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Star Wars Episode III Star Wars Episode III - Die Rache der Sith (USA, 2005)
DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
FSK: 12
Laufzeit: ca. 134 Minuten

Extras

Audiokommentare, 6 nicht verwendete Szenen mit Einleitung, "Innerhalb einer Minute - Making of Episode III", Dokumentation "Der Auserwählte", "Alles echt: Die Stunts von Episode III", 15 Internet-Featurettes, Musikvideo, Teaser / Trailer / TV-Spots, Bildergalerien, Demo des X-Box - Spiels "Star Wars Battlefront 2", Trailer zu den Games "Star Wars Battlefront 2" und "Star Wars - Empire at War", Weblinks

Regie:
George Lucas

Hauptdarsteller:
Ewan McGregor (Obi-Wan Kenobi)
Natalie Portman (Padme Amidala)
Hayden Christensen (Anakin Skywalker / Darth Vader)
Ian McDiarmid (Kanzler Palpatine / Darth Sidious)
Samuel L. Jackson (Mace Windu)
Christopher Lee (Count Dooku / Darth Tyranus)
Anthony Daniels (C3PO)
Kenny Baker (R2D2)
Frank Oz (Yoda)




Inhalt

Noch immer tobt ein Bürgerkrieg in der galaktischen Republik. Separatisten, geführt von Count Dooku und General Grievous, wagen sogar einen Angriff auf Coruscant, die Hauptwelt der Republik, und entführen Kanzler Palpatine. In der Raumschlacht, die über dem Planeten tobt, gelingt es den Jedi-Rittern Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker, den Kanzler zu befreien. Verführt von Palpatines Einflüsterungen tötet Anakin Count Dooku. General Grievous kann jedoch entkommen. Palpatine, der seine Macht mit Hilfe von Notstandsgesetzen mehr und mehr ausweitet, treibt ein doppeltes Spiel. Tatsächlich ist er derjenige, der hinter den Angriffen der Separatisten steckt. Er ist ein Sith-Lord, und sein einziges Ziel besteht darin, den Orden der Jedi zu vernichten, um die uneingeschränkte Macht in der Galaxis an sich reißen zu können. Sein wichtigstes Werkzeug zur Verwirklichung dieses Ziels ist Anakin Skywalker, den er zu seinem persönlichen Repräsentanten im Rat der Jedi erhebt. Als der Rat der Jedi sich weigert, Anakin den Rang eines Meisters zuzuerkennen und darüber hinaus von ihm verlangt, er solle Palpatine bespitzeln, ist dies Wasser auf die Mühlen des Sith-Lords. Geschickt nutzt er Anakins Zweifel an der Rechtschaffenheit der Jedi und seines Freunds Obi-Wan, um ihn gegen seine wahren Freunde auszuspielen.

Der wirksamste Schlüssel zu Anakins Loyalität liegt jedoch in seiner Liebe zu Padme Amidala, die er heimlich geheiratet hat. Amidala ist schwanger und Anakin hat furchtbare Visionen, in denen er sie im Kindbett sterben sieht. Dies ist Palpatine wohl bewußt und er ködert Anakin, indem er behauptet, mit den Kräften der Sith sei es möglich, Menschen vor dem Tod zu bewahren. Anakin bleibt zunächst noch standhaft, obwohl ein Konflikt der Gefühle in ihm tobt. Er erkennt, daß Palpatine mit Darth Sidious, dem Sith-Lord, identisch ist, und informiert das Jedi-Ratsmitglied Mace Windu hierüber. Inzwischen ist es Obi-Wan Kenobi gelungen, General Grievous zu stellen und zu besiegen. Dies ist gleichbedeutend mit dem Ende der Bedrohung durch die Separatisten, so daß Kanzler Palpatine eigentlich die weitreichenden Befugnisse, die ihm durch die Notstandsgesetze übertragen worden sind, wieder abgeben müßte. Für Mace Windu ist klar, daß Palpatine hierzu niemals bereit wäre. Daher verhaftet er den Kanzler - jedenfalls versucht er es, aber jetzt läßt Palpatine die Maske endgültig fallen und greift den Jedi mit seinen Sith-Kräften an, wobei sein eigener Körper jedoch schrecklich entstellt wird. Anakin verhindert, daß Mace Windu den Sith tötet - er redet sich selbst ein, Darth Sidious habe das Recht auf eine Gerichtsverhandlung, aber in Wirklichkeit geht es ihm nur darum, von ihm die Kräfte zu erlernen, die er zu brauchen glaubt, um Padme vor dem Tod zu retten. Er ist bereit, alles zu tun, um diese Macht zu erlangen. Er verstümmelt den Jedi-Meister, so daß Darth Sidious ihn töten kann.

Dies war der letzte Schritt für Anakin auf dem Weg zur Dunklen Seite der Macht - sein neuer Meister Darth Sidious verleiht ihm einen anderen Namen: Darth Vader. Sein erster Auftrag in den Diensten des zukünftigen Imperators besteht darin, die Jedi in deren Tempel auf Coruscant zu vernichten. Anakin schreckt nicht davor zurück, selbst junge Padawane grausam zu ermorden - kein Jedi im Tempel überlebt. Überall in der Galaxis wenden sich die Klonkrieger gegen die Jedi, die sie angeführt haben. Ein Jedi nach dem anderen wird überrascht und getötet. So gerät auch Yoda in Gefahr, der sich gerade auf Kashyyyk befindet, wo er die Wookiees bei ihrem Kampf gegen eine Droiden-Armee unterstützt. Mit Hilfe der Wookiees kann Yoda jedoch fliehen. Er trifft sich mit Obi-Wan Kenobi, der ebenfalls nur knapp einem Angriff seiner untreu gewordenen Klonkrieger entkommen ist, auf dem Schiff des aufrechten Senators Bail Organa, der Zeuge des Gemetzels im Jedi-Tempel war. Gemeinsam mit Padme ist Senator Organa zugegen, als der ehemalige Kanzler Palpatine im großen Plenarsaal auf Coruscant verkündet, die Jedi hätten versucht, den Senat zu stürzen und er habe diese Rebellion verhindert. Tosender Beifall erklingt, als Palpatine die Republik für aufgelöst erklärt und das erste Galaktische Imperium ausruft. Yoda und Obi-Wan entdecken derweil im Jedi-Tempel Holo-Aufzeichnungen, die keinen Zweifel daran lassen, wer verantwortlich für das Gemetzel ist.

Anakin ist derweil zum Planeten Mustafar gereist, wo er die letzten Anführer der Handelsföderation beseitigen soll - diese lästigen Mitwisser kann Darth Sidious nicht mehr gebrauchen. Anakin hat seine Taten vor Padme verheimlicht, so daß sie Obi-Wans Worten zunächst keinen Glauben schenkt, als er ihr die schreckliche Wahrheit enthüllt. Sie folgt Anakin allerdings nach Mustafar, und Obi-Wan versteckt sich in ihrem Schiff. Anakin hat sein blutiges Werk bereits vollendet. Padmes Appelle dringen nicht mehr zu ihr durch, und als Obi-Wan aus ihrem Schiff steigt, wittert er Verrat. Fast tötet er Padme, aber Obi-Wan stellt ihn zum Lichtschwertduell. Anakin scheitert an seiner eigenen Arroganz, er wird von Obi-Wan verstümmelt und erleidet in den Magmaströmen von Mustafar schreckliche Verbrennungen. Obi-Wan läßt ihn liegen, um Padme in Sicherheit zu bringen, aber es ist bereits zu spät. Padmes Kinder - die Zwillinge Luke und Leia - kommen zwar wohlbehalten zur Welt, doch Padme hat mit Anakin auch ihren Lebenswillen verloren: Sie stirbt. Anakins verkohlter Torso, in dem immer noch Leben steckt, wird von Darth Sidious persönlich gerettet und in einen finsteren Cyborg verwandelt. Jetzt ist Anakin Skywalker endgültig zu Darth Vader geworden. Da er glaubt, für Padmes Tod verantwortlich zu sein, verliert er den letzten Rest von Menschlichkeit. Zusammen mit dem Imperator schickt er sich an, die gesamte Galaxis zu unterjochen.

Yoda und Obi-Wan Kenobi, die letzten Jedi, gehen ins Exil. Zum Glück konnte die Existenz der Kinder Padmes und Anakins geheim gehalten werden. Die kleine Leia wird von Senator Organa adoptiert. Luke wird zu Anakins Verwandten nach Tatooine gebracht. Obi-Wan will über ihn wachen, denn eines Tages wird Luke möglicherweise neue Hoffnung für die Galaxis bringen...

Fortsetzung folgt!

Der Film:

Zu diesem Film ist schon so viel gesagt worden - dem habe ich eigentlich kaum etwas hinzuzufügen. Allerdings gehöre ich zu denen, die den Film eigentlich gar nicht so schlecht finden, selbst wenn man ihn an den Episoden IV bis VI mißt. Und beim wiederholten Anschauen hat er mir sogar noch besser gefallen als beim ersten Mal im Kino. Eigentlich sind es nur Kleinigkeiten, die mich an diesem Film stören, und diese Kleinigkeiten hat es schon in allen Star Wars - Filmen gegeben, auch in der von manchen Fans über den grünen Klee gelobten früheren, chronologisch späteren Trilogie. Das sind vor allem Droiden (also Roboter), die irgendwelchen dummen Geräusche wie "Oh-oh" von sich geben oder schnippische Bemerkungen machen, wenn sie sich schlecht behandelt "fühlen". In Episode III gilt das insbesondere für diese lächerlichen Kampfdroiden, die nur dazu da zu sein scheinen, von den Jedi in Stücke gehackt zu werden. Hallo? Das sollen Kampfroboter sein - warum werden die dermaßen verniedlicht und vermenschlicht? Die Slapstick-Szenen, in denen solche dummen Sprüche vorkommen, sind ein zweiter Minuspunkt des Films. Wookiees mit "Tarzanschrei" hätten auch nicht sein müssen. Etwas mehr Ernsthaftigkeit wäre der Thematik angemessen gewesen, denn an und für sich ist Episode III ein sehr düsterer Film - warum muß diese bedrohliche Atmosphäre immer wieder gestört werden? Meinte George Lucas, seine vermutlich recht jugendliche Zielgruppe würde den Film sonst nicht aushalten?

Zweiter Kritkpunkt sind einige der (digitalen) Spezialeffekte. Natürlich sind die meisten einfach nur toll. Coruscant zum Beispiel ist immer wieder ein Fest für die Augen und auch die Raumschlacht zu Beginn des Films ist extrem klasse gemacht. Aber gerade da merkt man sehr deutlich: Es ist zuviel des Guten. Man nimmt bei diesem optischen Overkill überhaupt nicht mehr alles wahr, viel zu schnell flitzen die Raumjäger, Laserschüsse und Droiden durcheinander, man kann sich nicht auf einzelne Objekte konzentrieren. Hinterher hat man bei solchen Szenen immer das unangenehme Gefühl, etwas verpaßt zu haben. Gut, daß es DVDs gibt, da kann man wenigstens die Pausetaste drücken und sich alles in Ruhe ansehen! Man muß auch sagen, daß nicht alle Spezialeffekte gelungen sind. Obi-Wans Reitechse zum Beispiel gehört eindeutig in die Kategorie: Kreaturen für den Mülleimer...

Die schauspielerischen Leistungen treten bei einem Effektspektakel dieser Art natürlich weit in den Hintergrund. Hayden Christensen bringt denn auch kaum mehr zuwege als düster dreinzuschauen - die Wandlung vom liebenden jungen Mann zur seelenlosen Mordmaschine nimmt man ihm nicht so recht ab. Sie kommt auch etwas zu schnell. Der Bruch ist etwas zu hart, obwohl man Anakins Motivation durchaus nachvollziehen kann.

Aber genug der Kritik - insgesamt halte ich Episode III für ein herrlich farbenprächtiges SF-Märchen mit einigen sehr starken Momenten und fesselnder Atmosphäre. Szenen wie die, als die kleinen Padawane sich hilfesuchend an Anakin wenden, der dann aber sein Lichtschwert zündet, oder als der verstümmelte Anakin Gift und Galle spuckend am Lavastrom liegt und wenig später in Darth Vader transformiert wird - die haben was. Sehr lobenswert finde ich es auch, wie in diesem Film an die chronologisch folgenden Episoden angeknüpft wird. Mehr und mehr nähert sich der Look dem an, was man aus Episode IV kennt, und immer wieder tauchen kleine Anspielungen auf: Zum Beispiel der alderaanische Blockadebrecher mit Captain Antilles an Bord, der Millenium Falcon auf Coruscant (man muß nur ganz genau hinschauen), der Sonnenuntergang auf Tatooine in der allerletzten Szene - um nur wenige zu nennen.

Die DVD:

Recht nette Extras, insgesamt betrachtet, die sich kaum wiederholen und wirklich interessante Blicke hinter die Kulissen ermöglichen. Die Hauptdokumentation, "Innerhalb einer Minute", hat Spielfilmlänge und verdeutlicht den Entstehungsprozeß einer einzigen Szene (das finale Lichtschwert-Duell zwischen Anakin und Obi-Wan) bis ins allerkleinste Detail. Wirklich jede einzelne Phase der Produktion wird gezeigt, sogar das Catering am Set wird nicht vergessen. Einzelne Personen aus den verschiedenen Produktionsteams kommen zu Wort und erläutern ihre Tätigkeit. So versteht man, welch weiter Weg vom Drehbuch bis zur fertigen Szene zurückgelegt werden mußte und wie viele Leute an der Entstehung beteiligt waren - und man kann in etwa ermessen, was für eine gigantische Maschinerie in Gang gesetzt wurde, damit Episode III zu dem Film werden konnte, der er ist.

Die beiden anderen, kürzeren Featurettes und die Web-Dokumentationen behandeln weitere Schritte im Entstehungsprozeß des Films. Man sieht, daß vor allem Ewan McGregor und Hayden Christensen die meisten Stunts selbst machen und daß sie auch in den extrem dynamischen Lichtschwert-Duelle nicht durch Doubles ersetzt wurden. Man sieht, wie die neuen Wookiees zum Leben erweckt wurden, welche Leiden die Nebendarsteller unter ihren schweren Masken auszustehen hatten, wie die unzähligen Waffen hergestellt wurden und so weiter.

Die entfallenen Szenen laufen insgesamt ca. 15 Minuten und können mit Einleitung von George Lucas abgespielt werden, was die Laufzeit auf ca. 20 Minuten verlängert. Am interessantesten sind drei Szenen, die einen kompletten, im Film leider entfallenen Handlungsstrang enthalten, nämlich die Entstehung der Rebellen-Allianz. Padme und Bail Organa sind maßgeblich daran beteiligt, man bekommt auch Mon Mothma zu sehen, die im weiteren Verlauf der Geschichte ebenfalls wieder eine Rolle spielt.

Besitzer einer X-Box können zwei Levels des Spiels "Star Wars Battlefront II" spielen. Man hat die Wahl zwischen einem Bodeneinsatz auf Utapau und einer waschechten Raumschlacht, die der Eröffnungsszene des Films nachempfunden ist. Sehr nett!

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