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spidey Spider-Man Deluxe Edition (USA 2002)
DVD - Regionalcode 2, Columbia TriStar
FSK: 12
Laufzeit: ca. 120 Minuten

Extras:
Individuell numeriertes Senitype (Kunstgrafik incl. Filmschnipsel)
Nachdruck des Comics Amazing Fantasy Nr. 15
(Disc 1) Audiokommentare, Der Spinnen-Sinn, Exklusive Hintergrundinfos, Filmografien / Charaktere, Trailer, Musikvideos, TV-Spots, DVD-ROM-Teil
(Disc 2) Zusätzliche Comic-Infos: Die Entwicklung von Spiderman (Die Mythologie des 21. Jahrhunderts, Schurken-Galerie, Peter Parker und die Frauen, Peter Parkers Dunkelkammer). Zusätzliche Film-Infos: Spider-Mania (TV Doku E!Entertainment), HBO Making of, der Regisseur Sam Raimi, der Komponist Danny Elfman, Probeaufnahmen, Gags und Outtakes. Hinweise und Tipps zum Videospiel. DVD-ROM-Teil (Bildschirmschoner usw.)
(Disc 3) Stan Lees Mutanten, Monster und Helden - 2 komplette Filme über die Entstehung von Spiderman. Biografien, Hinter den Kulissen, Interview mit Stan Lees Frau, Interview mit Stan Lee über den nie veröffentlichten Fantastic Four - Kinofilm, Super-8-Filme und Bilder aus Stan Lees privatem Archiv, Kinotrailer, Stan Lee liest sein Gedicht God awakens.

Regie:
Sam Raimi

Hauptdarsteller:
Tobey Maguire (Peter Parker / Spiderman)
Willem Dafoe (Norman Osborn / Green Goblin)
Kirsten Dunst (Mary Jane)
James Franco (Harry Osborn)




Inhalt:

Peter Parker ist ein eher unauffälliger junger Schüler, genaugenommen ist er der Underdog seiner Klasse. Keiner möchte etwas mit dem bebrillten, schmächtigen Jüngling zu tun haben und Mary Jane (MJ), seine heimliche Liebe, nimmt ihn erst gar nicht wahr. Das alles ändert sich entscheidend, als er bei einem Schulausflug in einem Forschungszentrum von einer genetisch veränderten Superspinne gebissen wird. Zuerst fühlt er sich nur ein bißchen komisch, aber am nächsten Morgen stellt er fest, daß er nicht nur keine Brille mehr braucht, sondern auch beachtliche Muskeln entwickelt hat. In der Schule spritzt eine eigenartige, klebrige Masse aus seinem Handgelenk und als er von einem Raufbold angepöbelt wird, hat er keine Schwierigkeiten, dessen Fausthieben auszuweichen und den Knaben auf die Bretter zu schicken. Doch damit sind die Überraschungen noch nicht zuende. Peter merkt, daß er ohne Hilfsmittel wie eine Spinne an senkrechten Wänden emporklettern kann und daß seine Körperkräfte und Gelenkigkeit jedes menschliche Maß bei weitem übersteigen. Natürlich hält er all das vor Onkel und Tante, bei denen er lebt, absolut geheim. Zunächst geht er sorglos und sogar unbesonnen mit seinen neuen Fähigkeiten um. Beispielsweise nimmt er an einer Wrestlingshow teil, um dort Geld für ein Auto zu verdienen, mit dem er seine Angebetete beeindrucken möchte. Der Manager der Show haut Peter übers Ohr und so greift der noch-nicht-ganz-Superheld nicht ein, als ein Dieb den Manager bestiehlt und an Peter vorbei flüchtet. Wenig später muß Peter feststellen, daß dies ein großer Fehler war, denn der Dieb, den er laufen gelassen hat, überfällt auf der Flucht auch noch Peters Onkel und erschießt ihn.

Von diesem Augenblick an wird aus Peter Parker ein Kämpfer für Recht und Ordnung. Im blauroten Kostüm und mit maskiertem Gesicht lehrt er als Spiderman die Bösewichter von New York das Fürchten. Er folgt dabei dem Leitsatz seines Onkels: Aus großer Kraft folgt große Verantwortung. So schwingt er sich mit seinem Netz, das ihm auch zum Einfangen von Bösewichtern dient, nachts durch die Straßenschluchten, während er tagsüber sein unauffälliges Leben als Schüler und Student weiterführt. Leider ist das Verhältnis der Bevölkerung ihm gegenüber zwiespältig, denn J. Jonah Jameson, Herausgeber einer großen Zeitung, hält Spiderman für einen Verbrecher und gibt ihm die denkbar schlechteste Presse. Ausgerechnet Peter Parker liefert der Zeitung Exclusivfotos von Spiderman...

Schon bald muß Spiderman seine größte Bewährungsprobe bestehen, denn wo ein Superheld ist, da ist auch ein Superschurke nicht weit. Norman Osborn, Großindustrieller, besessener Wissenschaftler und Vater von Peters bestem Freund Harry, mutiert nach einem Selbtversuch zum wahnsinnigen Grünen Kobold, der nur zwei Ziele hat: Die Herrschaft über die Stadt an sich zu reißen und Spiderman auszuschalten. Als ihm letzteres nicht gelingt, weil Held und Schurke sich ebenbürtig sind, kommt der grüne Kobold auf eine noch perfidere Idee: Wenn man den Gegner nicht besiegen kann, dann gibt es ja immer noch diejenigen, die ihm wichtig sind und die sich nicht wehren können! Es gelingt dem grünen Kobold nämlich, Spideys wahre Identität herauszufinden. Und so macht er sich alsbald an Peters Tante und vor allem an MJ heran. Mit ihr als Geisel lockt er Spiderman zum finalen Showdown.

Der Film:

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von gelungenen Marvel-Comicverfilmungen, und Spiderman gehört ganz sicher zu den besten. Zwar wurden einige Details aus den Comics verändert - so wird Peter nicht mehr von einer radioaktiven, sondern von einer gentechnisch veränderten Spinne gebissen und er verfügt im Film über organische Spinndrüsen an den Handgelenken - aber ansonsten ist der Film sehr nah an den Comics. Spidey ist genauso gelenkig, elegant und kraftvoll, wie wir ihn kennen und er ist auch im Film der sympathische Netzschwinger aus der Nachbarschaft, den die Fans in ihr Herz geschlossen haben. Willem Dafoe zeigt als grüner Kobold mit gespaltener Persönlichkeit wie immer eine beeindruckende schauspielerische Leistung und Kirsten Dunst ist als MJ sehr schnuckelig. Zwar erkennt man in der einen oder anderen Szene die Computergrafiken doch recht deutlich (Spidey bewegt sich dann nicht ganz natürlich), aber man muß schon darauf achten, um es zu merken. Bei dem Tempo, das der Film in diesen ansonsten perfekt choreographierten Szenen vorlegt, achtet man aber eigentlich auf sowas gar nicht. In Spiderman ist alles drin, was Fan erwartet. Zu einer guten Comicverfilmung gehört aber auch eine gute Story, und auch die bietet der Film. Er ist deshalb nicht nur für Spiderman-Fans ein absolutes Muß, sondern er ist auch ein guter Actionfilm und unterhaltsame Kost für alle anderen.

Die DVD:

Die Deluxe-Edition glänzt mit umfangreichem Bonusmaterial. Ob man den Original-Filmschnipsel und den sehr kleinen Nachdruck des ersten Spiderman-Comics wirklich braucht, darüber kann man geteilter Meinung sein. Aber auch die Extras auf den 3 DVDs haben es in sich. Am interessantesten sind dabei die (nur in englischer Sprache vorhandenen) sehr langen Interviews mit The Man Stan Lee, dem Erfinder nicht nur von Spiderman, der schon zu Lebzeiten zur (Comic-)Legende geworden ist. Man erfährt alles mögliche über Spideys Entstehung und über die alten Zeiten bei Marvel, über die verschiedenen Zeichner und die Stile, die sie Spidey aufgeprägt haben. Auch Stan Lees Gedicht ist durchaus hörenswert - der Mann hat einfach eine gute Stimme.

Fortsetzung: Spider-Man 2

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