Mission: Impossible


Mission: Impossible (USA, 1996)

Blu-ray, Paramount
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 110 Minuten

Extras:
- Mission: Beachtenswert - 40 Jahre der Erschaffung des Unmöglichen (11:26 Min.)
- Mission: Explosive Geschichten (5:09 Min.)
- Mission: Spione unter uns (8:40 Min.)
- Mission: Jagd nach dem Zug (2:38 Min.)
- Mission: Internationales Spionagemuseum (6:31 Min.)
- Agenten-Dossiers (Bild und Text)
- Hervorragende Leistung im Film (9:15 Min.)
- Generation: Cruise (3:35 Min.)
- Fotogalerie
- Mission: Marketing

Regie:
Brian De Palma

Hauptdarsteller:
Tom Cruise (Ethan Hunt)
Jon Voight (Jim Phelps)
Emmanuelle Béart (Claire Phelps)
Jean Reno (Franz Krieger)
Ving Rhames (Luther Stickell)
Henry Czerny (Eugene Kittridge)
Vanessa Redgrave (Max)




Story

Die Impossible Missions Force ist eine Spezialeinheit des amerikanischen Geheimdienstes, deren Agenten für besonders schwierige verdeckte Operationen ausgebildet wurden. IMF-Agenten sind wie Geister; unsichtbar und ungreifbar selbst für die eigenen Leute. Ein sechsköpfiges IMF-Team erhält den Auftrag, einen Verräter festzunehmen, der eine Liste mit den Decknamen von Geheimagenten gestohlen hat und auf dem Weg nach Prag ist, um sich in der dortigen amerikanischen Botschaft die dazu gehörende Liste mit den Klarnamen zu beschaffen. Sollten die zusammengeführten Listen auf dem Schwarzmarkt verkauft werden, so wären mit einem Schlag sämtliche aktiven Geheimagenten der USA enttarnt und in Lebensgefahr. Die Mission wird zum Desaster. Alle IMF-Agenten außer Ethan Hunt fallen Unbekannten zum Opfer, die offensichtlich genau wissen, mit wem sie es zu tun haben. Für Hunt bricht eine Welt zusammen, denn Teamleiter Phelps war für ihn eine Art Vaterersatz und dessen Frau Claire, die ebenfalls zum Team gehört hat, war Hunts Geliebte. Hunt erstattet dem IMF-Chef Kittridge Bericht und erfährt, dass die Mission einen ganz anderen Zweck hatte. Der Verräter muss zur IMF gehören und sollte überführt werden. In Wahrheit befindet sich die Liste mit den Klarnamen nicht in der Botschaft, sondern im Computer der CIA-Zentrale in Langley. Da nur Hunt überlebt hat, geht Kittridge davon aus, dass er der Maulwurf ist. Ein zweites IMF-Team ist vor Ort, um ihn festzunehmen. Hunt flieht und kehrt ins Teamversteck zurück. Einige Stunden später taucht Claire dort auf. Sie erklärt, sie sei dem Anschlag entronnen und habe bis zum vorab vereinbarten Zeitpunkt mit der Rückkehr ins Versteck gewartet. Da Kittridge annehmen würde, dass Claire mit Hunt unter einer Decke steckt, muss sie untergetaucht bleiben. Sie und Hunt arbeiten nun zusammen.

Hunt konnte einige Informationen über den Verräter sammeln, so dass es ihm gelingt, Kontakt mit seiner Kundin aufzunehmen, einer als "Max" bekannten Waffenhändlerin. Er gewinnt ihr Vertrauen, indem er ihr klarmacht, dass der Datenträger aus der Prager Botschaft nur ein Dummy ist und obendrein ein Peilsignal sendet, sobald er ausgelesen wird. Hunt behauptet, er werde die echte Liste beschaffen. Er verlangt zehn Millionen Dollar und die wahre Identität des Verräters. Hunt rekrutiert den genialen Hacker Luther Stickell und den Piloten Franz Krieger, zwei unehrenhaft entlassene IMF-Agenten, letzteren auf Anraten Claires. Gemeinsam überwinden sie die ausgeklügelten Sicherheitseinrichtungen der CIA-Zentrale, laden die Daten herunter und setzen sich nach London ab. Durch eine Unvorsichtigkeit Kriegers bleibt dessen Messer im Computerraum zurück, so dass Kittridge erfährt, was geschehen ist. Die Jagd auf Hunt und dessen Gefährten wird eröffnet. Um den Druck zu erhöhen, lässt Kittridge Hunts Mutter unter einer aus der Luft gegriffenen Anklage verhaften. Wenig später steht Hunt plötzlich dem tot geglaubten Phelps gegenüber. Phelps erklärt, er habe den Mann erkannt, von dem er niedergeschossen worden sei - der Verräter sei niemand anderer als Kittridge. Hunt hat jedoch schon zuvor Anhaltspunkte dafür gefunden, dass Phelps selbst der Maulwurf ist, dass Krieger mit Phelps gemeinsame Sache macht und dass Claire möglicherweise ebenfalls in die Sache verwickelt ist.

Hunt behält seine Erkenntnisse für sich. Er lässt es so aussehen, als wolle er Kittridge bei der Übergabe des Datenträgers, die im TGV-Hochgeschwindigkeitszug nach Paris stattfinden soll, in eine Falle locken. Der Datenträger wird Max zugespielt. Im Austausch dafür teilt Max Hunt mit, wie er an das im Gepäckwagen deponierte Geld herankommen kann. Max versucht die Daten via Laptop weiterzusenden, doch Stickell blockiert das Funksignal. Hunt beordert Claire ins Gepäckabteil. Als sie dort Phelps begegnet, bittet sie ihn, Hunt zu verschonen. Damit hat sie sich verraten - Phelps ist in Wahrheit Hunt, der eine Maske trägt. Da erscheint der echte Phelps und gibt seinen Verrat zu. Dumm von ihm, denn Hunt trägt eine Brille mit eingebauter Kamera, die das Geständnis an Kittridge sendet. Phelps schießt auf Hunt, doch nicht er wird tödlich getroffen, sondern Claire. Phelps schnappt sich das Geld und steigt auf das Waggondach. Krieger nähert sich mit einem Hubschrauber, um Phelps abzuholen. Hunt verfolgt Phelps und beschäftigt ihn so lange, bis der TGV in den Eurotunnel einfährt. Der Hubschrauber folgt gezwungenermaßen und wird von Hunt mit Spezialsprengstoff zerstört. Krieger und Phelps sterben. Max wird festgenommen. Hunt und Stickell werden rehabilitiert. Hunt beabsichtigt eigentlich nicht, weiter für die IMF zu arbeiten, doch schon erhält er die nächste unmögliche Mission ...


Kringels Meinung

"Meine Güte, wie jung der aussieht!" Das waren meine ersten Gedanken beim erneuten Anschauen dieses Films nach 20 Jahren. Gemeint ist natürlich Tom Cruise. Der gute Mann war damals auch schon über 30, wirkt aber so jugendlich, als wäre er gerade dem Teenageralter entwachsen. Außerdem hatte er seinerzeit noch die lästige Angewohnheit, den Mund immer halb offen stehen zu lassen. Das fällt mir heute nicht mehr so sehr an ihm auf. Damals war ich der Ansicht, Cruise habe nur zwei mimische Varianten im Repertoire: Ausdrucksloses Gesicht mit offenem Mund und ausdrucksloses Gesicht mit geschlossenem Mund. Letzteres für ernste Szenen, ersteres für den ganzen Rest. Obendrein hatte Cruise bei mir in den Neunzigern immer noch ein nicht ernst zu nehmendes Teenieschwarm-Image. Das hat sich spätestens seit Last Samurai (2003) geändert. Zugegeben, in "Mission Impossible" zeigt er auch schon, dass mehr in ihm steckt als der Top-Gun-Strahlemann. Als Sympathieträger ist er durchaus geeignet, so ganz überzeugt er mich jedoch noch immer nicht in der Rolle des an sich selbst und an seinem väterlichen Mentor zweifelnden Top-Agenten.

Zudem wirken Tempo und Spezialeffekte mit zwanzigjährigem Abstand betrachtet denn doch etwas angestaubt. Nicht zu fassen, dass ich Actionfilme der Neunziger mal als "behäbig" wahrnehmen würde! Anscheinend habe ich mich bereits an die deutlich schnellere und härtere Gangart aktueller Filme dieses Genres gewöhnt. Leider stelle ich außerdem fest, dass der Film nicht halb so spannend ist, wenn man die wahre Identität des Maulwurfs schon kennt. Das soll nicht heißen, dass "Mission: Impossible" ein schlechter Film wäre. Wahrlich nicht! Brian De Palma hat die beliebte gleichnamige Fernsehserie aus den Sechzigern/Siebzigern (sie ist hierzulande unter dem Titel "Kobra, übernehmen Sie" gelaufen) sehr gut für meine Generation adaptiert und erfolgreich auf Blockbuster-Niveau gehoben. Man kann wohl behaupten, dass Tom Cruise erst durch diesen Film zum internationalen Superstar geworden ist.

Im Vergleich mit so manchen seelenlosen Vernichtungsorgien des heutigen Actionkinos ist "Mission: Impossible" sogar eine Wohltat. Die gut ausbalancierte Mischung aus Verfolgungsjagden, Täuschungsmanövern und trickreicher Agententätigkeit mit zahlreichen Gimmicks, die ebenso gut in James Bonds Arsenal passen würden, funktioniert nach wie vor. Hier wird nicht allzu sehr auf platte Schauwerte wie möglichst spektakuläre Explosionen und dergleichen gesetzt, sondern auf eine perfekte Inszenierung. Höhepunkt ist für mich der Einbruch ins CIA-Hauptquartier. Die Szene, in der sich Cruise kopfüber abseilt, ist mir unvergesslich geblieben. Den Showdown im Eurotunnel habe ich damals für heillos übertrieben gehalten. Heute stören mich daran nur noch die nicht mehr zeitgemäßen Effekte. Insgesamt würde ich sagen: "Mission: Impossible" ist deutlich gealtert - aber der Film ist gut gealtert!


Blu-ray-Features

Das Bonusmaterial besteht aus mehreren kurzen und - soweit es um die Entstehung des Films geht - wenig aussagekräftigen Featurettes mit der üblichen Mischung aus Filmausschnitten, knappen Interviews und wenig Hinter-den-Szenen-Material. Abgesehen davon, dass man sieht, wie Tom Cruise alle möglichen Stunts höchstpersönlich macht, erfährt man so gut wie gar nichts über den Produktionsprozess. Immerhin sind einige Ausschnitte aus der alten Fernsehserie zu sehen.

In zwei weiteren Featurettes geht es um die reale Welt der Spionage. Personen, die sich vermutlich auskennen (z.B. der ehemalige CIA-Offizier Chase Brandon) äußern sich zu dem Thema und es werden Infos zu Agenteneinsätzen eingeblendet (TV-Reportagen, Zeitungsausschnitte). Unter anderem werden die gescheiterten Versuche zur Ermordung Fidel Castros erwähnt. Peter Earnest stellt einige Exponate des von ihm geleiteten Internationalen Spionagemuseums vor. Witzig: Manche von echten Agenten eingesetzte Gadgets, getarnte Waffen und dergleichen sind derart verrückt, dass sie auch in einem James-Bond-Film vorkommen könnten.

Zwei Beiträge bestehen lediglich aus Zusammenschnitten aller möglichen Filme von Tom Cruise. Sie wurden aus Anlass von Preisverleihungen im Jahre 2005 gezeigt.


J. Kreis, 17.05.2017




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