Lautlos im Weltraum


Lautlos im Weltraum (USA 1972)

DVD Regionalcode 2, Universal
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 85 Minuten

Extras:
- Original-Kinotrailer

Regie:
Douglas Trumbull

Hauptdarsteller:
Bruce Dern (Freeman Lowell)
Cliff Potts (John Keenan)
Ron Rifkin (Marty Barker)
Jesse Vint (Andy Wolf)




Story

Auf der Erde des 21. Jahrhunderts gibt es keine Vegetation mehr. Der gesamte Planet ist nach jahrelangem gnadenlosem Raubbau, Kriegen und rücksichtsloser Verseuchung in eine ebenso perfekt kontrollierte wie künstliche gigantische Stadt verwandelt worden. Um irgendwann einmal vielleicht eine Wiederaufforstung in Angriff nehmen zu können, wurden die letzten einigermaßen natürlichen Wälder auf riesige Raumschiffe verfrachtet, die seit einigen Jahren um die Erde kreisen. Auf einem dieser Schiffe, der VALLEY FORGE, schiebt der Botaniker Freeman Lowell seit nunmehr acht Jahren ununterbrochen Dienst. Er pflegt die Wälder, pflanzt Obst und Gemüse an und hat sogar einige Kleintiere, um die er sich kümmern muss. Die drei anderen Astronauten auf der VALLEY FORGE nehmen ihn nicht ganz ernst und machen manchmal seine ganze Arbeit zunichte, wenn sie bei Wettrennen mit kleinen Buggys durch die Wälder brettern. Die Pflanzen sind ihnen egal und sie ziehen sogar synthetische Nahrung den "echten" Lebensmitteln aus Lowells Gärten vor. Lowells ganze Sorge gilt den Pflanzen und im Gegensatz zu seinen Kollegen verabscheut er das Leben auf der sterilen Erde.

Als der Etat für das Projekt gestrichen wird und die Crews den Befehl erhalten, die Kuppeln mit den Pflanzenfeldern abzustoßen und zu sprengen, freuen sich die Astronauten über die baldige Rückkehr zur Erde - aber für Lowell bricht eine Welt zusammen. Nach und nach wird eine Kuppel nach der anderen vernichtet. Als nur noch zwei übrig sind, rastet Lowell aus. Er tötet den Kameraden, der eine der Kuppeln mit einem Atomsprengkopf verminen will, dann sprengt er die zweite Kuppel ab, in der die beiden anderen Männer arbeiten. Er zündet die Triebwerke und täuscht der Bodenstation vor, an Bord habe es eine Explosion gegeben und er habe das Schiff nicht mehr unter Kontrolle. Als er die Ringe des Saturn durchquert, bricht der Funkkontakt mit der Erde ab und Lowell nimmt an, dass man ihn und sein Schiff aufgegeben hat. Von jetzt an kann er sich mit voller Hingabe und in aller Ruhe dem definitiv letzten Wald widmen. Sein Gewissen lässt ihn aber nicht in Ruhe und verschlimmert wird die Situation noch durch die Einsamkeit, denn die beiden Roboter Huey und Dewey sind keine ausreichende Gesellschaft...

Als die Pflanzen an einer unerklärlichen Krankheit einzugehen beginnen, gerät Lowell vollends in Panik. Er begreift gerade noch rechtzeitig, dass das Sonnenlicht in dieser Entfernung einfach zu schwach ist und stellt einige Sonnenlampen in der Kuppel auf. Doch dann erhält er plötzlich wieder Kontakt zur Bodenstation und zu einem anderen Raumschiff, das ihm gefolgt ist und ihn retten will. Da Lowell nicht zulassen kann, dass der letzte Wald irgend jemandem in die Hände fällt, der ihn eventuell nur vernichten will, stößt er die Kuppel ab und übergibt die Pflanzen in die Obhut eines Roboters. Dann sprengt er sich mitsamt der VALLEY FORGE ins Nirwana, denn einerseits kann er nicht ohne seine geliebten Pflanzen leben und andererseits will er nicht die Verantwortung für den Tod dreier Menschen übernehmen.


Kringels Meinung

Ein Kultfilm. Typisch für Kultfilme ist, dass man sich irgendwann fragt, was denn nun eigentlich so besonders an ihnen ist. So auch hier - vor Jahren einmal im TV gesehen, fasziniert gewesen, jetzt nochmal auf DVD angeschaut und enttäuscht gewesen. Okay, die Raumschiffsmodelle und die mechanischen Effekte sind für die damalige Zeit durchaus beeindruckend und der Film hat auch eine (alles andere als versteckte - das ist das Problem) Botschaft. Aber sonst ist er über weite Strecken ziemlich ermüdend und die Vermenschlichung der "lustigen" Roboter kann man nur ertragen, wenn man sich sagt, dass dies einfach ein Produkt von Lowells vereinsamter Phantasie ist. Ich musste die ganze Zeit daran denken, dass in diesen kleinen Kisten Leute gesteckt haben, die keine Beine mehr haben und auf den Händen gehen (Das ist wirklich so - kein Scherz!).

Unglaublich unpassend (aus heutiger Sicht) ist der Soundtrack dieses Films, jedenfalls die Hippie-Lieder, die von Joan Baez gesungen werden. Oder eigentlich sind diese Lieder genau passend, denn wenn Lowell in seinem komischen Bademantel herumläuft und sich aufopfernd um seine Pflanzen kümmert, dann wirkt er wie ein Blumenkind...


DVD-Features

Deutscher und englischer Ton, beides nur in Mono. Dazu ein Trailer - das wars! Immerhin gibt es die DVD schon zu einem sehr günstigen Preis.






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