Vampire Nation Badlands


Vampire Nation - Badlands (USA, 2016)
- The Stakelander -

Blu-ray, Splendid Film
Altersfreigabe: FSK 18
Laufzeit: ca. 86 Minuten

Extras:
- Making-of (23:35 Min.)

Regie:
Dan Berk / Robert Olsen

Hauptdarsteller:
Connor Paolo (Martin)
Nick Damici (Mister)
Laura Abramsen (Lady)
A.C. Peterson (Bat)
Steven Williams (Earl)
Kristina Hughes (Die Mutter)




Story

Zur Vorgeschichte siehe Vampire Nation.

Martin und Peggy haben einige friedliche Jahre in New Eden verbracht und ein Kind in die Welt gesetzt. Eines Tages wird die Siedlung von der Bruderschaft angegriffen. Die Kultisten haben sich mit einer Vampirin verbündet, die anders ist als alle anderen. Sie ist keine blindwütig tobende Bestie und kann Vampire kontrollieren. Die Bruderschaft betrachtet diese "Vampirmutter" als Werkzeug Gottes. Gemeinsam mit der von ihr angeführten Vampirarmee vernichten die Kultisten die Siedlung. Peggy und ihre Tochter werden von der Mutter getötet. Martin muss dies hilflos mit ansehen. Nachdem er die Toten beerdigt hat, folgt er der Bruderschaft nach Süden. Er wird nur noch von dem Wunsch nach Rache auf den Beinen gehalten. Um die Mutter töten zu können, braucht Martin die Hilfe seines alten Mentors "Mister". Der Vampirjäger ist zur Legende geworden und wird von der Bruderschaft steckbrieflich gesucht.

Weite Teile der ehemaligen USA sind menschenleer. Es gibt noch einige Orte, an denen sich Überlebende verschanzt haben, aber manche Siedler sind fast noch schlimmere Monster als die Vampire. Sie locken Menschen in Hinterhalte, um sie zu versklaven und zu verspeisen. Martin fällt solchen Kannibalen in die Hände und wird gezwungen, an einem Arenakampf teilzunehmen. Sein Gegner ist - Mister! Der gealterte Jäger erkennt Martin an einer Kette, die er ihm einst geschenkt hat. Mister tötet den Anführer der Kannibalen. Eine von diesem wie ein Hund an der Kette gehaltene Sklavin befreit einen Vampir, der für die Arenakämpfe vorgesehen war. Chaos bricht aus. Mister, Martin und die Sklavin fliehen gemeinsam. Sie verstecken sich in einer Hütte. Martin erzählt, was in New Eden geschehen ist. Die Sklavin (sie erhält später von Mister den Namen "Lady") spricht nicht; sie ist vermutlich allein in der Wildnis aufgewachsen. Mister nimmt sie unter seine Fittiche.

Mitglieder der Bruderschaft attackieren die Hütte. Martin und Lady entkommen unbemerkt durch einen Tunnel. Mister wird gefangen genommen und in der Wildnis für die Vampire zurückgelassen. In der Nacht rettet Martin Mister vor den angreifenden Vampiren. Mister wird schwer verwundet, so dass der Weitermarsch zur Mühsal für alle wird. Bei einer Pause werden die Gefährten von drei Kultisten überfallen. Martin und Mister töten zwei der Männer. Der dritte, fast noch ein Kind, wird von Mister verschont. Sein Name ist Juda. Er behauptet, er habe unter Zwang gehandelt. Kurz danach begegnet die Gruppe einem alten Freund Misters namens Bat. Der führt sie zu einer befestigten Siedlung. Im Schutz eines von zwei Generatoren betriebenen Elektrozaunes und einer UV-Licht-Kanone haben sich dort zahlreiche Menschen eingerichtet, darunter Doc Earl, ein weiterer Freund Misters aus vergangenen Zeiten.

Mister wird operiert. Während er sich erholt, freundet sich Juda (der sicherheitshalber eingesperrt wurde) mit einer jungen Siedlerin an, die ihm das Essen bringt. Mit einem Trick bringt er sie dazu, die Tür zu öffnen. Er tötet die Frau und flieht. In derselben Nacht greifen die Mutter, ihre Vampire und die Bruderschaft die Siedlung an, können aber zurückgeschlagen werden. Juda wird erneut gefangen genommen. Er behauptet, dass es noch viel mehr Kultisten und Vampire gibt. Mister erklärt, dass er weiß, wer die Mutter ist. Sie ist eine neue Art von Vampir: Eine Brüterin. Mister hat vor längerer Zeit ihr Kind getötet. Er nimmt an, dass sie hinter ihm her ist und Martin benutzt hat, um ihn zu finden. Martin tötet Juda. Die Siedlung wird evakuiert. Lady, die Mister ins Herz geschlossen hat, muss gezwungen werden, die Siedlung zu verlassen. Martin, Mister, Bat, Earl und einige weitere Männer bleiben zurück, um den Abmarsch der Flüchtlinge zu decken.

Der zweite Angriff lässt nicht lange auf sich warten. Diesmal werden die Stromaggregate zerstört. Nach dem Ausfall des UV-Lichts überrennen die Vampire die Siedlung. Bat und Earl lösen eine Explosion aus und opfern sich, um einen Großteil der Angreifer mit in den Untergang zu reißen. Mister und Martin locken die Mutter von den restlichen Angreifern weg und töten sie gemeinsam. Dann folgen sie den Flüchtlingen. Sie treffen auf Lady, die sich losgerissen hat, um zu Martin zurückzukehren. Sie wurde von einem Vampir gebissen. Sie ist noch nicht ganz verwandelt und beschützt ihre Freunde vor einem Vampir. Mister ist gezwungen, sie danach zu pfählen. Er bleibt zurück, um weitere Vampire aufzuhalten, so dass Martin entkommen und sich den Flüchtlingen anschließen kann.


Kringels Meinung

Ich will nicht behaupten, dass "Badlands" im Prinzip derselbe Film ist wie "Vampire Nation", aber der sehr episodenhaft wirkende Ablauf ist doch ähnlich. Martin verliert seine Familie und begegnet Mister (beim Arenakampf - einer der unglaubwürdigsten Zufälle aller Zeiten). Die beiden retten eine Frau und geraten in Konflikt mit der Bruderschaft. Mister wird Vampiren zum Fraß vorgeworfen, kann sich aber retten bzw. wird gerettet. Man lässt sich in einer Siedlung nieder, die von einer kombinierten Bruderschaft-Vampir-Armee angegriffen wird. Mister und Martin finden Freunde, die allesamt ins Gras beißen. Die letzte überlebende Gefährtin muss gepfählt werden. Dieselben Handlungsbestandteile kommen in beiden Filmen vor! Außerdem kann man sich fragen, woher die Vampirmutter weiß, dass es eine Verbindung zwischen Martin und Mister gibt, und warum sie nicht gleich nach Mister sucht. Der befindet sich ja offensichtlich noch in den ehemaligen USA und nicht weit weg in Kanada wie Martin ...

Ein bisschen mehr als die Rachestory hat der Film aber schon zu bieten. So erkennt Mister, dass Martin auf dem besten Wege ist, ein ebenso verbitterter, nur für das Töten von Vampiren lebender Einzelgänger zu werden wie er selbst es war, als er Martin erstmals begegnet ist. Inzwischen ist Mister des Tötens müde geworden und will Martin ein ähnliches Schicksal ersparen. Die Chemie zwischen Martin und Mister funktioniert ganz gut. Diesmal ist Martin schon ebenso erfahren wie Mister, so dass man sich gegenseitig respektiert. In der starken Auftaktphase können Rückblicke auf die für Martin so traumatische Vernichtung New Edens sowie lange Einstellungen mit seiner Wanderung durch menschenleere Landschaften und Geisterstädte überzeugen. Die Action kann sich sehen lassen, es wird viel geschossen und gepfählt, blutrünstige Vampire und durchgeknallte Kultisten werden niedergemetzelt - und im allerdicksten Kampfgetümmel haben zwei Figuren ein Coming-out, bei denen ich das nie erwartet hätte. Es wird alles geboten, was das Herz begehrt, trotzdem wollte der Funke diesmal nicht überspringen.

Woran hat's gelegen? Ich kann es nicht genau begründen, aber irgendwie ist mir der Film wie eine Pflichtübung vorgekommen, bei der die aus dem ersten Film bekannten Elemente neu zusammengemischt wurden, nur viel uninspirierter. Interessante neue Ideen? Fehlanzeige. Etwas ähnliches wie die Vampirmutter ist schon im ersten Film vorgekommen (der infizierte Oberkultist) und diese Kreatur wirkt schon rein optisch weder glaubwürdig noch bedrohlich. Vielleicht ist auch die Vorhersehbarkeit ein Problem. Zu Beginn jeder einzelnen Szene kann man sich gleich denken, wie sie ausgehen wird. Der Film ist nach den ersten zehn Minuten einfach nicht mehr spannend.


Blu-ray-Features

Konnte ich dem Film schon wenig abgewinnen, so ist das nicht untertitelte "Making-of" nicht mal erwähnenswert. Schauspieler, Regisseure und andere Personen geben in kurzen Interviewschnipseln kaum mehr als Allgemeinplätze von sich, ab und zu ist ein klein wenig Hinter-den-Szenen-Material zu sehen und ansonsten werden Filmausschnitte gezeigt. Immerhin bekommt man "Lady" mal ohne das aufgesetzte, meist nur lächerlich wirkende Wolfskind-Getue zu sehen.


J. Kreis, 10.04.2017




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