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Die Abenteuer von Indiana Jones (4-DVD-Box)

DVD - Regionalcode 2, Paramount
Altersfreigabe: FSK 16

Extras:
- Indiana Jones: Herstellung der Trilogie (insg. ca. 127 Minuten)
- Die Stunts von Indiana Jones
- Der Sound von Indiana Jones
- Die Musik von Indiana Jones
- Das Licht und die Magie von Indiana Jones
- Trailer
- "Legende der Kaisergruft" - Game Preview

Regie:
Steven Spielberg




Die Filme

Teil 1: Jäger des verlorenen Schatzes (USA 1981)
- Raiders of the Lost Ark -

Laufzeit: ca. 111 Minuten

Hauptdarsteller:
Harrison Ford (Dr. Henry "Indiana" Jones)
Karen Allen (Marion Ravenwood)
Paul Freeman (Dr. Rene Belloq)
Ronald Lacey (Toht)
John Rhys-Davies (Sallah)

Handlung:

Wir befinden uns im Jahre 1936. Dr. Henry Jones, allgemein nur Indiana oder kurz "Indy" genannt, ist Archäologe und Dozent an einer Universität. Dort macht er, obwohl er der Schwarm aller Mädchen ist, eine eher unauffällige Figur. In seiner "Freizeit" wird er aber zum Abenteurer. Seine archäologischen Methoden sind mehr als unkonventionell, denn auf der Suche nach Artefakten für die Sammlung seiner Universität begibt er sich immer wieder in tödliche Gefahren, aus denen er sich nur mit Hilfe seines tollkühnen Wagemuts und nicht selten mit dem Einsatz von Gewalt befreien kann. Es gibt eigentlich nur eines, wovor er sich wirklich fürchtet: Schlangen. Kaum ist er von einer leider fehlgeschlagenen Expedition aus den Dschungeln von Peru zurückgekehrt (sein alter Rivale Belloq hat ihm den Fund abgejagt), erhält er schon den nächsten Auftrag, diesmal allerdings von allerhöchster Stelle. Die US-Regierung hat nämlich Informationen erhalten, denen zufolge die Nazis bei Ausgrabungen in Ägypten etwas gefunden haben, das ihnen den Weg zu der verschollenen Bundeslade weisen könnte. Und wer die Bundeslade besitzt, so heißt es, verfügt über eine gewaltige Macht. Beispielsweise wäre eine Armee, die im Besitz der Bundeslade ist, unbesiegbar. Nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn sie Hitlers Leuten in die Hände fiele! Dr. Jones soll nun versuchen, die Bundeslade als erster sicherzustellen.

Sein erster Weg führt Indy nach Tibet, wo Marion Ravenwood, Indys ebenso trinkfeste wie schlagfertige Ex-Freundin, eine Bar betreibt. Marion besitzt nämlich ein goldenes Amulett, das für die Suche nach der Bundeslade gebraucht wird. Leider haben auch die Nazis Wind davon bekommen und überfallen Marions Bar. Indy rettet seine Ex und das Amulett - dem finsteren Toht, Anführer der Nazis, bleibt nur eine versengte Hand, denn als er versucht, nach dem durch Feuer erhitzten Amulett zu greifen, brennen sich die auf einer Seite des Amuletts eingravierten Symbole in seine Haut ein. Nächste Station ist Kairo. Dort werden die beiden von Sallah unterstützt. Indys alter Freund arbeitet schon auf der Ausgrabungsstelle der Nazis und kann wertvolle Informationen liefern. Tatsächlich findet Indy den richtigen Standort der Lade, indem er heimlich in das von den Nazis ausgegrabene Modell einer versunkenen Stadt eindringt und zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt das Licht der untergehenden Sonne einfängt - der Lichtstrahl zeigt auf einen ganz anderen Punkt der Ausgrabungsstätte als den, an dem die Nazis (die übrigens mit Belloq zusammenarbeiten) gerade suchen. Sallah und Indy öffnen eine verschüttete Kammer - dort finden sie die Bundeslade. Schon sind Toht und seinen Mannen zur Stelle, die übrigens auch Marion entführt haben und gefangen halten, und einmal mehr reißt Belloq sich den von Indy unter Lebensgefahr errungenen Preis unter den Nagel. Marion und Indy sollen in der Kammer eingesperrt werden, doch sie haben Glück, denn es gibt noch einen anderen Ausgang.

Belloq, Toht und die anderen Nazis transportieren die Bundeslade mit einem Lastwagenkonvoi ab, Indy verfolgt sie zu Pferde. Nach einer wilden Verfolgungsjagd bringt Indy den Laster mit der wertvollen Fracht in seine Gewalt und entkommt den erzürnten Nazis. Sallah läßt seine Beziehungen spielen und organisiert für Indy und Marion eine Passage auf einem ziemlich wenig vertrauenerweckenden Schmugglerschiff. Unterwegs nach England kommen die beiden sich wieder näher, aber es bleibt nicht viel Zeit für Zärtlichkeiten, denn der Seelenverkäufer wird von einem deutschen U-Boot aufgebracht. Die Deutschen schnappen sich Marion und die Bundeslade, Indy kann sich gerade noch auf dem U-Boot verstecken. Die Reise geht zu einer einsamen Insel, wo sich ein geheimes U-Boot-Dock befindet. Indy schnappt sich die Uniform eines Soldaten und eine Bazooka. Er holt die Prozession der Deutschen ein, die die Bundeslade mit sich tragen, und droht, das heilige Artefakt zu zerstören. Belloq verspottet ihn - zu Recht, denn letztlich bringt Indy es doch nicht übers Herz und muß sich geschlagen geben. Er und Marion werden an einen Pfahl gefesselt, während Belloq mit einen alten hebräisches Ritual beginnt und die Bundeslade öffnet. Darin ist... Sand, sonst nichts! Doch dann brechen Energiestrahlen und geisterhafte Wesen aus der Bundeslade hervor. Wer von den Strahlen berührt wird, brennt sozusagen aus, wer in der Nähe der Lade ist, zerschmilzt oder explodiert wie Toht und Belloq. Indy und Marion halten ihre Augen geschlossen und werden verschont.

Die Bösen haben ihre gerechte Strafe erhalten, die Bundeslade wurde sichergestellt. Trotzdem ist Indy nicht mit dem Ausgang des Abenteuers zufrieden, denn die Regierungsleute denken gar nicht daran, dieses wertvolle Objekt ihm oder seiner Universität zu überlassen. Dazu, so meinen sie (wohl nicht ganz zu Unrecht), ist das Ding viel zu gefährlich. Sie wollen auch nicht verraten, wohin die Lade gebracht wurde. Wir sehen es aber: Die Kiste mit dem kostbaren Inhalt wird in eine gigantische Lagerhalle gefahren und dort irgendwo zwischen unzähligen, absolut identisch aussehenden Kisten abgestellt...


Teil 2: Indiana Jones und der Tempel des Todes (USA 1984)
- Indiana Jones and the Temple of Doom -

Laufzeit: ca. 114 Minuten

Hauptdarsteller:
Harrison Ford (Dr. Henry "Indiana" Jones)
Kate Capshaw (Wilhelmina "Willie" Scott)
Ke Huy Quan (Short Round)
Amrish Puri (Mola Ram)

Handlung

Wieder mal begibt sich Dr. Jones in Gefahr, diesmal im Shanghai des Jahres 1935. Indy trifft sich in einem Nachtclub mit dem Gangster Lao Che und bietet diesem eine wertvolle Urne im Austausch gegen einen riesigen Edelstein an. Der Chinese denkt aber gar nicht daran, seinen Teil der Abmachung zu erfüllen, sondern verabreicht Indy einen Giftcocktail. Es entspinnt sich eine wüste Schlägerei/Schießerei, in deren Verlauf Indy zwar den Edelstein verliert, aber wenigstens eine Phiole mit dem Gegengift zu greifen kriegt. Zusammen mit der zufällig mit in den ganzen Trubel geratenen Nachtclubsängerin Willie und dem Waisenjungen Short Round (Shorty) gelingt die Flucht, aber man gerät vom Regen in die Traufe, denn wem gehört wohl das Flugzeug, mit dem die drei entkommen wollen? Genau: Lao Che. Die Piloten gehören natürlich auch zum Gangstersyndikat, irgendwo über dem Himalaya springen sie mit Fallschirmen ab, während Indy und seine Begleiter schlafen, und öffnen vorher die Treibstofftanks. Als die Flüchtlinge aufwachen, ist der Flieger schon dabei abzustürzen. Im letzten Moment springen die drei in einem aufblasbaren Schlauchboot ab und stürzen damit relativ sanft in eine Schneelandschaft, von wo aus sie nach einer Wildwasserfahrt zu einem kleinen indischen Dorf gelangen.

In diesem Dorf herrscht große Trauer. Der im nahen Palast von Pangkot lebende Maharadscha hat einen heiligen Sankara-Stein aus dem Dorf gestohlen, was zu Mißernten und zu Seuchen unter dem Vieh geführt hat. Außerdem sind alle Kinder aus dem Dorf verschwunden. Man munkelt, in dem Palast würde der gefährliche alte Kali-Kult wieder zelebriert werden. Indy will eigentlich nur schnellstmöglich wieder in die Zivilisation zurück, bringt es dann aber doch nicht übers Herz, den Dorfbewohnern seine Hilfe zu verweigern. Also bricht er zusammen mit Willie und Shorty auf Elefantenrücken auf, um den geheimnisvollen Vorgängen auf den Grund zu gehen und den magischen Stein zurückzuerlangen. Im Palast bereitet man ihnen einen freundlichen Empfang, sie dürfen sogar an einem Bankett teilnehmen, bei dem solche Köstlichkeiten wie Riesenkäfer, "Schlange a la suprise", Augensuppe und Affenhirn-Soufflé angeboten werden. Es stellt sich heraus, daß der Maharadscha ein kleiner Junge ist und daß ein finsterer Bursche namens Mola Ram derjenige ist, der im Palast das Sagen hat. Am Abend, bevor es zu der sich anbahnenden romantischen Szene zwischen Indy und Willie kommen kann, wird ein Mordanschlag auf Indy verübt. Dr. Jones kann den Angreifer unschädlich machen und entdeckt danach einen Geheimgang, durch den die drei Freunde in einen unterirdischen Tempel gelangen.

Hier herrscht Mola Ram über ein Heer von Sklaven, zu denen auch die Kinder aus dem Dorf gehören. Alle müssen in einem Bergwerk nach weiteren magischen Steinen suchen, die Mola Ram für seine teuflischen Rituale braucht. Sie sind die eigentliche Quelle seiner Macht, mit der er die ganze Welt beherrschen will. Er führt der Todesgöttin Menschenopfer zu und zwingt seine Leute mit einer Art Gedankenkontrolle unter seinen Willen. Natürlich werden unsere drei Helden umgehend gefangen genommen, Indy gerät unter Mola Rams Einfluß und wendet sich gegen seine Freunde. Er wird gezwungen, Willie für die nächste Opferung in einen Lavasee zu senken - bevor es aber zum Schlimmsten kommt, befreit Shorty ihn aus der Trance. Nach einem turbulenten Handgemenge fliehen Indy, Willie und Shorty mit einer Minenlore. Auf den wie eine Achterbahn verlaufenden Schienen werden sie von Mola Ram und seinen Häschern verfolgt, zum Showdown kommt es im Freien auf einer Hängebrücke, die über einen Abgrund mit einem Alligatorverseuchten Fluß führt. Indy zerhackt die Seile, die Bösen stürzen ab und die Guten werden von einem Soldatentrupp gerettet. Indy überläßt den heiligen Stein selbstlos den Dorfbewohnern, kurz danach treffen die befreiten Kinder wieder zu Hause ein.


Teil 3: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (USA 1989)
- Indiana Jones and the Last Crusade -

Laufzeit: ca. 122 Minuten

Hauptdarsteller:
Harrison Ford (Dr. Henry "Indiana" Jones)
Sean Connery (Prof. Henry Jones)
Alison Doody (Dr. Else Schneider)
Denholm Elliott (Dr. Marcus Brody)
John Rhys-Davies (Sallah)
Julian Glover (Walter Donovan)

Handlung

Zunächst eine Rückblende in die Jugend von Henry Jones jr.: Der junge Indy ist mit einer Pfadfindergruppe unterwegs in Utah und beobachtet, wie Grabräuber ein wunderschönes altes Kreuz aus einer Höhle entwenden wollen. Er meint, so etwas gehöre eher in ein Museum, schnappt sich das wertvolle Stück und flieht. Natürlich wird er entdeckt und verfolgt. Er rettet sich in einen fahrenden Zug mit Zirkuswaggons, gerät dort aber zuerst in eine Kiste voller Schlangen und dann vor die Fänge eines Löwen, den er mit einer an der Wand des Waggons hängenden Peitsche in Schach hält, wobei er sich aber selbst ins Gesicht schlägt. Im Haus seines Vaters wird er von den Grabräubern gestellt und muß das Kreuz hergeben. Sein in ein altes Pergament vertiefter Vater macht überhaupt keine Anstalten, ihm zu helfen. Indy hat sich durch seine halsbrecherische Flucht aber den Respekt des Anführers der Grabräuber verdient, dieser drückt Indy seinen alten Hut auf den Kopf... Das Kreuz wird einem Mann im Panamahut ausgehändigt, den wir in der nächsten Szene gleich wiedersehen, denn jetzt wird ins Jahr 1938 umgeblendet. Indy hat sich auf einem Frachter, der über eine stürmische See fährt, gegen die Leute des Manns mit dem Panamahut zu wehren, dem er das gleiche alte Kreuz abgenommen hat. Er springt rechtzeitig über Bord, bevor das Schiff explodiert und sinkt - somit hat er es letzten Endes doch noch geschafft, das Kreuz fürs Museum sicherzustellen.

Die eigentliche Filmhandlung ist also zwei Jahre nach Teil 1 angesiedelt. Walter Donovan, ein Industrieller, der sich auch für Archäologie interessiert, hat bereits vor einiger Zeit eine Expedition ausgesandt, die für ihn nach dem heiligen Gral suchen sollte. Donovan ist nämlich im Besitz einer Steinplatte aus der Zeit der Kreuzzüge, auf der eindeutige Hinweise für Existenz und Fundort des Grals eingemeißelt sind - leider ist die Platte zerbrochen und Donovan verfügt nur über ein Bruchstück. Indy soll die Stelle des verschollenen Expeditionsleiters übernehmen. Doch selbst die Aussicht darauf, den ewiges Leben verleihenden Gral zu finden, lockt Indy nicht, denn er glaubt nicht an diesen Mythos. Erst als Donovan damit herausrückt, daß der verschwundene Expeditionsleiter niemand anders ist als Archäologieprofessor Henry Jones senior, übernimmt Indy den Job. Per Post erhält Indy aus Venedig das Tagebuch seines Vaters, in dem alle Hinweise aufgezeichnet sind, die Prof. Jones im Laufe seines Lebens auf der Suche nach dem Gral gesammelt hat. Indy, der diesmal von seinem Mentor Dr. Marcus Brody begleitet wird, nimmt in Venedig Kontakt mit der österreichischen Wissenschaftlerin Dr. Else Schneider auf. Sie ist die letzte Person, mit der Prof. Jones zusammen war. Mit Hilfe der Aufzeichnungen aus dem Tagebuch entdeckt Indy in den Katakomben einer zur Bibliothek umgebauten Kirche das Grab eines Kreuzfahrers, der einst zusammen mit seinen beiden Brüdern im Besitz des Grals gewesen sein soll. Während Indy und Else in dem Grab das Gegenstück von Donovans zerbrochener Steinplatte finden und den Text kopieren, wird der oben gebliebene Brody von Unbekannten niedergeschlagen, die dann auch noch Feuer in den Katakomben legen. Indy und Elsa retten sich durch die Kanalisation, werden aber umgehend von den Unbekannten verfolgt. Nach einer Jagd mit Motorgondeln gewinnt Indy die Oberhand und erfährt von Kazim, dem Anführer der Unbekannten, daß dieser zu einer Bruderschaft gehört, die geschworen hat, den Gral zu beschützen. Indys Vater sei Gefangener in einem Schloß an der Deutsch-Österreichischen Grenze.

Nach einer Liebesnacht mit Elsa geht es also nach Österreich zu dem genannten Schloß. Tatsächlich findet Indy dort seinen Vater und wenig später auch seine alten Freunde: Die Nazis. Auch sie sind hinter dem heiligen Gral her, und Kopf des ganzen ist - Donovan. Auch Elsa gehört zu den Bösen, aber bevor Indy das begreift, luchst sie ihm noch seines Vaters Tagebuch ab. Aber Indy war vorsichtig: Er hat die wichtigsten Seiten herausgerissen und Brody gegeben, der damit nach Iskenderun zu Sallah geflogen ist - wo er aber umgehend von den Nazis gekidnappt wird! Donovan schickt das Tagebuch nach Berlin, wo Indy und sein Vater es aber doch noch zurückgewinnen, nachdem das ungleiche Gespann erst einmal aus dem Schloß entkommen ist. Mit einem Zeppelin wollen die beiden danach Deutschland verlassen, werden aber entdeckt. Da der Zeppelin wendet, flüchten Indy und sein Vater mit einem angedockten Doppeldecker. Prompt hängen ihnen Jagdflieger auf den Fersen und es ist nur dem Improvisationstalent von Prof. Jones senior zu verdanken, daß sie noch einmal entkommen. Eine mehr oder weniger fröhliche Wiederbegegnung mit Sallah ist die nächste Episode. Man spürt die Nazis auf, die den Angaben im Tagebuch von Prof. Jones folgend durch die Wüste fahren und abgelenkt werden, als Kazims Leute sie überfallen. Leider haben sie einen Panzer dabei und leider wird Prof. Jones geschnappt und zu Brody in den Panzer gesteckt. Aber Indy wäre nicht Indy, wenn ihn das schrecken würde! Wieder einmal haben die Deutschen das Nachsehen, sie werden von einem einzigen Mann zu Pferde besiegt. Donovan, Else und einige Soldaten haben sich allerdings abgesetzt und kommen vor unseren Helden bei einer in den Fels gehauenen Kirche an, in welcher der Gral versteckt sein soll. Leider ist der Zugang durch tückische Fallen gesichert. Als Indy und seine Begleiter sich in die Kirche schleichen, werden sie wieder einmal geschnappt. Um Indy eine ausreichende Motivation zur Überwindung der Fallen zu geben, schießt Donovan Prof. Jones nieder - Indy kann ihn nur retten, wenn er den lebensspendenden Gral rechtzeitig findet.

Indy überwindet die Fallen und gelangt zu einer Kammer, in der ein etwas angegrauter Kreuzritter eine ganze Auswahl verschiedener prächtiger Schalen bewacht, die alle der Heilige Gral sein könnten. Donovan und Else folgen. Man muß den richtigen Gral wählen, warnt der Greis, denn wer aus der falschen Schale trinkt, wird verdammt sein. Donovan sucht die prächtigste Schale aus, trinkt... und zerfällt zu Staub! Indy wählt weiser, denn Jesus war schließlich der Sohn eines Zimmermanns und wird wohl kaum einen goldenen Becher besessen haben. Tatsächlich schließen sich die Wunden seines Vaters, als Indy Wasser aus dem Gral darüber gießt. Man kann den Gral aber nicht aus der Kirche entfernen, sagt der Kreuzritter. Else kümmert sich nicht darum und will mit dem Becher nach draußen gehen, doch kaum überschreitet sie ein in den Boden eingelassenes Symbol, da fängt die Erde an zu beben, Spalten tun sich auf und der Gral fällt in eine davon. Else springt ihm nach und will sich nicht von Indy helfen lassen - sie stürzt in den Tod. Indy macht beinahe den selben Fehler, doch sein Vater bringt ihn zur Besinnung. So haben sie zwar den Gral verloren, sind einander aber menschlich nähergekommen...




Kommentar:

Jäger des verlorenen Schatzes
Über diesen Kultfilm von George Lucas und Steven Spielberg, der nicht nur das längst vergessen geglaubte Genre des Abenteuerfilms wiederbelebt und quasi neu erfunden hat, sondern auch selbst zu einer Art Mythos geworden ist, muß ich wohl nicht mehr viel sagen. Natürlich ist die Story dünn, die Charakterdarstellung oberflächlich und die Action überdreht. Alles ist eine Nummer größer, bunter und lauter als im richtigen Leben, pure Unterhaltung eben wie in jedem x-beliebigen anderen Abenteuerfilm, wobei auch der teils etwas platt geratene Humor nicht zu kurz kommt. Vergleiche mit James Bond - Filmen liegen nahe: Auch Indy erlebt seine actionreichen Abenteuer an verschiedenen exotischen Schauplätzen überall auf der Erde, ständig geht irgendwo etwas mit viel Getöse zu Bruch oder in die Luft, die Bösen sind so richtig böse und dauernd muß eine Dame aus der Gefahr gerettet werden. Und trotzdem ist der Film etwas besonderes. Da wäre zunächst einmal die unnachahmliche Atmosphäre aus haarsträubenden Abenteuern, geheimnisvollen archäologischen Hinterlassenschaften, romantischen oder bedrohlichen Schauplätzen und der Zeit kurz vor dem zweiten Weltkrieg. Die Atmosphäre wird nicht zuletzt durch die detailversessene Ausstattung erzeugt und gewinnt ihren Charme auch durch die einfache Tatsache, daß fast alles, was man sieht, "echt" ist, denn CGI-Effekte waren seinerzeit noch nicht bekannt. So bekommt man spektakuläre Stunts und beeindruckende Kulissen zu sehen, wo heutzutage mehr oder weniger überzeugende Computergrafiken eingesetzt werden. Einen enorm großen Beitrag leistet natürlich auch der legendäre, stimmungsvolle Soundtrack von John Williams, der jede Szene begleitet - eigentlich ist immmer Musik zu hören. Und nicht zuletzt muß man auch heute noch sagen, daß Harrison Ford als Indy einfach perfekt besetzt ist. Er verkörpert den wagemutigen, dabei aber oft leicht überforderten Draufgänger absolut überzeugend und ist einfach nur cool. Für mich einer der besten Filme aller Zeiten. Man kann ihn auch mehr als 20 Jahre nach seinem Kinodebüt immer noch genießen - erst recht in dieser hervorragend digital überarbeiteten DVD-Version.

Indiana Jones und der Tempel des Todes
Eigentlich ein Prequel - Teil 2 spielt ein Jahr vor Teil 1. Im Vergleich zum legendären Vorgänger ist der "Mittelteil" der Trilogie eher schwach, viel zu übertrieben und in manchen Szenen (viel zu lange Bergwerks-Verfolgungsjagd) sogar langweilig. Er ist um einiges düsterer geraten als Teil 1, wobei das allzu betont unappetitliche Bankett jedoch nur lächerlich wirkt. Die Szene, in der Mola Ram einem seiner Sklaven das Herz herausreißt, ist aber schon ganz schön kraß. Leider nerven auch die beiden Hauptfiguren Willie (wg. ständigem schrillem Angstgekreisch) und Short Round (einfach ein allzu stereotypisches Filmkind mit allen Ärgernissen, die Kinder in Filmen verursachen) die meiste Zeit einfach nur. Indy ist aber smart und sympathisch wie gewohnt. Mir hat der Film nicht besonders gut gefallen. Gut - es gibt, wie meistens bei zweiten Teilen - von allem mehr. Mehr Action, mehr Effekte, mehr eklige Viecher, bösere Bösewichte, größere Bedrohungen. Bei alldem kommt aber von dem oben beschriebenen Flair so gut wie gar nichts auf, denn es wird allzu oft die Holzhammer-Methode angewendet. Auch hier gilt wohl wieder die alte Regel, daß viel eben nicht viel hilft... Mit etwas mehr Abstand gesehen ist Tempel des Todes natürlich unbezweifelbar ein spaßiger Abenteuerfilm mit einem genialen Soundtrack. Mehr aber auch nicht.

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
Nachdem Teil 2 von Publikum und Kritik recht ungnädig aufgenommen worden ist, werden in Teil 3 wieder die wesentlichen Elemente eingesetzt, die den ersten Teil zu einem Riesenerfolg gemacht haben. Ein wesentlicher Bestandteil der Story ist diesmal die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Jones senior und Indy, deren Charaktere gegensätzlicher nicht sein könnten. Sean Connery spielt den etwas weltfremden Professor offensichtlich mit so viel Spaß an der Freude, daß man ihm die Rolle hundertprozentig abnimmt. Wenn er und Harrison Ford gemeinsame Szenen haben, laufen beide Schauspieler erst so richtig zur Höchstform auf. Ihre Reibereien sind wunderbar humorvoll, ohne platt zu wirken - einfach genial. Im Gegensatz zu Teil 2 sind die Actionsequenzen wieder wesentlich "realistischer", was ebenfalls positiv zu Buche schlägt. Ein Leckerbissen ist natürlich auch die Eingangssequenz mit dem jungen Indy, die in wenigen Minuten erklärt, warum Dr. Jones Angst vor Schlangen, ein narbiges Kinn, eine Peitsche und einen uralten Hut hat. Man könnte natürlich sagen, daß die Story und der ganze Handlungsablauf nichts anderes ist als ein Aufguß des ersten Teils. Aber mal ehrlich - wen interessiert bei einem solchen Abenteuerfilm schon die Handlung?

Die DVD:

Die Box enthält zunächst die drei o.g. Filme auf je einer DVD. Die vierte DVD in der Box enthält die Extras. Zu jedem der drei Filme gibt es je ein "Making of", jedes ungefähr eine Dreiviertelstunde lang. Es kommen nicht nur die maßgeblich an der Entstehung der Filme beteiligten Personen in 20 Jahre nach den Dreharbeiten aufgenommenen Interviews zu Wort, man darf auch interessante Blicke hinter die Kulissen der Dreharbeiten werfen und bekommt sogar Casting-Aufnahmen zu sehen, in denen Tom Selleck für die Rolle des Indiana Jones vorspricht! Was für ein Glück, daß er schon für Magnum engagiert war, denn er wäre eine ziemliche Fehlbesetzung gewesen! Jeder hat die eine oder andere Anekdote beizusteuern und man kann sehen, daß die Leute trotz einiger Strapazen einen Riesenspaß bei der Filmproduktion hatten.

Zusätzlich gibt es noch vier kürzere Beiträge (je ca. eine Viertelstunde), in denen einzelne Aspekte der Filmproduktion näher behandelt werden. Auch hier bekommt man wieder Interviews, Ausschnitte von den Dreharbeiten und der Arbeit an den Effekten, den Stunts usw. zu sehen. Verschiedene Filmtrailer, Werbung für ein Videospiel und Internetlinks sind ebenfalls auf der Bonus-DVD enthalten. Insgesamt eine würdige Ausstattung wie aus einem Guß, die die Entstehungsgeschichte der Filme anschaulich dokumentiert. Nur - leider, leider - gibt es keine Audiokommentare und auch keine entfallenen Szenen.




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