eingreifen der Leute aus Hilltop und dem Königreich wird das Blatt doch noch einmal gewendet. Carol und Morgan kämpfen mit. Morgan bricht seinen sich selbst geleisteten Eid und tötet einige Gegner. Die Saviors und die Leute vom Schrottplatz wenden sich zur Flucht. Es gelingt den Alexandriern allerdings nicht, deren Anführer zu töten. Negan und Jadis entkommen. Als nach dem für beide Seiten verlustreichen Kampf Ruhe einkehrt, wird der Sasha-Zombie vernichtet und beerdigt. Rick, Maggie und Ezekiel stimmen die Überlebenden auf den Krieg ein. Daryl findet eine von Dwight hinterlassene Notiz. Angeblich hat er nichts von Jadis' Verrat gewusst. Negan ruft seine Armee zusammen.


Kommentar:

Wenn der Zuschauer bei einem Film oder einer Fernsehserie emotional beteiligt wird, dann wurde sicherlich einiges richtig gemacht. Insoweit verdient das Ende der 6. Staffel von "The Walking Dead" durchaus Lob, denn ich war nach der letzten Folge angesichts der totalen Aussichtslosigkeit der Situation, in der sich die Hauptfiguren befinden, in ziemlich gedrückter Stimmung. Ich habe mich jedoch gefragt, ob ich eine Serie brauche, die mich so runterzieht. Ob ich so etwas überhaupt sehen will. Nun, diese Frage stelle ich mir nach dem Ende der 7. Staffel immer noch, aber aus anderen Gründen. Die Düsternis der ersten Folge, der schreckliche Tod zweier Hauptfiguren und Ricks Scheitern gehören allerdings nicht zu diesen Gründen! Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn Hauptpersonen sterben. Auch dann nicht, wenn es sich um jemanden wie Glenn handelt, also eine jener Identifikationsfiguren, die von Anfang an dabei waren. Wenn so etwas gut in die Handlung eingebunden wird, der Storyentwicklung dient und spannend umgesetzt ist, dann immer her damit, auch wenn es weh tut. Abrahams und Glenns Tod ist in meinen Augen keine Effekthascherei, sondern sinnvoll, schon weil die Hilflosigkeit ihrer Freunde auf diese Weise drastisch klargemacht wird. Außerdem erhält Maggie so die Gelegenheit, noch mehr in den Vordergrund zu treten und sich sogar zu einer Führungspersönlichkeit zu mausern. Die grausame Tötung ist auch nur konsequent. Negan mag die Morde genießen, er handelt dabei aber von seinem Standpunkt aus gesehen durchaus nachvollziehbar. Negans Herrschaft über die tributpflichtigen Siedlungen gründet sich auf pure Angst. Durch die wahllose Tötung von Gruppenmitgliedern (und einige andere Gemeinheiten, die danach folgen) schüchtert er insbesondere Rick solange ein, bis dieser nicht mehr im entferntesten an Gegenwehr denkt. Die explizite Gewaltdarstellung in den entsprechenden Szenen ist ein anderes Thema. Aber bitteschön, wir sind hier bei "The Walking Dead", da gehen zermanschte Schädel in Ordnung.

Hauptgrund für mein weiter wachsendes Missfallen ist die ständige Wiederholung des gleichen Handlungsmusters. Das habe ich ja schon in den letzten Staffeln bemängelt, jetzt geht es genauso weiter! Ich kann mich nur selbst zitieren: Mal hatte es Rick mit der vom Governor beherrschten Stadt Woodbury zu tun, dann mit einer anderen Gruppe, zu deren Oberhaupt sich der Governor aufgeschwungen hatte. Nach der Entsorgung des Governors ging die Gefahr von den Terminus-Kannibalen aus. Sehr ähnlich verlief es mit der von Officer Lerner angeführten Gruppe im Krankenhaus. In Staffel 6 ist derselbe Konflikt erneut entstanden, nur in größerem Maßstab und mit einem Widersacher, der die Grausamkeit des Governors noch toppt. Über weite Strecken hinweg geht es in Staffel 7 nur darum, dem Zuschauer diese Grausamkeit wieder und wieder vor Augen zu führen. Also darf Negan endlos labern, maliziös grinsen, seinen Baseballschläger schwingen und so weiter. Am liebsten hätte ich den Autoren zugerufen: "Ja, verdammt! Ich habe kapiert, was für ein Typ Negan ist!" Doch damit nicht genug. Je ein Ersatz-Negan zieht in Hilltop und im Königreich noch ein paarmal genau dieselbe Show ab. Argh! Ich hatte gedacht, im Verlauf der 7. Staffel werde der Krieg gegen Negan ausbrechen und am Ende könne endlich zu einem ganz neuen Handlungsabschnitt umgeblendet werden, etwa zur Rückeroberung der Welt aus den modrigen Klauen der Zombies. Weit gefehlt! Erst am Ende der letzten Folge rufen die Anführer ihre Leute für den offenen Krieg zu den Waffen. Wahrscheinlich wird diese Auseinandersetzung erst mit der 8. Staffel enden ... bei optimistischer Einschätzung! Sollte Negan am Ende der 8. Staffel tot oder zumindest besiegt sein, wird zweifellos schon der nächste ähnlich gestrickte Fiesling für die 9. Staffel in den Startlöchern stehen. Langweilig.

16 Folgen, davon mehrere mit einer Laufzeit von einer Stunde - das ist zuviel. Ich finde es durchaus gut, wenn sich Drehbuchautoren und Regisseure die Zeit für ausgiebige Figurenzeichnung nehmen. Und natürlich enthält auch die siebte Staffel wieder viele starke Charakterszenen. Leider stehen dabei oft echte Nervensägen im Mittelpunkt, zum Beispiel Rosita. Zudem kann ich die Figurenzeichnung nicht in allen Fällen als gelungen bezeichnen. Hier die positiven Beispiele: Dass Eugene zum Verräter wird und sich auf die Seite derjenigen schlägt, bei denen er mit hoher Wahrscheinlichkeit ungefährdet (sowie im relativen Luxus) leben kann, ist für diese Figur OK. Ricks langer Weg zurück nach oben ist glaubwürdig. Dass sich Maggie wie schon erwähnt weiterentwickelt, finde ich toll. Dwight ist eine interessante Persönlichkeit; er könnte zum Zünglein an der Waage werden. Andere Figuren entwickeln sich aber überhaupt nicht weiter, egal wieviel Screentime sie haben, und Morgan sowie Carol drehen sich nur einmal um sich selbst. Am Ende sind sie wieder am Ausgangspunkt angelangt. Vor allem dauert einfach alles zu lang. Ständig werden dieselben Themen durchgekaut, der Verlauf der Geschehnisse ist vorhersehbar. Das gilt auch für den Verrat der Müllhaldenbewohner. Zu keinem Zeitpunkt wird erklärt, warum Rick diesen merkwürdigen Leuten derart vorbehaltlos vertraut, dass er sie innerhalb der Mauern Alexandrias bewaffnet herumlaufen lässt. Wäre es nicht viel schlauer gewesen, sie irgendwo draußen in der Nähe zu postieren? Das hätte den zusätzlichen Vorteil gebracht, dass man die Saviors ins Kreuzfeuer hätte nehmen können. Die neuen Figuren wie Ezekiel (ein CGI-Tiger?!? Musste das sein?) oder Jadis reißen es nicht heraus. Warum benehmen sich die Leute von der Müllhalde eigentlich so seltsam? Sie reden äußerst einsilbig, latschen wie zugedröhnt durch die Gegend ... gibt es dafür einen einleuchtenden Grund? Ich habe keinen gefunen.

Besonders ärgerlich finde ich, dass sich fast alle Figuren auch diesmal wieder in mindestens einer Situation unfassbar dämlich verhalten. Ich habe mich manchmal gefragt, ob ich veralbert werden soll. Zum Beispiel hätte man Negan in Ep. 4 mit etwas Vorbereitung und Entschlossenheit problemlos in Alexandria in eine Falle locken können. Er hat nur ein paar Leute dabei, die sich auch noch in Grüppchen aufteilen oder sogar allein unterwegs sind. Daryl ist ja vor Ort, die Saviors können ihn also nicht mehr als Geisel missbrauchen. Carls Alleingang in Episode 7 ist so grenzenlos bescheuert, dass ich Rick nur den Rat geben kann, das Gör einzusperren. Rosita benimmt sich womöglich noch dümmer. Sie bringt es in Ep. 8 fertig, mit ihrem einzigen Schuss nicht Negan zu treffen, sondern den Baseballschläger. Warum hat sie überhaupt geschossen, das heißt, warum hat sie sich keinen geeigneteren Moment ausgesucht? Ihre Reaktion lässt nur den Schluss zu, dass ihr völlig egal ist, was mit ihren Freunden geschieht. In Ep. 12 begeht Rick einen Fehler, der überhaupt nicht zu dieser Figur passt. Er müsste längst begriffen haben, dass man auf dem besten Weg in den Untergang ist, wenn man Gefahren nicht mehr ernst nimmt. Trotzdem albert er mitten unter den Zombies auf dem Rummelplatz herum, benimmt sich äußerst leichtsinnig und gerät natürlich prompt in die Fänge der Beißer - das jedenfalls soll man glauben, als Michonne sieht, wie die Zombies gierig auf frischem Fleisch herumkauen. Es ist natürlich nicht Rick, sondern ein Reh. Ganz billiger Trick. Zu "guter" Letzt: Sasha. Es ist nicht einzusehen, warum sie in Ep. 14 nicht in ihrem Versteck wartet, bis sich Negan wieder im Freien zeigt. Mit Sicherheit hätte sie früher oder später freies Schussfeld gehabt. Aber nein, sie geht mitten rein in die vor Feinden wimmelnde Hauptbasis. Ihr hätte klar sein müssen, dass sie nicht weit kommen würde.

Werde ich mir die 8. Staffel anschauen? Ich weiß es noch nicht. Wahrscheinlich schon. Ich freue mich aber nicht darauf. Schade!


Extras:

Die Blu-ray enthält auch die englischsprachige Fassung. Zum Glück! Ich finde die deutschen Synchronstimmen nämlich suboptimal bis grauenhaft und schaue mir die Serie inzwischen nur noch im Original an.

"Innerhalb von The Walking Dead", der längste Beitrag beim Bonusmaterial, ist höchstens als Erinnerungsstütze interessant, denn Story und Figurenentwicklung werden von Episode zu Episode via Interviews und Filmausschnitten nacherzählt. Hintergrundinfos? Fehlanzeige. Im "Making of" und diversen teils redundanten kürzeren Featurettes ist darüber hinaus auch ein wenig Hinter-den-Szenen-Material enthalten. Am interessantesten sind hierbei die Zombies. Es wird recht ausführlich auf die Entstehung der Masken, Modelle und CGI-Effekte eingegangen, außerdem kann man die aufwändig und phantasievoll gestalteten Kreaturen genauer in Augenschein nehmen als in der Serie. Amüsant: Andrew Lincoln hat es gehasst, den unterwürfigen Rick spielen zu müssen.

Die acht nicht verwendeten bzw. verlängerten Szenen sind fast durch die Bank verzichtbar. Nur eine ist der Erwähnung wert: Die Vision von der schönen Zukunft, in der alle Alexandrier fröhlich am Tisch sitzen, ist hier viel länger. Es sind mehr Szenen aus jenem Leben zu sehen, das vermutlich nicht nur Glenn und Abraham für immer verwehrt bleiben wird ...


J. Kreis, 10.12.2017




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