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Star Trek III Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock (USA, 1984)
DVD - Regionalcode 2, Paramount
FSK: 12
Laufzeit: ca. 101 Minuten

Extras
Kinotrailer

Regie:
Leonard Nimoy

Hauptdarsteller:
William Shatner (Admiral James T. Kirk)
Leonard Nimoy (Commander Spock)
DeForest Kelley (Dr. Leonard McCoy)
Robin Curtis (Lt. Saavik)
Merrit Butrick (Dr. David Marcus)
Mark Lenard (Sarek)
Christopher Lloyd (Kruge)




Inhalt

Spock hat sein Leben geopfert, um die ENTERPRISE vor der Vernichtung zu retten. Kurz zuvor hat er eine Geistesverschmelzung mit Dr. McCoy durchgeführt. Dabei hat er seine Katra - die "lebendige Seele", wie sein Vater Sarek es später ausdrückt - auf "Pille" übertragen. Kirk und seine Leute ahnen davon zunächst nichts. Nachdem Spocks Leiche mit der Hülle eines Photonentorpedos auf den gerade erst entstehenden Genesis-Planeten geschossen wurde, kehrt die ENTERPRISE ins Raumdock zurück. Unterwegs gibt es Probleme mit McCoy. Der Arzt bricht in Spocks Quartier ein und redet wirres Zeug - so kommt es Kirk jedenfalls vor. Wenig später, zurück auf der Erde, klärt Sarek ihn auf. Spocks vollständiges Bewußtsein kann gerettet werden, wenn es nach Vulcan gebracht wird. Es gibt aber unerwarteterweise noch eine andere Möglichkeit. Saavik und Dr. Marcus, Kirks Sohn, der den Genesis-Effekt entwickelt hat, finden auf dem Genesis-Planeten nämlich ein verängstigtes vulcanisches Kind vor, das immer dann große Qualen zu erleiden scheint, wenn sich der noch in Entstehung begriffene Planet verändert. Das Kind altert rasend schnell und wächst zu einem Erwachsenen heran, der aussieht wie Spock. Dr. Marcus meint, durch den Genesis-Effekt seien die Zellen von Spocks Leiche regeneriert worden.

Währenddessen hat Commander Kruge, ein Klingone, Geheimdaten über das Genesis-Projekt erhalten. Er sieht darin eine ultimative Waffe, die eine Bedrohung für das klingonische Reich darstellt. Natürlich will er diese Waffe unbedingt an sich bringen. Er fliegt mit seinem Bird of Prey zum Genesis-Planeten, wo er die U.S.S. GRISSOM vernichtet, die im Orbit auf die Rückkehr von Saavik und Dr. Marcus wartet. Die beiden und den jungen Spock, der nur ein Körper ohne Seele ist, nimmt Kruge als Geiseln. Kirk und seine Leute entführen derweil die ENTERPRISE, um Spocks Körper zu holen, denn nur auf Vulcan kann sein Geist, der sich immer noch in McCoy befindet und ihn allmählich um den Verstand bringt, wieder mit ihm vereinigt werden. Es gibt noch einen anderen Grund, warum Kirk sein altes Schiff gern wiederhaben möchte: Die inzwischen 20 Jahre alte ENTERPRISE soll außer Dienst gestellt werden! Durch diese Aktion riskieren Kirk und die gesamte Crew natürlich ihre Karriere, denn sie handeln gegen ein ausdrückliches Verbot, außerdem ist der Genesis-Planet Sperrgebiet. Aber es ist ihnen wichtiger, einen alten Freund zu retten. Scotty sabotiert sogar den Transwarp-Antrieb der neuen EXCELSIOR, die die ENTERPRISE deshalb nicht verfolgen kann.

Als die ENTERPRISE beim Genesis-Planeten ankommt, ist die Lage dort bereits dramatisch. Der Planet ist instabil und droht auseinanderzufallen. Kruges Bird of Prey und das Sternenflottenschiff liefern sich ein kurzes Gefecht, das zu einer Pattsituation führt. Da befiehlt Kruge die Tötung einer Geisel. Dr. Marcus stürzt sich auf den Klingonen, der Saavik töten will, und wird von diesem erstochen. Kirk ist außer sich, doch er hat keine Zeit, um seinen Sohn zu trauern, denn Kruge fordert die Übergabe der ENTERPRISE. Kirk geht darauf ein, löst aber die Selbstzerstörung des Schiffs aus und beamt sich mit seinen Leuten auf den Planeten hinab. Das Enterkommando der Klingonen wird mit der ENTERPRISE vernichtet - das stolze Schiff verglüht in der Atmosphäre des Genesis-Planeten. Kruge stellt sich dem Captain auf dem Planeten persönlich, nachdem er dessen Crew auf den Bird of Prey gebeamt hat. Es geht ihm immer noch um die Daten des Genesis-Projekts und er läßt sich auf einen Zweikampf mit Kirk ein, während der Planet bereits auseinanderbricht. Kirk behält die Oberhand und tötet seinen Widersacher. Auch er wird auf den Bird of Prey gebeamt, wo nur noch ein einziger Klingone übrig ist, der sich ergeben muß.

Nun geht die Reise nach Vulcan, wo Spocks Geist und Körper wieder vereinigt werden können. Noch ist Spock aber nicht ganz wiederhergestellt. Sarek meint, er brauche Zeit, um zu sich selbst zu finden. Die Chancen stehen gut, denn Spock erinnert sich an die Geschehnisse vor seinem Tod und erkennt auch seine alten Freunde wieder, die ihn freudig begrüßen.

Der Film:

Der dritte Star Trek - Film wird zu den schlechteren der Serie gezählt, getreu der Regel, daß nur die Filme mit geraden Zahlen gut sind. Ich bin der gleichen Meinung, was allerdings nichts damit zu tun hat, daß die ENTERPRISE zerstört wird und daß der Kunstgriff, mit dem Spock ins Leben zurückgebracht wird, vielleicht etwas zu unglaubwürdig ist und auch nicht überraschend sein kann. Teile des Films gefallen mir sogar richtig gut, insbesondere haben es mir die Szenen angetan, in denen die ENTERPRISE entführt wird. Da bekommen nämlich alle Crewmitglieder etwas zu tun, auch die "Nebenfiguren" (Scotty, Sulu und Uhura, Chekov weniger) werden sinnvoll eingesetzt. Die meisten Spezialeffekte können sich sehen lassen: Das eindrucksvoll riesige Raumdock, die von innen verglühende Untertassensektion der ENTERPRISE, der zerbrechende Genesis-Planet zum Beispiel. Beispiele für Effekte, auf die man besser verzichtet hätte, sind Kruges seltsames Haustier (es erinnert zu sehr an die "Muppets Show") und die deutlich nach Pappmaché aussehenden Studiokulissen, die die Oberfläche des Genesis-Planeten darstellen sollen.

Der eigentliche Kritikpunkt besteht darin, daß die Geschichte, die hier erzählt wird, einfach uninteressant ist. Spocks Auferstehung nimmt zu breiten Raum ein, die Rolle der Klingonen ist im Grunde verzichtbar und auch sonst geschieht nichts, was den Zuschauer vom Hocker reißen könnte. Der Film ist zwar nicht langweilig, in den bereits erwähnten Schiffsentführungs-Szenen hat er eine durchaus gute Dynamik. Echte Spannung kommt aber zu keinem Zeitpunkt auf, auch nicht in der effekthascherischen Szene von Davids Tod. Allenfalls Kirks Reaktion darauf kann noch überzeugen. Ich glaube, es war eine Autobiografie von William Shatner, in der ich gelesen habe, der Schauspieler habe gar nicht beabsichtigt, sich nach Erhalt der Nachricht über Davids Tod so unsanft auf den Allerwertesten plumpsen zu lassen: Er sei ganz einfach beim Rückwärtsgehen gestolpert. Der Effekt ist nichtsdestotrotz sehr gut...

Es gibt auch einige Fehler in der Handlung. Der krasseste betrifft ausgerechnet die Ausgangssituation: Spock kann nicht seine gesamten Erinnerungen, seine Seele usw. auf McCoy übertragen haben, sonst hätte er danach eine ebenso leere Hülle sein müssen, wie er es nach der Auferstehung auf dem Genesis-Planeten war. Er hat danach aber noch die ENTERPRISE repariert und so weiter. Allenfalls kann er seine Katra auf McCoy kopiert haben, d.h. sein Geist hätte danach quasi doppelt existiert... Außerdem können Sarek und Kirk in dem Moment, als sie beschließen, Spocks Körper zu holen, noch gar nicht wissen, daß dieser a) den Sturz auf den Planeten überstanden und b) sich durch den Genesis-Effekt regeneriert hat.

Die DVD:

Einziges Extra: Der Kinotrailer zum Film. Dennoch lohnt die Anschaffung, da die englische Originalversion auf DVD vorhanden ist. So kann man die wie so oft bei Star Trek völlig mißlungene deutsche Synchronisation ignorieren. Nur in der englischen Originalversion kommt man auch in den Genuß klingonisch und vulcanisch gesprochener Textpassagen.

Den Film gibt es auch als Special Edition mit umfangreichem Bonusmaterial, allerdings ist der Film selbst identisch, d.h. er enthält in der Special Edition keine zusätzlichen Szenen.

J. Kreis,02.02.2006
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