Mission: Impossible


Mission: Impossible III (USA/D/China, 2006)

Blu-ray, Paramount
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 125 Minuten

Extras:
- Audiokommentar von Tom Cruise und J.J. Abrams

Regie:
J.J. Abrams

Hauptdarsteller:
Tom Cruise (Ethan Hunt)
Michelle Monaghan (Julia Meade)
Philip Seymour Hoffman (Owen Davian)
Billy Crudup (John Musgrave)




Story

Ethan Hunt, Agent der US-Spezialeinheit Impossible Missions Force (IMF), hat sich vor einiger Zeit in den Innendienst zurückgezogen. Er arbeitet jetzt als Ausbilder. Seine Freundin Julia Meade weiß nichts von alldem. Sie glaubt, Ethan habe einen langweiligen Job bei der Verkehrsplanungsbehörde. Ethan träumt von einem ruhigen, vergleichsweise normalen Leben mit Julia, die er bald heiraten möchte. Doch am Tag der Verlobungsfeier wird er von seinem Teamleiter John Musgrave kontaktiert. Eine der von Ethan ausgebildeten und für feldtauglich erklärten Rekrutinnen namens Lindsey Farris ist bei der Observierung des mächtigen, extrem gefährlichen Waffenhändlers Owen Davian verschwunden. Man nimmt an, dass sie von Davian gefangen genommen wurde. Normalerweise würde die IMF in einem solchen Fall nichts unternehmen, doch Musgrave wittert eine Chance, Davian unschädlich zu machen. Da Lindsey für Ethan fast wie eine Schwester war, lässt er sich zur Übernahme der Rettungsmission überreden. Er geht mit drei Teammitgliedern in Berlin in den Einsatz und befreit die junge Frau trotz heftiger Gegenwehr der Gangster. Dem Team fallen außerdem zwei Laptops in die Hände. Kurz nach der Befreiung bekommt Lindsey heftige Kopfschmerzen. Man stellt fest, dass eine kleine Sprengkapsel in ihrem Kopf sitzt, die jetzt aktiviert wurde. Ethan kann nicht verhindern, dass die Kapsel explodiert und Lindsey tötet. Kurz nach der Beerdigung erhält Ethan eine Botschaft, die Lindsey kurz vor der Gefangennahme abgeschickt hat. Sie kann zunächst nicht entschlüsselt werden.

IMF-Chef Theodore Brassel staucht das Team wegen des Misserfolgs zusammen. Die teilweise zerstörten Festplatten der Laptops werden ausgelesen. Ein paar Datenfragmente sind noch vorhanden, unter anderem eine Mail, aus der hervorgeht, dass sich Davian zu einem bestimmten Zeitpunkt im Vatikan aufhalten wird, um ein Objekt in Empfang zu nehmen, das als "Hasenpfote" bezeichnet wird und zum Preis von 850 Millionen Dollar verkauft werden soll. Ethan und sein Team gehen ohne offiziellen Auftrag in den Einsatz, um Davian doch noch zu schnappen und vielleicht sogar seine Kunden zu überführen. Julia versteht nicht, warum Ethan schon wieder tagelang verschwinden muss. Sie fürchtet, Ethan wolle sie verlassen. Um ihr die Angst zu nehmen, veranlasst Ethan eine Blitzheirat. Die Infiltration des Vatikans gelingt. Ethans Team entführt Davian und lässt es so aussehen, als sei er einem Anschlag zum Opfer gefallen. Der Waffenhändler zeigt sich gänzlich unbeeindruckt und verrät nicht, um was es sich bei der Hasenpfote handelt. Stattdessen kündigt er an, er werde Ethans Frau leiden lassen und ihn dann vor ihren Augen umbringen. Nur zu bald muss Ethan feststellen, dass es sich dabei nicht um eine leere Drohung handelt. Während des Gefangenentransports erhält er endlich Lindseys entschlüsselte Nachricht. Darin ist davon die Rede, dass Davian mit Brassels Büro telefoniert hat. Es muss also einen Verräter bei der IMF geben. Prompt wird der Konvoi von einer bewaffneten Drohne und einem Kampfhubschrauber angegriffen. Davian entkommt. Wenig später wird Julia entführt.

Ethan erhält einen Anruf von Davian und wird aufgefordert, die Hasenpfote zu beschaffen. Er hat 48 Stunden Zeit, dann muss Julia sterben. Prompt tauchen IMF-Agenten auf, die Ethan festnehmen. Aufgrund des katastrophal fehlgeschlagenen Alleingangs soll Ethan aus dem Verkehr gezogen werden. Musgrave ermöglicht ihm die Flucht und lotst ihn zu einem Appartement, wo kurz danach Ethans vertraute Teammitglieder erscheinen. Ihren Informationen zufolge befindet sich die Hasenpfote in einem bestens gesicherten Labor in Shanghai. In aller Eile wird ein Plan zum Diebstahl des Objekts entwickelt und in die Tat umgesetzt. Sobald Ethan den Behälter mit der Hasenpfote in seinem Besitz hat und dem Wachschutz entkommen ist, kontaktiert er Davian. Man setzt ihn unter Drogen und schießt ihm eine inaktive Sprengkapsel in den Schädel. Davian behauptet, Ethan habe nicht das gewünschte Objekt beschafft. Er hält der geknebelten Julia eine Pistole an den Kopf und zählt bis zehn. Da Ethan darauf beharrt, die echte Hasenpfote übergeben, erschießt Davian die Frau. Es ist jedoch nicht Julia, sondern eine andere Frau, die eine perfekte Maske trägt, wie sie bei der IMF gebräuchlich ist. Davian wollte nur sichergehen, dass Ethan die Wahrheit sagt. Dahinter steckt Musgrave. Er ist derjenige, der Davian telefonisch über Lindseys Kommen informiert hat. Musgrave macht gemeinsame Sache mit dem Waffenhändler, um über ihn an die Käufer der Hasenpfote heranzukommen. Ethan soll ihm nur verraten, welchen Inhalt Lindseys Botschaft hatte, dann will er Julia angeblich freilassen. Über sein Mobiltelefon lässt Musgrave Ethan kurz mit Julia sprechen. Ethan nutzt die Gelegenheit, um Musgrave außer Gefecht zu setzen und zu fliehen.

Ethan ruft einen Kollegen in der IMF-Zentrale an und lässt das mit Julia geführte Telefonat zurückverfolgen. Offenbar wird sie in einem nicht weit entfernten Gebäude gefangen gehalten, zu dem sich Ethan per Handypeilung lotsen lässt. Julia ist wohlauf, doch Ethan geht es plötzlich schlecht. Davian hat Ethans Ankunft bemerkt und die Sprengkapsel aktiviert. Es bleiben nur wenige Minuten bis zur Explosion. Trotz der Schmerzen gelingt es Ethan, Davian zu töten. Dann verabreicht er sich selbst einen starken Stromschlag, durch den die Kapsel deaktiviert wird. Der Schlag ist allerdings tödlich. Julia muss ihn wiederbeleben. Als Musgrave und einer von Davians Schergen angreifen, setzt sich Julia zur Wehr und erschießt beide mit einer von Ethan erbeuteten Pistole. Die Wiederbelebung ist erfolgreich. Ethan stellt den Behälter mit der Hasenpfote sicher. Jetzt will Julia endlich wissen, was eigentlich gespielt wird. Ethan schenkt ihr reinen Wein ein. Zurück im IMF-Hauptquartier wird Ethan von Brassel belobigt. Es gibt sogar ein Jobangebot aus dem Weißen Haus. Ethan will zunächst einmal mit seiner Ehefrau in die Flitterwochen gehen.


Kringels Meinung

Nach dem total verkorksten zweiten Teil der "Mission Impossible" - Kinofilmreihe konnte es nur noch aufwärts gehen. Tatsächlich hat mir der dritte Teil mehr Spaß gemacht als erwartet! Der größte Vorwurf, den ich dem Film machen könnte, wenn ich denn wollte, würde darin bestehen, dass er keine Alleinstellungsmerkmale hat. So besteht der einzige Unterschied zwischen Ethan Hunt und James Bond darin, dass letzterer praktisch immer allein arbeitet, während ersterer stets von einem Team mindestens ebenso kampfstarker Top-Agenten unterstützt wird. Die Teamarbeit funktioniert diesmal erheblich besser als im zweiten Teil. Die drei Partner Ethans sind sympathisch, vor allem erhalten sie wirklich sinnvolle Aufgaben, und zwar nicht nur einmal, sondern bei jedem großen Einsatz. Alle vier Agenten arbeiten Hand in Hand, ohne seine Kollegen wäre Ethan aufgeschmissen. Im Gegensatz zu Teil 2 wird er also nicht wie ein Superheld dargestellt, der alle bösen Burschen im Alleingang aufmischt. Und, man höre und staune, er grinst nicht mehr so oft! Das liegt natürlich daran, dass er kaum Grund dazu hat. Der Film beginnt mit der Szene, in der Ethan jener Frau gegenübersitzt, die er für Julia hält und die dann erschossen wird. Die Handlung springt danach einige Tage zurück. Der Zuschauer muss sich die bange Frage stellen, ob Julia wirklich tot ist. Man kann Ethans zunehmende Verzweiflung sehr gut nachvollziehen. Tom Cruise bringt das prima rüber. Ethan scheitert ja gleich zweimal; Lindseys Tod ist ebenfalls ein ziemlich dramatischer Moment.

Der Kunstgriff, den Zuschauer schon zu Beginn vor (vermeintlich) vollendete Tatsachen zu stellen, ist eine gute Einstimmung auf die teilweise sehr düstere Story, die nicht halb so gut funktionieren würde, wenn Philip Seymour Hoffman dem Oberschurken nicht eine so wunderbar dämonische Note verleihen würde. Wenn Davian im Verhör ganz ruhig bleibt und sachlich erklärt, er werde Ethans Frau leiden lassen, dann glaubt man ihm das! Sehr nett finde ich auch die Szenen, in denen Philip Seymour Hoffman eine Doppelrolle spielt, nämlich einmal Davian und zusätzlich den als Davian maskierten Ethan. Die Story mag nicht besonders komplex oder tiefsinnig sein, aber wenigstens beleidigt sie nicht die Intelligenz des Zuschauers. Im Grunde geht es nur um die Jagd auf einen typischen MacGuffin. Man erfährt nicht, was die Hasenpfote eigentlich ist. Der Behälter trägt das Biohazard-Symbol, also handelt es sich vermutlich um einen biologischen Kampfstoff. Aber das ist ja auch egal. Für Spannung ist gesorgt, langweilig wird der Film trotz zweistündiger Laufzeit nie.

Bei Teil 2 hat mich die bis zur Absurdität übertriebene, selbstzweckhafte und ermüdende Action am meisten gestört. Auch im dritten Teil wird ein gerüttelt Maß Pyrotechnik eingesetzt, es kommt zu einigen Feuergefechten und Prügeleien. Doch so unrealistisch wie das in Zeitlupe ausgewalzte Gehampel in Teil 2 ist das alles bei weitem nicht. Vor allem hat jeder Stunt einen Sinn! "Mission: Impossible III" ist ein solider Actioner, bei dem man bestens mitfiebern kann. So darf es weitergehen!


J. Kreis, 30.05.2017




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