Detektiv Rockford Anruf genügt


Detektiv Rockford: Anruf genügt - Staffel 1.2 (USA, 1974/1975)
- The Rockford Files -

DVD Regionalcode 2, Universal
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: Siehe Einzelepisoden

Extras:
Keine

Regie:
Siehe Einzelepisoden

Hauptdarsteller:
James Garner (James Rockford)
Noah Beery (Joseph Rockford, genannt "Rocky")
Joe Santos (Dennis Becker)
Stuart Margolin (Angel Martin)
Gretchen Corbett (Beth Davenport)




Inhalt:

Die Box enthält die zweite Hälfte der ersten Staffel der Fernsehserie Detektiv Rockford - Anruf genügt. Zur Vorgeschichte siehe Episodenführer der ersten Hälfte. Bei der Zählung der Episoden habe ich den in der ersten Box enthaltenen Pilotfilm berücksichtigt.

1.13: Schatzsuche mit Hindernissen (Caledonia - It's Worth a Fortune) Regie: Stuart Margolin (48:00 Min.)

Rockford wird von Jolene Hyland für eine Schatzsuche angeheuert. Ihr schwer herzkranker Ehemann Gerald liegt im Gefängniskrankenhaus und hat ihr von einem Vermögen erzählt, das in der Stadt Caledonia versteckt sein soll. Sheriff Prouty, der Gerald damals in Caledonia verhaftet hat, scheint ebenfalls grob im Bilde zu sein. Er nimmt sich Rockford und Jolene zur Brust und gibt ihnen deutlich zu verstehen, dass sie sich nicht mehr in dem Ort blicken lassen dürfen. Die Suche ist ohnehin sinnlos, denn Jolene kennt die genaue Lage des Verstecks nicht. Wenig später bekommt Jolene Besuch von Leonard Blair, einst Geralds Partner bei krummen Dingern und obendrein Jolenes Ex-Geliebter. Ihm hat Gerald eine detaillierte Wegbeschreibung gegeben, ohne ihm jedoch zu sagen, in welchem Ort er suchen muss. Len weiß auch, um was es eigentlich geht: Seltene Briefmarken im Wert von fast einer dreiviertel Million Dollar. Da Jolene und Len je eine Hälfte der zur Hebung des Schatzes benötigten Informationen besitzen, besteht Len darauf, dass sie halbe-halbe machen. Außerdem würde er gern die Beziehung mit Jolene wieder aufleben lassen, doch dazu ist die junge Frau nicht bereit. Teilen möchte sie erst recht nicht, denn sie braucht das Geld, um Geralds kostspielige Behandlung und einen guten Rechtsanwalt zu finanzieren.

Rockford rät Jolene, auf den Handel einzugehen. Leider gibt es weitere Interessenten. B.J. und Wilson, ehemalige Mithäftlinge Geralds, beschatten Jolene und schlagen Len zusammen. Len hält dicht, doch als er nach ersten Verhandlungen mit Rockford erneut von den Schlägern überfallen wird, sagt er ihnen, was er weiß. Rockford hört mit, rettet Len und glaubt nun, den Schatz allein finden zu können. Len hat den Schlägern jedoch falsche Informationen gegeben. Rockford und Jolene müssen wohl oder übel mit Len zusammenarbeiten, werden aber von ihm betrogen. Sobald sie in Caledonia ankommen, erscheint ein Kumpan Lens, der Rockford und Jolene mit der Waffe bedroht. Allerdings hat sich Rockford an Len ein Beispiel genommen und einen falschen Ort für den Beginn der Suche genannt. Zu guter Letzt fährt das Trio gemeinsam zum von Gerald angegebenen Ort. Sie erreichen eine Farm und graben in einem Hühnerhaus eine Kassette aus. Darin befinden sich aber keine Briefmarken, sondern lediglich eine Nachricht Geralds für Jolene. Sie besagt, dass es keine Briefmarken gibt. Gerald hat die Schatzsuche nur inszeniert, weil er wusste, dass Jolene und Len ein Verhältnis hatten. Er ist zu Recht davon ausgegangen, dass sich die beiden wegen des angeblichen Vermögens endgültig entzweien würden. Rockford findet das lustig, doch das Lachen vergeht ihm, denn vor der Hütte wartet Prouty. Der Sheriff ist nicht erfreut angesichts der Tatsache, dass er seit Geralds Verhaftung jahrelang die ganze Gegend umgegraben hat - für nichts und wieder nichts! Das bekommen die drei Schatzsucher jetzt zu spüren ...


Detektiv Rockford - Anruf genügt

Warten + sich ungesund ernähren = Detektivarbeit!


1.14: Der große Aktienschwindel - Teil 1 (Profit and Loss, Part 1: Profit) Regie: Lawrence Doheny (47:58 Min.)

Rockford wird von einem neuen Kunden aufgesucht, der seinen Namen nicht nennen möchte. Er gibt an, tief in eine gefährliche Sache verwickelt zu sein. Rockford soll für ihn als Mittelsmann tätig werden und den Kontakt mit verschiedenen öffentlichen Institutionen herstellen. Bevor der Kunde sagen kann, worum es eigentlich geht, dringen zwei Männer in den Wohnwagen an, schlagen Rockford bewusstlos und entführen den Kunden. Auf Drängen seines Vaters Rocky zeigt Rockford den Vorfall bei der Polizei an. Dann meldet sich Helen Morris bei Rockford. Sie ist die Frau des entführten Kunden. Dessen Name lautet Alec und er ist Chefprogrammierer beim mächtigen Großkonzern Fiscal Dynamics Incorporated (FDI). Rockford soll ihn finden, überlässt das aber lieber den zuständigen Behörden. Wenig später wird Rockford verhaftet. Ihm droht eine mehrmonatige Haftstrafe wegen einer Falschaussage. Alec und Helen Morris haben bei der Polizei angegeben, die von Rockford angezeigte Entführung habe nie stattgefunden. Sie wollen Rockford nie begegnet sein. Rockford kommt auf Kaution frei. Er wird vor dem Gerichtsgebäude von einem Reporter fotografiert. Am nächsten Tag erscheint die ganze Geschichte in der Zeitung. Um herauszufinden, was eigentlich los ist, schleicht sich Rockford bei FDI ein und stellt Morris zur Rede, erfährt aber nur, dass der Mann schreckliche Angst hat. Rockford findet erst später heraus, dass FDI Falschinformationen über andere Firmen verbreitet, um deren Börsenwert zu schädigen und sie billig schlucken zu können.

Eine Frau namens Doris Parker bittet Rockford um ein Treffen. Sie hat den Zeitungsartikel gelesen und will, dass Rockford den 18 Monate zurückliegenden Tod ihres Mannes Guy aufklärt. Angeblich war es ein Autounfall, aber Doris glaubt, dass FDI dahintersteckt. Ihr Mann hatte denselben Job wie Morris. Da Rockford sowieso im Eigeninteresse weiter bohren muss, nimmt er den Auftrag an. Um mehr über FDI herauszufinden, spricht er mit dem Finanzexperten Arnold Love. Der behauptet, der Konzern sei absolut sauber. Dass er sich mit den falschen Gegnern angelegt hat, erfährt Rockford, als er zu Leon Fielder zitiert wird, dem Präsidenten von FDI. Love hat ihn über das Gespräch mit Rockford informiert. Fielder kann sich keine schlechte Presse leisten, zumal die Übernahme einer großen Firma bevorsteht. Er droht Rockford eine millionenschwere Schadenersatzklage an, falls der Detektiv keine Ruhe geben sollte. Rockford will aufgeben, da es ohnehin keine Spuren mehr gibt, denen er folgen könnte. Doch Doris erzählt ihm vom Mord an einem gewissen Carl Bovino, dessen kleine Druckerei für FDI arbeitet. Die Polizei geht von einem Raubmord aus. Doris dagegen glaubt an einen Zusammenhang mit dem Tod ihres Mannes und den Schwierigkeiten, in denen Rockford steckt. Doris glaubt, dass sich in Bovinos Druckerei Hinweise finden lassen. Rockford steigt dort ein. Die Alarmanlage geht los ...


1.15: Der große Aktienschwindel - Teil 2 (Profit and Loss, Part 2: Loss) Regie: Lawrence Doheny (47:59 Min.)

Nachdem sie die Polizei abgehängt haben, können sich Rockford und Doris die in Bovinos Druckerei erbeuteten Unterlagen anschauen. Es ist nichts über FDI oder Leon Fielder dabei, aber Rockford nimmt an, dass Bovino gefälschte Wertpapiere für FDI gedruckt hat, gierig geworden ist und deshalb sterben musste. Durch einen Bluff gelingt es Rockford, Arnold Love den Namen eines Mannes zu entlocken, der ebenfalls glaubt, dass mit FDI etwas faul ist: Norm Mitchell. Ihm unterbreitet Rockford seine Theorie von manipulierten Computerdaten, mit denen die auf FDI angesetzten Wirtschaftsprüfer getäuscht werden. Er glaubt, FDI habe in Wahrheit überhaupt kein eigenes Kapital und somit keinerlei Sicherheiten für die derzeit im Höhenflug befindliche Aktie. Mitchell bleibt skeptisch, zumal Rockford keine Beweise vorlegen kann. Als Rockford feststellt, dass er beschattet wird, versucht er unterzutauchen. Fielders Schergen fangen ihn ab, setzen ihn unter Drogen und machen ihm unmissverständlich klar, dass dies seine letzte Chance ist, noch mit heiler Haut aus der Sache herauszukommen.

Davon lässt sich Rockford nicht einschüchtern. Er verfolgt einen der Männer, verliert ihn aber am Flughafen. Die Aktion war trotzdem nicht vergebens, denn der Scherge hat bemerkt, dass Rockford ihm gefolgt ist. Er unterrichtet Fielder, der dadurch aufgescheucht wird. Rockford und sein Vater heften sich an Fielders Fersen. Es gelingt den beiden, Fielder nach einer wilden Verfolgungsjagd zu stellen. Fielder eröffnet das Feuer und flieht erneut. Die Polizei greift ein. Alle drei Männer werden verhaftet. Zu Rockfords Glück hat Fielder zwei Aktentaschen voller gefälschter Wertpapiere bei sich. Endlich kann Rockford beweisen, dass FDI keine zehn Cent wert ist und dass mehrere Menschen sterben mussten, die Wind von den Betrügereien bekommen haben. Ein Verfahren wird eröffnet. Jetzt gibt es nur noch ein Problem: Der Revolver, mit dem Fielder auf Rockford geschossen hat, gehört dem Detektiv. Rockford hat keinen Waffenschein ...


Detektiv Rockford - Anruf genügt

Wenn Rockford und sein Vater "Rocky" telefonieren, ist meist Ärger im Anzug


1.16: Der Unfall des Senators (Aura Lee, Farewell) Regie: Jackie Cooper (47:53 Min.)

Zwischen Rockford und Sara Butler hat sich seit ihrem ersten Zusammentreffen (Pilotfilm) eine Liebesbeziehung entwickelt. Sara möchte Rockford noch einmal anheuern. Aura Lee Benton, eine Mitarbeiterin in Saras Boutique, ist angeblich an einer Überdosis Heroin gestorben. Sara ist sicher, dass ihre Freundin nie Rauschgift genommen hat und stattdessen ermordet wurde. Diesmal kann Sara Rockford bezahlen, denn beim Ausräumen von Aura Lees Schreibtisch hat sie 2600 Dollar in einem Kästchen mit einem Zeitungsausschnitt und zahlreichen Streichholzbriefchen gefunden. Rockford hört sich in der Nähe von Aura Lees Wohnung um. Ein Straßenkünstler hat gesehen, dass die junge Frau mehrmals von einem Mann abgeholt wurde, dessen Autokennzeichen er sich gemerkt hat. Rockford zapft Sergeant Becker an, um den Namen des Halters zu erfahren. Es ist ein stadtbekannter Betrüger namens Dirk Schaffer. Rockford gibt sich bei Schaffer als Polizist aus, erfährt aber nichts. Schaffer zeichnet das Gespräch auf und setzt Rockford damit unter Druck. Der Detektiv soll ihm nicht mehr in die Quere kommen. Schaffer gibt zu, Aura Lee gekannt zu haben, behauptet jedoch, sie sei depressiv gewesen und habe ihn gebeten, ihr Heroin zu beschaffen. Eine andere Spur führt zu Senator Evan Murdock. Im von Aura Lee aufbewahrten Zeitungsausschnitt wird darüber berichtet, dass Murdock am 5. Juni einen Betrunkenen überfahren hat. Rockford findet heraus, dass Aura Lee in derselben Nacht in einem Schnellimbiss in der Nähe der Unfallstelle war und dort von einem Unbekannten mitgenommen wurde. Eines der Streichholzbriefchen stammt aus einem Motel an derselben Strecke.

Rockford stattet Murdock einen Besuch ab. Er blufft und behauptet, er könne beweisen, dass der Senator eine Affäre mit Aura Lee hatte. In Wahrheit besitzt er keinen Beweis. Er hat im Motel kein Anmeldeformular gefunden, das seine Theorie stützen würde. Murdock bestreitet alles, ist aber sichtlich nervös. Rockford macht weiter Druck und tut so, als wolle er den Senator erpressen. Murdock geht darauf ein. Wenig später wird in der Zeitung von seinem Selbstmord berichtet. Rockford hat so seine Zweifel, und als er in Schaffers Wohnung das bewusste Formular findet, ergibt sich für ihn folgendes Bild: Murdock und Aura Lee hatten tatsächlich eine kurze Affäre. Die beiden haben ein Schäferstündchen im Motel verbracht. Auf der Weiterfahrt ist es zu dem Unfall gekommen. Da der verheiratete und mitten im Wahlkampf steckende Murdock vermeiden wollte, mit Aura Lee in Verbindung gebracht zu werden, hat er sie im Schnellimbiss abgesetzt. Dort ist sie Schaffer begegnet (der Imbissbesitzer kann Schaffer anhand eines Fotos identifizieren) und hat ihm in aller Unschuld von dem Vorfall erzählt. Daraufhin hat Schaffer den Senator erpresst. Er hat Aura Lee etwas von der Summe abgegeben, um sie in der Nähe zu halten. Aura Lee wollte, dass Schaffer Murdock in Ruhe lässt. Deshalb musste sie sterben. Nach Rockfords "Erpressungsversuch" ist der Senator zu Schaffer gegangen, den er für den Hintermann gehalten hat. Er hat Schaffer gedroht, sich an die Polizei zu wenden. Das war sein Todesurteil. Schaffer lauert nun auch Rockford und Sara auf, wird aber ausgetrickst und landet lebenslänglich im Gefängnis. Da somit geklärt ist, dass es sich bei der von Sara gefundenen Summe um Erpressungsgeld handelt, muss sie die 2600 Dollar abgeben und kann Rockford nun doch nicht bezahlen ...


1.17: Taschenspielertricks (Sleight of Hand) Regie: William Wiard (47:58 Min.)

Karen Mills, eine geschiedene Frau mit einer dreijährigen Tochter namens Julie, ist eine gute Freundin Rockfords. Die drei verbringen einen schönen Tag in San Francisco. Auf der Rückfahrt zu Karens Haus halten sie mehrmals an, um etwas zu essen, zu tanken und so weiter. Julie schläft auf dem Rücksitz und beim letzten Zwischenhalt beim Lokal Buena Vista Inn legt sich Karen dazu. Am Ziel angekommen geht Karen voraus, um aufzuschließen, damit Rockford Julie hineintragen kann. Nachdem Rockford die Kleine ins Bett gebracht hat, kann er Karen nirgends finden. Sie ist spurlos verschwunden und hat sogar ihre Handtasche zurückgelassen. Rockford alarmiert Sergeant Becker, landet allerdings selbst auf der Polizeiwache, denn neben Karens Haus wird der Nachbar gefunden - er wurde vor wenigen Minuten erschlagen. Beckers Vorgesetzter Lieutenant Diehl hat Zweifel an Rockfords Version der Geschichte, zumal Julie behauptet hat, ihre Mutter sei nicht mit nach Hause gefahren. Rockford macht sich große Sorgen um Karen und recherchiert selbst. In der Nähe von Karens Haus gibt es eine Bushaltestelle. Ein Busfahrer kann sich daran erinnern, dort zur fraglichen Zeit eine Frau mitgenommen zu haben, auf die Karens Beschreibung ungefähr passt. Ihre Spur führt zu einem Hotel, aber als Rockford dort an die Tür klopft, öffnet nicht Karen, sondern eine gewisse Diana Lewis. Diana sagt, sie wisse von nichts. Ein Mann, angeblich Dianas eifersüchtiger Freund Michael Cordeen, kommt hinzu.

Rockford wähnt sich in einer Sackgasse. Sein Vater hat die zündende Idee: Was wäre, wenn Julie die Wahrheit gesagt hätte? Hat womöglich eine andere Frau ihren Platz eingenommen? Schließlich konnte Rockford ihr Gesicht nach dem letzten Zwischenstopp nicht sehen. Rockford will Diana einen weiteren Besuch abstatten, doch die Frau liegt tot im Hotelzimmer. In ihrer Kleidung findet Rockford ein Streichholzbriefchen aus dem Buena Vista Inn. Rockford kann also davon ausgehen, dass sie und nicht Karen auf dem Rücksitz "geschlafen" hat. Rockford ruft Becker an, um ihm das mitzuteilen. Kurz danach taucht Dianas Freund auf. Rockford nimmt ihn in die Mangel. Cordeen behauptet, er und Diana seien Angestellte des Lokals. Karen habe dort zufällig etwas gesehen, das sie nicht hätte sehen dürfen. Jemand habe Karen geschnappt und Diana benutzt, um das Verschwinden der Frau zu verschleiern. Rockford lässt Cordeen laufen, aber nur, um sich an seine Fersen heften zu können. Cordeen fährt direkt zum Buena Vista Inn. Rockford findet heraus, dass sich dort der gesuchte Unterweltboss Vincent Minette versteckt hält. Offenbar hat Karen das Gesicht dieses allseits bekannten Verbrechers erkannt und wurde deshalb umgebracht. Jetzt muss Rockford nur noch die Polizei herbeirufen. Minette und dessen Schergen fliehen, können aber gestellt werden. Rockford hat keinen Grund zur Freude. Er gibt sich eine Mitschuld an Karens Tod.


Detektiv Rockford - Anruf genügt

Sgt. Becker: Multitasking mit Rasierer und Telefon


1.18: Ein Auftrag aus dem Knast (Counter Gambit) Regie: Jackie Cooper (47:59 Min.)

Wenn Rockford für eifersüchtige Männer herausfinden soll, ob deren Partnerinnen fremdgehen, dann ist das im Grunde ein Routinejob. Einen solchen Auftrag erhält er von einem für sein explosives Temperament bekannten ehemaligen Mithäftling namens Moss Williams. Rockford wollte den Mann eigentlich niemals wiedersehen. Da die Bezahlung stimmt, nimmt er den Auftrag trotzdem an. Er findet schnell heraus, dass es Williams gar nicht um Valerie geht, sondern um eine angeblich von ihr gestohlene Perlenkette. Als Rockford schon drauf und dran ist, Moss den Fall vor die Füße zu werfen, wird er von Edgar Birch kontaktiert, einem Angestellten der Midwest Marine and Casualty Insurance, der ebenfalls an den Perlen interessiert ist, denn diese wurden für 250.000 Dollar versichert. Moss und dessen Komplize Harry Crown haben die Kette vor einigen Jahren gestohlen, man konnte es ihnen aber nicht nachweisen. Zur Belohnung für die Wiederbeschaffung des Schmucks winkt eine fette Prämie. Daher macht sich Rockford an Valerie heran und gewinnt ihr Vertrauen, verliebt sich aber auch in sie. Durch einen Trick beschafft Rockford die Kombination des Safes in Valeries Wohnung. Er überzeugt sich davon, dass sich die Kette tatsächlich in Valeries Besitz befindet, lässt sie aber im Safe liegen. Als er Birch besucht, um ihn zu informieren, bekommt er eins über den Schädel gezogen. Birch macht gemeinsame Sache mit Moss, eine Versicherungsgesellschaft namens "Midwest Marine and Casualty" existiert nicht und die Kette gehört in Wahrheit Valerie.

Für die Ganoven ist es jetzt kein Problem mehr, sich die Kette unter den Nagel zu reißen und es so aussehen zu lassen, als sei Rockford der Dieb. Um seine Unschuld zu beweisen und Moss wieder hinter Gitter zu bringen, braucht Rockford die Hilfe seines alten Knastbruders Angel Martin. Der gibt sich Moss gegenüber als Manny Tolan aus. Den echten Tolan, einen Juwelier, der den Wert der Perlen schätzen sollte, hat Rockford kaltgestellt. Rockford wartet im Nachbarraum, um zu gegebener Zeit die Polizei zu alarmieren. Moss und Crown haben nur eine einzige Perle mitgebracht, also muss Angel improvisieren. Es gelingt ihm, Moss und Crown davon zu überzeugen, dass die Perlen gefälscht sind. Wie erwartet glauben die Ganoven, dass sich die echten Perlen immer noch in Valeries Safe befinden und tauschen die Ketten aus. Dass sie die ganze Zeit im Besitz der echten Perlen waren, jetzt jedoch tatsächlich eine Fälschung ergattert haben, bemerken Moss und Crown erst, als sie die Kette zu verkaufen versuchen. Jetzt muss Valerie nur noch bei Sgt. Becker anrufen und erklären, dass sie die vermisste Kette lediglich verlegt, jetzt aber wiedergefunden hat. Damit ist alles wieder in Butter.


1.19: Liebe Drogen Tod (Claire) Regie: William Wiard (46:56 Min.)

Claire Prescott wird von zwei Killern verfolgt. Aus bestimmten Gründen kann sie sich nicht an die Polizei wenden. Sie bittet stattdessen Rockford um Hilfe. Die beiden waren einst ein Paar. Rockford hat damals sogar daran gedacht, einen Bund fürs Leben zu schließen, doch vor drei Jahren hat Claire telefonisch Schluss gemacht und sich seitdem nie wieder gemeldet. Claire behauptet, sie habe Schwierigkeiten mit einem Kredithai. Rockford soll einen Mann namens Charles Manning suchen, aber niemanden (vor allem nicht die Polizei) wissen lassen, dass sie mit ihm sprechen will. Alles, was Rockford erhält, ist die Adresse einer Bar, in der er sich nach Manning erkundigen soll. Das macht er auch, aber erst, nachdem er Sgt. Becker nach Claire und Manning befragt hat. Becker und dessen Chef, Captain Highland, kennen die beiden Namen nur zu gut, doch das erfährt Rockford nicht. In der Bar trifft er Manning nicht an, hat aber alsbald die beiden Killer am Hals. Sie stellen ihn, um ihm eine Abreibung zu verpassen und zu erfahren, wer sein Auftraggeber ist. Rockford dreht den Spieß um und holt die Information aus den Killern heraus, dass Manning ein Undercover-Drogenfahnder ist. Mit diesem Wissen stellt Rockford Becker zur Rede. Captain Highland erklärt, dass Manning einen Spezialauftrag hatte und sich seit geraumer Zeit nicht mehr gemeldet hat. Für Highland ist Manning mehr als nur ein Untergebener, deshalb setzt er Rockford mit Drohungen zu.

Der Detektiv erklärt sich bereit, ein Gespräch mit Claire zu vermitteln, doch die Frau ist verschwunden. Sie hat eine Nachricht bei Rockfords Vater hinterlassen. Rockford soll zu einem bestimmten Treffpunkt kommen. Bevor er dorthin aufbricht, erhält er einen Anruf von Becker. Manning wurde erschossen aufgefunden. Highland hält Claire für die Mörderin. Rockford trifft sich mit Claire, unterrichtet sie von Mannings Tod und erfährt den Grund für die ganze Heimlichtuerei. Tatsächlich ist Manning der Grund dafür, dass Claire Rockford damals verlassen hat. Ihr damaliger Arbeitgeber hatte sie als Drogenkurierin missbraucht. Manning, der dort undercover tätig gewesen ist, hat Wind davon bekommen und Claire erpresst. Sie war gezwungen, Informationen über Verdächtige für ihn zu sammeln. Auf diese Weise hat Manning Dutzende Verbrecher hinter Gitter gebracht, von denen mindestens einer Claire nun tot sehen will. Rockford möchte, dass Claire sicherheitshalber für immer aus der Stadt verschwindet - auch dann noch, als sich die Killer melden und ihm mit der Ermordung seines Vaters drohen, der in ihrer Gewalt ist. Mit einem Trick lenkt Rockford die Killer am vereinbarten Treffpunkt ab und knockt sie aus. Die beiden werden verhaftet. Claire fährt mit dem nächsten Bus nach Mexiko.


Detektiv Rockford - Anruf genügt

Rockford setzt High-Tech ein: Ein Diktiergerät!


1.20: Rätsel um Jennifer (Say Goodbye To Jennifer) Regie: Jackie Cooper (48:01 Min.)

Jennifer Ryburn, Hauptverdächtige im Mordfall Ricky Pont, verschwindet spurlos. Jennifers Freund John "Mitch" Micelli, ein alter Koreakriegskamerad Rockfords, glaubt an ihre Unschuld. Rockford soll das beweisen. Er lehnt ab, weil er sich in einen offenen Kriminalfall einmischen müsste. Einige Zeit später wird eine junge Frau, die bei einem Autounfall ums Leben gekommen und bis zur Unkenntlichkeit verbrannt ist, vom Zahnarzt Dr. Evan Stuart anhand des Zahnschemas als Jennifer Ryburn identifiziert. Mitch ist fest davon überzeugt, dass Jennifer noch lebt. Er will sie vor einem bestimmten Gebäude in Seattle gesehen haben. Rockford soll Jennifer finden. Mitch besorgt sogar ein Flugticket für Rockford. Kurz danach wird Rockford zum Gangsterboss Carl Birrell zitiert. Der versucht Rockford einzuschüchtern, um herauszufinden, für wen er arbeitet. Angeblich hat Ricky Pont nicht nur für Birrell gearbeitet, sondern war wie ein Sohn für ihn. Birrell will sich am Täter oder der Täterin rächen. Rockford gibt Birrell einen falschen Namen, aber die Täuschung wird bald auffliegen. Rockford warnt Mitch und schickt sich an, die Stadt zu verlassen, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Zuvor will er sich von Mitch verabschieden, doch der ist tot. Birrells Killer haben ihn aufgespürt und sind bei der Befragung zu enthusiastisch vorgegangen.

Rockford sucht Dr. Stuart auf. Der hatte ebenfalls schon "netten" Besuch von den Killern, ist aber noch am Leben. Rockford erfährt, dass Stuart eine falsche Aussage gemacht hat. Er ist mit Jennifer befreundet und mit seiner Hilfe konnte sie untertauchen. Rockford fliegt nach Seattle. Dort heuert er einen Kollegen für die Suche nach der Vermissten an. Nach längerer Observierung des von Mitch angegebenen Gebäudes hat Rockford endlich Erfolg. Er folgt Jennifer zu ihrer Wohnung, wo er sie anspricht. Er berichtet von Mitchs Tod und erkennt gleich, dass dessen Liebe zu ihr nie erwidert worden ist. Jennifer behauptet, Pont habe Birrell betrogen und sei von ihm erschossen worden. Rockford glaubt das nicht und will Jennifer zwingen, sich zu stellen. Sie holt eine Pistole und eröffnet das Feuer. Rockford wird am Bein getroffen, verfolgt die Frau aber trotzdem. Nachdem sich Jennifer verschossen hat, kann Rockford sie festnehmen. Sie gibt zu, Pont getötet zu haben. Es soll sich um einen Unfall gehandelt haben; sie wollte ihm nur Angst machen, weil sie dachte, er wolle sie verlassen. Rockford merkt, dass Jennifer ihn manipulieren will, so wie sie es schon mit Mitch und Dr. Stuart gemacht hat. Zur Freude von Sgt. Becker liefert Rockford Jennifer der Polizei aus.


1.21: Die Lady am Strand (Charlie Harris at Large) Regie: Russ Mayberry (47:54 Min.)

Pauline Harris wird mit einer Statue erschlagen, auf der sich die Fingerabdrücke ihres acht Jahre jüngeren Mannes Charlie befinden. Charlie, ein bekannter Playboy, dem es wahrscheinlich nur um Paulines Geld geht, ist aufgrund verschiedener Indizien dringend tatverdächtig. Er ist zurzeit untergetaucht. Rockford und Charlie sind seit der gemeinsamen Gefängniszeit befreundet. Charlie bittet Rockford um Hilfe und beteuert seine Unschuld. Die Statue hat er angeblich in Panik berührt. Pauline soll schon tot gewesen sein, als er am Tatort eingetroffen ist. Charlie hat ein Alibi. Er war am Tatabend mit einer Geliebten zusammen, deren Identität er dummerweise nicht kennt. Rockford hält die Suche nach der Frau für aussichtslos. Rockford bekommt selbst Probleme, denn die Polizei braucht nicht lang, um auf die Verbindung zwischen ihm und Charlie zu kommen. Einige Zeit später findet Charlie zufällig selbst heraus, wer seine Geliebte ist. Ihr Name ist Linda und sie ist die junge Gattin des schwerreichen alten Geschäftsmannes Alfred Bannister, wodurch auch geklärt ist, warum sich die Frau nicht gemeldet hat, um Charlie zu entlasten. Charlie bietet Rockford 35.000 Dollar aus dem zu erwartenden Erbe, wenn er Linda zu einer Aussage überredet. Rockford arrangiert ein "zufälliges" Zusammentreffen mit Linda. Sie findet ihn sympathisch und lässt sich zu Rockfords Wohnung bringen, bei der es sich in Wahrheit um Charlies Versteck handelt.

Nun werden die Karten auf den Tisch gelegt. Linda will ihre Ehe nicht aufs Spiel setzen, außerdem ist Charlie am bewussten Abend eine Stunde verspätet zum vereinbarten Stelldichein gekommen. Er hätte also genug Zeit gehabt, Pauline zu töten. Charlie wiederum könnte Lindas Mann die Wahrheit über die Affäre sagen. In dieser Pattsituation schlägt Rockford eine Alternative vor. Für 100.000 Dollar wird er Charlie außer Landes bringen, wo er vor der Strafverfolgung sicher wäre. Damit würde er für immer aus Lindas Leben verschwinden. Linda schläft eine Nacht darüber. Am nächsten Tag besucht sie Rockford und willigt ein. Kurz danach wird Rockford zu Lindas Mann zitiert. Der erklärt, dass er Linda auf Schritt und Tritt überwachen lässt. Bannister ist über Lindas Affären im Bilde. Solange es keinen Skandal gibt, toleriert er das Verhalten seiner Frau. Bannister lässt keinen Zweifel daran, dass Rockford sein Leben aufs Spiel setzt, sollte er sich nicht aus der Sache heraushalten. Trotzdem trifft sich Rockford mit Linda zur Geldübergabe. Kurz nachdem er das Geld erhalten hat, wird er von zwei Schlägern angegriffen, die er jedoch mattsetzen kann. Da braust Bannister in einem Auto vorbei. Rockford verfolgt und stellt ihn. Bannister gibt zu, Pauline erschlagen zu haben. Die hatte von der Affähre ihres Mannes Wind bekommen und wollte Charlie vor Gericht bringen. Auf diese Weise wäre Bannister kompromittiert worden. Somit ist der Fall geklärt. Seine Belohnung kann Rockford in den Wind schreiben, denn Pauline hat ihr Testament geändert. Charlie ist sogar so knapp bei Kasse, dass Rockford ihm Geld leihen muss ...


Detektiv Rockford - Anruf genügt

Angel und Rockford


1.22: Die Polizei, dein Freund und Feind (The Four Pound Brick) Regie: Lawrence Doheny (44:13 Min.)

Der junge Polizist Dave Banning kommt bei einem Unfall ums Leben. Seine Mutter Kate, eine gute Freundin Rockys, ist fest davon überzeugt, dass Dave ermordet wurde. Sie will alles daransetzen, das zu beweisen. Rocky setzt seinen Sohn darauf an. Rockfords übliche Rate von 200 Dollar (plus Spesen) ist ihm die Sache wert, denn jetzt muss Rockford ein einziges Mal das tun, was sein Vater will. In der Polizeistation blitzt Rockford ab. Daves Verlobte Laura teilt Kates Verdacht nicht. Sie bestätigt allerdings etwas, das auch Daves Mutter schon gesagt hat. Einige Tage vor seinem Tod war Dave sehr angespannt und ängstlich. Einmal ist es sogar zum Streit gekommen, denn Laura hat ein Telefongespräch mitgehört, das Dave vor ihr verheimlichen wollte. Darin war davon die Rede, dass Dave zum "üblichen Ort" kommen sollte, einer bestimmten Sitzreihe in einem derzeit geschlossenen Freilichttheater. Rockford schaut sich dort um und findet Hinweise darauf, dass sich dort öfter Unbekannte mit einem Polizisten treffen. Rockford legt sich auf die Lauer. Er muss nicht lange warten, bis zwei Männer am besagten Ort erscheinen - sowie Sergeant Andrew Wilson, Daves Streifenpartner. Die Unbekannten überreichen Wilson einen Umschlag, der vermutlich Bestechungsgeld enthält. Rockford macht ein Foto, das leider recht unscharf ist. Zusammen mit seinem Freund Angel hört sich Rockford in einschlägigen Kreisen um. Ergebnis: Wilson und Banning waren in krumme Geschäfte verwickelt. Als Rockford und Angel nur knapp einer Attacke durch Killer entgehen, denen ihre Recherche nicht verborgen geblieben ist, wird klar, dass diese Geschäfte äußerst brisant sind.

Kate wird informiert. Ihr ist egal, was ihr Sohn getan hat. Sie will, dass der Mörder überführt wird. Daher geht Rockford zu Lieutenant Diehl und legt das Foto vor. Diehl will nichts von der Sache hören. Wenig später deuten zwei Polizisten an, dass Rockford die Füße stillhalten muss, wenn er seine Detektivlizenz behalten will. Dadurch wird Rockfords Ehrgeiz nur noch mehr angestachelt. Nun heftet er sich an Wilsons Fersen und beobachtet eine weitere Geldübergabe. Rockford folgt den Männern, die Wilson bezahlt haben, merkt aber nicht, dass er selbst beschattet wurde. Er wird von zwei Gangstern gekidnappt und in eine Lagerhalle gebracht, in der schon der Gangsterboss Morrie wartet. Wilson trifft wenig später ein. Er kauft vier Pfund Drogen mit dem Geld, das ihm zuvor überreicht wurde. Morrie riecht Lunte. Er erkennt, dass Wilson verwanzt ist. Als das Signal abbricht, rückt die von Diehl angeführte Polizei an. Die Gangster werden festgenommen. Jetzt kann Becker erklären, was wirklich geschehen ist. Dave hat herausgefunden, dass Wilson bestechlich ist und für Morrie arbeitet. Damit ist er zur Polizeiaufsicht gegangen. Morries Killer haben davon erfahren und den "Unfall" arrangiert. Daraufhin wurde Wilson von Diehl gezwungen, Morrie auszuspionieren. Der Fall ist gelöst. Seine Rechnung kann Rockford allerdings in die Rundablage legen, denn Kate hat momentan einen finanziellen Engpass und Rocky ist knapp bei Kasse ...


1.23: Tod durch Unfall (Just by Accident) Regie: Jerry London (48:00 Min.)

Billy Joe Hartman und Duane Bailey, zwei talentierte Stock-Car-Rennfahrer, gehören zu einer Gruppe von Versicherungsbetrügern. Sie beschaffen sich durch einen legalen Trick immer wieder neue Identitäten, schließen Unfallversicherungen ab und täuschen Unfälle vor, für die sie dann abkassieren. Andere Mitglieder der Gruppe treten als Unfallzeugen auf. Sie alle machen gemeinsame Sache mit Matthew Springfield, dem Chef einer großen Versicherungsgesellschaft. Als Billy Joe aussteigen will, sorgt Duane dafür, dass der nächste vorgetäuschte Autounfall ein echter wird. Billy Joe kommt dabei ums Leben. Seine sehr wohlhabende Mutter Louise, die nichts von den krummen Geschäften weiß, glaubt nicht an den Unfalltod ihres Sohnes. Ihr alter Freund James Rockford soll herausfinden, was wirklich geschehen ist. In Billy Joes Wohnung begegnet Rockford einer jungen Frau namens Jeannie Szymczyk, die ihm die trauernde Freundin vorspielt. In Wahrheit gehört sie zu den Betrügern und benutzt ebenfalls einen falschen Namen. In den Besitztümern des Toten entdeckt Rockford ein Adressbuch und findet heraus, dass Billy Joe ein Bankschließfach hat. Dieses wird nun in Louises Beisein geöffnet. Es enthält 20.000 Dollar in bar, vier auf verschiedene Namen ausgestellte Führerscheine mit Billy Joes Bild und einen Briefumschlag der Springfield-York-Versicherung. Rockford zieht Sergeant Tom Garvey, einen Freund bei der Polizei, ins Vertrauen. Garvey findet nichts über die Personen heraus, deren Namen Billy Joe benutzt hat.

Rockford fühlt Springfield auf den Zahn. Der Mann stellt sich dumm. Anschließend beauftragt er Duane mit Rockfords Ermordung. Rockford wird bewusstlos geschlagen und soll am Steuer seines eigenen Autos in den Tod stürzen, überlebt jedoch mit viel Glück nur leicht verletzt. Als Rockford erfährt, dass Billy Joe sich beim Erwerb der Führerscheine stets mit einer Geburtsurkunde ausgewiesen hat, wird ihm langsam klar, was gespielt wird. Im Einwohnermeldeamt finden sich die letzten noch benötigten Informationen. Alle von Billy Joe verwendeten Namen (sowie der von Billy Joes angeblicher Freundin) gehören zu Kindern, die kurz nach der Geburt gestorben sind - und das Sterbedatum wird in der Geburtsurkunde nicht vermerkt. Springfield und Duane locken Rockford zur Stock-Car-Rennbahn und nehmen seinen Leihwagen dort mit zwei Autos in die Zange. Es wird knapp für Rockford, doch er hat vorgesorgt und Garvey vorab informiert. Garvey und einige Polizisten kommen gerade noch rechtzeitig, um Rockford zu retten und die Verbrecher zu verhaften. Da Rockford sich beharrlich weigert, Geld von Louise anzunehmen, übernimmt sie insgeheim die Reparatur von Rockfords Pontiac Firebird und bezahlt auch noch den geschrotteten Leihwagen.


Detektiv Rockford - Anruf genügt

Wenn Beth mit Rockford zu tun hat, "darf" sie meistens hinter ihm aufräumen


1.24: Verhängnisvoller Vertrag (Roundabout) Regie: Lou Antonio (48:00 Min.)

Rockford übernimmt einen vermeintlich einfachen Versicherungsjob. Er soll einer gewissen Nancy Wade einen Scheck über 10.000 Dollar aushändigen. Die Summe ist anlässlich des Todes ihrer Mutter fällig geworden. Mutter und Tochter waren zerstritten und hatten zuletzt keinen Kontakt mehr. Rockford spürt Nancy in Las Vegas auf und nimmt die merkwürdigerweise stark widerstrebende junge Frau mit zur nächsten Bank, um ein Konto für sie einzurichten und den Scheck mit notarieller Beglaubigung gutschreiben zu lassen. Der Bankangestellte teilt mit, dass Nancy dort bereits ein Konto hat, auf dem sich 300.000 Dollar befinden! Nancy läuft davon und wird außerhalb der Bank von zwei Schlägern in ein Auto gezerrt. Als Rockford in Nancys Hotelzimmer zurückkehrt, bekommt er von einem der beiden Schläger hinterrücks eins über den Schädel gezogen. Der Mann nimmt den Scheck und Rockfords Brieftasche mit. Jetzt hat der Detektiv ein echtes Problem. Seine Versicherung wird den Schaden begleichen, aber dann könnte Rockford seinen Job an den Nagel hängen. Er muss den Scheck also unbedingt wiederbeschaffen. Mit Nancys Auto fährt er kreuz und quer durch die Stadt. Er hat Glück; Nancy ist Sängerin und ihre Shows in einem Casino werden groß angekündigt. Rockford beobachtet, dass sie nach dem Auftritt von den beiden Schlägern zu einer großen Ranch gefahren wird. Dort wird Rockford Zeuge, wie sich der Besitzer, ein gewisser Tom Robertson, mit seinem Geschäftspartner Kenneth Mamato streitet.

Rockford befreit Nancy. Sie erklärt, Robertson habe sie für seine Plattenfirma Focus Records unter Vertrag genommen und sie habe herausgefunden, dass Robertson sie benutzt, um Mafiageld zu waschen. Sie weiß sogar, wo sich die frisierten Geschäftsbücher befinden. Zur Polizei kann sie nicht gehen, weil alles über ihren Namen gelaufen ist. Rockford wendet sich an Mamato. Nur mit seiner Hilfe kann er an die brisanten Unterlagen herankommen, die er braucht, um Robertson unter Druck zu setzen. Da Mamato fürchtet, sein in Robertsons Geschäft investiertes Kapital sei verloren, lässt er sich auf die Sache ein. Er lenkt Robertson ab, so dass Rockford die Unterlagen an sich bringen kann. Nachdem Rockford die Polizei eingeweiht hat, vereinbart er einen Übergabetermin mit Robertson. So bekommt Rockford die Brieftasche und den Scheck zurück. Doch Robertson spielt falsch. Er hat seine Schläger dabei und verlangt, dass Rockford ihm Nancy ausliefert. Im richtigen Moment rückt die Polizei an. Robertson läuft davon. Rockford schnappt ihn persönlich. Zu guter Letzt treffen sich Rockford und Nancy noch einmal mit Mamoto. Der Geschäftsmann bietet Nancy einen neuen Plattenvertrag an. Rockford, dem die Bedingungen spanisch vorkommen, warnt Nancy vergeblich.


Kommentar:

In der letzten Szene der letzten Episode wollen Mamoto und Nancy, dass Rockford sich verzieht ("Bug off!"). Das hat er zum Glück nicht getan! Fünf weitere Staffeln mit dem charmanten und gewitzten Privatdetektiv wurden ausgestrahlt. In Deutschland lief die Serie ab 1976 im Fernsehen und ich bilde mir ein, dass ich sie damals regelmäßig verfolgt habe. Die schmissige Titelmelodie ist mir ebenso in Erinnerung geblieben wie Rockfods schnittiges Auto: Ein Pontiac Firebird. Ich wollte immer so einen Wagen als Matchbox-Auto haben, bin mir aber nicht sicher, ob es dieses Modell in Deutschland überhaupt gab. Die kultigen Autos der Siebzigerjahre in dieser Serie sind heute natürlich ein ebenso großer Leckerbissen wie die Siebziger-Großstadt-Atmosphäre ganz allgemein. Man kann die Serie nicht als "zeitlos" bezeichnen, aber das ist nicht negativ zu verstehen, im Gegenteil! Wer die Siebziger selbst erlebt hat, dem dürften ziemlich oft Tränen der Rührung in die Augen treten. Nicht zuletzt deshalb, weil es Fernsehserien dieser Machart schon lange nicht mehr gibt. Sehr lange Einstellungen, in denen nichts weiter geschieht, als dass Rockford in der Gegend herumfährt, Leute befragt oder das nächste Täuschungsmanöver vorbereitet ... So viel Zeit nehmen sich Fernsehserien heute kaum noch. Die vielen gut gemachten Verfolgungsjagden gehören auch in diese Kategorie. Sie können sich durchaus immer noch sehen lassen und Rockford ist ein derart guter Fahrer, dass er die Schurken in Ep. 24 sogar mit einem VW-Käfer abhängt! Laut Wikipedia ist der auch in den hier zusammengefassten Episoden oft gezeigte 180-Grad-Drift als "Rockford-Turn" in den Sprachgebrauch eingegangen. Der Humor sollte nicht unerwähnt bleiben. In der Serie kommen durchaus ernste Töne vor, aber eine so düstere, direkt traurige Episode wie "Taschenspielertricks" (Ep. 17) ist die Ausnahme.

Von den meist gut ausgedachten Geschichten habe ich damals wahrscheinlich nicht allzu viel mitgekriegt, abgesehen davon, dass Rockford seine Widersacher sehr geschickt austrickst und immer einen flotten Spruch auf Lager hat. Heute kann ich die teilweise recht verwickelten Fälle weit besser würdigen. Rockford, stets cool und souverän, ist ganz klar die Hauptattraktion der Serie. Er wickelt weibliche "Opfer" gern mit seinem Charme ein, andere werden mit schauspielerischem Talent in die Falle gelockt. Rockford ist jedoch kein Superheld. Im Gegenteil, er ist ein ganz normaler Typ, der Ärger lieber aus dem Weg geht. Waffen nutzt er nur äußerst selten und bei Schlägereien zieht er trotz seiner beeindruckenden Statur manchmal den Kürzeren. Er zahlt es seinen Gegnern lieber mit Köpfchen heim. Rockford lässt zwar manchmal den harten Kerl raushängen, hat aber seine Grundsätze, bleibt immer rechtschaffen und hat das Herz am rechten Fleck. James Garner ist die perfekte Besetzung für diese Rolle. Ich glaube, sie wurde ihm auf den Leib geschrieben. Ohne ihn wäre die Serie nicht halb so gut, mit ihm wird sie absolut unverwechselbar. Damals bekannte oder später bekannt gewordene Gaststars sind manchmal mit von der Partie, wiederkehrende Rollen sind aber selten. Außer Rockfords Vater und Sergeant Becker sind das in der zweiten Hälfte der ersten Staffel nur Angel Martin und Beth Davenport. In Ep. 16 kommt Sara Butler aus dem Pilotfilm noch einmal vor.

Ich möchte euch übrigens die engliche Originalfassung ans Herz legen, denn die deutsche Synchronisation kann ich nicht als gelungen bezeichnen. Rockfords deutsche Stimme passt irgendwie nicht, außerdem geht der Wortwitz regelmäßig verloren. Stattdessen wurden dümmliche Kalauer eingebaut, außerdem wurden manche Dialoge unnötigerweise abgewandelt. So wird der Charakter der Serie nicht unerheblich verfälscht.

J. Kreis, 12.04.2017




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