Ted


Ted (USA, 2012)

DVD Regionalcode 2, Universal
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: ca. 102 Min.

Extras
Keine

Regie:
Seth MacFarlane

Hauptdarsteller:
Mark Wahlberg (John Bennett)
Mila Kunis (Lori Collins)
Sam Jones (Sam Jones)
Joel McHale (Rex)
Giovanni Ribisi (Donny)




Story

John Bennett ist eines jener Kinder, die nirgends Anschluss finden. Der Junge wünscht sich nichts sehnlicher als einen Freund. Zu Weihnachten 1985 schenken Johns Eltern dem Achtjährigen einen Teddybären, der fast so groß ist wie er selbst. Am Weihnachtsmorgen geht Johns Wunsch in Erfüllung. Der Teddy (Ted) erwacht zum Leben! Er und John werden unzertrennlich. Ted wird zum Medienstar, so dass sich in den folgenden Jahren niemand mehr über das lebendige, sprechende Stofftier wundert. 27 Jahre später leben John und Ted immer noch zusammen. Schwierigkeiten mit Johns Freundin Lori Collins sind unausweichlich, denn die beiden Freunde verbringen ihre Tage mit Fernsehen, alten Filmen, Alkohol und Marihuana. Ihre Angst vor Gewittern bewältigen sie mit einem gemeinsam im Bett gesungenen Lied. Im Berufsleben kriegt John keinen Fuß auf den Boden. Lori wirft John vor, noch immer nicht erwachsen geworden zu sein. Da sie glaubt, Ted sei hierfür verantwortlich, muss der Bär ausziehen. Ted bezieht ein eigenes Appartement und arbeitet als Verkäufer im Supermarkt. Das alles ändert nichts an der Situation, denn John hängt regelmäßig bei Ted herum, was Lori nicht verborgen bleibt. Ein unheimlicher Typ namens Donny würde Ted gern für seinen Sohn kaufen, aber das kommt natürlich nicht in Frage.

Eines Abends sind John und Lori bei Loris Chef Rex eingeladen. Rex ist hinter Lori her und denkt natürlich gar nicht daran, John zu decken, als der sich davonschleicht, um wieder einmal zu Ted zu gehen. Sam Jones, der von John und Ted verehrte Hauptdarsteller des Films "Flash Gordon", ist bei Ted zu Gast - da konnte John natürlich nicht widerstehen. Aus dem kurzen Abstecher wird eine durchzechte Nacht. Damit ist für Lori das Maß voll. Am nächsten Morgen gibt sie John den Laufpass. Daraufhin trennt sich John endgültig von Ted. Rex hat nun freie Bahn und lädt Lori zu einem Konzert von Norah Jones ein. Lori willigt ein, obwohl sie John noch immer liebt. Ted erfährt davon und warnt John, mit dem er sich im wahrsten Sinne des Wortes wieder zusammenrauft. Ted hatte mal was mit Norah Jones, die John deshalb erlaubt, Lori ein Ständchen auf der Bühne zu bringen. Obwohl Johns Sangeskünste mehr als bescheiden sind, was zu einem Eklat führt, ist Lori doch gerührt. Sie ist deshalb bereit, noch einmal mit John zu sprechen, als sie von Ted darum gebeten wird.

Während sich John und Lori treffen, wird Ted von Donny entführt. Dessen Sohn schickt sich an, Ted in seine Einzelteile zu zerlegen. Ted kann sich vorübergehend befreien und John anrufen, der zum Glück noch Donnys Adresse hat. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt, die in einem Stadion endet. Ted klettert an einem Flutlicht in die Höhe, verfolgt von Donny, der ein Bein des Bären zu fassen bekommt. Ted wird in zwei Hälften gerissen. Vor Johns und Loris Augen verwandelt er sich in einen ganz normalen Teddybären. Donny wird verhaftet. John und Lori versuchen Ted zusammenzuflicken, aber ihre Bemühungen sind vergeblich. John ist am Boden zerstört. Während eine Sternschnuppe vom Himmel fällt, wünscht sich Lori ihr altes Leben zurück. Ted erwacht zum Leben, er ist wieder ganz der Alte. John und Lori werden von Sam Jones getraut und leben zusammen mit Ted glücklich bis ans Ende ihrer Tage.


Kringels Meinung

Es ist mir leider unmöglich, ein objektives Werturteil abzugeben, denn wie könnte ich bei einem Film objektiv bleiben, dessen Hauptfiguren glühende Fans von Flash Gordon sind und in dem sogar Sam Jones, der Hauptdarsteller dieses Films, eine gar nicht so kleine Rolle spielt? Wäre ich nicht schon seit Jahren im Stadium galoppierender Regression gefangen, d.h. würde ich nicht mit zunehmendem Alter bei allem, was irgendwie den frühen Achtzigerjahren huldigt, in immer stärkere nostalgische Verzückung verfallen, dann wäre das möglicherweise anders. Dann würde ich "Ted" vielleicht wegen der Unzahl von sexistischen und rassistischen Sprüchen, des Fäkalhumors und anderer Schläge unter die Gürtellinie nicht so witzig finden. Tatsächlich frage ich mich, warum mir der zotige Humor z.B. in Dogma nicht gefällt, während er mir in "Ted" die Lachtränen in die Augen treibt. Vielleicht liegt es an der schieren Übertreibung oder an der trockenen, beiläufigen Art, mit der das Ganze rüberkommt.

Mal ehrlich: Haben wir Achtziger-Kids nicht alle einen inneren Ted, den wir gut verstecken, weil wir wissen, dass man als Kind gebliebener Mittvierziger bestenfalls auf die Toleranz - wenn schon nicht das Verständnis - der Frauen hoffen, diese aber nicht überstrapazieren darf? Welcher männliche Science-Fiction-Fan wurde wohl noch nicht aufgefordert, endlich erwachsen zu werden? Zum Glück verstehen die Frauen irgendwann, dass es gerade unsere Verschrobenheit ist, die uns Kerle so charmant und unwiderstehlich macht... oder so ähnlich. So ist es jedenfalls in diesem Film. Die Beziehungskisten-Story mag dünn sein, aber sie trägt den Film durchaus. "Ted" ist streckenweise sogar ziemlich traurig. Ihr könnt den Film also zusammen mit eurer besseren Hälfte gucken, solltet dann aber ein paar Taschentücher griffbereit haben. Was eurer besseren Hälfte wahrscheinlich entgehen wird (es sei denn, sie hat dieselben abwegigen Interessen wie ihr), das sind die unzähligen Anspielungen auf Filme, Spiele und Musik der Achtzigerjahre. Nerds wie ich freuen sich drüber.

Mark Wahlberg und Mila Kunis machen ihre Sache als sympathisches Pärchen wirklich hervorragend, der Film ist aber auch bis in Nebenrollen und Cameo-Auftritte ganz wunderbar besetzt. Sam Jones habe ich ja schon erwähnt, er ist mit unverkennbarem Spaß bei der Sache und zeigt weit mehr schauspielerisches Talent als in seiner bekanntesten Rolle. Er hatte ja ein paar Jahrzehnte Zeit zum Üben! Norah Jones und Tom Skerritt, um nur zwei weitere prominente Gäste zu nennen, sorgen trotz ihrer nur kurzen Auftritte für köstliche Szenen. Tja, und sogar Ted, die im Original von Seth Macfarlane höchstpersönlich gesprochene CGI-Hauptfigur, kann absolut überzeugen. Insgesamt kann ich sagen: Wer mit Humor weit jenseits der Gürtellinie Probleme hat, der lässt die Finger von "Ted". Wer sich gern an "Flash Gordon" und die Achtziger zurückerinnert, der wird diesen Film trotzdem lieben.


Screenshots


Ted

"Fuck you, Thunder, you can suck my Dick!"


Ted

"Flash! Ahaaaaa! Saviour of the Universe!"


Ted

John kann nicht singen, Lori ist trotzdem gerührt


Ted

Donny und Sohn führen nichts Gutes im Schilde


Ted

Nur ein handelsüblicher kaputter Teddybär


Ted

Happy End mit Flash!


J. Kreis, 28.08.2013




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