Skyline


Skyline (USA, 2010)

Blu-ray, Universal
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: ca. 93 Minuten

Extras:
- Audiokommentare
- Entfallene Szenen mit optionalem Audiokommentar (6:37 Min.)
- Alternative Szenen mit optionalem Audiokommentar (2:30 Min.)
- Pre-Visualisierung mit optionalem Audiokommentar (9:59 Min.)
- Interviews (14:25 Min.)
- Trailer

Regie:
Greg und Colin Strause

Hauptdarsteller:
Eric Balfour (Jarrod)
Scottie Thompson (Elaine)
Donald Faison (Terry)
Brittany Daniel (Candice)
David Zayas (Oliver)




Story

Jarrod und seine schwangere Freundin Elaine feiern den Geburtstag von Jarrods Freund Terry in Los Angeles. Nach einer feuchtfröhlichen Nacht in Terrys Penthouse werden die jungen Leute von einem grellen blauen Licht und Erschütterungen geweckt. Jeder, der in dieses Licht blickt, beginnt sich zu verändern, wird hypnotisch angezogen und verschwindet. Außerirdische belagern die Erde! Riesige Raumschiffe schweben über den Städten und saugen unzählige Menschen auf. Kleinere Flugkörper und elefantengroße Vierbeiner - biomechanische Hybridwesen aus den Raumschiffen - durchsuchen alle Gebäude nach Menschen, die sie entweder komplett verschlingen oder denen sie das Gehirn aus dem Schädel reißen, um es in die eigenen Körper zu integrieren. Terry verhindert in letzter Sekunde, dass sich Jarrod in das blaue Licht stürzt. Nachdem Jarrod und seine Freunde begriffen haben, was in LA vor sich geht, und dass Rettung nicht zu erwarten ist, versuchen sie zum Hafen zu fliehen. Dabei fällt Terry einem monströsen Vierbeiner zum Opfer. Jarrod, Elaine und Terrys Freundin Candice werden in letzter Sekunde von Oliver gerettet, einem Angestellten der Wohnanlage. Sie verstecken sich im Penthouse.

Am nächsten Tag liefern sich Kampfbomber und Drohnen Luftkämpfe mit den Außerirdischen. Ein Schiff wird mit einem Atomschlag vom Himmel geholt. Selbst auf diese Weise können die Außerirdischen nicht endgültig vernichtet werden. Das Schiff setzt sich allmählich wieder zusammen und die Besatzung schwärmt aus. Jarrod hat durch den unterbrochenen Kontakt mit dem blauen Licht enorme Körperkraft gewonnen. Im Gegensatz zu Oliver hält er das Penthouse nicht für ein sicheres Versteck. Als Soldaten mit Hubschraubern auf den Hochhausdächern abgesetzt werden, laufen Jarrod und Elaine ins Freie, um sich mitnehmen zu lassen. Die Hubschrauber werden jedoch angegriffen. Candice wird von einem Außerirdischen verschlungen. Oliver öffnet den Gashahn und verursacht eine Explosion, um eine weitere Kreatur zu zerstören. Dabei kommt er selbst ums Leben. Mit seinen übermenschlichen Kräften gelingt es Jarrod zwar, eine Kreatur zu töten, die Elaine verschlingen will, doch letzten Endes werden beide von einem Raumschiff aufgesaugt. Jarrods Hirn wird vom Körper getrennt und in eine Kreatur eingesetzt. Er behält jedoch seine Identität, übernimmt die Kontrolle über den Außerirdischen und rettet Elaine.

Kringels Meinung

Mit in den Abspann integrierten Standbildern, auf denen zu sehen ist, wie sich die Jarrod-Kreatur Elaine schnappt und gegen diverse Aliens kämpft, endet die wirre, langweilige, mit Klischees überladene und - passend zum Film - gänzlich hirnamputierte Handlung. Es ist eine Art Cliffhanger, denn es bleibt unklar, ob Jarrod siegreich bleibt. Die von ihm übernommene Kreatur hat im Gegensatz zu den "normalen" Aliens orange leuchtende Augen. Es kommt mir so vor, als würden Teile des Raumschiffs auch orange zu leuchten beginnen. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass Jarrod allmählich die Kontrolle über das ganze Schiff gewinnt. Trotzdem dürfte das Ende der Welt gekommen sein, denn am Ende sieht man Raumschiffe über Großstädten überall in der Welt. Ein Alien-Invasionsfilm, in dem ausnahmsweise mal die Außerirdischen gewinnen. Das ist ungewöhnlich! Das Alien-Design kann sich sehen lassen; sowohl die Schiffe als auch die Viecher sind eklig und fremdartig. Ähnlich wie irdische Tiefseefische locken sie ihre Opfer mit hellem Licht an. Keine schlechte Idee. Zerstörung einer Großstadt... Luftkämpfe über den Wolkenkratzern... Interssante Tode... Elaine inmitten von Leichen und stöhnenden Noch-Lebenden, drumherum bizarre organisch-mechanische Objekte, alles bedeckt mit schwarzem Schleim... das ist so richtig schaurig-schön.

Die Schauwerte sind aber schon alles, was ich loben kann. Der Rest ist leider nicht der Rede wert. Der Film fängt mit dem Aufwachen Elaines wegen des blauen Lichts und Jarrods Beinahe-Entführung an. Eigentlich weiß man jetzt alles, was man wissen muss, aber es wird erst einmal 15 Stunden zurückgeblendet. Man muss ja Figurenexposition betreiben, gell? Also dürfen wir zusehen, wie Jarrod und Elaine in L.A. ankommen, Party machen, sich ein bisschen wegen der gerade erst entdeckten Schwangerschaft zoffen usw. - dann wird die Beinahe-Entführung wiederholt. Das waren dann völlig sinnlose 20 Minuten, denn die durch die Bank entweder unsympathischen oder einfach nur uninteressanten Hauptfiguren wurden uns in dieser Phase nicht wirklich näher gebracht. So ist es denn völlig egal, wen es als nächsten erwischt. Wenn wenigstens die endlosen Streitereien über die Frage des Verbleibs der Überlebenden im Penthouse mit abnehmender Hauptfigurenzahl weniger werden würden! Aber nein, dieselben zickigen Dialoge werden x-mal wiederholt. Das ganze nervtötende Figurenensemble benimmt sich die meiste Zeit unfassbar dämlich. Zugegeben: Es gibt wohl wirklich keinen Ausweg, aber soll es etwa Spaß machen, irgendwelchen Leuten dabei zuzusehen, wie sie in einem Hochhaus von Zimmer zu Zimmer und von Treppenflucht zu Treppenflucht latschen? Dass das Haus nach der Zündung einer Atombombe überhaupt noch steht, kommt mir übrigens etwas seltsam vor...

Blu-ray-Features

Überflüssiger Film, irrelevantes Bonusmaterial. Passt irgendwie zusammen. Es sind zwei Audiokommentare vorhanden, aber warum sollte ich mir den Film gleich noch zweimal anschauen, um in ihren Genuss zu kommen? Die nicht verwendeten und alternativen Szenen hätten das ohnehin schon überflüssige Vorgeplänkel nur noch verlängert, in der Featurette "Pre-Visualisierung" darf man sich Filmszenen in grottiger Roh-CGI anschauen und in den ultrakurzen Interviews geben Schauspieler, Regisseure usw. Allgemeinplätze von sich. Toll.


J. Kreis, 20.08.2013




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