Detektiv Rockford: Anruf genügt


Detektiv Rockford: Anruf genügt - Staffel 1.1 (USA, 1974)
- The Rockford Files -

DVD Regionalcode 2, Universal
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: Siehe Einzelepisoden

Extras:
- Interview mit James Garner (7:59 Min.)

Regie:
Siehe Einzelepisoden

Hauptdarsteller:
James Garner (James Rockford)
Noah Beery (Joseph Rockford, genannt "Rocky")
Joe Santos (Dennis Becker)
Gretchen Corbett (Beth Davenport)




Inhalt:

Die Box enthält die erste Hälfte der ersten Staffel der Fernsehserie Detektiv Rockford - Anruf genügt.

1.1 (Pilotfilm): Die Schwarze Witwe (Backlash of the Hunter) Regie: Richard T. Heffron (86:32 Min.)

James Rockford hat fünf Jahre lang unschuldig hinter Gittern gesessen. Rockfords Vater Joseph musste seinen Truck verkaufen, um die Anwälte bezahlen zu können. Seinen Lebensunterhalt bestreitet Rockford mehr schlecht als recht als Privatdetektiv. Wohnung und Büro befinden sich in einem Wohnwagen am Strand von Malibu. Rockfords Standard-Honorar beträgt 200 Dollar pro Tag plus Spesen. Er bearbeitet grundsätzlich nur Fälle, die von den Behörden bereits geschlossen wurden, um nicht erneut mit der Polizei in Konflikt zu geraten. Eines Tages wird Rockford von Sara Butler gebeten, den Mord an ihrem Vater aufzuklären. Er war seit dem Tod seiner Frau obdachlos und alkoholsüchtig. Rockford nimmt sich der Sache an, obwohl sich Sara das Honorar nicht leisten kann. Sara meint, eine gewisse Mildred Elias könnte etwas mit der Sache zu tun haben. Die reiche Witwe will Saras Bruder Nick, den sie eigentlich gar nicht kennt, ein Studium an einer Privatuniversität finanzieren. Von seinem ehemaligen Mithäftling "Angel" Martin, der bei einer Zeitung arbeitet, erfährt Rockford, dass Mildreds 30 Jahre älterer Gatte William noch in der Hochzeitsnacht in Las Vegas gestorben ist.

Als Rockford von Sergeant Becker (seinem Freund bei der Polizei) erfährt, dass Butler einen mindestens tausend Doller teuren Ring am Finger hatte, als er tot aufgefunden wurde, steht fest, dass es sich keineswegs um Raubmord gehandelt hat. Mrs. Elias setzt ihren Liebhaber Jerry Grimes auf Rockford an. Der dreht den Spieß um und setzt Sara als Lockvogel für Jerry ein. Allmählich wird ihm klar, was wirklich abgelaufen ist: William Elias ist vor der Trauung gestorben. Um an seine Millionen heranzukommen, haben Mildred und Jerry einen "Ersatzmann" gesucht und in Saras Vater gefunden. Möglicherweise hat er die beiden anschließend erpresst und musste deshalb sterben. Rockford und Sara wollen den Geistlichen zur Rede stellen, der an der Sache beteiligt war, kommen aber zu spät. Jerry hat den Mann bereits niedergeschossen. Es kommt zum Showdown in der Wüste von Nevada. Jerry und ein Komplize verfolgen Rockford und Sara per Flugzeug. Rockford schießt die Maschine ab und nimmt die Bösewichte fest. Anschließend wandert er selbst ins Gefängnis, denn er hat keine Lizenz für seine Schusswaffe.


Rockford

James Rockford


1.2: Vatermörder (The Kirkoff Case) Regie: Lou Antonio (48:06 Min.)

Der junge Millionenerbe Larry Kirkoff beauftragt Rockford mit der Suche nach dem Mörder seiner Eltern. Staatsanwalt und Polizei gehen davon aus, dass Kirkoff die Tat selbst begangen hat. Man konnte ihm aber nichts nachweisen, und so wurde die Sache fallen gelassen. Bei der Verfolgung Travis Buckmans, der ein Verhältnis mit Larrys Mutter hatte, wird Rockford von Buckman und dessen Freundin Tawnia Baker in eine Falle gelockt. Tawnia war die Geliebte von Larrys Vater, und sie hat sich mit Buckman zusammengetan, um den Mörder zu finden. Die beiden sind von Larrys Schuld überzeugt, und Rockford beginnt das allmählich ebenfalls zu glauben. Larry bietet ihm jedoch 20.000 Dollar für weitere Ermittlungen. Deshalb will sich Rockford nur zu gern mit einer Anruferin treffen, die angeblich Informationen über den Kirkoff-Fall hat. So tappt er in eine weitere Falle. Er wird von den Schergen eines Unbekannten zusammengeschlagen, dem Rockfords Ermittlungen schaden könnten - angeblich würde ein Immobilienbetrug auffliegen, wenn der Staatsanwalt den Fall neu aufrollen sollte. Von Sgt. Becker und Twania, mit der sich Rockford beim Burger-Essen versöhnt, erhält der Detektiv wertvolle Informationen. So wird klar, dass Larrys Vater den ehemaligen Boxer Muzzy Vinette angeheuert hat, um seine Frau zu töten, weil er im bevorstehenden Scheidungsverfahren seinen guten Ruf verloren hätte. Larry hat daraufhin seinen Vater erschossen. Rockford scheucht Vinette auf und nimmt ihn nach einer Verfolgungsjagd auf dem Golfplatz fest. Larrys Schuld kann er aber nicht beweisen. Zu seinem großen Erstaunen legt Larry bei der Polizei ein Geständnis ab.


Rockford

Rockfords Lizenz


1.3: Suche nach dem Namenlosen (The Dark and Bloody Ground) Regie: Michael Schultz (48:00 Min.)

Rockford hilft seiner Freundin, der Anwältin Beth Davenport, bei den Ermittlungen in einem aussichtslosen Fall. Beth vertritt Ann Calhoun, die ihren Ehemann Kevin umgebracht haben soll. Die beiden waren zu Besuch in Los Angeles, weil Calhoun dort angeblich von Elizabeth Gorman und Clyde Russell zu einer Party eingeladen war. Diese behaupten, Calhoun sei dort uneingeladen hereingeplatzt. Rockford reist nach Arizona, um mehr über Calhoun zu erfahren, der dort früher gelebt haben soll. Es aber gibt keinerlei Unterlagen über Calhoun und niemand kennt ihn. Rockford wird von einem gestohlenen Lastwagen bedrängt, den er nur knapp abhängen kann. Später werden die Bremsen seines Autos sabotiert. Jemand hat also ein großes Interesse daran, dass Calhouns Geheimnis gewahrt bleibt. Es gibt eine Verbindung mit dem Buch "The Dark and Bloody Ground", das demnächst in einer Großproduktion verfilmt werden soll. Autor ist Elizabeth Gormans Mann Steven, der vor drei Jahren bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen ist. Nachdem Rockford bei Elizabeth und Russell auf den Busch geklopft hat, will sich letzterer allein mit dem Detektiv treffen. Vor Ort finden Rockford und Beth Russels Leiche und werden beschossen. Der Täter ist Elizabeths Verlobter Elliot Malcolm. Er flieht, baut einen Unfall und landet im Krankenhaus. Rockford konfrontiert Elizabeth damit, dass er die Zusammenhänge durchschaut hat, und sie gesteht alles. Kevin Calhoun ist in Wahrheit Steven Gorman. Er hatte seinen Tod vorgetäuscht und ein neues Leben mit Ann begonnen. Er hatte von der Verfilmung seines Buches erfahren und wollte ein Stück vom Kuchen abhaben. Elizabeth hat ihn aber nicht deswegen umgebracht, sondern aus Eifersucht. Russell und Malcolm dagegen wollten verhindern, dass Calhoun/Gorman seine Rechte einfordert.


Rockford

Rockfords Pontiac Firebird beim allerersten 180-Grad-Turn der Serie


1.4: Wer erschoß Carl? (The Countess) Regie: Russ Mayberry (48:00 Min.)

Ein einfacher Erpressungsfall gerät außer Kontrolle: Im Auftrag seiner Klientin, der Gräfin Deborah Ryder, versucht Rockford den Gangster Carl Brego einzuschüchtern. Während sich die beiden prügeln, wird Brego von einem Unbekannten erschossen. Brego hat Deborah damit erpresst, dass er ihre Vergangenheit kennt. Sie ist vor vielen Jahren in Machenschaften des organisierten Verbrechens verwickelt worden und vor der Polizei nach Europa geflohen. Dort hat sie einen Grafen geheiratet, dessen Titel sie nach dem Tod ihres Ehemannes behalten hat. Nach der Rückkehr in die USA hat sie sich ihn ihren jetzigen Mann Mike Ryder verliebt, dem sie die bittere Erkenntnis ersparen will, eine ehemalige Kriminelle geheiratet zu haben. Rockford gerät unter Mordverdacht, aber Beth kann verhindern, dass er in Untersuchungshaft genommen wird. Mit einem Trick überzeugt sich Rockford davon, dass er nicht von Deborah in eine Falle gelockt wurde. Dann wird Rockford von zwei Männern abgeholt, bei denen es sich nicht, wie er zunächst annimmt, um Polizisten handelt, sondern um Schergen eines mit Brego verwandten Gangsterbosses, der Bregos Tod rächen will. Zu Rockfords Glück ist ihm die Polizei wirklich auf den Fersen, denn Bregos Freundin hat gegen ihn ausgesagt. Becker erscheint rechtzeitig mit Verstärkung, um zu verhindern, dass die Gangster Rockford beseitigen. Da Deborah und die Gangster als Mörder Bregos ausscheiden, bleibt nur noch ein Verdächtiger: Deborahs Mann. Der gesteht die Tat umgehend. Er wollte seine Frau schützen und ist aus demselben Grund bereit, Rockford zu töten. Um sich selbst zu retten, provoziert Rockford einen Autounfall, bei dem Ryder tödlich verletzt wird.


Rockford

Rockfords Trailer im Pilotfilm, später steht er an einer anderen Stelle


1.5: Ausfahrt Bay City (Exit Prentiss Carr) Regie: Alex Grasshoff (47:59 Min.)

Janet Carr, eine alte Flamme Rockfords, vermisst ihren Ehemann Prentiss, der sich in Bay City mit jemandem treffen wollte und nicht zurückgekommen ist. Telefonisch bittet sie Rockford um Hilfe. Der Detektiv sucht das Motel auf, in dem Carr abgestiegen ist. Carr liegt tot in seinem Zimmer, er wurde erschossen. Rockford informiert die Polizei von Bay City, verschweigt aber, dass er in das Motelzimmer eingedrungen ist. Damit rückt er erst heraus, als Lt. Furlong und Sgt. Larsen am nächsten Tag behaupten, Carr habe Selbstmord begangen. Für Rockford war es eindeutig Mord, denn Carr hatte die Pistole nicht - wie von Furlong und Larsen behauptet - in der Hand. Die Waffe hat außerhalb seiner Reichweite am Boden gelegen. Als Rockford dem Polizeichef seine Sicht der Dinge erläutert, zieht er sich den Zorn der Polizisten zu und wird aus Bay City vertrieben. Janet gesteht nach einigem Hin und Her, in der Mordnacht bei einem anderen Mann gewesen zu sein, so dass sie als Tatverdächtige ausscheidet. Rockford findet heraus, dass Carr eine Geliebte in Bay City hatte. Rockford folgt der Frau, obwohl er immer wieder von Furlong und Larsen bedroht wird. Er beobachtet, wie Carrs Chef Eric Saunders der Frau Geld gibt. Offensichtlich erpresst sie ihn. Dafür muss sie mit dem Leben bezahlen; Rockford findet die Tote wenig später in deren Haus. Kurz danach wird er von ihrem Freund angegriffen. Rockford kann ihn überwältigen und erfährt, dass Carr mit seiner Geliebten und deren Freund bei der Erpressung gemeinsame Sache gemacht hat. Carr wurde von Saunders ermordet. Seine Geliebte wollte es wie Selbstmord aussehen lassen, um Saunders weiter erpressen zu können. Nachdem der Fall geklärt ist, nehmen Rockford und Janet ihre alte Beziehung wieder auf - zumindest solange, bis Janet ihren geplanten Umzug nach Tahiti verwirklicht.

1.6: Eine Tote auf Reisen (Tall Woman in Red Wagon) Regie: Jerry London (47:59 Min.)

Rockford soll der Reporterin Sandra Turkel bei der Suche nach ihrer spurlos verschwundenen Freundin Charlotte Duskey helfen. Rockford lässt sich engagieren, hat nun aber die etwas übereifrige junge Frau ständig am Hals. Die Suche scheint schnell beendet zu sein, denn die beiden erfahren, dass Charlotte in einem Hotel an einem Herzinfarkt gestorben ist. Weder Sandra noch Rockford glauben das, zumal Rockford bemerkt, dass sie verfolgt werden. Er nimmt sich den Verfolger zur Brust, aber der stellt sich als Harry Stoner vor, Agent der Bundessteuerbehörde. Er sucht ebenfalls nach Charlotte. Sie war die Freundin des Gangsters Joe Baron und ist nach dessen Tod mit 1,2 Millionen Dollar verschwunden, die noch versteuert werden müssen. Rockford ruft heimlich Barons Sohn an. Der bestätigt die Story - aber Stoner ist kein Beamter, sondern ein ehemaliges Bandenmitglied. Durch einen Trick gelingt es Rockford und Sandra, Stoner während einer Bahnreise abzuhängen. Joe Baron jr. schickt ihnen zwei Gangster hinterher, die das Geld wiederbeschaffen sollen. Nächste Station: Friedhof. Dort gibt sich Rockford als Agent Stoner aus und lässt den noch nicht beigesetzten Sarg öffnen. Sandsäcke liegen darin, aber weder eine Tote noch das Geld. Jetzt haben Rockford und Sandra Charlottes Adresse. Als sie dort ankommen, liegt die Gesuchte am Boden - bewusstlos, aber lebendig. Sie behauptet, sie habe nur das mitnehmen wollen, was ihr Freund ihr versprochen habe. Die Schergen seines Sohnes hätten es ihr jetzt abgenommen. Rockford ist nicht überzeugt. Er will sich den Sarg noch einmal anschauen, wird aber von den Gangstern angeschossen. Als er zwei Wochen später aus dem Krankenhaus entlassen wird, wissen weder er noch Sandra oder Stoner, was wirklich aus dem Geld geworden ist. Charlotte ist jedenfalls erneut verschwunden...


Rockford

Joseph Rockford, genannt "Rocky"


1.7/1.8: Wer ist Mark Chalmers - Teil 1 und 2 (This Case is closed) Regie: Bernard L. Kowalski (48:07 Min. / 47:07 Min.)

Mark Chalmers, der Verlobte von Susan Jameson, scheint ein echter Saubermann zu sein. Susans Vater Warner Jameson ist da anderer Meinung. Er glaubt, dass Chalmers etwas verbirgt. Rockford soll herausfinden, ob an diesem Verdacht etwas dran ist. Jameson glaubt, dass Chalmers aus Newark stammt, also reist Rockford zu Recherchezwecken nach New Jersey. Er wendet sich an die Polizei, wird aber von Lt. Pierson abgewiesen; er soll die Stadt verlassen. Natürlich denkt er nicht daran und verteilt überall Bilder von Chalmers, aber dadurch macht er nur die lokalen Gangster auf sich aufmerksam. Zwei bedrohlich wirkende Männer besuchen ihn im Motel und geben ihm deutlich zu verstehen, dass es gesünder für ihn und seinen Auftraggeber (dessen Namen Rockford für sich behält) wäre, die Nachforschungen einzustellen. Rockford hat genug und kehrt nach Los Angeles zurück. Dort wird er von einem Unbekannten verfolgt, den er aber abhängen kann. In Rockfords Wohnwagen herrscht Chaos, jemand hat alles durchsucht, und dieser Jemand kommt nun zurück: Weitere finstere Gestalten bringen Rockford zu ihrem Boss Torrance Beck, der den Namen von Rockfords Auftraggeber erfahren möchte. Als Rockford standhaft bleibt, soll er weggebracht und ermordet werden. Doch die Bundespolizei hat alles beobachtet. Das Auto wird gestoppt, Rockford ist gerettet. Agent Shore erklärt ihm, dass er in der Gewalt des organisierten Verbrechens war. Er soll nun gegen seine Kidnapper aussagen. Rockford lehnt ab, als Shore sich weigert, ihm zu erklären, warum er beobachtet wurde und was das alles zu bedeuten hat.

Rockford wird zu Jameson bestellt und erfährt, dass dieser sich bereits anderweitig mit Chalmers geeinigt hat. Chalmers hat sich angeblich bereit erklärt, sich von Susan zu trennen. Somit sollte der Fall eigentlich erledigt sein - worüber Rockford keineswegs unglücklich ist - aber Rockford wird immer noch von der Polizei beschattet, außerdem will Susan ihn nun engagieren, damit er in Erfahrung bringt, warum ihr Verlobter nichts mehr von ihr wissen will. Auch die Gangster lassen nicht locker; sie geben ihm sehr deutlich zu verstehen, dass er bereits mit einem Bein im Grab steht. Rockford blickt nicht mehr durch und stellt Shore zur Rede. Der erklärt ihm, dass Mark Chalmers tot ist - er wurde in der vergangenen Nacht ermordet. Er war ein Gangster, der als Kronzeuge gegen mehrere Mafia-Familien aufgetreten ist und in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde. Offensichtlich war seine neue Identität aber nicht gut genug, meint Shore. Rockford hat einen anderen Verdacht. Er klopft bei Jameson auf den Busch, indem er behauptet, Susan habe Chalmers getötet. Rockford wird zu Jamesons Landhaus bestellt und dort erwartungsgemäß von Jameson unter Beschuss genommen. Rockford überwältigt Jameson und erfährt, was er schon geahnt hat: Susan und Chalmers wollten zusammen durchbrennen, und das konnte Jameson nicht zulassen. Deshalb hat er Chalmers ermordet.

1.9: Kunstwerke gefällig (The Big Ripoff) Regie: Vincent McEveety (48:01 Min.)

Rockford kommt einem Versicherungsbetrug auf die Spur. Eigentlich sollte er im Auftrag von Nancy Frazier herausfinden, ob ihr Geliebter Steve Nelson wirklich bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist oder von seiner Frau, die den Absturz überlebt hat, ermordet wurde. Rockford kommt zu der Überzeugung, dass Nelson seinen Tod nur vorgetäuscht hat, um die 400.000 Dollar schwere Lebensversicherung zu kassieren. Als Mrs. Frazier überstürzt abreist, steht für Rockford fest, dass Nelson Kontakt mit ihr aufgenommen hat. Mr. Moss von der Versicherungsgesellschaft finanziert Rockfords Nachforschungen, die den Detektiv nach Almeria führen. Unterwegs dorthin lernt er die junge Anhalterin Marilyn Polonski kennen, die sich in ihn verliebt. Nachdem Rockford alle Hotels und Motels in Almeria vergeblich abgeklappert und sogar den abweisenden Sheriff nach Nelson gefragt hat, wird er von zwei Typen zusammengeschlagen, die so freundlich sind, ihm ein Ticket für die Busfahrt nach Hause zu schenken. Marilyn kennt einen der Schläger. Rockford stattet ihm einen Revanche-Besuch ab und erfährt, dass der Mann vom Galeristen LeMay engagiert wurde. Der gesteht, dass er von Nancy Frazier um Hilfe gebeten wurde; sie hat bemerkt, dass Rockford ihr gefolgt ist. Jetzt fällt bei Marilyn der Groschen. Sie kennt Nelson unter dem Künstlernamen Dennis Rains. Er hat sich eine Tarnexistenz als Künstler aufgebaut, die erstaunlich gut funktioniert. Seine Gemälde gehen für 2.000 Dollar pro Stück über den Tresen! Jetzt ist es nicht mehr schwer für Rockford, das Versteck des Gesuchten zu finden. Dort wird er allerdings von Nelson mit der Waffe bedroht und gefesselt. Rockford bietet sich als Mittelsmann an. Als erfolgreicher Künstler braucht Nelson die Versicherungssumme eigentlich gar nicht, er könnte also mit Moss einen Deal abschließen, das Geld zurückgeben und straffrei ausgehen. Nelson geht nicht auf den Vorschlag ein. Als Rockford später auch noch bei Moss abblitzt, wird ihm klar, dass Nelson den Deal selbst abgeschlossen hat. Rockford glaubt, wieder einmal leer ausgegangen zu sein, doch Nelson hat sich bereits erkenntlich gezeigt. Er hat einige seiner wertvollen Gemälde bei Rockfords Vater abgegeben.


Rockford

Sergeant Dennis Becker - so genervt guckt er meistens, wenn Rockford vorbeikommt


1.10: Der ehrenwerte Mr. Correll (Find me if you can) Regie: Lawrence Doheny (47:58 Min.)

Barbara Kelbaker ist auf der Flucht. Sie hat beobachtet, wie ihr Geliebter, der Mafiosi Ralph Correll, jemanden ermordet hat und ist geflohen, wobei sie 50.000 Dollar mitgenommen hat, die ihrem Freund gehören. Um sicherzugehen, dass Correll sie niemals finden wird, engagiert sie unter falschem Namen einen Privatdetektiv, der genau das versuchen soll: James Rockford. Die Hintergründe verheimlicht sie ihm zunächst. Da Rockford dringend Geld braucht, lässt er sich auf die Sache ein. Mit etwas Hilfe von Sgt. Becker findet er schnell heraus, wer Barbara wirklich ist. Er hört sich in ihrem Heimatort Pacific Grove um und erfährt, dass sie in Denver ein Verhältnis mit Ralph Correll hatte. Rockford beißt bei Correll auf Granit und muss auf die harte Tour erkennen, mit wem er es zu tun hat. Correll und zwei seiner Handlanger schlagen Rockford zusammen. Wenigstens erfährt Rockford jetzt endlich, warum Correll hinter Barbara her ist. Rockford schlägt vor, dass sie mit ihrem Wissen zur Polizei geht und übernimmt das sogar selbst. Der Staatsanwalt interessiert sich aber nicht für die Aussage, denn ihm liegt das unterzeichnete (natürlich von Correll gekaufte) Geständnis eines Kleinkriminellen vor. Außerdem ist Barbara verschwunden. Rockford knöpft sich Correll vor und lässt sich von ihm zu einer Lagerhalle führen, in der Barbara gefangen gehalten wird. Dort tappt er zwar in eine Falle und soll zusammen mit Barbara beseitigt werden, aber er hat vorgesorgt und die Polizei informiert. Correll und seine Leute werden festgenommen. Dummerweise kann Barbara Rockfords Rechnung nicht bezahlen. Sie will die 50.000 Dollar zurückgeben, denn es handelt sich um schmutziges Geld...

1.11: Freund oder Feind (In Pursuit of Carol Thorne) Regie: Charles S. Dubin (48:00 Min.)

Carol Thorne wird nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Sie gönnt sich ein neues Auto, einen Besuch beim Stylisten und ein Essen im Restaurant. Dort lernt sie einen gutaussehenden Mann namens Rockford kennen, der sich als Buchmacher ausgibt und Tipps für Pferderennen parat hat. Sie verabredet sich mit ihm, ohne zu wissen, dass der nette Mann in Wahrheit Privatdetektiv ist und sich an sie herangemacht hat, um ihren spurlos verschwundenen Freund Cliff Hoad zu finden. Rockford wiederum ahnt nicht, dass er keineswegs für Hoads Vater arbeitet, sondern für einen Gauner namens Keeley, der vor drei Jahren zusammen mit Hoad, Carol und einem dritten Mann ein großes Ding gedreht hat. Hoad ist seinerzeit mit dem Geld verschwunden. Das erfährt Rockford erst, nachdem Carol ihn durchschaut hat und ihm beweist, wie die Dinge wirklich liegen. Sie will das Geld im Gegensatz zu Keeley gar nicht wiederhaben, sondern es zurückgeben und den Finderlohn kassieren. Sie bietet Rockford einen Teil davon an, damit er ihr hilft. Da haben Keeley und sein Kumpan aber noch ein Wörtchen mitzureden. Alle vier suchen Hoad auf. Keeley zieht eine Waffe und glaubt nun gewonnen zu haben. In einem unbeobachteten Moment kann Rockford Hoad erklären, dass der Raub verjährt ist, und dass Hoad das Geld zurückgeben kann. Gemeinsam tricksen Rockford und Hoad die anderen aus. Hoad führt die Gruppe zum angeblichen Versteck des Geldes. Das Gebiet wurde geflutet, dort befindet sich jetzt ein riesiges Wasserreservoir. Keeley und sein Kompagnon geben auf. Somit können sich Rockford und Hoad die 10.000 Dollar Finderlohn teilen, denn das Geld war natürlich woanders versteckt. Nur Carol war schlauer; sie erwartet Rockford in dessen Trailer. Sie nimmt ihm die Sache nicht übel, verlangt aber einen Anteil von 3.000 Dollar, weil einige der Pferde, auf die sie seinen Tipps gemäß wetten wollte (Rockford hat nie Geld für sie gesetzt), tatsächlich gewonnen haben. Spielschulden sind Ehrenschulden! Rockford zahlt, anschließend gehen die beiden zusammen essen.


Rockford

Rockford und Beth Davenport


1.12: Geraubte Freundschaft (The Dexter Crisis) Regie: Alex Grasshoff (48:00 Min.)

Rockford erhält von Charles Dexter den Auftrag, dessen vor einigen Tagen spurlos verschwundene Geliebte Susan Parsons zu finden. Seine erste Adresse ist Susans Zimmergenossin Louise Henderson. Sie hat Informationen über Susans Aufenthaltsort, die sie nur mit Rockford teilt, als er sich bereit erklärt, sie mitzunehmen, denn sie macht sich Sorgen um ihre Freundin. Die Reise geht nach Las Vegas. Dort sitzt Susan am Roulette-Tisch. Rockford lässt seinen Charme spielen und freundet sich mit der jungen Frau an. Sie macht nicht den Eindruck, als sei sie in Gefahr, aber Louise ist nicht überzeugt. Sie dringt in Susans Hotelzimmer ein und wird - ebenso wie Rockford, der später hinzukommt - von Dexter bewusstlos geschlagen. Der stellt anschließend das Zimmer auf den Kopf, findet aber nicht, wonach er sucht. Nachdem Rockford wieder zu sich gekommen ist, passt er Susan ab, und bietet ihr Hilfe an. Sie bittet ihn um eine Mitfahrgelegenheit nach Reno. Dort legt Rockford die Karten auf den Tisch, um zu erfahren, was wirklich zwischen ihr und Dexter los ist. Bevor Susan auspacken kann, taucht Louise mit einem Polizisten auf und stößt wilde Beschuldigungen aus. Bis Rockford seine Unschuld bewiesen hat, sind Louise und Susan verschwunden. Jetzt hakt Rockford bei Dexter nach und erfährt, dass Susan mit einem Koffer voller Geld durchgebrannt ist, das zur Beilegung ominöser Schwierigkeiten von Dexters Firma hätte eingesetzt werden sollen. Rockford bleibt weiter am Ball, denn es geht um 250.000 Dollar und zehn Prozent Finderlohn. Er stöbert die beiden Frauen auf, die nun endlich gestehen, gemeinsame Sache gemacht zu haben. Rockford bringt sie dazu, ihm das Geld zu überlassen. Er will es zurückgeben und den Finderlohn mit den Frauen teilen. Dexter denkt aber gar nicht daran, die 25.000 Dollar herauszurücken.


Kommentar:

Diese Fernsehserie wurde in Deutschland ab 1976 ausgestrahlt, und ich bilde mir ein, dass ich sie damals regelmäßig verfolgt habe. Die schmissige Titelmelodie ist mir ebenso in Erinnerung geblieben wie Rockfods schnittiges Auto: Ein Pontiac Firebird. Ich wollte immer so einen Wagen als Matchbox-Auto haben, bin mir aber nicht sicher, ob es dieses Modell in Deutschland überhaupt gab. Die kultigen Autos der Siebzigerjahre in dieser Serie sind heute natürlich ein ebenso großer Leckerbissen wie die Siebziger-Großstadt-Atmosphäre ganz allgemein. Man kann die Serie nicht als "zeitlos" bezeichnen, aber das ist nicht negativ zu verstehen, im Gegenteil! Wer die Siebziger selbst erlebt hat, dem dürften ziemlich oft Tränen der Rührung in die Augen treten. Nicht zuletzt deshalb, weil es Fernsehserien dieser Machart schon lange nicht mehr gibt. Sehr lange Einstellungen, in denen nichts weiter geschieht, als dass Rockford von A nach B geht bzw. fährt, das nächste Täuschungsmanöver vorbereitet oder so... So viel Zeit nehmen sich Fernsehserien heute kaum noch. Die vielen gut gemachten Verfolgungsjagden gehören auch in diese Kategorie. Sie können sich durchaus immer noch sehen lassen, aber spektakuläre Crashes und Explosionen kommen nicht vor. Laut Wikipedia ist der typische 180-Grad-Drift, mit dem Rockford regelmäßig irgendwelche Verfolger abhängt, als "Rockford-Turn" in den Sprachgebrauch eingegangen!

Von den meist ganz gut ausgedachten, ebenso spannenden wie humorvollen Geschichten habe ich damals wahrscheinlich nicht allzu viel mitgekriegt, abgesehen davon, dass Rockford seine Widersacher sehr geschickt austrickst und immer einen flotten Spruch auf Lager hat. Heute kann ich die teilweise recht verwickelten Fälle weit besser würdigen. Rockford, unglaublich cool und charmant, ist aber ganz klar die Hauptattraktion der Serie. Er wickelt weibliche "Opfer" gern mit seinem Charme ein, andere werden mit schauspielerischem Talent in die Falle gelockt. Rockford ist jedoch kein Superheld. Im Gegenteil, er ist ein ganz normaler Typ, der Ärger lieber aus dem Weg geht. Waffen nutzt er nur äußerst selten, und bei Schlägereien zieht er trotz seiner beeindruckenden Statur meist den Kürzeren. Er zahlt es seinen Gegnern lieber mit Köpfchen heim. Rockford lässt zwar manchmal den harten Kerl raushängen, hat aber seine Grundsätze und bleibt stets rechtschaffen. James Garner ist die perfekte Besetzung für den meist abgebrannten Zyniker mit Herz. Ohne ihn wäre die Serie nicht halb so gut, mit ihm wird sie absolut unverwechselbar. Damals bekannte oder später bekannt gewordene Gaststars sind oft mit von der Partie, wiederkehrende Rollen sind aber selten. Außer Rockfords Vater und Sergeant Becker ist das in der ersten Hälfte der ersten Staffel nur Beth Davenport.

Ich möchte euch übrigens die engliche Originalfassung ans Herz legen, denn die deutsche Synchronisation kann ich nicht als gelungen bezeichnen. Rockfords deutsche Stimme passt irgendwie nicht, außerdem geht der Wortwitz regelmäßig verloren. Stattdessen wurden dümmliche Kalauer eingebaut, die den ganzen Charakter der Serie verfälschen.

Ein paar unzusammenhängende Gedanken zu einzelnen Episoden:

Ep. 1: Rockfords Vater wird im Pilotfilm von einem anderen Schauspieler verkörpert, in der restlichen Serie wird er von Noah Beery gespielt. Die Sache mit Saras Bruder Nick gerät irgendwie in Vergessenheit. Wahrscheinlich wurde er nur gebraucht, damit Rockford auf Mildreds Spur kommen konnte. Oder wusste Nick irgendwas und sollte durch das Stipendium zum Schweigen verpflichtet werden? Das bleibt ungeklärt.
Ep. 2: Am Ende des Pilotfilms wandert Rockford ja ins Gefängnis. Wie ist er da wieder herausgekommen? Wie lange war er im Knast? Das bleibt komplett unerwähnt. Der Sinn der Geschichte dieser Episode erschließt sich mir nicht. Wollte Larry nur vermeiden, wegen Doppelmordes verurteilt zu werden? Hätte er die Füße stillgehalten, dann wäre er überhaupt nicht belangt worden! Und wenn er die Tat gleich gestanden hätte, dann hätte man ihm den Mord an der Mutter wahrscheinlich nicht nachweisen können.
Ep. 3: Ein typisches Handlungselement: Rockford geht wieder einmal leer aus, denn Beth will ihn erst bezahlen, wenn Ann ihr Honorar gezahlt hat, und Ann ist leider pleite. So ergeht es Rockford ziemlich oft. Kein Wunder, dass er in einem Wohnwagen leben muss! Beth hat in dieser Episode ihren ersten Auftritt. Sie und Rockford haben offensichtlich eine gemeinsame Vergangenheit, von der man aber nichts erfährt. Gretchen Corbett ist ein toller Widerpart für James Garner; schlau, chnippisch und mindestens ebenso charmant.
Ep. 4: Dies ist ein Musterbeispiel für die Stärken der Serie: Ein interessanter Fall, der im Verlauf der Episode noch spannender wird, ein smarter, aber nicht unbesiegbarer Rockford (er gibt in vielen Episoden zu, Angst zu haben, so auch hier), pointierte Wortgefechte und lässige one-liner, dynamische Verfolgungsjagden...
Ep. 5: Es ist ja verständlich, dass die zwei Cops aus Bay City sauer auf Rockford sind, weil er sie verdächtigt, einen Fall zu manipulieren. Aber dass sie ihn mit einer Morddrohung aus Bay City verscheuchen, und dass ihr Vorgesetzter ihn explizit auffordert, den Selbstmordfall ruhen zu lassen, ist heillos übertrieben. Schließlich sind die beiden Polizisten ja unschuldig. Warum also die krasse Reaktion? Wahrscheinlich soll der Zuschauer damit nur auf eine falsche Spur gelockt werden.
Ep. 6: Erstmals kommt Rockfords kleine Maschine zum Herstellen von Visitenkarten zum Einsatz. Sandra, Rockfords frech-naiver Sidekick, ist erst angewidert von den Geschichten, die er immer wieder erfindert, spielt dann aber begeistert mit und findet es faszinierend, wie leicht man die Leute aufs Glatteis führen kann. Die Komik funktioniert prächtig und wirkt nie übertrieben.
Ep. 9: Rockford im Flugzeug, eingekeilt zwischen zwei anderen Fluggästen, vor ihm ein Mädchen, das ihn unentwegt anstarrt... wer öfter fliegt oder mit der Bahn reist, kann Rockfords gequälten Gesichtsausdruck sehr gut verstehen!
Ep. 12: Die Episode enthält einen Subplot mit Kermit Higby, einem anderen Privatdetektiv, mit dem Rockford früher schon einmal aneinander geraten ist. Der ist eigentlich sinnlos bzw. auch wieder nur dazu da, falsche Fährten auszulegen. Am Ende stellt sich heraus, dass Dexters Frau Higby wegen einer Scheidungssache auf ihren Mann angesetzt hat. Hm. Aber warum hat Higby dann nicht Dexter observiert, sondern Susan? Das scheint mir wenig sinnvoll zu sein.

DVD-Features:

Schade, dass es nicht mehr Bonusmaterial zu dieser herrlichen alten Serie gibt. Das Interview mit James Garner, entstanden im Jahre 2005, ist an sich schon viel zu kurz, außerdem wird es zu einem beträchtlichen Teil durch Filmszenen gestreckt. Garner plaudert ein wenig aus dem Nähkästchen; ganz offensichtlich hat er seinen Humor nicht verloren. Er sagt, am meisten Spaß habe er bei den Auto-Stunts gehabt, denn die habe er alle selbst gemacht. Den Firebird habe er persönlich ausgesucht!

J. Kreis, 19.02.2014




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