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Die Schlange im Regenbogen Die Schlange im Regenbogen (USA, 1987)
DVD - Regionalcode 2, Universal
FSK: 18
Laufzeit: ca. 94 Minuten

Extras

Kinotrailer

Regie:
Wes Craven

Hauptdarsteller:
Bill Pullman (Dennis Alan)
Cathy Tyson (Marielle Duchamp)
Zakes Mokae (Dargent Peytraud)
Paul Winfield (Lucien Celine)
Brent Jennings (Louis Mozart)
Conrad Roberts (Christophe Durant)




Inhalt

Der Anthropologe Dennis Alan wird von einem großen Pharma-Unternehmen nach Haiti geschickt. Dort soll er nach einer Substanz suchen, die es möglich macht, Menschen in einen Zustand zu versetzen, der nicht vom Tod zu unterscheiden ist, und sie nach kurzer Zeit wieder zum Leben zu erwecken - mit anderen Worten: Sie in Zombies zu verwandeln. Man nimmt an, daß mit dieser Substanz entscheidende Fortschritte in der Anästhesie gemacht werden könnten. In Haiti sucht Alan mit Hilfe der jungen Psychiaterin Marielle Duchamp nach Christophe Durant, einem Mann, der vor sieben Jahren gestorben und beerdigt worden ist. Dieser Mann wurde erst vor wenigen Tagen quicklebendig gesehen. Tatsächlich begegnet Alan dem Mann nachts auf einem Friedhof, erfährt aber wenig neues von ihm, denn er hält sich immer noch für tot und behauptet, man habe ihm die Seele geraubt und zwinge ihn zu bösen Taten.

Lucien Celine, Betreiber eines Nachtclubs und Magier, kann Alan weiterhelfen. Er nennt ihm den Namen eines anderen Hexendoktors - Louis Mozart - der (nachdem Alan seine Tricks erst einmal durchschaut hat) tatsächlich bereit ist, das für die Zombifizierung benötigte Pulver herzustellen. Bei seinen Nachforschungen kommt Alan allerdings dem Chef der Geheimpolizei, Dargent Peytraud, in die Quere. Auch Peytraud ist ein Voodoo-Priester, und er hat sich schon eine ganze Reihe von willenlosen Zombies geschaffen, deren Seelen er gefangen hält. Die Unruhen im Land werden immer stärker, so daß die Machtposition der Geheimpolizei gefährdet ist. Da kann Peytraud keine Unruhestifter gebrauchen. Er bedroht und quält Alan so lange, bis dieser geradezu fluchtartig in seine Heimat zurückkehrt. Doch auch dort läßt Peytraud ihm keine Ruhe, denn Mozart hat Alan tatsächlich das Zombie-Pulver überlassen. Und Peytraud ist keineswegs damit einverstanden, daß das Mittel, auf das sich all seine Macht gründet, jetzt wissenschaftlich untersucht wird.

Alan wird von schrecklichen Visionen gequält und kehrt nach Haiti zurück, weil er zu Recht annimmt, daß Marielle, in die er sich verliebt hat, in Gefahr ist. Celine fängt ihn gerade noch rechzeitig am Flughafen ab, bevor ihn die Geheimpolizei erneut verhaften kann. Peytraud hat Mozart bereits getötet und auch Celine fällt seinen magischen Kräften zum Opfer. Alan wird gefangen genommen, zombifiziert und lebendig begraben. Als er in seinem Sarg unter der Erde wieder zu sich kommt, droht er vollends den Verstand zu verlieren, doch er wird ausgegraben: Durant, der sich immer noch auf dem Friedhof herumtreibt, rettet ihn. Gleichzeitig flieht der Diktator von Haiti, die Gewaltherrschaft bricht zusammen. Auch das Hauptquartier der Geheimpolizei wird von den Revolutionären gestürmt, so daß Alan eindringen kann. Immer noch ist sein Geist in einem Netz aus Halluzinationen gefangen, doch er stellt sich Peytraud entgegen, der von seinen Helfern verlassen worden ist. Marielle ist noch am Leben und mit seiner Hilfe gelingt es Alan, Peytrauds Macht zu brechen. Er befreit die gefangenen Seelen und schickt den Voodoo-Priester in die Hölle...

Der Film:

Nicht schlecht, diese Mischung aus Voodoo-Mythen, bizarren Visionen und tatsächlichen politischen Ereignissen! Nach Logik darf man dabei natürlich nicht suchen, ohnehin weiß man nie so genau, welche Ereignisse denn nun "echt" sind und was sich nur in Alans Kopf abspielt. Wenn sich am Ende des Films die gefangenen Seelen über Peytraud hermachen und ihn in Brand setzen, dann kann das ebenso gut auch nur eine von Alans Visionen gewesen sein. Ich habe auch keine Ahnung, wieviel von dem, was von den haitianischen Riten gezeigt wird, wirklich so stattfindet und was einfach nur hinzuerfunden wurde, um den benötigten Lokalkolorit und eine Atmosphäre des Geheimnisvollen zu erzeugen. Jedenfalls soll der Film auf einer wahren Begebenheit beruhen.

Einen "richtigen" Zombiefilm darf man allerdings nicht erwarten - hier geht es nicht um fleischfressende Untote, die die Welt überrennen, sondern um Zombies im traditionellen Sinne, also Menschen, die infolge einer Vergiftung nur scheintot waren, beerdigt wurden, und nach der Exhumierung einem Meister dienen müssen, der sie in seinem Bann hält. Wer Blut und Eingeweide sehen möchte, sollte lieber zu einem anderen Film greifen, denn "Die Schlange im Regenbogen" ist eher ein Mystery-Thriller und enthält nur wenige Gewaltszenen.

Auf der Rückseite der DVD-Hülle sind übrigens Fotos von Szenen abgebildet, die im Film nicht vorkommen. Das ist eigenartig, denn die DVD ist im Gegensatz zu der älteren deutschen VHS-Fassung, die auch FSK-18 war, ungeschnitten.

Die DVD:

Keine Extras außer dem Original-Kinotrailer - immerhin ist sowohl deutscher als auch englischer Ton vorhanden.

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