Mondbasis Alpha 1


Mondbasis Alpha 1 Vol. 2 (GB 1975 - 1976)

DVD - Regionalcode 2, e-m-s
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: Ca. 50 Min. pro Episode

Extras:
- Alte deutsche Titel- und Endsequenzen
- Schnittlisten mit Szenenbeschreibungen
- "Ein Blick hinter die Kulissen" - Original-Mini-Dokumentation von 1974
- Interview mit Ursula Heyer
- Biografien / Filmografien der Gaststars
- "Die vergangene Zukunft" (Text)
- "Alien Attack - Serienfolgen werden zum Kinofilm" (Text)
- Teaser und Trailer zu "Alien Attack"
- Mondbasis Alpha 1 - Eiswerbespot
- "Rückblick - Das Mondbasis Alpha 1 Sammelalbum"
- "Extraterrestrische Grüße" (Text - Danksagungen)
- Slideshow mit internationalen Merchandising-Produkten

Regie:
Siehe Einzelepisoden

Hauptdarsteller:
Martin Landau (John Koenig, Commander der Mondbasis Alpha)
Barry Morse (Prof. Victor Bergman, Chefwissenschaftler von Alpha)
Barbara Bain (Dr. Helena Russell, leitende Ärztin von Alpha)
Prentis Hancock (Paul Morrow, Controller in der Kommandozentrale und Stellvertreter des Commanders)
Nick Tate (Alan Carter, Captain des Aufklärungsteams, Adlerpilot)
Zienia Merton (Sandra Benes, Datenanalystin)
Clifton Jones (David Kano, Computerspezialist)
Anton Phillips (Dr. Bob Mathias, Stellvertreter von Dr. Russell)
Gaststars siehe Einzelepisoden




Inhalt:

Die Box enthält die zweite Hälfte der ersten Staffel der Fernsehserie "Mondbasis Alpha 1" auf vier DVDs.

Übersicht der Bildergalerien zur Serie

Zur Vorgeschichte siehe Inhaltsangaben zu Ep. 1 bis 12.

1.13: Auf gefährlichem Kurs (Collision Course) Regie: Ray Austin

Zur Abwehr eines großen Asteroiden, der sich auf Kollisionskurs mit dem Mond befindet, müssen zwölf Atomsprengköpfe auf dem Himmelskörper platziert werden. Alan Carter lenkt einen der hierfür eingesetzten Adler und gerät in Schwierigkeiten, denn der Antrieb funktioniert nicht richtig, die Sprengkopf lässt sich nicht ausklinken und der Countdown läuft. Nur durch eine Überschreitung des Zeitplans kann Alans Leben gerettet werden. Durch die Sprengung des Asteroiden entsteht ein Strahlungsfeld, das sich über den Mond legt und jegliche Ortung verhindert. Der Kontakt mit Alans Adler 1 bricht ab. Commander John Koenig geht persönlich auf Rettungsmission. Adler 1, nur leicht beschädigt, wird aufgespürt und zurück zur Mondbasis bugsiert. Alan ist leicht verletzt. Er wird zur Krankenstation gebracht, wo er - wie schon zuvor im Adler - Visionen von einer verschleierten Fremden hat. Dr. Helena Russell hält dies für Folgen einer Strahlungsvergiftung. Koenig hat bei der Rettungsmission festgestellt, dass sich ein Planet auf den Mond zubewegt. Die Sprengung eines so großen Himmelskörpers ist ausgeschlossen, aber mit einigen zwischen ihm und dem Mond gezündeten Nuklearminen müsste sich eine Schockwelle erzeugen lassen, durch die der Kurs des Mondes so geändert wird, dass er an dem Planeten vorbeiführt. Während Prof. Victor Bergman mit den Vorbereitungen für "Operation Schockwelle" beginnt, fliegt Koenig mit einem Adler zu dem Planeten. Es wurde festgestellt, dass dort Leben möglich wäre. Eine Umsiedlung der Alphaner kommt als Plan B in Betracht. Doch genau an der Stelle, die zur Platzierung der Minen vorgesehen ist, befindet sich ein riesiges Raumschiff. Koenigs Adler wird unaufhaltsam in einen Hangar dieses Schiffes gezogen.

Während die Führungscrew der Mondbasis in Betracht zieht, die Minen dennoch zu zünden, spricht Koenig mit dem einzigen sichtbaren Besatzungsmitglied des fremden Schiffes. Es ist eine alte Frau, die sich als Arra (Margaret Leighton) vorstellt, Königin des sich auf den Mond zu bewegenden Planeten Atheria. Arra hat die Ankunft des Mondes vorhergesehen. Ihrer Meinung nach ist es den Alphanern vorherbestimmt, durch das All zu reisen und ferne Welten zu besiedeln. Durch die Kollision mit Atheria wird der Mond nicht vernichtet werden. Dieses Ereignis soll ein Katalysator sein, der es Arras Volk ermöglicht, sich zu einer körperlosen Existenzform weiterzuentwickeln. "Operation Schockwelle" darf unter keinen Umständen durchgeführt werden. Als Koenig mit dieser Forderung zur Mondbasis zurückkehrt, glaubt man ihm nicht, denn es gibt keinen Beweis für seine Behauptungen. Helena glaubt, dass er wie Alan an den Folgen von Strahlenkrankheit leidet. Koenig wird ruhiggestellt und in seinem Quartier eingesperrt, doch Arra nimmt mentalen Kontakt mit ihm auf und warnt ihn. Er befreit sich und dringt mit Alans Hilfe in die Kommandozentrale ein. Mit vorgehaltener Stun Gun hält er Paul Morrow davon ab, die Minen zu zünden. Es kommt zu einem Handgemenge. Helena greift nach dem Zündschalter, doch es ist schon zu spät. Luna und Atheria berühren sich. Der Planet verschwindet. In der Mondbasis entstehen nur kleinere Schäden. Nachdem alles überstanden ist, entschuldigt sich Helena bei Koenig. Er beruhigt sie; in ihrer Position hätte er nicht anders gehandelt.


Mondbasis Alpha 1

Der Planet Atheria, im Vordergrund einige Nuklearminen


1.14: Ultima Thule (Death's Other Dominion) Regie: Charles Crichton

Der Mond nähert sich einem Planeten mit atembarer Atmosphäre, auf dem die Temperatur selbst tagsüber bei minus 60 Grad Celsius liegt. Die Alphaner können sich nicht vorstellen, dass es Leben in dieser Eishölle gibt und sind sehr erstaunt, als sich jemand per Funk meldet. Der Unbekannte bezeichnet den Planeten Ultima Thule als "verlorenes Paradies". Der Kontakt bricht infolge atmosphärischer Störungen ab. Dasselbe geschieht, als Koenig, Helena, Bergman und Alan mit einem Adler auf dem Planeten landen. Die vier Alphaner suchen vergeblich nach der Quelle des Funksignals. Sie werden in einem Schneesturm getrennt und geraten in Lebensgefahr. Alan schlägt sich mit letzter Kraft zum Adler durch. Da er seine Gefährten für tot hält, kehrt er zur Mondbasis zurück. Koenig, Helena und Bergman wurden jedoch von den Bewohnern Ultima Thules gerettet und in deren subplanetare Heimstatt geführt. Nachdem sie sich erholt haben, erfahren die Alphaner, dass ihre Gastgeber Überlebende einer vor vierzehn Jahren verschollenen Uranus-Expedition sind. Oberhaupt ist Dr. Cabot Rowland (Brian Blessed). Jack Tanner, der Kommandant des Uranus-Raumschiffes, ist nicht zurechnungsfähig. Er benimmt sich wie eine Art Hofnarr und stößt kryptische Warnungen aus. Er hat manchmal Momente geistiger Klarheit sowie Visionen von der Zukunft. Rowlands Leute wissen nicht, wie sie nach Ultima Thule gelangt sind. Sie haben sich an die harschen Umweltbedingungen angepasst. Die Alphaner werden freundlich behandelt. Sie ahnen nicht, dass Rowland die Funkanlage sabotiert, so dass weiterhin kein Kontakt mit der Mondbasis hergestellt werden kann.

Helena und Bergman sind fasziniert, als sie erfahren, dass auf Ultima Thule 880 Jahre vergangen sind. Die dort lebenden Menschen altern nicht, sind aber unfruchtbar. Rowland erklärt, dass sich das Geheimnis der Unsterblichkeit jetzt enträtseln lassen müsste, da er vergleichende Untersuchungen mit den sterblichen Alphanern anstellen kann. Dann könnten die Thulianer und Alphaner gemeinsam mit einem Raumschiff, an dem Rowlands Leute seit geraumer Zeit arbeiten, von Stern zu Stern reisen. Tanner und eine Frau namens Freda warnen die Alphaner. Nur Koenig hört ihnen zu. Tanner zeigt ihm die in einer separaten Höhle dahinvegetierenden Ergebnisse von früheren fehlgeschlagenen Experimenten Rowlands. Diese Menschen sind zu hirnlosen Zombies geworden. Tanner selbst ist diesem Schicksal nur knapp entronnen. Dabei hat sich sein Geist verwirrt. Koenig kann gerade noch verhindern, dass Rowland ein Experiment mit Bergman durchführt. Gleichzeitig attackieren Tanner, Freda sowie einige andere nicht mit Rowlands Machenschaften einverstandene Thulianer das Labor und zerstören die Versuchsanordnung. Sowohl Rowland als auch Bergman und Helena sind davon überzeugt, dass das Experiment erfolgreich verlaufen wäre.

Wenig später landen Alan und Dr. Bob Mathias, um nach Koenig und den beiden anderen zu suchen. Auch sie würden lieber die Unsterblichkeit auf Ultima Thule genießen als weiter mit dem Mond, der sich in wenigen Tagen von dem Planeten entfernen wird, auf Irrfahrt zu gehen. Koenig schlägt eine Abstimmung vor. Entweder sollen alle Alphaner nach Ultima Thule umsiedeln oder keiner. Rowland möchte auf Luna für die Umsiedlung werben und fliegt mit. Kaum ist der Adler im All, verwandelt sich Rowland in eine schnell verwesende Leiche. Offensichtlich können die Unsterblichen ihre neue Heimat nicht verlassen. Die Alphaner empfangen eine letzte Funkbotschaft Tanners, der zufolge sich die Thulianer jetzt ganz darauf konzentrieren wollen, die "Zombies" zu heilen.


Mondbasis Alpha 1

Dr. Cabot Rowland


1.15: Die Steinzeitfalle (The Full Circle) Regie: Bob Kellett

Die Alphaner haben nur drei Tage Zeit, um den erdähnlichen Planeten Retha zu erkunden, an dem der Mond gerade vorbeifliegt. Als der Kontakt zum Landeteam abbricht, wird der Adler per Fernsteuerung zur Mondbasis zurückgeholt. Der einzige Passagier ist tot - und es scheint sich um einen primitiven Höhlenmenschen zu handeln. Ein Rettungsteam wird nach Retha entsandt. Koenig und Helena nehmen persönlich an der Mission teil. Alan und Sandra leisten mit einem zweiten Adler Luftunterstützung. Wenig später melden sich auch Koenig und seine Teammitglieder nicht mehr. Alan landet und sieht sich in der Umgebung um. Er wird von Höhlenmenschen attackiert. Das Signal seines Commlocks rettet ihm das Leben. Die Höhlenmenschen sind abgelenkt und lassen Alan liegen. Währenddessen haben sich Bergman und Kano auf den Weg zum Planeten gemacht. Als sie landen und den anderen Adler untersuchen, ist Sandra verschwunden. Die Höhlenmenschen haben sie entführt. Nur Alan ist noch anwesend.

Die Primitiven halten Sandra in ihrer Höhle gefangen. Das Stammesoberhaupt und ein anderer Mann streiten um die junge Frau. Sandra traut ihren Augen nicht, als sie den Anführer und dessen Gefährtin für einen Moment genauer ansehen kann: Die beiden haben eine verblüffende Ähnlichkeit mit Koenig und Helena. Als sich das Stammesoberhaupt über Sandra hermachen will, schlägt sie ihn mit einem Felsbrocken nieder und flieht. Sie bricht entkräftet im Wald zusammen, wo sie am nächsten Morgen von den Höhlenmenschen gefunden wird. Sie landet in der Höhle und soll nun über kleiner Flamme geröstet werden. Bergman, Kano und Alan suchen nach ihren Freunden. Als sie sich einer nebelverhangenen Schlucht nähern, erinnert sich Alan daran, dass die letzte von Koenig und dem Rettungsteam erhaltene Meldung besagt, man wolle eine Nebelzone durchqueren. Alan nimmt an, dass der Nebel etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat. Man umfährt die Schlucht und erreicht die Höhle. Dort wird der halbtote Anführer für das Begräbnis vorbereitet. Die Alphaner dringen in die Höhle ein. Alan findet blutverschmierte Fetzen von Sandras Kleidung und befürchtet das Schlimmste. Ein Schuss löst sich. Der Anführer läuft panisch davon, wobei er die Nebelzone durchquert. Während Alan tiefer in die Höhle eindringt, verfolgen die beiden anderen den Anführer. Erneut umgehen sie den Nebel. Auf der anderen Seite finden sie ihren schwer verletzten Commander.

Koenig wird zur Mondbasis gebracht. Dort präsentiert Dr. Mathias das Ergebnis der Autopsie des im Adler gefundenen toten Höhlenmenschen. Zahnschema und Fingerabdrücke lassen keinen Zweifel daran, dass der Mann ein Mitglied des ersten Erkundungsteams war. Koenig zieht die richtigen Schlüsse: Wer die von Nebel erfüllte Schlucht in Richtung Höhle durchquert, durchläuft eine Rückentwicklung und endet auf dem Entwicklungslevel eines Cro-Magnon-Menschen. Man eilt zurück nach Rehta. Koenig kann gerade noch verhindern, dass Alan, der die Wahrheit noch nicht kennt, mit seiner auf Töten gestellten Stun Gun auf die verwandelte Helena schießt. Gemeinsam retten die Alphaner Sandra. Sie treiben sämtliche Verwandelten aus der Höhle und in die Schlucht. Wie erhofft verwandeln sich alle zurück. Keiner von ihnen kann sich an die Zeit in der Höhle erinnern.


Mondbasis Alpha 1

Helena und Koenig als Höhlenmenschen


1.16: Unsterblich (End of Eternity) Regie: Ray Austin

Die Alphaner erkunden einen Asteroiden, der seit mindestens 1000 Jahren durch den interstellaren Raum fliegt. Messungen belegen, dass es einen Raum mit atembarer Atmosphäre im Inneren des riesigen Gesteinsbrockens gibt. Eine Luftschleuse wird freigelegt. Die Alphaner dringen ins Innere des Asteroiden ein. Dabei kommt es zu einer Explosion, durch deren Wucht der einzige Bewohner - ein überdurchschnittlich großes humanoides Wesen - schwer verstümmelt wird. Der Außerirdische wird in die Mondbasis gebracht, wo er noch auf dem Operationstisch stirbt. Als Helena wenig später eine Autopsie vornehmen will, ist der Körper des Fremden völlig unversehrt, der Mann lebt. Es wird festgestellt, dass sich seine Zellen extrem schnell regenerieren. Der Fremde kommt zu sich, bricht aus und verletzt einige Wachen, die seiner enormen Körperkraft nichts entgegenzusetzen haben. Selbst auf Töten eingestellte Stun-Guns haben keinen Effekt auf den Außerirdischen. Dieser wird friedlich, redet die Alphaner in deren Sprache an und stellt sich als Balor (Peter Bowles) vom Planeten Progron vor. Er sagt, er habe sich nur selbst verteidigt. Balor erklärt, sein Volk habe Unsterblichkeit erlangt, doch ohne Angst vor dem Tod sei es zu einer Degeneration gekommen. Um seinesgleichen aus der Apathie zu reißen, habe er mit einigen Gleichgesinnten vergeblich versucht, den Prozess umzukehren. Zur Strafe für seine Bemühungen sei er in dem Asteroiden eingeschlossen worden, den man daraufhin ins All geschossen habe.

Koenig nimmt Balor als Gast in der Mondbasis auf, glaubt seine Geschichte aber nicht. Schon bald zeigt Balor sein wahres Gesicht. Er meint, man könne das Leben nur wirklich schätzen, wenn man den Tod fürchtet. Deshalb hat Balor Angst und Schrecken unter seinem Volk verbreitet, ist aber gescheitert, weil seine Artgenossen wie er selbst praktisch unverwundbar sind. In den sterblichen Menschen glaubt Balor bessere Versuchsobjekte gefunden zu haben. Er freut sich darauf, die Ewigkeit mit der Folterung der Alphaner zu verbringen, doch diese weigern sich, Balors "Philosophie" zu akzeptieren. Daraufhin richtet Balor wahllos Zerstörungen in der Mondbasis an. Koenig steht vor einem unlösbaren Problem. Wie tötet man einen Unsterblichen? Koenig kommt auf die Idee, Balor aus einer Luftschleuse zu schleudern. Er bietet sich selbst als Köder an und gerät in große Gefahr, als Balor die Geduld mit ihm verliert. Doch dann gelingt es Paul, die innere Schleusentür im richtigen Moment per Fernsteuerung zu schließen und die äußere zu öffnen. Balor wird von der entweichenden Luft in den Weltraum geschleudert. Anschließend wird der Asteroid durch Laserbeschuss vernichtet. Der Brocken regeneriert sich nach einiger Zeit vollständig ...


Mondbasis Alpha 1

Balor


1.17: Angriff aus dem Weltall (War Games) Regie: Charles Crichton

Der Mond bewegt sich durch ein Doppelsonnensystem mit einem Planeten, auf dem eine hoch entwickelte Zivilisation existiert. Die Funkrufe der Alphaner bleiben unbeantwortet. Dann kommt es zu einem Überraschungsangriff durch mehrere Raumjäger und einen Bomber. Alle Schiffe ähneln verblüffend irdischen Modellen; tatsächlich gleichen die Jäger den bekannten Einheiten vom Typ Hawk Mark IX bis ins Detail. Beim Abwehrkampf werden mehrere Adler vernichtet. In letzter Sekunde kann Alan den feindlichen Bomber abfangen. Ein Großteil der Mondbasis liegt in Schutt und Asche. Ungefähr 130 Menschen sind gestorben. Der Rest hat keine Überlebenschance, denn Energieversorgung, Recyclinganlagen und andere wichtige Einrichtungen sind funktionsunfähig und können nicht schnell genug repariert werden. Die Alphaner haben keine Wahl; sie müssen Zuflucht auf dem Planeten suchen, von dem der verheerende Angriff ausgegangen ist. Koenig und Helena brechen mit einem Adler zu Friedensverhandlungen auf. Die Planetenbewohner melden sich und bringen den Adler ferngesteuert zur Landung in einer großen Stadt. Dort stehen Koenig und Helena zwei menschenähnlichen Wesen gegenüber, die den Alphanern keine Zuflucht gewähren wollen, weil sie sie für zu gefährlich halten. Koenig reagiert aggressiv, beschädigt einige Kontrolleinrichtungen und wird niedergeschossen. Helena bleibt defensiv und erhält weitere Informationen. Die Fremden erklären, dass es in ihrer Welt keine Furcht gibt. Ihre Zivilisation hat sich zu einer Art Bewusstseinskollektiv weiterentwickelt, welches durch die primitiven Emotionen der Menschen zerstört werden würde. Helena darf am Kollektiv teilhaben. Mit der Kraft ihres Geistes erweckt sie Koenig wieder zum Leben. Er wird nicht an der Rückkehr zum Adler gehindert. Helena bleibt auf dem Planeten zurück.

Währenddessen ist die Operation Exodus in vollem Gange. Notfalls wollen die Alphaner um einen Platz auf dem Planeten kämpfen, doch so weit kommen sie gar nicht. Der Planet wird durch eine Energiebarriere geschützt. Ein Adler mit Koenig und Alan an Bord wird zerstört. Alan stirbt, Koenig treibt hilflos mit zur Neige gehendem Sauerstoffvorrat durchs All. Durch Geisteskraft wird er auf den Planeten versetzt. Als einer der beiden Fremden sich ihm nähert, feuert Koenig seine Stun-Gun ab. Der gesamte Gebäudekomplex geht in einer Kettenreaktion unter. In den Trümmern findet Koenig Helena, sie ist am Leben. Koenig gibt den anderen Adlern den Befehl zum Umkehren. Plötzlich ist alles wie kurz vor dem Angriff der Hawks. Im letzten Moment hindert Koenig Alan daran, auf die Hawks zu feuern. Diese verschwinden, als ob sie nie existiert hätten. Einer der Fremden meldet sich. Die letzten Geschehnisse waren eine Illusion. Den Alphanern sollte lediglich vor Augen geführt werden, was sie mit ihren auf irrationalen Ängsten basierenden Handlungen angerichtet hätten. Zu diesem Zweck wurde ihre eigene Furcht gegen sie gewendet. Eine Besiedlung des Planeten kommt nicht in Betracht.


Mondbasis Alpha 1

Ein Hawk Mark IX greift an


1.18: Zwischen zwei Planeten (War Games) Regie: Bob Kellett

Die Planeten Betha und Delta umkreisen dasselbe Zentralgestirn auf gegenüberliegenden Seiten. Die Bewohner des einen Planeten können den anderen nicht sehen, weil die Sonne immer zwischen ihnen steht. Dennoch führen Bethaner und Deltaner Krieg gegeneinander. Der Kriegszustand herrscht schon seit so langer Zeit, dass sich niemand daran erinnert, aus welchen Gründen es überhaupt zu dem Konflikt gekommen ist. Als der Mond in das System eintritt, sehen die Bethaner ihre Chance für einen Überraschungsangriff gekommen. Dione (Caroline Mortimer) erhält von ihrer Oberkommandierenden Theia den Auftrag, mit dem Schlachtschiff Satazius auf dem Mond zu landen und diesen als Plattform für den Beschuss Deltas mit Raketen zu nutzen - aufgrund der Sonnengravitation kommt ein direkter Beschuss von Betha aus nicht in Betracht. Mittels der überlegenen Technik der Satazius legen die Bethaner alle Verteidigungseinrichtungen Alphas sowie den Zentralcomputer schon beim Anflug lahm, so dass sie ihren Plan ungehindert verwirklichen können. Für die Bewohner der Mondbasis interessieren sich Dione und ihre Kämpferinnen nicht. Die Alphaner können nur tatenlos zusehen, zumal die Satazius die Basis mit einem einzigen Schuss ausradieren könnte. Der Gegenschlag der Deltaner, die auf eine solche Aktion vorbereitet waren, lässt nicht lange auf sich warten. Raketentreffer erschüttern die Satazius. Ein Schlachtschiff von Delta landet auf dem Mond und nimmt Betha unter Beschuss, wird aber wenig später ebenfalls durch Raketen zerstört. Dione verlässt das Schiff mit einer Rettungskapsel und sucht Zuflucht in der Mondbasis, deren Systeme nun wieder voll funktionsfähig sind.

Dione gibt an, die einzige Überlebende zu sein. Sie versucht Koenigs Vertrauen zu gewinnen, indem sie den Alphanern ein neues Leben auf Betha in Aussicht stellt. Der Commander ist nicht erfreut darüber, zwischen die Fronten eines interplanetaren Krieges geraten zu sein. Es gelingt ihm, die Oberkommandierenden beider Planeten zu einem Waffenstillstand zu überreden. Die Situation für die Alphaner bleibt kritisch, denn Talos, der Oberkommandierende von Delta, droht die Vernichtung der Mondbasis an, sollten die Bethaner Anstalten machen, ein weiteres Schlachtschiff zu starten. Koenig spielt auf Zeit; in wenigen Stunden wird der Mond das Sonnensystem wieder verlassen. Dione wird in Sandras Quartier eingesperrt. Sie teleportiert sich mittels Gedankenkraft in die Rettungskapsel und kehrt zur Satazius zurück. Das Schlachtschiff ist voll funktionsfähig. Bei dem vermeintlichen Raketentreffer hat es sich um von den Bethanern selbst verursachte Explosionen gehandelt. Mit dem Überraschungsmoment auf ihrer Seite greifen sie wieder an. Talos macht seine Drohung wahr und feuert Raketen auf die Mondbasis ab. Koenig wurde getäuscht, doch er zahlt es Dione mit gleicher Münze heim. Man lässt es so aussehen, als wolle Koenig seine Leute im Stich lassen und sein Leben retten, indem er allein mit einem Mondbuggy zur Satazius fährt. Dione ist abgelenkt und bemerkt zu spät, dass Koenig gar nicht in dem Buggy sitzt. Das Gefährt ist mit Sprengstoff vollgestopft und explodiert, sobald es sich unter der Satazius befindet. Talos ist zufrieden und bringt die zweite Salve ferngesteuert zur Explosion, bevor sie Alpha erreicht. Der Mond treibt aus dem System hinaus.


Mondbasis Alpha 1

Dione


1.19: Wütender Geist (The Troubled Spirit) Regie: Ray Austin

Dr. Dan Mateo (Giancarlo Prete) glaubt, dass eine Kommunikation zwischen Menschen und Pflanzen möglich ist. Seiner Meinung nach ähneln sich menschliche Gehirnwellen und die von Pflanzen abgegebene Energie. Als er sich mittels einer speziellen Apparatur in den hydroponischen Anlagen mit einigen Kollegen zusammenschließt, kommt es tatsächlich zum Kontakt, doch dabei erleidet Mateo einen Schock. Mateos Vorgesetzter Dr. James Warren unterbricht das gefährliche Experiment. Gleichzeitig wird ein Temperaturabfall in der gesamten Mondbasis festgestellt. Die Ursache bleibt unbekannt, doch die Störung muss von den hydroponischen Anlagen ausgegangen sein. Mateo erholt sich in der Krankenstation. Wieder kommt es zu einem Temperaturabfall. Helena sieht eine grausige Gestalt in Mateos Krankenzimmer. Eine Körperseite des Fremden ist völlig verbrannt. Die Alphaner nehmen an, dass sie es mit einer Art Geist zu tun haben. Mateo fühlt sich in der folgenden Zeit von der Gestalt verfolgt. Da vermutlich ein Zusammenhang mit Mateos Experiment besteht, erklärt Koenig dieses für beendet. Mateo ist hiermit ganz und gar nicht einverstanden. Es kommt zu einer Auseinandersetzung mit Warren. Wenig später, nach einem weiteren Temperaturabfall, ist Mateos Vorgesetzter tot. Mateo kommt als Täter nicht in Betracht, aber Bergman erkennt, dass Mateos Hirnwellenmusster bei jedem Temperatursturz gemessen wurde. Offensichtlich wurde seine psychische Energie infolge des Experiments extrem verstärkt, so dass eine zerstörerische Kraft freigesetzt wurde.

Laura Adams, Mateos Freundin und Kollegin, ist das nächste Opfer dieser Kraft. Aus Angst um Mateo wollte sie verhindern, dass er das Experiment befehlswidrig fortsetzt. Mateo erkennt, dass er für die Morde verantwortlich ist, denn der Geist ist quasi die Personifizierung seiner destruktiven Wünsche. Bergman und Koenig stimmen einer Wiederholung des Experiments zu, denn nur so lässt sich die Natur des Phänomens ergründen. Die Führungscrew ist anwesend, als das "Gespenst" erscheint. Es ist ein entstellter Doppelgänger Mateos. Der Doppelgänger verkündet, er werde sich an den Anwesenden rächen, denn diese seien Schuld an seinem Schicksal. Auch diesmal erleidet Mateo einen Schock. Er wird sediert, doch damit ist das Problem nicht gelöst. Koenig befürchtet, dass der Doppelgänger stärker werden und auch dann zuschlagen wird, wenn Mateo nicht bei Bewusstsein ist. Man kommt überein, den Doppelgänger in einer kontrollierten Umgebung zu "beschwören" und unschädlich zu machen. Mateo wird innerhalb eines tödlichen Energiefeldes an einen Stuhl gefesselt und erhält ein Medikament, durch das negative Gefühle verstärkt werden. Als Mateo zu sich kommt, beginnt er zu toben und der Doppelgänger spaltet sich vom Körper ab. Er kann das Energiefeld nicht verlassen, wird dadurch aber nicht zerstört. Mateo sprengt seine Fesseln. Es kommt zum Kampf zwischen Mateo und dem Doppelgänger. Dabei gerät Mateo in das Energiefeld und wird getötet. Der Doppelgänger verschmilzt wieder mit dem Körper, dessen eine Seite verbrannt ist ...


Mondbasis Alpha 1

Dr. Dan Mateo


1.20: Wer programmiert Kelly? (Space Brain) Regie: Charles Crichton

Ein Adler wird zur Erkundung eines gigantischen leuchtenden Objekts ausgesandt, dem sich der Mond nähert. Von dem Objekt gehen Signale aus, die die Computersysteme der Mondbasis lahmlegen und nach kurzer Zeit erlöschen. Es war ein gescheiterter Kommunikationsversuch, wie die Alphaner zu Recht annehmen. Der Adler wird von einer schaumartigen Substanz eingehüllt, deren chemische Zusammensetzung sich innerhalb kürzester Zeit ändert. Der Schaum verdichtet sich, zerquetscht den Adler und schleudert dessen komprimierte Überreste zurück auf den Mond. Bergman geht davon aus, dass das leuchtende Objekt den Adler als bedrohlichen Fremdkörper betrachtet und genauso behandelt hat, wie es mit einem Krankheitserreger in der menschlichen Blutbahn geschieht. In ausreichend großen Mengen könnte der Schaum buchstäblich alles zerquetschen, auch den Mond, den das Objekt vermutlich ebenfalls mit diesen Antikörpern beschießen wird, sollte er zu nahe kommen. Ein zweiter Adler ist dem ersten gefolgt. Der Raumfahrer Kelly ist ausgestiegen und hat anscheinend Kontakt mit dem Objekt erhalten. Zurück in der Mondbasis wird festgestellt, dass die Aktivität seines Gehirns extrem gesteigert wurde, so dass es auszubrennen droht. Das Objekt benutzt Kellys Gehirn als Relais, um Daten aus dem Hauptcomputer der Mondbasis herunterzuladen. Zu spät wird klar, dass das Objekt nach einer Möglichkeit sucht, den Kurs des Mondes zu ändern, um ihn nicht vernichten zu müssen - Koenig hat bereits einen mit nuklearen Sprengladungen beladenen ferngesteuerten Adler auf den Weg zu dem Objekt geschickt.

Das Objekt ist also nicht grundsätzlich feindlich eingestellt. Um mehr über das Objekt herauszufinden, verbindet sich Koenig über eine spezielle Apparatur mental mit Kelly. So erfährt er, dass das Objekt eine Art Lebewesen ist; ein kosmisches Gehirn von der vielfachen Größe des Mondes. Es übermittelt Kelly Informationen zur Kursänderung des Mondes. Hierfür werden die Nuklearladungen benötigt. Da die Fernsteuerung versagt, fliegt Koenig zu dem Adler und entschärft die Ladungen. Er bringt den Adler aber nicht unter Kontrolle. Das Raumfahrzeug stürzt ab und die Ladungen gehen verloren. Inzwischen hat sich der Mond dem kosmischen Gehirn so weit genähert, dass dieses mit der Entsendung der Antikörper beginnt. Nach und nach wird der Mond vom Schaum eingehüllt. Die betroffenen Sektionen der Mondbasis werden evakuiert, doch für Kelly, der mit dem Computer verbunden bleiben muss, weil sein Gehirn sonst geschädigt werden würde, kommt jede Hilfe zu spät; er stirbt. Bergman sieht nur eine Möglichkeit, wie der Schaum neutralisiert werden kann. Der Innendruck der Basis muss erhöht werden. Das können die Alphaner nur in Schutzanzügen überleben. Bergmans Plan geht auf. Der Mond schießt wie eine Pistolenkugel durch das kosmische Gehirn, welches dadurch zerstört wird.


Mondbasis Alpha 1

Die größte Schaumparty der Galaxis


1.21: Die Teufelsmaschine (The Infernal Machine) Regie: David Tomblin

Ein bizarres Raumschiff landet auf dem Mond unweit von Alpha. Funkkontakt wird hergestellt. Freundlich, wenn auch mit großspurigen Worten, werden die Alphaner um Hilfe gebeten. Sie bleiben misstrauisch, zumal sich herausstellt, dass das fremde Schiff auf den Computer der Mondbasis zugreifen und alles mithören kann, was in Alpha gesprochen wird. Koenig, Bergman und Helena werden aufgefordert, an Bord zu kommen. Das Innere des fremden Schiffes scheint völlig leer zu sein - bis auf einen uralten Mann, den Koenig irrtümlich für den Kommandanten hält. In Wahrheit ist der Greis lediglich ein Gesellschafter (Companion) für das Schiff und wird ansonsten nur für einfache manuelle Tätigkeiten gebraucht. Das Schiff ist sein eigener Kommandant. Sein Name lautet Gwent und es durchstreift die Unendlichkeit des Alls seit vielen Jahren. Von Zeit zu Zeit muss das Schiff bestimmte Rohstoffe aufnehmen. Diese Rohstoffe sollen von den Alphanern geliefert werden. Der von Gwent kontrollierte Stationscomputer bereitet die Lieferung bereits vor. Koenig kann es nicht leiden, wie ein Diener behandelt zu werden, und lässt zwei Adler auf Gwent feuern. Gwent zeigt sich unbeeindruckt und feuert zurück, verzichtet aber zunächst darauf, die Adler zu vernichten. Kurz danach bricht Companion zusammen. Im Sterben liegend erklärt der alte Mann, dass er Gwent erschaffen hat. Das intelligente Raumschiff betrauert Companions Ende, lässt aber nicht von seinen Forderungen ab und bekräftigt diese, indem es Koenig einem Energiestrahl aussetzt, der Schmerz verursacht. Danach werden die Alphaner für einige Zeit in Ruhe gelassen.

Bergman erkennt, dass Gwent Energie sparen muss. Als Bergmans künstliches Herz versagt, greift Gwent mit einem weiteren Energiestrahl zu seiner Rettung ein. Im Verlauf dieser Ereignisse wird klar, dass Gwent blind ist. Koenig nutzt diese Information, um einen zweiten Angriff zu starten. Diesmal vernichtet Gwent einige ferngesteuerte Fahrzeuge und mindestens einen Adler, verliert aber weitere Energie. Dennoch muss Koenig kapitulieren, denn Gwent setzt den Schmerzstrahl gegen Alpha ein. Jetzt fordert Gwent nicht nur Rohstoffe; Koenig und Helena sollen den Rest ihres Lebens als Companions mit Gwent verbringen. Die von Gwent geforderten Vorräte werden abgeliefert. Alan versucht die drei Gefangenen vergeblich zu befreien. Zur Strafe muss nun auch Bergman an Bord bleiben. Letztlich geht Koenigs Strategie doch auf. Gwent hat so viel Energie verbraucht, dass er auf die sofortige Einspeisung der Rohstoffe angewiesen ist. Als Koenig sich weigert und die Rohstoffe zerstört, erfährt er die volle Wahrheit. Das Raumschiff wurde von Delmer Powys Plebus Gwent erschaffen, einem genialen Wissenschaftler vom Planeten Zemo. Er hat seine Persönlichkeit auf den Supercomputer des Schiffes übertragen, um Unsterblichkeit und unermessliche Macht zu gewinnen. Erst jetzt erkennt er, dass er auf diese Weise zu einem einsamen, paranoiden Zyniker geworden ist. Gwents Energie ist erschöpft. Prompt versagen die Lebenserhaltungssysteme und die Türen lassen sich nicht öffnen. Mit letzter Kraft führt Koenig ein Bruchstück der Rohstoffe in Gwents Systeme ein. Das Schiff wird wieder aktiv, entlässt seine Gefangenen und vernichtet sich anschließend selbst.


Mondbasis Alpha 1

Gwent im Anflug


1.22: Das Notsignal (Mission of the Darians) Regie: Ray Austin

Mit dem kurz bevorstehenden Untergang ihrer Heimatwelt konfrontiert schicken die humanoiden Darianer ein viele Kilometer großes Generationenraumschiff, die Daria, bemannt mit 50.000 Personen, auf eine jahrhundertelange Reise zu einem bewohnbaren Planeten. Wichtigstes Gut ist eine Genbank, mit der die Darianer ihre uralte Zivilisation zu bewahren hoffen. Unterwegs explodieren alle Kernreaktoren bis auf einen. Tausende Darianer sterben. Weite Teile des Schiffes werden verwüstet und radioaktiv verseucht. Ein automatisches Notsignal wird in Gang gesetzt. Nur ein kleiner abgeschirmter Bereich ist nicht betroffen. Ganze 14 Darianer halten sich zum Zeitpunkt der Katastrophe dort auf. Erst zwanzig Jahre später stellen sie fest, dass viele Besatzungsmitglieder in den verstrahlten Bereichen überlebt haben. Ihre Nachkommen sind zum Teil mutiert. Die zweite Generation weiß schon nichts mehr von der stolzen Vergangenheit ihrer Vorfahren. Der Hauptantrieb ist intakt geblieben. Das Ziel kann also noch erreicht werden. Die Rohstoffvorräte gehen jedoch schnell zur Neige, außerdem müssen die 14 Darianer um jeden Preis am Leben bleiben, damit sie die Mission vollenden können. In ihrer Verzweiflung greifen sie auf die einzige Ressource zurück, die ihnen geblieben ist. Sie installieren eine Religion bei ihren auf eine primitive Entwicklungsstufe herabgesunkenen Artgenossen, in deren Zentrum Neman steht, der Kommandant der Daria. Alle mutierten, kranken und schwachen "Wilden" werden geopfert - sie werden der Recyclinganlage zugeführt. Gesunde werden von Darianern in Schutzanzügen abgeholt, die von den Wilden für Geister gehalten werden.

900 Jahre nach der Katastrophe fangen die Alphaner den Notruf auf und entsenden einen Adler, der prompt von einem Traktorstrahl eingefangen wird. Die Alphaner erkunden das fremde Schiff in mehreren Trupps. Helena fällt den Wilden in die Hände und soll den "Göttern" ausgeliefert werden. Paul und Alan versuchen Helena zu befreien, werden aber getrennt. Während Paul nach Koenig und Bergman sucht, macht Alan den Wilden klar, dass die vermeintlichen Götter und Geister auch nur Menschen sind. Derweil begegnen Koenig und Bergman der Darianerin Kara (Jane Collins), die sie zu Neman führt. Man bietet den Alphanern Asyl auf der Daria an, sofern sie den Darianern alle Ressourcen der Mondbasis zur Verfügung stellen. Koenig lehnt ab, als er erkennt, woher die Darianer ihre Nahrung beziehen und welche Pläne sie wirklich mit den Alphanern haben. Da sich die Darianer nicht fortpflanzen können, benutzen sie die Wilden als lebende Organbanken und schlachten sie aus, um ihr eigenes Leben zu verlängern. Dieses Schicksal sollte auch Helena erleiden, doch sie wird gerettet. Die Alphaner drohen überwältigt zu werden. Da erscheint Alan mit Dutzenden Wilden. Deren Anführer tötet Neman und zerstört die Genbank. Kara glaubt, dass ihre Existenz sinnlos geworden ist, weil ihr Volk nun keine Zukunft mehr hat. Es gelingt Koenig, sie davon zu überzeugen, dass die Wilden ihre Zukunft sind und dass sie nur gemeinsam überleben können. Die Alphaner sind bereit, die Darianer dabei zu unterstützen.


Mondbasis Alpha 1

Neman zeigt Koenig die Genbank


1.23: Wächter des Todes (Dragon's Domain) Regie: Charles Crichton

Im Jahre 1994 entdeckt Professor Victor Bergman einen möglicherweise bewohnbaren Planeten, den er Ultra nennt und der von der Erde aus erreicht werden könnte. Die Raumfahrer John Koenig und Tony Cellini (Gianni Garko) werden zur treibenden Kraft einer Weltraummission zur Erkundung dieses Planeten. Die Frage, wer das Expeditionsschiff kommandieren soll, wird durch das Los zu Gunsten Cellinis entschieden. Das Schiff startet am 6. Juni 1996 unter großer Anteilnahme der Weltöffentlichkeit. Cellini, ein weiterer Astronaut und zwei Wissenschaftlerinnen sind an Bord. Nach siebenmonatigem Flug erreichen sie wohlbehalten ihr Ziel. Bei der Umkreisung Ultras bricht der Funkkontakt zur Missionskontrolle ab. Die Astronauten entdecken einen Weltraumfriedhof im Orbit des Planeten. Die verlassenen Schiffe könnten für das Raumfahrtprogramm der Menschheit von unschätzbarem Wert sein und sollen untersucht werden. Man dockt an einem der Schiffe an. Sobald die Verbindungsschleuse geöffnet wird, greift eine große tentakelbewehrte Kreatur an, die durch Energiewaffen nicht abgewehrt werden kann. Das Monster hypnotisiert die Raumfahrer und saugt sie wie eine Spinne aus. Cellini wehrt sich mit einer Feueraxt und überlebt mit knapper Not. Er trennt das Kommandomodul vom Schiff ab und flieht. Nach mehrmonatigem Flug gelangt Cellini mehr tot als lebendig zurück zur Erde. Niemand glaubt die phantastische Geschichte vom Tentakelmonster, zumal der Flugschreiber keine Aufzeichnungen enthält, die Cellinis Behauptungen stützen. Es wird angenommen, Cellini wolle den von ihm verschuldeten Tod der Besatzung vertuschen. Cellini wird zum Sündenbock für die gescheiterte Mission. Das Ultra-Raumfahrtprogramm wird eingestellt. Cellini wird zum Dienst in der Mondbasis Alpha abkommandiert.

Knapp zweieinhalb Jahre nach der Katastrophe, in deren Folge der Mond die Erdumlaufbahn verlassen hat, wird Cellini von der Vergangenheit eingeholt. Er fühlt sich von dem Monster bedroht und beginnt zu toben. Er glaubt, er müsse sich seiner Nemesis stellen. Doch zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Mond zwischen zwei Galaxien, weit vom nächsten Sonnensystem entfernt. Helena hält Cellini für geistig instabil - dieselbe Diagnose hatte sie seinerzeit als Sachverständige der World Space Commission gestellt. Wenig später zeigt sich, dass Cellini zumindest in Bezug auf den Weltraumfriedhof nicht gelogen hat. Der Mond treibt an genau diesem Ort vorbei und das Schiff der Ultra-Mission befindet sich immer noch dort. Helena und Bergman zweifeln allerdings weiterhin an der Existenz des Monsters. Cellini kapert einen Adler, koppelt dessen Pilotenkanzel an das Schiff der Ultra-Mission und tritt dem prompt auftauchenden Monster entgegen. Diesmal ist er besser vorbereitet und kann die Kreatur mit einem Messer verletzen, wird letztlich aber doch verschlungen - vor den Augen Koenigs, der seinem Freund nachgeeilt ist. Mit einer Axt gibt Koenig dem angeschlagenen Monster den Rest. Die Alphaner kehren zum Mond zurück, denn dieser wird bald außer Reichweite sein. Helena schreibt einen Bericht über diese Vorfälle und räumt ein, dass sie sich geirrt hat. In Wahrheit war Cellini ein Held.


Mondbasis Alpha 1

Cellinis Monster


1.24: Das Vermächtnis der Arkadianer (The Testament of Arkadia) Regie: David Tomblin

Der Mond wird durch eine unbekannte Kraft in ein Sonnensystem und in den Orbit eines bewohnbaren, aber leblosen Planeten gezogen, wo er zum völligen Stillstand kommt. Gleichzeitig kommt es zu einem immer größer werdenden Energieverlust, obwohl keine Störung der Kernreaktoren vorliegt. Es zeichnet sich ab, dass auch bei strengsten Sparmaßnahmen in maximal 50 Stunden keine Energie mehr zur Verfügung stehen wird. Das wäre das Todesurteil für alle Alphaner. Koenig nimmt an, dass die Kraft von dem Planeten ausgeht und fliegt mit einem Adler dorthin. Zu seinem Team gehören unter anderem die Missionsspezialisten Luke Ferro und Anna Davis. Man stellt fest, dass es früher Leben und sogar eine hochentwickelte Zivilisation auf dem Planeten gegeben haben muss, die durch eine globale Katastrophe ausgelöscht wurde. Überreste von Bäumen und anderen Pflanzen sind noch vorhanden. In einer Höhle werden mehrere menschliche Skelette und eine in einer Vorform des Sanskrit verfasste Inschrift gefunden. Anna ist Philologin und kann den Text übersetzen. Gleichzeitig wird das Alter der Skelette auf 25.000 Jahre bestimmt. Der Planet ist von seinen früheren Bewohnern Arkadia genannt worden. Es stellt sich heraus, dass die Arkadianer nach einem mit Atomwaffen geführten Krieg am Rande der Auslöschung gestanden haben. Einige von ihnen haben den Planeten mit Raumschiffen verlassen und eine neue Heimat gefunden - auf der Erde, wo sie zu den Vorfahren der heutigen Menschheit geworden sind. Der Text endet mit der Bitte an den Leser, neues Leben nach Arkadia zu bringen. Unbemerkt von ihren Kameraden geraten Anna und Luke unter eine Art mentalen Einfluss und sind danach fest entschlossen, den letzten Wunsch der Arkadianer zu erfüllen.

Auf Arkadia wird nichts gefunden, was den Energieverlust auf dem Mond erklären könnte. Die Alphaner kehren zur Basis zurück. Koenig gibt den Befehl zu Operation Exodus, hebt diesen aber wieder auf, als sich der Energieverlust auf einem bestimmten Level stabilisiert. In der Mondbasis ist ein Überleben somit möglich, während unklar bleibt, ob Arkadia schnell genug wieder fruchtbar gemacht werden kann. Hiermit sind Anna und Luke nicht einverstanden. Sie möchten auf Arkadia bleiben und fordern einen großen Teil der noch vorhandenen Nahrungsmittelvorräte. Da Koenig ihr Ansinnen ablehnt, weil aufgrund des niedrigen Energielevels auf nichts verzichtet werden kann, greifen sie zur Gewalt. Sie nehmen Helena als Geisel, stehlen Vorräte sowie Saatgut und fliegen mit einem Adler nach Arkadia zurück. Unterwegs lassen sie Helena frei. Sie haben alle Alphaner zum Tod durch Verhungern verurteilt, sind aber der unumstößlichen Meinung, das Richtige getan zum haben, weil es der einzige Existenzzweck der Mondbevölkerung sei, Arkadia wieder zum Leben zu erwecken. Koenig hat einen Peilsender im Adler installiert, doch eine Verfolgung kommt nicht mehr in Betracht, denn kaum sind Anna und Luke gelandet, da setzt sich der Mond in Bewegung. Die Energie fließt wieder störungsfrei, so dass der Verlust der Vorräte nicht mehr ins Gewicht fällt. Schon nach kurzer Zeit hat sich der Mond so weit von Arkadia entfernt, dass der Planet nicht mehr erreicht werden kann. Somit sind Anna und Luke dort völlig auf sich allein gestellt.


Mondbasis Alpha 1

Anna und Luke beobachten, wie sich der Mond entfernt


Kringels Meinung

Ich wiederhole mich ungern, deshalb verweise ich auf meinen Kommentar zu Box Vol. 1.

Die Hälfte der in Box Vol. 2 enthaltenen Episoden hat es seinerzeit nicht auf den Fernsehbildschirm geschafft, nämlich Nr. 14, 16, 19 und 22 bis 24. Ich nehme an, dass das mit der Art der Gewaltdarstellung zusammenhängt. Als Beispiel sei nur die Episode "Unsterblich" genannt. Da wird minutenlang brutal auf Koenig eingeprügelt, hinterher sieht man eine ziemlich echt aussehende, verschmierte Blutlache auf dem Boden. Auch in den anderen jetzt erstmals veröffentlichten Folgen ist stets entweder eine brutale Szene zu sehen, ein ekliger maskenbildnerischer Effekt oder irgend etwas, das man damals wahrscheinlich für moralisch fragwürdig gehalten hat. In "Das Notsignal" geht es zum Beispiel um Kannibalismus, Euthanasie und Organraub. Offenbar war man der Ansicht, so etwas dem Fernsehzuschauer nicht zumuten zu können. Angesichts dieser Episoden merkt man erst so richtig, dass diese Serie eben nicht für das Kinderprogramm produziert worden ist! Und gerade durch die "unheimlichen" Folgen werden die Stärken dieser Serie deutlich, die sie Star Trek voraus hat. Es gibt in den jetzt erstmals veröffentlichten Episoden außerdem viele große, phantasievoll gestaltete Sets zu sehen, es wird viel mehr mit ungewöhnlichen Kameraeinstellungen, Licht- und Geräuscheffekten experimentiert, so dass oft eine ganz eigenartige, manchmal bedrohliche Atmosphäre entsteht. Meiner Meinung nach legen sich die Schauspieler teilweise auch viel mehr ins Zeug als Shatner & Konsorten und liefern immer wieder überzeugende Vorstellungen ab.

Dadurch, dass diese Episoden seinerzeit nicht gezeigt worden sind, wurde vieles von dem unterschlagen, was die Mondbasis so glaubwürdig macht (auch wenn manches unlogisch oder schlichtweg pseudowissenschaftlicher Unsinn ist), beispielsweise die hydroponischen Anlagen in "Wütender Geist" oder das kleine Elektro-Sitar-Konzert zu Beginn der gleichen Episode, bei dem der britische Gitarrist Big Jim Sullivan live spielt. "Das Notsignal" und "Wächter des Todes" enthalten einige für die damalige Zeit ziemlich beeindruckende Modelle und Matte-Paintings, in "Wächter des Todes" erhält man darüber hinaus Einblick in Geschehnisse, die sich lange vor dem 13.09.1999 ereignet haben - all diese Dinge wurden uns bis jetzt vorenthalten und es wurde höchste Zeit, dass auch diese Episoden veröffentlicht wurden! Natürlich "funktioniert" nicht alles, was diese Serie zu bieten hat. Die Geschichte mit den in Steinzeitmenschen verwandelten Alphanern zum Beispiel ist ebenso dumm wie langweilig. Die Massen von Seifenschaum, in denen Alpha in Ep. 20 ertrinkt, sehen einfach nur lächerlich aus. In Episode 17 sterben alle Alphaner, zumindest soll der Zuschauer das glauben. Am Ende wird alles quasi mit einem Fingerschnippen bereinigt. Solche Mätzchen mag ich gar nicht! Aber abgesehen davon kann man die Serie durchaus auch heute noch genießen. Für mich ist sie absoluter Kult.

Mit "Das Vermächtnis der Arkadianer" hätte die Serie enden können. Wenn es wirklich die Bestimmung der Alphaner war, neues Leben nach Arkadia zu bringen, dann hätten es die Arkadianer doch sicher so einrichten können, dass es in der Mondbasis nicht zu einem Energieverlust kommt. Dann hätten die Alphaner den Planeten von Alpha aus in aller Ruhe fruchtbar machen und neu besiedeln können. So hätten sie eine neue Heimat gefunden und die Serie hätte einen zufriedenstellenden Abschluss gefunden. Stattdessen wurde eine zweite Staffel ausgestrahlt, die man nicht wirklich als gelungen bezeichnen kann. Außerdem muss man mit dem Ende dieser Season Abschied von einigen lieb gewonnenen Alphanern nehmen, zum Beispiel Prof. Victor Bergman, Paul Morrow and David Kano. Diese Figuren wurden ohne jegliche Erklärung aus der Serie herausgeschrieben und traten im zweiten Jahr nicht mehr auf.

DVD-Features

Was mir aufgefallen ist: Die Bildqualität der erstveröffentlichten Episoden ist erkennbar besser als die der bekannten Folgen. Die Tonqualität des englischen Originals ist natürlich nicht so gut wie die der Neusynchronisation, aber noch okay. Die Neusynchronisation der Episoden kann man durchaus als gelungen bezeichnen, obwohl manche Nebenpersonen in der deutschen Version seltsam emotionslos sprechen. Bei den Hauptpersonen treten solche Mängel nicht auf. Wer überrascht ist, bei den Episoden nicht den deutschen Vor- und Abspann (teilweise mit Musik von Jean Michel Jarre) zu sehen zu kriegen, sondern so etwas wie eine Episodenvorschau, der findet die deutsche Version bei den Specials. Zu jeder Episode gibt es eine Übersicht der geschnittenen und jetzt wieder eingefügten Szenen mit kurzer Erläuterung. "Ein Blick hinter die Kulissen" ist eine leider nur zweieinhalb Minuten lange Mini-Dokumentation, in der man zu sehen bekommt, wie einige der Spezialeffekte (startende und fliegende Adler-Raumschiffe usw.) entstanden sind.

Weitere interessante Extras: Ein Nur-Ton-Interview mit der Synchronsprecherin von Joan Collins. Schon lustig - die Stimme kam mir sofort bekannt vor. Die Dame verrät u.a., dass sie sich überhaupt nicht für Science Fiction interessiert ... "Die vergangene Zukunft" ist ein Textessay (20 Seiten) über die Entstehungsgeschichte der TV-Serie und die Erstausstrahlung im ZDF. Das Essay bestätigt eine alte Kindheitserinnerung: Die letzte seinerzeit ausgestrahlte Episode ist kurz vor dem Ende wegen einer Wahlsendung abgebrochen worden. Das Ende war dann später in der Sendung "Die Drehscheibe" gezeigt worden - aber ich hatte das verpasst und mich sehr darüber geärgert!

Weiterhin ist ein komplett eingescanntes und vollständig gefülltes Mondbasis - Alpha - Sammelalbum (deutsche Version) auf die DVD gebannt worden. Nett! Ich habe dieses Album damals in den Siebzigern natürlich gekauft, aber nie alle Klebebilder bekommen. Immer hatte man welche doppelt und dreifach, andere wiederum waren einfach nicht zu kriegen!


J. Kreis, 31.01.2018 (überarbeitet)




Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Noch keine Gastkommentare vorhanden!


Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)


Seitenanfang


Startseite

Filme