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Star Trek Remastered

Star Trek

VHS
Star Trek The Original Series Season 1 Remastered (USA 1966 - 1967 / 2007)
DVD/HD-DVD - Regionalcode 2, Paramount/CBS DVD

Star Trek The Original Series Season 1 (USA 1966 - 1967)
DVD - Regionalcode 2, Paramount

FSK: 12
Laufzeit: ca. 48 Minuten pro Episode

Extras DVD-Box:
Vorschau-Trailer für alle Episoden. Textkommentare für 4 Episoden. "Die Geburt einer zeitlosen Legende". "Leben jenseits von Star Trek: William Shatner". "Wo nie zuvor ein Mensch gewesen ist... Staffel 1". "Reflektionen über Spock". "Klatsch & Tratsch: Romanzen im 24. Jahrhundert". Trekker Connections Spiel. Foto-Log. "Sci-Fi Visionäre". STAR TREK: Deep Space Nine - DVD Trailer. STAR TREK: The Next Generation - DVD Trailer. STAR TREK: Voyager - DVD Trailer. "Red Shirt Logs".

Extras Remastered DVD/HD-DVD-Box:
Vorschau-Trailer für alle Episoden. "Die Geburt einer zeitlosen Legende". "Leben jenseits von Star Trek: William Shatner". "Wo nie zuvor ein Mensch gewesen ist... Staffel 1". "Reflektionen über Spock". "Klatsch & Tratsch: Romanzen im 24. Jahrhundert". "Sci-Fi Visionäre". "Spacelift: Raumschiff Enterprise landet im 21. Jahrhundert". "Billy Blackburns Schatztruhe: Seltene Heimfilme und besondere Erinnerungen". "Jenseits der unendlichen Weiten". "Star Trek Online" - Spielevorschau.

Regie:
Siehe einzelne Episoden

Hauptdarsteller:
William Shatner (Captain James Tiberius Kirk)
Leonard Nimoy (Commander Spock)
DeForest Kelley (Lt. Cdr. Dr. Leonard H. McCoy)
James Doohan (Lt. Cdr. Montgomery Scott - "Scotty")
George Takei (Lt. Hikaru Sulu)
Michelle Nichols (Lt. Uhura)
Grace Lee Whitney (Yeoman Janice Rand)
Majel Barrett (Schwester Christine Chapel)




Inhalt:

Die DVD-Box umfasst die komplette erste Season der "Raumschiff Enterprise" - Fernsehserie auf acht Discs. Die DVD/HD-DVD enthält die gleichen Episoden auf zehn Discs.

Vorwort:

Im 23. Jahrhundert hat die Menschheit nach einer Zeit schrecklicher Kriege alle nationalen Konflikte, Rassendiskriminierungen und wirtschaftlichen Probleme überwunden. Nach der Entdeckung der überlichtschnellen Raumfahrt wurden zahlreiche Kolonien im All gegründet, außerdem sind die Menschen Mitglied der Vereinten Föderation der Planeten, einer Vereinigung zahlreicher intelligenter Völker der Milchstraße. Die Föderation unterhält mit der Sternenflotte ein schlagkräftiges Machtmittel, jedoch haben die Raumschiffe der Sternenflotte - obwohl sie bewaffnet sind - keinen unmittelbaren Kampfauftrag. In der Milchstraße herrscht zwar Frieden, mit den Romulanern und den Klingonen gibt es jedoch mächtige Antagonisten, über die noch kaum etwas bekannt ist.

Die USS ENTERPRISE (Seriennummer NCC 1701), ein Schwerer Kreuzer der Constitution-Klasse, ist ein Raumschiff der Sternenflotte, Kommandant ist Captain James T. Kirk. Zur ca. 400 Personen starken Besatzung gehören nicht nur Menschen aus allen ehemaligen Nationen der Erde, sondern auch ein Wissenschaftsoffizier aus dem Volk der Vulkanier: Commander Spock. Im Jahre 2265 bricht die ENTERPRISE zu einer Fünf-Jahres-Mission auf. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, das Weltall zu erforschen, neue Welten zu entdecken und Kontakt mit anderen Völkern herzustellen.

Inhalt der 29 Episoden:

1.1 - Das letzte seiner Art (The Man Trap) Regie: Marc Daniels
Die ENTERPRISE besucht den Planeten M-113 zur jährlichen Routineuntersuchung. Prof. Crater und seine Frau erforschen dort die Ruinen eines verschwundenen Volks. Nancy Crater ist eine alte Flamme von Dr. McCoy und wird von jedem, der sie sieht, anders wahrgenommen. Ein Mann des Landetrupps wird getötet - seinem Körper wurde jegliches Salz entzogen. Es kommt Captain Kirk verdächtig vor, dass Crater und seine Frau ihn vor allem um die Auffrischung ihrer Salzvorräte bitten. Als es auch in einem zweiten Landeteam und danach sogar auf der ENTERPRISE Tote gibt, ist für Kirk klar: Irgend eine Kreatur von M-113 hat sich an Bord eingeschlichen. Was er nicht weiß: Das Wesen ist ein Gestaltwandler, der jede beliebige Form annehmen kann. Es hat die Gestalt Nancy Craters angenommen, die es vor Jahren getötet hat, und schlüpft auf der ENTERPRISE in die Identität Dr. McCoys, den es betäubt. Es tötet Dr. Crater und fällt auch Spock an, der jedoch überlebt, weil sein Blut eine andere Zusammensetzung hat als das von Menschen. Das Wesen kann gestellt werden, als es Kirk "aussaugen" will. McCoy hat keine andere Wahl, als es zu erschießen.

1.2 - Der Fall Charlie (Charlie X) Regie: Lawrence Dobkin
Der 17-jährige Charlie Evans kommt auf die ENTERPRISE. Er hat fast sein ganzes Leben auf dem menschenleeren Planeten Thasus verbracht, er war der einzige Überlebende eines abgestürzten Schiffes. Der Frachter ANTARES hat ihn gefunden, die ENTERPRISE soll ihn jetzt zur Sternenkolonie 5 bringen. Für Kirk und seine Leute ist es rätselhaft, wie Charlie ohne fremde Hilfe auf Thasus hat überleben können. Charlie verhält sich seltsam - er hat noch keine Erfahrung im Umgang mit Menschen - und möchte von jedem als Freund akzeptiert werden. Probleme gibt es erst, als er sich in Janice Rand verliebt. Kirk wird misstrauisch, als die ANTARES der ENTERPRISE eine wichtige Funknachricht zukommen lassen will, kurz darauf aber aus unbekannten Gründen vernichtet wird. Wie sich herausstellt, verfügt Charlie über geheimnisvolle Kräfte, mit denen er Materie beeinflussen und jeden verschwinden lassen kann, der nicht "nett" zu ihm ist. Nur Kirk hat einen gewissen Einfluss auf den Jungen, doch als Janice seine Annäherungsversuche zurückweist, dreht er durch und übernimmt die Kontrolle über das gesamte Schiff. Erst die Thasianer klären die Situation. Sie haben ihm ihre eigenen Kräfte verliehen, damit er überleben konnte. Sie holen ihn zurück, denn er würde sonst die gesamte Menschheit auslöschen.

1.3 - Spitze des Eisbergs (Where no man has gone before) Regie: James Goldstone
Dies ist der eigentliche Pilotfilm der Serie - wenn man "The Cage" nicht berücksichtigt (dieser ist in Box Nr. 3 als Bonusmaterial vorhanden).
Bei dem Versuch, die Milchstraße zu verlassen, wird die ENTERPRISE von einer seltsamen Energiebarriere aufgehalten und zurückgeschleudert. Der Warpantrieb wird beschädigt und einige Besatzungsmitglieder sterben. Gary Mitchell (Steuermann der ENTERPRISE und einer von Kirks besten Freunden) und Dr. Elizabeth Dehner machen kurz danach eine seltsame Veränderung durch. Ihre Augen sehen aus, als wären sie aus Silber, und sie entwickeln übernatürliche Kräfte. Bald fängt Mitchell an, sich für einen Gott zu halten. Er will alle Menschen unterwerfen. Den Anfang macht er mit der Besatzung der ENTERPRISE. Auf Spocks Vorschlag hin lässt Kirk einen Kurs auf den Planeten Delta Vega setzen, wo es eine automatische Raffinerie gibt. Dort sollen Ersatzteile für das Schiff beschafft werden, vor allem aber will man Mitchell dort aussetzen. Der Warpantrieb der ENTERPRISE ist bald wiederhergestellt, aber Mitchell bricht aus. Dr. Dehner, deren Veränderung erst jetzt offenbar wird, nimmt er mit. Kirk folgt den beiden, hat gegen seinen ehemaligen Freund aber keine Chance. Erst als Dr. Dehner Mitchell angreift und schwächt, weil sie seine Hybris erkennt, kann Kirk ihn besiegen. Mitchell stirbt - ebenso Dr. Dehner, für die der Kampf zuviel war.

1.4 - Implosion in der Spirale (The Naked Time) Regie: Marc Daniels
Bei der Untersuchung des sterbenden Planeten Psi2000 wird ein Virus auf die ENTERPRISE eingeschleppt, das sich im gesamten Schiff ausbreitet. Die Besatzungsmitglieder verlieren alle Hemmungen und fangen an, ihre tiefsten Gefühle und Sehnsüchte auszuleben. Als Leutnant Kevin Riley sich im Maschinenraum einschließt und den Antrieb abschaltet, wird die ENTERPRISE unaufhaltsam von der Schwerkraft des in Auflösung begriffenen Planeten herabgezogen. Riley blockiert die Steuerung und macht alle mit seinem Gesang wahnsinnig. Die Tür zum Maschinenraum kann zwar aufgeschweißt werden, aber der Neustart des Antriebs würde eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Das Schiff wird aber schon in wenigen Minuten abstürzen. Eine Kaltmischung von Materie und Antimaterie ist theoretisch möglich, was den Prozess erheblich beschleunigen würde, aber der einzige, der die dazu erforderliche Formel kennt, ist Spock - und auch der gefühlsarme Vulkanier wurde infiziert. Bevor der ebenfalls infizierte Kirk von seinen Gefühlen überwältigt wird, gelingt es ihm, Spock zur Besinnung zu bringen. Der Kaltstart gelingt, die ENTERPRISE wird mit irrsinnigen Werten beschleunigt und reist 72 Stunden in die Vergangenheit. Zu guter Letzt entwickelt Dr. McCoy ein Gegenmittel, so dass die Besatzung wieder normal wird.

1.5 - Kirk: 2 = ? (The Enemy within) Regie: Leo Penn
Als Captain Kirk vom Planeten Alfa 177 hochgebeamt wird, kommt es zu einer Fehlfunktion des Transporters. Kirk wird buchstäblich verdoppelt. Die Charaktere der beiden Kirks unterscheiden sich grundlegend. Der eine vereinigt alle guten Eigenschaften des Captains in sich, ist aber auch schwach und unfähig, Entscheidungen zu treffen. Kirk Nr. 2 dagegen ist hemmungslos und gewalttätig. Er betrinkt sich und fällt über Yeoman Rand her. Es zeigt sich, dass weder der "gute" noch der "böse" Kirk allein überleben kann, außerdem ist keiner der beiden in der Lage, den anderen zu töten. Ihr Tod steht ebenso bevor wie das Ende des wegen der Transporter-Fehlfunktion noch immer auf Alfa 177 festsitzenden Außenteams, das zu erfrieren droht. Scotty repariert den Transporter, aber es ist unklar, ob die beiden Kirk-Hälften den Schock der "Wiedervereinigung" überleben würden. Außerdem will der "böse" Kirk nicht "zurück" - er will als eigenständiges Wesen weiterleben. Bevor er die Kontrolle über das Schiff erlangen und es aus dem Orbit lenken kann, greift der "gute" Kirk ein. Er riskiert es, sich mit seiner anderen Hälfte beamen zu lassen, wodurch er mit ihr vereinigt wird. Der Versuch gelingt, so dass auch das Außenteam gerettet werden kann.

1.6 - Die Frauen des Mr. Mudd (Mudd's Women) Regie: Harvey Hart
Die ENTERPRISE verfolgt ein Raumschiff, das in ein Asteroidenfeld zu fliehen versucht. Kurz bevor es zwischen den Gesteinstrümmern zerstört wird, lässt Kirk die Besatzung per Transporterstrahl retten. Es sind nur vier Leute: Ein gesuchter Kleinkrimineller namens Harry Mudd und drei wunderschöne Frauen. Bei der Verfolgungsjagd wurden alle Dilithium-Kristalle der ENTERPRISE aufgebraucht. Zum Glück ist der Bergbauplanet Rigel 12 nicht weit entfernt, doch die dort lebenden Arbeiter verlangen eine ungewöhnliche Gegenleistung für die Kristalle: Sie wollen Mudds Frauen. Der Gauner hat das Ganze eingefädelt, um wieder auf freien Fuß zu kommen. Die heiratswilligen Kristallschürfer ahnen nicht, dass die Damen ihre Schönheit einer illegalen Droge verdanken. Kirk hat keine Wahl: Er muss sich auf den Handel einlassen. Beim ersten gemeinsamen Abend fangen die Arbeiter an, sich um die Frauen zu streiten. Eve, eine von ihnen, flieht nach draußen, wo ein tödlicher Sandsturm tobt. Ben Childress, einer der Arbeiter, folgt ihr und rettet sie. Am nächsten Tag muss er erkennen, dass Eve in Wahrheit alles andere als eine Schönheit ist. Kirk macht ihm aber klar, dass es auf die inneren Werte ankommt. So sind alle glücklich - bis auf Mudd...

1.7 - Der alte Traum (What are little Girls made of?) Regie: James Goldstone
Auf der Suche nach dem verschollenen Mediziner Dr. Roger Corby fliegt die ENTERPRISE nach Exo III. Mit an Bord ist Christine Chapel, die Verlobte von Corby. Sie hatte sich nur deshalb auf die ENTERPRISE versetzen lassen, um nach ihm suchen zu können. Korby lebt tatsächlich in einem Höhlensystem auf Exo III, wo er mit Hilfe der Hinterlassenschaften eines verschwundenen Volkes damit angefangen hat, menschenähnliche Androiden zu erschaffen. Er ist selbst ein Android; es ist ihm gelungen, sein Bewusstsein in solch einen künstlichen Körper zu versetzen. Auch von Kirk stellt Korby ein Androiden-Abbild her, denn es ist sein Ziel, nach und nach allen Menschen einen unsterblichen Kunstkörper zu verschaffen. Er würde sogar so weit gehen, das Bewusstsein zu manipulieren: Angst, Aggression usw. könnten wegprogrammiert werden. Kirk findet diese Aussichten wenig berauschend und versucht Corby aufzuhalten. Das gelingt ihm, als er Corby auffordert, zu beweisen, dass er noch zu menschlichen Regungen fähig ist. Als Corby erkennt, dass sein Denken nur noch kalter Maschinenlogik folgt, erschießt er sich selbst.

1.8 - Miri, ein Kleinling (Miri) Regie: Vincent McEveety
Die ENTERPRISE folgt einem Notruf zu einem unbekannten Planeten, der ein exaktes Abbild der Erde des Jahres 1960 ist. Hier wurden vor 300 Jahren Experimente zur Lebensverlängerung durchgeführt. Dabei ist ein Virus freigesetzt worden, das alle Erwachsenen getötet hat. Die Kinder waren immun gegen das Virus bzw. bei ihnen hatte es den gewünschten Effekt: Sie altern fast nicht mehr und leben seit 300 Jahren allein. Das Virus ist noch immer aktiv. Das gesamte Landeteam der ENTERPRISE wird infiziert und hat nur noch wenige Tage zu leben. Kirk gewinnt das Vertrauen der jungen Miri, alle anderen Kinder verstecken sich. Spock und Dr. McCoy forschen nach einem Gegenmittel und stellen fest, dass die Krankheit mit Beginn der Pubertät ausbricht. Diese Phase steht auch bei Miri kurz bevor. Das Mädchen verliebt sich in Kirk und wird eifersüchtig auf Yeoman Rand. Sie hilft den anderen Kindern, die Kommunikatoren des Außenteams zu stehlen. Ohne die Unterstützung durch den Bordcomputer kann McCoy sein erstes Serum nicht testen. Er injiziert es sich trotzdem. Währenddessen überzeugt Kirk die Kinder davon, dass sie sich helfen lassen müssen. Glücklicherweise ist McCoys Serum wirksam.

1.9 - Der Zentralnervensystemmanipulator (Dagger of the Mind) Regie: Vincent McEveety
Bei einem Frachtaustausch mit der zu einer Rehaklinik umfunktionierten Strafkolonie Tantalus V schmuggelt sich jemand in einer Frachtkiste auf die ENTERPRISE. Er scheint den Verstand verloren zu haben. Kirk will sich selbst ein Bild von den Behandlungsmethoden auf Tantalus V machen und entdeckt dabei ein Gerät, mit dem das Gedächtnis der Häftlinge gelöscht werden kann. Dr. Tristan Adams, der Leiter der Einrichtung, hat damit begonnen, auch seine eigenen Kollegen mit dem Gerät zu "behandeln". Sein letztes Opfer, Dr. Simon van Gelder, ist der vermeintliche Häftling, der auf die ENTERPRISE geflohen ist. Er warnt Spock und McCoy, aber sein Gedächtnis ist blockiert. Tatsächlich lässt Dr. Adams diese Prozedur auch dem zu neugierig gewordenen Captain angedeihen. Er macht sich einen Spaß daraus, Kirk das Gefühl unsterblicher Liebe für seine Begleiterin Dr. Helen Noel zu suggerieren. Spock nimmt eine Gedankenverschmelzung an Dr. van Gelder vor und erfährt somit die volle Wahrheit. Er kann jedoch nicht auf den Planeten beamen, denn die Strafkolonie liegt unter einem Schutzschirm. Erst als Dr. Noel den Schirm deaktiviert, kann die Situation geklärt werden. Dr. Adams findet sein Ende unter dem Gedanken-Neutralisator.

1.10 - Pokerspiele (The Corbomite Maneuver) Regie: Joseph Sargent
Die ENTERPRISE erforscht einen unbekannten Sektor der Galaxis und stößt dabei auf eine Boje, die alle Eindringlinge zur Umkehr auffordert. Kirk lässt die Boje abschießen, bekommt es aber umgehend mit einem mächtigen Riesenschiff zu tun. Dessen Kommandant nennt sich selbst Balok und droht Kirk mit der Zerstörung der ENTERPRISE, weil diese in verbotenes Gebiet eingeflogen sei. Flucht ist unmöglich. Kirk versucht es deshalb mit einem Bluff. Angeblich enthält die ENTERPRISE Corbomit (in Wirklichkeit existiert ein solcher Stoff nicht), und wenn dieses Material explodiert, würde es auch Baloks Schiff mit in den Untergang reißen. Tatsächlich fällt Balok auf den Trick herein. Er koppelt ein kleineres Schiff von seinem Raumgiganten ab und schleppt die ENTERPRISE zu einem Planeten, auf dem die Besatzung interniert werden soll. Kirk riskiert eine Überlastung der Triebwerke und gibt Gegenschub, so dass Baloks Energieversorgung zusammenbricht. Als Kirk hinüberbeamt, um dem Fremden zu helfen, stellt er fest, dass er selbst auf einen Trick hereingefallen ist: Balok wollte die Menschen lediglich einem Test unterziehen, um ihre gute Gesinnung zu prüfen. Da der Test positiv verlaufen ist, bietet Balok der Föderation einen Wissensaustausch an.

1.11 / 1.12 - Talos IV - Tabu (1 und 2) (The Menagerie) Regie: Marc Daniels / Robert Butler
Spock will Christopher Pike, den früheren Captain der ENTERPRISE, zum verbotenen Planeten Talos IV bringen. Pike hat vor einiger Zeit einen Unfall erlitten, durch den er so schwer entstellt und gelähmt wurde, dass er in einem fahrbaren Lebenserhaltungssystem vor sich hin vegetieren muss. Spock riskiert seine Karriere und sogar sein Leben, um die ENTERPRISE zur Raumbasis 11 zu locken, Pike zu entführen und Talos IV zu erreichen. Kirk und Commodore Mendez von der Raumbasis folgen der ENTERPRISE. Spock muss aufgeben und wird vor ein Bordgericht gestellt. Dabei kommen die Geschehnisse ans Tageslicht, die sich zur Zeit von Pikes erstem Besuch auf Talos IV abgespielt haben. Er war damals von einer Rasse subplanetar lebender, telepathisch begabter Wesen gefangen gehalten worden, die den Menschen alle denkbaren, nicht von der Realität zu unterscheidenden Illusionen vorgaukeln können. Diese Ereignisse werden Kirk und Mendez wie in einem Film gezeigt, der nicht unterbrochen werden kann. Die Signale kommen von Talos IV. Da jeglicher Kontakt mit Talos IV strengstens verboten ist, wird Kirk seines Kommandos enthoben. Die ENTERPRISE wird von den Talosianern per Fernsteuerung in einen Orbit um den Planeten gebracht, dann verschwindet Commodore Mendez und ein Talosianer meldet sich - das ganze Gerichtsverfahren wurde nur inszeniert, um Kirk abzulenken. Er sollte daran gehindert werden, den Anflug auf Talos IV zu unterbrechen. Der Schlüssel für diese Aktion liegt in der Vergangenheit.

Captain Pike hatte seinerzeit die wahren Absichten der Talosianer erkannt: Sie wollten eine Rasse von Sklaven züchten, weil sie selbst die Fähigkeit verloren hatten, die von ihren Vorfahren erschaffenen Lebenserhaltungssysteme zu warten. Zu diesem Zweck hätte Pike mit Vina "gepaart" werden sollen, der einzigen Überlebenden eines vor 18 Jahren auf Talos IV abgestürzten Schiffes. Pike hatte sich den suggestiv erschaffenen Scheinwelten entziehen können, in deren Bann die Talosianer ihn gehalten hatten. Die Talosianer hatten ihrerseits erkannt, dass die Menschen aufgrund ihrer übergroßen Freiheitsliebe und ihrem Hang zu Gewalttätigkeit keine geeigneten Sklaven sind, und hatten Pike freigelassen. Vina war auf Talos IV zurückgeblieben, denn sie hatte beim Absturz ihres Schiffes schwerste Verletzungen erlitten und war von den Talosianern notdürftig zusammengeflickt worden. Nur in den von ihnen erzeugten Illusionen konnte sie jung und schön sein. Jetzt wollen die Talosianer Captain Pike ein Zusammenleben mit Vina in einer Scheinwelt ermöglichen. Als ein Funkspruch von der Sternenflotte eintrifft, in dem Spock Straffreiheit garantiert und Pike die Erlaubnis erteilt wird, auf Talos IV zu landen, hat auch Kirk keine Einwände mehr.

1.13 - Kodos, der Henker (The Conscience of the King) Regie: Gerd Oswald
Kirk wird von seinem Freund Dr. Leighton zur Vorstellung einer Theatergruppe eingeladen. Kopf der Gruppe, ein gewisser Anton Karidian, ist nach Meinung Leightons in Wirklichkeit "Kodos der Henker", ein Mann, der vor ca. 20 Jahren nach einem Putsch Tausende von Menschen hat töten lassen, weil nicht genug Nahrungsvorräte für alle Bewohner der von ihm beherrschten Kolonie vorhanden waren. Kirk interessiert sich mehr für Lenore, Karidians Tochter. Als Leighton ermordet wird, will der Captain eigene Ermittlungen anstellen und nimmt die ganze Theatertruppe auf der ENTERPRISE mit. Unterwegs wird Lt. Riley vergiftet, auch auf Kirk wird ein Mordanschlag verübt. Spock findet heraus, dass Kirk und Riley die letzten Personen sind, die Kodos identifizieren könnten. Alle anderen Augenzeugen des damaligen Massakers sind ermordet worden - und immer war die Theatertruppe in der Nähe. Wie sich herausstellt, steckt Lenore hinter all diesen Morden: Sie will jeden beseitigen, der ihren Vater in Gefahr bringen könnte, denn dieser ist tatsächlich mit Kodos identisch. Sie richtet einen Phaser auf Kirk, doch Karidian geht dazwischen und wird von seiner eigenen Tochter erschossen, die daraufhin den Verstand verliert.

1.14 - Spock unter Verdacht (Balance of Terror) Regie: Vincent McEveety
Einige Außenposten der Föderation in der Nähe der Neutralen Zone werden von den Romulanern angegriffen. Vor 100 Jahren hatte es einen Krieg zwischen der Föderation und den Romulanern gegeben, aber man weiß bis heute nicht, wie die Romulaner überhaupt aussehen. Das ändert sich, als die ENTERPRISE das romulanische Schiff verfolgt und ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel beginnt, denn dabei wird eine Bildsendung der Romulaner aufgefangen - und da diese Wesen den Vulkaniern täuschend ähnlich sehen, hält ein Besatzungsmitglied der ENTERPRISE Spock für einen feindlichen Spion. Kirk und der Kommandant des gegnerischen Schiffes sind sich ebenbürtig und müssen bis zum bitteren Ende kämpfen, obwohl beide alles andere wollen als einen neuen Krieg zwischen dem romulanischen Sternenreich und der Föderation. Letztlich ist es ausgerechnet Spock zu verdanken, dass die schon angeschlagene ENTERPRISE dem romulanischen Schiff den Todesstoß versetzen kann...

1.15 - Landurlaub (Shore Leave) Regie: Robert Sparr
Die Crew der ENTERPRISE macht Landurlaub auf einem neu entdeckten, paradiesischen Planeten. Auch Captain Kirk gönnt sich die längst überfällige Erholung. Dann aber häufen sich merkwürdige Ereignisse: Dr. McCoy sieht einen weißen Hasen, der aus "Alice in Wonderland" entsprungen zu sein scheint, Sulu muss mit einem Samuraikrieger kämpfen und Kirk begegnet Finnegan, einem Rivalen aus seiner Akademiezeit (mit dem er sich eine vergnügliche Prügelei liefert), sowie Ruth, seiner Jugendliebe. Als McCoy von einem Ritter angegriffen wird, bleibt er einfach stehen, um zu beweisen, dass es sich um eine Halluzination handelt - und wird dabei getötet. Spock, der noch auf den Planeten beamen konnte, bevor ein unbekanntes Kraftfeld das unmöglich macht, weiß mehr. Alle Lebewesen auf dem Planeten, selbst die Pflanzen, bestehen aus künstlichem Gewebe. Plötzlich taucht ein Mann auf, der sich als Verwalter des Planeten vorstellt und alles erklärt. Die Welt ist ein einziger gigantischer Vergnügungspark, unterirdische Anlagen erzeugen alles, was man sich nur wünschen kann. McCoy ist natürlich quicklebendig. Der Verwalter bietet Kirk an, den Menschen den Planeten unter gewissen Vorsichtsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.

1.16 - Notlandung auf Galileo 7 (The Galileo Seven) Regie: Robert Gist
Das Shuttle Galileo mit Spock, McCoy, Scotty und vier anderen Besatzungsmitgliedern an Bord stürzt wegen eines Ionensturms auf dem Planeten Taurus II ab. Kirk startet sofort eine Suchaktion, doch die gestaltet sich wegen der gestörten Sensoren schwierig, es gibt keinen Kontakt zur Galileo. Außerdem hat Kirk nur drei Tage Zeit, denn die ENTERPRISE muss dringend benötigte Medikamente nach Markus III bringen. Während das Shuttle notdürftig repariert wird, greifen riesige Ungeheuer die Crew an. Spock bleibt kühl, trifft immer logische Entscheidungen (womit er bei den Crewmitgliedern gewaltig aneckt) und kann doch nicht verhindern, dass zwei Besatzungsmitglieder getötet werden. Als die Galileo endlich starten kann, ist die ENTERPRISE gerade abgeflogen. Der Treibstoff des Shuttles würde nur für eine einzige Umkreisung des Planeten ausreichen, dann müsste es erneut landen. In dieser Situation entschließt Spock sich für eine verzweifelte Handlung (die er später natürlich logisch begründen kann). Er lässt den ganzen Treibstoff ab und entzündet ihn. Ein Absturz ist jetzt unvermeidbar. Doch Spocks Plan geht auf: Die ENTERPRISE hat das Leuchtsignal des brennenden Treibstoffs geortet und kann Spock Crew aus dem verglühenden Shuttle herausbeamen.

1.17 - Tödliche Spiele auf Gothos (The Squire of Gothos) Regie: Don McDougall
Captain Kirk und einige Besatzungsmitglieder der ENTERPRISE werden von einem Wesen namens Trelane entführt, das nur dem äußeren Anschein nach menschliche Gestalt hat, aber vermutlich aus reiner Energie besteht. Trelane kann Energie mittels Gedankenkraft in jeden beliebigen Gegenstand verwandeln. Nach Beobachtungen der Erde hat er auf diese Weise ein komplett eingerichtetes Phantasieschloss auf einem ansonsten lebensfeindlichen Planeten erschaffen. Dort hält er Kirks Leute gefangen, um mit ihnen zu spielen. Er gibt sich zwar jovial und bezeichnet die Menschen als seine Gäste, aber als es Spock endlich gelingt, Kirk und die anderen aufs Schiff zu beamen, reagiert Trelane äußerst ungehalten. Erneut entführt er einige Besatzungsmitglieder, doch Kirk zerstört eines der von Trelane genutzten Geräte. Daraufhin inszeniert Trelane ein Gerichtsverfahren gegen Kirk. Der Captain stellt sich Trelane als "Jagdwild" zur Verfügung, um der ENTERPRISE Zeit zur Flucht zu verschaffen. Bevor Trelane den Captain töten und sich andere Besatzungsmitglieder für eine spaßige Jagd holen kann, tauchen zwei Energiewesen auf, die Trelane auffordern, nach Hause zu kommen. Es sind seine Eltern, und sie entschuldigen sich bei Kirk für die Streiche ihres verzogenen Jungen...

1.18 - Ganz neue Dimensionen (Arena) Regie: Joseph Pevney
Als ein Außenposten der Föderation von Unbekannten angegriffen wird, eilt die ENTERPRISE zu Hilfe. Nach einem Kampf auf dem Planeten wird das Schiff der Fremden verfolgt, denn Kirk geht davon aus, dass diese eine Invasion vorbereiten. Doch dann greift eine dritte Partei ein: Die Metroner. Sie sind nicht erfreut darüber, dass die Menschen und die Fremden (die "Gorn") sich in der Nähe der metronischen Heimatwelt bekriegen wollen. Der Konflikt soll auf andere Weise gelöst werden. Mit ihrer weit überlegenen Technologie bringen sie Kirk und den Gorn-Kommandanten auf einen Planeten, wo die beiden sich mit den Mitteln, die sie vor Ort vorfinden, bekämpfen sollen. Beide stehen über ein kleines Übersetzungsgerät miteinander in Sprechverbindung. Der echsenartige Gorn ist Kirk an Körperkraft überlegen, kann sich aber nur langsam bewegen. Es gelingt Kirk, aus frei herumliegenden Mineralien Schießpulver herzustellen und eine Art primitiver Kanone zu basteln, mit der er den Gorn niederschießen kann. Er verzichtet jedoch darauf, seinen Gegner zu töten, denn er hat begriffen, dass die Gorn die Föderationskolonie nur zur Selbstverteidigung angegriffen haben. Die Metroner zeigen sich beeindruckt von Kirks Friedfertigkeit. Sie meinen, die Menschheit sei in 1000 Jahren vielleicht zivilisiert genug, den Metronern noch einmal zu begegnen.

1.19 - Morgen ist gestern (Tomorrow is yesterday) Regie: Michael O'Herlihy
Die ENTERPRISE wird durch einen Unfall in die Vergangenheit geschleudert und findet sich im Erdobit wieder - man schrebt das Jahr 1968. Ein Jäger der US-Luftwaffe soll das UFO abfangen, wird dabei jedoch zerstört. Der Pilot, Captain John Christopher, wird rechtzeitig auf die ENTERPRISE gebeamt. Der Jägerpilot weiß jetzt, dass die ENTERPRISE aus der Zukunft kommt, außerdem hat er beim Anflug Filmaufnahmen vom Schiff gemacht und zu seiner Basis gefunkt. Diese Aufnahmen müssen um jeden Preis zurückgeholt werden, und Christopher darf nicht zur Erde zurückkehren, sonst würde sich der Verlauf der Geschichte ändern. Dann stellt sich jedoch heraus, dass Christophers Sohn einen wichtigen Beitrag zur Weltraumforschung leisten wird - aber dieser Sohn existiert noch gar nicht. Also muss Christopher doch zurückgebracht werden. Da ihm die Männer aus der Zukunft sympathisch sind, hilft er ihnen dabei, die Aufnahmen aus der Militärbasis zu holen. Das ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden - Kirk wird verhaftet und muss befreit werden, außerdem wird irrtümlich ein Sicherheitsoffizier auf die ENTERPRISE gebeamt. Spock entwickelt schließlich eine Lösung für alle Probleme: Die ENTERPRISE muss mit Maximalbeschleunigung auf die Sonne zufliegen und sich durch deren Gravitation extrem beschleunigen lassen, so dass die Uhren rückwärts zu laufen beginnen. Das Schiff reist nun so weit in die Vergangenheit zurück, dass Christopher und der Offizier zurückgebracht werden können, bevor sie überhaupt auf die ENTERPRISE gelangt sind. Danach geht die Zeitreise in umgekehrter Richtung weiter und die ENTERPRISE erreicht wohlbehalten ihre Relativgegenwart.

1.20 - Kirk unter Anklage (Court-Martial) Regie: Marc Daniels
Kirk wird für den Tod Lt. Finneys verantwortlich gemacht, außerdem wird er des Meineids beschuldigt. Kirk hatte behauptet, erst Rotalarm gegeben und dann den Ionenschirm abgeworfen zu haben, in dem Finney sich befunden hatte. Finney hätte also genug Zeit gehabt, sich in Sicherheit zu bringen. Die Aufzeichnungen des Computerlogbuchs der ENTERPRISE zeigen jedoch eindeutig, dass Kirk den entsprechenden Knopf noch während Alarmstufe Gelb betätigt hatte. Man wirft Kirk vor, er habe Finney wegen persönlicher Differenzen ermordet und stellt ihn vor ein Militärgericht. Ausgerechnet Areel Shaw, eine Jugendliebe Kirks, vertritt die Anklage. Der altmodische Rechtsanwalt Samuel T. Cogley übernimmt die Verteidigung. Spock findet inzwischen heraus, dass irgend jemand den Computer manipuliert haben muss. Es stellt sich heraus, dass Finney nicht tot ist. Er hat sich auf der ENTERPRISE versteckt. Kirk spürt ihn auf und überwältigt ihn. Während des Kampfes verrät Finney alles: Er hat den Computer manipuliert, um sich an Kirk zu rächen, den er für seinen Karriereknick verantwortlich macht.

1.21 - Landru und die Ewigkeit (The Return of the Archons) Regie: Joseph Pevney
Auf dem Planeten Beta III, wo vor 50 Jahren das Raumschiff ARCHON verschwunden ist, leben Menschen, die sich sehr seltsam verhalten. Alle sind sehr freundlich und sanft, aber in regelmäßigen Abständen werden sie übergangslos zu Berserkern, bis sich 12 Stunden später schlagartig alles wieder beruhigt. Jemand oder etwas namens Landru scheint hinter alldem zu stecken. Landrus Einfluss macht die Menschen zu willenlosen Marionetten, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass Ruhe und Frieden herrschen. Aggressionen werden in geregelte Bahnen gelenkt, alle Menschen betrachten sich als Teile eines kollektiven "Körpers", den es zu schützen gilt. Als Kirk und seine Leute sich Landrus Gesetzen nicht fügen wollen, werden sie festgenommen. Einer nach dem anderen wird "behandelt" und somit zum Bestandteil des "Körpers". Es gibt jedoch Widerständler, die gegen Landrus Einflussnahme immun sind und in Kirks Leuten die wiedergekehrten Archoner sehen. Einer von ihnen überwacht die Behandlung und verhindert so, dass Kirk und Spock "absorbiert" werden. Kirk findet heraus, dass Landru längst tot ist. Ein Computer hat seinen Platz eingenommen. Kirk kann ihn davon überzeugen, dass er selbst es ist, der dem Gemeinwohl schadet. Der Computer vernichtet sich daraufhin selbst, so dass die Menschen erstmals seit Jahrtausenden ohne Führung, dafür aber frei sind.

1.22 - Der schlafende Tiger (Space Seed) Regie: Marc Daniels
Die ENTERPRISE fängt Funksignale im Morsecode auf und entdeckt die seit Jahrhunderten im All treibende BOTANY BAY. Das Schiff ist vollgestopft mit Kryotanks, in denen Menschen des 20. Jahrhunderts die Zeit durch eine Art Kälteschlaf überdauert haben. 72 Tanks sind noch funktionstüchtig, aber dass ihre Insassen plötzlich aufwachen, war nicht beabsichtigt. Die Unbekannten gehören zu einer Gruppe genetisch manipulierter Übermenschen, die seinerzeit die Weltherrschaft an sich reißen wollten und die sog. Eugenischen Kriege angezettelt haben. Ihr Anführer ist der charismatische Khan Noonian Singh, und dieser ehemalige Diktator hat seine alten Eroberungspläne noch nicht aufgegeben. Nachdem er sich ein wenig orientiert hat, kapert er mit seinen Leuten die ENTERPRISE, wobei er in der ihm hörigen Historikerin Marla McGivers ein williges Werkzeug findet. Allerdings verweigert die Crew der ENTERPRISE ihm die Gefolgschaft. Daraufhin will er ein Mitglied der Führungsmannschaft nach dem anderen töten, Kirk soll das erste Opfer sein. McGivers befreit den Captain jedoch insgeheim, so dass er alle Decks mit Narkosegas fluten kann. Khan entkommt, doch Kirk kann ihn überwältigen. Die "Übermenschen" werden auf dem unbewohnten, unwirtlichen Planeten Ceti Alpha V ausgesetzt. McGivers folgt Khan freiwillig in die Verbannung.

1.23 - Krieg der Computer (A taste of Armageddon) Regie: Joseph Pevney
Kirk hat den Auftrag, den Botschafter Robert Fox zum Planeten Eminiar VII zu bringen. Der Diplomat soll dort den Erstkontakt herstellen. Auf Eminiar ist man aber an Beziehungen zur Föderation nicht interessiert, außerdem herrscht seit Jahrhunderten Krieg mit dem Nachbarplaneten Vendikar. Dieser Krieg wird praktisch nur zwischen Computern geführt. Alle Angriffe erfolgen mit fiktiven Waffen, die Computer errechnen dann die Verluste. So bleiben die Städte beider Planeten völlig unbeschädigt, die Kultur kann weiter wachsen. Diese "saubere" Art der Kriegsführung hat aber auch dazu geführt, dass man es in all den Jahrhunderten nicht für nötig gehalten hat, Friedensverhandlungen einzuleiten. Konsequenzen hat der "fiktive" Krieg dennoch. Wenn die Computer auf Eminiar z.B. die Zahl von einer halben Million Todesopfern berechnen, dann müssen auch 500.000 Eminianer sterben. Sie erfüllen diese Pflicht freiwillig. Kaum ist Kirk mit einem kleinen Team auf den Planeten gebeamt, da wird ihm mitgeteilt, die ENTERPRISE sei von Vendikar vernichtet worden. Natürlich ist auch dies nur eine fiktive Angabe, aber die Eminianer verlangen, dass die Crew des Schiffes sich töten lässt. Kirk weigert sich, daraufhin werden er und seine Begleiter als Geiseln genommen. Sie können sich jedoch befreien. Die Situation eskaliert, denn durch Kirks Einmischung können die Eminianer die berechneten Opfer des letzten Angriffs nicht töten. Kirk vernichtet sogar den Computer. Dadurch macht er den Eminianern jedoch klar, was Krieg wirklich bedeutet und bringt sie auf diese Weise dazu, in Friedensverhandlungen mit Vendikar einzutreten.

1.24 - Falsche Paradiese (This Side of Paradise) Regie: Ralph Senensky
Auf dem Planeten Omicron Ceti III stößt ein Außenteam der ENTERPRISE auf Siedler, die trotz der dort herrschenden tödlichen Strahlung noch leben. Die Kolonisten sind sogar gesünder, als sie nach den medizinischen Unterlagen eigentlich sein dürften. Dass auf dem Planeten etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, bekommt auch Spock zu spüren. Seine alte Bekannte Leila Kalomi, die ebenfalls zu den Siedlern gehört, zeigt ihm eine Pflanze, deren Sporen die Gesundheit der Siedler erhalten sowie für Glücksgefühle und Harmonie sorgen. Spock wird von den Sporen befallen. Sie setzen die unterdrückten Gefühle des Vulkaniers frei, so dass er Leila seine Liebe gestehen kann. Als Kirk mit der Evakuierung der Siedler beginnen will, wird das Außenteam von den Sporen beeinflusst und bringt die Pflanzen auch auf die ENTERPRISE. Selbst Spock weigert sich, Kirks Befehle zu befolgen. Nach und nach beamt die gesamte Besatzung auf den Planeten. Nur Kirk bleibt unbeeinflusst und ist bald allein auf dem Schiff. Er kann es weder steuern noch per Funk um Hilfe rufen - Uhura hat die Kommunikationsanlagen sabotiert. Dann befallen die Sporen auch ihn, doch durch den Zorn, den Kirk deswegen empfindet, werden sie abgetötet. Als er begreift, dass die Sporen durch starke Emotionen vernichtet werden, lockt er Spock auf das Schiff und bringt ihn durch üble Beleidigungen in Rage. So findet auch der Vulkanier zu seinem alten Selbst zurück. Durch ein manipuliertes Funksignal werden die anderen Crewmitglieder zur Weißglut getrieben, so dass die Verhältnisse sich bald normalisieren.

1.25 - Horta rettet ihre Kinder (The Devil in the Dark) Regie: Joseph Pevney
In einer Bergbaukolonie auf Janus VI, wo das für die Föderation sehr wichtige Pergium gefördert wird, werden seit einiger Zeit immer wieder Arbeiter von einer bizarren Kreatur getötet, die in den Stollen lebt. Kirk und seine Leute sollen das unterbinden und die Kreatur notfalls töten. Obwohl das fremde Wesen auch noch den lebenswichtigen Reaktor der Kolonie beschädigt, versucht Kirk Kontakt mit ihm aufzunehmen. Zu diesem Zweck setzt Spock die Technik der Gedankenverschmelzung ein, mit deren Hilfe Vulkanier die Gedanken anderer Lebewesen lesen können. Zu ihrer Überraschung müssen die Männer feststellen, dass das Wesen (es nennt sich selbst Horta) keineswegs ein blutrünstiges Monster ist, sondern der hoch intelligente und im Grunde friedliche Hüter seines gesamten Volkes: Diese Wesen sterben alle 5000 Jahre bis auf ein einziges Exemplar aus. Der Überlebende muss die Eier hüten, aus denen die nächste Generation schlüpfen soll. Tatsächlich betrachtet Horta die Menschen als Ungeheuer, denn die Minenarbeiter haben Tausende Eier vernichtet, die sie für wertlose Siliziumknollen gehalten haben. Horta hat sich nur gegen diesen Massenmord gewehrt. Kirk kann die Arbeiter davon überzeugen, dass sie von einer Koexistenz, zu der Horta gern bereit ist, profitieren können: Das Wesen kann mit seiner körpereigenen Säure in Sekundenschnelle Tunnel bohren. Der Bergbau würde dadurch erheblich vereinfacht werden. Wenig später schlüpft die nächste Horta-Generation und die Arbeiter arrangieren sich mit den Wesen.

1.26 - Kampf um Organia (Errand of Mercy) Regie: John Newland
Die Föderation befürchtet einen Angriff der Klingonen auf den Planeten Organia. Die Friedensverhandlungen mit dem klingonischen Reich sind gescheitert und Organia wäre ein idealer Brückenkopf für die Klingonen. Kirk soll den Planeten deshalb so lange sichern, bis ein großes Aufgebot der Sternenflotte eintrifft. Die klingonische Kriegsflotte ist allerdings schneller, die ENTERPRISE muss fliehen. Kirk und Spock sind schon auf den Planeten gebeamt worden, der jetzt von den klingonischen Landetruppen besetzt wird. Die Leute von Organia zeigen sich von all dem wenig beeindruckt. Sie haben nicht die geringste Angst vor den Besatzern und waren auch nicht bereit, sich von der Föderation gegen diese Gegner helfen zu lassen oder Verteidigungsanlagen aufzubauen. Kirk und Spock mischen sich unter die Bevölkerung, werden aber enttarnt und verhaftet, als sie einmal mehr versuchen, den Ältestenrat zum Widerstand zu bewegen. Zu ihrer Überraschung holt Ayleborne, der Ratsvorsitzende, sie problemlos aus dem Kerker. Die Situation spitzt sich zu, als die erwarteten Schiffe der Sternenflotte eintreffen. Da zeigen die Bewohner Organias ihr wahres Gesicht. Sie sind keine Menschen, sondern Energiewesen, die die menschliche Form nur angenommen haben, um mit diesen primitiven Wesen sprechen zu können. Um die Ausbreitung der Gewalt zu verhindern, zwingen sie Klingonen und Föderation zu einem Friedensschluss. Kor, der klingonische Kommandant, ist enttäuscht wegen der verpassten Gelegenheit - Kirk dagegen sieht ein, dass es falsch war, für das Recht zu kämpfen einzutreten.

1.27 - Auf Messers Schneide (The Alternative Factor) Regie: Gerd Oswald
Im gesamten Bereich der Föderation kommt es zu seltsamen Phänomenen, die man für den Beginn einer Invasion hält. Auch die ENTERPRISE ist betroffen: Ihre Dilithiumkristalle werden entladen. Außerdem taucht ein Fremder namens Lazarus auf, der sich von einem furchtbaren Monster verfolgt fühlt, das angeblich sein gesamtes Volk ausgerottet hat und getötet werden muss. Lazarus verhält sich sehr eigenartig, redet wirres Zeug und versucht die Dilithiumkristalle der ENTERPRISE zu stehlen. Er leugnet dann aber standhaft, so etwas je getan zu haben. Er behauptet, sein Gegner stamme aus einem Parallel-Universum. Spock glaubt, dass Lazarus zweimal existiert: Es gibt je eine Version von ihm aus dem normalen Universum und aus einem Antimaterie-Universum. Scheinbar gibt es eine Art Verbindungstunnel zwischen beiden Universen, in dem die beiden Lazarusse immer wieder aufeinandertreffen, wodurch die seltsamen Phänomene verursacht werden. Würden die beiden einander außerhalb des Tunnels begegnen, so käme es zu einer Annihilations-Reaktion, die beide Universen vernichten würde. Kirk gelangt schließlich ins Antimaterie-Universum und begegnet der "vernünftigen" Version des Lazarus - der andere hat den Verstand verloren. Kirk hilft mit, den Verrückten einzufangen und den Verbindungstunnel zu vernichten. Nun sind beide Lazarusse für immer in einer Art Zwischenreich gefangen und stellen keine Gefahr mehr dar.

1.28 - Griff in die Geschichte (The City on the Edge of forever) Regie: Joseph Pevney
Auf einem unbekannten Planeten wird ein Zeitportal entdeckt. Dr. McCoy, der sich kurz zuvor versehentlich ein hochdosiertes Präparat gespritzt hat und nun an Wahnvorstellungen leidet, springt hindurch. Kurz darauf verschwindet die ENTERPRISE. Dr. McCoy hat über das Portal die Vergangenheit erreicht und in den Verlauf der Geschichte eingegriffen. Diese hat somit einen völlig anderen Verlauf genommen - weder die Sternenflotte, noch die Föderation hat es danach jemals gegeben. Kirk und Spock folgen McCoy in die Vergangenheit, um die Zeitlinie wieder in Ordnung zu bringen. Sie finden sich im New York des Jahres 1930 wieder, wo Kirk sich in eine Frau namens Edith Keeler verliebt. Spock findet heraus, dass ausgerechnet Edith der Angelpunkt der Geschichte ist. Eigentlich sollte sie bei einem Verkehrsunfall sterben. Andernfalls würde sie eine Friedensbewegung gründen, die den Eintritt der USA in den zweiten Weltkrieg verzögern würde, was es dem Dritten Reich ermöglicht hätte, die Atombombe zu entwickeln und damit die Welt zu erobern. Kirk hat keine Wahl, als zu verhindern, dass Edith vom inzwischen genesenen McCoy vor dem Unfall bewahrt wird. Er muss zulassen, dass sie stirbt. Danach werden die drei Männer in ihre Relativgegenwart zurückversetzt, wo alles wieder so ist, wie sie es kennen. Nur Kirk ist nicht mehr derselbe: Er muss mit der Erinnerung daran leben, dass er die Frau getötet hat, die er liebte.

1.29 - Spock außer Kontrolle (Operation: Annihilate) Regie: Herschel Daugherty
Eine seltsame Seuche grassiert in der Galaxis und befällt auch den Planeten Deneva, auf dem Kirks Bruder Samuel lebt. Der Captain beamt mit einem Außenteam auf den Planeten und wird sofort von einigen Siedlern angegriffen. Das Außenteam der ENTERPRISE kommt zu spät: Sam Kirk ist bereits tot. Quallenartige Wesen fallen über die Menschen her. Eines dringt in Spocks Körper ein und beeinflusst sein Nervensystem - das gleiche ist mit den Siedlern auf Deneva geschehen. Auch Kirks Schwägerin und sein Neffe sind infiziert, sie werden auf der ENTERPRISE behandelt. Eine Entfernung der Parasiten ist jedoch unmöglich. Bevor sie stirbt, berichtet Kirks Schwägerin von den jüngsten Ereignissen. Demnach halten die Parasiten ihre Wirte durch Schmerzen unter Kontrolle und missbrauchen sie, um sich auf andere Planeten ausbreiten zu können. Auch Spock soll auf diese Weise beeinflusst werden, er kann sich dem aber durch eiserne Selbstdisziplin entziehen. Obwohl er schreckliche Schmerzen erdulden muss, gelingt es ihm, einen der Parasiten zu fangen und zu untersuchen. Das Quallenwesen ist Bestandteil eines Kollektiv-Organismus und kann weder durch harte Strahlung noch durch Hitze getötet werden. Endlich erkennt Kirk, dass Licht den Wesen schadet. Spocks Parasit kann abgetötet werden, doch der Vulkanier scheint dabei zu erblinden. Zu spät findet McCoy heraus, dass es genügt hätte, das Wesen mit UV-Licht zu bestrahlen. Mit Satelliten, die im Orbit um Deneva abgesetzt werden, kann der Planet befreit werden. Auch Spock ist wohlauf: Vulkanier haben ein inneres Augenlied, und damit hat er sich instinktiv vor der Erblindung geschützt.

Die Episoden:

Am Samstag, dem 27. Mai 1972, war es soweit: Das ZDF strahlte die erste Star Trek - Folge in Deutschland aus. Es war Episode Nr. 19 ("Morgen ist gestern"), die Serie lief hierzulande unter dem Titel Raumschiff Enterprise. Insgesamt wurden nur 39 Folgen gesendet. Ein gewisser Johannes Kreis war zu diesem Zeitpunkt fünf Jahre alt. Die Serie war eine meiner ersten Begegnungen mit der Science Fiction, wenn nicht sogar die erste überhaupt. Einige meiner frühesten Kindheitserinnerungen haben mit Spock, Captain Kirk und den seltsamen Planeten zu tun, auf denen sich die Leute von der ENTERPRISE dauernd herumtreiben. Damals war es mir ziemlich egal, dass praktisch alle Folgen gekürzt und - schlimmer noch - durch eine sinnentstellende "Übersetzung" auf Witz- oder Kinderfilm-Niveau herabgewürdigt worden waren. Ich war wohl im richtigen Alter, um diese grottenschlechte, total verhunzte deutsche Synchronisation nicht als extrem störend wahrzunehmen. SAT1 bescherte der Serie dann in den Achtzigern und Neunzigern eine Wiedergeburt: Auch die bisher ignorierten Folgen (mit Ausnahme von "Schablonen der Gewalt") wurden ausgestrahlt. Dabei kam es aber zu weiteren Kürzungen - für den Sender war wohl die Werbung wichtiger. "Der schlafende Tiger" war im TV ohnehin immer nur in einer stark gekürzten Fassung zu sehen.

Die "Eindeutschung" der Dialoge ist eine Geschichte für sich, mit der man ganze Bücher füllen könnte. Es kommt ja leider nicht gerade selten vor, dass Übersetzer wenig Sorgfalt walten lassen und manchmal bestenfalls raten, wenn sie einen Zusammenhang nicht verstehen. Wenn sie nicht alles ganz einfach wörtlich übersetzen. Damals, in den Siebzigern, gab es aber noch eine weitere Besonderheit. In dieser Zeit war nämlich die Serie "Die Zwei" in Deutschland sehr populär, und zwar vor allem wegen der auf übertriebene Witzigkeit getrimmten Dialoge. Was den beiden Hauptfiguren da an extrem lässigen, lustig-lockeren Spontisprüchen, Anzüglichkeiten und Zoten in den Mund gelegt wurde, ist derart haarsträubend, dass die Serie selbst heute noch als "Kult" gilt. Tja, und genau die gleiche "Bearbeitung" ließ man dann auch Star Trek angedeihen. Dadurch wurde der gesamte Charakter der Serie auf geradezu unglaubliche Weise verfälscht - man begreift das nur, wenn man das englische Original kennt. Im Original herrscht auf der ENTERPRISE ein meist ernster, durch und durch militärischer Umgangston. Kirk gibt knappe Befehle und verlangt Meldungen, die ebenso kurz und effizient gemacht werden. Es gibt zwar durchaus trockenen Humor und Wortwitz, dieser ergibt sich aber hauptsächlich aus den launigen Streitgesprächen zwischen Spock und McCoy und ähnlichen Situationen. In der deutschen Synchro wird daraus etwas völlig anderes, alle Figuren werden krass überzeichnet. Da werden platte Witze gerissen, man verulkt sich gegenseitig, und unzählige handlungsrelevante Textstellen werden zu Gunsten dümmlicher Gags völlig verfälscht. Kein Wunder, dass niemand diese Witzbolde ernst nehmen konnte. Ich vermute, dass das der SF damals ziemlich geschadet hat.

Für die DVD-Veröffentlichung wurden alle Folgen neu synchronisiert, endlich kann man sie auch in voller Länge genießen. Die neue Synchro ist der alten zwar auf jeden Fall vorzuziehen, aber wer die englische Sprache nur ein bisschen beherrscht, der sollte den Originalton einschalten. An den ultrabescheuerten deutschen Titeln hat sich nichts geändert. Wer sich Unsinn wie "Implosion in der Spirale" oder "Ganz neue Dimensionen" ausgedacht hat, gehört an den Pranger gestellt. Ein weiteres schönes Beispiel ist "Notlandung auf Galileo 7": Spock landet nicht auf Galileo 7, sondern mit dem Shuttle Galileo (Kennung 1701/7), das 7 Leute an Bord hat. Anderes Beispiel: "Horta rettet ihre Kinder". Ausnahmsweise trifft dieser deutsche Titel den Inhalt der Episode präzise - dann aber auch gleich so deutlich, dass schon die ganze Pointe der Story vorweggenommen wird. Spoiler-Deluxe, sozusagen...

Star Trek ist zwar keineswegs die erste SF-Fernsehserie, die es je gab, aber sie ist eine der langlebigsten. Nicht nur werden die Episoden ständig irgendwo wiederholt, es gibt auch immer neue Ableger des Star Trek - Universums im Fernsehen, im Kino, in der Literatur, in Computerspielen usw. - das Franchise ist riesig. Die Classic-Serie ist längst zum festen Bestandteil der modernen Kultur geworden, und zwar weltweit. Star Trek ist ein internationales Phänomen; es gibt wohl kaum jemanden, der das Raumschiff und dessen Besatzung nicht kennt. Die Bedeutung der Serie für die SF kann kaum überschätzt werden. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass es in Star Trek - anders als in praktisch allen anderen SF-Filmen und -Serien der damaligen Zeit (und auch so manchen der heutigen Zeit!) - nicht hauptsächlich darum geht, irgendwelche bösen Aliens zu bekämpfen. In Star Trek wurde immer Wert auf eine friedliche Konfliktlösung gelegt, Toleranz und Verständnis standen im Vordergrund. Nicht umsonst sind auf der ENTERPRISE Menschen aus allen Ländern der Erde vertreten, was für die Sechzigerjahre etwas revolutionär neues war. Natürlich hat die Serie auch ihre Schwächen, und nicht jede Episode bietet spannende Unterhaltung auf hohem Niveau. Kirks Fähigkeit, sogar Computer zur Selbstzerstörung zu überreden, sowie seine unglaubliche Wirkung auf Frauen aller Spezies sind geradezu legendär. Egal: Die Serie ist in die Geschichte eingegangen, Millionen Menschen lieben sie, und ich bin einer von diesen Verrückten. Ich muss gestehen, dass auch in meinem Kleiderschrank eine Uniformjacke der Next Generation liegt, die ich allerdings nur ein einziges Mal (an Fastnacht) getragen habe...

Meine liebsten Episoden dieser Staffel sind:
Amok Time ("Implosion in der Spirale") und Spock außer Kontrolle - wegen Leonard Nimoys hervorragender Darstellung eines Vulkaniers im Gefühlskonflikt
Spock unter Verdacht - wegen der spannenden Raumschiffs-Verfolgungsjagd
Landurlaub - wegen der bizarren Ideen auf der "Urlaubswelt"
Morgen ist gestern - Zeitreise-Episoden waren schon immer eine Stärke der Serie
Der schlafende Tiger - wegen des starken Kirk-Gegenspielers Khan
Horta rettet ihre Kinder - weil das "Monster of the week" diesmal gar kein Monster ist
Griff in die Geschichte - wegen der interessanten Handlung und der Charakterentwicklung der "Großen Drei": Kirk, Spock und McCoy.

Vieles in Handlung, Stil, Ausstattung, Spezialeffekten usw. wirkt aus heutiger Sicht antiquiert oder sogar lächerlich. Spannend sind die meisten Episoden aber immer noch, außerdem bestehen sie nicht nur aus anspruchsloser, bunter Action, sondern vermitteln auch Roddenberrys Vision von einer durch Toleranz und friedliches Miteinander geprägten Welt. Und an den schauspielerischen Leistungen gibt es auch nichts auszusetzen, wenn man mal von Shatners legendär gewordener Sprechweise absieht. Die man natürlich auch nur in der englischen Version zu hören bekommt. Die Serie ist also alt, aber nicht veraltet!

Dennoch wurde der Versuch unternommen, die Serie durch eine digitale Überarbeitung etwas aufzupolieren. Im November 2007 wurde die komplette erste Staffel somit neu veröffentlicht. Unter der Überwachung von Mike Okuda, der ja maßgeblich an einigen der neuen Serien beteiligt war (nach ihm wurden die "Okudagramme" benannt), wurden die alten optischen Effekte durch Computergrafiken ersetzt. Praktisch alle Szenen mit Außenansichten der ENTERPRISE und anderer Raumschiffe, Vorbeiflüge an Planeten und dergleichen sind somit völlig neu, außerdem wurden manche Hintergrundbilder (Planetenoberflächen) ergänzt und erweitert. Außerdem wurde die Eröffnungsmelodie neu aufgenommen. Das sind die auffälligsten Neuerungen, es gibt auch kleinere Verbesserungen, die man nicht auf den ersten Blick bemerkt. Man kann sagen, dass die neuen Effekte durchweg sehr gelungen sind. Das ist aber ein zweischneidiges Schwert, denn sie sehen so viel besser aus als das übrige Filmmaterial, dass der Unterschied zu auffällig ist. D.h. wenn von einer tollen Außenaufnahme mit einer beeindruckend detailreichen ENTERPRISE wieder auf die Brücke zurückgeblendet wird, dann ist der Übergang fast zu krass, d.h. man merkt sofort, dass da nachträglich dran herumgeschraubt wurde. War es überhaupt nötig, die Original-Serie so sehr zu verändern? Schließlich hatten auch die alten Effekte und Modelle ihren Charme. Ich kann mich nicht so recht entscheiden - bei der ersten Staffel hat die Neugier gesiegt, aber ich weiß nicht, ob ich mir auch die zweite Staffel in der "verbesserten" Version zulegen würde. Wenn sie denn erschiene, was allerdings derzeit noch fraglich ist.

Die Serie kann also in zwei verschiedenen Ausführungen käuflich erworben werden: In der alten DVD-Box mit den ursprünglichen Fassungen und in der seit 2007 erhältlichen HD-DVD/DVD-Hybrid-Box mit den "Remastered"-Fassungen.

Die DVD-Box:

Die extravagant gestylte gelbe Box, die sich in der Mitte quasi zum vulkanischen Gruß öffnet, ist schon gleich das erste Sahneschnittchen. Kaum liegt der erste Silberling im Laufwerk, zaubert das animierte Menü (das die Brücke der ENTERPRISE vom Stuhl des Captains aus gesehen darstellt) schon das nächste Lächeln auf das Gesicht des erfreuten Fans. Vor jeder Episode kann man sich noch den Preview-Trailer ansehen - diese Vorschauen waren bei der alten VHS-Edition nicht dabei. Für einzelne Episoden (s.o.) steht optional ein Textkommentar zur Verfügung. Bild und Ton sorgen für weitere Lachfältchen, denn beides wurde restauriert und sieht einfach herrlich aus bzw. klingt sehr gut. Kräftige und leuchtende Farben, erstaunlich klares, detailreiches Bild, Ton in Dolby 5.1 - Qualität. Letzteres gilt nur fürs englische Original, die deutsche Synchro liegt nur in Mono vor. Auf der DVD sind die Episoden übrigens in der Reihenfolge sortiert, in der sie seinerzeit in den USA erstmals gesendet worden sind.

Die Extras sind so umfangreich ausgefallen, wie es sich für eine derartige Kultserie gehört. Ein wenig versteckt und auf dem Cover nicht genannt: Die "Red Shirt Logs". Das sind 4 kurze Clips, in denen George Takei, Robert Justman und John D.F. Black ein paar Anekdoten erzählen. In den meisten anderen Beiträgen (alle zw. 25 und 8 Minuten lang) kommen einige der Beteiligten (Schauspieler, Produzenten usw.) in Interviews unterschiedlichen Alters zu Wort und berichten von zahlreichen Aspekten der Entstehung der ersten Staffel. Für Newbies ist das vielleicht interessant, für Fans gibt es kaum neue Informationen, wohl aber die eine oder andere amüsante Geschichte. Ich bin beinahe erschrocken, als ich in den aktuellen (Jahre 2003 und 2004) Interviews mit William Shatner und Leonard Nimoy gesehen habe, wie alt die beiden Schauspieler geworden sind. Auch andere an der Produktion Beteiligte wurden interviewt - die Interviews mit Gene Roddenberry sind natürlich schon einige Jahre alt. Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich ganz mit William Shatner bzw. mit seiner großen Leidenschaft: Dem Reiten und der Pferdezucht. Mit beidem hat er schon einige Preise gewonnen. "Trek Connections" ist eine Art Ratespiel: Man muss herausfinden, welche Zusammenhänge es zwischen verschiedenen Schauspielern gibt. Auch ein bisschen Werbung darf offenbar nicht fehlen: Trailer zu den Ableger-Serien auf DVD sind in den Extras enthalten. Im Falle von "Deep Space Nine" wird diese Werbung sogar noch durch Interviews mit den Schauspielern gewürzt und ist gar nicht so uninteressant.

Wie gesagt: Fast alle Specials bestehen nur aus Interviews und Filmausschnitten. Es gibt keine echte Dokumentation, d.h. Aufnahmen von den Sets oder Erläuterungen zu den Special Effects, Modellen, Masken usw. oder über andere Aspekte der Produktion sucht man vergebens. Alle Interviews stammen aus neuerer Zeit, Interviews aus den Sechzigern sind nicht vorhanden.

Der DVD/HD-DVD-Hybrid-Box:

Die "Remastered" - Serie wurde im DVD/HD-DVD-Hybridformat veröffentlicht. Die HD-Inhalte befinden sich auf einer Seite der Silberlinge, die DVD-Inhalte auf der Rückseite. Die 10 Discs stecken in einer zwar nett aussehenden, aber etwas unpraktischen Plastikbox; hat man sie einmal aufgeklappt, muss man ein wenig dran herumfummeln, bis man sie wieder richtig zuklappen kann. Die Episodentitel und weitere Textinfos befinden sich auf einzelnen Plastikkärtchen, die fröhlich zu Boden purzeln, wenn man nicht aufpasst. Das hätte man alles etwas benutzerfreundlicher gestalten können. Angeblich wurden Bild- und Tonqualität auch im Vergleich zur alten DVD-Version weiter verbessert. Ich kann es nicht beurteilen, ebenso nicht das Bonusmaterial der HD-Seite. Ich besitze nämlich keinen Player für HD-DVDs. Besonders interessant dürften die interaktiven Features sein, die es ermöglichen sollen, Bild-im-Bild-Videokommentare und dergleichen einzublenden. Wie gesagt: Ich kann es nicht beurteilen. Kommen wir also zur DVD-Seite.

Sehr unangenehm ist mir aufgefallen, dass die DVDs sich manchmal nicht starten lassen wollten. So musste ich den Player mehrmals aus- und einschalten oder die Silberlinge auswerfen und neu laden, bis endlich das ersehnte DVD-Menü erschien. Möglicherweise hängen diese Probleme mit dem Hybrid-Format zusammen. Letzten Endes hat's aber immer geklappt. Warum das Bonusmaterial über alle 10 Silberlinge verteilt werden musste (nur auf Disc 9 ist kein Bonusmaterial vorhanden), ist mir ein Rätsel. Außerdem dürfte so manches davon dem Besitzer der alten DVD-Box bekannt vorkommen, siehe Zusammenstellung ganz oben. Neu sind drei kürzere Featurettes: Man erhält Infos über das geplante Computerspiel "Star Trek - Online" und kann sehen, wie die Serie für die "Remastered"-Neuauflage überarbeitet wurde. Letztere Featurette ist ca. 20 Minuten lang und enthält Gegenüberstellungen alter und neuer Szenen. "Billy Blackburns Schatztruhe" enthält Privatmaterial des Schauspielers, der in Star Trek den Navigator Lt. Hadley gespielt hat. Es handelt sich um Aufnahmen von den Dreharbeiten ohne Ton - ich fand diese kurzen Clips hoch interessant, denn Material dieser Art ist ja sehr selten.

Der dickste Bonus-Batzen verbirgt sich hinter dem Namen "Jenseits der unendlichen Weiten". Es handelt sich um einen ca. 90-minütigen Film über eine Versteigerung des Auktionshauses Christie's, bei der zahlreiche Requisiten, Kostüme, Modelle usw. aus den verschiedenen Star Trek - Serien unter den Hammer gekommen sind. Die Auktion fand im Oktober 2006 statt und erbrachte Rekordergebnisse. Für das Modell der NCC 1701-D, welches bei allen Großaufnahmen verwendet worden ist, hat tatsächlich jemand 500.000 Dollar hingeblättert! Die Gründe für die Auktion sind mir nicht bekannt - im Film wird es so dargestellt, als wären die Objekte sonst weggeworfen worden. Man habe sicherstellen wollen, dass sie stattdessen in "liebende Hände" kommen. Dem mag sein wie es will, der Film ist jedenfalls sehr interessant. Erzähler ist Leonard Nimoy, es kommen aber auch noch andere Schauspieler usw. zu Wort. Es gibt zunächst einen Rückblick auf die einzelnen Serien, Roddenberrys Visionen und so weiter. Dann geht's los: Michael und Denise Okuda müssen in riesigen Lagerhallen unglaubliche Massen aller möglichen und unmöglichen Objekte sichten, katalogisieren und bewerten. Diese Arbeit gleicht einer Schatzsuche, für den Zuschauer wird sie mit vielen Anekdoten und Details zu diversen Fundstücken gewürzt. Auch die weiteren Vorbereitungen für die Auktion sowie Blicke in verschiedene Cons haben einen hohen Unterhaltungswert. Der Eifer der Bietenden und die Freude der Käufer über ihre "Schnäppchen" ist wohl nur für Fans nachvollziehbar.

Wer die alte DVD-Box noch nicht besitzt, macht mit dem Kauf des Hybrids sicher nichts falsch - wenn er denn mit dem Gedanken leben kann, dass die Serie, die man hier sehen kann, nicht dem Original entspricht. Ob die neuen Special Effects allein den Erwerb rechtfertigen, müsst ihr selbst entscheiden. Ich persönlich würde diese Frage verneinen.

VHS-Versionen:

Die Episoden "Krieg der Computer" und "Der schlafende Tiger" besitze ich zusätzlich noch in Form einer alten VHS-Cassette. Hierbei handelt es sich um die deutsche Version, d.h. eine englische Sprachausgabe ist nicht vorhanden. Als "Bonusmaterial" ist der Cassette ein kleines Pappkärtchen beigelegt, es ist eine "Video Collective Card" zum Sammeln. Darauf befindet sich die Abbildung eines Kontrollpanels incl. Erklärung. Scheinbar gab es seinerzeit eine ganze Serie dieser Karten - sollte es einen Sammler geben, der Interesse hat, kann er/sie sich bei mir melden, denn ich brauche das Ding nicht.

J. Kreis, 16.04.2008

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