Riddick


Riddick - Chroniken eines Kriegers (USA, 2004)
- The Chronicles of Riddick -

DVD - Regionalcode 2, Universal
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: ca. 114 Minuten

Extras
- Interaktiver Führer durch Riddicks Universum
- Toombs Jagd auf Riddick
- Riddick Insider
- Einblick in die Effekte des Films
- Riddick's Welten
- X-Box Demo "The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay"
- Trailer
- DVD-ROM-Inhalt

Regie:
David Twohy

Hauptdarsteller:
Vin Diesel (Richard B. Riddick)
Alexa Davalos (Kyra)
Colm Feore (Lord Marshal)
Karl Urban (Vaako)
Judi Dench (Aereon)
Nick Chinlund (Toombs)




Story

Unaufhaltsam arbeitet sich die kriegerische Sekte der Necromonger unter Führung des nicht mehr ganz menschlichen und mit übersinnlichen Kräften ausgestatteten Lord Marshal auf ihrem Eroberungsfeldzug von Planet zu Planet vor. Mit brutaler Gewalt werfen die Necromonger jeglichen Widerstand nieder und stellen die jeweilige Planetenbevölkerung vor eine einfache Wahl: Zum Glauben der Necromonger zu konvertieren oder zu sterben. Konvertiten werden in die riesige Necromonger-Armee eingegliedert, und wenn die Armada zum nächsten Planeten fliegt, wird die gerade eroberte Welt zerstört. Ziel der Necromonger ist es, das Universum zu vernichten und alle, die zu ihrem Glauben übertreten, in das Paralleluniversum "Underverse" zu führen. Nächstes Ziel der Necromonger ist der Planet Helion Prime. Die Leute dort hätten keine Chance gegen die Eroberer, aber Imam, einer ihrer religiösen Führer, und die geheimnisvolle Aereon vom Volk der Elementals wollen sich den Necromongern trotzdem entgegenstellen. Oder vielmehr: Sie wollen jemanden anheuern, von dem sie glauben, dass er die Necromonger aufhalten könnte: Den Schwerverbrecher Riddick, der Imam einst auf Pitch Black das Leben gerettet hat. Einer Legende zufolge soll nur jemand aus dem Volk der Furyaner den Lord Marshal töten können - und Riddick ist der letzte dieses Volkes. Doch Riddick ist schon vor Jahren untergetaucht. Imam setzt deshalb den Kopfgeldjäger Toombs auf ihn an.

Natürlich ist Riddick alles andere als erfreut, als die Kopfgeldjäger ihn in seinem Versteck aufspüren und als er (nachdem er die Kopfgeldjäger ausgeschaltet und ihr Schiff gekapert hat) herausfindet, dass sein alter Bekannter Imam hinter der Sache steckt. Nachdem Imam und Aereon Riddick erklärt haben, was sie von ihm wollen, wird Helion Prime auch schon von den Necromongern angegriffen und nach kurzem Kampf unterworfen. Riddick wird festgenommen, kann dem Lord Marshal aber entkommen. Nur wenig später geht er Toombs, der ihm gefolgt ist, in die Falle und wird zu einem unterirdischen Gefängnis auf den Planeten Crematoria gebracht, denn die Betreiber dieser Einrichtung haben ebenfalls eine Prämie auf Riddick ausgesetzt. Hier begegnet Riddick dem zweiten Menschen, den er von Pitch Black gerettet hat: Der jungen Kyra, die Riddick als Idol verehrt und hart an sich gearbeitet hat, um eine ebenso gute Kämpferin zu werden wie ihr Vorbild, von dem sie sich allerdings im Stich gelassen fühlt. Eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen den Kopfgeldjägern und den Gefängnisverwaltern ermöglicht Riddick, Kyra und einigen anderen Gefangenen die Flucht. Sie schaffen es zwar, den Hangar eines Raumschiffs zu erreichen, bevor die täglich über den Planeten rasende Hitzewelle herankommt, aber gleichzeitig trifft eine Fregatte der Necromonger ein. Kyra wird von ihnen entführt, Riddick, den man für tot hält, wird zurückgelassen.

Doch einer der Necromonger, der Purifier, hilft Riddick - auch der Purifier ist ein Furyaner. Riddick fliegt mit dem Raumschiff der Kopfgeldjäger zurück nach Helion Prime und versucht vergeblich den Lord Marshal zu töten. Dieser ist für die Ausrottung von Riddicks Volk verantwortlich. Zu Riddicks Entsetzen scheint auch Kyra konvertiert zu sein. Der Lord Marshal ist Riddick überlegen und verprügelt ihn. Derweil wartet der Necromonger-Kommandant Vaako auf eine gute Gelegenheit zum Eingreifen. Angestachelt von seiner ehrgeizigen Frau will Vaako selbst Lord Marshal werden. Als Riddick zu unterliegen scheint, greift Kyra ein. Sie hat sich in Wahrheit nie gegen Riddick gestellt und verwundet den Lord Marshal, wird von diesem jedoch weggeschleudert. Sie wird tödlich verwundet und stirbt wenig später. Vaako sieht seine Chance gekommen und versucht den Lord Marshal zu töten. Riddick führt jedoch den entscheidenden Streich. Gemäß dem Necromonger-Grundsatz, dass man behalten darf, was man getötet hat, gilt Riddick nun als neuer Lord Marshal. Alle Necromonger beugen die Knie vor ihm. Die schon in Gang gesetzte Vernichtung Helion Primes wird abgebrochen.

Kommentar

Riddick ist wieder mal einer jener Filme, die weniger das Hirn als das Auge ansprechen. Von den "wissenschaftlichen" Ungereimtheiten will ich gar nicht groß reden - ich sag nur: Riddick überlebt eine 700 Grad heiße Hitzewelle, indem er sich etwas Wasser über den Körper schüttet... Die Story ist dermaßen unlogisch, unausgegoren und verworren, dass ich mich dauernd fragen musste, welchen Zweck eine Szene eigentlich hat und was das Ganze soll. Wichtiger als eine durchdachte Story scheint zu sein, dass Vin Diesel dauernd heldenhafte Posen einnehmen oder grimmig über die Schulter gucken kann. Was die Necromonger wirklich wollen wird ebensowenig klar wie die Frage, warum Imam ausgerechnet auf die grandiose Idee kommt, ein Kopfgeld auf Riddick auszusetzen. Umständlicher geht's kaum noch! Gut, die Necros möchten das "Underverse" erreichen, aber es wäre doch schön gewesen, wenn gezeigt worden wäre, was genau man sich darunter vorzustellen hat. Ist das Underverse ein realer Ort? Oder nur ein religiöses Paradies, das man durch den Tod erreichen kann? Dann wäre es doch völlig ausreichend, wenn alle Necromonger Selbstmord begehen würden... Riddicks Motivation, sich letzten Endes doch noch gegen die Necros zu stellen, bleibt ebenso unverständlich. Man muss all das einfach als gegeben akzeptieren.

Überhaupt ist die ganze Figur des Riddick ein einziger Widerspruch. Für mich "funktioniert" diese Figur nicht. Da wird immer wieder betont, wie wahnsinnig böse dieser Riddick sei und dass man ihn brauche, um DAS BÖSE (also die Necros) mit einer anderen Form des BÖSEN bekämpfen zu können. Dabei scheint Riddick doch eher eine Seele von Mensch zu sein. Er hilft selbstlos nicht nur seinen Freunden (warum hat solch ein übler Bursche überhaupt Freunde?), sondern sogar irgendwelchen Leuten, die er gar nicht kennt. Sollte versucht worden sein, Riddick als Anti-Helden aufzubauen, dann ist dieser Versuch gründlich schiefgegangen. Er ist genau der gleiche 08/15-Supertyp, der unzählige andere Actionfilme bevölkert. Was Riddick vielleicht doch noch über den Helden-Standard hinaushebt, ist seine Coolness. Der Knabe würde nämlich selbst im Feuersturm von Crematoria noch die sprichwörtlichen Eiswürfel pinkeln. Leider wird dieser Eindruck durch die deutsche Synchronstimme verfälscht, wenn nicht sogar zerstört. Der Sprecher verwendet nämlich immer einen ironisch-amüsierten Unterton, der Vin Diesels wirklicher Stimme rein gar nicht gerecht wird. Auch die anderen Figuren dieses Films bleiben eher blass, sie gehen im Effektspektakel unter. Die Schauspieler haben kaum die Möglichkeit, ihren Rollen Leben einzuhauchen.

Wenn man vor Beginn des Films das Hirn abschaltet, z.B. mit Hilfe von ein paar Bierchen, dann kann man trotz aller Schwächen zwei vergnügliche Stunden mit Riddick verbringen. Optisch ist er nämlich ein wahres Fest. Es wird zwar ein ziemliches CGI-Feuerwerk abgebrannt, aber diese Effekte werden sehr gut eingesetzt und lassen erkennen, dass da viel Geld hineingesteckt worden sein muss. Insbesondere die titanischen, an Werke von H.R. Giger erinnernden Necromonger-Sets strahlen genau die düstere, bedrohliche Atmosphäre aus, die gebraucht wird, damit diese eigenartige Sekte überzeugend wirkt - die Schauspieler schaffen es nämlich nicht unbedingt, diesen Eindruck zu erzeugen. Die Vielzahl bizarrer Ideen, die hier verwirklicht worden sind, hätte wahrscheinlich auch für mehrere Filme gereicht! Übrigens sollte man keine echte Fortsetzung von Pitch Black erwarten, denn mit diesem Film hat "Riddick" nur die Hauptfigur und zwei Nebenfiguren gemeinsam. Ansonsten scheint er in einem völlig anderen Universum zu spielen.

Eigentlich ist es nicht ganz richtig, den Film als Science Fiction zu bezeichnen. Fantasy wäre die zutreffendere Kategorie. Man könnte sogar fast sagen, Riddick ist Conan im Weltraum!

DVD-Features

Die DVD gibt es in verschiedenen Versionen. Ich habe mir die recht kostengünstige Riddick / Pitch Black - Doppelbox zugelegt, eine Pappschachtel, in der die Silberlinge in Schubfächern stecken.

Witziges, für den Inhalt aber bedeutungsloses Feature: Bevor man überhaupt ins Hauptmenü kommt, muss man sich zwischen "Bekehrung" und "Kampf" entscheiden. Je nach Wahl sieht das Hauptmenü dann anders aus. Film und DVD-Extras werden durch diese Wahl nicht beeinflusst. Die DVD-Extras sind insgesamt zwar durchaus nicht uninteressant, aber doch recht mager. Zunächst mal kann man "Riddick Insider" aktivieren. Dann werden während des Films Textinformationen zur Entstehungsgeschichte eingeblendet. In weiteren Extras stellt Vin Diesel persönlich einige Sets vor und die visuellen Effekte werden erläutert. Die Sets kann man sich dann nochmal in Form von 360-Grad-Bildern ansehen. Der "Interaktive Führer durch Riddicks Universum" bietet gesprochene Informationen zu den verschiedenen Personen, Völkern und Welten, währenddessen laufen Filmszenen ab und es werden Konzeptzeichnungen / Animatronics gezeigt. "Toombs Jagdberichte" ist eine Art Computerlogbuch des Kopfjägers, in dem dieser seinen Weg von der Annahme des Auftrags bis zu Riddicks Versteck erzählt. Das alles ist sehr knapp, kein Beitrag ist länger als 10 Minuten.

X-Box-Besitzer können sich freuen: Legt man die DVD in die Spielkonsole, kann man eine Demo von "Riddick Escape from Butcher Bay" zocken.






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