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true_lies True Lies (USA, 1994)
DVD - Regionalcode 2, VCL
FSK: 16
Laufzeit: ca. 140 Minuten

Extras
Hintergrundinfo (Texttafeln)

Regie:
James Cameron

Hauptdarsteller:
Arnold Schwarzenegger (Harry Tasker)
Jamie Lee Curtis (Helen Tasker)
Tom Arnold (Albert Gibson)
Bill Paxton (Simon)
Tia Carrere (Juno Skinner)
Art Malik (Salim Abu Aziz)
Eliza Dushku (Dana Tasker)




Inhalt:

Harry Tasker ist Top-Agent der USA. Er arbeitet für die ultrageheime Organisation "Omega Sector" und erledigt hochbrisante Aufträge in aller Welt. Als Tarnexistenz hat Tasker sich eine Familie zugelegt. Niemand - auch nicht Frau und Tochter - ahnt, wer Tasker in Wirklichkeit ist, man hält ihn für einen harmlosen und ziemlich langweiligen Computervertreter. Wegen seiner vielen Einsätze vernachlässigt er Frau und Kind, eigentlich (so glaubt er), ist ihm seine Arbeit sowieso wichtiger. Taskers aktuelle Mission hat mit arabischen Terroristen zu tun, die mehrere Atomsprengköpfe in ihre Gewalt gebracht haben. Doch kurz nachdem er festgestellt hat, daß Salim Abu Aziz, der Anführer der Terroristen, schon in den USA ist, kommt Tasker ein privates Problem dazwischen. Durch Zufall bemerkt er nämlich, daß seine Frau Helen dabei ist, auf einen Schwindler hereinzufallen: Simon, ein Gebrauchtwagenverkäufer, der sich als Geheimagent tarnt, versucht Helen mit dem Reiz der Gefahr zu becircen. Jetzt bemerkt Tasker plötzlich, daß er seine Frau doch liebt: er wird eifersüchtig und setzt den kompletten Überwachungsapparat seiner Abteilung auf sie an. In einer groß angelegten Aktion nimmt er seine eigene Frau und den Gebrauchtwagenhändler fest, bevor der bei Helen ans Ziel kommen kann.

Helen wollte jedoch gar keine Affäre mit dem schmierigen Typ anfangen. Sie liebt ihren Mann immer noch, hatte aber ihr langweiliges Hausfrauendasein satt. Sie wollte lediglich etwas aufregendes erleben. Das begreift auch Tasker, als er Helen (ohne sein Gesicht zu zeigen) verhört. Um ihr die Abwechslung zu bieten, die sie sich so sehr wünscht, macht er sie zum Schein zu einer Mitarbeiterin von "Omega Sector". Sie soll einen Geheimauftrag erledigen und sich bei einem Waffenhändler in einem Hotel als Prostituierte ausgeben. Helen glaubt, keine Wahl zu haben (sollte sie sich weigern, droht ihr angeblich eine lange Gefängnisstrafe wegen Landesverrats) und willigt ein. Sie ahnt zunächst nicht, daß es ihr Mann ist, für den sie da im Hotel einen heißen Strip hinlegt, um eine Wanze deponieren zu können. Dann gibt Tasker sich zu erkennen, aber im selben Moment wird das Hotelzimmer von Terroristen gestürmt und die Eheleute Tasker werden entführt. Aziz weiß, daß Tasker ein Top-Agent ist und will ihn deshalb zwingen, öffentlich zu beeiden, daß die Terroristen wirklich Ernst machen. Unter dem Einfluß einer Wahrheitsdroge, die ihm von den Terroristen verabreicht worden ist, gesteht Tasker seiner Frau die Wahrheit.

Es gelingt Tasker, seine Fesseln zu lösen. Er fackelt die ganze Terroristenbasis ab, kann aber nicht verhindern, daß Aziz mit Helen entkommt und daß die erste Atombombe hochgeht - zum Glück in unbewohntem Gebiet. Während Tasker Helen befreit, bereitet Aziz die nächste Bombe vor, diesmal mitten in der Stadt. Er hat eine Geisel genommen: Taskers Tochter Dana. Die stellt sich dem Ober-Terroristen aber tapfer entgegen und klaut den Schlüssel, den er zur Zündung der Atombombe braucht. Im Alleingang und mit einem Harrier-Jet holt Tasker das Mädchen aus der Höhle des Löwen heraus und plättet auch die letzten Terroristen, bevor die noch mehr Schaden anrichten können. Von diesem Tage an verläuft das Tasker'sche Familienleben anders als bisher. Denn einerseits wissen Frau und Tochter ja jetzt, wer Tasker wirklich ist, andererseits ist Helen immer noch für Omega Sector tätig: Mann und Frau erledigen ihre Aufträge jetzt immer gemeinsam...

Der Film:

"True Lies" fängt an wie ein waschechter James-Bond-Agententhriller, wird dann aber zu einer Actionkomödie, in der Arnold Schwarzenegger wieder einmal beweisen kann, daß er auch eine komödiantische Seite hat. Die Mischung aus Spaß und Action ist absolut gelungen. Kaum eine Szene, in der die typischen Elemente eines 007-Films nicht durch einen ironischen Seitenhieb aufgelockert werden. Sei es die geniale Verfolgungsjagd zu Pferd (bis hinauf aufs Dach eines Hotels) oder Harrys permanent genervter Partner "Gib", Helens Verwandlung vom etwas farblosen Mauerblümchen zur Femme Fatale oder die ungeschickte Verwendung einer Stinger-Rakete - immer ist Humor und Selbstironie dabei. Dabei gleitet die Komik nie in Slapstick oder in Peinlichkeiten wie bei vielen Mel Brooks - Filmen ab. Es wird durchaus auch eine handfeste, spannende Story mit extrem bleihaltigen Schwarzenegger-Alleingängen und sehr viel Pyrotechnik geboten. Die Action ist aber oft doch so sehr übertrieben, daß man sie auch wieder nicht völlig ernst nehmen kann.

Schwarzenegger ist mit seiner unnachahmlichen Art wieder mal die perfekte Besetzung für die Hauptrolle. Sein Gesichtsausdruck, wenn er z.B. dem Autohändler zuhört, der gerade über Helens bereits "dampfende" Schenkel schwadroniert, ist einfach herrlich - mit diesem Blick könnte er Stahl zerschneiden wie Butter. Jamie Lee Curtis spielt ihre Rolle mit ebensoviel Spaß an der Freude wie Schwarzenegger. James Camerons Handschrift ist ebenso unverkennbar wie das 100-Millionen-Dollar-Budget: Hier wird wirklich ordentlich was für Auge und Ohr geboten. Der Film ist vergnügliches Popcorn-Kino und meiner Meinung nach einer von Schwarzeneggers besten Filmen. Insgesamt kann man mit "True Lies" zwei unterhaltsame Stunden verbringen. Ach, übrigens: Fans der TV-Serie "Buffy" können hier die Darstellerin der Figur "Faith" in einer frühen Rolle bewundern: Sie spielt Taskers Tochter Dana.

Die DVD:

Ich habe die DVD vom Ramschtisch billig erworben, hätte aber vorher besser mal genauer hingesehen. Daß es - bis auf ein paar Texttafeln mit Produktionsnotizen, Biografien usw. sowie ein paar Trailern zu anderen Filmen - keine Extras gibt, wäre ja noch zu verschmerzen. Der Film liegt aber ausschließlich in deutscher Synchronisation vor! Dabei höre ich doch Arnies Österenglisch gar zu gern. Das ist der größte Schwachpunkt der DVD. Das Bild ist auch nicht das allerbeste. Die Farben wirken etwas matt und grau, auch sonst ist die Qualität nicht fehlerfrei. Der einzige Vorteil, den man mit der DVD gegenüber der Videocassette hat, ist somit die "Unvergänglichkeit"...

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