The Walking Dead


The Walking Dead - Dritte Staffel (USA, 2012)

Blu-ray, E-one Entertainment
Altersfreigabe: FSK 18
Laufzeit: 16 Episoden, ca. 43 Min. je Episode

Extras:
- Audiokommentar zu den Episoden 4, 5, 8, 9 und 15
- Deleted Scenes zu den Episoden 3, 5, 6, 10, 11 und 12 (insg. 13:20 Min.)
- Heranwachsender Sohn (6:47 Min.)
- Böses Auge (7:55 Min.)
- Verlassen, aber nicht vergessen (8:14 Min.)
- Herz eines Kriegers (8:25 Min.)
- Michonne vs. The Governor (5:13 Min.)
- Sicherheit hinter Gittern (9:44 Min.)
- Making the Dead (8:06 Min.)
- Gedärme und Glorie (7:42 Min.)

Regie:
Siehe Einzelepisoden

Hauptdarsteller:
Andrew Lincoln (Rick Grimes)
David Morrissey (Philip Blake, genannt "Der Governor")
Laurie Holden (Andrea)
Danai Gurira (Michonne)
Norman Reedus (Daryl Dixon)
Michael Rooker (Merle Dixon)
Scott Wilson (Hershel Greene)
Steven Yeun (Glenn)
Lauren Cohan (Maggie Greene)
Melissa McBride (Carol Peletier)
Emily Kinney (Beth Greene)
Chandler Riggs (Carl Grimes)
Iron E. Singleton (Theodore Douglas - "T-Dog")
Sarah Wayne Callies (Lori Grimes)
Dallas Roberts (Milton Mamet)
Lew Temple (Axel)
Vincent Ward (Oscar)
Chad L. Coleman (Tyreese)
Sonequa Martin-Green (Sasha)
Lennie James (Morgan Jones)
Melissa Ponzio (Karen)




Inhalt:

Die Box enthält die komplette dritte Staffel der Fernsehserie The Walking Dead.

Zur Vorgeschichte: Siehe Erste Staffel und Zweite Staffel.

3.1: Die Saat (Seed) Regie: Ernest Dickerson

Rick und die anderen Überlebenden haben den ersten Winter nach der Zombie-Apokalypse überstanden. Sie fahren von Haus zu Haus, um sich mit Vorräten zu versorgen. Lori ist inzwischen hochschwanger, erträgt das Nomadendasein nicht mehr und braucht eine sichere Bleibe. Sie wird von Ängsten geplagt. Sie fühlt sich von Rick und Carl abgelehnt, außerdem glaubt sie, das ungeborene Kind sei tot oder sie werde bei der Geburt sterben. Bei der Jagd stoßen Rick und Daryl auf einen Gefängniskomplex. Ohne größere Schwierigkeiten werden der Außenbereich und Zellenblock C von Zombies befreit. Das doppelt umzäunte Gefängnis ist ein ideales Versteck, außerdem gibt es dort Nachschub an Waffen und Munition. Ricks Leute erkunden das verwüstete Innere des Gefängnisses und dringen dabei in einen anderen Zellenblock vor. Dort wimmelt es nur so vor Zombies. Auf der Flucht vor den hungrigen Untoten wird Hershel in den rechten Unterschenkel gebissen. Die anderen bringen ihn in der Cafeteria in Sicherheit. Rick hackt Hershels Bein ab, um die Infektion aufzuhalten. Plötzlich erscheinen fünf Gestalten in einem anderen Bereich der Cafeteria. Es sind keine Zombies, sondern überlebende Gefängnisinsassen. In den vergangenen Monaten war Andrea, die von Ricks Gruppe getrennt worden ist, mit der Einzelgängerin Michonne unterwegs. Michonne ist eine geschickte Schwertkämpferin. Sie hat zwei Zombies durch Entfernen der Unterkiefer sowie der Arme unschädlich gemacht und angekettet. Da die Untoten nicht mehr beißen können, sind sie passiv geworden. Michonne nutzt sie als "Lasttiere" und zur Tarnung; aufgrund des Geruchs der beiden Untoten werden andere Zombies nicht auf die Menschen aufmerksam. Andrea ist schwer krank, aber Michonne lässt sie nicht zurück.

3.2: Rosskur (Sick) Regie: Billy Gierhart

Hershel wird zurück in den Zellenblock C gebracht und notdürftig versorgt. Er wird angekettet, denn es ist fraglich, ob er die Verletzung übersteht. Tatsächlich muss er einmal von Lori wiederbelebt werden. Ricks Leute achten nicht weiter auf die fünf Gefängnisinsassen. Diese folgen der Gruppe und melden Besitzansprüche am Gefängnis an. Sie haben seit dem Beginn der Apokalypse in der Cafeteria festgesessen und sich von den dort gelagerten Vorräten ernährt. Sie haben keine Ahnung von der Lage draußen und werden von Rick aufgeklärt. Man einigt sich darauf, dass die Vorräte aufgeteilt werden, und dass Ricks Leute den Sträflingen im Gegenzug bei der Säuberung eines anderen Zellenblocks helfen. Jede Gruppe soll dann von der anderen isoliert bleiben. Tomas, der Wortführer der Häftlinge, geht auf den Handel ein. Bei der Säuberungsaktion stellen sich die Häftlinge so dumm an, dass einer gebissen wird. Tomas erschlägt ihn. Später versucht er Rick umzubringen und wird von diesem getötet. Ein weiterer Häftling flieht. Rick überlässt es den Zombies, ihn zu erledigen. Die beiden Überlebenden (Axel und Oscar) dürfen im geräumten Zellenblock D bleiben. Inzwischen ist Carl allein zur Krankenstation gegangen und hat Medikamente sowie Verbandszeug besorgt. Somit kann Hershel besser versorgt werden. Er fiebert nicht und kommt wieder zu Bewusstsein. Carol hat bei Hershel ein paar Grundbegriffe der Krankenpflege gelernt. Da sie annimmt, dass sie bei Lori einen Kaiserschnitt wird machen müssen, übt sie an Leichen. Genug Anschauungsmaterial torkelt vor dem Gefängniszaun herum. Während Carol ihr erstes Versuchsobjekt aufschneidet, wird sie unbemerkt beobachtet.

3.3: Zeit der Ernte (Walk with me) Regie: Guy Ferland

Andrea und Michonne nähern sich der Absturzstelle eines Hubschraubers und beobachten, wie andere Überlebende den Piloten bergen. Die restliche Hubschrauberbesatzung ist tot. Die beiden Frauen werden gefangen genommen - ausgerechnet von Merle Dixon, der gar nicht gut auf Mitglieder aus Ricks Gruppe zu sprechen ist. Merle gehört jetzt zu einer Gruppe von mehr als 70 Überlebenden, die sich in der Stadt Woodbury verschanzt haben. In Woodbury herrscht zumindest der Anschein von Normalität. Es gibt Strom, frische Lebensmittel, warmes Wasser, medizinische Versorgung und eine Schule. Zombies stellen kein Problem dar. Alle Straßen sind verbarrikadiert und werden rund um die Uhr bewacht. Andrea und Michonne werden gut behandelt, aber man nimmt man ihnen die Waffen ab. Am nächsten Tag geht es Andrea schon viel besser. Die Frauen machen Bekanntschaft mit dem "Governor", dem Oberhaupt der kleinen Gemeinde, dessen Anordnungen strikt Folge geleistet werden muss. Andrea ist sehr beeindruckt von dem, was der Governor in Woodbury aufgebaut hat. Sie möchte noch bleiben. Michonne bleibt misstrauisch. Zu Recht, denn der Governor ist absolut skrupellos. Seine Leute stellen Experimente mit Untoten an, deren Köpfe der Governor zu Hause in Aquarien aufbewahrt. Auch Michonnes "Lasttiere" landen auf dem Untersuchungstisch. Als der Governor vom Hubschrauberpiloten erfährt, dass dessen Kameraden von der Nationalgarde auf seine Rückkehr warten, überfällt er deren provisorisches Camp. Alle Soldaten werden wegen ihrer Fahrzeuge, Vorräte und Waffen getötet. Zurück in Woodbury behauptet der Governor, die Männer seien Zombies zum Opfer gefallen. Der Kopf des Hubschrauberpiloten wandert in die Sammlung des Governors.

3.4: Leben und Tod (Killer within) Regie: Guy Ferland

Hershel erholt sich schnell. Er kann schon wieder gehen, allerdings nur an Krücken. Axel und Oscar halten es in ihrem Zellenblock nicht mehr aus, denn dort liegen noch die Leichen ihrer Freunde herum. Sie möchten sich lieber der anderen Gruppe anschließen. Rick vertraut ihnen jedoch nicht. Plötzlich tauchen überall im Gefängnis Dutzende von Beißern auf, gleichzeitig dröhnen die Alarmsirenen los, so dass sämtliche in der Umgebung herumstreunenden Zombies angelockt werden. Die Menschen werden getrennt. T-Dog wird gebissen und opfert sich, damit Carol entkommen kann. Da sie verschwunden bleibt, halten die anderen sie für tot. Oscar führt Rick und Daryl zum Generatorraum. Dort wird Rick von dem tot geglaubten geflohenen Häftling angegriffen - er hat die Tore geöffnet und das Stromaggregat aktiviert, um Ricks Leute zu beseitigen. Er wird im letzten Moment von Oscar erschossen, der sich damit als vertrauenswürdig erweist. Lori, Maggie und Carl verstecken sich vor einer Beißer-Horde im Kesselraum. Loris Wehen setzen ein, aber eine normale Geburt ist nicht möglich. Maggie muss das Kind per Kaiserschnitt holen. Das Baby ist wohlauf. Lori stirbt infolge des Blutverlusts. Carl ist gezwungen, ihr in den Kopf zu schießen, damit sie sich nicht als Untote erhebt. Das Gefängnis kann wieder gesichert werden, aber Rick ist am Boden zerstört. Michonne begutachtet in Woodbury die Einschusslöcher an den Fahrzeugen der Nationalgardisten und schöpft Verdacht. Andrea erklärt Merle, wo sie Daryl zuletzt gesehen hat. Merle will seinen Bruder suchen, aber der Governor ist nicht bereit, ihn gehen zu lassen. Michonne will Woodbury nun endlich verlassen, aber Andrea fühlt sich zum Governor hingezogen und kann Michonnes Plan, zur Küste zu wandern - wo es möglicherweise sicher ist, möglicherweise aber auch nicht - nichts abgewinnen.

3.5: Anruf (Say the Word) Regie: Greg Nicotero

Der Governor beginnt Michonne als Bedrohung zu betrachten, denn sie dringt in seine privaten Räume ein, um ihr Schwert zurückzuholen. Ihn stört nicht so sehr, dass sie einige Beißer tötet, die auf dem Gelände von Woodbury gefangen gehalten werden, aber sie hätte beinahe eines seiner Geheimnisse entdeckt: Er hält seine untote Tochter Penny bei sich versteckt und tut so, als wäre sie noch am Leben. Michonne hat genug und verlässt die Stadt. Sie wird nicht aufgehalten. Andrea bleibt zurück, muss sich aber bald fragen, ob das die richtige Entscheidung war, denn in Woodbury wird ein Fest gefeiert, dessen Höhepunkt in Arenakämpfen mit Zombies besteht, denen die Zähne gezogen worden sind. Der Governor begründet das damit, dass die Einwohner ihre Angst vor den Kreaturen verlieren sollen. Durch Loris Tod wurde Rick völlig aus der Bahn geworfen. Er interessiert sich nicht für seine neugeborene Tochter und geht ganz allein in den Zellenblock, um sämtliche Zombies zu vernichten. Glenn versucht vergeblich, ihn zurückzuholen. Das Kind braucht dringend Babymilch. Daryl und Maggie beschaffen einige Vorräte in einem nahe gelegenen Kindergarten. Im Kesselraum findet Rick nur noch Fleischfetzen vor. Anscheinend wurde Loris Leiche von einem Untoten gefressen. Rick tötet den Beißer, macht danach aber immer noch keine Anstalten, zu seinen Gefährten zurückzukehren. Da klingelt ein Telefon, das im Kesselraum steht.

3.6: Auf der Jagd (Hounded) Regie: Dan Attias

Rick telefoniert mit Unbekannten, die ihm etwas von einem weit entfernten, sicheren Ort erzählen. Dorthin möchte Rick seine Gruppe gern führen, bis er begreift, dass er mit den Toten spricht, unter anderem mit Lori. Die Anrufe sind nur Wahnvorstellungen. Diese Erkenntnis bringt ihn zumindest teilweise wieder zur Vernunft. Daryl findet die tot geglaubte Carol in einer Einzelzelle, wo sie sich seit dem Alarm vor den Zombies versteckt gehalten hat. Sie ist dehydriert, ansonsten aber wohlauf. Maggie und Glenn sind wieder einmal unterwegs, um Vorräte zu besorgen, vor allem für das Baby. Dabei werden sie unbemerkt von Michonne beobachtet, die auf der Flucht vor den Häschern des Governors ist. Dieser wollte sie keineswegs unbehelligt ziehen lassen, sondern hat ihr Merle und drei weitere Männer hinterhergeschickt. Sie wurde angeschossen, konnte jedoch zwei ihrer Verfolger töten. Den dritten hat Merle selbst ermordet, weil es ihm nicht gelungen ist, Michonne zu fangen, und weil er das - im Gegensatz zu seinem Gefährten - vor dem Governor verheimlichen will. Michonne sieht, wie Maggie und Glenn von Merle überrumpelt und nach Woodbury entführt werden. Michonne schleppt sich mit letzter Kraft zum Gefängnis, wobei sie die von Maggie und Glenn gesammelten Vorräte mitnimmt.

3.7: Tod vor der Tür (When the Dead come knocking) Regie: Dan Sackheim

Michonne bricht vor dem Gefängniszaun zusammen. Sie wird hereingeholt und verarztet. Es dauert eine Weile, bis das gegenseitige Misstrauen überwunden ist. Michonne erzählt, was sie gesehen hat, und dass es Überlebende in Woodbury gibt. Sie bietet Rick Hilfe bei Maggies und Glenns Befreiung an. Daryl und Oscar schließen sich an. Unterwegs entrinnen sie nur knapp der Attacke einer Beißer-Übermacht. Sie verstecken sich in einer von einem Einsiedler bewohnten Hütte. Der Mann bedroht sie mit einer Waffe und macht Lärm; Michonne ist gezwungen, ihn zu töten. Die Leiche wird als Ablenkung für die Zombies verwendet. In der Nacht nähern sich die vier Gefährten Woodbury. Dort werden Maggie und Glenn von Merle und dem Governor brutal gefoltert. Sie sollen das Versteck ihrer Gruppe preisgeben. Beide bleiben standhaft, bis der Governor droht, Glenn zu erschießen. Dann verrät Maggie das Geheimnis. Der Governor betrachtet Ricks Gruppe als Bedrohung, die es zu beseitigen gilt. Andrea ahnt von alldem nichts. Sie hat inzwischen ein Verhältnis mit dem Governor. Er bittet sie, dem Wissenschaftler Milton Mamet zu assistieren. Mamet glaubt, dass sich die Zombies noch an ihr früheres Leben erinnern können und führt ein Experiment durch, um diese Theorie zu beweisen. Mament und Andrea beobachten einen im Sterben liegenden Freiwilligen, der seit längerer Zeit auf diesen Moment vorbereitet wurde. Doch nach Tod und Verwandlung ist von dem ehemaligen Menschen nichts mehr übrig - wie alle Zombies greift der Mann sofort an, so dass Andrea ihn vernichten muss.

3.8: Siehe, dein Bruder (Made to suffer) Regie: Billy Gierhart

Glenn und Maggie machen einen vergeblichen Ausbruchsversuch, töten dabei einen Mann und sollen nun exekutiert werden. In letzter Minute erscheinen Rick und seine Leute, um sie zu befreien. Das bleibt nicht unbemerkt, und so kommt es zu einer Schießerei in Woodbury. Oscar wird dabei getötet. Alle anderen außer Daryl und Michonne fliehen über die Barrikaden. Daryl bleibt zurück, weil er jetzt weiß, dass sich Merle in Woodbury aufhält, und Michonne hat noch eine Rechnung mit dem Governor offen. Sie dringt erneut in seine Privaträume ein. Diesmal findet sie die Kopfsammlung und macht Bekanntschaft mit Penny. Als der Governor hinzukommt, tötet Michonne das Zombie-Kind vor seinen Augen. Der Governor attackiert Michonne und entwaffnet sie, doch sie sticht ihm eine Scherbe der beim Kampf zu Bruch gehenden Aquarien ins rechte Auge. Da erscheint Andrea (die das kleine Geheimnis des Governors nun ebenfalls kennt), lässt Michonne aber laufen. Nachdem Ricks Gruppe verschwunden ist, spricht der Governor zu seinen Leuten und bezeichnet die Angreifer als Terroristen, die sich mit Gewalt holen wollen, was den Stadtbewohnern gehört. Er beschuldigt Merle des Verrats und präsentiert dessen Bruder Daryl als Beweis. Die Menge schreit nach dem Blut der beiden. In der Zwischenzeit ist eine Gruppe von fünf Überlebenden, angeführt von einem Mann namens Tyreese, in einen offen liegenden Bereich des Gefängnisses eingedrungen. Eine Frau aus der Gruppe wurde von einem Zombie gebissen. Durch ihre Schreie angelockt findet Carl die Fremden im Kesselraum, hilft ihnen bei der Abwehr einiger Beißer und führt sie in den gesäuberten Block C, wo sie vorerst in einer Zelle eingesperrt werden.

3.9: Kriegsrecht (The Suicide King) Regie: Lesli Linka Glatter

Daryl und Merle müssen gegeneinander und gegen Zombies kämpfen. Wer überlebt, soll freigelassen werden. Bevor es zum Brudermord kommt, greift Ricks Gruppe ein. Rauchbomben werden geworfen, die Zombies kommen frei. Im entstehenden Chaos können Ricks Leute fliehen. Sie sind jedoch nicht bereit, Merle mit ins Gefängnis zu nehmen. Michonne darf mitkommen. Da man ihr misstraut, darf sie nur solange bleiben, bis ihre Verletzungen ausgeheilt sind. Daryl trennt sich von seinen Gefährten, um mit seinem Bruder zusammenbleiben zu können. Glenn ist erbittert, weil Merle und der Governor - seine schlimmsten Peiniger - am Leben gelassen wurden. Rick muss nun entscheiden, was mit den Neuankömmlingen geschehen soll. Plötzlich sieht er seine tote Frau als geisterhafte Erscheinung und verliert völlig die Fassung. Die Neuankömmlinge müssen das Gefängnis verlassen. In Woodbury bahnt sich ein Aufstand an, denn der Governor lässt sich nicht mehr blicken. Die Stadtbewohner haben Angst und wollen fliehen, weil sich die Sicherheit innerhalb der Barrikaden als Illusion erwiesen hat. Die Tore bleiben jedoch verschlossen. Beißer dringen durch eine von Merle hinterlassene Lücke in der Barrikade ein. Ein Mann wird gebissen und später vom Governor erschossen. Als Andrea den Governor zur Rede stellt, erfährt sie endlich, dass ihre Freunde noch leben, und warum es zum Angriff auf Woodbury gekommen ist. Es bleibt Andrea überlassen, die Leute zu beruhigen und zum Wiederaufbau zu bewegen.

3.10: Zuflucht (Home) Regie: Seith Mann

Ricks Halluzinationen werden schlimmer. Er sieht immer wieder seine Frau, die ihn nach draußen lockt. Er spricht später mit Hershel darüber. Rick weiß, dass Lori nicht real ist, meint aber, dass seine Visionen einen Grund haben müssen und kehrt vorerst nicht ins Gefängnis zurück. Glenn sieht sich selbst als neuen Anführer der Gruppe. Er plant einen Gegenangriff auf Woodbury, fährt zunächst aber nur allein auf Patrouille. Obwohl der Governor Andrea zugesichert hat, er werde ihre Freunde in Ruhe lassen, greifen er und einige seiner Schergen das Gefängnis an. Axel wird erschossen. Die Gittertore werden mit einem Truck durchbrochen, der unzählige Zombies geladen hat. Die Untoten drohen das Gelände zu überrennen, gleichzeitig nehmen der Governor und seine Männer die Gefängnisbewohner unter Beschuss. Dann gelingt es Maggie, einen Scharfschützen auszuschalten, der sich auf einem Wachturm eingenistet hat. Michonne steht Hershel bei, der aufgrund seiner Behinderung nicht schnell genug fliehen kann. Rick wird von Daryl und Merle aus der Umklammerung mehrerer Zombies gerettet. Die Brüder haben sich eine Zeit lang allein durch die Wälder geschlagen. Nachdem sie eine kleine Gruppe von Überlebenden gegen Beißer verteidigt haben, hat Daryl beschlossen, zu seinen Freunden zurückzukehren, und Merle ist ihm gefolgt. Als auch noch Glenn zurückkehrt, ergreifen der Governor und seine Männer die Flucht. Dennoch ist die Situation alles andere als bereinigt, denn die Umzäunung ist zerstört und der gesamte Außenbereich des Gefängnisses wimmelt vor Zombies. Die Untoten sind auch wieder in einst gesäuberte Bereiche vorgedrungen. Merle wird in einer Zelle eingesperrt. Er warnt vor weiteren Angriffen des Governors. Trotzdem wollen weder Rick noch Glenn ihre Zuflucht aufgeben.

3.11: Judas (I ain't a Judas) Regie: Greg Nicotero

Jeder kampffähige Bewohner Woodburys erhält eine Waffe und wird für den Krieg gegen die angeblichen Aggressoren ausgebildet. Andrea versucht zwischen den Gruppen zu vermitteln und geht zum Gefängnis - heimlich, wie sie glaubt, aber der Governor wurde von Milton, den Andrea um Hilfe gebeten hat, informiert. Andrea und Milton fangen einen Beißer, den Andrea so präpariert, wie Michonne es einst vorgemacht hat, so dass sie ihn als Tarnung benutzen kann. Danach begegnen Andrea und Milton Tyreeses Gruppe. Milton führt die Leute nach Woodbury, wo sie dem Governor Informationen über den Grundriss des Gefängnisses geben. Andrea geht weiter zum Gefängnis und wird alles andere als herzlich empfangen, denn man hält sie für eine Verräterin. Sie erfährt endlich, was für ein Mensch der Governor wirklich ist und wie oft er sie belogen hat. Ricks Leute nehmen Andreas Warnung ernst, sind aber nicht zu Verhandlungen bereit. Wenn der Governor einen Krieg will, dann soll er ihn haben. Andrea will auf jeden Fall nach Woodbury zurückkehren. Sie wird Ricks Gruppe nicht bei einem Angriff helfen. Carol schlägt vor, dass Andrea den Governor im Schlaf töten soll. Rick stellt Andrea ein Auto für die Rückfahrt zur Verfügung. Der Governor lässt sie wieder in sein Bett. Andrea bringt es nicht über sich, ihn zu ermorden.

3.12: Gesichter der Toten (Clear) Regie: Tricia Brock

Für den Kampf gegen den Governor brauchen Ricks Leute mehr Waffen und Munition. Mit Michonne und Carl fährt Rick deshalb in Ricks ehemaliges Revier. Einige Straßen der Stadt wurden mit trickreichen Fallen gespickt, die von Menschen problemlos durchquert werden können, für die tumben Zombies aber unpassierbar sind. Überall an den Wänden wurden Warnungen angebracht. Rick und seine Begleiter dringen dennoch weiter vor, denn die Waffenkammer der Polizeistation wurde komplett ausgeräumt. Da werden sie von einem vermummten Unbekannten unter Feuer genommen. Carl schießt den Mann nieder. Rick nimmt ihm den Helm ab - es ist Morgan Jones, der Mann, dem Rick sein Leben zu verdanken hat. Morgan ist nur bewusstlos, denn er wurde durch eine kugelsichere Weste geschützt. Rick und Michonne schleppen ihn in sein bestens gesichertes Haus. Dort hat Morgan unzählige Waffen und riesige Munitionsvorräte gehortet. Auch hier sind alle Wände vollgekritzelt. Carl gibt vor, ein Babybett für sein Schwesterchen Judith besorgen zu wollen. In Wahrheit geht es ihm um das letzte Familienfoto, das, wie er weiß, in einer Bar hängt. Judith soll wissen, wie ihre Mutter ausgesehen hat. Michonne begleitet Carl und riskiert ihr eigenes Leben, um das Foto zu besorgen, denn die Bar ist voller Zombies. Damit gewinnt sie Carls Sympathie. In der Zwischenzeit ist Morgan erwacht. Er hat Rick mit einem Messer angegriffen und verwundet, ist dann aber zur Besinnung gekommen und hat Rick wiedererkannt. Sein Geisteszustand hat gelitten, denn er musste mit ansehen, wie sein Sohn von seiner untoten Ehefrau gebissen worden ist und sich daraufhin verwandelt hat. Morgan lässt sich nicht dazu bewegen, mit ins Gefängnis zu fahren. Er bleibt in der Stadt, um diese von den Zombies zu reinigen.

3.13: Das Ultimatum (Arrow on the Doorpost) Regie: David Boyd

Andreas Vermittlungsversuche führen zu einem ersten Treffen zwischen Rick und dem Governor auf neutralem Grund und Boden. Der Governor gibt sich jovial, lässt aber keinen Zweifel daran, dass eine Kapitulation der Gefängnisbewohner für ihn die einzige akzeptable Option ist. Rick schlägt die Errichtung einer Grenze vor. Das Gebiet soll entlang eines Flusses unter den Bewohnern Woodburys und des Gefängnisses aufgeteilt werden, jeder soll dann auf seinem jeweiligen Ufer bleiben. Darauf geht der Governor nicht ein. Die beiden Anführer sprechen noch längere Zeit miteinander und leeren gemeinsam eine Flasche Whisky. Zu einer Einigung kommen sie nicht, aber der Governor macht ein Angebot. Rick soll Michonne ausliefern, dann dürfen seine Freunde weiterleben. In zwei Tagen soll es wieder ein Treffen geben, dann wird die Sache entschieden. Zurück im Gefängnis behauptet Rick, der Governor wolle den Tod aller Gefängnisbewohner. Er verkündet den Beginn eines Krieges. Nur Hershel erfährt die Wahrheit. Der Governor beabsichtigt seinerseits keineswegs, sich an sein eigenes Angebot zu halten. Stattdessen bereitet er einen Hinterhalt vor. Sollten Rick und seine Leute in zwei Tagen zum nächsten Treffen erscheinen, dann müssen alle sterben - egal ob sie Michonne dabei haben oder nicht.

3.14: Der Fang (Prey) Regie: Stefan Schwartz

Milton weiß, dass sich der Governor nicht an seine Versprechungen halten wird. Als er auch noch beobachtet, wie der Governor Michonnes Folterung vorbereitet, weiht er Andrea ein. Sie hätte die Gelegenheit, den Governor zu erschießen, aber Milton hindert sie daran. Daraufhin will Andrea Ricks Gruppe warnen. Sie überquert die Barrikade an einer Stelle, die nur von Tyreese und dessen Schwester Sasha bewacht wird. Die beiden lassen sie ziehen, informieren aber den Governor. Tyreese und Sasha sollen bei der Vorbereitung des Angriffs auf das Gefängnis helfen. Wie beim ersten Mal werden Zombies eingefangen, die als Waffe eingesetzt werden sollen. Tyreese und Sasha sind entsetzt, ordnen sich aber dem Governor unter, weil sie in Woodbury bleiben wollen. Später verbrennt ein Unbekannter die gefangenen Zombies. Dem Governor ist klar, wer dafür verantworlich ist und von wem Andrea die Wahrheit erfahren hat: Sein Freund Milton. Der Governor hetzt Andrea mit einem Geländewagen und stellt sie in einer alten Fabrik. Andrea kann entkommen, indem sie den Governor in einen von Beißern überrannten Bereich lockt. Kurz bevor sie das Gefängnis erreicht, wird sie jedoch vom Governor überrumpelt und landet schließlich in der ursprünglich für Michonne vorgesehenen Folterkammer.

3.15: Der Strick des Jägers (This sorrowful Life) Regie: Greg Nicotero

Obwohl Rick dem Governor nicht vertraut, ist er zunächst bereit, ihm Michonne auszuliefern. Er überlegt es sich jedoch anders, denn seine Freunde sind dagegen und er sieht selbst ein, dass diese Tat unmenschlich wäre. Merle hat so etwas geahnt. Er handelt auf eigene Faust, führt Michonne in eine Falle, fesselt sie und fährt mit ihr Richtung Woodbury. Unterwegs lässt er sie aber wieder frei und fährt allein weiter, wobei er absichtlich eine große Menge von Beißern hinter sich her lockt. Er führt die Zombies zu dem Treffpunkt, an dem der Governor und seine Schergen bereits auf Rick warten. Erwartungsgemäß greifen die Untoten die Menschen an. Im entstehenden Durcheinander erschießt Merle unbemerkt einige Kämpfer des Governors, wird dann aber selbst von einem Beißer angefallen und entdeckt. Der Governor schlägt ihn zusammen und erschießt ihn - aber er zielt nicht auf den Kopf. Inzwischen haben Rick und Daryl bemerkt, was geschehen ist. Daryl folgt Merle allein. Als er am Treffpunkt ankommt, sieht er seinen untoten Bruder und vernichtet ihn, als er von ihm angegriffen wird. Michonne kehrt wohlbehalten zum Gefängnis zurück. Dort macht Glenn Maggie mit Hershels Segen einen Heiratsantrag, den sie annimmt. Rick weiht jetzt endlich all seine Freunde in das Angebot des Governors ein. Er verzichtet auf die Rolle des Anführers, denn er will nicht so werden wie der Governor. Alle Entscheidungen sollen ab sofort nur noch gemeinschaftlich getroffen werden.

3.16: Stirb und töte (Welcome to the Tombs) Regie: Ernest Dickerson

Der Governor schlägt Milton zusammen. Anschließend soll Milton seine Loyalität beweisen, indem er Andrea tötet. Stattdessen wendet sich Milton gegen den Governor und wird von diesem niedergestochen. Der Governor lässt den Sterbenden bei Andrea zurück, damit er sich verwandelt und die an einen Behandlungssessel gefesselte Frau doch noch tötet. Er bemerkt nicht, dass Milton zuvor ein Folterwerkzeug in Andreas Nähe fallen gelassen hat, mit dem sie ihre Handschellen lösen kann. Während Andrea hiermit beschäftigt ist, greifen die vom Governor aufgestachelten Bewohner Woodburys das Gefängnis an. Nur Sasha und Tyreese verweigern die Teilnahme. Sie bleiben zurück, um auf die Alten und die Kinder aufzupassen. Das Gefängnis wird mit schweren Waffen beschossen. Da es keine Gegenwehr gibt, dringt der Governor mit seinen Leuten in den Zellentrakt ein und geht damit in eine von Ricks Gruppe vorbereitete Falle. Blendgranaten werden gezündet, der Alarm wird ausgelöst, und dadurch werden Zombies angelockt. Die Angreifer fliehen ins Freie und werden dort von einem Kugelhagel empfangen. Es gibt zwar keine Toten, weil Ricks Leute absichtlich vorbeischießen, dennoch fliehen die Angreifer panisch. Als der Governor versucht, seine "Armee" zu einem erneuten Angriff zu bewegen, weigern sich die Leute. Der Governor dreht durch und erschießt alle bis auf seine zwei ergebensten Handlanger. Nur eine Frau namens Karen überlebt - sie liegt unter einer Leiche und stellt sich tot. Rick, Daryl und Michonne, die dem Governor gefolgt sind, um die Sache endgültig zu beenden, retten Karen vor einigen Zombies. Sie fahren mit ihr nach Woodbury. Der Governor ist nicht dorthin zurückgekehrt. Sasha und Tyreese öffnen die Tore für Rick. In der Folterkammer konnte Andrea den in einen Zombie verwandelten Milton zwar ausschalten, wurde aber in die Schulter gebissen. Sie kann nicht mehr gerettet werden und erhält eine Waffe, damit sie sich erschießen kann. Alle noch lebenden Bürger Woodburys ziehen ins Gefängnis um. Das gefällt Carl gar nicht. Er betrachtet inzwischen alle Fremden als potentielle Bedrohung, die es auszuschalten gilt.

Kommentar:

Die fulminanten ersten Minuten der dritten Staffel von "The Walking Dead" stimmen schon gleich richtig auf das Folgende ein! In den Eröffnungsszenen der ersten Episode gibt es praktisch keinen Dialog. Die Überlebenden aus Ricks Gruppe haben offensichtlich hinzugelernt. Sie haben die Wintermonate hinter sich und bilden jetzt ein eingespieltes Team. Alle sind bewaffnet. Sie gehen schnell, leise und gezielt vor, säubern effizient ein Gebäude und später das Gefängnis von Zombies. Das gilt auch für Carl, der sich vom lästigen Anhängsel - um nicht "Nervensäge" zu sagen - zu einer wichtigen Hauptfigur gemausert hat und im Kampf gegen die Beißer ordentlich austeilt. Nur Hershel scheint eine der wichtigsten Regeln im Umgang mit Untoten noch immer nicht verinnerlicht zu haben: Halte nie einen Zombie für ungefährlich, dessen Schädel du nicht persönlich zertrümmert hast! Jedenfalls sind gleich in der ersten Episode massenhaft Kopfschüsse, Köpfungen und andere Gewaltdarstellungen zu sehen. Das geht so in jeder Episode weiter, die dritte Staffel ist komplett uncut im Handel. Da werden Schädel längs und quer gespalten, abgehackt, zerschlagen, zu Brei getreten, zerstochen und zerschossen. Gliedmaßen werden abgetrennt, an Menschen wird herumgenagt, Bäuche werden ausgeweidet, Zombies stopfen sich blutige Fleischbrocken ins Maul und so weiter und so fort. Noch mehr als bei den ersten beiden Staffeln kann ich nur sagen: Schon eine einzige solche Episode hätte noch von einigen Jahren mit Sicherheit die Indizierung der gesamten Serie zur Folge gehabt. Allerdings bin ich nicht hundertprozentig zufrieden mit den Spezialeffekten. Viele sind wirklich erstklassig, dazu gehören auch einige wunderbare Nahaufnahmen von Zombie-Gesichtern in den unterschiedlichsten Stadien der Verwesung. Es gibt aber auch einige, bei denen überdeutlich erkennbar ist, dass es sich um "Animatronics" (mechanisch gesteuerte Puppen) handelt, oder dass ein Schauspieler gerade auf einem Gummikopf herumtrampelt.

Die Zombies nutzen sich in der dritten Staffel allmählich ab, was ihre Rolle als permanent akute Bedrohung angeht. Im Grunde bilden sie inzwischen nur noch eine Art "Hintergrundrauschen". Sie sind natürlich stets präsent. Die Menschen müssen immer noch gut aufpassen, und wenn sie leichtsinnig werden, geht es meist übel aus. Trotzdem haben unsere Helden inzwischen kein Problem mehr damit, die tumben, langsamen und ungeschickten Untoten zu Dutzenden auszuschalten. Immerhin wird die Zombie-Gefahr realistischer dargestellt als in Staffel 2. Die Umgebung des Gefängnisses und der Stadt Woodbury scheint ja vor Beißern nur so zu wimmeln und man kann keinen Fuß nach draußen setzen, ohne sich mit ihnen anlegen zu müssen. In Staffel 2 dagegen hat es viel zu lange gedauert, bis die völlig ungesicherte Farm endlich überrannt wird. Aber müssten es nicht eigentlich viel mehr Zombies sein, etwa so wie in World War Z, wenn doch wahrscheinlich die gesamte Bevölkerung der USA ausgelöscht wurde? Eine Weiterentwicklung des postapokalyptischen Szenarios findet leider nicht statt. Immerhin wird deutlich gemacht, dass die Menschen unter dem Druck der Situation allmählich ihre Menschlichkeit verlieren - das gilt auch für die "Guten". Ich wüsste aber doch gern, was mit dem Rest der Welt geschehen ist. Immerhin gibt es ja auch noch andere Überlebende, die aus dem Nichts auftauchen (unter anderem Tyreeses Gruppe) und zum Teil gleich wieder verschwinden. Woher sind sie gekommen? Wohin sind sie unterwegs?

Da die Zombies nicht mehr bedrohlich genug sind, müssen noch gefährlichere Gegner her: Menschen. Allen voran der Governor. Er ist ein prima Gegenspieler! Dieser hinterhältige, manipulative, absolut rücksichtslose und vermutlich komplett wahnsinnige Typ ist eine Figur, wie sie von Stephen King kaum besser hätte beschrieben werden können! Die coole Schwertkämpferin Michonne wurde zwar schon am Ende der zweiten Staffel eingeführt, man hat sie aber nur sehr kurz gesehen. In Staffel 3 stiehlt sie den meisten anderen Hauptfiguren die Show - allerdings scheint mir das Schwert doch ein bisschen arg groß und unhandlich für die Frau zu sein. Merles Rückkehr ist eine gelungene Überraschung, zumal der Kerl ein echter Widerling ist, sich aber weiterentwickelt und ein sehr tragisches Ende findet. Die Beziehungen innerhalb der Gruppe, insbesondere zwischen Rick und Lori sowie Glenn und Maggie, werden weiter ausgearbeitet. Carol und Beth gewinnen deutlich an Profil, vor allem erstere lässt großes Potential erkennen. Nur Andrea nervt nicht unerheblich. So blind wie sie kann man doch gar nicht sein?! Tja, und so widerfährt ihr am Ende das, was zu erwarten war. In "The Walking Dead", so haben wir jetzt endgültig gelernt, sind auch Hauptfiguren nicht sakrosankt. Sehr gut!

Der Konflikt zwischen dem Governor und Rick ist der Kern der dritten Staffel, und leider wird das im Finale nicht wirklich befriedigend aufgelöst. Der Governor verschwindet einfach mit seinen beiden Schergen, sicherlich wird er in der vierten Staffel wieder auftauchen und Ärger machen. Immerhin sieht es für Ricks Gruppe jetzt erst einmal ganz gut aus, wahrscheinlich werden sie und die Überlebenden von Woodbury das Gefängnis weiter ausbauen. Aber der erwartete und lange vorbereitete Endkampf bleibt aus, die Übeltäter bleiben unbestraft. Die Serie endet also nicht so stark, wie sie beginnt, aber sich darüber zu beklagen, das wäre jammern auf sehr hohem Niveau, denn die Serie ist und bleibt wirklich ein absolutes Highlight in der heutigen Fernsehlandschaft.

Blu-ray-Features:

Das Bonusmaterial kann sich insgesamt sehen lassen, leider sind die nicht verwendeten Szenen aber fast alle völlig uninteressant. Einzige Ausnahme ist eine Szene aus Episode 10. Darin sieht Rick seine tote Frau außerhalb des Gefängnisses. Er nähert sich der engelsgleichen Lichtgestalt und möchte sie küssen. Da schreckt er zurück, denn sie verwandelt sich übergangslos in einen Zombie. Tränen rinnen über das grausig entstellte Gesicht...

Vier der acht relativ kurzen Featurettes beschäftigen sich mit je einer Hauptfigur: Carl, Governor, Lori, Michonne. Es werden ein paar Blicke hinter die Kulissen gewährt, aber man erfährt eigentlich nichts, was man nicht schon weiß, wenn man die Serie gesehen hat. In den anderen vier Featurettes geht es mehr um die Schauplätze und Spezialeffekte. Ich war einigermaßen überrascht zu erfahren, dass das Gefängnis keineswegs echt ist, wie ich angenommen hatte! Es handelt sich um eine aufwändige Kulisse, teilweise wurden sogar Studiogebäude mit einbezogen. Deren Fassaden wurden entsprechend verkleidet. Außerdem gibt's viel Zombie-Makeup, Kunstblut und Gummi-Eingeweide zu sehen.

J. Kreis, 17.12.2013




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