Transformers - Die Rache


Transformers - Die Rache (USA, 2009)
- Transformers: Revenge of the Fallen -

Blu-ray, Paramount
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 150 Minuten

Extras:
- Audiokommentar

Regie:
Michael Bay

Hauptdarsteller:
Shia LaBeouf (Sam Witwicky)
Megan Fox (Mikaela Banes)
Josh Duhamel (William Lennox)
Ramon Rodriguez (Leo Spitz)
John Turturro (Seymour Simmons)
John Benjamin Hickey (Theodore Galloway)




Story

Zur Vorgeschichte siehe Transformers.

Optimus Prime und seine Autobots kämpfen Seite an Seite mit dem von Major Lennox geleiteten Elitetrupp NEST (Nonbiological Extraterrestrial Species Treaty) gegen die seit einiger Zeit überall auf der Erde in Erscheinung tretenden Decepticons. Man versucht immer noch, die Anwesenheit lebender außerirdischer Riesenroboter vor der Weltöffentlichkeit geheim zu halten, aber die Übergriffe der Decepticons werden immer massiver. Sie scheinen irgendetwas zu suchen. Bei einem Einsatz in Shanghai erfährt Optimus Prime, dass "Fallen" (einer der sieben Primes) seine Rückkehr plant. Sicherheitsberater Galloway befragt Optimus Prime im Auftrag des Präsidenten. Er ist der Meinung, die Decepticons seien auf der Suche nach den Autobots, und der Erde sei besser gedient, wenn Optimus Prime und seine Gefährten den Planeten verlassen würden. Tatsächlich geht es Fallen um den Harvester, eine auf der Erde versteckte Maschine, mit der Sonnen vernichtet werden können. Auf diese Weise versorgen sich die Transformers mit dem für sie lebenswichtigen Energon, aber es war stets ihr Grundsatz, keine bewohnten Planeten in Gefahr zu bringen. Fallen hatte diesen Grundsatz ignoriert und war daraufhin von seinesgleichen ausgestoßen worden. Die anderen Primes hatten sich vor Jahrtausenden geopfert, um die "Matrix der Führerschaft", zu verstecken, die zur Aktivierung des Harvesters benötigt wird. Sollte Fallen die Matrix finden, so wäre das Ende des Planeten Erde besiegelt.

Als Sam Witwicky seinen Umzug ins College vorbereitet, findet er in einer alten Jacke einen Splitter des vernichtet geglaubten Allspark. Sam berührt den Splitter und hat seitdem Visionen von unverständlichen Symbolen. Mikaela verwahrt den Splitter in einem Tresor. Ein kleiner Decepticon namens Wheelie versucht den Splitter zu stehlen, wird aber von Mikaela in einen Kasten gesperrt. Mit Wheelie und dem Splitter macht sich Mikaela auf den Weg zu Sam, der gerade von einem Decepticon angegriffen wird - die Maschine hatte sich in eine verführerische Kommilitonin verwandelt. Mikaela, Sam und dessen Mitbewohner Leo Spitz (Betreiber einer Website für Verschwörungstheorien) fliehen mit Bumblebee, werden aber von den Decepticons gefangen genommen. Diese haben in der Zwischenzeit den Funkverkehr des Militärs abgehört, einen weiteren Allspark-Splitter aus einem NEST-Stützpunkt gestohlen und damit Megatron wiederbelebt. Nach einem Besuch bei Fallen, der sich auf einem Saturnmond versteckt hält, ist Megatron zur Erde zurückgekehrt und versucht nun, die in Sams Gehirn gespeicherten Informationen auszulesen, denn die Symbole sind ein Hinweis auf das Versteck der Matrix. Optimus Prime befreit Sam und seine Freunde, wird aber anschließend von den Decepticons getötet. In einer weltweit empfangbaren Sendung fordert Fallen Sams Übergabe.

Sam und seine Freunde suchen Agent Simmons auf, der suspendiert wurde und seitdem private Nachforschungen betreibt. Mit seiner und Wheelies Hilfe finden sie jemanden, der die Symbole aus Sams Visionen entschlüsseln kann: Den uralten zu den Autobots übergelaufenen Decepticon Jetfire. Nachdem sie ihn mit dem Allspark-Splitter zum Leben erweckt haben, erklärt er ihnen die Hintergründe und teleportiert sie nach Ägypten, von wo aus sie nach Jordanien weiterreisen. Dort entdecken sie das Versteck der Matrix. Diese zerfällt zu Staub, als Sam sie berührt. Sam nimmt die Überreste mit und reist zu den Pyramiden von Gizeh, denn dort muss sich der Harvester befinden. Lennox wird gebeten, Optimus Prime dorthin zu bringen. Sam hofft, ihn mit der Matrix zum Leben erwecken zu können, denn nur ein Prime kann Fallen besiegen. Eine gewaltige Schlacht zwischen NEST-Soldaten, Autobots und Decepticons entbrennt in der Nähe der Pyramiden. Der Decepticon Devastator vernichtet die Spitze einer Pyramide und legt den darunter verborgenen Harvester frei. Sam wird von Megatron tödlich verwundet. In einer Vision zeigen sich ihm die sechs Primes. Sie erklären ihn für würdig, die Matrix zu benutzen, und schicken ihn ins Leben zurück. Mit der wiederhergestellten Matrix wird Optimus Prime zu neuem Leben erweckt. Jetfire opfert sich, um ihm die benötigten Ersatzteile zur Verfügung zu stellen. Fallen stiehlt die Matrix und schickt sich an, den Harvester zu aktivieren. Der aufgerüstete Optimus Prime folgt Fallen und tötet ihn. Megatron flieht.

Kommentar

Der erste Film dieser Reihe hat mich kalt gelassen, denn mir fehlt jeglicher Bezug zu dem gleichnamigen Spielzeug und die verschiedenen Zeichentrickserien habe ich nie gesehen. Bei "Transformers - Die Rache" ist es im Grunde genauso, obwohl Regisseur Michael Bay offensichtlich alles darangesetzt hat, eine noch größere Materialschlacht abzufeiern. Die zahlreichen unterschiedlichen und teils wahnwitzig riesigen Transformers können sich denn auch definitiv sehen lassen. Ihr Design, ihre sinnverwirrenden Verwandlungen und die Kämpfe, die sie sich untereinander sowie gegen die meist ziemlich hilflos wirkenden Soldaten liefern - entweder in Zeitlupe oder mit hektischem Kameragewackel - sind wirklich beeindruckend! Es blitzt, scheppert und rummst ordentlich, dynamische Krachbumm-Action wird bis zum Abwinken geboten. Es macht Spaß, dabei zuzusehen, wie die Transformers diverse Großstädte, Militäreinrichtungen und archäologische Stätten in Schutt und Asche legen, wie sie sich zu immer neuen Kombinationen zusammensetzen und wie sie im Nahkampf aufeinander einprügeln.

Die Transformers sind trotz der heillos übertriebenen Zerstörungswut nicht das Problem. Das Problem sind die Szenen, in denen keine Transformers vorkommen. Die sind nämlich beinahe unerträglich. Hysterisches Gekreisch, dämliches Herumgehampel (Sams Mutter schießt dabei den Vogel ab), peinlicher "Humor", permanentes Over-acting, Highschool-Klischees, Teenie-Gebalze und sülziges Geschmachte - es nervt! Megan Fox hat nichts weiter zu tun, als mit strahlendem Gebiss durch Explosionswolken zu rennen oder ihre Kurven mit möglichst lasziven Posen in die Kamera zu halten. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was die gute Frau eigentlich von diesem grenzdebilen Möchtegern-Macho will, mit dem sie unverständlicherweise immer noch zusammen ist, obwohl er sich alle Mühe gibt, sie zu vergraulen. Überhaupt scheinen alle Frauen in diesem Film nichts anderes zu sein als jederzeit zum Beischlaf bereite Topmodels. Gut, im Falle der vermeintlichen Kommilitonin mit metallischem Zungententakel trägt das ein bisschen zur Handlung bei, aber sonst kann man sich schon fragen, welches Frauenbild in den Köpfen der Verantwortlichen vorherrschen mag...

Warum hat sich überhaupt jemand die Mühe gemacht, ein Drehbuch für diesen plumpen Kinderfilm zu schreiben? Wer braucht schon eine Story? Vor allem, wenn sie so beknackt ist wie hier? Es hätte völlig ausgereicht, einfach nur Kampfszenen aneinanderzureihen. Dann wäre der Film wenigstens nicht so schrecklich lang geworden. "Transformers" war ja noch ansatzweise erträglich. Dieser Film aber ist abgesehen von den bombastischen Schauwerten ein einziges Ärgernis. Viel Lärm um nichts, könnte man sagen.


J. Kreis, 03.06.2013




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