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mars_attacks Mars Attacks! (USA, 1996)
DVD - Regionalcode 2, Warner Home Video
FSK: 12
Laufzeit: ca. 102 Minuten

Extras
Trailer, Produktionsnotizen (Texttafeln), Filmtips (Texttafeln), eigenständiger Soundtrack, "marsianischer Ton"

Regie:
Tim Burton

Hauptdarsteller:
Jack Nicholson (Präsident James Dale / Art Land)
Glenn Close (Marsha Dale)
Pierce Brosnan (Prof. Donald Kessler)
Sarah Jessica Parker (Nathalie Lake)
Annette Benning (Barbara Land)
Martin Short (Jerry Ross)
Michael J. Fox (Jason Stone)
Rod Steiger (General Decker)
Natalie Portman (Taffy Dale)
Lukas Haas (Richie Norris)
Tom Jones (Tom Jones)
u.v.m.




Inhalt:

Es gibt Leben auf dem Mars. Warum man es nie entdeckt hat? Ganz einfach: Die Marsianer wohnen unterirdisch in Höhlen. Die kleinen grünen Männchen haben riesige Gehirne und ein Gesicht, das wie ein Totenschädel mit nackten Augäpfeln aussieht. Ihre Intelligenz und Technologie sind der unseren weit überlegen und deshalb ist Professor Donald Kessler (UFO-loge) auch davon überzeugt, daß sie in friedlicher Absicht kommen, als sie eines Tages mit einer riesigen Flotte von fliegenden Untertassen im Orbit der Erde erscheinen. Dem Mars-Botschafter, der mit seinem Raumschiff mitten in den USA landet, wird denn auch ein pompöser Empfang bereitet. Hunderte von Schaulustigen haben sich versammelt, einer davon läßt eine weiße Taube als Symbol des Friedens fliegen. Da zieht der Marsianer eine Strahlenpistole und verwandelt die Taube in ein Häufchen Schlacke. Chaos bricht aus, die Marsianer feuern wild um sich und hinterlassen, als sie wieder abfliegen, ein krater- und leichenübersätes Schlachtfeld. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika läßt sich noch einmal von Prof. Kessler von der grundsätzlichen Friedfertigkeit der Marsianer überzeugen, und als der Mars-Botschafter wegen des "bedauerlichen Mißverständnisses" vor dem US-Kongreß sprechen will, wird ihm das großzügig bewilligt. Reingelegt! Die Marsianer lassen sämtliche Kongreßmitglieder verglühen und entführen nebenbei auch noch einige Menschen (u.a. Prof. Kessler), um mit ihnen makabre Experimente durchzuführen.

Als die Marsianer einen bizarren und zum Glück erfolglosen Mordanschlag auf den Präsidenten verüben und wenig später einen Großangriff auf die ganze Erde starten, schenkt der Präsident endlich den Hardlinern aus seinem Militärstab Gehör und genehmigt den Einsatz einer Atomrakete. Die Marsianer saugen die Explosion aber mit einer Art Staubsauger auf und rauchen dessen Inhalt danach wie einen Joint weg... Unaufhaltsam machen die Außerirdischen sich über die Erde her, vernichten u.a. Big Ben und das Taj Mahal, zerstrahlen jeden und alles, der bzw. das ihnen in die Quere kommt. Bei der Flucht aus dem Weißen Haus kommt die First Lady ums Leben und auch Präsident Dale kann seinem Schicksal nicht entrinnen: Die Marsianer stöbern ihn in seinem Kommandobunker auf und pflanzen ihr Banner in seinen Körper. Ist somit die Erde erobert? Fast! Aber da stößt der junge Richie Norris zufällig auf das einzig wirksame "Gegenmittel" gegen die Marsianer: Die reagieren nämlich äußerst allergisch auf einen bestimmten Oldie. Wenn sie dieses Lied hören, platzt ihnen im wahrsten Sinne des Wortes der Schädel! Und so sieht man alsbald Leute mit Ghettoblastern herumlaufen, Panzer und Hubschrauber werden mit Lautsprechern bestückt, und überall ertönt das zugegebenermaßen recht schräge Lied. Es dringt sogar bis in die Raumschiffe der Marsianer vor, so daß die ganze Flotte entweder abstürzt oder sich gegenseitig rammt. Als auch der letzte Marsianer mit ausgesupptem Hirn auf der Straße liegt, kann die Menschheit sich an den Wiederaufbau machen...

Der Film:

Das war in allerkürzester Kürze die Zusammenfassung einer Handlung, die so viele Subplots hat, daß eine vollständige Inhaltsangabe den Rahmen sprengen würde. Der Film ist ganz deutlich als Parodie auf die UFO-Filme der Fünfzigerjahre und auf "Independence Day" angelegt. Leider zündet nicht jeder Gag, aber das wird durch die schiere Menge an bizarren Ideen wieder wettgemacht. Tim Burtons schräger Sinn für Humor zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen Film, und vermutlich ist genau das der Grund, warum der Film vielen nicht gefällt. Dabei ist er durchaus vergnüglich und hat auch einige sehenswerte - um nicht zu sagen spektakuläre - Spezialeffekte. Von dem unglaublichen Staraufgebot ganz zu schweigen! Manche der namhaften Schauspieler, von denen praktisch jeder die Hauptrolle in einer großen Hollywood-Produktion übernehmen könnte, haben hier nur ein paar Zeilen Text bzw. einen ganz kurzen Auftritt, bevor sie von den Marsianern gegrillt werden. Die einzige Erklärung, die mir dafür einfällt: Die müssen tierischen Spaß an der ganzen Sache gehabt haben, denn so groß kann ihre Gage gar nicht gewesen sein. Jack Nicholoson (okay, der hat die Hauptrolle) sieht man die Spielfreude jedenfalls deutlich an und auch die anderen Schauspieler legen sich mächtig ins Zeug. Um das Maß voll zu machen, tritt auch noch Tom Jones in einer kleinen Rolle auf.

Der Film ist natürlich totaler Schwachsinn. Er ist völlig überzogen, hat eine absolut nebensächliche (und teils ziemlich lückenhafte) Handlung und ist alles andere als ernst gemeint. Ich mag ihn trotzdem oder gerade deswegen...

Die DVD:

Abgesehen von der überraschend guten Bild- und Tonqualität hat die DVD kaum etwas zu bieten. Immerhin: Man kann sich den Film mit isoliertem Soundtrack ansehen, d.h. es ist dann nichts außer der Musik zu hören. Der Menüpunkt "Marsianisch" bei der Sprachauswahl ist natürlich nur ein Gag, d.h. der Film ist dann nicht etwa marsianisch synchronisiert, es wird lediglich ein kurzer Text abgespielt.

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