Mission: Impossible


Mission: Impossible II (USA, 2000)

Blu-ray, Paramount
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: ca. 123 Minuten

Extras:
- Audiokommentar von Regisseur John Woo
- Hinter der Mission (14:28 Min.)
- Die unmögliche Mission (5:12 Min.)
- Unglaubliche Aufnahmen (34:17 Min.)
- "I Disappear" - Metallica (4:33 Min.)
- Alternative Titelsequenz (0:37 Min.)
- Hervorragende Leistung im Film (9:15 Min.)
- Generation: Cruise (3:36 Min.)

Regie:
John Woo

Hauptdarsteller:
Tom Cruise (Ethan Hunt)
Thandie Newton (Nyah Nordoff-Hall)
Dougray Scott (Sean Ambrose)
Brendan Gleeson (John C. McCloy)




Story

Im Auftrag von John McCloy, dem Inhaber des australischen Pharmakonzerns Biocyte, entwickelt der Biochemiker Dr. Sergej Gradsky das Supervirus "Chimera" sowie das Antivirus "Bellerophon". Chimera tötet einen Menschen in weniger als zwei Tagen. Schon 20 Stunden nach der Infektion ist selbst mit Bellerophon keine Heilung mehr möglich. Nach der Freisetzung des Virus könnte McCloy mit dem Verkauf des nur ihm bekannten Gegenmittels Milliarden verdienen. Gradsky will dieses schmutzige Spiel nicht mitspielen und plant seine Flucht in die USA. Dabei soll ihm Ethan Hunt helfen, ein Agent der US-Spezialeinheit Impossible Missions Force. Gradsky vertraut sonst niemandem. Um das Virus sicher aus den Biocyte-Labors schmuggeln zu können, verabreicht sich Gradsky eine Dosis. Die einzigen existierenden Behälter mit dem Gegenmittel hat er im Handgepäck, als er die Flugreise antritt. Da Hunt nicht rechtzeitig aus dem Urlaub geholt werden kann, entsendet IMF-Einsatzleiter Swanbeck einen Agenten namens Sean Ambrose zur Eskortierung Gradskys. Ambrose hat Hunt schon früher erfolgreich gedoubelt. Er trägt eine perfekte Maske und einen Chip, der seine Stimme verändert. So wird Gradsky getäuscht. Doch Ambrose ist ein Verräter. Er tötet Gradsky, nimmt das Handgepäck an sich und lässt die Maschine abstürzen. Zu spät bemerkt er, dass er Gradsky als Träger des Virus lebend gebraucht hätte. Er ist somit nur im Besitz des Gegenmittels.

Hunt erhält den Auftrag, Chimera und Bellerophon wiederzubeschaffen. Er holt sich Unterstützung durch seinen alten Freund, den Hacker Luther Stickell, und den Piloten Billy Baird. Auf Anweisung Swanbecks rekrutiert er außerdem die Meisterdiebin Nyah Nordoff-Hall. Die beiden verlieben sich ineinander. Erst danach erfährt Hunt, warum Nyah zum Team gehören soll. Sie war Ambroses Freundin und hat ihn vor einigen Monaten verlassen. Er liebt sie immer noch und will sie unbedingt zurückgewinnen. Nyah ist somit der perfekte Lockvogel. Man setzt ihr einen Peilsender ein und lässt es so aussehen, als sei sie verhaftet worden. Wie erwartet wird sie von Ambrose befreit und darf sein Hauptquartier betreten. Sie spielt einige Zeit lang seine Geliebte und ermöglicht Hunt den Zugang zu Informationen über Chimera/Bellerophon. Weitere Details holt Hunt aus McCloy heraus, den er inkognito entführt und dann wieder laufen lässt. Es wird klar, dass Ambrose das Gegenmittel an McCloy verkaufen will. Hunts Ziel ist daher die Biocyte-Zentrale. Würde er die dort gelagerten Chimera-Kulturen vernichten, so wäre Bellerophon wertlos.

Der Coup misslingt, denn Ambrose hat Nyah inzwischen durchschaut. Mit ihr als Geisel und zahlreichen Schergen hält er Hunt davon ab, den letzten Injektor mit Chimera zu zerstören. Nyah verabreicht sich das Virus. Ambrose kann sie daher nicht töten und Hunt erhält die Gelegenheit zur Flucht. Er hat jetzt nur 20 Stunden Zeit, die Behälter mit Bellerophon zu erbeuten und Nyah zu retten. Ambrose nimmt eine Blutprobe von Nyah und lässt die Frau mitten in Sydney frei, damit sie möglichst viele Menschen ansteckt. Um das zu verhindern, geht sie in Richtung Küste. Dort will sie sich von einer Klippe stürzen. Stickell und Baird orten den Peilsender und fliegen per Hubschrauber zu ihrem Standort. Hunt infiltriert das Versteck, in dem Ambrose Bellerophon an McCloy verkaufen will. Ambroses Preis sind 51 Prozent der Biocyte-Aktien, deren Wert nach dem Ausbruch einer Chimera-Epidemie ins Unermessliche steigen wird. Hunt trickst Ambrose aus und entkommt mit dem Gegenmittel. Bei einer wilden Verfolgungsjagd schaltet er Ambroses Schergen aus. Im finalen Zweikampf verschont Hunt Ambrose zunächst, ist dann aber gezwungen, ihn doch zu töten. Nyah kann rechtzeitig behandelt werden. Swanbeck veranlasst die Löschung ihres Strafregisters. Hunt und Nyah gehen in den wohlverdienten Urlaub.


Kringels Meinung

Mission: Impossible aus dem Jahre 1996 kann mit einer perfekten Inszenierung, schöner Agenten-Atmosphäre sowie mit einer verzwickten, mit Täuschungen und Verrat vollgepackten Story punkten. In meinem Kommentar zu dem Film habe ich folgendes geschrieben: "Die gut ausbalancierte Mischung aus Verfolgungsjagden, Täuschungsmanövern und trickreicher Agententätigkeit mit zahlreichen Gimmicks, die ebenso gut in James Bonds Arsenal passen würden, funktioniert nach wie vor. Hier wird nicht allzu sehr auf platte Schauwerte wie möglichst spektakuläre Explosionen und dergleichen gesetzt (...)" Tja, und beim zweiten Teil der Reihe ist es genau umgekehrt. Der Auftakt mit Gradskys fehlgeschlagener Flucht ist durchaus noch prima gemacht, doch dann jagt eine sinnlose und heillos übertriebene Actionszene die andere. Die Stunts werden immer unrealistischer, vor allem sind sie fast ausnahmslos purer Selbstzweck. Die Story, angefangen mit der viel zu sehr in die Länge gezogenen und in eine unmotivierte Liebesbeziehung mündenden Rekrutierung Nyahs, ist völlig bescheuert und komplett verzichtbar. Es scheint nur darum zu gehen, Tom Cruise möglichst heldenhaft aussehen zu lassen. Ist es Selbstironie, wenn Ambrose sagt, am meisten habe es ihn bei den Double-Einsätzen angewidert, Hunts blödes Grinsen imitieren zu müssen? Ich fürchte nein. Ich war froh, es nach gefühlten hundert Explosionen in Zeitlupe endlich hinter mir zu haben. Mehr habe ich zu diesem wirren, langweiligen Quatsch nicht zu sagen.


Blu-ray-Features

Die drei ähnlich aufgebauten Featurettes "Hinter den Kulissen", "Die unmögliche Mission" und "Unglaubliche Aufnahmen" bieten die übliche oberflächliche Mischung aus Filmausschnitten, kurzen Interviews und Hinter-den-Szenen-Material. Sie haben eine Gesamtlaufzeit von weniger als einer Stunde und teilweise identischen Inhalt. Besonders interessant sind sie nicht, weil die Interviewten kaum mehr von sich geben als Lobeshymnen auf die Kollegen. Ving Rhames meint, die Action sei nicht selbstzweckhaft. Hat er denselben Film gesehen wie ich? Ich kann es kaum glauben. Der Drehbuchautor erzählt, die Actionszenen seien schon fertig gewesen (oder fertig konzipiert? Das habe ich nicht ganz verstanden) und er habe nur noch die Aufgabe gehabt, sich eine dazu passende Handlung auszudenken. Das muss man wohl nicht mehr kommentieren.

Alle loben Tom Cruise in den höchsten Tönen, und das zu Recht, denn er hat selbst die gefährlichsten Stunts selbst gemacht. So wird die Szene mit dem Messer, das beim Endkampf nur Millimeter vor dem Auge des Schauspielers zum Halten kommt, doppelt gruselig, wenn man bedenkt, dass es sich um ein echtes Messer gehandelt hat, das mittels einer speziellen Vorrichtung festgehalten wurde. Zudem wurde das Freeclimbing nicht etwa im Studio vor Greenscreens aufgenommen, sondern in der freien Natur. Wie man sieht, geht Cruise alle Stunts furchtlos an und wiederholt sie x-mal, bis sie perfekt sind. Respekt!

Die Beiträge "Hervorragende Leistung im Film" und "Generation: Cruise" bestehen lediglich aus Zusammenschnitten aller möglichen Filme von Tom Cruise. Sie wurden aus Anlass von Preisverleihungen im Jahre 2005 gezeigt.


J. Kreis, 23.05.2017




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