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Predator 2 Predator 2 (USA, 1990)
DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
FSK: Keine
Laufzeit: ca. 103 Minuten

Extras
Kinotrailer

Regie:
Stephen Hopkins

Hauptdarsteller:
Danny Glover (Lt. Mike Harrigan)
Ruben Blades (Danny Archuleta)
Maria Conchita Alonso (Leona Cantrell)
Bill Paxton (Jerry Lambert)
Gary Busey (Peter Keyes)
Kevin Peter Hall (Der Jäger)




Inhalt:

Los Angeles 1997. Ein ungewöhnlich heißer Sommer lastet auf der Stadt. Jamaikanische und Kolumbianische Gangs liefern sich im Kampf um die Vorherrschaft auf dem Drogenmarkt blutige Straßenschlachten. Mike Harrigan, ein hartgesottener Polizist, steckt mitten drin. Als ein unsichtbarer Unbekannter einen ganzen Trupp schwer bewaffneter kolumbianischer Gangster im Alleingang ausschaltet und das Gleiche wenig später mit einer Gruppe von Jamaikanern macht, die gerade dabei waren, ein Voodoo-Ritual mit einem ihrer kolumbianischen Rivalen zu zelebrieren (um dessen Gangsterfreunde einzuschüchtern) begreift Harrigan, daß die Drogenkriege nicht sein größtes Problem sind. Es ist ein neuer Spieler in der Stadt, und daß dieser Spieler etwas Besonderes sein muß, stellt sich sehr bald heraus. Der Unbekannte häutet seine Opfer oder hängt sie mit dem Kopf nach unten auf und er verwendet offenbar mit Vorliebe Nahkampfwaffen. Außerdem ist schon eine Spezialeinheit auf der Spur des Killers. Harrigan, der dieser Spezialeinheit mit seinen Nachforschungen in die Quere kommt, wird mehrmals zurückgepfiffen, kümmert sich aber nicht darum. Denn die Sache wird zu einer persönlichen Angelegenheit für Harrigan, als Danny Archuleta, sein Partner und Freund, von dem Unbekannten getötet wird.

Zusammen mit seiner zweiten Partnerin Leona und dem neuen Teamkollegen Jerry recherchiert Harrigan weiter. Derweil geht der Unbekannte weiter auf Beutezüge und holt sich den Kopf des jamaikanischen Bandenchefs, "King Willie", als Trophäe. Harrigan läßt eine Speerspitze untersuchen, die am Tatort des Voodoo-Rituals gefunden wurde - erstaunlicherweise scheint sie aus Materialien zu bestehen, die im Periodensystem der Elemente nicht vorkommen. Jerry findet derweil heraus, daß die von einem gewissen Keyes angeführte Spezialeinheit seit geraumer Zeit ein großes Kühlhaus überwacht. Für Harrigan steht fest, daß der Unbekannte sein Versteck in diesem Kühlhaus haben muß. Da überfällt der Unbekannte eine U-Bahn, in der zufällig auch Leona und Jerry mitfahren. Unaufhaltsam metzelt sich der nur schattenhaft erkennbare Killer sich durch die Menschenmenge. Jerry stellt sich ihm entgegen, um den Menschen die Flucht zu ermöglichen, und kommt dabei ums Leben. Eigenartigerweise verschont der Fremde Leona. Harrigan, der wenig später eintrifft, erkennt allmählich die Zusammenhänge. Der Fremde hat in der U-Bahn nur Menschen getötet, die bewaffnet waren. Leona wurde offenbar verschont, weil sie schwanger ist.

Die ganze Wahrheit erfährt Harrigan, als er den Jäger bis zum Kühlhaus verfolgt, dort aber von der Spezialeinheit abgefangen wird. Keyes erklärt ihm, daß der Fremde ist ein außerirdischer Jäger ist, der sich seine Trophäen unter den gefährlichsten Raubtieren aussucht, die es auf dem Planeten gibt: Den Menschen. Wie alle Jäger hält der Außerirdische sich an gewisse Regeln und ist nur auf lohnende Beute aus. Keyes und seine Leute haben erkannt, daß der Jäger eine spezielle Tarnvorrichtung verwendet und daß seine Wahrnehmung auf den infraroten Bereich beschränkt ist. Das Kühlhaus dient ihm als Versteck und Vorratskammer. Keyes will den Jäger fangen, denn dessen technisch hoch entwickelte Ausrüstung wäre für die Wissenschaft unschätzbar wertvoll. Als der Jäger das Kühlhaus betritt, rückt die Spezialeinheit aus. Der Jäger hat aber noch mehr Tricks auf Lager, als Keyes erwartet hat. Keyes' Leute werden massakriert. Harrigan mischt sich ein und schafft es tatsächlich, mehrere Treffer anzubringen - durch das Wasser aus einer Sprinkleranlage ist die Tarnvorrichtung des Jägers ausgefallen. Doch der Außerirdische ist noch lange nicht besiegt und hetzt Harrigan über die Dächer. Harrigan bekommt eine der Superwaffen des Jägers zu fassen (eine Art Diskus) und trennt dem häßlichen Burschen eine Hand ab. Daraufhin flieht der Jäger in ein unterirdisches Versteck, wo es zum Endkampf zwischen ihm und Harrigan kommt. Harrigan gewinnt mit einem Trick: Er gibt sich scheinbar geschlagen und rammt dem Jäger den Diskus in den Wanst, als dieser sich über ihn beugt.

Da erscheint ein Dutzend weiterer Jäger aus dem Nichts. Allerdings interessieren sie sich nur für ihren toten Kollegen, den sie abtransportieren. Ihr Anführer überreicht Harrigan eine Steinschloßpistole aus dem Jahre 1715. Nach dieser Geste des Respekts muß Harrigan sich beeilen, das Versteck der Jäger zu verlassen, denn es ist in Wirklichkeit ein Raumschiff, das zu starten beginnt. Einer der Überlebenden aus Keyes' Spezialeinheit taucht auf - er ist zornig, weil die Fremden entkommen konnten. Doch Harrigan kann ihn beruhigen: Die Jäger werden mit Sicherheit wieder in ihr Lieblingsrevier zurückkehren...

Der Film:

Diese Fortsetzung von Predator, dessen Handlung komplett im Urwald angesiedelt war, spielt in einem Dschungel anderer Art: Einer modernen Großstadt. Ich finde, daß das ganz gut funktioniert - außerdem ist es logisch, denn schließlich wird ein Jäger bestimmt gern dorthin gehen, wo es besonders viel "Wild" gibt. Lobenswert finde ich außerdem, daß es keine Kontinuitätsbrüche in Bezug auf den ersten Film gibt, d.h. der Jäger verhält sich so, wie man es von ihm erwartet und so weiter. Darüber hinaus wird das "Predator-Universum" ein wenig erweitert. Man erfährt, daß es tatsächlich eine große Gruppe von Jägern gibt, die schon seit Jahrhunderten auf der Erde unterwegs sind. Der "Ehrenkodex" der Jäger wird ausgebaut und es wird ein Querverweis zu den Alien-Filmen hergestellt: Unter den Trophäen im Jäger-Raumschiff befindet sich auch ein Alien-Schädel. Diese Idee wurde von den Alien vs. Predator - Comics inspiriert, die es zu diesem Zeitpunkt gab, und sie wurde im gleichnamigen Film wieder aufgegriffen.

"Predator 2" ist ein rasanter Actionfilm, in dem womöglich noch mehr Munition verschossen wird als im ersten Teil. Das Ganze wird diesmal nicht mit einer Söldnergeschichte gemischt, sondern mit typischen Elementen (man könnte auch sagen: Klischees) aus Copfilmen. Vielleicht als Hommage an die "Lethal-Weapon"-Filme, bei denen Danny Glover ja auch eine Hauptrolle hatte? Ganz so spannend wie die Hatz im ersten Teil ist diese Story nicht, was möglicherweise auch damit zusammenhängt, daß die Atmosphäre in einer Großstadt nicht so geheimnisvoll-bedrohlich sein kann wie im Dschungel. Auch sind die Hauptfiguren bis auf Harrigan etwas zu blaß, d.h. es ist dem Zuschauer eigentlich egal, ob der Jäger sie erwischt oder nicht. Der bzw. die Jäger allerdings kommen noch wesentlich besser zur Geltung als im ersten Teil. Ihr High-Tech-Waffenarsenal wurde erweitert und man bekommt eine ganze Palette von Variationen ihres exotischen Outfits zu sehen. Mehr als solide Action, gute Spezialeffekte und ein paar neue Ideen für das Predator-Universum hat der Film zwar nicht zu bieten, aber Spaß macht er trotzdem.

Die DVD:

Die DVD hat nicht nur keine Alterseinstufung, sie ist auch indiziert. Und ich frage mich: Warum? Ich kenne Filme, die haben eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten und sind erheblich blutiger, brutaler und fragwürdiger als "Predator 2". Egal: Bild- und Tonqualität sind prima, leider gibt es bis auf den Kinotrailer keinerlei Bonusmaterial.

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