Men in Black 3

Men in Black Trilogie Alien Pack


Men in Black II (MiB-Trilogie) - Alien Pack Limited Edition (USA, 2002)

Blu-ray, Sony Pictures Home Entertainment
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 88 Min.

Extras
- Audiokommentar des Regisseurs
- Alternatives Ende (2:13 Min.)
- Gag Reel (5:09 Min.)
- Men in Black: Nachvertonung (9:25 Min.)
- Design in Bewegung: Der Look von Men in Black II (10:01 Min.)
- Rick Baker: Alien-Macher (10:46 Min.)
- Die Geräuschemacher und ihre Geräusche in Men in Black II (8:04 Min.)
- Kosmische Symphonien: Elfman im Weltall (12:52 Min.)
- Barry Sonnenfelds intergalaktischer Comedy-Guide (6:00 Min.)
- Featurettes über die Kreaturen (25:53 Min.)
- Animations-Sequenz: Serleena (1:51 Min.)
- Multi-Angle: Aufbau verschiedener Szenen (7:42 Min.)
- Musikvideo "Black Suits comin' (Nod ya Head)" von Will Smith (4:39 Min.)

Regie:
Barry Sonnenfeld

Hauptdarsteller:
Will Smith (Agent J)
Tommy Lee Jones (Agent K)
Lara Flynn Boyle (Serleena)
Rosario Dawson (Laura Vasquez)
Rip Torn (Agent Zed)




Inhalt

Agent K wurde auf eigenen Wunsch in den Ruhestand versetzt und mit einem Neuralisator behandelt. Er führt seitdem ein ruhiges Leben als Oberpostmeister von Truro, Massachusetts. Agent L hat ihren alten Job in der Leichenhalle wieder aufgenommen. Agent J, Ks Nachfolger als Topagent der Men in Black, verschleißt einen Partner nach dem anderen, weil keiner seinen hohen Anforderungen genügt. Im Jahre 2002, fünf Jahre nach dem Sieg über die Schabe, wird die Erde erneut von einem mächtigen außerirdischen Wesen bedroht. Die Kylothianerin Serleena, eine Gestaltwandlerin, die aus unzähligen Tentakeln besteht und zur Tarnung die Gestalt eines Dessous-Models annimmt, ist auf der Suche nach dem "Licht von Zartha". Sie war vor 25 Jahren schon einmal aus demselben Grund auf der Erde. Damals hatte Laurana, die Königin von Zartha, die MiB darum gebeten, das Licht auf der Erde vor Serleena zu verstecken. Die MiB mussten ihre Hilfe verweigern, um Neutralität zu bewahren. Um Serleena auszutricksen, hatte K es so aussehen lassen, als sei das Licht mit einem Raumschiff in den Weltraum geschickt worden. In all den Jahren hat Serleena das Schiff verfolgt und unterwegs mehrere Planeten vernichtet. Von einem Informanten hat Serleena erfahren, dass das Licht die Erde nie verlassen hat. Die Kylothianerin setzt nun alles daran, das Licht in ihre Hände zu bekommen, denn wer immer es kontrolliert, beherrscht auch den Planeten Zartha. Serleena verhört den außerirdischen Besitzer einer Pizzeria, der sich lieber töten lässt, als das Versteck des Lichts zu verraten. Laura Vasquez, eine Angestellte der Pizzeria, beobachtet das Ganze unbemerkt und wird später von den MiB befragt. J verliebt sich in Laura und verzichtet darauf, sie zu neuralisieren.

Da nur K weiß, was es mit dem Licht von Zartha auf sich hat, holt J ihn aus dem Ruhestand zurück. Natürlich erinnert sich K nicht an seine MiB-Vergangenheit. Als K in der MiB-Zentrale deneuralisiert werden soll, trifft Serleena dort ein. Sie setzt Zed und alle anderen MiB außer Gefecht. J und K entkommen, aber Serleena befreit einige Alien-Verbrecher aus dem MiB-Gefängnis und hetzt sie den beiden Agenten nach. Ein Teil von Ks Erinnerungen kann gerade noch rechtzeitig mit einem nachgebauten Deneuralisator wiederhergestellt werden. Allerdings hat er immer noch keine Ahnung, was das Licht von Zartha ist - offensichtlich hat K sich damals selbst neuralisiert, um absolut sicher zu gehen. Gemeinsam besiegen J und K Serleenas Schergen. Dann folgen sie Hinweisen, die K vor 25 Jahren für sich selbst hinterlassen hat. So erlangt K allmählich doch alle Erinnerungen zurück. Er weiß jetzt, dass er Laurana damals geliebt hat, und dass sie von Serleena erschossen worden ist. Außerdem wird klar, dass das Licht schnellstens nach Zartha zurückgebracht werden muss, weil es sonst explodieren und die Erde vernichten wird. Zeit und Ort der Abholung sind genau festgelegt. J und K bringen Laura bei den Wormguys in Sicherheit, doch Serleena spürt sie auf und entführt sie. Sie glaubt, das Licht befinde sich in Lauras Armband, und will es zu ihrer Heimatwelt schicken.

J, K und die Wormguys dringen in die MiB-Zentrale ein. Während K Serleena ablenkt, besiegt J Serleenas letzten Handlanger und befreit Laura. Serleena wird zwar atomisiert, aber ein Tentakel bleibt intakt, so dass sie sich regenerieren kann. Sie verfolgt die MiB, die Laura zum Abholpunkt bringen. Dort rückt K endlich mit der Wahrheit heraus. Laura selbst ist das Licht von Zartha - sie ist Lauranas Tochter. Widerstrebend verlässt Laura die Erde mit einer Raumkapsel. Serleena wird besiegt, was zu einer gigantischen Explosion führt, die von unzähligen New Yorkern gesehen wird. K aktiviert einen Neuralisator in der Fackel der Freiheitsstatue, um den Schlamassel zu bereinigen. Auf Js Frage, ob er Lauras Vater sei, gibt K keine Antwort...

Kommentar

Das ist übrigens noch nicht das Ende des Films. J wird von K, Zed und Frank, dem Mops, wegen der nicht zustande gekommenen Liebesbeziehung mit Laura genervt. Sie versuchen ihn zu trösten, aber er ist schon drüber weg. Dann macht er seinen Spind auf und findet darin ein Volk winziger Aliens vor. Die haben zuvor in einem Schließfach in der Grand Central Station gelebt, wo sie vor 25 Jahren von K deponiert worden sind. J meint, man müsse die Kerlchen in die große weite Welt entlassen. Um J zu beweisen, dass die "große weite Welt" nicht so groß ist wie gedacht, öffnet K eine Tür. Es zeigt sich, dass das bekannte Universum offensichtlich auch nur in einem gigantischen Schließfach existiert...

Woran mag es liegen, dass mir "Men in Black II" nicht so gut gefällt wie Men in Black? Ich kann den Finger nicht auf die wunde Stelle legen, und "schlecht" ist der Film ja auch wirklich nicht. Schließlich enthält Teil 2 wieder die aus Teil 1 bekannte Mischung aus Odd-Couple-Buddy-Movie, Detektivgeschichte, selbstironischem Humor, bizarren Aliens, MiB-Coolness, schickem Design und unzähligen verrückten Ideen. Lara Flynn Boyle, die schon in Twin Peaks ein Augenschmaus war, ist geradezu umwerfend in der Rolle der Serleena. Mit unterkühlt-lasziver Attitüde wickelt sie die MiB buchstäblich ein und hat immer einen trockenen Oneliner auf den Lippen. Frank der Mops ernennt sich kurzerhand selbst zu Js neuem Partner, weil der seinen letzten Kompagnon nach dessen Nervenzusammenbruch kurzerhand geblitzdingst hat, und sorgt für einige köstliche Szenen. "Jackass" Johnny Knoxville tritt in einer witzigen Nebenrolle auf. Michael Jackson hat einen kurzen Gastauftritt als Undercover-Alien und Möchtegern-MiB. Und die politisch höchst unkorrekten Wormguys sind auch wieder mit von der Partie, sie dürfen sogar selbst mal in tragenden Rollen aktiv werden. Die Spezialeffekte waren damals (2002) erstklassig und können sich zehn Jahre später immer noch sehen lassen. Und der Humor funktioniert natürlich nach wie vor.

Bleiben noch Will Smith und Tommy Lee Jones als J und K. Es könnte sein, dass die beiden Hauptfiguren der Grund für mein (relatives) Missfallen sind. Irgendwie kommt es mir so vor, als funktioniere ihr Zusammenspiel - zu dem es noch dazu wg. Ks Ruhestand erst nach ca. einer halben Stunde kommt - nicht mehr so ungezwungen wie zuvor. J nervt sogar etwas mit seiner "ich bin jetzt die Nummer 1" - Attitüde. Die Story dürfte der größte Schwachpunkt sein, denn im Grunde wird genau dieselbe Geschichte wie im ersten Teil noch einmal erzählt: Böser Außerirdischer kommt auf die Erde, um unfassbar wertvolles Artefakt zu stehlen. Die MiB müssen eingreifen, um die Vernichtung der Erde zu verhindern. Ks Amnesie ist eigentlich das einzige wirklich neue Element, und diesem Teil der Handlung kommt nur geringe Bedeutung zu. Der Reiz des Neuen, der "Men in Black" zu etwas Besonderem gemacht hat, ist verflogen. "Men in Black II" bietet kaum Eigenständigkeit, stattdessen wird einfach mehr von allen bekannten und beliebten MiB-Versatzstücken geboten. Man könnte auch sagen: Altbekanntes wird aufgewärmt, schmeckt dann aber ein wenig fade.

Blu-ray-Features

Die o.g. Titel der Featurettes im Bonusmaterial sprechen für sich, da muss ich wohl nicht noch beschreiben, was drin vorkommt. Nimmt man alle zusammen, dann erhält man eine umfassende, allerdings auch teilweise redundante Dokumentation des Produktionsprozesses in Spielfilmlänge. Man kann die verschiedenen Aliens ausgiebig bewundern und es wird erklärt, wie die Designer auf die Ideen für all diese merkwürdigen Kreaturen gekommen sind. Barry Sonnenfelds besonderer Humor wird erläutert. Die Geräuschemacher, deren Job meist gar nicht ausreichend gewürdigt wird, werden bei der Arbeit gezeigt.

Hinzu kommt ein alternatives Ende (J wird in den Urlaub geschickt und findet sich im Schließfach wieder) sowie einige lustige schiefgegangene Szenen. Man muss einfach mitlachen, wenn die Schauspieler minutenlange Lachanfälle kriegen, so dass nicht weitergedreht werden kann.

Die Alien Pack Limited Edition enthält alle drei "Men in Black" - Filme und eine schön gemachte Wormguy-Figur mit massivem, schwerem Sockel sowie einige Postkarten mit Filmmotiven. Leider wurde als Umverpackung eine billige Pappschachtel verwendet, die sich im Regal nicht so gut macht und die keinen Blick auf die Plastikfigur gewährt.


J. Kreis, 08.11.2012




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