Terminator

Terminator


Terminator (USA, 1984)

DVD - Regionalcode 2, VCL / Blu-ray, MGM/Fox Home Entertainment
Altersfreigabe DVD: FSK 18
Altersfreigabe Blu-ray: FSK 16
Laufzeit: ca. 103 Minuten (DVD) bzw. ca. 107 Minuten (Blu-ray)

Extras DVD:
- Hintergrundinfo (Texttafeln)
- DVD-Kinotrailer

Extras Blu-ray:
- Terminator - Ein Rückblick (20:30 Min.)
- Die Entstehung von Terminator - Visuelle Effekte und Filmmusik (12:58 Min.)
- Entfallene Szenen (9:55 Min.)

Regie:
James Cameron

Hauptdarsteller:
Arnold Schwarzenegger (Der Terminator)
Michael Biehn (Kyle Reese)
Linda Hamilton (Sarah J. Connor)
Paul Winfield (Lt. Ed Traxler)
Lance Henriksen (Detective Vukovich)




Story

Los Angeles 1984. Die junge Sarah Connor arbeitet als Aushilfskellnerin in einem Schnellimbiss und ahnt nichts davon, dass sie vom Schicksal ausersehen ist, eines nicht allzu fernen Tages einen Jungen namens John zur Welt zu bringen, der zur letzten Hoffnung der Menschheit werden wird. Weiterhin ahnt sie nicht, dass der dritte Weltkrieg unmittelbar bevorsteht, ausgelöst von der künstlichen Intelligenz Skynet. Diese intelligente Maschine wird sich schon bald über alle Verteidigungsnetzwerke ausbreiten. Nur wenige Menschen werden den Krieg überleben, und sie werden vor der endgültigen Ausrottung stehen, denn die von Skynet befehligten Maschinen werden einen gnadenlosen Vernichtungsfeldzug gegen alle Menschen führen, die sich nicht als Arbeitssklaven missbrauchen lassen wollen. Die Menschen werden sich in den Ruinen verstecken müssen, immer in der Angst lebend, von der neuesten Erfindung Skynets überfallen zu werden: Den Terminatoren. Diese humanoiden Roboter, deren stählernes Kampfchassis in einer Hülle aus Fleisch und Blut versteckt ist, sind auf den ersten Blick nicht von einem echten Menschen zu unterscheiden. Sie schleichen sich immer wieder in die Verstecke ein, in denen die Menschen ihr erbärmliches Dasein fristen, und können dort Blutbäder anrichten. Doch das Blatt wird sich wenden, als ein charismatischer Anführer erscheint, der den Widerstand koordinieren und im Jahre 2029 kurz vor dem entscheidenden Sieg stehen wird. Dieser Mann ist Sarahs Sohn John Connor.

Da John Connors Sieg nicht mehr abgewendet werden kann, schickt Skynet einen Terminator Typ T-800, Modell 101, mit einer Zeitmaschine ins Jahr 1984 zurück. Er soll Sarah Connor töten und somit verhindern, dass John Conner jemals geboren wird. Connor erkennt diese Bedrohung. Er nutzt dieselbe Maschine und entsendet Kyle Reese, einen Freiwilligen, der Sarah Connor vor dem Terminator beschützen soll. Weitere Zeitversetzungen sind ebenso unmöglich wie eine Rückkehr ins Jahr 2029. Da die Zeitmaschine nur Objekte versetzen kann, die organisch oder zumindest von organischem Gewebe umschlossen sind, kann Reese seine Energiewaffen nicht mit in die Vergangenheit nehmen. Somit ist er gegenüber dem Terminator, einer extrem starken Kampfmaschine ohne Gefühle und Schmerzempfinden, die mit normalen Schusswaffen nicht aufzuhalten ist, deutlich im Nachteil. Sein einziger Vorteil besteht darin, dass er im Gegensatz zum Terminator weiß, wie Sarah Connor aussieht, weil er von John Connor ein altes Polaroidfoto der Frau erhalten hat. Tatsächlich hat er sich bereits in Sarah Connor verliebt. Da Skynet nur weiß, dass Sarah im Jahre 1984 irgendwo in Los Angeles lebt, muss der Terminator systematisch vorgehen. Er arbeitet das örtliche Telefonbuch ab und tötet eine dort aufgelistete Sarah Connor nach der anderen.

Das bleibt weder Sarah (die als letzte in der Liste steht) noch der Polizei verborgen. Tatsächlich fühlt sich Sarah verfolgt, denn Reese hat sie bereits aufgespürt. Er rettet sie vor dem Terminator, der ihr in eine Disco folgt und sofort angreift. Reese und Sarah fliehen, werden aber sowohl vom T-800 als auch von der Polizei verfolgt. Sarah glaubt Reeses wilde Geschichte nicht sofort. Dennoch gelingt es Reese, ihr begreiflich zu machen, dass der Terminator niemals aufhören wird, sie zu verfolgen. Die beiden werden gestellt und ins Polizeirevier gebracht. Der Polizeipsychologe verhört Reese und erklärt ihn für verrückt. Doch wenig später erscheint der schwer bewaffnete Terminator und radiert die gesamte Polizeimannschaft aus, wobei er selbst nur leicht beschädigt wird. Reese und Sarah können erneut entkommen. Sie fahren zu einem Motel. Dort haben sie etwas Zeit, um behelfsmäßige Rohrbomben herzustellen. Inzwischen glaubt Sarah, was Reese ihr von der Zukunft erzählt. Die beiden fühlen sich sicher und schlafen miteinander (so wird John Connor gezeugt), aber der Terminator hat ihre Spur nicht verloren. Es kommt zu einer Verfolgungsjagd, bei der Reese angeschossen wird. Reese sprengt einen vom Terminator gelenkten Tanklaster. Die Außenhülle des T-800 verbrennt, aber dadurch wird die Kampffähigkeit der Maschine nicht eingeschränkt.

Das von seiner fleischlichen Hülle befreite Endoskelett verfolgt die beiden Menschen bis in eine Fabrik, in der die primitiven "Vorfahren" des Terminators - einfache Industrieroboter - eingesetzt werden. Reese stellt sich dem T-800 entgegen und zündet eine weitere Rohrbombe, wobei er selbst getötet wird. Der Terminator wird in zwei Hälften gerissen, ist aber immer noch nicht vernichtet. Sarah wurde durch einen Splitter verwundet und kann nicht davonlaufen. Es gelingt ihr jedoch, den Terminator in einer Presse zu fangen, die sie anschließend aktiviert. Der T-800 wird zerquetscht, seine Funktionen erlöschen.

Einige Zeit später ist die schwangere Sarah unterwegs nach Mexiko. Von Reese weiß sie, dass der Atomkrieg bald ausbrechen wird, und dass sie die Aufgabe hat, ihren Sohn auf den Kampf gegen die Maschinen vorzubereiten. An einer Tankstelle kauft sie einem kleinen Jungen ein Polaroidfoto ab, das er von ihr gemacht hat...

Kommentar

Was hätte der Terminator eigentlich gemacht, wenn Sarah Connor gar kein Telefon oder eine Geheimnummer hätte, die nicht im Telefonbuch steht? Egal - "Terminator" ist einer der ganz großen Actionklassiker, oft kopiert, aber nie wieder erreicht, nicht einmal durch die Fortsetzungen. Selbst Terminator 2, ein an und für sich perfekter Actionfilm, hat nicht dieselben Qualitäten wie der erste Film der Reihe. In "Terminator" herrscht vom Anfang bis zum Schluss eine düstere Atmosphäre der Bedrohung und Ausweglosigkeit. Es gibt kein Happy End, denn Reese stirbt und der Dritte Weltkrieg wird nicht verhindert. Arnold Schwarzenegger hatte in "Terminator" zwar nicht seine erste und vielleicht nicht seine beste Rolle, aber er war seitdem nie wieder so bedrohlich und konsequent böse. Die absolute Erbarmungslosigkeit der unaufhaltsamen, gefühls- und seelenlosen Killermaschine wird hundertprozentig überzeugend rübergebracht. Nicht zuletzt durch die zwar explizite, im Vergleich mit aktuellen Filmen aber fast schon wieder harmlose Gewalt (tatsächlich spielt sich vieles außerhalb des sichtbaren Bilds ab), aber auch durch Schwarzeneggers minimalistische Mimik. Er ist wirklich die perfekte Besetzung, denn er verleiht dem wortkargen Terminator erst die stoische Ruhe, die ihn so glaubhaft macht. Leider konnte Arnie ein Blinzeln beim Schießen mit Handfeuerwaffen nicht unterdrücken... Auf DVD ist der Film übrigens seinerzeit auch in einer geschnittenen FSK-16-Fassung veröffentlicht worden. Im Vorspann dieser Version wird ein Text eingeblendet, der darauf hinweist, dass der Terminator eine Maschine ohne Emotionen ist - eine Maschine, die weder gut noch böse ist, sondern funktioniert. Sie erfüllt einfach die Aufgabe, für die sie hergestellt wurde - genau wie ein Auto oder ein Toaster.

"Terminator" ist ein geradlinig durcherzählter Science-Fiction-Thriller, in dem ein dramatischer Höhepunkt den nächsten jagt. Das sind vor allem die vom Terminator begangenen Morde, viele Feuergefechte und Verfolgungsjagden, sowie kurze Szenen, in denen der Vernichtungskrieg des Jahres 2029 gezeigt wird. Einige Spezialeffekte wirken heutzutage allerdings eher bemitleidenswert. Besonders augenfällig ist die veraltete Tricktechnik beim Stop-Motion-Endoskelett des T-800. Es wird zum Glück nicht allzu oft eingesetzt. Offenbar wurde auch ein (Teil-)Modell in "Lebensgröße" verwendet, das wie ein echter Roboter aussieht. Bei der Selbstoperation des Terminators ist die Qualität der Spezialeffekte leider ebenfalls schwankend. Wenn der T-800 sich das Auge herauspult, sieht das nur solange gut aus, bis ein animiertes Modell von Schwarzeneggers Kopf zum Einsatz kommt. Der Film hat aber noch mehr zu bieten als packende Action und Oneliner ("I'll be back"), nämlich zwei tolle Hauptdarsteller (Hamilton und Biehn), die sich wunderbar ergänzen und sich bestens als ganz unterschiedliche Sympathieträger eignen; er der coole Einzelgänger, sie das hilflose Opfer, das sich allmählich zur Kämpfernatur mausert.

Wie immer bei Zeitreisegeschichten darf über Paradoxa und Vorherbestimmung nachgegrübelt werden. Ist der Verlauf der Geschehnisse festgelegt oder lässt er sich verändern? Im ersteren Fall hätte sich Skynet die ganze Aktion sparen können, denn dann war von Anfang an klar, dass der Terminator scheitern würde. Tatsächlich hat Skynet für den eigenen Untergang gesorgt, denn wäre der Terminator nicht in die Vergangenheit geschickt worden, dann hätte Reese ihm nicht folgen müssen, ergo wäre John Connor, dem Skynet die Niederlage zu verdanken hat, nie gezeugt worden. Gibt es also keinen freien Willen? Wenn es stattdessen möglich ist, die Vergangenheit zu ändern, dann wäre entweder ein Paradoxon oder eine alternative Zeitlinie entstanden. Denn wenn der Terminator Sarah Connor im Jahre 1984 getötet hätte, so dass John Connor nie geboren worden wäre, dann hätte es im Jahre 2029 keine Notwendigkeit gegeben, den Terminator zurückzuschicken...

DVD-/Blu-ray-Features

Die ungeschnittene DVD-Version dieses Films war lange Zeit nur unter dem Ladentisch erhältlich. Gleichzeitig war eine ab 16 Jahren freigegebene, stark geschnittene Fassung im Handel. Inzwischen wurde der Film neu geprüft und in ungeschnittener Fassung ab 16 Jahren freigegeben. Die Blu-ray ist also ungeschnitten! Die FSK-18-DVD enthält kein erwähnenswertes Bonusmaterial, außerdem liegt der Film nur in der deutschen Synchronfassung vor.

Die Blu-ray hat sowohl deutsche als auch englische Tonspuren und eine in den meisten Szenen wirklich schöne HD-Bildqualität. Das Bonusmaterial ist nicht so umfangreich, wie ich es mir gewünscht hätte. In "Die Entstehung von Terminator - Visuelle Effekte und Filmmusik" (2001) ist die Entstehung verschiedener Szenen zu sehen, in denen Miniaturen zum Einsatz gekommen sind. Das sind die Hunter-Killer-Jagden in der Zukunft und die Explosion des Tanklasters kurz vor Schluss. So ein Blick in die "Mottenkiste" der Tricktechnik ist immer wieder amüsant! Außerdem kommt Brad Fiedel zu Wort, der Komponist der Filmmusik. "Terminator - Ein Rückblick" stammt aus dem Jahre 1992 und enthält vor allem Filmausschnitte, aber auch eine Unterhaltung zwischen Arnold Schwarzenegger und James Cameron über die Entstehung des Films. Zusätzlich werden Ausschnitte eines Interviews gezeigt, das James Cameron 1986 gegeben hat.

Die entfallenen Szenen sind größtenteils sehr kurz und nicht besonders interessant. Paul Winfield und Lance Henriksen hätten etwas mehr Screentime gehabt, außerdem war vorgesehen, dass Traxler den Angriff des Terminators auf das Polizeirevier überlebt. Er gibt Reese seinen Revolver, den erhält später Sarah. Interessanter ist da schon die Tatsache, dass die Firma Cyberdyne Systems schon im Jahre 1984 existiert und ursprünglich in die Handlung hätte eingebaut werden sollen. Man sieht, wie Sarah die Adresse der Firma aus dem Telefonbuch heraussucht. Sie versucht Reese zu überreden, die Firma anzugreifen, er willigt schließlich ein. Außerdem reagiert Reese endlich mal auf seine drastisch veränderte Umwelt: Pflanzen und Blumen bringen ihn zum weinen. Reese und Sarah wollen nun verhindern, dass Cyberdyne das "Molekulargedächtnis" fertigstellt, das schließlich zur Entstehung von Skynet führt. Tatsächlich ist die Fabrik, in der der Endkampf stattfindet, eine Fertigungsstätte von Cyberdyne, und einer der Angestellten findet nach Sarahs Abtransport den Chipsatz des Terminators.


J. Kreis, 05.02.2013




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