Rupture


Rupture Überwinde deine Ängste (Kanada/USA, 2016)
- Rupture -

Blu-ray, Splendid Film
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: ca. 101 Minuten

Extras:
- Featurette (2:53 Min.)
- Interviews (10:45 Min.)
- Trailer

Regie:
Steven Shainberg

Hauptdarsteller:
Noomi Rapace (Renee Marie Morgan)
Kerry Bishé (Dianne)
Peter Stormare (Terrence)
Ari Millen (Dr. Raxlen)




Story

Renee Morgan wird ohne ihr Wissen permanent beobachtet. In ihrem Haus sind mehrere Überwachungskameras installiert. Eines Tages wird sie von Unbekannten entführt. Man hält sie in einem Gebäude fest, in dem seit geraumer Zeit Experimente an Menschen durchgeführt werden. Renee muss verschiedene Untersuchungen über sich ergehen lassen und erhält Injektionen, woraufhin sie zu halluzinieren beginnt. Sie erfährt nicht, wer ihre Entführer sind und was mit ihr geschehen soll. Als die Unbekannten erfahren, dass Renee schreckliche Angst vor Spinnen hat, setzen sie eine große Giftspinne auf ihren Arm. Offensichtlich hoffen sie, dass Renee infolge der Angst eine bestimmte Reaktion zeigt, die jedoch ausbleibt. Man sagt ihr nicht, was von ihr erwartet wird.

Renee wird längere Zeit allein gelassen. Sie kann ihre Fesseln lösen und in die weit verzweigten Lüftungsschächte vordringen. Sie blickt in andere Zellen und hört Gespräche mit. So erfährt sie, dass alle Gefangenen von den Unbekannten, an deren Spitze ein gewisser Terrence und ein Dr. Raxlen zu stehen scheinen, unter extremen Stress gesetzt werden. Man nutzt ihre größten Ängste, um etwas herbeizuführen, das als "der Bruch" bezeichnet wird. Es gibt mehrere Einrichtungen wie diese auf der ganzen Welt und in einigen Dutzend Fällen waren die Experimente erfolgreich. Man hat aber noch keine geeignete fruchtbare Frau gefunden. Renee ist die aussichtsreichste Kandidatin hierfür, denn durch den ständigen Stress beginnt sie sich zu verändern.

Da Renee das Gebäude nicht verlassen kann, kehrt sie in ihre Zelle zurück, damit ihr Fluchtversuch nicht bemerkt wird. Eine Frau namens Dianne, die sehr zufrieden mit Renees Fortschritten ist, gibt endlich einige Informationen preis. Viele Menschen sind Träger einer als G 10 12 X bezeichneten Gensequenz, die durch Todesangst aufgebrochen werden kann. Dianne und all ihre "Kollegen" haben das schon hinter sich. Sobald der Bruch eintritt, verändert sich die Knochenstruktur, alle Sinneswahrnehmungen werden enorm verstärkt und menschliche Gefühle verschwinden. Schlägt der Bruch fehl, zersetzt sich der Körper des Opfers. Renee überwätigt Dianne und nutzt deren elektronisches Armband, um die Zelle zu verlassen. Sie wird jedoch schon bald wieder eingefangen und betäubt.

Als Renee zu sich kommt, tritt das Experiment in die letzte Phase ein. Man setzt Renee unzähligen Spinnen aus, denen sie nicht entkommen kann. Renee beginnt zu toben, wird dann aber plötzlich ruhig - der Bruch tritt ein. Wenig später darf sie in ihr altes Leben zurückkehren. Nach einiger Zeit erhält sie Besuch von Terrence und Dr. Raxlen. Die beiden wollen Renees Sohn Evan entführen, aber Renee verhilft ihm zur Flucht, denn ihre Emotionen sind noch nicht vollständig erloschen. Renee soll zur Mutter einer neuen Generation von Wesen werden, die den nächsten Schritt in der menschlichen Evolution darstellen. Diese Wesen wollen die von den Menschen weitgehend zugrunde gerichtete Welt unbelastet von Gefühlen neu ordnen.


Kringels Meinung

Das ist einer der Filme, die ich nach dem Anschauen mit "egal, war ja nicht teuer" abhake und am liebsten nur ganz kurz kommentieren würde. Es gibt wirklich nicht viel zu sagen. Der Film bezieht seinen Reiz daraus, dass der Zuschauer ebenso wenig weiß wie Renee. Erst am Schluss wird klar, was Terrence und Konsorten von Renee wollen und zu welchem Ergebnis die Experimente letztlich führen sollen. Renees Vorgeschichte, die in der ersten Viertelstunde breiten Raum einnimmt, spielt für den restlichen Film keine oder doch nur eine sehr geringe Rolle. Es ist völlig egal, dass ihr geschiedener Mann sich ihr gegenüber äußerst unfreundlich verhält, dass ihr Sohn offensichtlich ADHS hat und so weiter. Die mit Renee und anderen Probanden durchgeführten Experimente sind weit weniger spektakulär, als es durch den Trailer suggeriert wird.

Es dauert ziemlich lange, bis Renee in der Forschungseinrichtung ankommt. Dann muss sie eine Reihe allgemeiner Fragen beantworten und sich betatschen lassen. Schließlich bekommt sie eine fiese Spinne auf den Arm gesetzt, und als sie durch die Lüftungsschächte kriecht, sieht sie, wie ein Mann beinahe ertränkt wird oder wie eine Frau aus großer Höhe durch einen Schacht stürzt, nur um knapp über dem Boden abgefangen zu werden. Am Ende kommen zwei kleine Schockeffekte hinzu. Wenn der "Bruch" eintritt, verschieben sich die Gesichtszüge. Es sieht so aus, als würden die Schädelknochen ganz langsam mit einem unsichtbaren Mixer verrührt werden. Nach kurzer Zeit wird das Gesicht wieder normal. Das geschieht mit Dianne und Renee. Alles nicht sonderlich aufregend.

Zugegeben, Noomi Rapace müht sich redlich und konnte mich für sich einnehmen. In der merkwürdig eingerichteten Forschungsanlage entsteht aufgrund der (zunächst) unerklärlichen Verhaltensweisen der Mutierten eine leicht surreale Atmosphäre. Aber ich fand den Film weder besonders furchteinflößend noch spannend. Aus der Story von der Unterwanderung der menschlichen Gesellschaft durch mutierte Artgenossen wird sowieso nichts herausgeholt.


Extras

Die Extras kann ich noch knapper kommentieren. Sie sind nämlich nicht mehr als Werbung für den Film und somit der Erwähnung nicht wert.


J. Kreis, 21.11.2017




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