Mondbasis Alpha 1


Mondbasis Alpha 1 Vol. 1 (GB 1975 - 1976)

DVD - Regionalcode 2, e-m-s
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: Siehe Einzelepisoden

Extras:
- Eindrücke von den Synchronarbeiten
- Alte deutsche Titel- und Endsequenz zu jeder Episode
- Schnittliste mit Szenenbeschreibung (Text) zu jeder Episode
- "Die Mondbasis als Taschenbuchserie" (Text und Bilder)
- Trailer zu "Mondbasis Alpha 1"
- Biografien / Filmografien der Schauspieler und Gaststars
- Bildergalerien (Storyboards, Artworks u.a.)
- "Extraterrestrische Grüße" (Danksagung)

Regie:
Siehe Einzelepisoden

Hauptdarsteller:
Martin Landau (John Koenig, Commander der Mondbasis Alpha)
Barry Morse (Prof. Victor Bergman, Chefwissenschaftler von Alpha)
Barbara Bain (Dr. Helena Russell, leitende Ärztin von Alpha)
Prentis Hancock (Paul Morrow, Controller in der Kommandozentrale und Stellvertreter des Commanders)
Nick Tate (Alan Carter, Captain des Aufklärungsteams, Adlerpilot)
Zienia Merton (Sandra Benes, Datenanalystin)
Clifton Jones (David Kano, Computerspezialist)
Anton Phillips (Dr. Bob Mathias, Stellvertreter von Dr. Russell)
Gaststars siehe Einzelepisoden




Inhalt:

Die Box enthält die erste Hälfte der ersten Staffel der Fernsehserie "Mondbasis Alpha 1" auf vier DVDs.

Übersicht der Bildergalerien zur Serie

1.1: Die Katastrophe (Breakaway) Regie: Lee H. Katzin (50:03 Min.)

Im Jahre 1999 ist die Entsorgung von radioaktivem Abfall eines der größten Probleme weltweit. Container mit brisantem Inhalt werden in speziellen Depots auf dem Mond gelagert, überwacht von der 311 Personen starken Besatzung der Mondbasis Alpha. Über die Jahre hinweg haben sich unzählige Container in zwei großen Arealen auf der dunklen Seite des Mondes angesammelt. Alpha, eine bestens ausgestattete internationale Forschungsstation, ist völig autark und verfügt über zahlreiche Adler-Raumschiffe. Die Adler werden für die verschiedensten Zwecke eingesetzt, unter anderem zur Arbeit in den Deponien und für Versorgungsflüge zur Erde. Im September 1999 kommt es zu äußerst beunruhigenden Zwischenfällen in der Mondbasis. Mehrere Astronauten, die auf den Lagerstätten arbeiten, leiden an einer Krankheit, die das Gehirn angreift und die Opfer in Raserei verfallen lässt. Letztes Stadium ist ein Koma, aus dem die Patienten nicht wieder erwachen. Es ist bereits zu mehreren Todesfällen gekommen. Die leitende Ärztin Dr. Helena Russell hat keine Erklärung für die Vorfälle. Sie konnte feststellen, dass die Symptome zu Hirntumoren passen, wie sie bei Strahlenkrankheit auftreten können. Lecks in den Atommülldepots wurden jedoch zu keinem Zeitpunkt festgestellt. Eine nukleare Verseuchung der Opfer ist ausgeschlossen.

Simmonds (Roy Dotrice), Chef der World Space Commission, hat diese Vorfälle bisher mit Hilfe des Commanders der Mondbasis vertuscht. In Alpha ist die Besatzung eines Raumschiffes stationiert, das an einer Raumstation in Lunas Orbit angedockt ist und demnächst zum Planeten Meta fliegen soll. Man hat Signale aufgefangen, die eindeutig von Meta stammen und darauf schließen lassen, dass es dort intelligentes Leben gibt. Durch Aufnahmen einer unbemannten Sonde wurde bestätigt, dass Meta eine Atmosphäre hat. Die Astronauten trainieren auf dem Mond unter dem Kommando von Captain Alan Carter. Ihre Mission darf unter keinen Umständen scheitern. Deshalb spricht Commissioner Simmonds in der Öffentlichkeit nur von einer Virusinfektion, die in Alpha ausgebrochen sei. Diese Version unterbreitet er auch John Koenig, einem bei der Besatzung von Alpha ebenso bekannten wie beliebten Astronauten, der den bisherigen Commander ablösen und sicherstellen soll, dass die Meta-Expedition erfolgreich verläuft. Am 9. September landet Koenig auf dem Mond und übernimmt das Kommando. Von seinem alten Freund und Mentor, dem Alpha-Chefwissenschaftler Prof. Victor Bergman, erfährt er die von Simmonds verheimlichte Wahrheit. Zwei Meta-Astronauten leiden ebenfalls an der rätselhaften Krankheit. Helena ist Koenig gegenüber zunächst skeptisch eingestellt, doch sie erkennt, dass er im Gegensatz zu seinem Vorgänger mehr um das Wohl seiner Leute besorgt ist als um den Erfolg der Meta-Mission. Helena und Koenig fühlen sich zueinander hingezogen.

Als erste Maßnahme setzt Koenig durch, dass kein weiterer Atommüll zum Mond gebracht wird. Dann nehmen er und Victor das Atommüll-Endlager Areal 2 in Augenschein. Astronaut Collins bringt sie mit einem Adler dorthin. Der Flug führt über Areal 1. Dieses Depot wird seit fünf Jahren nicht mehr genutzt, dient aber als Funkfeuer für alle Flüge auf der erdabgewandten Seite des Mondes. Plötzlich dreht Collins durch und zerschlägt eine Sichtscheibe. Die Männer können sich in letzter Sekunde in Sicherheit bringen. Bei seiner Rückkehr zur Basis erfährt Koenig, dass die beiden kranken Meta-Astronauten gestorben sind. Daraufhin verschiebt Koenig den Start der Meta-Mission bis zur Klärung der Angelegenheit. Eine Datenanalyse zeigt, dass alle Erkrankten, auch Collins und die Meta-Astronauten, während ihrer Transport- und Trainingsflüge sehr oft über Areal 1 hinweggeflogen sind, und dass die Flugdatenschreiber über diesem Gebiet gestört wurden. Die Datenanalystin Sandra Benes berichtet von einem unerklärlichen Temperaturanstieg in Areal 1. Noch immer ist keine Radioaktivität messbar. Koenig fliegt mit einem Adler zu Areal 1. Er verliert die Kontrolle und muss notlanden. Kurz danach explodieren sämtliche Atommüllbunker des Depots.

Koenig übersteht den Unfall unverletzt. Victor konnte neue Erkenntnisse gewinnen. Nicht etwa Radioaktivität hat die Krankheit sowie die technischen Störungen und die Explosionen verursacht, sondern magnetische Strahlung. Durch die hohe Packungsdichte des Atommülls sind auf bislang ungeklärte Weise extrem starke Magnetfelder entstanden. Wie sich herausstellt, tritt dasselbe Phänomen jetzt auch in Areal 2 auf - und dieses Depot hat die hundertvierzigfache Größe von Areal 1. Am 13. September reist Simmonds persönlich nach Alpha, denn er kann weitere Verzögerungen nicht hinnehmen. Auch er muss jedoch einsehen, dass die Besatzung von Alpha jetzt auf der größten Bombe sitzt, die je erschaffen wurde. Man versucht die Situation durch die Verteilung der Atommüllcontainer über ein größeres Gebiet zu entschärfen, doch es ist zu spät. Es kommt zu einer katastrophalen Kettenreaktion, sämtliche Container explodieren fast gleichzeitig. Dadurch wird der Mond aus dem Erdorbit gestoßen. Das Meta-Raumschiff und das Raumdock werden zerstört, es kommt zu Schäden in der Mondbasis. Alan, der mit einem Adler auf einem Beobachtungsflug war, kann gerade noch nach Alpha zurückkehren. Areal 2 brennt schnell aus, so dass die Beschleunigung und die damit einhergehenden auf die Menschen einwirkenden Gravitationskräfte nachlassen. Die Besatzung muss erkennen, dass sich der Mond aus dem Sonnensystem hinausbewegt.

Da die Systeme der Mondbasis weitgehend intakt geblieben sind, so dass die Menschen auf Dauer dort leben können, entscheidet sich Koenig gegen die Evakuierung der Basis mit den noch vorhandenen Adlern. Aufgrund des unbekannten Kurses des Mondes sowie der ständig wechselnden Gravitationskräfte wäre eine solche Operation mit unberechenbaren Risiken verbunden und würde höchstwahrscheinlich scheitern. Eine letzte Fernsehbotschaft von der Erde wird aufgefangen. Darin ist von gewaltigen Naturkatastrophen und von der Annahme die Rede, dass auf dem Mond niemand überlebt hat. Dann bricht der einseitige Kontakt mit der Heimatwelt endgültig ab. Während der Mond unaufhaltsam weiter ins All hinaustreibt, wird das Signal vom Planeten Meta immer deutlicher. Koenig meint, möglicherweise liege dort die Zukunft der Alphaner ...


Mondbasis Alpha 1

Die Katastrophe - Der Mond wird aus dem Erdorbit gestoßen


1.2: Rückkehr der Toten (Matter of Life and Death) Regie: Charles Crichton (49:59 Min.)

Auf seinem unkontrollierbaren Kurs durch die Tiefen des Alls nähert sich der Mond dem erdähnlichen Planeten Terra Nova. Die Alphaner hoffen, dort eine neue Heimat zu finden. Operation Exodus, ein in drei Phasen unterteilter Ablaufplan zur Kolonisierung einer fremden Welt, wird gestartet. Zur Vollendung der Operation bleiben den Alphanern nur wenige Tage. Nach Ablauf der Frist wird der Mond wieder zu weit von Terra Nova entfernt sein. In der ersten Phase sammelt ein im niedrigen Orbit fliegender Adler Daten, denen zufolge die fremde Welt alles bietet, was Menschen zum Überleben brauchen. Anzeichen für intelligentes Leben werden nicht gefunden. Beim Rückflug zur Mondbasis wird der Adler von einem Blitz getroffen, der vom Planeten ausgeht. Das Raumschiff wird vom Autopiloten sicher zur Basis zurückgesteuert. Die zweiköpfige Besatzung ist bewusstlos, aber am Leben. Es ist eine dritte Person an Bord. Der "Blinde Passagier" ist Helena Russells Ehemann Lee (Richard Johnson), der, wie bisher angenommen wurde, vor fünf Jahren bei der Erkundung des Planeten Jupiter ums Leben gekommen ist. Helena ist sicher, wirklich ihren Mann vor sich zu haben und nicht etwa eine Kopie. Lee ist nicht bei Bewusstsein und wird in die Krankenstation gebracht. Er atmet, sein Herz schlägt, aber die Computer zeigen keine Lebenszeichen an. Phase zwei von Operation Exodus, die Untersuchung der Planetenoberfläche durch ein Landeteam, wird aufgrund dieser Ereignisse verschoben.

Lee wird durch Medikamentengabe aufgeweckt und befragt. Er ist verwirrt und will mit Helena sprechen. Nur in ihrer Nähe ist sein Geist einigermaßen klar, doch als er sie berührt, kommt es zu einer Entladung. Helena übersteht den Vorfall unverletzt, aber allmählich wird klar, dass Lee Energie von Helena abzieht und nur in ihrer Nähe wirklich lebt. Er warnt die Alphaner vor einer Besiedlung Terra Novas. Angeblich ist der Planet bewohnt, aber nicht in einer für Menschen verständlichen Art und Weise. Wer auf Terra Nova landet, ist in größter Gefahr. Lee spricht von einer "Annihilation". Als ihm klar wird, dass sich die Alphaner nicht von ihrem Vorhaben abbringen lassen werden, stirbt er. Seine Leiche verschwindet während der Autopsie, wobei es erneut zu einer heftigen Entladung kommt. Victor berichtet, dass sich Lees Zellen nach dem Tod verändert haben. Ihre Atomstruktur hat eine umgekehrte Polarität aufgewiesen, das heißt, die Leiche hat sich in Antimaterie umgewandelt. Dennoch wird Phase zwei gestartet, denn die Zeit wird knapp. Koenig, Helena, Paul Morrow und Sandra landen mit einem von Alan gesteuerten Adler auf Terra Nova. Zunächst sieht alles gut aus. Die Atmosphäre ist atembar, es gibt frisches Wasser, eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt sowie essbare Früchte. Somit steht der Einleitung von Phase drei, der Evakuierung der Mondbasis, nichts mehr entgegen.

Doch dann meldet Victor, dass sich bestimmte Materialien in der Mondbasis aufzulösen beginnen. Dasselbe geschieht beim auf Terra Nova gelandeten Adler. Dieser explodiert und auch der Mond wird vollständig vernichtet. Paul stirbt bei der Explosion seiner Stun Gun. Sandra wird geblendet, sie verschwindet in einem Sturm. Koenig wird durch Steinschlag getötet. Als sich der Wind legt, steht Helena als letzte Überlebende in einer verwüsteten Umwelt plötzlich Lee gegenüber. Er erklärt, dass er vor fünf Jahren bei der Jupiter-Mission durch eine unbekannte Strahlung in eine andere Existenzform umgewandelt wurde und auf unbekannte Weise nach Terra Nova gelangt ist. Er ist jetzt das Gegenteil, das Spiegelbild seines früheren Selbst. Helena soll den Planeten verlassen, sonst wird alles noch viel schlimmer werden. Terra Nova wird in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Koenig, Paul und Sandra sind lebendig, der Adler steht an Ort und Stelle und der Mond ist im Orbit. Die Alphaner kehren zur Basis zurück. Operation Exodus wird gestoppt. Der Mond verlässt das fremde Sonnensystem. Der Computerspezialist David Kano macht eine Wahrscheinlichkeitsberechnung und kommt zu dem Ergebnis, dass der Mond auf seinem jetzigen Kurs statistisch gesehen an 3600 bewohnbaren Planeten vorbeikommen müsste - es würde allerdings 2500 Jahre dauern, alle zu untersuchen ...


Mondbasis Alpha 1

Lee Russell


1.3: Die Schwarze Sonne (Black Sun) Regie: Charles Crichton (50:04 Min.)

Paul beobachtet einen Asteroiden, der demnächst dicht am Mond vorbeifliegen wird. Plötzlich ändert der Gesteinsbrocken den Kurs und rast direkt auf Alpha zu. Kurz vor dem Aufprall kommt es zu einer weiteren Kursänderung. Der Asteroid passiert den Mond, ohne Schaden angerichtet zu haben, und wird von einer unbekannten Kraft vernichtet. Es wird festgestellt, dass sein Kurs von einem Objekt verändert wurde, das wie eine schwarze Sonne aussieht. Als sich ein zur Erkundung ausgeschickter Adler dieser Sonne zu sehr nähert, wird er trotz des auf Volllast laufenden Antriebs angezogen und explodiert. Victor kommt zu der Erkenntnis, dass man es mit einem Black Hole zu tun hat, dessen Gravitation so gewaltig ist, dass ihm nicht einmal das Licht entkommen kann. Der Mond wird unaufhaltsam von diesem Objekt angezogen.

Mehr zur Verbesserung der Moral als in der Überzeugung, dass ihr Plan wirklich funktionieren könnte, veranlassen Victor und Koenig in der wenigen noch zur Verfügung stehenden Zeit eine Modifikation der rings um Alpha aufgebauten Gravitationsprojektoren, mit denen die künstliche Schwerkraft in der Basis erzeugt wird. Mit maximaler Energiezufuhr können diese Türme ein Kraftfeld aufbauen, welches Alpha schützt und möglicherweise zu einer Abstoßungsreaktion führt, so dass der Mond der Schwarzen Sonne entkommen kann. Zu diesem Zweck werden die Energiegneratoren aus den Adlern ausgebaut und mit den Türmen verbunden. Alle Systeme der Basis werden heruntergefahren. Kano ist gar nicht glücklich darüber, dass der Hauptcomputer längere Zeit deaktiviert bleiben soll, aber es wird jedes Quäntchen Energie benötigt, zumal die Schwarze Sonne Energie absaugt, so dass es in Alpha allmählich immer kälter wird. Da die Erfolgsaussichten mager sind, verfolgt Koenig Plan B. Der Computer ermittelt sechs geeignete Personen, die den Mond mit dem nicht umgebauten Adler 5 verlassen und irgendwo im All neu anfangen sollen, darunter Alan, Helena und Sandra.

Nach dem Abflug von Adler 5 und dem Abschluss aller Vorbereitungen gehen in Alpha die Lichter aus. Jeder geht auf seine Weise mit dem drohenden Untergang um. Koenig und Victor stoßen mit einem alten Brandy an. In der Nähe der Schwarzen Sonne verlieren die Naturgesetze ihre Gültigkeit. Zeit und Raum werden bedeutungslos, die menschliche Existenz ist nicht mehr an die materielle Welt gebunden. Obwohl sich der Adler schon weit vom Mond entfernt hat, unterliegt er denselben Effekten. Koenig und Victor erhalten mentalen Kontakt mit einer freundlichen kosmischen Intelligenz, die unter normalen Umständen nicht wahrnehmbar ist. Das Kraftfeld hält stand. Der Mond passiert die Schwarze Sonne und wird ans andere Ende des Universums versetzt. Entgegen aller Hoffnung landet Adler 5 wenig später auf Alpha. Wie es scheint, hatte die Besatzung Hilfe von einem Freund ...


Mondbasis Alpha 1

Der Mond wurde von einem Black Hole eingefangen


1.4: Ein Ring von Licht (Ring Around the Moon) Regie: Ray Austin (49:52 Min.)

Ein Techniker der Mondbasis dreht durch. Er macht sich wie besessen am Hauptcomputer zu schaffen und wehrt sich mit brutaler Gewalt, als man ihn davon abhalten will. Nach wenigen Minuten bricht er tot zusammen. Kurz danach wird der Mond in ein Energiefeld unbekannter Natur gehüllt und in den Orbit eines kugelförmigen Objekts von enormer Größe gerissen. Die Sphäre scheint ganz aus orangefarbenem Licht zu bestehen. Eine Stimme verkündet, die Alphaner seien Gefangene des Planeten Triton. Kano teilt mit, dass sich der Techniker Zugang zu verschlüsselten Daten verschafft hat. Bei der Leichenschau sehen Helena und Dr. Matthias ein schnell verblassendes Licht im Gehirn des Toten. Es wird festgestellt, dass die Leistungsfähigkeit des gesamten Nervensystems enorm verstärkt worden ist. Diese Überlastung hat zum Tod geführt. Es wird klar, dass der Mann in eine Art Sonde umgewandelt werden sollte. Die Fremden vom Planeten Triton wollten offenbar alles auslesen, was an Daten im Computer der Mondbasis gespeichert ist. Alan und ein Copilot nähern sich der leuchtenden Sphäre mit einem Adler. Das Raumschiff wird von einem Energiestrahl getroffen und zum Mond zurückgeschleudert. Beim Absturz kommt der Copilot ums Leben. Helena nimmt an der Rettungsmission teil. Unterwegs zum Adler wird sie von einer Kugel aus Licht umhüllt und verschwindet spurlos.

Helena wird in die Sphäre versetzt. Eine Stimme spricht zu ihr, aber es ist niemand zu sehen. Helena erfährt, dass die Sphäre die Aufgabe hat, alles erreichbare Wissen für Triton zu sammeln. Helena soll ihr dabei helfen, denn es ist der Sphäre nicht möglich, direkt auf Alphas Computer zuzugreifen. Währenddessen unternehmen Koenig und Alan einen zweiten Erkundungsflug mit einem modifizierten Adler. Der aufgerüstete Antigravitationsschirm ermöglicht es ihnen, das Abwehrfeld der Sphäre zu durchbrechen. Doch dann wird das Feld umgepolt, so dass der Adler außer Kontrolle gerät und per Fernsteuerung nach Alpha geholt werden muss. Helena wird in die Basis zurücktransportiert. Sie ruft Computerdaten ab, die durch sie zur Sphäre übermittelt werden. Nichts und niemand kann sie aufhalten. Den Alphanern wird klar, dass Helena auf ähnliche Weise umgewandelt wurde wie der Techniker. Die Prozedur wurde verfeinert, dennoch wird Helena innerhalb weniger Tage infolge der Überlastung sterben. In alten ägyptischen Texten findet Victor Hinweise, die darauf schließen lassen, dass die Menschen schon seit Jahrtausenden von den Tritoniern beobachtet werden. Außerdem ermittelt er die Position, an der sich Triton befinden müsste, doch der Planet existiert nicht mehr. Alle Planeten des Systems wurden bei der Explosion der Sonne vernichtet. Koenig nimmt an, dass die Sphäre hiervon nichts weiß. Könnte man ihr klarmachen, dass ihre Existenz sinnlos geworden ist, dann wäre das vielleicht die Rettung für Helena.

Kano berichtet von einer Fehlfunktion in einer Speicherzelle des Computers, die dazu geführt hat, dass das von der Sphäre um den Mond projizierte Energiefeld kurz inaktiv gewesen ist. Diese Schwachstelle wird sofort ausgenutzt. Kano manipuliert weitere Speicherzellen, während sich ein Adler der Sphäre nähert. Das Energiefeld fällt vorübergehend aus. Der Adler kann in die Sphäre eindringen. Koenig konfrontiert die Sphäre mit der Wahrheit. Die entsprechenden Daten werden gleichzeitig von Helena übermittelt. Wie sich herausstellt, sollte die Sphäre Informationen über die Erdbewohner sammeln, weil diese von den Tritoniern als mögliche Bedrohung betrachtet worden sind. Da die Mission obsolet ist, vernichtet sich die Sphäre selbst. Der Adler entkommt in letzter Minute und kehrt wohlbehalten zum Mond zurück. Helena ist frei, es bleiben keine Folgeschäden zurück.


Mondbasis Alpha 1

Das Auge von Triton


1.5: Captain Zantor (Earthbound) Regie: Charles Crichton (49:58 Min.)

Commissioner Simmonds fühlt sich unter den Alphanern fehl am Platz. In der Mondbasis gibt es keine Verwendung für den Politiker, seine Autorität wird nicht anerkannt und seine Abneigung der Besatzung gegenüber beruht auf Gegenseitigkeit. Simmonds erträgt die Vorstellung nicht, für immer auf dem Mond leben zu müssen. Er ist erbost, weil die Alphaner nicht einmal mehr versuchen, die Position der Erde zu ermitteln, geschweige denn dorthin zurückzukehren. Koenig steht auf dem Standpunkt, dass ein solches Unterfangen wissenschaftlich unmöglich ist. Er kann es sich nicht leisten, falsche Hoffnungen bei der Besatzung aufkeimen zu lassen. Genau das geschieht, als sich ein bemanntes Raumschiff unbekannter Herkunft der Mondbasis nähert. Die Fremden antworten nicht auf Funkrufe. Das Schiff droht abzustürzen. Erst im letzten Moment feuern die Bremsdüsen, so dass es nicht zu Schäden kommt. Koenig, Victor und Helena begleiten ein Rettungsteam, dem es gelingt, in das Schiff einzudringen. Die sechsköpfige Besatzung, bestehend aus sehr großen menschenähnlichen Wesen, liegt in transparenten Behältern. Da keinerlei Lebenszeichen festgestellt werden können, wird davon ausgegangen, dass die Fremden tot sind. Helena versucht einen Behälter zu öffnen. Die vermeintliche Leiche zerfällt zu Asche.

Jetzt zeigt sich, dass die Fremden keineswegs tot sind. Der Zentralcomputer des Schiffes wird aktiv, kurz danach erwachen die fünf verbliebenen Besatzungsmitglieder. Ihr Wortführer stellt sich als Captain Zantor (Christopher Lee) vor. Er macht den Menschen keinen Vorwurf, da sie aus Unwissenheit gehandelt haben. Die noblen und freundlichen Besucher sind Kaldorianer. Ihr Planet ist dem Untergang geweiht. Deshalb haben sie zahlreiche Raumschiffe zu allen bekannten bewohnbaren Planeten entsandt, auch zur Erde. Zantors Schiff ist schon seit 350 Jahren unterwegs. Es sollte vor der Landung auf der Erde einen Zwischenstopp im Mondorbit einlegen. Diese Aufgabe hat der Computer während des Schlafs der Besatzung planmäßig erfüllt, ist dabei jedoch in Schwierigkeiten geraten, weil sich der Mond nicht mehr am vorgesehenen Platz befindet. Simmonds, der sich den Kaldorianern als Repräsentant der Menschheit vorgestellt hat, wird hellhörig, als Zantor verkündet, die Position der Erde sei dem Computer bekannt und das kaldorianische Schiff könne den Planeten problemlos erreichen. Die Flugzeit wird allerdings 75 Jahre betragen. Die Besatzung wird diese Zeit im todesähnlichen Schlaf verbringen. Eine Stasiskammer ist jetzt frei. Zantor ist bereit, einen Alphaner mitzunehmen. Für Simmonds steht fest, dass nur er selbst hierfür in Betracht kommt. Koenig beharrt darauf, dass der Computer der Mondbasis eine Person auswählt, obwohl er Simmonds nur zu gern los wäre.

Die Alphaner unterstützen die Kaldorianer bei der Reparatur des Schiffes. Gleichzeitig wird die Stasiskammer an die Bedürfnisse eines menschlichen Körpers angepasst. Helena stellt sich als Probandin zur Verfügung. Wen immer der Computer für die lange Reise auswählen wird, muss dieselbe Prozedur über sich ergehen lassen. Simmonds wartet das Ergebnis des Auswahlverfahrens nicht ab. Er stiehlt Koenigs Commlock sowie eine Stun Gun und verschafft sich Zutritt zum Hauptkonverter. Er sabotiert Alphas Energieversorgung, um Koenig zu erpressen. Der Commander muss sich beugen. Mit Zantors Zustimmung genehmigt er die Abreise des Commissioners. Das Raumschiff hebt ab, die Kaldorianer und Simmonds legen sich in den Stasiskammern zur Ruhe. Als Simmonds erwacht, wähnt er sich in der Nähe der Erde und versucht Funkkontakt herzustellen. Seine Rufe werden auf Alpha empfangen. Tatsächlich sind nicht 75 Jahre, sondern nur wenige Stunden vergangen. Simmonds hat Zantor nicht die Zeit gelassen, die erforderliche Anpassung vorzunehmen, und so ist er nicht in Stasis versetzt worden. Er ist nun in der unzerstörbaren Kammer gefangen. Die schlafenden Kaldorianer hören seine verzweifelten Schreie nicht und die Alphaner haben keine Möglichkeit, Simmonds zu helfen. Helena möchte wissen, wen der Computer ausgewählt hat. Das Los ist auf Simmonds gefallen ...


Mondbasis Alpha 1

Captain Zantor


1.6: Fast wieder daheim (Another Time, Another Place) Regie: David Tomblin (49:54 Min.)

Durch ein unerklärliches Phänomen wird der Mond auf Überlichtgeschwindigkeit beschleunigt und darüber hinaus mitsamt der Mondbasis und der gesamten Besatzung verdoppelt. Die Verdopplung bleibt zunächst unbemerkt, denn der zweite Mond entfernt sich rasch, während die Alphaner auf dem ersten Mond noch damit beschäftigt sind, sich um die zum Glück nur leichten Schäden zu kümmern, die aufgrund der auf die Basis einwirkenden Gravitationskräfte entstanden sind. Mond I befindet sich jetzt in einem völlig anderen Bereich des Kosmos. Er hat Milliarden Kilometer innerhalb von Sekunden zurückgelegt und nähert sich einem Sonnensystem. Später stellt Victor die Theorie auf, dass der Mond infolge der mit der hohen Geschwindigkeit verbundenen Zeitdilatationseffekte in die Zukunft oder in ein Paralleluniversum gelangt sein könnte. Die Alphaner haben den Vorgang ohne bleibende Schäden überstanden. Nur mit Regina Kesslann (Judy Geeson) stimmt etwas nicht. Sie ist während der kurzen Beschleunigungsphase ins Koma gefallen. Als sie erwacht, benimmt sie sich, als habe sie seit Jahren ein völlig anderes Leben geführt, und zwar nicht in der Mondbasis, sondern auf einem Planeten. Sie erzählt, ihr Ehemann Alan Carter (mit dem sie in Wahrheit nicht verheiratet ist) und Commander Koenig seien tot. Die junge Frau stirbt, als Mond I das Sonnensystem erreicht und in den Orbit des dritten Planeten einschwenkt. Sobald feststeht, dass der Orbit stabil ist und dass auf dem Planeten Leben möglich ist, wird Operation Exodus eingeleitet.

Es stellt sich heraus, dass das Sonnensystem mit der Urheimat der Menschen identisch ist. Der dritte Planet ist die Erde. Es ist allerdings nicht dieselbe Welt, in deren Umlaufbahn sich Mond I bis zum September 1999 befunden hat. Die Achsneigung hat sich verändert, es ist zu einem Klimawandel gekommen und die Kontinente haben sich verschoben. Ganz Europa befindet sich im Griff einer Eiszeit. Große Teile der Erdoberfläche sind radioaktiv verseuchte Wüsten. Nur Santa Maria, ein relativ kleiner Landstrich in Südkalifornien, bietet für Menschen geeignete Lebensbedingungen. Die Erde hat bereits einen Mond - es ist das zweite, beim Verdopplungsprozess entstandene Exemplar. Koenig und Alan erkunden Mond II und finden eine verlassene, aller Technik beraubte Basis vor. Offensichtlich hat die Besatzung Operation Exodus durchgeführt. Unweit von Alpha II liegt ein abgestürzter Adler. In der Pilotenkanzel befinden sich zwei vom Vakuum perfekt konservierte Leichen: Koenig II und Alan Carter II. Die Toten werden nach Alpha I gebracht und obduziert. Danach kann Helena mitteilen, dass ihr Tod fünf Jahre zurückliegt. Es wird angenommen, dass sich die übrige duplizierte Besatzung in Santa Maria angesiedelt hat, und dass Regina gestorben ist, weil sie im Gegensatz zu allen anderen Alphanern eine sehr enge Bindung mit ihrem Duplikat hatte. Würde die Besatzung von Alpha I auf der Erde landen, so würde es ihnen genauso ergehen. Doch Alpha I muss geräumt werden, denn die beiden Monde werden innerhalb von 48 Stunden miteinander kollidieren.

Koenig und Alan fliegen nach Santa Maria. Da ihre Duplikate tot sind, können sie das gefahrlos tun. Helena muss das Risiko eingehen, die beiden zu begleiten. Wie erwartet stoßen sie auf eine kleine Siedlung und begegnen den Duplikaten ihrer Gefährten. Bergman II erklärt, dass die Menschen von Alpha II bei ihrer Ankunft keine Anzeichen der bekannten menschlichen Zivilisation auf dieser Erde vorgefunden haben. Es gibt aber Hinterlassenschaften eines anderen, ausgestorbenen Volkes. Die Siedler kommen ganz gut zurecht. Iin den vergangenen Jahren wurden sogar Kinder geboren. Es sind die Nachkommen von Sandra II und Paul II. Regina II ist vor kurzem gestorben. Allen ist klar, dass die Bewohner von Alpha I und ihre Duplikate nicht gleichzeitig auf der Erde leben können. Sie würden sich gegenseitig auslöschen. Um Helena I dieses Schicksal zu ersparen, ergibt sich Helena II dem Tod, nachdem sie das Duplikat ihres Ehemanns - Koenig I - geküsst hat. Die Situation droht zu eskalieren, doch es gelingt Bergman II, die Neuankömmlinge von seiner Theorie zu überzeugen, der zufolge die beiden Monde nicht kollidieren, sondern miteinander verschmelzen werden. So geschieht es. Nachdem Koenig, Alan und Helena nach Alpha I zurückgekehrt sind, überlappen sich die Monde. Danach gibt es nur noch einen Mond. Er befindet sich nicht mehr im Sonnensystem. Die Alphaner können nur raten, ob ihre Ebenbilder überlebt haben. Es gibt einen Beweis dafür, dass ihre Existenz nicht virtuell oder eingebildet war: Helena hat Blumen von der Erde mitgebracht.


Mondbasis Alpha 1

Die "Spiegelbilder" einiger Alphaner


1.7: König : 2 (Missing Link) Regie: Ray Austin (50:05 Min.)

Koenig, Alan, Victor und Sandra erkunden einen fremdes Sonnensystem mit einem Adler. Das Schiff gerät während des Rückflugs infolge der Einwirkung einer unbekannten Kraft außer Kontrolle. Bei der Notlandung auf dem Mond werden Koenig und Sandra schwer verletzt und fallen ins Koma. Sandras Zustand bessert sich allmählich, doch Koenig muss künstlich am Leben erhalten werden. Ohne den Commander verschlechtert sich die Moral in der Mondbasis rapide. Es kommt zu Rivalitäten zwischen Paul, Kano und Alan. Als festgestellt wird, dass Koenig klinisch tot ist, ist Helena bereit, das Lebenserhaltungssystem abzuschalten. Alan ist strikt dagegen.

Niemand ahnt, dass Koenig (oder lediglich sein Bewusstsein) zum von menschenähnlichen Wesen bewohnten Planeten Zenno entführt wurde. Die Zenniten haben eine Jahrmillionen längere Evolution hinter sich als die Erdenmenschen, werden zehnmal älter als diese und besitzen gewaltige Geisteskräfte. Sie haben alle negativen Emotionen überwunden, können Gedanken lesen, täuschend echte Illusionen erzeugen und alle gewünschten Objekte bis hin zu ganzen Städten aus Licht erschaffen. Mit ihren Kräften war es für sie kein Problem, die Alphaner zu täuschen und sie glauben zu lassen, auf den Planeten der Sonne Cryton existiere kein Leben. Der Zennite Raan (Peter Cushing) heißt Koenig als Gast willkommen. Raan ist Wissenschaftler und interessiert sich für die ferne Vergangenheit seines Volkes. In Koenig glaubt er das fehlende Bindeglied in der Evolutionskette der Zenniten gefunden zu haben. Der "primitive" Mensch soll zu Raans Studienobjekt werden. Der Anthropologe ist an Koenigs ungezügelten Gefühlen interessiert; Aggression und Gewalt faszinieren ihn. Raan versucht Koenig den Aufenthalt auf Zenno so angenehm wie möglich zu machen - Raans Tochter Vana (Joanna Dunham) betreut den Commander - doch Koenig fühlt sich missbraucht und ist nicht erfreut über die Aussicht, bis an sein Lebensende bei den Zenniten bleiben zu müssen. Seine Angst vor den Experimenten, die Raan mit ihm anstellt, führt zu alptraumhaften Visionen.

Vana und Koenig fühlen sich zueinander hingezogen. Je besser die Zennitin den Alphaner versteht, desto mehr lehnt sie die Machenschaften ihres Vaters ab. Es gelingt ihr, Raan klarzumachen, dass dessen Versuche mit Koenig nicht das gewünschte Ergebnis haben können, denn Raan hofft auf unverfälschte Reaktionen des Menschen, setzt ihn aber zu Testzwecken irrealen Szenarien aus. Dennoch möchte Vana nicht, dass Koenig zum Mond zurückgeschickt wird. Sie hat sich in ihn verliebt. Koenig scheint bereit zu sein, für immer mit ihr zusammenzuleben. Das wiederum behagt ihrem Vater nicht, und so holt er Sandra vorübergehend nach Zenno, damit Koenig erfährt, dass sich sein sterbender Körper in der Mondbasis befindet. Koenig weiß nun wieder, wohin er gehört, und dass Vana ihn aus demselben Grund nicht begleiten kann. Raan verabschiedet sich von Koenig. Er hat eingesehen, dass Verstand ohne Gefühl wertlos ist; ein Gleichgewicht muss erreicht werden.

Helena schaltet das Lebenserhaltungssystem ab. Kurz danach öffnet Koenig die Augen.


Mondbasis Alpha 1

Koenig wird für Experimente missbraucht


1.8: Das Glück der Träumenden (Guardian of Piri) Regie: Charles Crichton (49:54 Min.)

Der Mond nähert sich einem möglicherweise bewohnbaren Planeten. Ein Adler wird zu Erkundungszwecken dorthin entsandt. Beim Anflug gerät die Maschine in Schwierigkeiten. Der Stationscomputer liefert widersprüchliche Daten und die Adlerpiloten verhalten sich seltsam. Sie ignorieren die von Koenig per Funk erteilten Anweisungen. Als der Kontakt abbricht, geht man in der Mondbasis vom Absturz des Adlers aus. Alan fliegt mit einem ausschließlich manuell gesteuerten Adler zum Planeten und findet das andere Schiff. Es ist nicht abgestürzt, sondern hängt bewegungslos über der Planetenoberfläche. Es ist niemand an Bord. Kano kann keinen Fehler im Zentralrechner finden, auch dann nicht, als es in der Station zu verschiedenen Störungen kommt, die schließlich sogar zum Tod eines Besatzungsmitgliedes führen. Da fast alle Systeme in Alpha computergesteuert sind, muss schnellstmöglich geklärt werden, was mit dem Rechner nicht stimmt. Deshalb wird Kanos Gehirn direkt mit dem Computer verbunden. Nur er ist hierzu in der Lage, da er seinerzeit auf der Erde an einem experimentellen Programm teilgenommen hat. Feine Sensorfäden wurden in sein Gehirn implantiert, die als Schnittstelle zum Computer genutzt werden können. Der Prozess ist äußerst unangenehm, verläuft aber erfolgreich. Doch im nächsten Moment verschwindet Kano, als hätte er sich in Luft aufgelöst. Victor stellt fest, dass der Mond aus unbekannten Gründen in einen Orbit um den Planeten einschwenkt und dass Leben auf dieser Welt möglich ist. Das behauptet jedenfalls der möglicherweise von einer fremden Macht beeinflusste Computer.

Koenig bleibt skeptisch. Um sich selbst ein Bild zu machen, landet er auf dem Planeten. Er kann sich ohne Schutzanzug dort bewegen. Der Computer hat also nicht gelogen. Überall wachsen seltsame Pflanzen. Sie scheinen nicht wirklich lebendig zu sein. Andere Lebewesen sind nicht zu sehen, aber Koenig findet die vermissten Adlerpiloten. Sie sind wohlauf, wirken jedoch wie hypnotisiert. Auch Kano ist hier. Er reagiert, als Koenig ihn anspricht, und sagt, der Planet Piri sei perfekt für die Alphaner. Dann erscheint ein Wesen (Catherine Schell), das wie eine junge Frau aussieht und nach eigenen Angaben vom Wächter Piris nach dem Erscheinungsbild der Alphaner erschaffen wurde, um dem Wächter zu dienen. Die Menschen sollen sich auf Piri ansiedeln, um dort Frieden zu finden. Der Diener erklärt, die Bewohner Piris hätten den Wächter vor Jahrtausenden als Kontrollinstanz für Maschinen erschaffen, die alle Belange des täglichen Lebens regeln sollten. Somit mussten sich die Bewohner Piris um nichts mehr kümmern. Der Wächter habe außerdem die Zeit angehalten, um diesen Zustand für immer zu konservieren. Koenig ist mit alldem nicht einverstanden und verlässt Piri. Unterwegs wird er von Alan attackiert, der unter dem Einfluss des Wächters steht. Koenig obsiegt, wird aber verletzt. Zurück in der Mondbasis muss Koenig feststellen, dass er allein unbeeinflusst geblieben ist. Alle Besatzungmitglieder Alphas betrachten Piri als neue Heimat. Koenig kann nicht verhindern, dass Operation Exodus durchgeführt wird. Der Commander bleibt allein auf dem Mond zurück.

Ein Adler wurde für Koenig zurückgelassen. Damit fliegt Koenig nach einigen Tagen zum Planeten. Alle Alphaner dämmern in einem Zustand willenloser Lethargie vor sich hin. Sie haben keine Wünsche und Ziele mehr. Das ist die Vorstellung des Wächters von Perfektion. Koenig bringt Helena in den Adler und schließt sie an eine Maschine an, die ihr mehrere schmerzhafte Schocks versetzt, bis sie aus der Trance erwacht. Koenig erkennt, dass es auf Piri wirklich kein Leben gibt. Die Ureinwohner sind längst ausgestorben. Dasselbe Schicksal steht den Alphanern bevor. Inzwischen hat der Diener die Alphaner gegen Koenig aufgehetzt. Koenig schießt mit einer Stun Gun auf den Diener und zerstört diesen. Es zeigt sich, dass das Wesen ein Roboter ist. Der Wächter explodiert und der Mond verlässt den Orbit. Die Alphaner kommen zu sich und fliehen zur Mondbasis. Während sich der Mond von Piri entfernt, wird festgestellt, dass das Leben nach dem Ende des Wächters auf den Planeten zurückgekehrt ist. Jetzt gibt es dort alles, was man für eine Kolonisation braucht, doch der Planet ist bereits nicht mehr zu erreichen. Koenig fragt sich, ob man nicht besser dort geblieben wäre ...


Mondbasis Alpha 1

Victor und Helena relaxen auf dem Planeten Piri


1.9: Das Blaue Licht (Force of Life) Regie: David Tomblin (49:55 Min.)

Eine blau leuchtende Sphäre aus den Tiefen des Alls nähert sich dem Mond und dringt in den Körper des für Atomkraftwerk 3 zuständigen Technikers Anton Zoref (Ian McShane) ein. Zoref kollabiert an seinem Arbeitsplatz. In diesem Bereich wird eine starke Energieentladung gemessen. Koenig ist besorgt, denn ein Defekt in der Energieversorgung der Mondbasis wäre eine Katastrophe. Es können jedoch keine Strahlungslecks festgestellt werden und Helena kann eine Verstrahlung Zorefs ausschließen. Zoref ist bald wieder wohlauf und kehrt in den Reaktorraum zurück, doch etwas stimmt nicht mit ihm. Er friert ständig und hat einen Schwächeanfall. Sein Kollege und Freund Mark Dominix versucht ihm zu helfen, doch als er Zoref berührt, stirbt er innerhalb von Sekunden. Zoref hat die Körperwärme des Mannes absorbiert. Zoref ist kaum bei Sinnen und irrt durch die Station. Sein Körper saugt Energie aus allen Quellen ab, an denen er vorbeikommt. Der Energieverlust bleibt nicht unbemerkt, doch noch kennt niemand die Ursache. Erst als sich Zorefs Frau Eva besorgt an Helena wendet und als der tote Dominix sowie eine weitere gefrorene Leiche entdeckt werden, beginnen Koenig und Victor die Zusammenhänge zu erkennen. Zoref wird betäubt und in der Krankenstation eingesperrt.

Zoref erwacht und beginnt seiner Umgebung wieder Energie zu entziehen. Dadurch gewinnt er enorme Körperkräfte, so dass er sich befreien kann. Helena entgeht nur knapp dem Tod. Ein Sicherheitsmann stirbt unter Zorefs Griff. Anschließend verschwindet Zoref mit unbekanntem Ziel. Eva hört Koenigs Durchsage, mit der die Stationsbesatzung vor Zoref gewarnt wird, und macht sich auf die Suche nach ihrem Mann. Die in verschiedenen Sektionen Alphas auftretenden Energieabfälle lassen den Schluss zu, dass Zoref auf dem Weg zum Atomreaktor ist. Es gibt nur eine Möglichkeit, ihn aufzuhalten: Die gesamte Energieversorgung der Mondbasis muss abgeschaltet werden. Der Plan geht auf. Zoref kann keine Energie mehr absorbieren und bricht in einem Korridor zusammen. Allerdings hat die Besatzung zu leiden, denn bei deaktivierten Lebenserhaltungssystemen wird die Atemluft in der Basis schnell schlechter. Alan spürt Zoref auf, wird aber von Eva daran gehindert, auf ihn zu schießen. Als Koenig, Victor und Sicherheitskräfte eintreffen, hat Zoref den Generatorraum bereits erreicht. Er hat nicht mehr genug Kraft zum Aufbrechen des Strahlenschutztores. Als er sich den Menschen nähert, um ihre Körperwärme zu absorbieren, schießt Alan ihn nieder.

Das war ein großer Fehler. Zorefs Körper ist zwar schwer verbrannt, hat die Energie der Stun Gun aber in sich aufgenommen. Der wiedererstarkte Zoref bricht die Sicherheitstür auf. Koenig und die anderen müssen den Sektor so schnell wie möglich verlassen, denn niemand kann Zoref jetzt noch daran hindern, den Atomreaktor zu öffnen. Zoref betritt den Reaktor. Eine gewaltige Energiemenge wird freigesetzt. Der Sektor wird durch mehrere Explosionen vernichtet, es sind aber keine weiteren Todesopfer zu beklagen und die verbliebenen Reaktoren liefern genug Strom. Die fremde Energieform hat ihr Ziel erreicht. Das blaue Licht verlässt den Mond. Victor vermutet, dass man Zeuge eines Evolutionsprozesses war - möglicherweise ist ein neuer Stern entstanden.


Mondbasis Alpha 1

Mark Dominix, Zorefs erstes Opfer


1.10: Das Alpha-Kind (Alpha Child) Regie: Ray Austin (50:00 Min.)

Jackie, das erste auf dem Mond geborene Kind, sorgt für großes Aufsehen bei den Alphanern. Die Freude ist von kurzer Dauer, denn das Baby wächst innerhalb von Minuten zur Größe eines Fünfjähigen heran. Sandra und andere Alphaner fürchten, niemals "normale" Kinder bekommen zu können. Sue Crawford, die Mutter des kleinen Jungen, erleidet einen Schock. Sie fürchtet sich vor dem Kind und will es nicht sehen. Sie glaubt, Jackie wolle sie töten. Auch Koenig hat das Gefühl, dass der Junge gefährlich sein könnte. Einen Vater hat Jackie nicht; Sues Mann ist vor Monaten gestorben. Obendrein ist das Kind taubstumm, zumindest reagiert es nicht auf Ansprache und gibt keinen Laut von sich. Trotz allem wird Jackie zum Liebling der ganzen Besatzung. Er ist nett und sehr intelligent - vielleicht zu intelligent, wie Koenig findet. Jackie interessiert sich besonders für die Technik der Mondbasis und lernt erstaunlich schnell.

Ein fremdes Raumschiff von der vielfachen Größe eines Adlers erscheint und geht direkt über der Mondbasis in Stellung. Alan und Paul würden das Schiff am liebsten abschießen, doch Koenig ist dagegen. Er nimmt an, die Fremden hätten friedliche Absichten und man habe nur noch keine Möglichkeit gefunden, miteinander zu kommunizieren. Dann erscheinen drei weitere Schiffe vom selben Typ. Jetzt geht auch Koenig von einer Bedrohung aus. Drei Adler sollen die Schiffe abfangen, doch ihre Laserschüsse zeigen keine Wirkung. Die Adler werden von den Fremden mit Energiestrahlen zur Landung gezwungen. Schäden entstehen dabei nicht, die Piloten bleiben unverletzt. Auch die drei neu angekommenen Schiffe schweben nun über Alpha. Helena meldet, dass sich Jackies Wachstum wieder beschleunigt hat. Koenig geht von einem Zusammenhang aus. Er nimmt an, dass die Adlerpiloten von Jackie beeinflusst worden sind, und ersinnt einen neuen Plan. Er selbst und drei Männer rüsten sich mit panzerbrechenden Lasergewehren aus. Sie wollen versuchen, die fremden Schiffe von der Mondoberfläche aus gleichzeitig anzugreifen.

Währenddessen verwandelt sich Jackie in einen erwachsenen Mann, der nun auch spricht. Sein Name lautet Jarak (Julian Glover). Er zwingt Helena, Koenig zum Abbruch des Angriffsplans zu bewegen. Dazu muss er keinen Finger rühren, denn er kann die Menschen mit der Kraft seines Willens kontrollieren. Tatsächlich ist Jarak nicht Jackie Crawford, sondern ein Wesen aus einem der vier Raumschiffe, welches sich im Körper des Neugeborenen eingenistet hat. Jarak tötet Sue Crawford, damit seine Gefährtin Rena in deren Körper schlüpfen kann. Jarak erklärt den Alphanern, dass 120 weitere Wirtskörper gebraucht werden. Jarak und seinesgleichen sind auf der Flucht vor Artgenossen, von denen sie keine Gnade zu erwarten haben. Die Alphaner müssen sterben, damit sich die Flüchtlinge in ihren Körpern verstecken können. Doch es ist schon zu spät. Das gigantische Raumschiff der Verfolger nähert sich dem Mond und zerstört die vier anderen Schiffe. Dann schickt es sich an, die Mondbasis zu vernichten, weil sich Jarak und Rena noch dort befinden. Die beiden erkennen, dass sie keine Überlebenschance haben. Um die Alphaner zu retten, geben sie die eigene Existenz auf. Das fremde Schiff fliegt davon. Sue und Jackie Crawford sind wieder sie selbst - eine glückliche Mutter und ein ganz normales Baby.


Mondbasis Alpha 1

"Es ist ein Junge!"


1.11: Die Verwandlung (The Last Sunset) Regie: Charles Crichton (50:02 Min.)

Wieder einmal durchquert der Mond ein Sonnensystem. Ariel, der einzige Planet, ist möglicherweise bewohnbar. Seine Atmosphäre ist so dicht, dass die Oberfläche nicht analysiert werden kann. Zwei Adler gehen auf Erkundungsflug. Ein Objekt, das zunächst für eine Waffe gehalten wird, startet von Ariel. Es heftet sich jedoch nur an die Pilotenkanzel eines Adlers, ohne Schaden anzurichten. Sicherheitshalber wird die Mission abgebrochen. Die Adler kehren zur Basis zurück. Das Objekt lässt sich von der Schiffshülle lösen, widersetzt sich aber allen Analyseversuchen. Plötzlich strömt Gas aus. Wieder glauben die Alphaner an einen Angriff, bis Victor verkündet, dass es sich um normale Atemluft handelt. Unzählige ähnliche Objekte landen auf der Mondoberfläche, auch sie produzieren in kürzester Zeit so viel Luft, dass der Mond schon bald eine Atmosphäre hat, in der sich die Alphaner ohne Schutzanzüge vergnügen können. Gleichzeitig wird die Gravitation des Mondes angepasst, bis sie mit der künstlichen Schwerkraft in der Mondbasis identisch ist. Zu guter Letzt beginnt es auch noch zu regnen, so dass die Versorgung mit Frischwasser sichergestellt ist.

Die Alphaner träumen von einem neuen, freien Leben auf der Mondoberfläche, doch Koenig hat Bedenken. Sollte es weitere heftige Regenfälle geben, könnte die in einem Krater gelegene Basis überflutet werden, außerdem steht nicht fest, dass der Mond in eine stabile Umlaufbahn einschwenken wird. Ohne die Wärme der Sonne würde die Atmosphäre gefrieren. Alan, Paul, Helena und Sandra sollen mit einem Adler nach einem sicheren Ort zum Aufbau einer Siedlung suchen. Das Schiff gerät in einen Sandsturm, verliert den Funkkontakt mit der Basis und stürzt ab. Dabei wird Sandra verletzt. Der Adler ist vollkommen funktionsunfähig. Fast der gesamte Nahrungs- und Wasservorrat wird zerstört. Die Überlebensaussichten der vier Menschen wären selbst unter normalen Bedingungen schlecht, doch es stellt sich heraus, dass es ein unbekanntes Element in der Atmosphäre gibt, welches in Verbindung mit aufgewirbeltem Mondstaub zur beschleunigten Korrosion wichtiger technischer Anlagen führt, so dass Koenig keine Adler zur Suche nach den Vermissten entsenden kann. Man kann die Maschinen umrüsten, aber die Arbeiten nehmen mehrere Tage in Anspruch.

Paul erträgt Sandras Leid nicht mehr und versucht die Mondbasis zu Fuß zu erreichen. Sehr schnell muss er feststellen, dass das unmöglich ist. Er hat dennoch Glück, denn er findet essbare pilzartige Gewächse, die ziemlich viel Wasser speichern. Mit einem Vorrat dieser Pflanzen kehrt er zum Adler zurück. Helena rät zur Vorsicht, und so kostet niemand außer Paul von den Pilzen. Helenas Rat war nur zu berechtigt. Die Pilze enthalten halluzinogene Substanzen, unter deren Einfluss Paul allmählich durchdreht. Er schwärmt von einer (völlig illusorischen) Kolonisierung des Mondes und attackiert seine Gefährten, als sie nicht mitspielen. Wenig später trifft Koenig mit einem modifizierten Adler ein. Er wurde durch eine von Helena ausgelöste Explosion in die richtige Richtung gelenkt. Auch er wird von Paul angegriffen. Der Commander muss den Tobenden bewusstlos schlagen. Zurück in der Basis erholt sich Paul rasch und ist wieder normal. Die von Ariel gekommenen Objekte saugen die gesamte Atemluft ein, woraufhin sie zum Planeten zurückkehren. Zuvor hat Victor bereits festgestellt, dass sich der Mond aus dem Sonnensystem hinausbewegt. Eine Stimme erklingt, ein Bewohner Ariels meldet sich. Er erklärt, man habe den Mond bewohnbar gemacht, um die Alphaner davon abzuhalten, Ariel zu betreten. Man habe die Erdenmenschen seit unvordenklichen Zeiten beobachtet und sei zu dem Schluss gekommen, dass ein Kontakt mit ihnen zu riskant wäre. Während die Atmosphäre verschwindet, genießen die Alphaner den letzten Sonnenuntergang ...


Mondbasis Alpha 1

Wenn die Helme nicht im Weg wären, könnte man sich in der Mondatmosphäre küssen!


1.12: Der Mann, der seinen Namen änderte (Voyager's Return) Regie: Bob Kellett (49:55 Min.)

Die im Jahre 1985 von der Erde gestartete unbemannte Raumsonde Voyager 1 nähert sich dem Mond. Sie hatte den Auftrag, Daten über fremde Planeten und Lebensformen zu sammeln. Zudem sollte sie die Existenz der Menschheit in der Galaxie bekannt machen. Aus diesem Grund strahlt Voyager einen ständig wiederholten Funkspruch aus, mit dem sie Grüße vom Planeten Erde übermittelt. Victor ist begeistert, denn die im Flugrecorder Voyagers gespeicherten Informationen wären für die nach einer neuen Heimat suchenden Alphaner von unschätzbarem Wert. Es gibt nur ein Problem: Den Queller-Antrieb. Dieses für den interstellaren Flug vorgesehene Triebwerk emittiert schnelle Neutronen, die alles vernichten, was ihnen zu nahe kommt. Einer von zwei Adlern, die der Sonde entgegengeschickt werden, erleidet dieses Schicksal und dasselbe steht dem Mond bevor. Alan arbeitet einen Plan zur Zerstörung der Sonde aus, sofern diese dem Mond zu nahe kommen sollte. Victor hat nur ein Zeitfenster von wenigen Stunden für den Versuch, Voyager zur Deaktivierung des Queller-Antriebs und zur Landung auf Luna mittels des ungefährlichen Sekundärantriebs zu bewegen. Der Bordcomputer weigert sich beharrlich, Victors Funkbefehl auszuführen. Da meldet sich Dr. Ernst Linden (Jeremy Kemp) zu Wort, ein im Versuchslabor der Mondbasis beschäftigter Wissenschaftler. Er weiß, wie man Voyagers Computer per Fernzugriff überbrücken kann, denn er ist in Wahrheit Ernst Queller, der Erfinder des nach ihm benannten Antriebssystems.

Queller wurde zu seinem eigenen Schutz unter einem anderen Namen zur Mondbasis abkommandiert, denn die Öffentlichkeit gibt ihm die Schuld für den Tod von 200 Menschen, darunter Pauls Vater sowie die Eltern von Quellers jetzigem Schützling Jim Haines. Kurz nach Voyager 1 war eine zweite Sonde gestartet. Deren Queller-Antrieb hatte sich zu früh aktiviert, was zu einer Katastrophe geführt hatte. Eigentlich hätte sich der Antrieb in der Nähe bewohnter Gebiete selbsttätig abschalten sollen. Obwohl es sich um ein unvorhersehbares Unglück gehandelt hat, fühlt sich Queller für diesem Vorfall verantwortlich. Koenig gibt ihm eine Chance und lässt ihn an der Lösung des Problems arbeiten. Mit Unterstützung durch Haines, dem Quellers wahre Identität verheimlicht wird, kann ein Fernsteuergerät fertiggestellt werden. Das führt allerdings dazu, dass Haines errät, mit wem er es wirklich zu tun hat. Er attackiert Queller und verletzt ihn. Außerdem wird das Fernsteuergerät beschädigt. Nachdem Queller von Helena verarztet wurde, kann er wieder an die Arbeit gehen. Die Schäden werden gerade noch rechtzeitig repariert. Voyager deaktivert den Queller-Antrieb und geht sicher auf einem Landeplatz der Mondbasis nieder. Somit kann Victor mit dem Download der Daten beginnen.

Da taucht ein neues Problem auf. Drei fremde Raumschiffe sind Voyager im Sicherheitsabstand gefolgt. Sie stammen von den föderierten Welten von Sidon, wie Koenig erfährt, als sich Aarchon (Alex Scott) bei ihm meldet, der Chief Justifier von Sidon. Aarchon erklärt, Voyager habe zwei zu Sidon gehörende Planeten entvölkert. Aarchon hat sicherzustellen, dass so etwas nie wieder geschieht. Um das zu erreichen, will Aarchon die Mondbasis zerstören und dann zur Erde weiterfliegen, um mit ihr genauso zu verfahren. Koenigs Behauptung, die Menschen hätten mit besten Absichten gehandelt, stößt auf taube Ohren. Queller gibt sich nun auch noch die Schuld für den Tod von Aarchons Artgenossen. Er ist bereit, sich selbst zu opfern, um die Alphaner zu retten. Er geht an Bord von Voyager, lenkt die Sonde direkt auf Aarchons Schiffe zu und liefert sich der Gerichtsbarkeit des Chief Justifiers unter der Voraussetzung aus, dass die Alphaner verschont werden. Aarchon ist nicht diskussionsbereit. Daraufhin aktiviert Queller den Fernantrieb Voyagers sowie die Selbstzerstörungsanlage. Dieser Doppelwirkung haben selbst die mächtigen Kampfschiffe nichts entgegenzusetzen. Sie werden vollständig vernichtet. Haines, der Queller längst vergeben hat und und sogar bereit war, gemeinsam mit ihm in den Tod zu gehen, erhält von Koenig den Auftrag, die aus Voyager geborgenen Daten auszuwerten, damit Quellers Opfer nicht umsonst war.


Ernst Queller

Dr. Ernst Queller


Kringels Meinung

Am 7. August 1977 war es soweit: Das ZDF strahlte die erste Episode von "Space 1999" - hierzulande in "Mondbasis Alpha 1" umgetauft - im Vorabendprogramm aus. Ich war damals zehn Jahre alt und diese Serie war für meine Prägung als SF-Fan womöglich noch wichtiger als Raumschiff Enterprise, da ich anders als bei der Erstausstrahlung von "Star Trek" (das war 1972) genau im richtigen Alter war, um von der Tricktechnik, dem Setting und der Grundidee völlig fasziniert zu sein. Überhaupt ist diese Serie so ganz anders als "Star Trek". Das beginnt schon mit dem offenbar durch 2001 - Odyssee im Weltraum inspirierten Look von "gebrauchter", nach Gesichtspunkten der Zweckmäßigkeit gestalteter Technik. Modular aufgebaute Raumschiffe mit außenliegenden Treibstofftanks, Triebwerksdüsen, Kabeln, Gestänge usw. - man sieht, wie das alles funktioniert, alle Modelle sind wunderbar detailreich gestaltet. Kühle Farbtöne sind vorherrschend, auch das ist ein deutlicher Gegensatz zu den bunten Sets von "Star Trek". Die Leute tragen bei Außenmissionen "echt" aussehende Raumanzüge und bewegen sich auf der Mondoberfläche so, wie man sich die Bedingungen der Schwerelosigkeit vorstellen kann (obwohl diese Schwimmbewegungen manchmal einfach nur lächerlich wirken). Allgemein wurde viel Wert auf eine glaubwürdige, mit Einschränkungen auch realistische Technik gelegt. So phantastische Sachen wie Überlichtantriebe oder Transporter-Beams gibt es bei den Alphanern nicht! Hier liegt der Schwerpunkt eher auf Science als auf Fiction.

Ein weiterer großer Unterschied zu "Star Trek" ist Commander Koenig. Er ist ein ganz anderer Menschentyp als Captain Kirk: Ruhig, zurückhaltend und viel eher als seriöse Führungsperson zu akzeptieren als der draufgängerische Frauenheld, der die Enterprise kommandiert. Außerdem erobert er nicht wie Kirk dauernd irgendeine Weltraum-Blondine und bringt auch keinen Computer durch seine Überredungskunst zur Selbstzerstörung. Die Storys der einzelnen Episoden sind zwar zum Teil von "Star Trek" abgeschaut, verlaufen meistens aber doch völlig anders. In manchen Folgen herrschen Elemente der Phantastik oder gar des Horrors vor, zum Beispiel Reginas Alptraum in Episode 6 und Koenigs gruselige Visionen in Episode 7. Koenig wird von bizarren Kreaturen attackiert, bei denen es sich um Visualisierungen seiner Ängste handelt. Die Serie wirkt deshalb erwachsener als "Star Trek", tatsächlich haben mir besagte Kreaturen seinerzeit eine Heidenangst eingejagt! Ein fortlaufender Handlungsbogen ist über die Episoden hinweg allerdings ebensowenig erkennbar wie eine Weiterentwicklung der Hauptfiguren. Wenigstens dürfen Paul und Sandra in der ersten Season eine Liebesaffäre haben.

Natürlich hat die Serie so manche Schwäche. Zum Beispiel meint Koenig in der ersten Episode, möglicherweise liege die Zukunft der Alphaner auf dem unbekannten, aber vermutlich bewohnbaren Planeten Meta. Angeblich fliegt der Mond direkt auf ihn zu. Später in der Serie ist davon aber nie wieder die Rede. Auch sonst gibt es öfters Vorkommnisse, die nie erklärt werden, einiges fällt in späteren Episoden einfach unter den Tisch. Die Kontinuität innerhalb der Serie lässt also etwas zu wünschen übrig. Und vieles von dem, was die Alphaner so an Technobabble oder quasi-esoterischen Erklärungsversuchen für unbekannte Phänomene von sich geben, stellt an Widersinnigkeit alles in den Schatten, was je auf einem Raumschiff der Föderation gesagt worden ist! Immerhin wird zumindest der Versuch wissenschaftlicher Erklärungen gemacht. Dabei geht es um Themen, die gar nicht so weit von der Realität entfernt sind, zum Beispiel die Endlagerung radioaktiven Abfalls.

Auf DVD sind erstmals alle 48 Folgen erschienen, und zwar in der ursprünglichen Lauflänge. Für die TV-Ausstrahlung hatte man nämlich nur 30 Folgen ausgewählt, diese wiederum waren um je 5 - 10 Minuten gekürzt worden. Auf der DVD findet man zu jeder Episode einen kurzen "Schnittbericht" zur Identifikation der jetzt wieder vorhandenen Szenen. Die "neuen" Episoden wurden deutsch nachsynchronisiert. Angeblich liegt Episode 10, "Das Alpha Kind", in deutscher Erstveröffentlichung vor. Wenn das stimmt: Warum kann ich mich dann so genau an diese Episode erinnern? Hm ... vielleicht liegt es daran, dass ich seinerzeit das Panini-Stickeralbum gekauft habe, in dem auch Bilder aus dieser Episode enthalten sind.

Hier folgen ein paar zusammenhanglose Gedanken zu einzelnen Episoden:

Ep. 2 - Rückkehr der Toten
Würde Terra Nova wirklich aus Antimaterie bestehen, so müsste es bei Berührung mit Materie sofort zu einer Annihilationsreaktion kommen. Dasselbe gilt natürlich für Lee. Die bei der Annihilation seines Körpers freigesetzte Energie hätte zur Vernichtung Alphas mehr als ausgereicht! Die Episode ist ein Beispiel dafür, dass realweltliche Wissenschaft in der Serie oft mit SF-Elementen angereichert wird. Es könnte nämlich sein, dass es sich um ein völlig anderes Phänomen handelt und nicht um Antimaterie. Das Ende der Episode finde ich unschön. Die Vernichtung des Adlers und des Mondes, Koenigs Tod ... da soll der Zuschauer einen Schreck kriegen. Ein paar Minuten später ist alles wieder gut. Wurde die Zeit zurückgedreht oder hatte Helena nur einen Traum, eine quasi als Warnung nur für sie erschaffene Illusion? Das hätte besser gelöst werden können.

Ep. 3 - Die Schwarze Sonne
In dieser Episode wird erwähnt, dass Victor ein künstliches Herz hat. Auch das Ende dieser Episode kommt mir nicht gelungen vor. Eine "kosmische Intelligenz" muss zumindest zur Rettung von Adler 5 eingegriffen haben. Ein typischer Deus ex machina.

Ep. 4 - Ein Ring von Licht
Oben habe ich geschrieben, dass Koenig keine Computer zur Selbstzerstörung überredet. Nun, das stimmt nicht ganz! In dieser Episode gelingt ihm genau das. Allerdings hat Koenig gute Argumente. In den Dialogen - nicht nur dieser Episode - klingen immer wieder philosophische Themen an. Hier geht es um den Unterschied zwischen Wissen und Weisheit. Was ist "reines Wissen", wie es von den Augen Tritons gesammelt wird, letztlich wert, wenn man nicht die Weisheit besitzt, es sinnvoll anzuwenden?

Ep. 7 - König : 2
Barbara Bain verhält sich in den ersten Episoden der Serie sehr seltsam. Ihr Gesicht bleibt fast immer vollkommen unbewegt und sie steht steif wie eine Schaufensterpuppe in der Gegend herum. In dieser Episode zeigt sie endlich mal Gefühle! Barry Morse darf sogar noch weiter gehen, denn in einer von Koenigs Visionen verhält sich Victor ganz anders, als man es von dem guten Professor gewöhnt ist.

Ep. 8 - Das Glück der Träumenden
Viele Bilder aus "Mondbasis Alpha 1" haben sich unauslöschlich in meine Erinnerung eingegraben, zum Beispiel die merkwürdigen weißen Pflanzen (wenn es denn Pflanzen sein sollen) auf dem Planeten Piri. Die Episode enthält ein schönes Beispiel für die Sorgfalt, die selbst kleinen Details gewidmet wurde, damit die Technik realistisch wirkt. So wird der Stecker, der in Kanos Hirnschnittstelle eingeführt wird, durch eine kleine Schutzhülle aus Plastik steril gehalten. Helena muss das Ding erst entfernen.

Ep. 9 - Das Blaue Licht
Dies ist meiner Meinung nach eine der stärksten Episoden der gesamten Serie. Sie ist selbst beim wiederholten Anschauen spannend und sehr gruselig, außerdem enthält sie einige ungewöhnliche Kameraperspektiven und andere interessante Stilmittel. Zudem bekommt man tolle neue Umgebungen wie den Reaktorraum, das Solarium und ein Privatquartier erstmals zu sehen. Durch merkwürdige elektronische Sounds, die den ansonsten üblichen Soundtrack ersetzen, wird die unheimliche Atmosphäre noch verstärkt. Besonders gut gefällt mir der Einblick ins Privatleben der Alphaner. Ian McShane macht einen tollen Job. Zoref ist zunächst ein ganz normaler, sympathischer Typ, dem man wünscht, dass er den Kampf gegen die fremde Macht gewinnen möge. Dann wird er zur Bedrohung. In der Szene, in der er auf sein zweites, in einer Sackgasse stehenden Opfer zugeht, während hinter ihm alle Lichter erlöschen, sorgt bei mir immer noch für Gänsehaut.

Ep. 10 - Das Alpha-Kind
In der Inhaltsangabe habe ich geschrieben, Jarak und Rena hätten ihre Existenz aufgegeben, um die Alphaner zu retten. Das ist meine Interpretation. Jaraks Behauptung, die Verfolger würden die ganze Basis zerstören, um ihn zu töten, kann gelogen gewesen sein. Vielleicht hat das Raumschiff einfach nur Jaraks und Renas Geist aus den Wirtskörpern extrahiert? Barbara Bain stellt in dieser Episode unter Beweis, dass sie durchaus fähig ist, Gefühle überzeugend zu vermitteln. Sehr schön finde ich die Szenen, in denen die Alphaner der Geburt entgegenfiebern und in denen Jackie zuerst skeptisch beäugt, dann aber von allen ins Herz geschlossen wird. Der kleine Junge macht seine Sache sehr gut und ich könnte mir vorstellen, dass er einige SchauspielerInnen um den Finger gewickelt hat!

Ep. 11 - Die Verwandlung
Endlich bekommen Paul und Sandra mehr als sonst zu tun; normalerweise sitzen sie ja nur in Main Mission herum und geben Meldungen an Koenig weiter. Paul darf sogar mal so richtig durchdrehen! Die Episode enthält einen der schönsten Momente der Serie: Paul und Sandra versuchen sich in voller Montur zu küssen, doch dummerweise sind die Helme im Weg. Später klappt's dann doch noch. Nett sind auch die Szenen, in denen sich die Alphaner außerhalb der Basis mit Tennis, Drinks und Sonnenbaden vergnügen. Ein Logik-Bug ist leider vorhanden. Warum benutzen Helena und ihre Begleiter nach dem Absturz des Adlers nicht die Commlocks, um Hilfe zu rufen und sich orten zu lassen? In anderen Episoden konnten die Commlocks sogar für interplanetare Gespräche benutzt werden! Zugegeben, es wird behauptet, der Funkkontakt werde durch die Atmosphäre gestört. Aber in dem Moment, als ein Adler in Sichtweite der Absturzstelle vorbeifliegt, dürfte das kein Argument mehr sein.

Ep. 12 - Der Mann, der seinen Namen änderte
Eine weitere starke Episode, wenn auch nicht so sehr wegen der Story. Im Vordergrund stehen für mich Quellers Seelenqualen. Er muss damit fertig werden, aus guten Absichten schreckliche Katastrophen verursacht zu haben. Er hat Demut auf die harte Tour gelernt und reagiert deshalb zurückhaltend, als Koenig wissen will, ob er Voyager unter Kontrolle bekommen kann oder nicht. Jeremy Kemp brilliert in dieser Rolle. Interessanterweise heißt Voyager 1 in der deutsch synchronisierten Version "Galaxiskop Eins". Wahrscheinlich sollte Verwirrung vermieden werden, denn in der realen Welt hatte die NASA tatsächlich zwei Raumsonden mit diesem Namen ins All geschickt - und das war vor der Deutschlandpremiere.

DVD-Features

Wer überrascht ist, bei den Episoden nicht den deutschen Vor- und Abspann mit der Musik von Jean Michel Jarre (bzw. mit einer Discoversion der Titelmelodie von "Krieg der Sterne" - siehe z.B. Ep. 2!) zu sehen zu kriegen, sondern so etwas wie eine Episodenvorschau, für den gibt es die deutsche Version (mit der Musik) bei den Specials. Zu jeder Episode kann eine Übersicht der geschnittenen und jetzt wieder eingefügten Szenen mit kurzer Erläuterung abgerufen werden. Ansonsten kann man sich einen längeren Beitrag anschauen, in dem zu sehen ist, wie die Serie für die DVD-Veröffentlichung neu synchronisiert wurde. Hinzu kommen ein paar Fotos von Merchandising-Artikeln sowie Filmplakate und ähnliches. Alle anderen Specials, also die Informationen zu den Stamm-Schauspielern und Gaststars, bestehen lediglich aus Texttafeln.

Da für jede Episode deutscher und englischer Ton vorhanden ist, kann man sich die Serie endlich auch mal im Original anhören. Witzig: Die Schauspieler reden teilweise mit recht starkem britischem, deutschem (Tanya und Queller!) oder sonstigem Akzent. Das geht in der deutschen Synchro natürlich völlig unter.


J. Kreis, 08.12.2016 (überarbeitet)




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