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mondbasis_alpha Mondbasis Alpha 1 - Box Vol. 4 (GB 1976 - 1977)
DVD - Regionalcode 2, e-m-s
FSK: 12
Laufzeit: ca. 50 Minuten pro Episode; insg. ca. 589 Minuten

Extras:

Alte deutsche Titel- und Endsequenzen. Schnittlisten mit Szenenbeschreibungen (Texttafeln). Bio- und Filmografien sowie Gaststarinformationen zu David Prowse, Lynne Frederick, Hildegarde Neil, Lee Montague, Jill Townsend, Kathryn Leigh Scott, Deborah Fallender, Carolyn Seymore (Texttafeln). Bildergalerien. Interviews mit Martin Landau, Catherine Schell, Brian Johnson und Gerry Anderson. Kinotrailer zu "Besuch von der Erde". Rückblick - Das italienische Sammelalbum zur 2. Staffel. Der offizielle deutsche Catherine Schell - Fanclub (Internet-Link). "Mondbasis Alpha 1: Die lange Finsternis" - Eine Story von Ralph E. Hopf (PDF-Format). "Die letzte Nachricht von Mondbasis Alpha 1" (Texttafeln). Booklet u.a. mit Biografien der Hauptfiguren. Trailer zu anderen DVD-Produktionen von e-m-s

Regie:

Diverse

Hauptdarsteller:

Martin Landau (Commander John Koenig)
Barbara Bain (Dr. Helena Russell)
Nick Tate (Captain Alan Carter)
Catherine Schell (Maya)
Tony Anholt (Tony Verdeschi)
Zienia Merton (Sandra Benes)





Inhalt:

Die Box enthält die Episoden 37 - 48 (zweite Hälfte der zweiten Season) der "Mondbasis Alpha 1" - Fernsehserie auf vier DVDs. Die Episoden im einzelnen:

37. DAS SPIEGELWUNDER
Commander Koenig und Alan Carter erkunden einen Asteroiden, der sich nicht per Fernortung analysieren läßt. Während Carter im Adler bleibt, um einen unerklärlichen Defekt zu reparieren, dringt Koenig in eine Höhle vor, wo er ein eigenartiges Spiegel-Labyrinth entdeckt. Plötzlich macht eines seiner Spiegelbilder sich selbständig, betäubt ihn und kehrt an seiner Stelle zur Mondbasis Alpha zurück. Koenig bleibt auf dem Asteroiden gefangen, sein Doppelgänger bereitet derweil eine Energieübertragung von der Mondbasis zum Asteroiden vor. Auf dem Asteroiden erfährt der echte Koenig, daß der Asteroid die "Essenz" des Planeten Kalthon enthält: Das gesamte Volk, alles tierische und pflanzliche Leben des Planeten und ganze Städte wurden in mikrominiaturisierter Form konserviert, um eines Tages wiedergeboren zu werden. Dazu wird die gesamte Energie der Mondbasis benötigt - was gleichbedeutend mit ihrer Zerstörung wäre.

38. DIE FEUERWOLKE
Eine seltsame Energiewolke nähert sich dem Mond, gleichzeitig erleiden zahlreiche Alphaner seltsame Schwächeanfälle. Ein Adler, der die Wolke erkunden sollte, kehrt erst nach mehreren Tagen zurück, und an Bord ist nicht der Pilot, sondern ein riesiges Monster, das durch die Mondbasis walzt und unbesiegbar zu sein scheint. Dann meldet sich die Wolke - oder jemand, der sich im Inneren der Wolke befindet - und teilt mit, daß die Alphaner das Kernmodul ihres Lebenserhaltungssystems herausgeben sollen. Natürlich denken die Alphaner gar nicht daran, denn ohne das Modul wäre ein Leben auf dem Mond nicht mehr möglich, aber da ist ja noch das Monster. Das Biest nähert sich unaufhaltsam dem Sektor, in dem die Lebenserhaltungssysteme untergebracht sind.

39. DIE ANDERE SEITE
Wieder einmal nähert sich der Mond einem unbekannten Planeten. Er scheint unbewohnt zu sein, aber ein Landeteam unter Koenigs Leitung entdeckt ein pyramidenähnliches Gebäude, das von einer bösartigen Kreatur bewacht wird. Nur Shermeen Williams, eine junge Botanikerin, wird in die Pyramide eingelassen. Sie hatte nämlich jüngst eine seltsame Begegnung: Ein immaterieller Unbekannter hatte Kontakt mit ihr aufgenommen. Sein Name ist Vindrus, und er lebt in einem Paralleluniversum, das ganz aus Antimaterie besteht. Er lockt Shermeen ins Innere einer Apparatur, mit der sie ins Anitmaterie-Universum transferiert wird, damit Vindrus ihren Platz einnehmen kann. Das gleiche Schicksal sollen alle Alphaner erleiden, denn das Volk, dem Vindrus angehört, entwickelt sich im Rahmen einer umgekehrten Evolution immer weiter zurück. Die Flucht ins normale Universum wäre die einzige Überlebenschance dieses Volkes.

40. DER BÖSE ZAUBER
Als Commander Koenig und Tony Verdeschi ein fremdes Raumschiffswrack untersuchen, stürzt der Mond in eine Art Raumverzerrung und wird zu einer Position geschleudert, die weit außerhalb der Reichweite von Koenigs Adler liegt. Während Koenig und Tony das Raumschiffswrack untersuchen, um dort vielleicht Treibstoffvorräte zu ergattern, erkrankt Maya in der Mondbasis an einem Fieber und verliert die Kontrolle über ihre gestaltwandlerischen Fähigkeiten. Sie tobt durch die Mondbasis, wobei sie die Gestalt verschiedener Ungeheuer annimmt.

41. BESUCH VON DER ERDE? TEIL 1 (Deutsche Erstveröffentlichung)
42. BESUCH VON DER ERDE? TEIL 2 (Deutsche Erstveröffentlichung)
Ein Schiff von der Erde erreicht die Mondbasis Alpha. Es ist eines von vielen neu entwickelten Raumfahrzeugen, die mit Überlichtgeschwindigkeit fliegen können. Das behaupten jedenfalls die Leute, die an Bord dieses Schiffes sind. Seltsamerweise sind die Besucher von der Erde alle ausschließlich alte Bekannte und Angehörige der Besatzungsmitglieder von Alpha. Die Wiedersehensfreude ist natürlich groß, und sie wird noch gesteigert durch die Nachricht, daß die Alphaner bald zur Erde werden zurückkehren können. Nur John Koenig kann sich nicht freuen. Wegen eines seltsamen Anfalls von geistiger Umnachtung, bei dem der Commander eine Bruchlandung mit einem Adler gemacht hat, wurde Koenig an eine Maschine angeschlossen, mit der mögliche Hirnschäden behandelt werden können. Wegen dieser Behandlung ist Koenig in der Lage zu sehen, was sich wirklich hinter den angeblichen Besuchern von der Erde verbirgt: Es sind scheußliche Aliens, die die Wahrnehmung der Menschen manipulieren und ihnen Trugbilder vorgaukeln können. Natürlich stößt Koenig mit dieser Geschichte nur auf Unglauben. Ihm bleibt nur wenig Zeit, seine Leute zu überzeugen, denn die Aliens planen die Sprengung der Atommüll-Depots. So wollen sie die Energie gewinnen, die ihnen zum Überleben fehlt.

43. GESTALTENWANDLER (Deutsche Erstveröffentlichung)
Alarm in der Mondbasis Alpha: Während Commander Koenig irgendwo im All unterwegs ist, wird auf Alpha das Signal der "universellen Seuchenwarnung" aufgefangen, und das Schiff, von dem diese Warnung ausgeht, nähert sich dem Mond. Die Kommandantin des unbekannten Seuchenschiffs, Sahala, nimmt Kontakt mit Alpha auf und erbittet Landeerlaubnis. Eine Frau ihrer Crew sei getötet worden, eine andere schwer verletzt. Die Landeerlaubnis wird erteilt, als Sahala versichert, die Seuche sei unter Kontrolle und könne sich nicht ausbreiten. Was dahinter steckt, stellt sich schnell heraus: Sahalas Schiff hatte den Auftrag, einen Kriminellen zu einem Exilplaneten zu transportieren. Dieser angebliche Verbrecher ist Dorzak, ein Artgenosse Mayas vom Planeten Psychon. Natürlich ist Maya geradezu versessen darauf, mit ihm zu sprechen, denn außer ihm und ihr gibt es keine weiteren Überlebenden des Untergangs Psychons. Maya glaubt nicht, daß Dorzak irgend ein Verbrechen begangen haben könnte. Die Aussagen des verletzten Besatzungsmitglieds von Sahalas Schiff lassen darauf schließen, daß Dorzak unschuldig ist und daß Sahala selbst ihr Crewmitglied getötet hat. Niemand ahnt, daß Dorzak andere Intelligenzwesen geistig beeinflussen kann. Die einzige Person, die davor geschützt ist, ist Sahala.

44. TÖDLICHE STRAHLUNG (Deutsche Erstveröffentlichung)
Seltsame Phänomene stören den Arbeitsalltag in der Mondbasis Alpha. Diverse Geräte versagen den Dienst, Commander Koenig wird von Visionen verfolgt, in denen er zwei Kameraden sieht, für deren Tod er verantwortlich zu sein glaubt. Dann kommt es zu einem unerklärlichen Todesfall. Eine junge Frau kommt ums Leben, als in dem Raum, in dem sie sich befindet, eine unsichtbare Kraft zu toben beginnt. Möglicherweise liegt die Ursache für diese Phänomene in einer seltsamen Erscheinung, die im All aufgetaucht ist, denn von dieser Erscheinung gehen Lambda-Wellen aus - und Dr. Russell glaubt, daß durch die Lambda-Wellen möglicherweise PSI-Kräfte freigesetzt werden. Während sie ein Besatzungsmitglied nach dem anderen auf "übernatürliche" Fähigkeiten testet, kommt es zu einem weiteren Todesfall, der dem ersten ähnelt. Tony Verdeschi hegt den Verdacht, daß es sich um Mord handeln könnte, denn beide Opfer waren in ein Beziehungsdrama verwickelt...

45. JAGDSPIELE (Deutsche Erstveröffentlichung)
Commander Koenig und ein weiterer Alphaner untersuchen einen Planeten mit Sauerstoffatmosphäre. Seltsamerweise finden sie dort nur Tote vor und als ein Fremder in einer Art Transmitter erscheint, bricht auch der kurz darauf tot zusammen. Als Koenig und sein Begleiter den Mond des Planeten anfliegen, der ebenfalls eine atembare Atmosphäre hat, stürzt ihr Adler ab. Unversehens finden die beiden sich mitten in einer Jagd wieder: Eine Gruppe bewaffneter Frauen fängt einen einzelnen Mann ein. Koenig ahnt nicht, daß dieser Mond nichts anderes ist als eine Strafkolonie des Planeten, und daß sich die Macht der Beherrscherin dieser Kolonie darauf gründet, daß sie entscheiden kann, wer den Transmitter zum Planeten benutzen darf. Nur sie allein weiß, daß man dort nicht überleben kann. Die Frage ist nur: Warum sind die beiden Alphaner nicht auf dem Planeten gestorben?

46. DIE MEUTEREI
Als der Mond sich wieder einmal einem möglicherweise bewohnbaren Planeten nähert, verhängt Commander Koenig wegen der vielen Enttäuschungen der letzten Zeit erst einmal eine Nachrichtensperre, um falsche Hoffnungen zu vermeiden. Damit erzielt er aber das genaue Gegenteil, jedenfalls bei einem Erkundungsteam, dessen Leiter Greg Sanderson eine Weissagung erhalten zu haben glaubt, der zufolge der unbekannte Planet bewohnbar sein soll. Sanderson glaubt, Koenig halte diese Information nur zurück, um sein "tyrannisches Regime" auf Alpha weiter aufrecht erhalten zu können. Es kommt zu einer Meuterei, die aber rasch niedergeschlagen werden kann. In Wirklichkeit, so finden Koenig und Carter bei einem Erkundungsflug heraus, ist der Planet lebensfeindlich - und der Mond befindet sich auf direktem Kollisionskurs!

47. ZORANS SCHICKSAL
Die Alphaner untersuchen einen Planeten, der ideale Lebensbedingungen für Menschen zu bieten scheint. Doch plötzlich verwandelt sich das Wasser in Gift, das gleiche geschieht mit allen eßbaren Pflanzen und auch die Luft verändert sich: Sie wird bald nicht mehr atembar sein und sie zersetzt jegliches Metall innerhalb kürzester Zeit. Das Erkundungsteam sitzt somit auf dem Planeten fest und kann nicht von Alpha aus gerettet werden, denn jeder Adler, der zu landen versuchte, würde sofort von der Atmosphäre zerfressen werden. Es scheint fast so, als würde der Planet sich wie ein einziger großer Organismus gegen die Eindringlinge wehren, die für ihn das gleiche sind wie Krankheitserreger für Menschen. Tony Verdeschi wird auf dem Planeten von einer seltsamen Lichterscheinung geblendet und benimmt sich seitdem wie ein Wahnsinniger. Er greift seine Kameraden an und versucht Commander Koenig zu töten. Die einzige Chance des Erkundungsteams, dem Tod zu entkommen, scheint in den unter Felsen verborgenen Hinterlassenschaften eines unbekannten Volkes zu liegen, doch der Zugang ist versperrt...

48. DIE LETZTE IHRER ART (Deutsche Erstveröffentlichung)
Ein unbekanntes Raumschiff nähert sich dem Mond und scannt alle Alphaner. An Maya scheinen die Fremden besonderes Interesse zu finden. Sie hat auch eine Erklärung dafür: Es ist ein Schiff vom Planeten Dorcon, und dessen Bewohner waren einst die schlimmsten Feinde ihres Volkes. Sie sind das mächtigste Volk der Galaxis und haben die Bewohner des Planeten Psychon gnadenlos gejagt, um sie für Organtransplantationen zu mißbrauchen. Das ist auch das Ziel der Dorcons, die jetzt Kontakt mit der Mondbasis aufnehmen. Das Oberhaupt der Dorcons, der Archon, ist alt. Sein Hirnstamm wird demnächst aufhören zu funktionieren - er wird sterben. Würde man ihm aber Mayas Hirnstamm implantieren, wäre er unsterblich, denn die Funktionsunfähigkeit des Hirnstamms ist die einzige Todesursache bei den Dorcons, und die Hirnstämme von Psychons "funktionieren" praktisch für unbegrenzte Zeit. Natürlich ist Commander Koenig nicht bereit, Maya (die ihn anfleht, sie zu töten) auszuliefern. Umgehend beginnen die Dorcons mit der Bombardierung der Mondbasis...

Die Episoden:

Eigentlich muß ich hier nicht mehr viel schreiben - es gilt im wesentlich das gleiche, was ich schon zu Box Vol. 3 geschrieben habe. Die zweite Hälfte der zweiten Staffel enthält womöglich noch bescheuertere Episoden als alle vorherigen Staffeln. Ein Musterbeispiel für die schlecht zusammengeschusterten, unlogischen und vor allem teilweise langweiligen Storys ist Episode 40. Da wurden einfach zwei total zusammenhanglose, an und für sich schon wirre Geschichten in einen Topf geworfen - heraus kam eine völlig sinnlose Episode, in der auch noch einige ziemlich schaurig-lächerliche Maya-Verwandlungs-Kostüme verwendet wurden. Besonders schade ist all das deshalb, weil die Schauspieler sich immer noch enthusiastisch ins Zeug legen und weil es immer wieder beeindruckende Special Effects zu bestaunen gibt. Gerade in Episode 40 sind solche Szenen zu sehen: Maya versucht, einen Adler im Inneren eines Hangars zu starten. So bekommt man auch wieder einmal neue Bereiche der Mondbasis zu sehen.

Die Doppelfolge 41/42 ist eigentlich keine "echte" deutsche Erstveröffentlichung. Ein Zusammenschnitt beider Episoden in Spielfilmlänge wurde nämlich tatsächlich bereits einmal im TV ausgestrahlt, aber dabei sind natürlich einige Szenen der Schere zum Opfer gefallen - auf der DVD liegen diese Episoden, wie alle anderen auch, in voller Länge vor.

"Zorans Schicksal" ist zwar erst die vorletzte Episode der Serie, aber es ist die letzte Episode, die in Deutschland ausgestrahlt worden ist - und das seinerzeit (bei der Erstausstrahlung) auch noch unvollständig! Wegen einer Wahlsendung war die Episode nämlich mittendrin einfach unter- bzw. abgebrochen worden. Man hatte stattdessen die aktuellen Hochrechnungen der Wahl gezeigt, aber danach wurde die Episode nicht fortgesetzt! Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich mich damals geärgert habe - und wie sauer ich war, weil ich zu spät erfahren hatte, daß die fehlenden Szenen in der Sendung "Die Drehscheibe" wiederholt worden waren! Die definitiv letzte Episode der Serie, "The Dorcons" ("Die letzte ihrer Art"), ist aber auch kein "richtiges" Ende für diese ungewöhnliche SF-Serie. "Mondbasis Alpha 1" hat nie einen echten Abschluß erhalten, vielleicht ist der Mond ja immer noch unterwegs...

Die DVD:

Endlich bekommt man bei den Specials mal Interviews aus der damaligen Zeit zu sehen. Lustig: Während Martin Landau und Catherine Schell dem Interviewer am Set von "Die andere Seite" Rede und Antwort stehen, gehen im Hintergrund die Dreharbeiten weiter. Besonders aussagekräftig sind diese beiden Interviews aber leider nicht. Etwas interessanter ist das Interview mit Special Effects-Designer Brian Johnson, der einiges zu den Trickaufnahmen mit Adler-Raumschiffen erklärt. Das zweite Interview mit Catherine Schell ist nicht zeitgenössisch, es wurde 1993 in ziemlich erbärmlicher Heimvideo-Qualität aufgenommen. Interessant ist es trotzdem, weil man etwas über die Rivalitäten zwischen Schell und Barbara Bain sowie über eine Casting-Scharade für die Rolle der Maya infolge dieser Animositäten erfährt: Bain war wohl eifersüchitg auf Schell...

Diese Box ist die einzige der Serie mit Booklet. Dieses fällt dafür recht umfangreich aus. Es enthält Biografien und Bilder der Hauptpersonen mit Informationen, die teilweise nicht aus der Serie stammen, sondern aus einem 1977 veröffentlichten Buch zur Serie. Man erfährt einiges über das Schicksal der Hauptpersonen, die mit dem Ende der ersten Staffel aus der Serie verschwunden sind. Prof. Bergman soll demzufolge wegen eines Defekts an einem Raumanzug ums Leben gekommen sein, Paul Morrow ist angeblich bei einer Mission zur Rettung der Mondbasis verschollen. Außerdem wird im Booklet nochmals die Geschichte vom unterschlagenen Ende der letzten in Deutschland ausgestrahlten Episode (siehe oben) erzählt.

Weiterhin kommt im Booklet Ralf E. Hopf, der Autor der Fanfiction-Story "Die lange Finsternis" zu Wort. Diese Story befindet sich als Datei im PDF-Format auf DVD 16. Um sie lesen zu können, braucht man einen PC oder Mac und den Adobe Reader - mit dem normalen DVD-Player erhält man keinen Zugriff auf diese Datei. Die Story ist satte 192 Seiten lang (!) und versucht auf unterhaltsame Weise eine Verknüpfung zwischen Season 1 und Season 2 herzustellen. R.E. Hopf schildert die Ereignisse, die zu den Veränderungen bei den Hauptpersonen und zum veränderten Look der ganzen Serie geführt haben. Nach seiner Story war z.B. Tony Verdeschi bei der Explosion der Atommülldepots (Episode 1) schwer verletzt worden und hatte die ganze Zeit bis zum Besuch des Planeten Arkadia (Episode 24) im Tiefschlaf verbracht. Der Stil der Story macht stellenweise einen etwas amateurhaften Eindruck und Hopf kommt auch öfters mit den Zeitformen und der Rechtschreibung durcheinander. Aber sie ist kenntnisreich geschrieben, fängt den Ton sowie die typische Stimmung der Serie gut ein und enthält zahlreiche Querverbindungen zu vielen andere Episoden - und zur Fernsehserie "UFO", die als Vorläufer von "Mondbasis Alpha 1" angesehen werden kann.

Ich hatte gehofft, als Special in dieser Box den Kurzfilm "Die letzte Nachricht von Mondbasis Alpha 1" vorzufinden. Anläßlich des Breakaway-Cons vom September 1999 in Los Angeles war nämlich ein kurzer Fanfilm gezeigt worden, in dem Sandra Benes sich von der Mondbasis meldet und mitteilt, die Alphaner hätten nach einer 20-jährigen Odyssee endlich einen bewohnbaren Planeten gefunden, auf dem sie bleiben könnten. Besonders interessant dabei ist, daß der Film 20 Jahre nach dem Ende der Serie entstanden ist und daß tatsächlich Zienia Merton (deutlich gealtert) vor sehr echt aussehenden Kulissen auftritt. Leider ist dieser Film nicht auf der DVD, es gibt lediglich ein paar Textinformationen zum Con und zum Film sowie ein Bild daraus zu sehen. Sehr schade.

Noch ein Wort zur deutschen (Neu-)Synchronisation. Generell kann man sagen, daß sie einigermaßen gelungen ist - aber sobald es zu einer der in Season 2 allzu häufigen Szenen mit ohnehin schon peinlichem Humor kommt, wird die Synchronisation geradezu unerträglich. Manche Nebenrolle hat wieder eine Stimme erhalten, die zumindest... nun... fragwürdig ist. Dafür klingt der deutsche Ton erheblich klarer und kräftiger als das englische Original. Der englische Ton klingt teilweise so dumpf, daß man kaum ein Wort versteht.

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