The Walking Dead


The Walking Dead - Zweite Staffel (USA, 2011)

Blu-ray, E-one Entertainment
Altersfreigabe: FSK 18
Laufzeit: Siehe Einzelepisoden

Extras:
- Gedärme und Innereien (5:34 Min.)
- Leben oder sterben lassen (6:51 Min.)
- Die Musik zum Film (7:54 Min.)
- Feuer am Set (6:10 Min.)
- Die Tinte lebt (9:07 Min.)
- Der Klang der Effekte (4:33 Min.)
- In toten Gewässern (5:06 Min.)
- Du könntest einen Mord begehen (6:20 Min.)
- Sie wird kämpfen (5:41 Min.)
- Die Kostüme (2:48 Min.)
- Die Cast von Staffel 2 (4:51 Min.)
- Deleted Scenes mit optionalem Audiokommentar des Produktionsleiters Glen Mazzara (28:09 Min.)

Regie:
Siehe Einzelepisoden

Hauptdarsteller:
Andrew Lincoln (Rick Grimes)
Jon Bernthal (Shane Walsh)
Sarah Wayne Callies (Lori Grimes)
Steven Yeun (Glenn)
Laurie Holden (Andrea)
Jeffrey DeMunn (Dale Horvath)
Norman Reedus (Daryl Dixon)
Iron E. Singleton (Theodore Douglas - "T-Dog")
Scott Wilson (Hershel Greene)
Lauren Cohan (Maggie Greene)
Melissa McBride (Carol Peletier)
Chandler Riggs (Carl Grimes)
Madison Lintz (Sophia Peletier)
Pruitt Taylor Vince (Otis)
Michael Zegen (Randall)
Emily Kinney (Beth Greene)
Michael Rooker (Merle Dixon)




Inhalt:

Die Box enthält die komplette zweite Staffel der Fernsehserie The Walking Dead.

Zur Vorgeschichte: Siehe Erste Staffel.

2.1: Zukunft im Rückspiegel (What lies ahead) Regie: Ernest R. Dickerson, Gwyneth Horder-Payton (62:44 Min.)

Nach der Vernichtung des CDC-Gebäudes in Atlanta beschließen Rick und seine Gefährten, nach Fort Benning zu fahren. Auf einer von verlassenen Fahrzeugen blockierten Autobahn bleibt Dales Wohnmobil mit gerissenem Kühlerschlauch liegen. Die Panne entpuppt sich als Glücksfall, denn in den Autos finden sich alle möglichen nützlichen Gegenstände, dringend benötigte Ersatzteile und Vorräte. Die Situation wird kritisch, als eine Horde von Untoten erscheint. T-Dog verletzt sich am Arm. Andrea kann den Angriff eines Untoten nur knapp abwehren. Die anderen verstecken sich. Sophia, Carol Peletiers Tochter, flieht in den Wald. Die Horde zieht wieder ab, aber zwei Zombies verfolgen Sophia. Rick folgt ihr und lenkt die Zombies ab. Doch Sophia bleibt nicht in dem Versteck, das Rick ihr zugewiesen hat. Das Mädchen verschwindet, ihre Spuren verlieren sich im Wald. Selbst der erfahrene Fährtenleser Daryl kann sie nicht aufspüren. Am nächsten Tag suchen alle außer Dale und T-Dog nach Sophia. Inzwischen macht sich Rick große Vorwürfe, denn all seine bisherigen Entscheidungen haben nicht zur Verbesserung der Situation beigetragen und in der Gruppe kriselt es. Andrea hört zufällig mit, wie Shane in einem Streit mit Lori ankündigt, die Gruppe verlassen zu wollen. Sie bittet ihn, sich ihm zu gegebener Zeit anschließen zu dürfen. Die Sucher teilen sich auf. Carl lässt nicht locker, bis Rick und Shane ihn mitnehmen. Sie stöbern einen Hirsch auf, dem sich Carl vorsichtig nähert. Der magische Moment wird durch einen Schuss zerstört. Die Kugel durchschlägt den Körper des Tieres und streckt Carl nieder.

2.2: Blutsbande (Bloodletting) Regie: Ernest R. Dickerson (42:29 Min.)

T-Dog hat sich eine Blutvergiftung zugezogen. Zum Glück hat Daryl außer Drogen auch noch Antibiotika dabei. Sophia bleibt verschwunden. Carl wurde versehentlich von Otis angeschossen, einem von mehreren Überlebenden, die in der Farm des Tierarztes Hershel Greene Unterschlupf gefunden haben. Otis führt Rick dorthin. Hershel versorgt Carls Wunde, doch er benötigt spezielle medizinische Ausrüstung, um alle Splitter des Geschosses entfernen zu können. Otis führt Shane zu einem verlassenen Feldlazarett, das bei einer Schule errichtet wurde. Rick muss zurückbleiben, um Carl Blut spenden zu können. Maggie, Hershels Tochter, reitet los, um Lori zu holen. Sie kommt gerade rechtzeitig, um Andrea vor einem Zombie zu retten. Shane und Otis finden im Feldlazarett alle für die Operation benötigten Utensilien, aber die Gegend wimmelt vor Zombies. Die beiden Männer werden bemerkt und eingekreist. Sie fliehen in die Schule. Die tobenden Zombies belagern den Eingang.

2.3: Die letzte Kugel (Save the last one) Regie: Phil Abraham (43:16 Min.)

Die Suche nach Sophia bleibt weiter erfolglos. T-Dog wird von Glenn zur Farm gebracht und dort von Hershel behandelt. Es geht Carl immer schlechter. Er hat innere Blutungen und benötigt eine Transfusion nach der anderen von Rick, der dadurch immer schwächer wird. Trotzdem verlieren beide im Gegensatz zu Lori (und Andrea) ihren Lebenswillen nicht. Shane und Otis müssen erneut fliehen, denn die Zombies sind in die Schule eingedrungen. Als die beiden nur noch jeweils einen Schuss Munition übrig haben, schießt Shane Otis ins Bein und lässt ihn als Köder für die nachsetzenden Untoten zurück, um entkommen zu können. Er kehrt gerade noch rechtzeitig zur Farm zurück, denn die Operation kann nicht länger hinausgeschoben werden. Mit der von Shane erbeuteten Ausrüstung verläuft der Eingriff gut. Carls Zustand stabilisiert sich. Shane verschweigt die Wahrheit und behauptet, Otis habe sich geopfert, um ihn zu retten.

2.4: Die Cherokee-Rose (Cherokee-Rose) Regie: Billy Gierhart (43:24 Min.)

Alle Überlebenden aus Ricks Gruppe versammeln sich auf dem Farmgelände. Sie kampieren im Freien, denn Hershel ist nicht glücklich über die Ankunft so vieler fremder Menschen und lässt sie nicht ins Haus. Er macht Rick klar, dass er die Flüchtlinge nicht dauerhaft bei sich aufnehmen will. Er wäre bereit, eine Ausnahme machen, verlangt aber, dass sich alle an seine Regeln halten. Einer der drei Brunnen der Farm ist verseucht. Ein Zombie ist hineingefallen und kann nicht in einem Stück herausbefördert werden. Carol kehrt immer wieder zur Autobahn zurück, weil sie hofft, Sophia werde den Weg dorthin finden. Inzwischen sucht nur noch Daryl nach dem Mädchen. Lori ist wieder besser auf Shane zu sprechen als bisher und bittet ihn, bei der Gruppe zu bleiben. Maggie und Glenn reiten in die nahegelegene verlassene Stadt, um neue Medikamente aus einer Apotheke zu holen. Sie nutzen die Gelegenheit, um miteinander zu schlafen. Auf Loris Wunsch bringt Glenn einen Schwangerschaftstest mit. Der Test fällt positiv aus.

2.5: Chupacabra (Chupacabra) Regie: Guy Ferland (42:38 Min.)

Die Farmbewohner haben eine Karte der Gegend und helfen bei der Suche nach Sophia. Shane hält dies allerdings für Zeitverschwendung. Hershel ist nicht begeistert von den Eigenmächtigkeiten seiner Leute. Es gefällt ihm nicht, dass er die Kontrolle über sie verliert, und dass Maggie eine Beziehung mit Glenn hat. Glenn muss Lori versprechen, niemandem etwas von ihrer Schwangerschaft zu erzählen. Daryl findet Sophias Puppe in einem Fluss. Er wird von seinem Pferd abgeworfen, verletzt sich und entkommt nur knapp dem Angriff zweier Zombies. Er hat Visionen von seinem Bruder Merle, der ihn mit seinem Spott wieder auf die Beine bringt und ihn gegen seine Freunde aufhetzt. Als Daryl reichlich derangiert auf die Farm zutorkelt, halten die anderen ihn aus der Ferne für einen Zombie. Andrea schießt auf ihn, aber die Kugel streift ihn nur, so dass er sich schnell erholt. Glenn steckt Maggie heimlich einen Zettel zu. Er will sich mit ihr zu einem Stelldichein in der Scheune treffen. Zu seinem Entsetzen muss er feststellen, dass dort mehrere Zombies gefangen gehalten werden.

2.6: Beichten (Secrets) Regie: David Boyd (43:00 Min.)

Während Shane die Frauen und Carl im Umgang mit Schusswaffen unterweist, erfährt Dale von Glenn, dass Lori schwanger ist, und dass Zombies in der Scheune sind. Dale spricht Hershel auf die "Beißer" an. Hershel ist davon überzeugt, dass diese Kreaturen - darunter seine Frau - keineswegs tot sind. Für ihn sind die Zombies immer noch Menschen. Er glaubt, dass sie an einer Krankheit leiden, für die es irgendwann ein Heilmittel geben wird. Glenn reitet erneut in die Stadt, um Abtreibungspillen für Lori zu beschaffen. Maggie begleitet ihn. In der Apotheke wird sie von einem Zombie angegriffen. Glenn vernichtet das Wesen. Zurück im Lager redet Glenn Lori ins Gewissen. Sie schluckt die Abtreibungspillen trotzdem, würgt sie aber gleich wieder heraus. In der Zwischenzeit nimmt Shane Andrea mit in die Stadt, um einer Spur Sophias zu folgen, die er angeblich gefunden hat. Die Gegend wimmelt vor Zombies - eine gute Gelegenheit für Andrea, ihre Schießkünste unter Beweis zu stellen. Auf der Rückfahrt zur Farm schlafen Shane und Andrea miteinander. Rick findet die Pillenschachteln. Er stellt seine Frau zur Rede. Endlich gesteht sie ihm nicht nur die Schwangerschaft, sondern auch die Affäre mit Shane. Sie behauptet aber, das Kind sei von Rick.

2.7: Tot oder lebendig (Pretty much dead already) Regie: Michelle MacLaren (42:49 Min.)

Zu Maggies Erbitterung informiert Glenn seine Freunde über die Zombies in der Scheune. Als Shane auch noch von Loris Schwangerschaft erfährt (er hält sich für den Vater), ist für ihn das Maß voll. Er will keine Zeit mehr mit der Suche nach Sophia verschwenden und hält weitere Gespräche mit Hershel für sinnlos. Tatsächlich lässt sich dieser nicht von Rick umstimmen. Er besteht darauf, dass Ricks Leute die Farm innerhalb der nächsten Tage verlassen, sofern sie nicht bereit sind, die Zombies als Menschen zu betrachten. Er bringt Rick dazu, zwei Zombies einzufangen, die im Schlamm des Flusses unweit der Farm steckengeblieben sind. Das ist in der Vergangenheit schön öfter geschehen. Die Untoten wurden jeweils zur Scheune gebracht und dort eingesperrt. Dale versucht den Waffenvorrat im Wald zu verstecken, denn er ahnt, dass sich die Situation bald zuspitzen wird. Er hält Shane für gefährlich, bringt es aber nicht über sich, den Mann zu erschießen, als er Dale aufspürt und die Waffen an sich nimmt. Shane kommt just im selben Moment zur Farm zurück, als Rick und Hershel mit den beiden gefangenen Zombies dort erscheinen. Shane dreht durch, verteilt die Waffen und öffnet die Scheune, um die Farmbewohner vor vollendete Tatsachen zu stellen. Sie haben nun keine andere Wahl mehr, als die herausströmenden Kreaturen vor Hershels Augen niederzumähen. Der letzte Zombie, der aus der Scheune kommt, ist Sophia. Rick, der bisher noch keinen Schuss abgefeuert hat, erschießt das untote Mädchen.

2.8: Nebraska (Nebraska) Regie: Clark Johnson (42:56 Min.)

Die Scheunen-Zombies werden begraben bzw. verbrannt. Hershel sieht ein, dass seine Verwandten längst tot waren. Dennoch verlangt er, dass Ricks Gruppe die Farm sofort verlässt. Dann begibt er sich in die Stadt und beginnt sich zu betrinken. Seine jüngere Tochter Beth bricht zusammen und ist nicht mehr ansprechbar. Sie hat beim Anblick der Vernichtung ihrer untoten Mutter einen Schock erlitten. Dale warnt Lori vor Shane. Er verdächtigt ihn, Otis ermordet zu haben. Rick und Glenn fahren in die Stadt, um Hershel zurückzuholen. Als sie länger als erwartet ausbleiben, fährt Lori ihnen hinterher. Abgelenkt durch einen Blick auf die Karte rammt sie einen Zombie. Das Auto überschlägt sich und landet im Straßengraben. In der Bar kommt es zur längst fälligen Aussprache zwischen Hershel und Rick. Da erscheinen zwei Überlebende aus einer Gruppe, die irgendwo in der Nähe ein Camp errichtet haben muss. Sie behaupten, Fort Benning sei von Zombies überrant worden. Nebraska sei möglicherweise noch sicher. Die beiden zwielichtigen Gestalten geben sich zunächst freundlich, werden aber zudringlich und wollen mit zur Farm kommen. Als Rick ablehnt, greifen sie zu den Waffen. Rick zieht schneller und erschießt beide.

2.9: Am Abzug (Triggerfinger) Regie: Billy Gierhart (42:56 Min.)

Drei weitere Männer aus der fremden Gruppe erscheinen. Sie nehmen Rick, Glenn und Hershel unter Feuer. Hershel schießt einen von ihnen an. Der Mann kann nicht fliehen, als einige Zombies erscheinen, und wird gefressen. Die anderen beiden wollen verschwinden, aber der junge Randall stürzt auf einen Zaun. Sein Bein wird aufgespießt. Der andere Mann fährt ohne ihn davon. Rick und Hershel versuchen Randall zu befreien, aber weitere Zombies nähern sich von allen Seiten. Schließlich reißt Rick das Bein mit Gewalt los. In der Zwischenzeit muss sich Lori zweier Zombies erwehren. Shane, der ihr gefolgt ist, bringt sie zurück zur Farm. Er behauptet, Rick und die anderen seien schon dort eingetroffen. Tatsächlich kommen sie erst am nächsten Morgen zurück. Sie haben Randall dabei, dem sie die Augen verbunden haben. Shane und andere aus der Gruppe sind dennoch erzürnt, denn es besteht die Gefahr, dass Randalls Leute kommen werden, um ihn zu befreien. Lori warnt Rick vor Shane und äußert den Verdacht, er habe Otis geopfert, um sich selbst zu retten. Ihrer Meinung nach glaubt Shane, Lori und ihr ungeborenes Kind seien sein Eigentum und Rick stehe ihm im Weg.

2.10: Ausgesetzt (18 Miles out) Regie: Ernest Dickerson (42:33 Min.)

Nachdem Randalls Verletzung verheilt ist, wollen Rick und Shane ihn 18 Meilen von der Farm entfernt aussetzen. Rick nutzt die Gelegenheit, um Shane mit Loris Vorwürfen zu konfrontieren. Als Randall begreift, dass er allein zurückgelassen werden soll, versucht er die Männer umzustimmen. Er behauptet, er sei mit Maggie zur Schule gegangen. Damit bringt er sich aber nur in noch größere Schwierigkeiten, denn wenn er Maggie kennt, dann weiß er auch, wo sie wohnt. Somit könnte er Feinde zur Farm führen. Shane will ihn erschießen, und als Rick ihn daran hindert, entlädt sich die Spannung zwischen den beiden Männern in einer Schlägerei. Der Lärm lockt Zombies an. Shane versucht sich in einem Bus zu verbarrikadieren. Rick und Randall könnten fliehen, aber trotz des Streits lässt Rick seinen Freund nicht im Stich und befreit ihn mit Randalls Hilfe aus dem Bus. Alle zusammen fahren zurück zur Farm. Rick will erst am nächsten Tag entscheiden, was weiter mit Randall geschehen soll. Unterwegs stellt er seinen Führungsanspruch gegenüber Shane klar. Auch zwischen Lori und Andrea kommt es zum offenen Streit. Beth hat sich inzwischen erholt, hält das Leben in einer Welt voller Zombies aber für sinnlos und will sich umbringen. Andrea meint, dass jeder seine eigenen Entscheidungen treffen muss und gibt Beth Gelegenheit zum Selbstmord, indem sie sie allein lässt. Beth schneidet sich eine Pulsader auf, lässt sich dann aber helfen. Lori muss widerwillig akzeptieren, dass Andrea Recht hatte: Im Angesicht des Todes hat Beth erkannt, dass sie doch weiterleben will.

2.11: Sorry, Bruder! (Judge, Jury, Executioner) Regie: Greg Nicotero (42:58 Min.)

Daryl prügelt aus Randall die Information heraus, dass die andere Gruppe mindestens dreißig Personen stark ist. Es sind Frauen und Kinder dabei, aber die Männer sind Mörder und Vergewaltiger. Obwohl Randall beteuert, nicht so zu sein wie diese Leute, beschließt Rick nun doch, dass der junge Mann eine Bedrohung darstellt und getötet werden muss. Dale ist dagegen. Er glaubt, dass seine Gefährten dabei sind, die letzten Reste zivilisierten Verhaltens zu verlieren. Während Dale versucht, die Erwachsenen umzustimmen, streunt Carl durch den Wald. Er findet einen Zombie, der im Schlamm stecken geblieben ist. Der Junge macht sich einen Spaß daraus, den Untoten mit Steinen zu bewerfen. Die nach Carls Fleisch gierende Kreatur befreit sich aus dem Schlamm. Carl entkommt nur knapp. Er erzählt niemandem von diesem Erlebnis. Die Diskussion über Randalls Schicksal dreht sich im Kreis. Da sich nur Andrea Dales Meinung anschließt, ist die Sache entschieden. Randall soll in der Scheune erschossen werden. Als Carl hinzukommt und seinen Vater anfeuert, bringt Rick die Tat nicht über sich. Dale findet eine zerfleischte Kuh und wird von einem Zombie angegriffen, der ihn ausweidet, bevor er unschädlich gemacht werden kann. Es gibt keine Rettung für Dale. Daryl gibt ihm den Gnadenschuss. Carl erkennt den Zombie wieder. Es ist derselbe, mit dem er im Wald "gespielt" hat.

2.12: Die besseren Engel unserer Natur (Better Angels) Regie: Guy Ferland (43:07 Min.)

Nach Dales Beerdigung wird die Farm besser gesichert, Vorräte für den Winter werden angelegt. Ricks Leute dürfen nun doch ins Haus übersiedeln, denn es ist zu erwarten, dass der Fluss austrocknen wird, so dass streunende Untote nicht mehr im Schlamm steckenbleiben werden. Randall soll freigelassen werden, aber Shane hat andere Pläne. Er nimmt den jungen Mann heimlich mit in den Wald, bricht ihm dort das Genick und kehrt zur Farm zurück. Er lässt es so aussehen, als habe Randall ihn niedergeschlagen und sei geflohen. Die Verfolgung beginnt sofort. Anhand der Spurenlage erkennt Daryl schnell, was gespielt wird. Randall taucht als Untoter auf. Daryl und Glenn schalten ihn aus, aber sie verstehen nicht, wie er sich in einen Zombie verwandeln konnte, denn er weist weder Biss- noch Kratzwunden auf. Rick wird derweil von Shane an eine abgelegene Stelle gelockt. Dort will Shane seinen Rivalen ermorden. Rick durchschaut die Sache. Er überrumpelt Shane und sticht ihn nieder. Carl beobachtet den Vorfall. Als sich Shane als Zombie erhebt und Rick anfallen will, schießt Carl ihm in den Kopf. Eine Horde von Untoten torkelt aus dem Wald hervor.

2.13: Die Mahd (Beside the dying Fire) Regie: Ernest Dickerson (42:57 Min.)

Unzählige Zombies nähern sich der Farm. Rick und Carl locken einige in die Scheune und setzen diese in Brand. Hershel und die anderen Farmbewohner erschießen so viele Untote wie möglich, doch es kommen immer mehr und die Munition geht zur Neige. Zwei Menschen werden gefressen. Den Überlebenden bleibt nichts anderes übrig, als mit den noch benutzbaren Autos zu fliehen. Dabei werden sie getrennt. Andrea verpasst den Anschluss. Sie muss sich zu Fuß durchschlagen, ermüdet aber im Gegensatz zu den Zombies schnell. Sie wird eingeholt und droht überwältigt zu werden. Da erscheint eine geheimnisvolle Person, die die Zombies mit einem Katana tötet. Rick und die anderen treffen sich auf der Autobahn. Gemeinsam fahren sie ins Ungewisse, bis Ricks Fahrzeug das Benzin ausgeht. Die Gruppe ist gezwungen, im Freien zu kampieren. Rick gesteht, dass er Shane getötet hat, und dass er weiß, warum die Toten "auferstehen", ohne gebissen worden zu sein: Auch die Lebenden sind mit dem unbekannten Erreger infiziert. Das hat er seinerzeit von Dr. Jenner erfahren. Das Vertrauen der Gruppe in Rick schwindet, aber er macht seinen Führungsanspruch unmissverständlich klar. Rick ist fest davon überzeugt, dass es irgendwo eine sichere Zuflucht gibt, und dass ein Neuanfang möglich sein muss. Dass sich in der Nähe ein Gefängniskomplex befindet, der durchaus zu einer Festung ausgebaut werden könnte, ahnt Rick nicht...

Kommentar:

...was für ein Cliffhanger! Ich konnte nicht widerstehen und habe in der Wikipedia nachgelesen, wie es in der dritten Staffel weitergeht. Ricks Gruppe versucht, im Gefängnis Unterschlupf zu finden. Dort gibt es aber nicht nur zahlreiche Untote, sondern auch andere Überlebende, die den Komplex für sich beanspruchen. Andrea wird von der mysteriösen Schwertkämpferin Michonne gerettet, die in der letzten Episode der zweiten Staffel einen extrem starken Auftritt hat. Die gute Frau hat zwei ganz besondere "Haustiere" an der Kette: Zombies, denen sie Arme und Unterkiefer entfernt hat, so dass sie harmlos sind. Keine schlechte Idee!

Eine Fernsehserie, in der deutlich zu sehen ist, wie Schädel zu Brei zerschlagen werden (oder zerschossen oder von Klingen gespalten usw.), wie Zombies, Menschen und Tiere zerfleischt und ausgeweidet werden, wie Untote auf blutigen Fleischbrocken herumkauen und dergleichen mehr... das wäre "früher" undenkbar gewesen. Selbst Kinofilme mit solchem Inhalt hätten es schwer gehabt, den Weg ins heimische Wohnzimmer zu finden. Ich kenne jedenfalls eine ganze Reihe von Filmen, die wegen viel harmloserer Gewaltdarstellung indiziert oder nur in geschnittenen Versionen veröffentlicht wurden. Im Gegensatz zur ersten Staffel ist die Heimkino-Veröffentlichung der zweiten Staffel von "The Walking Dead" uncut, und das merkt man deutlich. Kopfschüsse und einzelne Gewaltspitzen (abgesehen von den maskenbildnerischen Effekten) waren zwar durchaus in der ersten Staffel zu sehen, aber die zweite Staffel ist härter und ekliger; tatsächlich kommt es mir so vor, als stecke der Versuch dahinter, die Grenzen des Möglichen auszuloten. Tja, es ist so einiges möglich! Und so dürfen sich Gorehounds über ein schönes Splatterfest freuen, denn die entsprechenden Spezialeffekte sind erstklassig. "The Walking Dead" ist wahrhaftig Fernsehen in Kinoqualität.

In der zweiten Staffel werden die Überlebenden vorübergehend sesshaft. Ich halte das für einen großen Fehler, denn dadurch wird Tempo aus der Serie herausgenommen, vor allem aber ist diese Situation nicht überzeugend. Die intensive Figurenzeichnung sowie die Darstellung wechselnder Beziehungen und wachsender Konflikte in der Gruppe wären vielleicht nicht gut möglich gewesen, wenn die Gruppe permanent auf der Flucht gezeigt worden wäre. Aber jetzt sollen wir glauben, dass die Gruppe wochen- oder monatelang an einem sicheren, idyllischen Ort leben kann, wo sich doch offensichtlich in der unmittelbaren Umgebung Massen von Zombies herumtreiben? Da die Farm derart sicher ist, wirken manche Zombie-Szenen (z.B. der Untote im Brunnen) wie drangeklatschtes Beiwerk. Das wird aber gebraucht, weil man ja eine Zombie-Serie machen möchte. Statt sich um die Sicherung der Farm zu kümmern, beschäftigen sich die Überlebenden lieber miteinander, so dass sie sich das Leben gegenseitig zur Hölle machen - auch ohne Zombies! Im Kommentar zu Staffel 1 habe ich geschrieben, dass sich die Überlebenden konsequent verhalten. Das stimmt jetzt nicht mehr. Das Gelände rund um die Farm ist völlig offen, aber man verlässt sich anscheinend darauf, dass die Untoten im Schlamm steckenbleiben oder in den lächerlichen Zäunen hängenbleiben werden. Wenigstens hält ab und zu mal jemand vom Dach des Wohnmobils Ausschau, aber wie in Ep. 13 eindrucksvoll bewiesen wird, reicht das natürlich nicht. Wenn man die Zombies von der Farm aus sehen kann, ist es längst zu spät. Die Menschen geben sich aber auch alle Mühe, Zombies anzulocken. Es wird rumgeballert, Autos fahren durch die Gegend (mit Licht!), man wandert sorglos umher... das wirkt einfach unglaubwürdig, aber das wird durch das grandiose Finale wieder wett gemacht.

Genau wie in der ersten Staffel stehen die Beziehungen der Menschen untereinander und ihre unterschiedlichen Reaktionen auf die drastisch veränderten Lebensumstände im Mittelpunkt. Manche versuchen ihre Menschlichkeit zu bewahren (Dale), manchen gelingt dies nicht ganz (Rick), manche verlieren den Lebenswillen (Beth) und manche scheinen sich in der gewalttätigen neuen Welt sogar sehr gut zurechtzufinden (Shane). Alle müssen sich anpassen, jedem stellt sich die Frage, wie weit er gehen würde, um sich und die Seinen zu schützen. Und erneut wird klar, dass in dieser Serie selbst Hauptfiguren nicht unantastbar sind. Man weiß zu Beginn einer Staffel nicht, wer am Ende noch am Leben sein wird... Es ist lobenswert, dass den Schauspielern Gelegenheit für viele starke Charakterszenen gegeben wird, aber für meinen Geschmack dauert es viel zu lange, bis der Konflikt zwischen Rick und Shane endlich geklärt wird. Die Kinder - vor allem Carl - nerven enorm. Carl scheint nur dazu da zu sein, sich selbst und die Erwachsenen in Schwierigkeiten zu bringen. Dauernd taucht er irgendwo auf und sieht Dinge, die er nicht sehen soll, oder treibt neuen Unfug. Man fragt sich immer wieder: Wie kommt er überhaupt zum Ort des Geschehens? Besonders absurd ist das in Ep. 12. Da erscheint er plötzlich an dem abgelegenen Ort, zu dem Rick von Shane gelockt wurde. Da muss der Junge ja ganz schön lange allein durch den nächtlichen Wald gewandert sein, in dem doch eigentlich schon die Untoten unterwegs gewesen sein müssen, die dann die Farm überrennen!

Es werden einige Querverbindungen zur ersten Staffel hergestellt. Die Serie beginnt damit, dass Rick einen Funkspruch an Morgan Jones absetzt, bevor die Gruppe Atlanta verlässt. Das hat mir am Ende von Staffel 1 gefehlt. Außerdem erfährt man endlich, was Dr. Jenner Rick ins Ohr geflüstert hat. Jeder Mensch trägt Zombie-Viren in sich (wenn es denn Viren sind), die erst nach dem Tod aktiv werden. Ep. 13 beginnt damit, dass einige Zombies in der Stadt einen Hubschrauber sehen und versuchen, ihm zu folgen. Das sind dann die Untoten, die die Farm angreifen. War der Hubschrauber evtl. derselbe, den Rick in Ep. 1 der ersten Staffel gesehen hat? Woher ist er gekommen und wohin ist er weitergeflogen?

Trotz leichter Längen in der Handlung und der Beschränkung auf einen einzigen Schauplatz (mit kleinen Abstechern) gehört "The Walking Dead" immer noch zum Besten, was man als Horror-Fan derzeit geboten bekommt - egal ob im Fernsehen oder im Kino.

Blu-ray-Features:

Das Bonusmaterial setzt sich aus nicht verwendeten Szenen und elf kurzen Featurettes zusammen. Die Featurettes haben eine Gesamtlaufzeit von etwas mehr als einer Stunde, und da jede einen anderen Aspekt der Produktion behandelt, kommt insgesamt eine recht umfassende Dokumentation zusammen. So wird genau gezeigt, wie die Zombie-Ausweidungs-Szene in Ep. 1 entstanden ist und wie der Brunnen-Zombie aus Ep. 4 erschaffen wurde. Mit einfachen Mitteln wurden erstaunlich realistische Ergebnisse erzielt, und das ganze Team (vor allem der Spezialeffekt-Designer Greg Nicotero) hat sichtlich Spaß daran, diese Szenen zu drehen. Die Foley-Artists (Geräuschemacher) erläutern, mit welchen Hilfsmitteln man die Geräusche brechender Knochen und zerreißenden Fleisches nachahmen kann und so weiter. Drei Featurettes beschäftigen sich ausgiebig mit Shane, Dale und Andrea, sowie den Darstellern dieser Figuren. Man erfährt, dass Hershels Farm ein reales Gebäude ist, die Scheune aber eigens für die Serie gebaut wurde. In der längsten Featurette ("Die Tinte lebt") kommt Robert Kirkman zu Wort, der Autor der Graphic Novels, auf denen die Serie basiert. Er geht näher auf die Unterschiede zwischen Serie und Comics ein. Ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass die Dixon-Brüder in den Comics gar nicht vorkommen. Shane stirbt in den Comics früher, Sophia gar nicht. Auch Dale darf weiterleben. Er geht eine Beziehung mit Andrea ein. Die anfängliche Selbstmordkandidatin wird zu einer echten Zombie-Killerin. Hershel vertreibt Ricks Gruppe von der Farm, Glenn bleibt bei Maggie zurück. Mir scheint, ich muss die Comics mal lesen...

Zu den nicht verwendeten Szenen gehört ein kompletter Handlungsstrang von Ep. 2.1, mit dem die zweite Staffel ganz anders begonnen hätte. Man sieht zunächst, wie Shane in Dales Wohnmobil springt. Offenbar wurde er von Zombies verfolgt. Das würde zu einem Trailer passen, der vor Veröffentlichung der zweiten Staffel gezeigt wurde. Darin wird Shane nämlich von einer Zombiehorde gehetzt. Diese Szene kommt in keiner Episode der zweiten Staffel vor! Jedenfalls bleibt die Gruppe erst einmal in Atlanta. Ricks Leute hoffen, im Altenheim (vgl. Ep. 1.4) Unterschlupf zu finden. Dort lebt jedoch niemand mehr, Zombies laben sich an den Leichen. Die Bewohner des Altenheims wurden aber nicht von Zombies überrannt. Sie wurden wahrscheinlich von Plünderern erschossen. Ricks Leute verbarrikadieren sich im ersten Stock und verbringen dort die Nacht. Damit endet diese ziemlich lange, bis auf die Nachvertonung fertig produzierte Szene, in der es einige recht heftige Anblicke (fressende Zombies usw.) zu bestaunen gibt. Hinzu kommen noch zwei kurze, weit weniger interessante Szenen aus dem weiteren Verlauf des Pilotfilms. Aus Ep. 2.2 wurde eine Szene entfernt, in der Dale einem Radio-Prediger lauscht, der anhand von Bibelzitaten nachweist, dass die Zombieplage Gottes Strafe für die Hybris der Menschheit ist. Sendet der etwa live? Auch sonst handelt es sich hauptsächlich um Charakterszenen, mehr Blut und Eingeweide werden also nicht geboten. Die weiteren zusätzlichen Szenen bieten nichts, was in den endgültigen Episoden nicht schon klar gemacht worden wäre. Nicht uninteressant immerhin: In Ep. 2.12 schlägt Glenn Maggies Angebot aus, in ihrem Zimmer einzuziehen. In einer nicht verwendeten Szene nimmt er das Angebot doch noch an.

J. Kreis, 13.12.2012




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