Transformers 3


Transformers 3 (USA, 2011)
- Transformers: Dark of the Moon -

Blu-ray, Paramount
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 154 Minuten

Extras:
Keine

Regie:
Michael Bay

Hauptdarsteller:
Shia LaBeouf (Sam Witwicky)
Rosie Huntington-Whiteley (Carly Spencer)
Josh Duhamel (William Lennox)
Ramon Rodriguez (Leo Spitz)
John Turturro (Seymour Simmons)
Frances McDormand (Charlotte Mearing)
Patrick Dempsey (Dylan Gould)


Story

Zur Vorgeschichte siehe Transformers und Transformers - Die Rache.

Die wahren Hintergründe des Wettlaufs zum Mond sind nur noch wenigen Menschen bekannt. Im Jahre 1961 hatte man den Absturz eines unbekannten Raumschiffes auf der erdabgewandten Seite des Mondes registriert. Es war das Schiff des Autobot-Anführers Sentinel Prime, das während des Krieges gegen die Decepticons von Cybertron geflohen war und dabei kriegswichtige Technik mitgenommen hatte. Die Besatzung von Apollo 11 hatte den Auftrag, das Wrack zu untersuchen. Sentinel war dabei nicht entdeckt worden. Jahrzehnte später unterstützen die nun von Optimus Prime angeführten letzten Autobots, die auf der Erde Asyl gefunden haben, ihre menschlichen Freunde bei der Lösung internationaler Konflikte. Optimus und ein NEST-Team entdecken eine außerirdische Brennstoffzelle in der seit der Tschernobyl-Katastrophe verlassenen Stadt Prypjat und sichern sie vor dem Zugriff angreifender Decepticons. Optimus erkennt, dass es sich um ein Wrackteil von Sentinels Schiff handelt. Geheimdienstchefin Charlotte Mearing informiert ihn über den 1969 von Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond gemachten Fund. Die Autobots begeben sich zum Wrack und bergen die Überreste Sentinels sowie einige "Pfeiler". Mit diesen Aggregaten lässt sich eine Art Brücke erschaffen; ein Materieteleporter, mit dem weit entfernte Objekte herbeigeholt werden können. Optimus holt seinen alten Mentor mit der Matrix der Führerschaft ins Leben zurück.

Sam Witwickys neue Freundin Carly Spencer stellt hohe Ansprüche, aber Sam ist arbeitslos. Der Orden, den er wegen seiner Hilfe in der jüngsten Decepticons-Krise erhalten hat, reißt es nicht heraus. Mit der Hilfe Dylan Goulds (Carlys Chef und Sams Nebenbuhler) findet Sam schließlich doch noch einen Job. Dort wird er von einem Kollegen belästigt, der ihm etwas von Verschwörern erzählt, die mit den Decepticons zusammenarbeiten. Wenig später wird der Mann von einem Decepticon getötet, ebenso wie viele andere Menschen, die etwas über das Wrack auf dem Mond wissen. Sam will seinen Minderwertigkeitskomplex überwinden und etwas Bedeutendes leisten, deshalb beginnt er auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei wird er von Seymor Simmons unterstützt, der inzwischen zum wohlhabenden Bestsellerautor avanciert ist. Gemeinsam kontaktieren sie ehemalige russische Kosmonauten, von denen sie erfahren, dass es auf dem Mond unzählige weitere Pfeiler gibt. Sam nimmt zu Recht an, dass es den Decepticons um Sentinel geht, den sie nicht selbst erwecken konnten, denn nur Sentinel kann die Pfeiler aktivieren. Seine Warnung kommt zu spät, denn Sentinel steht auf den Seiten der Decepticons. Er macht gemeinsame Sache mit Megatron, stiehlt die von Optimus geborgenen Pfeiler und holt damit zahlreiche Decepticons vom Mond zur Erde. Die Decepticons verwüsten Chicago, wobei sie von Gould unterstützt werden. Er gehört zu den Kollaborateuren und entführt Carly, um Sam zu erpressen.

Sentinel zwingt die Regierung, die Autobots zu verbannen. Als Optimus und seine Freunde die Erde verlassen, schießen die Decepticons ihr Schiff ab. Während Sentinel die Aktivierung aller Pfeiler vorbereitet, um Cybertron ins Sonnensystem zu holen und mit menschlichen Arbeitssklaven neu aufzubauen, richten die Decepticons ein Massaker unter der Bevölkerung Chicagos an. Sam und ein NEST-Team versuchen Carly zu retten, können gegen die feindliche Übermacht jedoch nichts ausrichten. Da greifen die Autobots ein. Sie haben ihr Schiff vor der Vernichtung unbemerkt verlassen und können nun den Überraschungseffekt nutzen. Dennoch wird der Teleporter aktiviert. Cybertron materialisiert allmählich in unmittelbarer Nähe der Erde. Es kommt zu verlustreichen Kämpfen mitten in der Stadt. Während sich Sam und Gould um den Kontrollpfeiler balgen, redet Carly Megatron ein, dass er nur die zweite Gegen neben Sentinel spielen wird. Das will sich der Decepticon-Chef nicht gefallen lassen. Er greift Sentinel an, der gerade dabei ist, Optimus zu zerlegen. So gelingt es Optimus, beide zu zerstören. Mit Bumblebees Hilfe besiegt Sam Dylan und deaktiviert den Kontrollpfeiler. Der Zusammenbruch des Transporterfelds führt zum endgültigen Untergang Cybertrons.

Kommentar

Lest meine Kommentare zu Transformers und Transformers - Die Rache, multipliziert das, was in diesen beiden Filmen an hektischer Action, Militarismus, unerträglich dummen Witzchen und pubertärer Pin-up-Erotik auf den Zuschauer abgefeuert wurde, gleich mehrfach, und schon wisst ihr genau, was "Transformers 3" zu bieten hat. Neu ist im Grunde nur das Model an Sam Witwickys Seite (noch wulstigere Lippen als die Ex-Freundin und eine noch unglaubwürdigere Beziehungskiste). Gut, einige neue Transformers mischen auf beiden Seiten mit und neuerdings gibt's auch bei den Decepticons Kollaborateure. Aber sonst ist wirklich alles genau wie gehabt, nur eben x-mal vervielfacht. Besser wird der Film dadurch natürlich nicht. Und er ist wieder viel zu lang. Sams Arbeitssuche und seine Erlebnisse im Büro - was soll das? Wenn diese lächerlichen Szenen dazu beitragen sollen, Sam sympathischer zu machen, dann ist das gründlich daneben gegangen. Von dem übergeschnappten Kollegen, der zum Glück recht bald aus dem Fenster fliegt, ganz zu schweigen.

Kurzfazit: Noch mehr Lärm um gar nichts. Es gibt nur einen einzigen Grund für mich, mir derart bescheuertes Popcornkino anzutun. Das sind die wundervollen Autobots und Decepticons. Die Schlacht um Cybertron mit anschließender alternativer Version der ersten Mondlandung ist schon ein grandioser Auftakt, aber die Vernichtung Chicagos ist noch beeindruckender. Was die Decepticons dort anrichten, vor allem dieser metallene Riesenwurm, der einen Wolkenkratzer mal eben in der Mitte durchquetscht, das muss man einfach gesehen haben. Wenn die Riesenroboter aufeinander einprügeln und sich gegenseitig, sowie die Stadt und die Menschen in Fetzen schießen, wenn gigantische Kampfschiffe in den Häuserschluchten abstürzen und Soldaten wie Ameisen zwischen den Beinen der Transformers herumwimmeln oder mit Jumpsuits von Wolkenkratzern springen, dann erreicht der Film eine wahrhaft beeindruckende Intensität. Hätte sich der Regisseur doch lieber das ganze peinliche Drumherum gespart! Die atemberaubenden Zerstörungsorgien hätten völlig gereicht. Man könnte fast glauben, dass für die Realisierung des Films wirklich eine Großstadt in Schutt und Asche gelegt wurde, denn man kann in keiner Sekunde erkennen, dass da mit CGI, Modellen oder so gearbeitet wurde. Das wirkt alles absolut echt.

Leider muss man wieder einmal beide Augen zudrücken und ein paar Gehirnwindungen ablemmen, um nicht permanent über Plotholes und Logikbugs zu stolpern. Nur ein Beispiel. Warum sind die auf dem Mond versteckt gewesenen Decepticons nicht schon längst als Verstärkung für Megatron zur Erde gekommen? Wir haben schließlich in Teil 2 gesehen, dass Megatron problemlos zu einem Saturnmond gelangt ist. Wie hat er das geschafft? Ist er selbst geflogen oder hat er ein Raumschiff? Egal wie es ist - selbst wenn die anderen Decepticons nicht flugfähig sein sollten, so hätte Megatron genug Zeit gehabt, einen nach dem anderen zur Erde zu holen. Da hätten die paar Autobots aber alt ausgesehen.


J. Kreis, 17.06.2013




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