Men in Black 3

Men in Black Trilogie Alien Pack


Men in Black 3 (MiB-Trilogie) - Alien Pack Limited Edition (USA, 2012)

Blu-ray, Sony Pictures Home Entertainment
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 106 Min.

Extras
- Zeitlose Partner: Das Making of MIB 3 (26:24 Min.)
- Evolution der Coolness: MIB in den 60'er Jahren vs. heute (11:14 Min.)
- Hauptsache surreal: Die visuellen Effekte in MIB 3 (10:20 Min.)
- Szenenanalyse (17:25 Min.)
- Entstehungsszenen (17:37 Min.)
- Gag Reel (3:54 Min.)
- "Back in Time" - Musikvideo von Pitbull (3:34 Min.)
- Spiel: Erkenne den Alien
- Trailer

Regie:
Barry Sonnenfeld

Hauptdarsteller:
Will Smith (Agent J)
Tommy Lee Jones / Josh Brolin (Agent K)
Jemaine Clement (Boris die Bestie)
Emma Thompson / Alice Eve (Agent O)
Michael Stuhlbarg (Griffin)
Mike Colter (Colonel Edwards)




Inhalt

Agent J hat allmählich genug von der mürrischen Art seines älteren Partners. Agent K, der ihn seinerzeit für die "Men in Black" rekrutiert hat, ist ohnehin schon ziemlich wortkarg, aber als J herauszufinden versucht, warum sein Partner zu dem gefühlskalten Mann geworden ist, als der er sich heute präsentiert, wird er kurzerhand von K suspendiert. Boris die Bestie, ein jüngst aus dem Hochsicherheitsgefängnis für Außerirdische auf dem Mond ausgebrochener, extrem gefährlicher Boglodyt, scheint etwas mit der Angelegenheit zu tun zu haben. K hat Boris im Jahre 1969 verhaftet und den Außerirdischen zu seinem jetzigen Bedauern am Leben gelassen, ihm aber einen Arm abgeschossen. Boris will sich nun an K rächen. Die beiden Men in Black entkommen nur knapp einem von Boris gelegten Hinterhalt. J recherchiert in der MiB-Datenbank und findet heraus, dass K seinerzeit das ArcNet-Verteidigungssystem installiert hat, welches die Erde zuverlässig vor Angriffen von Außerirdischen schützt - vor allem vor den Boglodyten, die jeden Planeten vernichten, auf den sie stoßen. Als J tiefer bohren will, wird er von Agent O zurückgepfiffen, Zeds Nachfolgerin als MiB-Chefin. J ahnt, dass Ks Charakter entscheidend durch die Ereignisse des Jahres 1969 geprägt worden sein muss. Nach einem abendlichen Telefonat, bei dem sich K ansatzweise für sein schroffes Verhalten entschuldigt, vollendet Boris seine Rache. Er reist in die Vergangenheit und tötet K, bevor dieser das jüngere Selbst des Boglodyten verhaften kann.

Am nächsten Tag ist K spurlos verschwunden. Nur J kann sich noch daran erinnern, dass es K jemals gegeben hat. Js Gier nach Schokoladenmilch lässt O darauf schließen, dass sich ein von Boris verursachtes Zeitparadoxon ereignet hat, wodurch nicht nur Ks Verschwinden verursacht wurde. Auch das ArcNet existiert nicht, so dass die Raumschiffe der Boglodyten (die in dieser Version der Gegenwart keineswegs ausgestorben sind) die Erde angreifen können. J reist in die Vergangenheit, und zwar zu einem noch früheren Zeitpunkt, um Ks Ermordung ungeschehen zu machen. Beim vergeblichen Versuch, den "jüngeren" Boris auszuschalten, wird J vom "jüngeren" K festgenommen. Nach anfänglichem Misstrauen glaubt K Js Geschichte und arbeitet mit ihm zusammen, um Boris zu finden. J ist baff, denn der jüngere K ist durchaus umgänglich und nett. Er hat sogar eine Beinahe-Affäre mit der jüngeren O. Bei der Suche nach Boris stoßen J und K auf den Archainer Griffin. Diese Wesen können alle potentiellen Zukünfte gleichzeitig sehen. Ihr Heimatplanet wurde von den Boglodyten vernichtet. Griffin ist der letzte seiner Art und will verhindern, dass der Erde dasselbe widerfährt. Inzwischen hat sich Boris mit seinem jüngeren Selbst verbündet. Er entführt Griffin, aber die MiB können den Archainer befreien.

Griffin gibt den MiB wichtige Hinweise und händigt ihnen den ArcNet-Generator aus. Das nur amulettgroße Aggregat muss ins All gebracht werden, wo es zu einem umfassenden Schutzsystem anwachsen wird. J und K wollen den Generator an der Spitze der Apollo 11-Rakete anbringen, deren Start für den 16. Juli 1969 vorgesehen ist. Der Weltraumbahnhof Cape Canaveral ist natürlich bestens gesichert. J, K und Griffin werden von der Militärpolizei verhaftet. Griffin setzt seine besonderen Kräfte ein, um dem kommandierenden Colonel Edwards zu zeigen, welche Mission die MiB zu erfüllen haben. Edwards führt J und K danach persönlich zur Startrampe. Dort kommt es zum Kampf zwischen den MiB und beiden Versionen von Boris. J tötet den älteren, K schießt dem jüngeren den Arm ab und platziert den ArcNet-Generator an der Rakete, die wenig später zu ihrem Mondflug abhebt. J kommt etwas später von der Startrampe weg als K und beobachtet unbemerkt, wie Colonel Edwards vom jüngeren Boris getötet wird. In dieser Version der Vergangenheit tötet K anschließend den jüngeren Boris. Danach kümmert er sich um den kleinen James, Edwards Sohn. Er setzt den Neuralyzer ein, um dem Kind die Erinnerung an den Tod des Vaters zu nehmen. J erkennt zweierlei: Dies ist das Ereignis, das K zu einem solch verschlossenen Zeitgenossen gemacht hat, und er selbst ist James Edwards. Somit ist auch die Frage geklärt, warum sich J nach Ks Verschwinden noch an ihn erinnern konnte.

J kehrt in die Gegenwart zurück. Dort ist alles beim Alten. Es gibt keine Boglodyten-Invasion, K ist wieder da - nur geringfügig freundlicher als bisher...

Kommentar

Zeitreisegeschichten haben ihre Tücken. Was die Story von "Men in Black 3" angeht, so muss man als gegeben hinnehmen, dass Boris wirklich dumm genug ist, zum spätestmöglichen Punkt der Vergangenheit zurückzureisen, an dem er die Verhaftung seines früheren Selbst und die Installation des ArcNet noch verhindern kann, und dass J ihm zu genau diesem Zeitpunkt folgen kann. Wäre Boris schlauer gewesen, dann hätte er sich ein beliebiges früheres Datum ausgesucht. Er hätte K zu irgendeinem Zeitpunkt auflauern und ihn in aller Ruhe töten können. J hätte keine Chance gehabt, diesen Zeitpunkt herauszufinden. Um sicherzugehen, hätte J K von dessen Geburt an (oder noch früher) rund um die Uhr überwachen müssen. Da aber niemand Ks Prä-MiB-Vergangenheit kennt, wäre das ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Außerdem: Wenn das Zeitparadoxon durch ein weiteres Zeitparadoxon ungeschehen gemacht wurde, dann hätte es niemals zur Boglodyten-Invasion kommen können und J hätte gar keinen Grund gehabt, in die Vergangenheit zu reisen... Aber egal: Spannend ist der Film allemal, und am Ende kennen wir endlich das Geheimnis der beiden Hauptfiguren!

Warum sollte man sich überhaupt wegen Zeitreise-Problemen den Kopf zerbrechen, wenn als Ergebnis wieder ein ähnlich irrwitziges Filmvergnügen mit unzähligen verrückten Ideen wie der erste Men in Black - Film herauskommt? Will Smith und Josh Brolin (der wirklich eine jüngere Version von Tommy Lee Jones sein könnte) sind mit sichtlichem Vergnügen bei der Sache und es ist interessant, wie sehr der jüngere K dem älteren einerseits ähnelt, und in welchen Aspekten er sich andererseits grundlegend von ihm unterscheidet. Tommy Lee Jones bringt es wieder einmal fertig, trotz seines unbewegten Knittergesichts sowohl Charisma zu verbreiten als auch feine Nuancen in der Darstellung seiner Figur herauszuarbeiten. Hinzu kommt mit Boris ein ungemein bedrohlicher und gleichzeitig witziger Gegner. Man muss den Schauspieler Jemaine Clement mal unmaskiert gesehen haben - der Unterschied ist erstaunlich. Emma Thompson gibt mit ihrer leicht unterkühlten Art eine würdige Nachfolgerin für Rip Torn alias Zed ab. Natürlich darf man die vielen skurrilen Nebenfiguren nicht vergessen. Da wäre einerseits der etwas schusselige Sohn des Erfinders der Zeitmaschine, der J mit kaum beruhigenden Worten auf die Zeitreise schickt. Wir erfahren außerdem, dass Andy Warhol in Wahrheit ein MiB war: Agent W hatte den Auftrag, bestimmte Aliens zu observieren (bekanntlich sind alle Models Außerirdische), und hat mit seiner Ideenlosigkeit die Kunst revolutioniert. Genial!

Die Zeitreise verleiht dem Film einen ganz besonderen Reiz. Da ein Großteil der Handlung im Jahre 1969 spielt, sind viele köstliche Gags möglich und man kann einen ganz besonderen Look genießen. Riesige Straßenkreuzer, grellbunte Mode auf der einen Seite, auf der anderen der Gegensatz von alter und neuer MiB-Technik. So schleppt der jüngere Agent K einen noch nicht ganz ausgereiften Neuralizer und ein klobiges "Mobiltelefon" mit sich herum, und auch sonst ist die alte MiB-Technik noch nicht so schick wie Js Ausrüstung. Eine besonders schöne Szene: K installiert den ArcNet-Generator direkt vor den Augen von Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins, die in der Raketenkapsel sitzen. Die Raumfahrer beschließen, dass sie nichts gesehen haben... Als Science Fiction - Fan kann man sich über viele Anspielungen freuen. Nachdem J im Jahre 1969 angekommen ist, laufen im Hintergrund diverse Aliens aus alten SF-Filmen herum. Unter anderem habe ich welche aus Metaluna 4 antwortet nicht und Star Trek - Der Käfig erkannt. Die Action passt ebenfalls, schon die Eröffnungsszene mit dem Gefängnisausbruch weiß zu gefallen. Im weiteren Verlauf werden mehrere zünftige Feuergefechte und Verfolgungsjagden geboten. "Men in Black 3" ist ein gelungenes Comeback, das definitiv Lust auf einen vierten Teil macht!

Blu-ray-Features

Die o.g. Titel der Featurettes im Bonusmaterial sprechen eigentlich für sich. Nimmt man alle zusammen, dann erhält man eine abendfüllende und recht umfassende, allerdings auch teilweise redundante Dokumentation des Produktionsprozesses. Neben der üblichen Mischung aus Filmszenen, Interviewschnipseln und Hinter-den-Szenen-Material wird genauer auf die Entstehung bestimmter Szenen eingegangen, so dass man gut erkennen kann, wie viel an dem Film CGI ist - abgesehen von ein paar nicht ganz überzeugenden computergenerierten Figuren (z.B. Will Smith beim "Zeitsprung") sind das mehr Szenen als gedacht, was für die Qualität dieser Effekte spricht. Nett auch die Erläuterungen zum Retro-Design der MiB-Welt in den Sechzigerjahren. Dadurch wird man auf Details hingewiesen, die man beim erstmaligen Anschauen des Films gar nicht wahrnimmt.

Hinzu kommen einige lustige schiefgegangene Szenen und ein Minispiel, das mit der Fernbedienung gesteuert wird. Wie in einem MiB-Schießstand erscheinen an bestimmten Stellen vor verschiedenen Hintergründen sowohl Alien-Figuren als auch MiB-Agenten. Man muss die Aliens treffen und die Agenten verschonen, dann gibt's Punkte. Das geht über mehrere Runden, am Ende wird der Punktestand bewertet.

Die Alien Pack Limited Edition enthält alle drei "Men in Black" - Filme und eine schön gemachte Wormguy-Figur mit massivem, schwerem Sockel sowie einige Postkarten mit Filmmotiven. Leider wurde als Umverpackung eine billige Pappschachtel verwendet, die sich im Regal nicht so gut macht und die keinen Blick auf die Plastikfigur gewährt.


J. Kreis, 30.10.2012




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