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robocop RoboCop Special Edition (Trilogy Box) (USA 1987)
DVD - Regionalcode 2, MGM Home Entertainment
FSK: 18
Laufzeit: ca. 98 Minuten

Extras:
Fleisch und Stahl: The Making of RoboCop (ca. 37 Minuten). Audiokommentar. 2 Featurettes von 1987 (Die Dreharbeiten von RoboCop und Die Entstehung von RoboCop, je ca. 8 Minuten). 4 nicht verwendete Szenen. Storyboard-Vergleich. Fotogalerien. 4 Trailer (RoboCop 1-3). TV-Spot.

Regie:

Paul Verhoeven

Hauptdarsteller:

Peter Weller (Officer Alex J. Murphy / RoboCop)
Nancy Allen (Officer Anne Lewis)
Dan O`Herlihy (Boß von OCP)
Ronny Cox (Richard "Dick" Jones)
Kurtwood Smith (Clarence Boddicker)
Miguel Ferrer (Robert "Rob" Morton)




Inhalt:

Detroit, irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft. Die Verbrechensrate in der Stadt ist enorm angewachsen und die Kluft zwischen extremem Reichtum und bitterster Armut ist größer als je zuvor. Die Polizei ist privatisiert worden und gehört dem Konzern Omni Consumer Products (OCP). Um die Gewalt in den Griff zu bekommen, entwickelt OCP neue Methoden der Verbrechensbekämpfung in zwei konkurrierenden Projekten. Da ist einmal der schwer bewaffnete Kampfroboter ED 209, der aber noch so erhebliche Macken hat, daß man ihn keinesfalls auf die Menschheit loslassen kann. Also wird Projekt Nr. 2 realisiert: RoboCop. Dies ist ein kybernetischer Organismus (ein Cyborg), der leichter zu steuern sein soll als ein reiner Roboter, weil er noch über Reste eines menschlichen Bewußtseins verfügt. Leider bräuchte man für die Produktion eines solchen Cyborgs erstmal menschliches Grundmaterial, und das ist schwer zu kriegen. Doch bald kommt Nachschub für die Chirurgen und Mechaniker.

Alex Murphy ist ein Polizeioffizier, der gerade erst in den Hexenkessel von Detroit versetzt worden ist. Gleich beim ersten Einsatz mit seiner Kollegin Anne Lewis begegnet er ausgerechnet den brutalsten Gangstern der Stadt, die von Clarence Boddicker angeführt werden. In einer alten Fabrik stellt sich Murphy den Gangstern entgegen, wird von ihnen aber buchstäblich in Stücke geschossen. Murphys Leichnam wird in eine Spezialklinik gebracht und wenig später kehrt er - wenn auch zunächst unerkannt - als RoboCop auf sein Revier zurück. Die Reste seines Torsos wurden in einen unbesiegbaren Körper aus Metall gesteckt und sein Gehirn ist mit einigen Grundregeln programmiert worden, die er strikt befolgen muß. Er nimmt umgehend seinen Dienst auf und sorgt mit seinen übermenschlichen Kräften, seiner überlegenen Schnelligkeit und Unverwundbarkeit für Recht und Ordnung. So wird er bald zum gefeierten Helden - aber in seinem Inneren brodelt etwas. Immer wieder steigen Erinnerungsfetzen aus der Vergangenheit des Alex Murphy an die Oberfläche seines Bewußtseins und er kämpft um seine Identität.

Auf der Suche nach Boddicker findet RoboCop heraus, daß dieser in Wirklichkeit für Dick Jones arbeitet, den Projektleiter des gescheiterten Roboter-Experiments. Ihm hat er es letztendlich zu verdanken, daß aus Alex Murphy eine Maschine geworden ist. RoboCop nimmt seinen Rachefeldzug auf und schaltet zunächst Boddicker und dessen Spießgesellen aus, bevor er in die OCP-Machtzentrale eindringt und sich dort Dick Jones vorknöpft. Dieser hat zwar immer noch seinen ED 209 in der Hinterhand, aber letztlich rettet ihn zunächst nur eine geheime Direktive, die man RoboCop einprogrammiert hat: Er darf keinen Mitarbeiter von OCP angreifen. Pattsituation? Nicht doch! Der Chef von OCP ist (wirklich oder vorgetäuscht) entsetzt über Dicks Machenschaften - und feuert ihn im Beisein von RoboCop! Den Rest kann man sich denken...

Der Film:

Der Film liegt mir in der ungeschnittenen Version der Robocop Trilogy Box vor, die außerdem noch die Besonderheit aufweist, daß man sie auch als Director`s Cut abspielen kann. Dieser Director`s Cut ist noch etwas länger, was man gleich am Anfang in der Szene sieht, in der dieser bedauernswerte OCP-Mitarbeiter dem ED 209 zum Opfer fällt. Man merkt es aber vor allem an der Szene, in der Murphy zusammengeschossen wird. Beide sind verlängert und erheblich brutaler als selbst in der ungeschnittenen Version. Und die geizt ja nun auch nicht gerade mit Blut und Fleischfetzen...

RoboCop ist ein typisches Beispiel für Verhoevens zynischen Umgang mit Themen wie Gewalt, deren Darstellung in den Medien, Machtgier, Korruption usw., und für seinen schwarzen Humor. Der Film wird immer wieder durch fiktive OCP-Werbespots und Nachrichtenclips unterbrochen, was ihm eine ganz eigene Dynamik verleiht. Kompliment an Peter Weller: Man kann RoboCops innere Qualen sehr gut nachvollziehen - und das, obwohl sein Gesicht die meiste Zeit hinter einem Visier verborgen ist, so daß man die Augen nicht sehen kann. Ebenfalls gut gelungen sind seine Bewegungen, die so richtig "roboterhaft" wirken und dem Metallberg eine enorme Glaubwürdigkeit verleihen.

Über die Gewaltdarstellung kann man natürlich geteilter Ansicht sein, aber ob mit oder ohne sie: RoboCop ist ein klasse Actionfilm und der glänzende stählerne RoboCop ist einfach nur cool.

Die DVD:

Die Robocop Trilogy Box besteht aus einem Digipack mit 3 Silberlingen, auf die die Robocop-Filme Nr. 1 bis 3 sowie die obigen Extras gebannt wurden. Mit dabei ist ein ausführliches Booklet mit Hintergrundinformationen zu allen drei Filmen. Die Packung muß man erst einmal auseinanderfalten, um an die Filme zu kommen. Auf den ausklappbaren Segmenten sind schöne Szenenfotos von Robo zu sehen.

Das ausführliche Making Of und die beiden Featurettes sind durchaus interessant, letztlich aber nichts besonderes: Interviews, Szenen von den Dreharbeiten und viele Details über das Design und die Special Effects. So erfährt man z.B. auch, welche Leiden Peter Weller in der schweren Robo-Rüstung erdulden mußte und wie er die typischen "mechanischen" Bewegungsabläufe gelernt hat.

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