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terminator3 Terminator 3 - Rebellion der Maschinen (USA 2003)
- Terminator 3 - Rise of the Machines -

DVD - Regionalcode 2, Columbia Tristar Home Entertainment
FSK: 16
Laufzeit: ca. 105 Minuten

Extras:
Intro und Kommentar von Arnold Schwarzenegger, Kommentare des Regisseurs und der anderen Hauptdarsteller, Trailer, Filmdokumentation, Entfallene Szene "Sgt. Candy", Gags und Outtakes, T3 Visuelle Effekte, Skynet Datenbank (Texttafeln mit Filmszenen), Terminator-Zeitleiste (Texttafeln), Vergleich Storyboard/endgültige Fassung, Dressed to Kill - die Kostüme im Film, T3-Action Fanartikel, Making of "Video Game"

Regie:
Jonathan Mostow

Hauptdarsteller:
Arnold Schwarzenegger (Der Terminator)
Nick Stahl (John Connor)
Claire Danes (Kate Brewster)
Kristanna Loken (T-X)




Inhalt:

Nachdem alle Versuche, Sarah und John Connor zu töten, gescheitert sind, suchen die intelligenten Maschinen der Zukunft sich neue Ziele aus, um den Widerstand der Menschheit im Keim zu ersticken. Ein neuer Terminator, schneller, stärker, intelligenter und tödlicher als all seine Vorgänger, wird in die Vergangenheit (die unsere Gegenwart ist) geschickt, um John Connors wichtigste Mitkämpfer zu eliminieren. Der neue Terminator, Modell T-X, vereinigt die Vorzüge eines stählernen Endoskeletts und einer "Haut" aus flüssigem Metall, mit der er alles nachbilden kann, was er berührt. Er tritt in der Gestalt einer attraktiven jungen Frau auf, verfügt aber über ein Arsenal, das weit über die natürlichen Waffen der Frauen hinausgeht... Aber auch die Menschen haben wieder einen Terminator in ihre Gewalt gebracht, es ist ein altes T-800 (T-101) - Modell. Witzigerweise hatte er den Auftrag, John Connor in der Zukunft zu töten und war damit sogar erfolgreich! Jetzt ist seine Mission, Connors Überleben in der Vergangenheit sicherzustellen. John Connor ist natürlich immer noch auch das Primärziel des T-X, aber Connor lebt im Untergrund und kann nicht so leicht aufgespürt werden. Zufälligerweise landet John Connor in einer Veterinärklinik, in der auch seine zukünftige Frau und Stellvertreterin Kate Brewster arbeitet. Dort versorgt er sich mit Medikamenten, denn er hatte einen Motorradunfall und will sich nicht in einem normalen Krankenhaus behandeln lassen.

Kate erwischt John und sperrt ihn in einen Käfig - dummerweise erscheint in diesem Augenblick T-X mit der Absicht, Kate umzubringen. Welch freudige Überraschung für die Killermaschine, als sie anhand einiger Blutstropfen auf dem Boden erkennt, daß auch Connor anwesend sein muß! Bevor T-X seine (oder ihre) finsteren Pläne verwirklichen kann, erscheint der Arnie-Terminator und verschafft den beiden Menschen genug Zeit zur Flucht, d.h. Kate glaubt natürlich zunächst, sie sei in die Klauen eines durchgedrehten Entführers geraten. T-X heftet sich in einem schweren Kranfahrzeug umgehend auf ihre Spur, wird aber nach einer wahren Zerstörungsorgie von Arnie gestoppt. Zusammen mit ihm fahren sie zu Sarah Connors Gruft - allerdings finden sie dort nicht Sarahs Leiche vor, sondern einen mit verschiedensten Waffen gefüllten Sarg. Das Arsenal brauchen sie auch sofort, denn T-X hat ihnen in der Gestalt von Kates Verlobtem (den sie natürlich umgebracht hat) ein S.W.A.T. - Team auf den Hals gehetzt und ist auch selbst bereits im Anmarsch. Erst als Kate sieht, wie ihr vermeintlicher Verlobter sich vor ihren Augen in den T-X zurückverwandelt, ist sie von Johns abenteuerlicher Geschichte überzeugt. Erneut gelingt die Flucht und daher wendet T-X sich einem anderen Ziel zu: Kates Vater. Dieser hochdekorierte Soldat ist der eigentliche Schöpfer von Skynet, zögert aber seit längerer Zeit, diesen Supercomputer auch einzuschalten. T-X zwingt ihn jetzt dazu, indem sie einen supergefährlichen Computervirus auf die Welt losläßt, der nicht nur alle zivilen Computer befällt, sondern auch die Systeme des Militärs. Jetzt hat Brewster keine Wahl mehr, als Skynet einzuschalten - somit hat T-X erst die Voraussetzungen für ihre eigene Existenz geschaffen.

Auch John und Kate ahnen, wohin T-X sich wenden wird, als Arnie ihnen eröffnet, daß der "Judgment Day" nicht verhindert, sondern nur ein wenig verschoben worden ist. Da der Terminator darauf programmiert ist, Kates Befehlen zu gehorchen, bringt er die beiden zu Brewsters Kommandozentrale, aber sie kommen zu spät. Skynet wurde bereits aktiviert und hat die Kontrolle über alles übernommen, was es an Computern auf der Erde gibt. Sehr bald werden die Atomraketen überall auf dem Globus starten. In der Kommandozentrale treiben schon die von T-X kontrollierten Ur-Terminatoren (Modell T-1) ihr Unwesen und töten alles, was ihnen vor die Gatling-Kanonen kommt. Kates Vater wird von T-X höchstpersönlich niedergeschossen. Bevor er stirbt, übergibt er seiner Tochter die Codes für "Crystal Peak", eine geheime Bunkeranlage, von der John glaubt, daß dort das Herz von Skynet untergebracht ist. Währenddessen besiegt T-X den Terminator und programmiert ihn um. Da sie selbst leider im wahrsten Sinn des Wortes kurz danach im Magnetfeld eines Teilchenbeschleunigers "klebenbleibt", soll der Terminator Johns Leben ein Ende setzen. Der tapfere Metallkoloß schafft es aber gerade noch rechtzeitig, sich selbst zu deaktivieren, so daß John und Kate sich mit einem kleinen Flugzeug auf den Weg nach Crystal Peak machen können. Der lästige T-X kann sich aber ebenfalls befreien und jagt den Menschen in einem Helikopter hinterher. Aber auf Arnie ist Verlaß: Er führt einfach einen Reboot durch und ist danach wieder wie neu bzw. ganz der alte. So kommt es unter den atombombensicheren Toren von Crystal Peak zum Endkampf zwischen den beiden Terminatoren, wobei Alt über Neu siegt.

John und Kate stürmen in die verlassene Anlage, wild entschlossen, Skynet mit selbstgebastelten Sprengsätzen ins Nirvana zu bomben. Aber die paar Rechner, die in den Bunkern herumstehen, sind völlig veraltet. Das soll Skynet sein? fragt sich John. Kate dagegen ahnt schon die Antwort: Diese Anlage wurde konstruiert, damit sich die Regierung der Vereinigten Staaten im Falle eines Atomkriegs dorthin zurückziehen und von dort aus die Geschicke des Landes weiter lenken kann. Der Terminator hat also das Überleben John Connors gesichert und dafür gesorgt, daß aus ihm der Anführer der Menschheit wird, wie es sein Auftrag war. Denn als draußen die Atompilze aus dem Boden schießen und aus allen Teilen des Landes Notrufe in Crystal Peak eintreffen, fängt John an, diese zu beantworten...

Der Film:

Im Vergleich zu den beiden ersten Terminator-Filmen fehlt mir in Teil 3 zwar das "gewisse Etwas", aber auch Rise of the Machines ist immer noch ein unterhaltsamer Actionfilm mit einem immer noch extrem fit aussehenden Arnold Schwarzenegger. Der Terminator ist gewohnt cool und Kristanna Loken als T-X gefällt mir ungemein gut (vielleicht stehe ich ja auf strenge Frauen...). Der Film wird keine Minute langweilig und die Kran-Verfolgungsjagd ist, auch wenn sie zu einem großen Teil aus CGI besteht, ein so noch nie dagewesenes Highlight. Ich finde es zwar immer gut, wenn ein Film sich selbst nicht allzu ernst nimmt, aber in der Szene mit dem Stripper und Arnold, der sich diese lächerliche Sonnenbrille aufsetzt, finde ich die Selbstironie zu übertrieben und unpassend. Das ist aber auch schon die einzige Szene, die mir nicht so gut gefallen hat, der Rest war durchaus okay. Arnold Schwarzenegger ist zwar nicht mehr ganz so wortkarg wie im ersten Terminator-Film, aber immer noch so stoisch wie eh und je. Kristanna Loken macht ihm, was die Minimal-Mimik angeht, allerdings durchaus Konkurrenz! Die Spezialeffekte sind natürlich bombastisch, wie es sich für einen Terminator-Film gehört. Die T-X-Effekte und Arnolds Makeup (bzw. sein CGI-Double) sind richtige Hingucker.

Das eigentliche Problem des Films ist die allzu große Erwartungshaltung der Fans (zu denen ich mich selbst zähle). Teil 1 war einfach was Neues, Arnold war definitiv böse und dementsprechend gewalttätig. In Teil 2 wurde man durch die Cameron-typische pausenlose Action gefesselt und vielleicht bezog der Film seinen Kick daraus, daß der Terminator, vor dem früher jeder Angst hatte, jetzt plötzlich ein quasi netter Kerl war. Die wenigen selbstironischen Szenen hatten das coole Terminator-Image nicht angekratzt. Teil 3 ist nun eigentlich nur noch ein weiterer Aufguß der immer gleichen Idee und es war von vornherein klar, daß der Terminator auch diesmal kein Bösewicht sein würde. Immerhin muß man dem Film zugestehen, daß er sich nicht in ein Happy-End rettet. Der Judgment Day ist unausweichlich, die Maschinen werden die Macht übernehmen und John Connor muß zu etwas werden, was er nie sein wollte.

Die DVD:

Die sogenannte Filmdokumentation hat nur einen geringen Informationsgehalt, eigentlich ist dieses Extra nichts anderes als die beliebte Eigenwerbung mit Film- und Interviewschnipseln sowie ein paar kurzen Blicken hinter die Kulissen. Etwas informativer sind da schon die Erläuterungen zu den visuellen Effekten. So hatte ich zwar den Eindruck, daß die Szene, in welcher der fahrbare Kran sich überschlägt, eigentlich nicht real sein konnte - jetzt weiß ich, daß diese Szene computergeneriert ist. Es gibt dann noch ein paar mißglückte Szenen zu sehen oder auch solche, in denen Arnold Schwarzenegger absichtlich ein paar Scherze macht. Die entfallene Szene "Sgt. Candy" gehört auch wirklich nicht in den Film, denn sie ist allzu aufgesetzt witzig. Arnold spielt hier die menschliche "Vorlage" für den ursprünglichen Terminator. Ein ziemlich skurriler Beitrag in den Extras ist ein Interview mit Todd McFarlane, dem Schöpfer von Spawn, der hier einige der Actionfiguren der nach ihm benannten Firma vorstellt. Das "Making of" des Videospiels ist auch nichts anderes als mit überschwänglich enthusiastischen Interviews aufgepeppte Werbung. Insgesamt sind die Extras dieser DVD eher als mäßig zu bezeichnen.

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