Drei Stooges


Die Stooges - Drei Vollpfosten drehen ab (USA, 2012)
- The Three Stooges -

DVD Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 88 Minuten

Extras:
- Deleted/Extended Scenes (9:30 Min.)
- Knuckleheads: Behind the Scenes of The Three Stooges (5:10 Min.)
- Did you hear that? The Three Stooges Sound Effects (4:13 Min.)
- The Three Stooges Mash-up (3:12)
- Trailer

Regie:
Peter und Bobby Farrelly

Hauptdarsteller:
Chris Diamantopoulos (Moe)
Will Sasso (Curly)
Sean Hayes (Larry)
Sofia Vergara (Lydia Harter)
Craig Bierko (Mac Mioski)
Kirby Heyborne (Theodore J. Harter)
Stephen Collins (Mr. Harter)




Story

Die ebenso unterbelichteten wie unzertrennlichen Freunde Curly, Larry und Moe wachsen in einem von Nonnen betriebenen Waisenhaus auf und treiben selbst die leidgeprüftesten Ordensschwestern allmählich in den Wahnsinn. Normalerweise werden die drei Chaoten sorgfältig versteckt, wenn wieder einmal jemand erscheint, um ein Kind zu adoptieren. Aber eines Tages machen es die Nonnen umgekehrt, damit im Waisenhaus endlich wieder Ruhe einkehrt. Die drei Irren werden dem Ehepaar Harter vorgestellt, und obwohl der niedliche kleine Theodore hinzukommt, entscheiden sie sich für Moe. Den Harters wird schnell klar, dass es unmenschlich wäre, Moe von seinen Freunden zu trennen. Der Junge freut sich schon, weil er glaubt, Curly und Larry würden nun auch endlich adoptiert werden, doch es kommt anders: Moe wird zurückgebracht. Stattdessen nehmen die Harters Teddy mit. Moe will seinen Freunden die Wahrheit ersparen und behauptet, bei den Harpers hätte er Gemüse essen, sich hinter den Ohren waschen und vor allem arbeiten müssen - da sei er lieber im Waisenhaus geblieben.

Und so haben die Nonnen weiter unter der zerstörerischen Tollpatschigkeit der drei Freunde zu leiden. Irgendwann ist keine Versicherung mehr bereit, Verträge mit dem Waisenhaus abzuschließen, so dass die barmherzigen Schwestern selbst für die von Curly, Larry und Moe angerichteten Schäden aufkommen müssen. Innerhalb der nächsten Jahre kommen auf diese Weise Schulden in Höhe von 830.000 Dollar zusammen. Die Schließung des Waisenhauses droht. Die schlechten Nachrichten werden allen Bewohnern des Waisenhauses verkündet. Obwohl Curly, Larry und Moe (inzwischen erwachsen) keine Ahnung haben, dass sie Schuld an der Misere sind, machen sie sich sofort auf den Weg in die Stadt, um das Geld aufzutreiben. Dort werden Lydia Harter und ihr Geliebter Mac Mioski auf sie aufmerksam. In den drei Verrückten sehen sie die idealen Kandidaten für den geplanten Mord an Lydias Ehemann, für den sich Mac ausgibt. Das Trio setzt den Auftrag sofort in die Tat um. Mac landet schwer verletzt im Krankenhaus, wo er weiter malträtiert wird, bis die drei Freunde vor der Polizei fliehen müssen. Draußen begegnen sie Teddy, der sie sofort wiedererkennt. Er ist Lydias echter Ehemann, was Curly, Larry und Moe aber noch nicht ahnen.

Nachdem Curly, Larry und Moe das bisschen Geld, das die Schwestern ihnen mit auf den Weg gegeben haben, auch noch verloren haben, kommt es zum Streit. Curly und Larry trennen sich von Moe, der wenig später eine Rolle in der Fernsehserie "Jersey Shore" erhält und zum neuen Publikumsliebling avanciert. Curly und Larry vermissen ihren Freund und kehren zum Waisenhaus zurück, da sie ihn dort vermuten. Jetzt sagt man ihnen die Wahrheit, außerdem erfahren sie, dass die Behandlung der todkranken kleinen Murph nicht mehr finanziert werden kann. Daraufhin versuchen Curly und Larry vergeblich, Teddys Adoptivvater anzupumpen. Immerhin erzählt Mr. Harter ihnen, warum Moe damals zum Waisenhaus zurückgebracht wurde. Außerdem begreifen sie endlich, dass Teddy ermordet werden soll. Curly, Larry und Moe versöhnen sich. Um Teddy zu warnen, mischen sie sich unter die Gäste einer großen Party im Anwesen der Harters. Es stellt sich heraus, dass Mr. Harter hinter allem steckt und gemeinsame Sache mit Lydia macht. Seine Gattin ist vor einiger Zeit verstorben und Teddy ist Alleinerbe. Deshalb soll er beseitigt werden und die drei Freunde gleich mit. Zu guter Letzt können die Übeltäter jedoch dingfest gemacht werden. Trotzdem ist Teddy nicht bereit, Geld für das Waisenhaus locker zu machen, denn er hasst die Nonnen.

Curly, Larry und Moe schämen sich so sehr für ihr Versagen, dass sie erst Monate später zum inzwischen geschlossenen Waisenhaus zurückkehren. Doch es gibt ein neues, luxuriöses Waisenhaus mit Swimmingpool, Minigolfbahn und anderen Vergnügungseinrichtungen für die Kinder. Murph wurde geheilt und alle sind glücklich. Curly, Larry und Moe sind überrascht zu hören, dass sie all das selbst bezahlt haben sollen. Tatsächlich hat der Sender von "Jersey Shore" das neue Heim als Vorschuss auf die Gage der drei Volltrottel aufgebaut. Sie sollen die Stars in ihrer eigenen großen Reality-TV-Show "Nuns vs. Nitwits" werden! Zu guter Letzt werden auch noch Murph, ihr bester Freund Peezer sowie dessen verloren geglaubter Bruder Weezer adoptiert, und zwar von Teddy und seiner neuen Verlobten.


Kringels Meinung

"Die Stooges" ist ein Film mit komplett verzichtbarer und obendrein recht wirrer Story, vollgepackt mit grenzdebilem Slapstick, Dialogen auf schmerzhaft niedrigem Kalauer-Niveau, unfassbar überzeichneten Figuren, einem Mann als Nonne (Brians Mutter lässt schön grüßen), Pinkelduellen in der Babystation, zigtausend Kopfnüssen, Ohrfeigen, Augenpieksern und anderen Misshandlungen, immer unterlegt mit absurden Geräuscheffekten... Und was soll ich sagen? Ich habe mich köstlich amüsiert. Nicht zuletzt deshalb allerdings, weil ich erkennen kann, dass es sich um eine Hommage an die Original-Stooges handelt, deren erste Kurzfilme schon in den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden sind. Ich habe die Stooges in meiner Kindheit fast noch mehr geliebt als andere "Väter der Klamotte" wie Laurel & Hardy, Charlie Chaplin, Buster Keaton und so weiter! Wer die alten Stooges-Kurzfilme nicht kennt, wird vermutlich vom seltsamen Verhalten der drei Vollpfosten irritiert sein. Bei ihnen vergeht kein Gespräch ohne Beleidigungen und Prügeleien. Aufgrund ihrer schieren Beklopptheit müssen die Menschen in ihrer Umgebung Dinge erleiden, die in der Realität große Dollarzeichen in den Augen der behandelnden Ärzte aufleuchten lassen würden! Wenn ihr von einer Komödie subtilen Humor und einen logischen Handlungsverlauf erwartet, solltet ihr um "Die Stooges" einen weiten, weiten Bogen machen.

Ich halte das Remake für wirklich gelungen. Das liegt auch an der Spielfreude der drei Hauptdarsteller, die ihren Vorbildern erstaunlich ähnlich sehen. Aber auch andere Darsteller sind mit erkennbarem Riesenspaß bei der Sache. Sofia Vergara und vor allem der unverwüstliche Craig Bierko haben einige der herrlichsten Szenen. Besonders köstlich finde ich die Idee, die Darsteller der Reality-TV-Show "Jersey Shore" einzubinden. Sobald "Dyna-Moe" erst einmal bei ihnen eingezogen ist, müssen auch sie sich Maulschellen und dergleichen gefallen lassen! Der Spaß geht sogar noch während des Abspanns weiter. Zwei besonders gut aussehende junge Männer stellen sich als die Farrelly-Brüder vor. Sie demonstrieren, dass für die Dreharbeiten nur Schlagwerkzeuge aus Gummi verwendet wurden und warnen eindringlich vor dem Versuch, die Stunts zu Hause nachzumachen! Leider geht in der deutschen Sprachfassung so manches Wortspiel verloren. Da kann man dem Synchronstudio keinen großen Vorwurf machen; manche Gags sind einfach nicht übersetzbar. Nur der doofe deutsche Filmtitel hätte nicht sein müssen.

Wenn Geschmacklosigkeit und Schenkelklopf-Humor so gut gemacht sind wie in "Die Stooges", dann kann ich davon eine große Portion vertragen - und die kommt in diesem Film definitiv auf den Tisch.


DVD-Features

Die nicht verwendeten Szenen mit noch mehr Slapstick hätte man ruhig im Film lassen können, besonders erwähnenswert ist allerdings keine davon. In der "Behind the Scenes"-Featurette sind kurze Ausschnitte aus Filmen mit den Original-Stooges zu sehen. Wie damals wurden beim Remake für manche "Stunts" Puppen verwendet, die deutlich als solche erkennbar sind. Das war natürlich pure Absicht. In einer weiteren Featurette wird erklärt, dass ein Stooges-Film ohne die cartoonhaften Soundeffekte kein echter Stooges-Film wäre. Deshalb hat man sich dafür entschieden, die Original-Geräusche zu restaurieren und wieder zu verwenden! Warum die Geräusche so wichtig sind, wird sogleich demonstriert. Zuerst sieht man eine Szene mit und ohne Soundeffekte. Um es weiter zu verdeutlichen, reißen die Farrellys dem für die Geräusche des Films verantwortlichen Kollegen Nasenhaare aus (kein Trick, die Härchen werden in die Kamera gehalten). Erst rechts ohne Effekte, dann links mit dem im Film verwendeten Geräusch. Dem armen Mann kommen bei dieser Prozedur wahrhaftig die Tränen! Mir ging's genauso, ich habe Tränen gelacht...


Screenshots


Stooges

Die Baby-Stooges kommen im Waisenhaus an


Stooges

Schwester Mary-Mengele: "Diese Vollidioten!"


Stooges

Die Stooges erhalten ein unmoralisches Angebot und sind ganz Ohr


Stooges

Lydia Harter muss erkennen, dass man die Stooges nur schwer wieder los wird


Stooges

Theodore Harter: "Ich bin's! Teddy!"


Stooges

Mac Mioski hätte den Löwen lieber nicht reizen sollen


Stooges

Moe und die "Stars" von "Jersey Shore"


Stooges

Mr. Harter und Lydia outen sich als Schurkenpärchen


Stooges

Das neue Waisenhaus der barmherzigen Schwestern & Spa


Stooges

Die "Farrelly-Brüder" zeigen im Abspann, dass die Requisiten aus Gummi bestehen


J. Kreis, 24.11.2014




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